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Patent Searching and Data


Title:
BICYCLE SADDLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/162030
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a bicycle saddle comprising a saddle shell (24). A saddle frame (18) is arranged on a lower side (22) of the saddle shell (24). A saddle cushion (28) is arranged on an upper side (26) of the saddle shell (24). The saddle cushion (28) comprises at least two cushion elements (30, 32). The invention also relates to a cover layer (36), the edge area (38) of which is arranged in the region of a saddle edge (40) between both cushion elements (30, 32).

Inventors:
KRAUSE, Andreas (Mainzerstraße 19, Koblenz, 56068, DE)
ARNOLD, Franc (Bismarckstraße 6a, Koblenz, 56068, DE)
Application Number:
EP2019/051708
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
January 24, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ERGON INTERNATIONAL GMBH (Universitätsstraße 2, Koblenz, 56070, DE)
International Classes:
B62J1/22; B62J1/26
Domestic Patent References:
WO2000044821A12000-08-03
Foreign References:
US5203607A1993-04-20
JP2003127931A2003-05-08
US20110193376A12011-08-11
JPS58152475U1983-10-12
DE9108143U11991-09-05
CN2245020Y1997-01-15
EP1024992A12000-08-09
EP0692510A11996-01-17
EP1174459A12002-01-23
EP1174458A12002-01-23
Attorney, Agent or Firm:
DOMPATENT VON KREISLER SELTING WERNER - PARTNERSCHAFT VON PATENTANWÄLTEN UND RECHTSANWÄLTEN MBB (Deichmannhaus am Dom, Bahnhofsvorplatz 1, Köln, 50667, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Fahrradsattel mit

einer Satteschale (24),

einem an einer Unterseite (22) der Sattelschale (24) angeordneten Sattelgestell (18),

einem an einer Oberseite (26) der Sattelschale (24) angeordneten Sat- telpolster (28) und

einer das Sattelpolster (28) überspannenden Deckschicht (36), wobei das Sattelpolster (28) mindestens zwei Polsterelemente (30, 32) aufweist, die sich zumindest in Teilen eines Sattelrandes (40) überde- cken und

wobei ein Randbereich (38) der Deckschicht (36) am Sattelrand (40), an dem sich mindestens zwei Polsterelemente (30, 32) überdecken zwischen den Polsterelementen (30, 33) angeordnet ist.

2. Fahrradsattel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eines der Polsterelemente (30), (32) am Sattelrand (40) einen Ansatz (42), (48) aufweist, der in eine Ausnehmung (44), (50) des anderen Polsterele- ments (30, 32) ragt.

3. Fahrradsattel nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass der An- satz (42) an einem unteren in Richtung der Sattelschale (24) weisen- den Polsterelement (30) vorgesehen ist, wobei das untere Polsterele- ment (30) vorzugsweise mit der Oberseite (26) der Sattelschale (24) verbunden ist.

4. Fahrradsattel nach Anspruch 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (42, 48) eine insbesondere sichtbare Außenseite (46) auf- weist.

5. Fahrradsattel nach einem der Ansprüche 2 bis 4 dadurch gekennzeich- net, dass die Ausnehmung (44, 50) in Richtung einer Außenseite des Fahrradsattel offen ist.

6 Fahrradsattel nach einem der Ansprüche 2 bis 5 dadurch gekennzeich- net, dass sich der Ansatz (42, 48) in Umfangsrichtung des Sattelran- des (40) insbesondere vollständig erstreckt.

7. Fahrradsattel nach einem der Ansprüche 2 bis 6 dadurch gekennzeich- net, dass die Deckschicht (36) an einer Oberseite des Ansatzes (42, 48) insbesondere der gesamten Oberseite des Ansatzes (42, 48) an- liegt.

8. Fahrradsattel nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (36) an einer Innenseite des Ansatzes (42, 48) anliegt.

9. Fahrradsattel nach einem der Ansprüche 2 bis 8 dadurch gekennzeich- net, dass der Ansatz (42, 48) eine Breite von 3 bis 20mm, insbesonde- re von 5 bis 10mm aufweist.

10. Fahrradsattel nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeich- net, dass ein unteres Polsterelement (32) die Oberseite (26) der Sat- telschale (24) vollständig bedeckt.

