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Patent Searching and Data


Title:
BODY FOR CARRYING AT LEAST ONE ITEM OF INFORMATION, AND METHOD FOR PROCESSING A FOOD PRODUCT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/148781
Kind Code:
A1
Abstract:
A body for carrying at least one item of information regarding a food product, such as for example a sausage, and/or regarding a processing device or a processing method for the product, is designed to be embedded in the product, in particular during the production thereof, wherein the body has at least one information carrier for storing the item of information, and/or at least one characteristic of the body is configured in a manner dependent on the item of information.

Inventors:
CLÖSSNER, Stephan (Siegener Str. 23, Ehringshausen, 35630, DE)
Application Number:
EP2017/054120
Publication Date:
September 08, 2017
Filing Date:
February 23, 2017
Export Citation:
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Assignee:
WEBER MASCHINENBAU GMBH BREIDENBACH (Günther-Weber-Str. 3, Breidenbach, 35236, DE)
International Classes:
A22C13/00; A22C17/10
Foreign References:
EP2100502A12009-09-16
US20040236191A12004-11-25
US20030069772A12003-04-10
US20070251197A12007-11-01
DE102011122069A12013-06-27
DE102008013139A12009-04-09
Attorney, Agent or Firm:
MANITZ FINSTERWALD PATENTANWÄLTE PARTMBB (Postfach 31 02 20, München, 80102, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Körper zum Tragen von wenigstens einer Information in Bezug auf ein Lebensmittelprodukt (11 ), wie etwa einer Wurst, und/oder in Bezug auf eine Verarbeitungseinrichtung oder ein Verarbeitungsverfahren für das Produkt

(11 ).

wobei der Körper (15) dazu ausgebildet ist, in das Produkt (11 ), insbesondere während dessen Herstellung, eingebettet zu werden, und

wobei der Körper (15) wenigstens einen Informationsträger (17) zum Speichern der Information aufweist und/oder wenigstens eine Eigenschaft des Körpers (15) in Abhängigkeit von der Information ausgestaltet ist.

Körper nach Anspruch 1 ,

dadurch geken nzeich net, dass

der Informationsträger (17) ein Transponder, insbesondere RFID-Chip, ist, welcher vorzugsweise in den Körper (15) integriert ist.

Körper nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch geken nzeich net, dass

es sich bei der Eigenschaft des Körpers (15) um eine, insbesondere von außerhalb des Produkts (11 ) detektierbare, geometrische Eigenschaft, wie etwa die Kontur, Form oder Dicke des Körpers (15), oder um eine stoffliche oder materialspezifische Eigenschaft, wie etwa eine insbesondere magnetische Abstrahlung oder ein Reflexionsverhalten, handelt. Körper nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

der Körper (15) oder zumindest dessen Oberfläche aus einem lebensmittelverträglichen, hygienegerechten Material, insbesondere Kunststoffmaterial, ausgebildet ist, und/oder

dass der Körper (15) in einen Überzug eingebettet ist, welcher aus einem Lebensmittel hergestellt ist.

Körper nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

die Kontur des Körpers (15) mit einem zugeordneten Produkthalter oder Produktgreifer (25), insbesondere dessen Kontur und/oder Eigenschaften, korrespondiert.

Körper nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

der Körper (15) an einem vorderen Ende einen vorderen Endabschnitt (19) und an einem, dem vorderen Ende gegenüberliegenden hinteren Ende einen hinteren Endabschnitt (21 ) aufweist, wobei der jeweilige Außendurchmesser der Endabschnitte (19, 21 ) größer ist als der Außendurchmesser eines mittleren Abschnitts (23) des Körpers (15), welcher zwischen den beiden Endabschnitten (19, 21 ) liegt, und wobei, bevorzugt, der Körper (15) rotationssymmetrisch bzgl. einer Mittelachse (M) ausgebildet ist, welche sich in der Mitte des Körpers (15) vom vorderen Ende zum hinteren Ende erstreckt. Körper nach Anspruch 6,

dadurch geken nzeich net, dass

im mittleren Abschnitt (23) ein Informationsträger (17), insbesondere Transponder, und/oder in jedem Endabschnitt (19, 21 ) ein Informationsträger (17), insbesondere Transponder, untergebracht ist.

Körper nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

es sich bei der Information um wenigstens eine der folgenden Informationen handelt: Produktsorte, Produktgewicht, Herstellungsdatum des Produkts, Lagerzeit, Dichte, Temperatur, Inhaltsstoffe des Produkts, Steuerdaten für die Verarbeitungseinrichtung, Konsistenz, Charge und/oder Herkunft.

Körper nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

der Körper (15) wenigstens einen durchgehenden Kanal (29) aufweist.

Körper nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

der Körper (15) wenigstens einen Bereich (23) aufweist, welcher dazu ausgebildet ist, um von einem Produkthalter oder Produktgreifer (25) erfasst und/oder gehalten zu werden.

Körper nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

der Körper (15) einen Temperaturfühler aufweist, insbesondere kombiniert mit einer Speichereinrichtung, wobei die aktuelle und/oder die bisherige Temperatur erfasst, gespeichert und insbesondere von außen her abgerufen werden kann.

12. Körper für ein Lebensmittel produkt (11 ),

wobei der Körper (15) dazu ausgebildet ist, in das Produkt (11 ), insbesondere während dessen Herstellung, eingebettet zu werden, und

wobei der Körper (15) dazu ausgebildet ist, mit einem Produkthalter oder Produktgreifer in einer Vorrichtung oder bei einem Verfahren zur Verarbeitung des Lebensmittelprodukts zusammenzuwirken.

13. Körper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

der Körper (15) ganz oder teilweise aus einem magnetischen oder magneti- sierbaren Material besteht und dazu ausgebildet ist, mit dem Produkthalter oder Produktgreifer durch magnetische oder elektromagnetische Wechselwirkung zusammenzuwirken. 14. Körper nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Körper (15) dazu ausgebildet ist, von dem Produkthalter oder Produktgreifer durch Magnetkraft gehalten zu werden. 15. System mit wenigstens einem Körper (15) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche und wenigstens einem Produkthalter oder Produktgreifer, wobei jeweils ein Produkthalter oder Produktgreifer und ein in ein Lebensmittelprodukt eingebetteter Körper dazu ausgebildet sind, in einer Vorrichtung oder bei einem Verfahren zur Verarbeitung des Lebensmit- telprodukts zusammenzuwirken.

