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Patent Searching and Data


Title:
BLADE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/035932
Kind Code:
A2
Abstract:
Disclosed are an apparatus and a method for stripping a foil especially from a printed circuit board. The apparatus comprises a plate (1) which has a stripping edge (4) and is to engage between a circuit board and a foil, wherein at least some sections of the stripping edge (4) are wedge-shaped.

Inventors:
KUTTLER, Hans-Jürgen (2 Auf Firsten, Dauchingen, Dauchingen, 78083, DE)
Application Number:
EP2010/005894
Publication Date:
March 31, 2011
Filing Date:
September 28, 2010
Export Citation:
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Assignee:
KSL-KUTTLER AUTOMATION SYSTEMS GMBH (1 Zeissstrasse, Dauchingen, Dauchingen, 78083, DE)
KUTTLER, Hans-Jürgen (2 Auf Firsten, Dauchingen, Dauchingen, 78083, DE)
Attorney, Agent or Firm:
DRES, WEISS & ARAT (Zeppelinstr. 4, Engen, 78234, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung zum Ablösen einer Folie insbesondere von einer Leiterplatte mit einer eine Ablösekante (4) aufweisenden Platte (1) zum Eingreifen zwischen eine Leiterplatte und eine Folie,

dadurch gekennzeichnet, dass die Ablösekante (4) zumindest abschnittsweise keilförmig ausgebildet ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Ablösekante (4) in Plattenebene keilförmig ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Spitze (3) der Ablösekante (4) eine Luftaustrittsstelle (5) vorgesehen ist.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass genau eine Luftaustrittsstelle (5) an der Ablösekante (4) vorgesehen ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (1) eine Zuleitungsöffnung (7) und/oder einen Kanal (2) zur Versorgung der Luftaustrittsstelle (5) mit Luft aufweist. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Platte (1) von einer Grundkante (10) zu der Ablösekante (4) hin verjüngt.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (1) schwenkbar gelagert ist.

8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (1) Taschen (8) zur Aufnahme von Schweißdrähten umfasst.

9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (1) zumindest teilweise sandgestrahlt ist.

10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Lichtreflextaster (9).

11. Verfahren zum Ablösen einer Folie insbesondere von einer Leiterplatte, wobei eine Platte (1) mit einer keilförmigen Ablösekante (4) zwischen eine Folie und eine Leiterplatte eingebracht wird. 12. Verfahren nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Luftaustrittsstelle (5) an einer Spitze (3) der Ablösekante (4) Luft zwischen die Folie und die Leiterplatte geblasen wird.

13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 verwendet wird.

Description:
Schwert

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ablösen einer Folie nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Ablösen einer Folie nach dem nebengeordneten Verfahrensanspruch.

Stand der Technik Beim Herstellen von Leiterplatten für die Mikroelektronik ist es notwendig, in einem Prozessschritt eine Folie von einer Seite der Leiterplatte abzulösen. Dieses Ablösen muss unter sauberen Umgebungsbedingungen erfolgen und ausserdem müssen Beschädigungen an der Leiterplatte vermieden werden. Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, eine Folientransportplatte, oder kurz:„Platte", mit einer Ablösekante auszurüsten, welche zwischen die Folie und die Leiterplatte greift, um die Folie von der Leiterplatte abzulösen. Solche

BESTÄTIGUNGSKOPIE Folientransportplatten werden auch als Schwerter bezeichnet. Sie weisen eine gerade Ablösekante auf, welche auf der gesamten Breite auf einmal zwischen eine Leiterplatte und eine Folie greift. Nachteilig am Stand der Technik ist, dass das Eingreifen der Platte mit der Ablösekante zwischen Folie und Leiterplatte mit langsamer Geschwindigkeit und vorsichtig erfolgen muss, damit es nicht zu Verwerfungen der Folie kommt.

Offenbarung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine verbesserte Ablösevorrichtung zum Ablösen einer Folie, insbesondere von einer Leiterplatte anzugeben, wobei insbesondere ein möglichst schnelles Ablösen mit der geforderten Vorrichtung und dem Verfahren erreicht werden soll.

Die Erfindung sieht eine Vorrichtung nach Anspruch 1 und ein Verfahren nach dem nebengeordneten Verfahrensanspruch vor. Der Vorteil der Erfindung ist, dass nicht über die gesamte Breite zwischen Leiterplatte und Folie die Ablösekante auf einmal eingebracht wird, sondern durch die Keilform der Ablösekante zunächst nur eine Spitze zwischen Folie und Leiterplatte eingebracht wird und anschließend fortschreitend die Eingriffsbreite der Platte zwischen Leiterplatte und Folie breiter wird. Dies bietet den Vorteil, dass mit einer höheren Geschwindigkeit gearbeitet werden kann, sodass sich das Ablösen der Folie von der Leiterplatte beschleunigt.