11. Fahrradsattel nach einem der Ansprüche 1 bis 10 dadurch gekenn- zeichnet, dass ein oberes Polsterelement (32) ein unteres Polsterele- ment (30) vollständig bedeckt.

12. Fahrradsattel nach einem der Ansprüche 1 bis 11 dadurch gekenn- zeichnet, dass zumindest eines der Polsterelemente (30, 32) insbeson- dere das untere Polsterelement (30) einem Partikelschaum aufweist, insbesondere aus einem Partikelschaum hergestellt ist.

13. Fahrradsattel nach einem der Ansprüche 1 bis 12 dadurch gekenn- zeichnet, dass das Material des unteren Polsterelements (30) feuchtig- keitsabweisend ist.

Description:
Fahrradsattel

Die Erfindung betrifft einen Fahrradsattel.

Fahrradsättel weisen eine Sattelschale auf, an deren Unterseite üblicherweise ein Sattelgestell zur Verbindung mit einer Sattelstütze vorgesehen ist. Die Oberseite der Sattelschale ist mit einem Sattelpolster verbunden. Da das Pols- ter üblicher Weise aus aufgeschäumtem Material wie PU-Schaum hergestellt ist, ist es erforderlich, das Sattelpolster mit einer Deckschicht zu überspannen. Dies ist insbesondere erforderlich, da das Sattelpolster ansonsten Feuchtigkeit aufnehmen würde und ferner die Widerstandsfähigkeit des Polstermaterials gering ist. Die Deckschicht ist üblicherweise ein dünnes Kunststoffmaterial, mit einer Dicke von 0,5-1, 5mm. Die Deckschicht überspannt das Sattelpolster und wird an der Unterseite der Sattelschale entlang des gesamten Sattelrandes üblicherweise durch kleben fixiert. Es ist fertigungstechnisch erforderlich die Kante der Deckschicht von Hand abzuschneiden.

Aufgabe der Erfindung ist es einen Fahrradsattel zu schaffen, bei dem das An- ordnen der Deckschicht vereinfacht ist.

Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch einen Fahrradsattel gemäß Anspruch 1.

Der erfindungsgemäße Fahrradsattel weist eine Sattelschale auf, an deren Un- terseite ein Sattelgestell oder eine entsprechende Verbindung zwischen der Sattelschale und dem Sattelstützrohr vorgesehen ist. An einer Oberseite der Sattelschale ist ein Sattelpolster angeordnet. Das Sattelpolster ist von einer Deckschicht überspannt. Erfindungsgemäß weist das Sattelpolster mindestens zwei Polsterelemente auf. Die Polsterelemente können unterschiedliche Dämp- fungseigenschaften, unterschiedliche Rebound-Eigenschaften, unterschiedliche Härten und dergleichen aufweisen. Die Polsterelemente sind derart angeordnet bzw. ausgebildet, dass sie sich zumindest in Teilen überdecken. Insbesondere ist eine Überdeckung zumindest in Teilen am Sattelrand vorgesehen. Der Sat- telrand ist der umlaufende Randbereich des Sattels. Durch eine Überdeckung von zwei oder mehr Polsterelementen in dem Bereich des Sattelrandes ist es möglich, einen Randbereich der Deckschicht am Sattelrand zwischen den bei- den sich überdeckenden Polsterelementen anzuordnen. Dies hat den Vorteil, dass die Kante der Deckschicht nicht sichtbar ist. Insofern ist es nicht mehr erforderlich eine saubere Schnittkante oder Abschlusskante der Deckschicht herzustellen.

Eine derartige Überdeckung von zwei Polsterelementen zwischen denen so- dann der Randbereich der Deckschicht angeordnet ist, ist in besonders bevor- zugter Ausführungsform umlaufend am gesamten Sattelrand vorgesehen, so- dass der gesamte Randbereich der Deckschicht bzw. die Kante der Deckschicht zwischen zwei Polsterelementen angeordnet und somit nicht sichtbar ist. Ge- gebenenfalls können jedoch auch nur Teile des Randbereichs der Deckschicht zwischen zwei Polsterelementen angeordnet sein, wobei andere Teile der Deckschicht sodann ggf. wie üblich an der Sattelunterseite fixiert sind. Bevor- zugt ist jedoch, dass der gesamte Randbereich der Deckschicht zwischen Pols- terelementen angeordnet ist.

