| 1. | Klingenhalter, insbesondere Messerhalter, mit einem die Messer über ihre Klingen einzeln haltenden Aufnahmeteil, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß das Aufnahmeteil eine an einer vertikalen Wand (4) be festigbare SchraubenZugfeder (1) aus Federstahl ist, mit : mehreren eng aneinanderliegenden Windungen, zur klemmenden Aufnahme der radial zwischen diese eingeschobenen Messer klingen (10). |
| 2. | Klingenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugfeder (1) in horizontaler Längsrichtung angebracht ist und einen Durchmesser (9) von ca. 45 mm und eine Länge von ca. 400 mm aufweist. |
| 3. | Klingenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (1) mittels einer axi al durch die Feder (1) lose durchgeführten Schiene (2) an der Wand (4) in bekannter Weise z. B. mittels Schrauben (13) so befestigt ist, daß die Feder (1) leicht, mit geringem Radialspiel, axial auf dieser verschiebbar ist. |
| 4. | Klingenhalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Enden der Befesti gungsschiene (2) als Aufnahmeteile (5), in z. B. Ösen, Hakeno. a.Form ausgebildet sind, zur eingeschobenen oder eingehängten Aufnahme weiterer Küchenutensilien, wie Schleifstahl (7) und Kiichenschere (6). |
| 5. | Klingenhalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherstellung des ausrei chenden Abstands für eine axiale Verschiebebewegung der Fe der (1) in an der Wand (4) befestigtem Zustand, zwischen Schiene (2) und Wand (4) ein Abstandsteil (8) angeordnet ist, dessen Höhe geringfügig größer ist als der Durchmesser (9) des Federdrahtes. |
| 6. | Klingenhalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Abstandsteil (8) jeweils das äußere Ende (11) der Schiene (2) dient, das ösenförmig auf gebogen und um 180° zurückgeführt ist, wobei die Schienen dicke jeweils größer als der Durchmesser (9) des Zugfeder drahtes ist. |
| 7. | Klingenhalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden der Befestigungs schiene (2) separate, formschlüssig auf die Enden aufsetz bare und über die Schrauben (3) der Befestigungsschiene mit befestigbare Halteteile (13) in Form von Ösen oder Haken, zur einsteckbaren oder anhängbaren Aufnahme von Utensilien (6,7), vorgesehen sind. |
Bislang werden Messer, insbesondere Küchenmesser, entweder durch einfaches Einlegen in entsprechende Fächer von Schub- laden oder in sogenannten Messerblöcken aufbewahrt, in die die Messer über ihre Klinge in Längsrichtung in entsprechen- de Aufnahmeöffnungen bis auf Anschlag des Griffes eingescho- ben werden, wie aus Quelle-Katalog Friihjahr/Sommer 98, Seite 1207 unter Nr. 17 zu erkennen ist. Die Messerblöcke sind meist aus Holz gefertigt und leiden sehr durch das Längs-einschieben der Messer in die entsprechenden Öffnun- gen, abgesehen davon, daß diese Öffnungen, die nach oben gerichtet sind, durch einrieselnden Staub und Schmutz leicht verschmutzen, so daß der Messerblock insgesamt unhygienisch und unansehnlich wird. Zudem ist ein solcher Messerblock relativ voluminös, so daß sich in einer relativ kleinen Kü- che nur schwer ein Platz zum Aufstellen für diesen findet.
Da von den in einen Messerblock eingeführten mehreren Mes- sern jeweils lediglich der Griff herausragt, ohne daß zu erkennen ist, was für eine Schneide zu dem entsprechender.
Griff gehört, kann nicht ohne weiteres schnell und sicher das entsprechende Messer ausgewählt und über seinen Griff aus dem Messerblock herausgezogen werden.
Es ist bekannt, Küchenutensilien, wie diverse Löffel und z. T. auch Messer, über an der Wand befestigbare Hakenleisten relativ platzsparend und doch jederzeit griffbereit hängend aufzubewahren, wie z. B. aus dem Quelle-Katalog Früh- jahr/Sommer 98, Seite 1207 unter Nr. 15 zu entnehmen ist.
