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Patent Searching and Data


Title:
BIRD PROTECTION AND FASTENING POINT FOR AN OVERHEAD LINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/099780
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a bird protection for an overhead line, comprising a first spiral (6) and a second spiral (8), wherein the first spiral (6) and the second spiral (8) are designed to encase a conductor cable (4) of the overhead line at least in sections, and wherein the first spiral (6) and the second spiral (8) are produced at least partly from an insulating material in order to insulate the conductor cable (4) from the surroundings (U) at least in sections.

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Inventors:
ZANDER, Rolf (Peter-Grassmann-Straße 8, Vettweiß-Froitzheim, 52391, DE)
Application Number:
EP2017/080022
Publication Date:
June 07, 2018
Filing Date:
November 22, 2017
Export Citation:
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Assignee:
INNOGY SE (Opernplatz 1, Essen, 45128, DE)
International Classes:
H02G7/00; A01M29/32; H01B17/22
Foreign References:
US2421286A1947-05-27
DE10335229A12005-02-17
EP1087487A12001-03-28
FR1468170A1967-02-03
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
KIERDORF RITSCHEL RICHLY (Sattlerweg 20, Bergisch Gladbach, 51429, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vogelschutz für eine Freileitung,

mit einer ersten Spirale (6) und

- mit einer zweiten Spirale (8),

wobei die erste Spirale (6) und die zweite Spirale (8) dazu eingerichtet sind, ein Leiterseil (4) der Freileitung zu¬ mindest abschnittsweise zu umhüllen, und

wobei die erste Spirale (6) und die zweite Spirale (8) zumindest teilweise aus einem isolierenden Material herge¬ stellt sind, um das Leiterseil (4) zumindest abschnittsweise gegenüber einer Umgebung (U) zu isolieren.

2. Vogelschutz nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass die erste Spirale (6) und/oder die zweite Spirale (8) eine Befestigungsspirale zur Befesti¬ gung des Leiterseils (4) an einem Stützisolator (10) ist.

3. Vogelschutz nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste Spirale (6) und/oder die zweite Spirale (8) einen Kunststoff aufweisen, insbesondere einen faserverstärkten Kunststoff, um das Leiterseil (4) zumindest abschnitts¬ weise gegenüber der Umgebung (U) zu isolieren,

oder

dass die erste Spirale (6) und/oder die zweite Spirale (8) aus einem Kunststoff bestehen, insbesondere aus einem faser¬ verstärkten Kunststoff, um das Leiterseil (4) zumindest ab¬ schnittsweise gegenüber der Umgebung (U) zu isolieren.

4. Vogelschutz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass die abgewickelte Länge der ersten Spirale (6) und/o¬ der der zweiten Spirale (8) 4 m oder mehr beträgt,

und/oder dass die erste Spirale (6) und/oder die zweite Spirale (8) zum Ertragen einer Zugkraft von 18 kN/mm2 oder mehr ausgelegt sind .

5. Vogelschutz nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch

eine dritte Spirale (14),

wobei die dritte Spirale (14) dazu eingerichtet ist, das Leiterseil (4) zumindest abschnittsweise zu umhüllen,

wobei die dritte Spirale (14) zumindest teilweise aus ei¬ nem isolierenden Material hergestellt ist, um das Leiterseil (4) zumindest abschnittsweise gegenüber einer Umgebung (U) zu isolieren und

wobei die dritte Spirale (14) zum Umhüllen wenigstens ei¬ nes Auflageabschnitts (16) des Leiterseils (4) im Bereich ei¬ ner Auflage (18) des Leiterseils (4) auf einem Stützisolator (10) vorgesehen ist.

6. Vogelschutz nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

dass die dritte Spirale (14) einen Kunststoff, insbeson¬ dere einen faserverstärkten Kunststoff, aufweist, um das Lei¬ terseil (4) zumindest abschnittsweise gegenüber der Umgebung (U) zu isolieren,

oder

dass die dritte Spirale (14) aus einem Kunststoff, insbe¬ sondere einem faserverstärkten Kunststoff, besteht, um das Leiterseil (4) zumindest abschnittsweise gegenüber der Umge¬ bung (U) zu isolieren.

