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Patent Searching and Data


Title:
BIOMASS TRANSPORT INSTALLATION FOR INTRODUCTION INTO A PRESSURISED CONTAINER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/112163
Kind Code:
A2
Abstract:
Two independently controllable worms are arranged in a worm conveyor tube (6). The biomass is compressed by high pressure, between the primary worm driven by the motor (12) and the secondary worm driven by the motor (11), as a result of different rotational speeds of the motors (11, 12), in such a way that an almost gas-tight plug (13) is formed. The invention is suitable especially for introducing biomass into a pressurised gasification installation for producing synthesis gas.

Inventors:
TETZLAFF, Karl-Heinz (Mörikestr. 6, Kelkheim, 65779, DE)
Application Number:
EP2009/001390
Publication Date:
September 17, 2009
Filing Date:
February 27, 2009
Export Citation:
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Assignee:
TETZLAFF, Karl-Heinz (Mörikestr. 6, Kelkheim, 65779, DE)
International Classes:
B65G53/48; B30B11/24; C10J3/50; C10J3/56
Attorney, Agent or Firm:
Cohausz & Florack et al. (Patent- und Rechtsanwälte, Postfach 10 18 30, Düsseldorf, 40009, DE)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Verfahren oder Vorrichtung zur Einspeisung von Biomasse in einen Druckbehälter mit Hilfe eines

Schneckenfördersystems, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneckenfördersystem aus mindestens zwei Schneckenförderern besteht, deren Drehzahl unabhängig steuerbar ist.

2. Verfahren oder Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneckenförderer axial hintereinander angeordnet sind.

3. Verfahren oder Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Schneckenförderern ein Abschnitt ohne Förderelemente angeordnet ist.

4. Verfahren oder Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Schneckenförderer als Schneckenpresse zum Abpressen einer flüssigen Phase aus der Biomasse ausgebildet ist.

5. Verfahren oder Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Schneckenförderer eine Doppelschnecke aufweist.

6. Verfahren oder Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Schneckenförderer beheizbar ist.

7. Verfahren oder Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des

Schneckenfördersystems eine Zerteileinrichtung für Biomasse angeordnet ist.

8. Verfahren oder Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung von grobteiliger und feinteiliger Biomasse dem Eingang des Schneckenfördersystems zugeführt wird.

9. Verfahren oder Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Biomasse mit einer Flüssigkeit angemaischt wird.

10. Verfahren oder Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Biomasse vorgewärmt wird.

Description:

Biomasse-Förderanlage zur Einspeisung in einen Druckbehälter

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einspeisen von Biomasse in einen Behälter, der unter überdruck steht. Eine vorteilhafte Anwendung ist die Zuführung von Biomasse in einen druckaufgeladenen Vergaser zur Herstellung von Synthesegas.

Hintergrund und allgemeine Beschreibung der Erfindung An sich ist es bei Vergasungsanlagen zur Erzeugung von Synthesegas wünschenswert, die Anlagen unter erhöhtem Druck von 2 bis 100 bar, vorzugsweise von 12 bis 40 bar, zu betreiben. Das gilt insbesondere für industrielle Anlagen, bei denen das Synthesegas zu anderen Produkten weiter verarbeitet und das Synthesegas oder seine Folgeprodukte in ein unter Druck stehendes Rohrnetz eingespeist, oder in einer Turbine verbrannt werden sollen.

Biomassevergasungsanlagen mit nennenswertem überdruck nutzen heute entweder Zellradschleusen oder Druckschleusen, wobei die integrierten Förderschnecken die Biomasse ohne jeglichen Druckgradienten von den Schleusen in die

Vergasungsanlage transportieren. Der Stand der Technik ist dokumentiert in: „Analyse und Evaluierung der thermo- chemischen Vergasung von Biomasse" Schriftenreihe „Nachwachsende Rohstoffe" Band 29, Landwirtschaftsverlag GmbH, Münster (2006) . Relevant sind hier die Seiten 54-59 und Tabelle 2-7 auf Seite 72-73.

BESTäTIGUNGSKOPC

Die Standardschneckenforderer, bei denen die Schnecke sich über den gesamten Bereich zwischen Ein- und Ausgang erstreckt, sind in der Regel nur teilweise gefüllt. Das Gas aus einem Druckbehalter kann daher entgegen der Forderrichtung zurück strömen. Selbst bei vollständiger Füllung dieses Schneckenförderers bildet sich durch Verdichtung des Fordergutes ein Hohlraum hinter der Schneckenwendel in dem Gas zurück strömen kann.