Hierzu sind am oberen Ende der Griffe Ringe vorgesehen. Ab- gesehen davon, daß die Messerklingen dann ungewollt mit der Schneide nach vorne weisen können, so daß eine sehr hohe Verletzungsgefahr besteht, können nur speziell mit Ringen ausgerüstete Messer angehängt werden, nicht jedoch des be- liebige Messer.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Klingenhalter, insbeson- dere Messerhalter anzugeben, der eine schnelle, sichere und jederzeit griffbereite Aufnahme von Klingen bzw. von Messern über deren Klingen erlaubt und zudem einfach in seiner Aus- gestaltung ist.
Diese Aufgabe wird durch einen Klingen-bzw. Messerhalter mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 ge- löst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Ur.- teransprüchen beschrieben.
Demgemäß besteht der erfindungsgemäße Klingenhalter im we- sentlichen aus einer Spiral-Zugfeder aus Federstahl mit m- ehreren eng aneinanderliegenden Windungen zur klemmenden Aufnahme der Klingen zwischen diesen. Die an der Wand be- festigbare Feder, die vorzugsweise mit im wesentlichen hori- zontal ausgerichteter Achse an einer beliebigen Vertikal- wand, z. B. Küchenwand oder der Wand eines Schrankes, Schranktür o. a. anbringbar ist, erlaubt das im wesentlichen radiale Einführen der Klingen zwischen die Federwindungen, diese Klingen durch die entsprechend eng aufeinanderliegen- den Windungen dann klemmend festhaltend. Die Messer werden somit über ihre Klingen jeweils mit der Schneide zur Wand weisend durch einfaches Eindrücken zwischen die Federwindun- gen eingebracht und kann danach einfach wieder herausgezogen werden. Es ist somit sichergestellt, daß die im Halter fest- gehaltenen Messer jeweils mit der Klinge zur Wand zeigen, so daß überhaupt keine Verletzungsgefahr mehr besteht. Zudem sind die im erfindungsgemäße Klingenhalter aufgenommenen Messer immer ganz sichtbar, so daß schnell, ohne weitere Überlegungen, das richtige Messer ergriffen und mit kleinem horizontalen Ruck aus dem Halter entnommen werden kann.
Von Vorteil ist, wenn die Zugfeder, zwischen deren eng an- einanderliegenden Windungen die Messer klemmend eingeführt werden, im wesentlichen horizontal oder höchstens mit ganz leichter Schräge, die im wesentlichen der Neigung der Feder- windungen entspricht, an der Wand befestigt wird, so daß die Messer insgesamt vertikal oder entsprechend der Windungs- neigung in einem Winkel von ca. 4° zur Vertikalen geneigt griffbereit stehen.
Des weiteren ist vorteilhaft, wenn zur Aufnahme z. B. von Küchenmesser die Zugfeder einen Durchmesser von ca. 45 mm, bei einer Länge von ca. 400 mm, aufweist. Die Stärke der Zugfeder über die Dicke des Drahtes ist entsprechend der Festhaltekraft auszuwählen. Sicher ist jedoch, daß durch die entsprechende Auslegung von Durchmesser und Länge der Feder ein Festhalten auf ausreichender Länge der Schneiden statt- findet und daß durch die ausreichende Federlänge auch eine genügende Anzahl von Messern aufgenommen werden können.
Selbstverständlich kann, sollten nur relativ kleine Schnei- den festgehalten werden, eine Feder wesentlichen geringeren Durchmessers verwendet werden, während für sehr große und schwere Messer bzw. Klingen selbstverständlich eine Feder größeren Durchmessers zum Einsatz kommen sollte.