7. Vogelschutz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

wenigstens eine Spirale (6, 8, 14) vorgesehen ist, die ei¬ nen im Wesentlichen kreisrunden Querschnitt aufweist,

und/oder wenigstens eine Spirale (6, 8, 14) vorgesehen ist, die ei¬ nen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist,

und/oder

wenigstens eine Spirale (6, 8, 14) vorgesehen ist, die bandförmig ist,

und/oder

wenigstens eine Spirale (6, 8 14) vorgesehen ist, die ein¬ stückig gebildet ist.

8. Befestigungspunkt für eine Freileitung eines Energiever¬ sorgungsnetzes,

mit einem Leiterseil (4),

mit einem Stützisolator (10) zum Tragen des

Leiterseils ( 4 ) ,

mit einem Mast (22) zum Tragen des Stützisolators (10) und mit einem Vogelschutz (2),

wobei der Vogelschutz (2) nach einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet ist.

9. Befestigungspunkt nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

die erste Spirale (6) und die zweite Spirale (8) das Lei¬ terseil (4) in einem ersten Abschnitt und in einem zweiten Abschnitt (26) vollständig umhüllen, wobei zwischen dem ersten Abschnitt (24) und dem zweiten Abschnitt (26) ein Auflageab¬ schnitt (16) des Leiterseils (4) gebildet ist, mit dem das Leiterseil (4) auf dem Stützisolator (10) aufliegt,

und/oder

die erste Spirale (6) und/oder die zweite Spirale (8) eine Befestigungsspirale zur Befestigung des Leiterseils (4) an dem Stützisolator (10) ist,

und/oder

die erste Spirale (6) und/oder die zweite Spirale (8) durch eine Durchgangsöffnung (28) des Stützisolators (10) ge¬ führt ist.

10. Befestigungspunkt nach Anspruch 9 und einem der Ansprüche 5 oder 6,

wobei die erste Spirale (6), die zweite Spirale (8) und die dritte Spirale (14) das Leiterseil (4) im Bereich des Stützisolators (10) vollständig umhüllen,

wobei die erste Spirale (6) eine Befestigungsspirale zur Befestigung des Leiterseils (4) an dem Stützisolator (10) ist, wobei die zweite Spirale (8) eine Befestigungsspirale zur Befestigung des Leiterseils (4) an dem Stützisolator (10) ist, wobei die erste Spirale (6) und die zweite Spirale (8) durch die Durchgangsöffnung (28) des Stützisolators (10) ge¬ führt sind;

wobei eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Leiterseil (4) und den Befestigungsspiralen (6, 8) gebildet ist, und wobei die dritte Spirale (14) den Auflageabschnitt (16) des Leiterseils (4) im Bereich einer Auflage (18) des Leiter¬ seils (4) auf dem Stützisolator (10) umhüllt.

Description:
Vogelschutz und Befestigungspunkt für eine Freileitung

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Vogelschutz für eine Freileitung und einen Befestigungspunkt für eine Freileitung eines Energieversorgungsnetzes.

Freileitungen von Energieversorgungsnetzen sind entsprechend den gesetzlichen Vorschriften mit Einrichtungen zum Vogelschutz zu versehen. Hierzu ist es beispielsweise bekannt, an einem Freileitungsmast mit Stützisolator, auf dem ein Leiterseil der Freileitung aufliegt, den Stützisolator und das Leiterseil mit einer Schutzkappe bzw. einer Vogelschutzhaube zu versehen . Dabei ist nachteilig, dass die Vogelschutzhaube den Selbstrei ¬ nigungseffekt des Isolators unterbindet, wobei Schmutz und Um ¬ gebungsstaub durch Regenfälle von dem Isolator abgewaschen werden. So können sich zwischen dem Stützisolator und der Schutzkappe Umgebungsstaub und Schmutz ablagern und ansammeln. Abhängig von den jeweiligen klimatischen Umgebungsbedingungen kann diese Schmutzschicht leitend werden und einen Erdschluss herbeiführen. Durch den Erdschluss werden der Isolator, das Leiterseil und die Vogelschutzhaube beschädigt oder zerstört. Weiter können mechanische Befestigungen der Vogelschutzhauben durch Windeinflüsse oder Alterung des Materials versagen, so dass sich die Schutzhauben lösen und herabstürzen können. Ei- nerseits kann dies eine Gefahr für Personen oder den Straßenverkehr bedeuten. Andererseits ist auch der Vogelschutz nicht mehr gewährleistet.

Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die technische Problemstellung zugrunde, einen verbesserten Vogelschutz für eine Freileitung sowie einen Befestigungspunkt für eine Freileitung eines Energieversorgungsnetzes anzugeben, welche die voranstehend beschriebenen Nachteile nicht oder zu ¬ mindest in geringerem Maße aufweisen, und insbesondere einen zuverlässigen, betriebssicheren Vogelschutz ermöglichen und in kostengünstiger und einfacher Weise herstellbar sind.

Gemäß einem ersten Aspekt wird die voranstehend beschriebene, technische Problemstellung durch einen Vogelschutz nach Anspruch 1 gelöst. Gemäß einem zweiten Aspekt wird die voranste ¬ hend beschriebene, technische Problemstellung durch einen Befestigungspunkt für eine Freileitung eines Energieversorgungsnetzes nach Anspruch 8 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und der nachstehenden Beschreibung.

Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung einen Vogel ¬ schutz für eine Freileitung, mit einer ersten Spirale und mit einer zweiten Spirale, wobei die erste Spirale und die zweite Spirale dazu eingerichtet sind, ein Leiterseil der Freileitung zumindest abschnittsweise zu umhüllen und wobei die erste Spi ¬ rale und die zweite Spirale zumindest teilweise aus einem iso ¬ lierenden Material hergestellt sind, um das Leiterseil

zumindest abschnittsweise gegenüber einer Umgebung zu isolie ¬ ren .

Die Spiralen ermöglichen eine Isolierung des Leiterseils gegenüber der Umgebung, ohne einen dem Leiterseil zugeordneten Stützisolator abzudecken oder zu umhüllen. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Selbstreinigungseffekt eines Stüt ¬ zisolators durch den Vogelschutz eingeschränkt wird.

Eine Spirale kann bandförmig oder seilförmig ausgestaltet sein und das Leierseil umschlingen bzw. um das Leiterseil gewickelt sein .

Eine Spirale kann sich beispielsweise nach Art einer Wicklung umfangsseitig an eine äußere Mantelfläche des Leiterseils an- schmiegen und das Leiterseil auf diese Weise enganliegend um ¬ hüllen .

Zwischen den Spiralen und dem Leiterseil kann eine kraftschlüssige Verbindung gebildet sein, so dass auf eine zusätz- liehe, mechanische Befestigung des Vogelschutzes verzichtet werden kann. Es besteht daher keine Gefahr des Herabstürzens des Vogelschutzes aufgrund eines Versagens mechanischer Befes ¬ tigungsmittel, wie Schrauben, Muttern, Schellen oder dergleichen .

Die erste Spirale und die zweite Spirale können dazu einge ¬ richtet sein, sich zu einem rohr- oder schlauchförmigen Hülle zu ergänzen, die das Leiterseil umschließt. So können die Spi ¬ ralen zumindest abschnittsweise eine gegenüber der Umgebung lückenlose Umhüllung bzw. Isolierung des Leiterseils darstel ¬ len .

Mithilfe des erfindungsgemäßen Vogelschutzes können konventio ¬ nelle Vogelschutzkappen einfach und kostengünstig ersetzt wer- den .

Nach einer weiteren Ausgestaltung des Vogelschutzes ist vorgesehen, dass die erste Spirale und/oder die zweite Spirale eine Befestigungsspirale zur Befestigung des Leiterseils an einem Stützisolator ist. Demnach kann es sich bei dem Vogelschutz um eine Kombination aus Vogelschutz und Befestigungsspirale han ¬ deln, die beispielsweise eine Zugentlastung für das Leiterseil im Bereich einer Auflage des Leiterseils auf einem Stützisola ¬ tor darstellt.

Die erste Spirale kann eine Mittelbundspirale für einen Mit ¬ telbundisolator sein. Alternativ oder ergänzend kann die zweite Spirale eine Mittelbundspirale für einen Mittelbundiso ¬ lator sein.

Mithilfe der ersten Spirale und/oder der zweiten Spirale kann eine formschlüssige Verbindung zu einem Stützisolator und eine kraft- bzw. reibschlüssige Verbindung zum Leiterseil bereitge ¬ stellt werden. Die formschlüssige Verbindung kann dadurch er- reicht werden, dass die erste Spirale und/oder die zweite