Um ein möglichst gutes Fixieren bzw. Halten der Deckschicht zwischen den Polsterelementen zu realisieren ist es bevorzugt, dass eines der beiden Pols- terelemente am Sattelrand einen Ansatz aufweist, der in eine Ausnehmung des anderen Polsterelements ragt. Hierdurch kann ein besseres Einklemmen bzw. Fixieren des Randbereichs der Deckschicht realisiert werden. Bevorzugt ist es, dass der Ansatz an einem unteren Polsterelement d.h. einem Polsterelement das in Richtung der Sattelschale weist und an dessen von der Sattelschale wegweisenden Oberseite vorgesehen ist. Bei montiertem Fahrrad- sattel weist der Ansatz somit nach oben. Besonders bevorzugt ist es, dass die- ses Polsterelement mit der Sattelschale beispielsweise durch Verkleben oder während des Herstellungsprozesses des Sattels durch Wärme oder chemische Reaktionen verbunden ist.

Des Weiteren ist es bevorzugt, dass der Ansatz derart an dem Polsterelement angeordnet ist, dass eine Außenseite des Ansatzes sichtbar ist. Insbesondere wenn es sich bei dem Polsterelement um das untere Polsterelement handelt, ist die Außenseite des Ansatzes sodann sichtbar und nicht von der Deckschicht überdeckt. Insofern ist das Material des insbesondere unteren Polsterelements sichtbar und hat zusätzlich eine Designfunktion. Der Ansatz entspricht somit einem erhöhten Rand des entsprechenden Polsterelements.

Es ist des Weiteren bevorzugt, dass auch die Ausnehmung in Richtung einer Außenseite des Fahrradsattels offen ist. Die Ausnehmung entspricht somit ei- ner Stufe im Randbereich des Polsterelements.

In besonders bevorzugter Ausführungsform ist sowohl der Ansatz als auch die Ausnehmung vollständig umlaufend d.h. am gesamten Sattelrand vorgesehen.

Des Weiteren ist es besonders bevorzugt, dass die Deckschicht an einer Ober- seite des Ansatzes, insbesondere an der gesamten Oberseite des Ansatzes d.h. über die gesamte Fläche der Oberseite, an dieser anliegt. Die Oberseite des Ansatzes ist die in Richtung des die Ausnehmung aufweisenden anderen Polsterelements weisende Seite des Ansatzes. Hierdurch kann eine gute Fixie- rung der Deckschicht realisiert werden.

Zur weiteren Verbesserung der Fixierung der Deckschicht ist es besonders be- vorzugt, dass diese auch zumindest an einem Teil der Innenseite des Ansatzes anliegt. Die Innenseite des Ansatzes ist hierbei die in Richtung des Inneren des Sattels weisende Seite des Ansatzes. Hierdurch ist die Deckschicht zwei- fach gekrümmt, sodass die Fixierung weiter verbessert ist.

Der Ansatz weist vorzugsweise eine Breite von 3 bis 20mm insbesondere 5 bis 10mm auf. Die Breite des Ansatzes erstreckt sich hierbei senkrecht zum Sat- telrand in Richtung des Sattelinneren.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein unteres Polsterele- ment derart ausgebildet, dass es die Oberseite der Sattelschale um mindes- tens 50%, insbesondere mindestens 70% und besonders bevorzugt vollständig bedeckt. Gegebenenfalls kann ein weiteres d.h. ein drittes oder gar ein viertes Polsterelement vorgesehen sein um die Dämpfungseigenschaften, Rebound- Eigenschaften etc. des Sattel polsters zu verändern. Dies kann insbesondere für den Bereich der Sitzknochen, im Bereich der Sattelspitze oder anderen be- sonderen Belastungen ausgesetzten Bereichen vorteilhaft sein. Beispielsweise können als weitere Polsterelemente Gelelemente oder dergleichen vorgesehen sein.

Für eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist ein oberes Polsterelement derart angeordnet und ausgebildet, dass es das untere Polsterelement zumin- dest 50% insbesondere mindestens 70% und vorzugsweise vollständig über- deckt. Auch ist es möglich, dass das untere Polsterelement die Oberseite der Sattelschale nur teilweise überdeckt und sodann das obere Polsterelement derart ausgebildet ist, dass es in Draufsicht die gesamte Oberseite der Sattel- schale überdeckt. Es kann insofern Bereiche geben, in denen das Sattelpolster mehrlagig ist, sowie es auch Bereiche geben kann in denen das Sattelpolster nur einlagig ist. Zumindest in den einlagigen Bereichen ist es bevorzugt, dass die Deckschicht wie üblich an der Unterseite der Sattelschale fixiert wird.