Die zumindest abschnittsweise keilförmige Ablösekante weist vorzugsweise eine Spitze auf, die auch abgeflacht oder abgerundet sein kann. Zumindest abschnittsweise bedeutet, dass die Ablösekante zumindest in einem Bereich eine Keilform aufweist. Vorzugsweise ist die Keilform symmetrisch. Besonders bevorzugt wird, dass die Keilform über die gesamte Breite der Ablösekante verläuft. Bevorzugte Ausführungsformen weisen eine Keilform mit einer zweigeteilten Steigung auf. Dies bedeutet, dass in einem ersten Bereich, vorzugsweise einem inneren Bereich, die Keilform eine größere Steigung aufweist als in einem zweiten Bereich, vorzugsweise einem Randbereich.

Vorzugsweise ist die Ablösekante in Plattenebene keilförmig. Dabei bedeutet „Plattenebene" typischerweise die Ebene, in welcher auch die Leiterplatte und die Folie bewegt werden oder zu der sie parallel ausgerichtet sind. In der Draufsicht auf die Platte, also von oben auf die Folie und die Leiterplatte, hat die Platte eine keilförmige Ablösekante. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass die Ablösekante auch in einer Ebene, die senkrecht zu der Erstreckung der Ablösekante ausgerichtet ist, bevorzugt zumindest teilweise keilförmig ist.

Vorzugsweise ist an einer Spitze der Ablösekante, dass heisst an der Spitze der Keilform, eine Luftaustrittsstelle vorgesehen. Vorteilhafterweise umfasst die Platte einen abgeschlossenen Luftkanal zur Zuführung von Luft an die Luftaustrittsstelle. Dabei ist mit „Luft" nicht unbedingt Umgebungsluft bezeichnet, vorteilhafterweise handelt es sich um gefilterte Luft oder um ein zugeführtes Gas. Dies bietet den Vorteil, dass die Ablösung der Folie von der Leiterplatte durch das Einblasen von Luft oder einem möglichst gering oder nicht verschmutzten Gas unterstützt werden kann. Noch bevorzugter umfasst die Platte genau an der Spitze der Ablösekante eine Luftaustrittsstelle, wobei in Bereichen der Ablösekante, die nicht die Spitze einer Keilform bilden, keine Luftaustrittsstelle vorgesehen ist. Besonders bevorzugt wird also, dass die keilförmige Ablösekante genau eine Luftaustrittsstelle aufweist, wobei bei einer doppelten Keilform genau zwei Luftaustrittsstellen vorgesehen sind, usw. für eine dreifache Keilform etc. Dies bietet den Vorteil, dass genau dort Luft eingesetzt wird, wo Sie benötigt wird, sodass der Luftbedarf verringert wird und der Aufbau der Platte vereinfacht wird. Besonders bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung weisen deshalb genau eine Luftaustrittsstelle an der Ablösekante auf. Vorzugsweise umfasst die Platte eine Zuleitungsöffnung, sowie einen Kanal zur Versorgung der Luftaustrittsstelle mit Luft. Vorzugsweise weist die Platte allgemein eine Grundform auf, die sie sich von einer Grundkante zu einer Ablösekante hin verjüngt. Dies betrifft einen Querschnitt, welcher senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht auf der Ablösekante steht. Die Grundkate ist die Kante, welche der Ablösekante gegenüber liegt.

Vorzugsweise ist die Platte schwenkbar gelagert. Dies bedeutet den Vorteil, das sie einfach zwischen Leiterplatte und Folie eingeschwenkt werden kann. Vorzugsweise umfasst die Platte Taschen, welche auf einer Oberseite der Platte angeordnet sind. Die Oberseite der Platte ist vorzugsweise die Seite, welche im Betrieb der Leiterplatte abgewandt ist. Vorzugsweise sind die Taschen in einem regelmäßigen Abstand zueinander oder zumindest ein Teil der Taschen ist in einem regelmäßigen Abstand zueinander angeordnet. Die Taschen sind vorzugsweise dazu geeignet, einen Schweißdraht aufzunehmen, sodass mit dem Schweißdraht in der Tasche eine Verschweißung von Folien vorgenommen werden kann. Dies bietet den Vorteil, dass eine Verschweißung von Folien oberhalb der Platte einfacher möglich ist. Vorteilhafterweise ist die Platte zumindest teilweise sandgestrahlt. Dies bietet den Vorteil, dass sie nicht leicht verschmutzt.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung weisen einen Lichtreflextaster auf. Der Lichtreflextaster ist vorzugsweise in einem Bereich von mindesten 5 mm und maximal 50 mm nach der Spitze der keilförmigen Ablöskante auf einer Oberseite der Platte angeordnet. Der Lichtreflextaster bietet den Vorteil, dass verschmutzte Folien oder ein Zusammenfalten der Folie schnell erkannt werden kann. Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ablösen einer Folie. Besonders bevorzugt wird das Verfahren mit einer der oben beschriebenen Vorrichtung durchgeführt. Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Nachfolgend wird die Erfindung an Hand einiger schematischer Zeichnungen näher erläutert, wobei die Zeichnungen zeigen:

Figur 1 zeigt eine erfindungsgemässe Platte in einer schematischen

Draufsicht; und

Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht eines Querschnitts durch die in der Figur 1 gezeigte erfindungsgemäße Platte.

Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform

In Figur 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemässe Platte 1 zum Ablösen einer Folie von einer Leiterplatte gezeigt. Die Platte 1 ist in einer Draufsicht von oben schematisch gezeigt, wobei strichliert ein in der Platte 1 liegender Luftkanal 2 gezeigt ist. Der Luftkanal 2 dient dazu, Luft zu einer Spitze 3 einer Ablösekante 4 der Platte 1 zu befördern. Die Spitze 3 ist die Spitze der keilförmig ausgebildeten Ablösekante 4, wobei die Ablöskante 4 eine Keilform mit einer sich verändernden Steigung aufweist. In einem mittleren Bereich hin zu der Spitze 3 ist die Keilform stärker ausgeprägt als in Richtung zum Rand, wobei der Übergang fließend ist.„Stärker" bedeutet hierbei eine größere Steigung. Die Steigung der Keilform wird zum Rand hin flacher. Dies ist eine bevorzugte Form der Ablöskante 4.

Im Betrieb wird die Platte 1 mit der Spitze 3 zwischen eine Leiterplatte und eine Folie eingeschoben, wobei Luft über die Luftaustrittsstelle 5 an der Spitze 3 ausgeblasen wird, sobald die Spitze 3 zwischen die Leiterplatte und die Folie eingetreten ist. Auf diese Weise wird das Ablösen der Folie von der Leiterplatte unterstützt, wobei gleichzeitig die Keilform der Ablösekante 4 es ermöglicht, die Platte 1 mit einer hohen Geschwindigkeit zwischen die Leiterplatte und die Folie zu bewegen. Um die Platte 1 in einem Gerüst zu befestigen, mit dem sie verschwenkbar ist, weist die Platte 1 Bohrungen 6 auf. Ausserdem weist die Platte 1 an den schmalen Randseiten Zuleitungsöffnungen 7 auf, welche es ermöglichen Luft in den Luftkanal 2 einzuspeisen, sodass Luft aus der Luftaustrittsstelle 5 ausgeblasen werden kann. Auf der in der Figur 1 gezeigten Oberseite der Platte 1 sind außerdem Schweißtaschen 8 angeordnet, die dazu geeignet sind, jeweils einen Schweißdraht aufzunehmen. Der Schweißdraht ist dabei an einem oberhalb der Platte 1 angeordneten Schweißbalken (in Figur 1 nicht gezeigt) befestigt und wird zum Verschweißen von zwei Folien auf die Platte 1 abgesenkt. Es sollte angemerkt werden, dass die erfindungsgemässe Platte 1 in einer Anordnung vorzugsweise eingesetzt wird, welche Folien von Leiterplatten ablöst, wobei jeweils eine nachkommende Folie an ein Folie einer vorherigen Leiterplatte angeschweißt wird, sodass die Folien anschließend an einem Stück auf eine Rolle aufgewickelt werden können. Hierzu müssen die Folien aufeinander folgender Leiterplatten verschweißt werden.

Weiterhin ist in der Figur 1 ein Lichtreflextaster 9 gezeigt, welcher auf der Oberseite der Platte 1 angeordnet ist. Der Lichtreflextaster 9 ist etwa 20 mm hinter der Spitze 3 der Ablösekante 4 angeordnet, wobei „hinter" in Bewegungsrichtung der abzulösenden Folie hinter der Spitze 3 bedeutet. Mit dem Lichtreflextaster 9 ist es möglich, verunreinigte Folien zu erfassen, um gegebenenfalls die dann notwendigen Prozessschritte einzuleiten. Die Platte 1 ist bei den typischen Ausführungsformen aus einer nicht rostenden Metalllegierung hergestellt, wobei sie ausserdem sandgestrahlt ist. Es sollte angefügt werden, dass die Kanäle 2 geschlossen ausgeführt sind, dass heisst, dass die Platte 1 eine vollständig ebene Unterseite aufweist. Dies erleichtert und verbessert ein Ablösen der Folie von der Leiterplatte.

In der Figur 2 ist ein Querschnitt durch die Platte 1 der Figur 1 schematisch dargestellt, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet werden. Es wird allgemein auf die Beschreibung zu der Figur 1 verwiesen. Der Schnitt der Figur 2 liegt in einer Ebene senkrecht zu der Ablösekante 4 und verläuft durch die Spitze 3 der keilförmigen Platte 1. In der Figur 2 ist auch zu sehen, dass die Platte 1 auch in Längsrichtung keilförmig ausgebildet ist von der Spitze 3 zu einer Grundkante 10. Soweit in dieser Anmeldung von„keilförmig" die Rede ist, ist allerdings, soweit kein weiterer Hinweis gegeben ist, die in der Figur 1 dargestellte Keilform der Platte 1 gemeint, nämlich eine Keilform in Plattenebene der Platte 1. Nichts desto trotz bietet auch die Keilform im Querschnitt, wie in der Figur 2 dargestellt, den Vorteil einer möglichst kleinen Spitze 3, welche dazu geeignet ist zwischen die Folie und eine Leiterplatte einzugreifen. Durch die Keilform ist auch Stabilität gegeben, da die Platte in Richtung der Grundkante 10 dicker wird.