Spirale dazu eingerichtet ist, durch eine an einem Stützisola ¬ tor vorgesehene Durchgangsöffnung hindurchgeführt zu werden, um einem Abheben des Leiterseils von dem Stützisolator entgegenzuwirken. Die kraftschlüssige bzw. reibschlüssige Verbin- dung kann dadurch erreicht werden, dass wenigstens eine der Spiralen ausgehend von der Durchgangsöffnung des Stützisolators jeweils um zwei an den Stützisolator angrenzende Ab ¬ schnitte des Leiterseils gewickelt ist. Nach einer Weiterbildung kann der Vogelschutz besonders einfach und kostengünstig dadurch bereitgestellt werden, dass die erste Spirale und/oder die zweite Spirale einen Kunststoff aufweisen, insbesondere einen faserverstärkten Kunststoff, um das Leiterseil zumindest abschnittsweise gegenüber der Umge- bung zu isolieren. So kann ein leicht bauender und kompakter Vogelschutz erreicht werden, der insbesondere eine zuverläs ¬ sige Befestigung eines Leiterseils an einem Mittelbundisolator oder Stützisolator ermöglicht. Alternativ kann die erste Spirale und/oder die zweite Spirale aus einem Kunststoff bestehen, insbesondere aus einem faser ¬ verstärkten Kunststoff, um das Leiterseil zumindest ab- schnittsweise gegenüber der Umgebung zu isolieren. So kann ein leicht bauender und kompakter Vogelschutz erreicht werden, der insbesondere eine zuverlässige Befestigung eines Leiterseils an einem Mittelbundisolator oder Stützisolator ermöglicht. Die Spiralen können beispielsweise Bänder aus glasfaserverstärktem Kunststoff sein, um einen kostengünstigen Vogelschutz und insbesondere eine kostengünstige Befestigung für ein Lei ¬ terseil an einem Stützisolator bereitzustellen. Nach einer weiteren Ausgestaltung des Vogelschutzes ist vorgesehen, dass die abgewickelte Länge der ersten Spirale und/oder der zweiten Spirale 4 m oder mehr beträgt. Beispielsweise kann ein Leiterseil im Bereich eines Mittelbundisolators mithilfe der Spiralen über eine Leiterseillänge von 1390 mm oder mehr abgedeckt bzw. umfangsseitig umhüllt werden.

Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass die erste Spirale und/oder die zweite Spirale zum Ertragen einer Zug ¬ kraft von 18 kN/mm 2 oder mehr ausgelegt sind. Eine abgewickelte Spirale hält demnach einer Zugbelastung entlang ihrer Längsachse von 18 kN/mm 2 (Kilonewton pro Quadratmillimeter) oder mehr stand, wobei die Spirale in einem Zugversuch beispiels ¬ weise an ihren entgegengesetzten Enden eingespannt und auf Zug belastet wird.

Nach einer weiteren Ausgestaltung wird ein Vogelschutz angegeben, gekennzeichnet durch eine dritte Spirale, wobei die dritte Spirale dazu eingerichtet ist, das Leiterseil zumindest abschnittsweise zu umhüllen, wobei die dritte Spirale zumin- dest teilweise aus einem isolierenden Material hergestellt ist, um das Leiterseil zumindest abschnittsweise gegenüber ei ¬ ner Umgebung zu isolieren und wobei die dritte Spirale zum Um ¬ hüllen wenigstens eines Auflageabschnitts des Leiterseils im Bereich einer Auflage des Leiterseils auf einem Stützisolator vorgesehen ist. Durch ein Zusammenwirken der ersten, zweiten und dritten Spirale kann ein vollständiges Umhüllen eines Lei ¬ terseils im Bereich eines Mittelbundisolators erreicht werden, ohne den Selbstreinigungseffekt des Mittelbundisolators zu be ¬ einträchtigen .

Die dritte Spirale kann eine geringere abgewickelte Länge auf ¬ weisen als die erste Spirale und/oder die zweite Spirale.

Die erste Spirale und zweite Spirale können eine identische abgewickelte Länge aufweisen.

Unter der „abgewickelten Länge" ist eine entlang einer zentralen Längsachse einer Spirale gemessene Länge zu verstehen, in einem ungekrümmten Zustand, z.B. in einer planen, gestreckten Auflage der Spirale auf einer ebenen Fläche. So kann eine Spi ¬ rale in einem abgewickelten Zustand die Form eines linear ersteckten Seils oder Bands haben.