In besonders bevorzugter Ausführungsform ist das insbesondere untere Pols- terelement als Elastomerkörper ausgebildet. Insbesondere weist der Elastomerkörper einen offenzeiligen oder geschlossenzelligen Schaum auf und ist besonders bevorzugt aus einem derartigen Schaum hergestellt.

Insbesondere sind geschlossenporige Schäume bevorzugt. Besonders bevor- zugt ist es, dass insbesondere das untere Polsterelement einen oder mehrere Partikelschäume aufweist und insbesondere aus einem oder mehreren Parti- kelschäumen hergestellt ist. Als Grundmaterial sind hierbei E-TPU (expandier- tes thermoplastisches Polyurethan), EPP (expandiertes Polypropylen), EPS (expandiertes Polysterol), EPE (expandiertes Polyethylen) oder ähnliche Schäume besonders bevorzugt. Partikelschäume bestehen hierbei in der Regel aus kleinen Kügelchen des expandierten Grundmaterials. Diese als Kügelchen oder andere Körper geformten Partikel werden in einem Werkzeug wie einer Form oder dergleichen unter Temperatur, ggf. auch unter Wasserdampf in ihre Endform gebracht. Partikelschäume haben insbesondere den Vorteil, dass sie eine geringe Dichte, eine gute Wärme-/Kälteisolation und gute Dämpfungsei- genschaften aufweisen.

Besonders bevorzugt weist das untere Polsterelement bzw. das Hauptpols- terelement E-TPU (expandiertes thermoplastisches Polyurethan) auf und ist besonders bevorzugt aus diesem Material hergestellt. Besonders geeignet ist hierfür das von der Firma BASF unter dem Produktnamen "Infinergy" herge- stellte Material. Verfahren zur Herstellung von E-TPU sind beispielsweise in EP 692510, WO 00/44821, EP 1174459 und EP 1174458 beschrieben. Ferner ist es bevorzugt, das Polsterelement aus EVA (Ethylenvinylacetat) herzustellen, oder das Hauptpolsterelement aus Material herzustellen, das EVA aufweist. Ferner sind als Materialien EPP (expandiertes Polypropylen), TPE (thermoplas- tisches Elastomer) oder E-TPE (expandiertes thermoplastisches Elastomer), EPS (expandiertes Polystyrol) und EPE (expandiertes Polyethylen) verwendbar. Auch eine Kombination dieser Materialien miteinander oder eine Kombination der Materialien mit anderen Materialien ist möglich, zum Beispiel in einem Mehrschichtaufbau. Insbesondere können auch Mischungen mit Co- oder Ter- polymeren eingesetzt werden. Hierdurch können unterschiedliche Dämpfungs- und Bewegungseigenschaften des Elastomer-Körpers erzielt werden. Auch ist es möglich, die entsprechenden Materialien in unterschiedlichen Bereichen stärker zu verdichten, so dass hierdurch die Dämpfungs- und Bewegungsei- genschaft beeinflusst werden können.

Ein weiteres gut geeignetes Material zur Ausbildung des insbesondere unteren Polsterelements ist ein Polyester-basiertes PU Material. Besonders geeignet ist hierbei das von der Firma BASF unter dem Markennamen "Elastopan" angebo- tene Material. Vorzugsweise weist das Polsterelement ein derartiges Material auf oder ist aus diesem hergestellt, wobei es wiederum möglich ist, dieses Ma- terial mit anderen beschriebenen Materialien zu kombinieren.

Besonders bevorzugt ist es, dass insbesondere das untere Polsterelement ei- nen oder mehrere Partikelschäume aufweist und insbesondere aus einem oder mehreren Partikelschäumen hergestellt ist. Als Grundmaterial sind hierbei E- TPU (expandiertes Polyurethan), EPP (expandiertes Polypropylen), EPS (ex- pandiertes Polystyrol), EPE (expandiertes Polyethylen) oder ähnliche Schäume besonders bevorzugt. Partikelschäume bestehen hierbei in der Regel aus klei- nen Kügelchen des expandierten Grundmaterials. Diese als Kügelchen oder andere Körper geformten Partikel werden in einem Werkzeug wie einer Form oder dergleichen unter Temperatur, ggf. auch unter Wasserdampf in ihre End- form gebracht. Partikelschäume haben insbesondere den Vorteil, dass sie eine geringe Dichte, eine gute Wärme-/Kälteisolation und gute Dämpfungseigen- schaften aufweisen.