16. Darm zur Herstellung von Würsten mit wenigstens einem Körper (15) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Körper (15) zumindest teilweise und insbesondere vollständig in dem Darm angeordnet ist. Lebensmittelprodukt mit wenigstens einem Körper (15) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Körper (15) sich zumindest teilweise und insbesondere vollständig innerhalb des Lebensmittelproduktes befindet.

Verfahren zum Verarbeiten eines Lebensmittelprodukts (11 ), wie etwa einer Wurst, in das ein Körper (15) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 14 eingebettet ist, wobei die wenigstens eine von dem Körper (15) getragene Information erfasst und das Produkt (11 ) in einer Verarbeitungseinrichtung in Abhängigkeit von der erfassten Information verarbeitet und/oder verpackt wird.

Verfahren zum Verarbeiten eines Lebensmittelprodukts (11 ), wie etwa einer Wurst, in das ein Körper (15) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 14 eingebettet ist,

insbesondere nach Anspruch 18,

dadurch geken nzeich net, dass

wenigstens eine Information, insbesondere die Produktsorte, das Produktgewicht, das Herstellungsdatum des Produkts, die Lagerzeit, die Dichte, die Temperatur, die Inhaltsstoffe des Produkts, Steuerdaten für die Verarbeitungseinrichtung, die Konsistenz, die Charge und/oder die Herkunft des Produkts, erfasst, ausgewertet und/oder verarbeitet wird.

Verfahren zum Verarbeiten eines Lebensmittelprodukts (11 ), wie etwa einer Wurst, in das ein Körper (15) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 14 eingebettet ist,

insbesondere nach Anspruch 18 oder 19,

dadurch geken nzeich net, dass

der Körper (15) einen Temperaturfühler aufweist, mittels dem wenigstens eine Temperatur erfasst wird, wobei, bevorzugt, die Temperatur zur Steue- rung oder Regelung wenigstens eines Verarbeitungsprozesses für das Produkt (11 ) verwendet wird, wobei, weiter bevorzugt, anhand der Temperatur eine Optimierung des Verarbeitungsprozesses erfolgt.

Verfahren zum Verarbeiten eines Lebensmittelprodukts (11 ), wie etwa einer Wurst, in das ein Körper (15) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 14 eingebettet ist,

insbesondere nach zumindest einem der Ansprüche 18 bis 20,

dadurch geken nzeich net, dass

der Körper (15) die Information aktiv oder passiv emittiert und/oder wenigstens ein Signal aussendet, wobei die Information und/oder das Signal von einer Verarbeitungseinrichtung erfasst und genutzt wird, inbesondere für die Regelung oder Steuerung und/oder zur Dokumentation des Verarbeitungsprozesses für das Produkt (11 ).

Verfahren zum Verarbeiten eines Lebensmittelprodukts (11 ), wie etwa einer Wurst, in das ein Körper (15) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 14 eingebettet ist,

insbesondere nach zumindest einem der Ansprüche 18 bis 21 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Körper (15) und ein Produkthalter oder Produktgreifer derart zusammenwirken, dass der Körper (15) von dem Produkthalter oder Produktgreifer durch Magnetkraft gehalten wird, und/oder dass eine Annäherung des Produkthalters oder Produktgreifers an den Körper (15) und/oder eine An- koppelung an den Körper (15) durch den Produkthalter oder ein Ergreifen des Körpers (15) durch den Produktgreifer detektiert wird, insbesondere durch eine für die Verarbeitung vorgesehene Steuereinrichtung.

Description:
KÖRPER ZUM TRAGEN VON WENIGSTENS EINER INFORMATION UND VERFAHREN ZUM VERARBEITEN EINES LEBENSMITTELPRODUKTS

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Körper zum Tragen von wenigstens einer Information in Bezug auf ein Lebensmittelprodukt, wie etwa einer Wurst, und/oder in Bezug auf eine Verarbeitungseinrichtung für das Produkt.

Automatische Aufschneidevorrichtungen für Lebensmittelprodukte, die auch als Hochleistungsslicer bezeichnet werden, sind bekannt. Eine aus dem Stand der Technik bekannte Vorrichtung zum Aufschneiden von Lebensmittelprodukten ist beispielsweise in der DE 10 2011 122 069 A1 offenbart.

Eine derartige Aufschneidemaschine umfasst ein in einer Schneidebene umlaufendes Schneidmesser und eine Produktzuführung zur Zuführung wenigstens ei- nes sträng- oder riegeiförmigen Produkts zu der Schneidebene. Nachgeordnet zur Schneidebene ist eine Produktablage, beispielsweise ein Portionierband, angeordnet, auf welcher die mittels des Schneidmessers vom Produkt abgetrennten Scheiben abgelegt werden. Von dort aus können die Scheiben in Richtung einer Verpackungsmaschine weitertransportiert werden.

Wie in der DE 10 2011 122 069 A1 beschrieben ist, kann bei der Zuführung des Produkts zur Schneidebene ein Produktgreifer zum Einsatz kommen, der in den von der Schneidebene abgewandten, hinteren Endabschnitt des Produkts eindringt, um es während des Aufschneidevorgangs festzuhalten. Am Ende des Auf- schneidevorgangs kann der Produktgreifer den hinteren Endabschnitt, der nicht aufgeschnitten wird, in einen Restebehälter kontrolliert abwerfen. Dieser nicht aufgeschnittene Produktrest soll natürlich möglichst klein gehalten werden. Andererseits muss ein sicherer Eingriff des Produktgreifers in den hinteren Endabschnitt gewährleistet sein, damit der Produktgreifer das Produkt sicher festhalten und ein Ausreißen der Greifer-Krallen vermieden werden kann.

Zum Verarbeiten von Wurstprodukten mit Pelle kann eine Pellmaschine vorgese- hen sein, die der Aufschneidemaschine vorgeordnet ist. Eine Pellmaschine ist beispielsweise aus der DE 10 2008 013 139 A1 bekannt. In der Pellmaschine wird die Pelle von einer Wurst entfernt, bevor sie in der Aufschneidemaschine aufgeschnitten wird. Dabei kann eine vollautomatische Zuführung der gepellten Wurst von der Pellmaschine zur Aufschneidemaschine zum Einsatz kommen.