Um ein axiales Sich-Verlängern der Feder entsprechend der Dicke mehrerer, eingesetzter Klingen zu erlauben, und gleichzeitig ein Durchhängen der Feder unter Gewicht zu vermeiden, ist von Vorteil, wenn die Feder mittels einer längs durch den Federinnenraum lose hindurchgeführten Schie- ne, z. B. über Schrauben an der Wand so angebracht ist, daß die Schraubenfeder nicht über den Stab fest an der Wand festgeklemmt ist, sondern so auf geringfügigen Abstand von der Wand gehalten wird, daß eine axiale Verschiebebewegung leicht möglich ist. Entsprechend ist auch die Länge der Schiene im Vergleich zur unbelasteten Federlänge auszulegen, wobei bei der Schienenlänge darauf zu achten ist, daß als maximale Federlänge diejenige mit einer maximalen Anzahl eingelegter Klingen zu beachten ist.
Um die Beweglichkeit der Feder auf der Schiene sicherzustel- len, kann bei Befestigung der Schiene an der Wand unter die Schienenenden ein Abstandsteil untergelegt werden, dessen Höhe etwas größer ist, als der Durchmesser des Federdrahtes.
Vorteilhaft ist auch, wenn die Schienenenden in Art einer Schlaufe bzw. Öse in der Befestigungsebene liegend so her- ausgebogen ist, daß Einsteck-Aufnahmeöffnungen für weitere Utensilien, wie Schere und Schleifstahl, gebildet werden.
Dabei kann das Schienenende nach Bildung des Einsteckrinc : res so hinter die Schiene eingebogen werden, daß dieses gleich- zeitig das Abstandsteil zur Sicherung des Verschiebespieles für die Zugfeder bildet.
In vorteilhafter Weise kann, statt der direkt ringförmig geformten Enden der Schiene, über eine Schiene ohne solche Enden, jeweils ein Zusatzteil über die Befestigungsschraube der Schiene jeweils ein beliebig geformtes Einsteckteil an- geklemmt werden. So können diese zusätzlichen Halteteile unterschiedlich ausgebildet sein und in Form einer runden oder ovalen Öse oder als Haken zum Aufhängen weiterer Küche- nutensilien, ausgebildet sein. Jeder kann sich dann in Mo- dulbauweise einen Klingenhalter nach Bedarf zusammenstellen, so z. B. nur als reinen Klingenhalter, oder zusammen mit ringförmigen oder hakenförmigen zusätzlichen seitlichen Hal- teteilen als Mehrzweckhalter. Selbstverständlich können die Schienenenden oder die entsprechenden Halteteile an den Schienenenden als einfache Öse oder als Doppel-oder Mehr- fachöse oder-haken oder in Kombination, ausgebildet sein, je nach Bedarf.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von mehreren Ausfüh- rungsbeispielen unter bezug auf die Zeichnung näher erläu- tert.
Es zeigt : Fig. 1 : eine Vorderansicht auf eine erste Ausführungsform, Fig. 2 : einen vertikalen Schnitt nach den Linien II-II aus Fig. 1, Fig. 3 : eine Draufsicht gemäß Pfeil III aus Fig. 1, mit teilweisem Schnitt, Fig. 4 : eine Ansicht wie in Fig. 3, mit weitere Ausfüh- rungsform des Halterendes, Fig. 5 : eine Draufsicht wie in Fig. 3 und 4, in weiterer Ausführung des Endes mit Abstandsstück, Fig. 6 : eine Draufsicht auf ein Halterende mit separatem Halteteil in Ösenform, und Fig. 7 : eine weitere Ausführungsform bezüglich des Halte- teiles für Zusatzutensilien.