Das untere Polsterelement ist vorzugsweise zumindest im Randbereich aus feuchtigkeitsabweisendem Material hergestellt.

Das insbesondere untere Polsterelement weist in besonders bevorzugter Aus- führungsform ein Elastizitätsmodul von 0,1 bis 10 MPA, insbesondere 0,1 bis 5 MPA und besonders bevorzugt 0,1 bis 1,0 MPA auf. Das besonders bevorzugte Material "Infinergy E-TPU" weist ein Elastizitätsmodul von 0,1 bis 0,5 MPA auf. Des Weiteren ist es besonders bevorzugt, dass das insbesondere untere Pols- terelement auf Grund seiner geringen Dichte ein geringes Gewicht aufweist. Insbesondere weist der Elastomerkörper eine Dichte von weniger als 1 g/cm 3 , besonders bevorzugt weniger als 0,5 g/cm 3 , und insbesondere weniger als 0,2 g/cm 3 auf. Eines der besonders bevorzugten Materialien, das Material Elastil, weist eine Dichte im Bereich von 0,05 bis 0,2 g/cm 3 auf.

Das Rebound-Verhalten des insbesondere unteren Polsterelements liegt vor- zugsweise im Bereich von mehr als 30%, insbesondere mehr als 40% und be- sonders bevorzugt mehr als 50%.

Das obere Polsterelement überdeckt das untere Polsterelement zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig. Insbesondere bedeckt das obere Pols- terelement das untere Polsterelement um mindestens 50%, insbesondere mindestens 70% und besonders bevorzugt vollständig.

Das obere Polsterelement ist vorzugsweise aus einem schäumbaren Material, insbesondere geschäumten Kunststoff hergestellt. Besonders geeignet ist PU- Schaum.

Die Sattelschale weist als Material vorzugsweise PP, PA6, oder PA12 auf oder ist aus diesem Material hergestellt. Das Elastizitätsmodul der Sattelschale liegt erfindungsgemäß im Bereich von 1000 bis 10000 MPA, vorzugsweise im Be- reich von 2500 bis 6000 MPA und besonders bevorzugt im Bereich von 3000 bis 5000 MPA. Bevorzugt ist die Verwendung von PP (E-Modul : 1100 bis 1450 MPA), PP GF20 (E-Modul ca. 2900 MPA) und/oder PA 6 GF 15 (E-Modul 4500 bis 6500 MPA).

Des Weiteren kann die Sattelschale auch aus TPU hergestellt sein. TPU weist insbesondere den Vorteil auf, dass in einer großen Bandbreite unterschiedliche Elastizitätsmodule erzielt werden können. Die Elastizitätsmodule liegen insbe- sondere zwischen 500-6000 MPA.

Des Weiteren kann die Sattelschale auch aus Kombinationen vorstehende Werkstoffe oder auch in Verbindung mit anderen Werkstoffen hergestellt sein.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen :

Figur 1 eine schematische Draufsicht eines Fahrradsattels,

Figur 2 eine schematische Seitenansicht des in Figur 1 dargestellten

Fahrradsattels,

Figur 3 eine schematische Schnittansicht entlang der Linie III-III in Figur

1,

Figur 4 eine erste bevorzugte Ausführungsform des Randbereichs des

Fahrradsattels, wobei es sich um eine Vergrößerung des Bereichs X in Figur 4 handelt und

Figur 5 eine zweite bevorzugte Ausführungsform des Randbereichs des

Fahrradsattels, wobei es sich um eine Vergrößerung des Bereichs X in Figur 3 handelt.