Die Produkte können in einem Lagerbereich, beispielsweise einem Kühllager, einem Hochregal oder einer Räuchereinrichtung, vorgehalten und von dort der vorgesehenen Verarbeitungseinrichtung, wie etwa der Pell- oder Aufschneidemaschine, zugeführt werden. Jedes Produkt und insbesondere jedes Wurstprodukt kann ganz spezielle Eigenschaften aufweisen, da es einen sehr individuellen Herstel- lungsprozess durchläuft - insbesondere in Bezug auf die Behandlungszeiten und/oder die Behandlungsbedingungen (Wärme, Kälte, Luftfeuchtigkeit, Lagerzeit, Lagerort usw.). Diese speziellen Eigenschaften sind dem Produkt nicht unbedingt anzusehen und produkt- und/oder herstellungsspezifische Parameter, wie etwa die bei der Herstellung herrschende Temperatur, die Lagerzeitdauer, der Lagerort, usw. sind normalerweise nicht mehr verfügbar, wenn das Produkt, zum Beispiel in einer Pell- oder Aufschneidemaschine, verarbeitet wird.

Außerdem besteht ein Bedarf daran, vor, während und auch nach der Verarbei- tung eines Produkts in einer Aufschneidelinie, etwa einer Aufschneidemaschine mit einer vorgeordneten Pellmaschine, Informationen über das Produkt und dessen Verarbeitung zur Verfügung zu haben, bspw. um das Produkt einer bestimmten Spur der Aufschneidemaschine zuzuführen oder um die Aufschneidelinie für die effiziente Verarbeitung des Produkts einzustellen. Manche Wursthersteller sind dazu übergegangen, Wurstsorten anhand der Farbe der Pelle oder anhand eines Clips zu kennzeichnen. Außerdem sind äußere Kennzeichnungen, wie etwa Etikette oder Barcodes, bekannt, die allerdings verloren oder beschädigt werden können. Alle diese Kennzeichnungen sind mit dem Abziehen der Pelle nicht mehr vorhanden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Möglichkeit zur Handhabung, insbesondere zur Kennzeichnung, von Lebensmittelprodukten, wie etwa Würste mit Pelle, bereitzustellen.

Die Aufgabe wird jeweils durch einen Körper mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch die Gegenstände der anderen unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Ein erfindungsgemäßer Körper zum Tragen von wenigstens einer Information in Bezug auf ein Lebensmittelprodukt, wie etwa einer Wurst, und/oder in Bezug auf eine Verarbeitungseinrichtung oder ein Verarbeitungsverfahren ist dazu ausgebildet, in das Produkt, insbesondere während dessen Herstellung, eingebettet zu werden, und umfasst wenigstens einen Informationsträger zum Speichern der Information. Alternativ oder ergänzend dazu ist wenigstens eine Eigenschaft des Körpers in Abhängigkeit von der Information ausgestaltet.

Da der erfindungsgemäße Körper in das Produkt eingebettet wird, befindet er sich innerhalb des Produkts und kann somit nicht verloren gehen. Die auf dem Informationsträger gespeicherte Information kann sich auf das Produkt oder auf die für das Produkt vorgesehene Verarbeitung beziehen. Beispielsweise kann die Information Steuerdaten für das Durchlaufen des gesamten für das Produkt vorgesehenen Verarbeitungsvorgangs umfassen. Die Steuerdaten können von einer Ver- arbeitungseinrichtung für das Produkt ausgelesen werden, um das Produkt dann in Abhängigkeit von den Steuerdaten zu verarbeiten. Anhand der gespeicherten Steuerdaten kann das Produkt auch automatisch einer bestimmten Verarbeitungseinrichtung und dort sogar einem speziellen Bereich, z.B. einer bestimmten Spur einer Aufschneidemaschine, zugewiesen werden.

Bei dem Produkt kann es sich insbesondere um eine Wurst mit Pelle, die nachfolgend auch als Darm bezeichnet wird, handeln. Es ist vorgesehen, dass der Körper innerhalb der Pelle angeordnet ist. Dies kann dadurch bewerkstelligt werden, dass der Körper während oder vor der Befüllung der Pelle mit Wurstbrät in die Pelle ge- geben wird. Da die Pelle bei der Befüllung normalerweise nach unten hängt, gelangt der Körper in den unten liegenden Endabschnitt der Pelle. Bei der späteren Verarbeitung der Wurst befindet sich der Körper somit in einem Endabschnitt der Wurst. Dieser Endabschnitt kann als hinterer Endabschnitt einer Aufschneidemaschine zugeführt werden. Dadurch kann verhindert werden, dass der Körper mit dem Schneidmesser der Aufschneidemaschine kollidiert, da - wie einleitend erwähnt wurde - der hintere Endabschnitt nicht aufgeschnitten wird, weil in diesen der zur Produktzuführung verwendete Produktgreifer eingreift.

Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der Körper vom Produktgreifer ergriffen wird, da dadurch ein sicherer Halt des hinteren Endabschnitts durch den Produktgreifer bewirkt werden kann. Der Körper kann somit auch als Greifkörper für einen Produktgreifer ausgebildet und ausgestaltet sein.

Durch den erfindungsgemäßen Körper wird eine sichere Kennzeichnungseinrich- tung für Produkte, insbesondere Wurstprodukte mit Pelle, geschaffen, wodurch jedes Produkt jederzeit im Produktionsdurchlauf individuell erkannt und erfasst werden kann. Da der Körper in das Produkt eingebettet werden kann, bleibt die Kennzeichnung von der Herstellung des Produkts bis kurz vor Beendigung des Aufschneidevorgangs, also über den gesamten Produktions- bzw. Verarbeitungs- prozess, am Produkt erhalten, ohne dass die Gefahr besteht, dass sich der Körper - im Vergleich zu einem Clips oder einem Etikett - aufgrund äußerer Einflüsse zum Beispiel während der Handhabung des Produkts vom Produkt ablöst oder beschädigt wird. Vorzugsweise ist der Informationsträger ein Transponder, insbesondere ein RFID- Chip. Vorteilhaft daran ist, dass dieser mittels eines Schreib-/Lesegeräts von außerhalb des Produkts erkannt, berührungslos ausgelesen und/oder beschrieben werden kann. Beispielsweise kann eine Verarbeitungseinrichtung anhand der auf dem Transponder gespeicherten Information erkennen, um welches Produkt es sich handelt und sich daraufhin automatisch einstellen oder von einer Bedienperson eingestellt werden. Aufgrund der auf dem Transponder gespeicherten Information kann außerdem eine Zuordnung des Produkts zu einer bestimmten Spur bei einer mehrspurigen Aufschneidemaschine erfolgen, bspw. um Mischaufschnittportionen zu erstellen oder Portionen aus verschiedenen Spuren auf der Förderstre- cke in Richtung Verpackungsmaschine zu kombinieren.