Eine kostengünstige Ausgestaltung des Vogelschutzes kann dadurch angegeben werden, dass die dritte Spirale einen Kunststoff, insbesondere einen faserverstärkten Kunststoff, auf ¬ weist, um das Leiterseil zumindest abschnittsweise gegenüber der Umgebung zu isolieren. Alternativ kann die dritte Spirale aus einem Kunststoff, ins ¬ besondere einem faserverstärkten Kunststoff, bestehen, um das Leiterseil zumindest abschnittsweise gegenüber der Umgebung zu isolieren . Es kann wenigstens eine Spirale vorgesehen sein, die einen im Wesentlichen kreisrunden Querschnitt aufweist.

Alternativ oder ergänzend kann wenigstens eine Spirale vorge- sehen sein, die einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist .

Alternativ oder ergänzend kann wenigstens eine Spirale vorge ¬ sehen sein, die bandförmig ist.

Alternativ oder ergänzend kann wenigstens eine Spirale vorge ¬ sehen sein, die einstückig gebildet ist. D.h. eine Spirale be ¬ steht beispielsweise aus einem einzigen Materialstrang. Der Vogelschutz kann dreiteilig ausgeführt sein und aus einer ersten Spirale, einer zweiten Spirale und einer dritten Spirale bestehen, wobei die erste Spirale und die zweite Spirale zur Befestigung des Leiterseils an einem Stützisolator vorgesehen sind, und die dritte Spirale zum Umhüllen des Leiter- seils im Bereich einer Auflage des Leiterseils auf dem

Stützisolator vorgesehen ist.

Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung einen Befes ¬ tigungspunkt für eine Freileitung eines Energieversorgungsnet- zes, mit einem Leiterseil, mit einem Stützisolator zum Tragen des Leiterseils, mit einem Mast zum Tragen des Stützisolators und mit einem Vogelschutz, wobei der Vogelschutz in voranstehend beschriebener Weise ausgebildet ist. So kann ein wartungsarmer, betriebssicherer, kostengünstiger und einfach zu montierender Vogelschutz an einem Befestigungspunkt bereitgestellt werden, der den Selbstreinigungseffekt des Stützisolators nicht beeinträchtigt. Das Leiterseil ist in bekannter Weise zur Energieübertragung vorgesehen. Der Stützisolator kann eine nut- bzw. gabelförmige Auflage zum Tragen des Leiterseils aufweisen und kann aus Por ¬ zellan hergestellt sein. Der Mast kann ein Holz-Mast oder ein Stahlmast sein. Der Mast kann den Stützisolator an einem oberen Ende tragen.

Die erste Spirale kann das Leiterseil in einem ersten Ab ¬ schnitt vollständig umhüllen und die zweite Spirale kann das Leiterseil in einem zweiten Abschnitt vollständig umhüllen, wobei zwischen dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt ein Auflageabschnitt des Leiterseils gebildet ist, mit dem das Leiterseil auf dem Stützisolator aufliegt. Alternativ oder ergänzend können die erste Spirale und/oder die zweite Spirale eine Befestigungsspirale zur Befestigung des Leiterseils an dem Stützisolator sein. Die erste Spirale und die zweite Spirale können die Funktion „Vogelschutz" und „Befestigungsspirale" vereinen. So kann die Anzahl der an ei- nem Befestigungspunkt erforderlichen Bauteile reduziert wer ¬ den .

Zur Befestigung des Leiterseils an dem Stützisolator können die erste Spirale und/oder die zweite Spirale durch eine

Durchgangsöffnung des Stützisolators geführt sein.

Ein Stützisolator kann ein Mittelbundisolator sein, der eine Auflage zum Auflegen und Stützen eines Leiterseils und eine Durchgangsöffnung zum Durchführen einer oder mehrerer Mittel- bundspiralen hat, insbesondere von zwei Mittelbundspiralen. Die erste Spirale und/oder die zweite Spirale können Mittel ¬ bundspiralen sein.

Nach einer weiteren Ausgestaltung wird ein Befestigungspunkts angegeben, wobei die erste Spirale, die zweite Spirale und die dritte Spirale das Leiterseil im Bereich des Stützisolators vollständig umhüllen, wobei die erste Spirale eine Befesti ¬ gungsspirale zur Befestigung des Leiterseils an dem Stütziso ¬ lator ist, wobei die zweite Spirale eine Befestigungsspirale zur Befestigung des Leiterseils an dem Stützisolator ist, wobei die erste Spirale und die zweite Spirale durch eine Durch ¬ gangsöffnung des Stützisolators geführt sind, wobei eine kraftschlüssige und eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Leiterseil und den Befestigungsspiralen gebildet ist und wobei die dritte Spirale den Auflageabschnitt des Leiterseils im Bereich einer Auflage des Leiterseils auf dem Stützisolator umhüllt .