Wie insbesondere aus Fig. 1, in Zusammenschau mit Fig. 2, zu entnehmen ist, besteht der erfindungsgemäße Klingenhalter aus zwei wesentlichen Teilen und zwar aus einer Zugfeder 1, mit ganz engen aneinanderliegenden Windungen und einer axial durch diese hindurchgeführten Schiene 2, die über Schrauben 3 an einer vertikalen Wand 4 befestigt ist. In die ösenför- migen Aufnahmeteile 5 am Ende der Schiene 6 können z. B. eine Schere 6 oder ein Schleifstab 7 zur stets griffbereiten Ver- fügung eingesteckt werden.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist zwischen der Schiene 2 und der Wand 4, im Abschnitt der Befestigung über die Schrauben 3, je ein Abstandsstück 8 angeordnet, das etwas höher ausgelegt ist, als der Durchmesser 9 des Zugfederdrah- tes, wie dies auch aus Fig. 5 gut ersichtlich ist. Aus Fag.
2 in Verbindung mit Fig. 1 ist gut erkennbar, wie die Klinge eines Messers 10 zwischen den Windungen der Zugfeder 1, im wesentlichen vertikal klemmend, aufgenommen ist. Dabei soll- te der Querschnitt des Drahtes der Zugfeder in üblicher Wei- se normal rund sein, wodurch gleichzeitig Einführschrägen vorhanden sind, die ein sicheres und leichtes Einbringen der Klingen ermöglicht.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, wie der ösenförmige Aufnahmeteil 5 der Schienenenden in einer erster Ausführung ausgebildet sein kann. Dabei ist das äußere Ende 11 so auf die Wandseite der Schiene zurückgebogen, daß es gleichzeitig die Rolle des aus Fig. 2 und 5 ersichtlichen Abstandsstückes 8 spielen kann.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist das Ende der Schiene 2 als Doppelaufnahmeteil 12 in ähnlicher Weise durch Zurück- biegen des äußeren Endes 11 ausgebildet, nur daß hier zwei Aufnahmeösen gebildet sind und die Fixierung der Schiene 2 durch Hindurchführen der Schraube 3 zwischen den beiden Ösen stattfindet.
Bei dem in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform ist die Schiene 2 in einfachster Weise nur als gerader Stab ausgebildet, der an seinen Enden in der Zone der Schraube 3 mit Abstandsst : ük- ken 8, die auch in Form von Unterlegscheiben ausgebildet sein können, unterlegt ist. Es ist erkennbar, daß der Durch- messer 9 des Zugfederdrahtes geringer ist, als die Höhe des Abstandsstückes 8, wodurch eine axiale Verschiebemöglichkeit der Spiral-Feder bzw. deren einzelner Windungen auf dem Stab bzw. zwischen Stab und Wand 4 sichergestellt ist.
Auch zeigt Fig. 6 eine gerade Ausführungsform der Schiene 2, mit Abstandsstück 8, ähnlich wie in Fig. 5, wobei das äußere Ende der Schiene 2 formschlüssig, z. B. U-förmig von einem Halteteil 13 umgriffen wird. Dieses besitzt eine ösenförmige Aufnahmeausbildung für zusätzliche Utensilien, wie Schere und Schleifstahl, und wird gemeinsam mit der Schiene über die Schrauben 13 fixiert. Das Halteteil 13 ist somit auswechselbar und kann durch ein anderes, z. B. haken- förmiges Halteteil ausgetauscht werden oder es kann von vor- ne herein eine entsprechende Zusammensetzung der Einzelteile vorgenommen werden.
Schließlich zeigt Fig. 7 eine weitere Ausbildungsform des Halteteiles 13 und zwar so, dab dessen wandseitiges Ende aus der Ringform tangential herauszogen ist und derart ausgelegt ist, daß dieses Teil unter die Schiene 2 gezogen und eben- falls durch die Schraube 3 durchsetzt und festgehalten wird, gleichzeitig die Rolle des Abstandsstückes 8 spielend.
B E Z U G S Z E I C H E N L I S T E 1. Zugfeder 2. Schiene 3. Schrauben 4. Wand 5. Aufnahmeteil 6. Schere 7. Schleifstahl 8. Abstandsstück 9. Draht-Durchmesser 10. Messer-Klinge 11. Äußeres Ende 12. Doppelaufnahmeteil 13. Halteteil
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