Anhand der Information kann ein Produkt unter mehreren anderen Produkten identifiziert und ausgewählt werden, z.B. in einem Lager. Verwechslungen können dadurch vermieden werden. Außerdem besteht durch zugeordnete Erkennungs- einrichtungen, z.B. Lesegeräte, eine Kontrollmöglichkeit im gesamten Produktdurchlauf.

Vorzugsweise ist der Transponder in den Körper integriert. Dadurch wird der Transponder vor Beschädigung geschützt.

Der Transponder kann als aktiver oder passiver Transponder ausgestaltet sein. Falls der Transponder als aktiver Transponder ausgestaltet ist, kann dieser zusätzlich eine Messeinrichtung aufweisen, die wenigstens einen produkt- oder herstellungsspezifischen Parameter, wie etwa die Temperatur während der Wurstherstel- lung, messen und aufzeichnen kann. Es kann auch vorgesehen sein, dass über eine externe Messeinrichtung wenigstens ein derartiger Parameter gemessen und an den Transponder zur Speicherung übertragen wird.

Der Transponder kann auch derart ausgestaltet sein, dass dieser nur ein bestimm- tes, für das Produkt charakteristisches Signal abstrahlt, das von einer Verarbeitungseinrichtung erfasst und zur Verarbeitung des Produkts verwendet werden kann.

Bei der Eigenschaft des Körpers kann es sich um eine, insbesondere von außer- halb des Produkts detektierbare, geometrische Eigenschaft, wie etwa die Kontur, Form oder Dicke des Körpers, handeln. Wenn beispielsweise Produkte unterschiedlicher Sorte mit Körpern versehen werden, die sich in der Eigenschaft unterscheiden, kann die Verarbeitungsmaschine durch Erfassen der Eigenschaft erkennen, um welche Produktsorte es sich handelt. Beispielsweise kann bei der Herstellung von Produkten der Sorte "Salami" in jedes Produkt ein Körper eingebettet werden, der eine bestimmte Größe aufweist. Demgegenüber kann bei der Herstellung in jedes Produkt der Sorte "Schinkenwurst" ein deutlich kleinerer Körper eingebettet werden. Eine Verarbeitungseinrichtung kann eine Erfassungseinrichtung zur Erfassung der Eigenschaft, hier der Größe eines Körpers, aufweisen. Bei der Zuführung eines Produkts der Sorte "Salami" oder der Sorte "Schinkenwurst" kann die Verarbeitungseinrichtung somit anhand der erfassten Größe des Körpers erkennen, um welche Sorte es sich handelt. Das Produkt kann sodann in der für die Sorte vorgesehenen Art und Weise verarbeiten werden. Alternativ oder zusätzlich kann es sich bei der Eigenschaft des Körpers um eine stoffliche oder materialspezifische Eigenschaft handeln. Beispielweise kann der Körper ein Material aufweisen, das eine, beispielsweise magnetische, Abstrahlung bewirkt oder ein bestimmtes Reflexionsverhalten aufweist. Es könnte somit eine Erfassung über Magnetismus oder magnetische oder elektromagnetische Wech- selwirkung erfolgen. Ein Körper hätte dazu eine spezielle Magnetkraft oder mag- netische Eigenschaft oder einen zugewiesenen Ferrit-Anteil, der von außen her erfasst werden kann.

Generell kann der Körper ganz oder teilweise aus einem magnetischen oder mag- netisierbaren Material bestehen.

Vorzugsweise ist der Körper oder zumindest dessen Oberfläche aus einem lebensmittelverträglichen, hygienegerechten Material, insbesondere Kunststoffmate- rial, ausgebildet. Die Einbettung des Körpers in ein Lebensmittelprodukt ist somit für die Endverbraucher unbedenklich.

Der Körper kann auch in einen Überzug eingebettet sein, welcher aus einem Lebensmittel hergestellt ist. Bei dem Lebensmittel für den Überzug kann es sich um ein festes Lebensmittel handeln, welches sich besonders gut mit einem Wurstbrät bei der Herstellung oder dem anschließenden Prozess verbindet, sich aber möglichst nicht damit vermischt bzw. in dem Wurstbrät verteilt. Nach Abschluss des Verarbeitungsvorgangs für ein Produkt kann der in das Produkt eingebettete Körper wiederverwendet werden. Vorteilhaft an dem Lebensmittelüberzug ist insbesondere, dass dieser verhältnismäßig einfach vom Körper abgelöst werden kann, z.B. mittels eines mechanischen, chemischen und/oder thermischen Verfahrens.

Die Kontur des Körpers kann mit einem zugeordneten Produktgreifer korrespondieren, insbesondere mit dessen Kontur und/oder Eigenschaften. Dadurch können vom Produktgreifer bewirkte Zug- und Druckkräfte in und gegen die Bewegungs- richtung des Produkts übertragen werden.

Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist der Körper an einem vorderen Ende einen vorderen Endabschnitt und an einem, dem vorderen Ende gegenüberliegenden hinteren Ende einen hinteren Endabschnitt auf, wobei der jeweilige Außendurchmesser der Endabschnitte größer ist als der Außendurch- messer eines mittleren Abschnitts des Körpers, welcher zwischen den beiden Endabschnitten liegt. Aufgrund seiner Form kann sich der Körper in stabiler Weise mit dem Produkt verbinden. Außerdem kann er gut von einem Produktgreifer ergriffen werden, beispielsweise indem der Produktgreifer in den mittleren Abschnitt eingreift und dabei einen der Endabschnitte umgreift.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Körper rotationssymmetrisch bezüglich einer Mittelachse ausgebildet ist, welche sich in der Mitte des Körpers vom vorderen Ende zum hinteren Ende erstreckt. Der Körper kann somit gewissermaßen eine Hantel- oder Jojoform aufweisen. Vorteilhaft an der rotationssymmetrischen Form ist, dass diese eine gewisse Selbstzentrierung des Körpers innerhalb des Produkts bewirken kann, beispielsweise in einem Darm ohne Füllung oder in einem Darm mit noch relativ flüssigem Wurstbrät. Bei hängender Befüllung sinkt der Körper an den tiefsten Punkt ab und verbleibt dort.