Im Forschungszentrum Karlsruhe wurde unter dem Namen

„Bioliq" ein Verfahren erarbeitet, das Biomasse in eine pumpfahige Flüssigkeit verwandelt. Das Verfahren wurde unter DE 10 2004 019 203 B3 offenbart. Das Verfahren ermöglicht zwar die Forderung der so hergestellten Flüssigkeit gegen einen hohen Druck. Das wird aber mit einem hohen Aufwand für die Herstellung dieser Flüssigkeit bezahlt .

Auch auf dem verwandten Gebiet der Einbringung von Braunkohle in eine, mit leichtem überdruck betriebene Wirbelschicht zur Erzeugung von Warme für ein Dampfkraftwerk, ist keine übertragung für die Forderung von Biomasse in einen unter Druck stehenden Behalter von mehr als 2 bar ableitbar. Beispiele sind dafür der Rohrkettenforderer, der in DE 198 43 255 Al offenbart ist, oder der Kolbenforderer, offenbart in DE 44 31 366 Al.

Es ist Aufgabe der Erfindung, sehr unterschiedliche Arten von Biomasse, mit einer einfachen Forderanlage in einen unter überdruck stehenden Behalter einzubringen.

Die Aufgabe wird mit einem Verfahren und einer Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelost. In den Ansprüchen 2 bis 10 werden vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung beschrieben.

Biomasse ist ein sehr komplexer Rohstoff. Für die thermochemische Vergasung zu Synthesegas sind beispielsweise in Betracht zu ziehen:

- Holz mit unterschiedlichem Wassergehalt und von recht unterschiedlicher Beschaffenheit, beispielsweise Sagespane und Hackschnitzel,

- Energiepflanzen als Frischmasse, siliert, ausgepresst, getrocknet, grob- oder feinteilig,

- Ol in Mischungen mit fester Biomasse

- Korner und Fasern

- Lebensmittel aller Art und Abfalle aus der Lebensmittelindustrie - Ausscheidungen aus der Tierhaltung

Die Biomasse soll als homogener Stoff oder in einer möglichst breiten Stoffmischung mit einem Schneckenförderer gegen einen überdruck gefordert werden.

Nach Anspruch 1 wird eine selbstabdichtende Einspeisung von Biomasse in einen Druckraum, dadurch gelost, dass zwei Schneckenförderer mit separat steuerbarer Drehzahl seriell hintereinander angeordnet sind. Dadurch kann die Biomasse im Raum zwischen den beiden Schneckenfordern so verdichtet werden, dass ein annähernd gasdichter Pfropfen aus Biomasse gebildet wird. Anders als bei Systemen mit einer Forderschnecke, kann durch das erfindungsgemaße Zweischneckensystem, der Druck im Pfropfen durch die Drehzahl der nachgeordneten Schnecke gesteuert werden. Die erfindungsgemaße Vorrichtung ermöglicht große Querschnitte und vermindert dadurch ein Blockieren oder Undichtigkeiten bei der Einbringung von grobstuckiger Biomasse. Dadurch ist

die Einspeisung von Biomasse mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften möglich.

Nach Anspruch 2 ist es vorteilhaft die beiden Schneckenförderer axial hintereinander in einem Rohr anzuordnen. Eine Umlenkung des Förderstroms, die für viele Arten von Biomasse problematisch ist, kann damit entfallen.

Nach Anspruch 3 wird die Ausbildung eines abdichtenden Pfropfens dadurch erleichtert, dass zwischen den beiden Förderschnecken ein Abschnitt vorgesehen wird, der keine Förderelemente enthält. Damit wird eine längere Dichtstrecke gebildet, die insbesondere für weitgehend trockene Biomasse vorteilhaft ist.

Nach Anspruch 4 kann der primäre Schneckenförderer auch als Schneckenpresse ausgebildet sein. Das ist dann vorteilhaft, wenn die Biomasse mehr als 50% Wasser enthält.

Nach Anspruch 5 kann einer der Schneckenförderer auch als Doppelschneckenförderer ausgebildet sein. Man erreicht damit höhere Drucke und eine Homogenisierung und Zerkleinerung der eingebrachten Biomasse.