Der Stützisolator kann ein Mittelbundisolator sein. Die Befes- tigungsspiralen können Mittelbundspiralen sein, die zur Zugentlastung des Leiterseils vorgesehen sind.

Die erste Spirale und die zweite Spirale können daher eine Kombination aus Vogelschutz und Befestigung des Leiterseils an dem Stützisolator, insbesondere Mittelbundisolator, darstellen. Die erste Spirale und die zweite Spirale können insbeson ¬ dere dazu eingerichtet sein, eine Zugentlastung für das

Leiterseil zu bilden. So können in kostengünstiger und einfacher Weise sowohl der Vogelschutz als auch eine Zugentlastung und eine Befestigung des Leiterseils an dem Stützisolator bereitgestellt werden.

Mithilfe der dritten Spirale kann kostengünstiger Weise auch im Bereich der Auflage des Leiterseil auf dem Stützisolator eine vollständige Umhüllung des Leiterseils stattfinden, ohne den Selbstreinigungseffekt des Stützisolators zu beeinträchti ¬ gen .

Die Spiralen können aus einem UV-beständigen Kunststoff herge- stellt sein, insbesondere einem faserverstärkten Kunststoff. Die Spiralen können aus einem EPDM (Ethylen-Propylen-Dien- Kautschuk) , einem PBT (Polybutylenterephthalat) oder einem PPS ( Polyphenylensulfid) hergestellt sein.

Die Spiralen können aus einem reibfesten Kunststoff hergestellt sein, insbesondere einem faserverstärkten Kunststoff.

Die UV-Beständigkeit und/oder die Reibfestigkeit kann durch eine Beschichtung des Kunststoffs erreicht werden.

Die Spiralen können eine Spannungsfestigkeit in einem Bereich von 20-35 kV aufweisen.

Es kann vorgesehen sein, dass der Vogelschutz den gesetzlichen Vorgaben nach §41 „Vogelschutz an Energiefreileitungen" nach dem Bundesnaturschutzgesetz und/oder der Vorschrift DIN VDE 0210-12.85 Abschnitt 8.10 genügt.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Ausführungsbei ¬ spiele darstellenden Zeichnung näher beschrieben es zeigen jeweils schematisch:

Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Vogelschutz für eine Freileitung;

Fig. 2 einen erfindungsgemäßen Befestigungspunkt für eine

Freileitung eines Energieversorgungsnetzes.

Fig. 1 zeigt einen Vogelschutz 2 für eine Freileitung mit einem Leiterseil 4. Der Vogelschutz 2 hat eine erste Spirale 6 und eine zweite Spirale 8. Die erste Spirale 6 und die zweite Spirale 8 sind dazu eingerichtet, ein Leiterseil 4 der Frei ¬ leitung zumindest abschnittsweise zu umhüllen. Die erste Spirale 6 und die zweite Spirale 8 sind zumindest teilweise aus einem isolierenden Material hergestellt, um das Leiterseil 4 zumindest abschnittsweise gegenüber einer Umge ¬ bung U zu isolieren. Vorliegend bestehen die erste Spirale 6 und die zweite Spirale 8 aus einem glasfaserverstärkten Kunst ¬ stoff.

Die erste Spirale 6 ist eine Befestigungsspirale 6 und dient zur Befestigung des Leiterseils 4 an einem Stützisolator 10 (Fig. 2) . Die zweite Spirale 8 ist eine Befestigungsspirale 8 und dient zur Befestigung des Leiterseils 4 an dem Stützisola ¬ tor 10. Bei dem Stützisolator 10 handelt es sich um einen Mittelbundisolator aus Porzellan. Die erste Spirale 6 und die zweite Spirale 8 weisen eine abgewickelte Länge von 4 m auf.

Die erste Spirale 6 und die zweite Spirale 8 sind zum Ertragen einer Zugkraft von wenigstens 18 kN/mm 2 ausgelegt. Die erste Spirale 6 und die zweite Spirale 8 weisen einen rechteckigen Querschnitt 12 auf, wie in Fig. 1A exemplarisch dargestellt. Wie Fig. IC zu entnehmen ist, ergänzen sich die erste Spirale 6 und die zweite Spirale 8 zu einer rohrförmigen Gestalt, so ¬ dass sie das Leiterseil 4 umfangsseitig vollständig und engan ¬ liegend umhüllen. Die erste Spirale 6 und die zweite Spirale 8 sind vorliegend einstückig gebildet, das heißt, sie bestehen jeweils aus einem einzigen Materialstrang aus einem Vollmaterial.