Vorzugsweise ist im mittleren Abschnitt des Körpers ein Informationsträger, insbesondere Transponder, untergebracht. Alternativ oder zusätzlich kann in wenigstens einem oder in jedem Endabschnitt des Körpers ein Informationsträger untergebracht sein.

Bei der Information handelt es sich vorzugsweise um wenigstens eine der folgenden Informationen: Produktsorte, Produktgewicht, Herstellungsdatum des Produkts, Lagerzeit, Dichte, Temperatur, Inhaltsstoffe des Produkts, Steuerdaten für die Verarbeitungseinrichtung, Konstistenz, Charge und/oder Herkunft.

Die Steuerdaten können Daten in Bezug auf das Durchlaufen des Produkts durch den gesamten für das Produkt vorgesehenen Verarbeitungsprozess aufweisen. Die Steuerdaten können Daten von zum Beispiel Kochen, Brühen, Kühlen über Lagern des Produkts bis zum Zuführen des Produkts zur richtigen Verarbeitungsli- nie und in dieser zur vorgesehenen Spur in der Zuführung zur Schneideinrichtung aufweisen.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Körper wenigstens einen Bereich aufweist, welcher dazu ausgebildet ist, um von einem Produktgreifer erfasst und/oder von einem Produkthalter gehalten zu werden. Dadurch kann ein sicheres Greifen des Körpers durch den Produktgreifer ermöglicht werden, insbesondere ohne dass der Informationsträger durch den Produktgreifer beschädigt wird. Der Körper kann so ausgebildet sein, dass dieser gut von Krallen des Produktgreifers durchdrungen werden kann. Beispielsweise kann der Körper formstabil ausgestaltet sein. Der Körper kann auch aus einem kompressiblen Material gebildet sein, so dass zum Beispiel Löcher, die Krallen des Produktgreifers verursachen, selbst verschlossen werden, um eine Mehrfachverwendung des Körpers zu er- möglichen. Durch das kompressible Material kann auch lokal um eine Kralle herum eine Verdichtung erfolgen. Damit wird dieser stark belastete Bereich stabilisiert und ist weniger nachgiebig.

Die äußere Form des Körpers kann so ausgestaltet sein, dass dieser im Herstel- lungsprozess gut mit dem Produkt verwächst und sich insbesondere mechanisch und/oder kraftschlüssig mit dem Produkt verbindet. Dazu kann der Körper eine große Kontaktfläche zum Produkt aufweisen und/oder mit Vorsprüngen und/oder Hinterschneidungen versehen sein. Der Körper kann auch eine strukturierte Oberfläche aufweisen, welche das Anhaften begünstigt. Besonders vorteilhaft ist in die- sem Zusammenhang auch eine rotationssymmetrische Form für den Körper, wie etwa eine Hantel- oder Jojoform.

Der Körper kann einen Temperaturfühler aufweisen, insbesondere kombiniert mit einer Speichereinrichtung, wobei die aktuelle und die bisherige Temperatur erfasst, gespeichert und insbesondere von außen her abgerufen werden kann. Bei der bisherigen Temperatur handelt es sich insbesondere um eine Temperatur, die zu einem früheren Zeitpunkt mittels des Temperaturfühlers gemessen wurde.

Der Temperaturfühler kann auch mit einer Sendeeinrichtung gekoppelt sein, die ein der gemessenen Temperatur zugeordnetes Signal ausgibt bzw. emittiert.

Die Erfindung betrifft auch einen Körper als Haltekörper für einen Produkthalter oder als Greifkörper für einen Produktgreifer einer Verarbeitungseinrichtung zum Verarbeiten des Produkts, wobei der Körper wenigstens einen Bereich aufweist, welcher dazu ausgebildet ist, um von dem Produkthalter bzw. Produktgreifer er- fasst und/oder gehalten zu werden. Eines oder mehrere der Merkmale, die hierin in Bezug auf den erfindungsgemäßen Körper zum Tragen von wenigstens einer Information genannt sind, insbesondere in den Ansprüchen, können auch bei diesem Haltekörper bzw. Greifkörper realisiert sein, und umgekehrt.

Die Erfindung betrifft ferner einen Körper für ein Lebensmittelprodukt, wobei der Körper dazu ausgebildet ist, in das Produkt, insbesondere während dessen Herstellung, eingebettet zu werden, und wobei der Körper dazu ausgebildet ist, mit einem Produkthalter oder Produktgreifer in einer Vorrichtung oder bei einem Ver- fahren zur Verarbeitung des Lebensmittelprodukts zusammenzuwirken.

Der Körper kann ganz oder teilweise aus einem magnetischen oder magnetisier- baren Material bestehen und dazu ausgebildet sein, mit dem Produkthalter oder Produktgreifer durch magnetische oder elektromagnetische Wechselwirkung zu- sammenzuwirken. Insbesondere kann der Körper dazu ausgebildet sein, von dem Produkthalter oder Produktgreifer durch Magnetkraft gehalten zu werden.

Die Erfindung betrifft auch ein System mit einem oder mehreren Produkthaltern oder Produktgreifern der hierin offenbarten Art sowie mit einem oder mehreren Körpern der hierin beschriebenen Art, wobei jeweils ein Produkthalter oder Pro- duktgreifer und ein in ein Lebensmittelprodukt eingebetteter Körper in einer Vorrichtung oder bei einem Verfahren zur Verarbeitung des Lebensmittelprodukts insbesondere in einer wie hierin beschriebenen Weise zusammenwirken können. In einer Vorrichtung zum Verarbeiten von Lebensmittelprodukten und/oder bei einem Verfahren zum Verarbeiten von Lebensmittelprodukten kann der Körper von einem Produktgreifer erfasst oder gegriffen werden. Dies ist jedoch nicht die einzige Art eines Zusammenwirkens. Anstelle eines Produktgreifers kann auch ein Produkthalter vorgesehen sein, der auf andere Art mit dem Körper zusammenwirkt, z.B. durch Magnetkräfte. Ein solches Halten kann ein Greifen unterstützen, und umgekehrt. Ein Produktgreifer schließt also eine Haltefunktion nicht aus, wie auch umgekehrt ein Produkthalter eine Greiffunktion nicht ausschließt.