Ein Fahrradsattel weist in Draufsicht (Figur 1) einen Sitzbereich 10 auf, an dem sich ein Mittelbereich 12 anschließt. Der Mittelbereich 12 geht in die Sat- telspitze 14 über. Hierbei ist die Sattelspitze 14 schmaler ausgebildet und der Sitzbereich 12 breiter ausgebildet, sodass im Sitzbereich der größte Teil des Gewichts des Fahrrades insbesondere über die Sitzknochen aufgenommen wird. Der Fahrradsattel ist zu einer Mittelachse 16 die in Längsrichtung ver- läuft symmetrisch ausgebildet. Eine Unterseite 22 des Fahrradsattels ist mit einem Sattelgestell 18 (Figur 2) verbunden. Die dargestellte Ausführungsform des Sattelgestells 18 weist ins- besondere zwei sich im Wesentlichen in Längsrichtung des Sattels erstrecken- de Streben auf. In einem mittleren Bereich 20 der beiden Streben des Sattel- gestells 18 ist dieses über ein Befestigungselement mit der Sattelstütze ver- bindbar. Selbstverständlich sind auch andere Befestigungen des Sattels mit der Sattelstütze möglich.

Der erfindungsgemäße Sattel weist eine aus relativ steifem Material hergestell- te Sattelschale 24 auf, mit deren Unterseite 22 das Sattelgestell 18 verbunden ist. Auf einer Oberseite 26 der Sattelschale 24 ist ein Sattelpolster 28 ange- ordnet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Sattelpolster 28 ein unteres Polsterelement 30 sowie ein oberes Polsterelement 32 auf. Im darge- stellten Ausführungsbeispiel bedeckt das untere Polsterelement 30 die gesam- te Oberseite 26 der Sattelschale 24. Des Weiteren bedeckt das obere Pols- terelement 32 über die gesamte Fläche eine Oberseite 34 des unteren Pols- terelements 30.

Ferner ist eine Oberseite des oberen Polsterelements 32 mit einer Deckschicht 36 überspannt. Der Randbereich 38 der Deckschicht 36 ist im Bereich eines Sattelrandes 40 zwischen den beiden Polsterelementen 30, 32 angeordnet.

Zwei unterschiedliche Ausführungsformen dieses Bereiches sind als Vergröße- rung X in den Figuren 4 und 5 dargestellt.

Bei der ersten bevorzugten Ausführungsform (Figur 4) weist das untere Pols- terelement 30 einen Ansatz 42 auf. Der Ansatz ragt bezogen auf die Sattel- schale 24 nach oben bzw. von dieser weg. Entsprechend weist das obere Pols- terelement 32 eine zu dem Ansatz 42 komplementär ausgebildete Ausneh- mung 44 auf. Die Deckschicht 36 ist um eine in Figur 4 nach links weisende Außenseite des oberen Polsterelements 32 herumgeführt, wobei der Randbe- reich 38 der Deckschicht zwischen den beiden Polsterelementen 30, 32 im Be- reich des Ansatzes 42 bzw. der Ausnehmung 44 angeordnet ist. Eine Außen- seite 46 des unteren Polsterelements 32 ist somit sichtbar.

Bei der in Figur 5 dargestellten Ausführungsform ist die Ausgestaltung des An- satzes und der Ausnehmung umgekehrt zu der in Figur 4 dargestellten Ausfüh- rungsform. Dementsprechend weist das obere Polsterelement 32 einen Ansatz 48 auf, der in eine entsprechend komplementäre Ausbildung 50 des unteren Polsterelements 30 ragt. Der Randbereich 38 der Deckschicht 36 ist wiederum im Bereich des Sattelrandes 40 zwischen den beiden Polsterelementen ange- ordnet. Eine Außenseite 46, die in dem in Figur 5 dargestellten Ausführungs- beispiel eine geringere Höhe aufweist als in dem in Figur 4 dargestellten Aus- führungsbeispiel ist wiederum sichtbar.

Vorzugsweise weist eine Breite der Ansätze 42, 48 sowie auch der Ausneh- mungen 44, 50 im Bereich des Sattelrandes entsprechend der Schnittansicht in Figuren 4 und 5 3mm bis 20mm, insbesondere 5mm bis 10mm auf.

Der Randbereich 38 der Deckschicht 36 ist vorzugsweise umlaufend um den gesamten Sattelrand und im Wesentlichen gleich ausgebildet, sodass der Randbereich 38 der Deckschicht 36 stets zwischen den beiden Polsterelemen- ten 30, 32 angeordnet ist.

Der Randbereich 38 der Deckschicht 36 kann einerseits an der Oberseite des entsprechenden Ansatzes 42, 48 anliegen und ggf. zusätzlich an einer Innen- seite 52, 54 des Ansatzes 42 bzw. 48 anliegen.