Der Vogelschutz 2 weist zusätzlich eine dritte Spirale 14 auf (Fig. 2) . Die dritte Spirale 14 ist dazu eingerichtet, das

Leiterseil 4 zumindest abschnittsweise zu umhüllen. Die dritte Spirale 14 ist vorliegend ebenfalls aus einem glasfaserver ¬ stärkten Kunststoff hergestellt. Die dritte Spirale 14 ist zum Umhüllen wenigstens eines Auflageabschnitts 16 des Leiterseils 4 im Bereich einer Auflage 18 des Leiterseils 4 auf dem Stüt ¬ zisolator 10 vorgesehen (Fig. 2) .

Fig. 2 zeigt einen Befestigungspunkt 20 für eine Freileitung eines Energieversorgungsnetzes, mit dem Leiterseil 4, dem

Stützisolator 10 zum Tragen des Leiterseils 4, mit einem Mast 22 zum Tragen des Stützisolators 10 und mit dem Vogelschutz 2.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung ist der Mast 22 lediglich in einem unterbrochenen Schnitt dargestellt, ebenso das Leiterseil 4. Der Vogelschutz 2 umhüllt das Leiter ¬ seil 4 vorliegend im Bereich des Stützisolators 10 entlang ei ¬ ner Länge des Leiterseils von ca. 1400 cm. Der Vogelschutz 2 besteht vorliegend aus drei Teilen, der ers ¬ ten Spirale 6, der zweiten Spirale 8 und der dritten Spirale 14. Die erste Spirale 6 und die zweite Spirale 8 umhüllen das Leiterseil 4 in einem ersten Abschnitt 24 vollständig. Die erste Spirale 6 und die zweite Spirale 8 umhüllen das Leiter- seil in einem zweiten Abschnitt 26 vollständig.

Zwischen dem ersten Abschnitt 24 und dem zweiten Abschnitt 26 befindet sich der Auflageabschnitt 16 des Leiterseils 4, mit dem das Leiterseil 4 auf dem Stützisolator 10 im Bereich der Auflage 18 aufliegt. Die erste Spirale 6 und die zweite Spi ¬ rale 8 sind als Befestigungsspiralen 6, 8 ausgeführt und die ¬ nen der Befestigung des Leiterseils 4 an dem Stützisolator 10. Die erste Spirale 6 und die zweite Spirale 8 sind hierzu durch eine Durchgangsöffnung 28 des Stützisolators 10 geführt.

Die erste Spirale 6, die zweite Spirale 8 und die dritte Spi ¬ rale 14 sind vorliegend um das Leiterseil 4 gewickelt und um ¬ hüllen das Leiterseil 4 im Bereich des Stützisolators 10 vollständig, um einen Vogelschutz zuverlässig zu gewährleis- ten. Sowohl die erste Spirale 6 als auch die zweite Spirale 8 sind durch die Durchgangsöffnung 28 des Stützisolators 10 ge ¬ führt .

Zwischen dem Leiterseil 4 und den Befestigungsspiralen 6, 8 ist eine kraftschlüssige bzw. reibschlüssige Verbindung gebil ¬ det. Die Befestigungsspiralen 6, 8 bilden eine Zugentlastung für das Leiterseil 4.

Die Befestigungsspiralen 6, 8 wirken zudem formschlüssig mit dem Stützisolator 10 zusammen, um ein Abheben des Leiterseils 4 von der Auflage 18 des Stützisolators 10 zu verhindern bzw. entgegenzuwirken. Um eine zuverlässige Umhüllung des Leiterseils 4 im Bereich des Stützisolators 10 zu gewährleisten, überlappen die Spiralen 6, 8, 14 vorliegend abschnittsweise.

Bezugszeichenliste

2 Vogelschutz

4 Leiterseil

6 erste Spirale

8 zweite Spirale

10 Stützisolator

12 Querschnittsfläche

14 dritte Spirale

16 Auflageabschnitt des Leiterseils 4

18 Auflage des Stützisolators 10

20 Befestigungspunkt

22 Mast

24 erster Abschnitt

26 zweiter Abschnitt

28 Durchgangsöffnung

U Umgebung