Im gegriffenen und/oder gehaltenen Zustand ist der Körper mit dem Produktgreifer bzw. Produkthalter gekoppelt. Der gekoppelte Zustand kann detektierbar sein, insbesondere durch magnetische oder elektromagnetische Wechselwirkung zwischen dem Körper und dem Produktgreifer bzw. Produktalter,

Insbesondere von einer Steuereinrichtung der Verarbeitungsvorrichtung bzw. des Verarbeitungsverfahrens kann auf diese Weise z.B. ein Anfahren des Produkthalters oder Produktgreifers und/oder eine Annäherung des Produkthalters oder Produktgreifers an den Körper detektiert werden, um den Antrieb und/oder die Haltebzw. Greiffunktion des Produkthalters bzw. Produktgreifers zu steuern. Beispielsweise kann dies höhere Verfahrgeschwindigkeiten für den Produkthalter bzw. Pro- duktgreifer ermöglichen. Auch kann eine korrekte Ankoppelung des Produkthalters bzw. Produktgreifers erkannt werden, so dass die Steuereinrichtung prüfen kann, ob ein den Körper enthaltendes Lebensmittelprodukt korrekt gehalten bzw. gegriffen wird. Die Handhabung eines den Körper enthaltenden Lebensmittelprodukts, des Körpers selbst und/oder des Produkthalters bzw. Produktgreifes kann auch dahingehend verbessert werden, dass ein automatisiertes Ankoppeln, also Halten und/oder Greifen, und gegebenenfalls auch ein automatisiertes Fördern oder Posi- tionieren ermöglicht wird, insbesondere bei Reinigung, Aufbereitung und/oder Ein- schleusung in den Verarbeitungsprozess.

Die Erfindung betrifft außerdem einen Darm zur Herstellung von Würsten mit wenigstens einem erfindungsgemäßen Körper, wobei der Körper in dem Darm ange- ordnet ist. Der Körper kann noch vor der Herstellung einer Wurst in den Darm integriert werden. Während der Herstellung der Wurst können Informationen über den Herstellungsvorgang der Wurst und/oder bezüglich der weiteren Verarbeitung der Wurst auf einem Informationsträger im Körper gespeichert werden. Die Verarbeitung der Wurst, einschließlich einer Prozesskontrolle, kann dadurch vereinfacht werden.

Die Erfindung betrifft zudem ein Lebensmittelprodukt mit wenigstens einem erfindungsgemäßen Körper, wobei der Körper sich zumindest teilweise und insbesondere vollständig innerhalb des Lebensmittelproduktes befindet.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Körper wenigstens einen durchgehenden Kanal aufweist. Dieser liegt vorzugsweise im Bereich der Mittelachse des Körpers. Der Kanal kann von einer Produktmasse, wie etwa Wurstbrät, bei der Herstellung einer Wurst durchströmt werden. Ein derartiger Körper kann insbesondere im Zu- sammenhang mit einem vorkonfektionierten Darm eingesetzt werden, und zwar im Übergangsbereich zwischen zwei Darmabschnitten zur Erzeugung jeweils einer Wurst. Durch den Kanal kann Wurstbrät von dem einen Darmabschnitt in den anderen Darmabschnitt übertreten, was die Befüllung des Darms als Ganzes erst möglich macht. Der Kanal kann so ausgestaltet sein, dass durch diesen ein Füll- rohr hindurchgeführt werden kann. Der Darm lässt sich somit auf dem Füllrohr auffädeln.

Mit der Erfindung ist auch umfasst, dass ein Informationträger in ein Produkt im- plementiert wird, und zwar, vorzugsweise im nicht aufzuschneidenden Endbereich. Dazu gehört auch das "Markieren" von Käse mit einem Informationsträger unter der Käserinde.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Verarbeiten eines Le- bensmittelprodukts, wie etwa einer Wurst, in das ein erfindungsgemäßer Körper eingebettet ist, wobei das Verfahren umfasst, dass die wenigstens eine von dem Körper getragene Information erfasst und die Wurst in einer Verarbeitungseinrichtung in Abhängigkeit von der erfassten Information verarbeitet und/oder verpackt wird.

Das Verfahren kann den Schritt aufweisen, dass nach der Verarbeitung des Produkts der Körper wiederverwertet wird. Anhand des wiederverwerteten Körpers kann darauf geschlossen werden, dass das Produkt, in welchem der Körper zuvor eingebettet war, tatsächlich verarbeitet wurde und nicht etwa in der Verarbeitungs- einrichtung steckengeblieben oder verlorengegangen ist. Auch ein Rückschluss darauf, dass das Endstück nicht mehr am Produktgreifer hängt, sondern ordnungsgemäß abgeführt wurde, ist erfindungsgemäß möglich.

Die vorliegende Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Verarbeiten eines Lebensmittelprodukts, wie etwa einer Wurst, in das ein erfindungsgemäßer Körper eingebettet ist, wobei wenigstens eine Information erfasst, ausgewertet und/oder verarbeitet wird. Die Information wird insbesondere von einer Verarbeitungseinrichtung erfasst, die diese dann auswertet und/oder verarbeitet. Bei der Information kann es sich beispielsweise um die Produktsorte, das Produktgewicht, das Herstellungsdatum des Produkts, die Lagerzeit, die Dichte, die Temperatur, die Inhaltsstoffe des Produkts, Steuerdaten für die Verarbeitungseinrichtung, die Konsistenz, die Charge und/oder die Herkunft des Produkts handeln.

