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Title:
BOOST CONVERTER AND METHOD FOR ITS OPERATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/013409
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a boost converter and a method for its operation, in which a first voltage (U_A1), which is independent of an input voltage (U_E) of the boost converter, is predetermined for the boost converter, at a higher voltage level than the input voltage (U_E), as the nominal output voltage (U_A_NOM), as long as the input voltage (U_E) is below a first voltage threshold value (U_lim1), which is at a lower voltage level than the first voltage (U_A1). As soon as the input voltage (U_E) exceeds the first voltage limit value (U_lim1) a second voltage (U_A2), which is dependent on the input voltage (U_E) of the boost converter, is predetermined for the boost converter, at a lower voltage level than the input voltage (U_E), as the nominal output voltage (U_A_NOM). As soon as the input voltage (U_E) falls below a second voltage threshold value (U_lim2), which is at a lower voltage level than the first voltage (U_A1), the first voltage (U_A1) is once again predetermined as the nominal output voltage (U_A_NOM) for the boost converter.

Inventors:
KNORPP, Thomas (Graf-Adelmann-Str. 35, Freiberg A. N., 71691, DE)
RUFFER, Michael (Fellbacher Str. 6, Ludwigsburg, 71640, DE)
BINHACK, Stephan (Riedstr. 28, Karlsruhe, 76199, DE)
MOLLENKOPF, Wolfgang (Oberhaldenweg 15/1, Pfullingen, 72793, DE)
Application Number:
EP2011/059794
Publication Date:
February 02, 2012
Filing Date:
June 14, 2011
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
KNORPP, Thomas (Graf-Adelmann-Str. 35, Freiberg A. N., 71691, DE)
RUFFER, Michael (Fellbacher Str. 6, Ludwigsburg, 71640, DE)
BINHACK, Stephan (Riedstr. 28, Karlsruhe, 76199, DE)
MOLLENKOPF, Wolfgang (Oberhaldenweg 15/1, Pfullingen, 72793, DE)
International Classes:
H02M3/156
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Verfahren zum Betrieb eines Hochsetzstellers bei dem

- dem Hochsetzsteller eine von einer Eingangsspannung (U_E) des Hochsetzstellers unabhängige erste Spannung (U_A1 ) mit gegenüber der Eingangsspannung (U_E) erhöhtem Spannungsniveau als Soll-Ausgangsspannung (U_A_SOLL) vorgegeben wird, solange die Eingangsspannung (U_E) unterhalb eines ersten

Spannungsschwellwertes (U_lim1 ) liegt, welcher auf einem niedrigeren

Spannungsniveau als die erste Spannung (U_A1 ) liegt,

- dem Hochsetzsteller eine von der Eingangsspannung (U_E) des Hochsetzstellers abhängige zweite Spannung (U_A2) mit gegenüber der Eingangsspannung (U_E) erniedrigtem Spannungsniveau als Soll-Ausgangsspannung (U_A_SOLL) vorgegeben wird, sobald die Eingangsspannung (U_E) den ersten Spannungsschellwert (U_lim1 ) übersteigt, und

- dem Hochsetzsteller wieder die erste Spannung (U_A1 ) als Soll-Ausgangsspannung (U_A_SOLL) vorgegeben wird, sobald die Eingangsspannung (U_E) unter einen zweiten Spannungsschwellwert (U_lim2) fällt, weicher auf einem niedrigeren

Spannungsniveau als die erste Spannung (U_A1 ) liegt.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei die Spannungsschwellwerte (U_lim1 , U_lim2) in Abhängigkeit von der ersten Spannung (U_A1 ) festgelegt werden.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der zweite

Spannungsschwellwert (U_lim2) auf einem niedrigeren Spannungsniveau als der erste Spannungsschwellwert (U_lim1 ) liegt.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die zweite Spannung (U_A2) derart festgelegt wird, dass sie um einen vorgebbaren Betrag unterhalb der

Eingangsspannung (U_E) liegt.

5. Hochsetzsteller zur Umwandlung einer Eingangsspannung (U_E; U_HV) in eine Ausgangsspannung (U_A; U_ZK) mit erhöhtem Spannungsniveau, welcher mit einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 betrieben wird.

Description:
Beschreibung Titel

Hochsetzsteller und Verfahren zu dessen Betrieb

Die Erfindung betrifft einen Hochsetzsteller sowie ein verfahren zu dessen Betrieb. Stand der Technik

Hochsetzsteller - häufig auch als Aufwärtswandler, Boost-Converter oder Step-up- Converter bezeichnet, stellen eine Sonderform eines Gleichspannungswandlers dar und dienen der Wandlung einer Eingangsspannung in eine Ausgangsspannung mit einem erhöhten Spannungspotential. Aufwärtswandler sind seit langem bekannt und werden in vielfältigen Einsatzgebieten, wie zum Beispiel in einem Hybrid- oder Elektrof ahrzeug zur Umwandlung einer Niedervolt-Gleichspannung (Bordspannung) in eine Hochvolt- Gleichspannung, eingesetzt. Liegt die Eingangsspannung des Hochsetzstellers dabei nahe an der gewünschten Ausgangsspannung, so beginnt der Hochsetzsteller zu schwingen, da nicht beliebig kleine Übersetzungsverhältnisse eingestellt werden können. Um die Sicherheit und die Verfügbarkeit des Hochsetzsteller zu gewährleisten, ist es notwendig, ein derartiges Aufschwingen des Hochsetzstellers zu vermeiden.