Nach Anspruch 6 ist eine Beheizung über das Schneckenrohr und die Schneckenwelle vorteilhaft, weil damit die Biomasse leichter plastisch verformbar wird und damit besser abdichtet .

Nach Anspruch 7 ist am Ende der Förderstrecke eine Zerteileinrichtung vorteilhaft, welche den Austrag der Biomasse in einen unter überdruck stehenden Raum erleichtert .

Die Ansprüche 8 bis 10 beschreiben Verfahren, wie man die Biomasse vorbereiten kann, um die Abdichtwirkung des Pfropfens zu verbessern.

Beschreibung eines Beispiels

Die Erfindung wird am Beispiel der Fig. 1 näher erläutert.

Die Biomasse 1 wird am Trichter 3 beispielsweise über eine Vorlage mit Zellradschleuse aufgeben und verlässt am

Ausgang 2 die Förderanlage über den Flansch 14, der mit einem unter überdruck stehenden Behälter oder einer weiteren Förderanlage verbunden ist. Die Biomasse 1 durchläuft zunächst den primären Schneckenförderer, gebildet aus dem Schneckenrohr 6, der Schneckenwelle 5 und der Schneckenwendel 4. Die Biomasse 1 wird dann durch einen Rohrabschnitt 13 geschoben, welches keine Förderelemente enthält. Der im Rohrabschnitt 13 gebildete Pfropfen aus Biomasse gelangt sodann in den sekundären Schneckenförderer, gebildet aus dem Schneckenrohr 6, der Schneckenwelle 8 und der Schneckenwendel 9. Am Ende der Förderstrecke fällt die Biomasse an den Ausgang 2 in einen unter überdruck stehenden Raum. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn am Ende der Förderstrecke eine passive oder aktive Zerteileinrichtung 10 angeordnet ist.

Die Drehzahl des primären Schneckenförderers, angetrieben von Motor 12, bestimmt weigehend die Förderleistung. Die Drehzahl des sekundären Schneckenförderers, der vom Motor 11 angetrieben wird, bestimmt weitgehend die Dichtigkeit der Förderanlage. Der Druck im Rohrabschnitt 13, der mittels Druckaufnehmer 7 gemessen wird, steuert die Drehzahl des sekundären Schneckenförderers, angetrieben vom Motor 11. Dieser Druck korrespondiert mit der Dichtigkeit der Förderanlage. Der beste Wert für den Druck kann in

Abhängigkeit von der Art der Biomasse aus einer Gasanalyse des in Spuren zurückströmenden Gases am Aufgabetrichter 3 ermittelt werden. In der Regel wird der Druck im Rohrabschnitt 13 höher sein als der Systemdruck am Flansch 14.

Mit der Erfindung ist es möglich, unterschiedlichste Biomassen in ein System einzubringen, das unter einem höheren Druck steht. Das ist für die industrielle thermochemische Vergasung der Biomasse zu Synthesegas von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung.

Nochmal zusammenfassend wird also eine Biomasse- Förderanlage zur Einspeisung in einen Druckbehälter vorgeschlagen. Die Einbringung eines heterogenen

Feststoffes, wie Biomasse, in einen unter Druck stehenden Behälter ist schwierig. Die bisher genutzten Zellradschleusen und Druckschleusen weisen erhebliche Mängel auf. Die Nutzung von Standardschneckenförderern scheiterte bisher daran, dass sich hinter der

Schneckenwendel ein Hohlraum bildete in dem Gas aus dem Druckbehälter entweichen konnte. Diese Unzulänglichkeiten werden dadurch gelöst, dass in einen Schneckenförderrohr 6 zwei unabhängig steuerbaren Schnecken anordnet sind. Zwischen der von Motor 12 angetriebenen primären Schnecke und der von Motor 11 angetriebenen sekundären Schnecke wird die Biomasse durch hohen Druck infolge unterschiedlicher Drehzahlen der Motoren 11, 12 so verdichtet, dass ein nahezu gasdichter Pfropfen 13 gebildet wird. Die Erfindung eignet sich insbesondere zur Einbringung von Biomasse in eine unter Druck stehende Vergasungsanlage zur Herstellung von Synthesegas.