Die vorliegende Erfindung betriff ferner ein Verfahren zum Verarbeiten eines Le- bensmittelprodukts, wie etwa einer Wurst, in das ein erfindungsgemäßer Körper eingebettet ist, wobei der Körper einen Temperaturfühler aufweist, mittels dem wenigstens eine Temperatur erfasst wird. Vorzugsweise wird die erfasste Temperatur zur Steuerung oder Regelung wenigstens eines Verarbeitungsprozesses für das Produkt verwendet. Beispielsweise erfolgt anhand der Temperatur eine Opti- mierung des Verarbeitungsprozesses. Bei dem Verarbeitungsprozess kann es sich um den Aufschneidebetrieb eines Slicers handeln. Der Temperaturfühler könnte auch während des Herstellungsvorgangs des Produkts eingesetzt werden, um zum Beispiel eine Brühtemperatur und/oder eine Brühdauer zu überwachen. Es kann vorgesehen sein, dass eine mit dem Temperaturfühler gekoppelte Sendeein- richtung ein der erfassten Temperatur zugeordnetes Signal ausgibt bzw. emittiert.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Verarbeiten eines Lebensmittelprodukts, wie etwa einer Wurst, in das ein erfindungsgemäßer Körper eingebettet ist, wobei der Körper die Information aktiv oder passiv emittiert und/oder wenigstens ein Signal aussendet, wobei die Information und/oder das Signal von einer Verarbeitungseinrichtung erfasst und genutzt wird, inbesondere für die Regelung oder Steuerung und/oder zur Dokumentation des Verarbeitungsprozesses für das Produkt. Dem Signal kann eine bestimmte Information zugeordnet sein, die von der Verarbeitungseinrichtung verwendet werden kann.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Verarbeiten eines Lebensmittelprodukts, in das ein erfindungsgemäßer Körper eingebettet ist, wobei der Körper und ein Produkthalter oder Produktgreifer derart zusammenwirken, dass der Körper von dem Produkthalter oder Produktgreifer durch Magnetkraft gehalten wird, und/oder dass eine Annäherung des Produkthalters oder Produktgreifers an den Körper und/oder eine Ankoppelung an den Körper durch den Produkthalter oder ein Ergreifen des Körpers durch den Produktgreifer detektiert wird, insbesondere durch eine für die Verarbeitung vorgesehene Steuereinrichtung. Durch den erfindungsgemäßen Körper kann eine sichere Kennzeichnung für ein Produkt, insbesondere ein Wurstprodukt mit Pelle, in welches der Körper integriert ist, erreicht werden. Das Produkt kann über die vom Körper bereitgestellte Information jederzeit im Produktionsdurchlauf erkannt und erfasst werden. Im Falle einer Wurst mit Pelle bleibt die Kennzeichnung von der Füllung des Darms bis kurz vor dem Aufschneiden der Wurst, also über ihren gesamten Produktionspro- zess, erhalten. Im Vergleich zu einem Clip oder einem Etikett kann sich der Körper nicht ablösen. Durch die über den Körper bereitgestellte Information kann außerdem eine verbesserte Automatisierung von Prozessabläufen und insbesondere auch eine Steuerung einer Verarbeitungseinrichtung erfolgen. Dadurch kann eine Qualitätssteigerung erreicht und der Verarbeitungsvorgang effizienter ausgestaltet werden.

Da der Körper als Greifkörper für einen Produktgreifer ausgestaltet sein kann, lässt sich außerdem eine verbesserte Führung und Handhabung des Produkts erreichen. Durch den Körper werden insbesondere definierte Eigenschaften im Endstückbereich für den eindringenden Produktgreifer geschaffen. Anhand des Körpers können außerdem nach der Produktverarbeitung ausgeworfene Endstücke identifiziert werden. Der in ein Produkt eingebettete Körper ermöglicht eine einfache Detektion bzw. Erkennung des Produkts, z.B. mittels einer berührungslosen Erfassung des in den Körper integrierten Transponders. Prinzipiell könnte damit eine Detektion eines Produktendbereichs in einer Aufschneidemaschine realisiert werden, zum Beispiel für den Vorschub im Zuführungsbereich und für eine Wegsteuerung des Produkt- greifers, um ein schnelles, lageabhängiges Anfahren des Produktendbereichs zu ermöglichen.

Beim mehrspurigen Aufschneiden kommt es vor, dass die zugeführten Produkte geringe Längenunterschiede aufweisen. Der Druck der Greifer beim Anfahren der Produkte ist auf allen Spuren gleich. Dadurch werden die Produkte deformiert. Zieht der Greifer zurück oder öffnet sich der Produktanschlag vor dem Messer, entspannen sich die Produkte wieder. Erfindungsgemäß kann dies verhindert werden, wenn durch die Produkterkennung ein gezieltes, spurindividuelles Anfahren von Produktenden sowie ein spurindividuell angepasstes Greifen ohne Deformation ermöglicht wird.

Durch den Körper im Endstückbereich einer Wurst lässt sich auch eine Ersparnis an Wurstmaterial erreichen.

Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft anhand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen, jeweils in schematischer Darstellung,

Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Lebensmittelprodukt mit einem darin eingebetteten erfindungsgemäßen Körper,

Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen vorkonfektionierten Darm mit einem darin angeordneten erfindungsgemäßen Körper.

Bei dem in Fig. 1 dargestellten Lebensmittelprodukt 11 handelt es sich um eine Wurst mit einer Pelle 13. In das Produkt 11 ist ein Körper 15 in einen Endabschnitt des Produkts 11 eingebettet. Dies kann dadurch erreicht werden, dass der Körper 15 vor der Befüllung der Pelle 13 mit Wurstbrät in die Pelle 13 eingebracht wird. Während der Befüllung hängt der Endabschnitt nach unten, so dass der Körper 15 aufgrund der Wirkung der Schwerkraft in den Endabschnitt gelangt und sich dort das Wurstbrät um den Körper 15 herum anlagert.

Der Körper 15 weist einen vorderen Endabschnitt 19, einen dem vorderen Endab- schnitt 19 gegenüberliegenden hinteren Endabschnitt 21 und einen zwischen den beiden Endabschnitten 19, 21 liegenden mittleren Abschnitt 23 auf. Dabei weisen die beiden Endabschnitte 19, 21 einen Außendurchmesser auf, der größer ist als der Außendurchmesser des mittleren Abschnitts 23. Der Körper 15 ist rotationssymmetrisch bezüglich seiner Mittelachse M ausgebildet, welche sich in der Mitte des Körpers 15 vom vorderen Ende zum hinteren Ende des Körpers 15 erstreckt. Der Körper 15 weist somit wenigstens annähernd eine Hantel- bzw. Jojoform auf, durch die eine gewisse Selbstzentrierung des Körpers 15 bezüglich der Längsachse des Produkts 11 erfolgen kann.

Die Außenkontur des hinteren Endabschnitts 21 weist die Kontur eines Wurstendstücks auf, wie in Fig. 1 angedeutet ist. Dadurch wird erreicht, dass sich der hintere Endabschnitt 21 während der Wurstherstellung an die Pelle 13 anschmiegt, wodurch die Selbstzentrierung des Körpers 15 bezüglich der Längsachse des Produkts 11 unterstützt wird.

Der Körper 15 umfasst einen Informationsträger 17, z.B. in Form eines RFID- Chips, zum Speichern wenigstens einer Information in Bezug auf das Produkt 11 und/oder bezüglich der vorgesehenen Verarbeitung des Produkts 11 in einer Verarbeitungseinrichtung, wie etwa einer Pellmaschine mit einer nachgeordneten Aufschneidemaschine.

Anhand des Informationsträgers 17 kann das Produkt 11 z.B. bei einer Annäherung von der Verarbeitungsmaschine berührungslos erkannt werden. Die gespeicherte Information kann ausgelesen und zur Verarbeitung verwendet werden. Die Information kann prinzipiell alle beliebigen Daten zum Produkt oder zur vorgese- henen Verarbeitungsweise umfassen. Insbesondere kann die Information folgendes umfassen: Produktsorte, Produktgewicht, Herstellungsdatum, Inhaltsstoffe und/oder Steuerdaten für die Verarbeitungseinrichtung, anhand derer die Verarbeitung des Produkts in der Verarbeitungseinrichtung erfolgt. Z.B. kann mittels der Steuerdaten das Produkt einer bestimmten Spur der Aufschneidemaschine zugewiesen werden.

Außerdem kann durch Erfassen des Informationsträgers 17 sichergestellt werden, dass das Produkt 11 einer Aufschneidemaschine so zugeführt wird, dass sich der Körper 15 im von der Schneidebene abgewandten Endstück des Produkts 11 befindet. Der Körper 15 kann dann nicht nur als Träger für die Information dienen, sondern auch als Greifkörper für einen Produktgreifer 25, dessen Klauen bevorzugt etwa in den mittleren Abschnitt 23 eingreifen und dabei den hinteren Endabschnitt 21 umgreifen können.

Der mittlere Abschnitt 23 kann somit einen Bereich des Körpers 15 bilden, der dazu vorgesehen ist, vom Produktgreifer 25 ergriffen zu werden. Der mittlere Bereich 23 kann beispielsweise aus einem kompressiblen Material bestehen, so dass durch den Produktgreifer 25 verursachte Löcher wieder verschlossen werden und lokal um die Krallen des Produktgreifers 25 herum eine Verdichtung erfolgen kann. Der mittlere Bereich 23 wird dadurch stabilisiert und ist weniger nachgiebig.

Eine Eigenschaft des Körpers 15, die von außerhalb des Produkts 11 detektierbar ist, kann außerdem in Abhängigkeit von einer bestimmten Information ausgestaltet sein. Beispielweise kann in Würste der Sorte„Salami" ein jeweiliger Körper 15 mit einer bestimmten Größe eingebettet werden, während in Würste der Sorte„Schinkenwurst" ein jeweiliger Körper 15 mit einer anderen Größe eingebettet wird.

Durch die Detektion der Größe des Körpers 15 kann eine Verarbeitungseinrichtung somit die Sorte einer zugeführten Wurst erkennen und diese dann sortenspe- zifisch verarbeiten. Der in Fig. 2 dargestellte vorkonfektionierte Darm 27 umfasst einen Körper 15, der so angeordnet ist, dass sich sein vorderer Endabschnitt 19 in einem ersten Darmabschnitt 27a befindet, aus dem nach der Befüllung mit Brät eine Wurst entsteht. Der hinteren Endabschnitt 21 des Körpers 15 befindet sich in einem zweiten

Darmabschnitt 27b, der sich an den ersten Darmabschnitt 27a anschließt und aus dem nach der Befüllung mit Brät eine weitere, zweite Wurst gebildet wird. Der mittlere Bereich 23 des Körpers 15 befindet sich somit im Übergangsbereich zwischen den beiden Darmabschnitten 27a, 27b. Die radial außen liegende Kontur des Kör- pers 15 ist derart ausgebildet, dass sie den Darmverlauf an den Wurstenden zumindest annähernd nachbildet, wie in Fig. 2 angedeutet ist.

Derartige Darmabschnitte 27a, 27b mit einem jeweiligen dazwischen angeordneten Körper 15 können sich in beliebiger Anzahl an die gezeigten Darmabschnitte anschließen, so dass aus dem vorkonfektionierten Darm 27 eine entsprechende Anzahl an Würsten gebildet werden kann.

Dabei weist jeder Körper 15 einen durchgehenden Kanal 29 auf, der sich entlang der Mittelachse M durch den jeweiligen Körper 15 hindurch erstreckt. Bei jedem Körper 15 kann der Kanal 29 von Wurstbrät durchströmt werden, wenn der Darm 27 von einem Darmende her befüllt wird. Jeder Kanal 29 kann einen Innendurchmesser aufweisen, der größer ist als der Außendurchmesser eines Füllrohrs einer Füllmaschine (nicht gezeigt). Somit kann auch ein langer, vorkonfektionierter Darm 27 auf ein Füllrohr aufgefädelt werden.

Vorzugsweise weist jeder Körper 15 einen einzigen Informationsträger 17 auf, der sich im mittleren Abschnitt 23 befindet. Der Körper 15 kann auch zwei Informationsträger 17 aufweisen, wobei sich jeweils ein Informationsträger 17 in einem der Endabschnitte 19, 21 befindet. Wenn nur ein einziger Informationsträger 17 vorgesehen ist, wie im oberen Halbschnitt gezeichnet, werden die beiden in den Darmabschnitten 27a, 27b gebildeten Würste bevorzugt längs einer Trennstelle T1 voneinander getrennt, die knapp außerhalb der Körpers 15 durch eine der Würste verläuft. Aus dem vorkonfektio- nierten Darm 27 können somit Würste herstellt werden, die an einem Ende einen geraden Anschnitt aufweisen und in deren anderes Ende ein jeweiliger Körper 15 eingebettet ist. Dabei steht der Körper 15 halb nach außen über, wobei der Überstand für das Ankoppeln bzw. Eingreifen eines Produktgreifers 25 verwendet werden kann.

Wenn in jedem Endabschnitt 19, 21 ein Informationsträger 17 untergebracht ist, wie im unteren Halbschnitt gezeichnet, werden die beiden in den Darmabschnitten 27a, 27b gebildeten Würste bevorzugt längs einer Trennstelle T2 auseinander getrennt, die durch den mittleren Bereich 23 verläuft, so dass jeweils ein Endab- schnitt 19, 21 in einer der Würste verbleibt.

Die Auseinandertrennung der Würste erfolgt vorzugsweise gegen Ende des Herstellungsprozesses und insbesondere nach dem Erstarren bzw. Verdicken des Wurstbräts.

Bezugszeichenliste

11 Lebensmittelprodukt

13 Pelle

15 Körper

17 Informationsträger

19 vorderer Endabschnitt

21 hinterer Endabschnitt

23 mittlerer Abschnitt

25 Produktgreifer

27 Darm

27a, 27b Darmabschnitt

29 Kanal

M Mittelachse

T1 Trennstelle

T2 Trennstelle