Offenbarung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Betrieb eines Hochsetzstellers bereit, bei dem dem Hochsetzsteller eine von einer Eingangsspannung des Hochsetzstellers unabhängige erste Spannung mit einem gegenüber der Eingangsspannung erhöhtem Spannungsniveau als Soll-Ausgangsspannung vorgegeben wird, solange die

Eingangsspannung unterhalb eines ersten Spannungsschwellwertes liegt, welcher auf einem niedrigeren Spannungsniveau als die erste Spannung liegt. Sobald die

Eingangsspannung den ersten Spannungsschwellwert übersteigt, wird dem

Hochsetzsteller eine von der Eingangsspannung des Hochsetzstellers abhängige zweite Spannung mit gegenüber der Eingangsspannung erniedrigtem Spannungsniveau als Soll- Ausgangsspannung vorgegeben. Sobald die Eingangsspannung unter einen zweiten Spannungsschwellwert fällt, weicher auf einem niedrigeren Spannungsniveau als die erste Spannung liegt, wird dem Hochsetzsteller wieder die erste Spannung als Soll- Ausgangsspannung vorgegeben.

Des Weiteren stellt die vorliegende Erfindung einen Hochsetzsteller zur Umwandlung einer Eingangsspannung in eine Ausgangsspannung mit erhöhtem Spannungsniveau bereit, welcher mit einem erfindungsgemäßen Verfahren betrieben wird.

Vorteile der Erfindung Erfindungsgemäß wird ein erster Spannungsschwellwert für die Eingangsspannung des Hochsetzstellers festgelegt, welcher mit ausreichendem Abstand unterhalb der ersten Spannung, welche eine herkömmliche Soll-Ausgangsspannung eines Hochsetzstellers darstellt, liegt. Auf diese Weise wird ein erster Betriebsbereich definiert, in welchem ein Aufschwingen des Hochsetzstellers sicher vermieden wird. Bei Erreichen des ersten Spannungsschwellwertes wird eine zweite Spannung als Soll-Ausgangsspannung vorgegeben, welche, vorzugsweise um einen vorgebbaren Betrag, unterhalb der Eingangsspannung des Hochsetzstellers liegt. Dadurch wird ein zweiter Betriebsbereich des Hochsetzstellers geschaffen, in welchem der Hochsetzsteller faktisch deaktiviert ist, so dass auch in diesem Betriebsbereich ein Aufschwingen des Hochsetzstellers sicher vermieden wird. Der erste Spannungsschwellwert wird dabei sinnvoll derart festgelegt, dass einerseits keine Gefahr eines Aufschwingens des Hochsetzstellers besteht, andererseits die neue, knapp unterhalb der Eingangsspannung liegende Soll- Ausgangsspannung aber ausreicht, um nachfolgende Schaltungskomponenten sicher betreiben zu können. Fällt die Eingangsspannung wieder unter einen zweiten

Spannungsschwellwert, welcher ebenfalls unterhalb der ersten Spannung liegt, so wird dem Hochsetzsteller wieder die erste Spannung als Soll-Ausgangsspannung vorgegeben und somit wieder in den ersten Betriebsbereich zurückgekehrt. Der zweite

Spannungsschwellwert wird dabei sinnvoll derart festgelegt, dass einerseits nach dem Umschalten auf die erste Soll-Ausgangsspannung mit Sicherheit keine Gefahr eines Aufschwingens des Hochsetzstellers mehr besteht, andererseits aber die vor dem Erreichen des zweiten Schwellwertes noch vorgegebene, knapp unterhalb der

Eingangsspannung liegende zweite Soll-Ausgangsspannung ausreicht, um nachfolgende Schaltungskomponenten sicher betreiben zu können. Da die in dem ersten Betriebsbereich des Hochsetzstellers als Soll-Ausgangsspannung vorgegebene erste Spannung während des Betriebs variieren kann, ist es gemäß einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, die Spannungsschwellwerte in Abhängigkeit von der ersten Spannung festzulegen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass einerseits so spät wie möglich auf die zweite Spannung als Soll-Ausgangsspannung gewechselt wird und andererseits so früh wie möglich wieder zur ersten Spannung als Soll-Ausgangsspannung zurückgekehrt wird.

Um ein ständiges Hin- und Herschalten der Soll-Ausgangsspannung zwischen der ersten und der zweiten Spannung zu vermeiden, ist es gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass der zweite Spannungsschwellwert auf einem niedrigeren Spannungsniveau als der erste Spannungsschwellwert liegt.

Weitere Merkmale und Vorteile von Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen. Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung des zeitlichen Verlaufes der Spannungen an einem erfindungsgemäßen Hochsetzsteller gemäß eines ersten

Anwendungsfalles und

Fig. 2 eine schematische Darstellung des zeitlichen Verlaufes der Spannungen an einem erfindungsgemäßen Hochsetzsteller gemäß eines zweiten Anwendungsfalles.

Ausführungsformen der Erfindung

Fig. 1 zeigt den zeitlichen Verlauf der Eingangsspannung U_E und der Soll- Ausgangsspannung U_A_SOLL eines mit dem erfindungsgemäßen Verfahren betriebenen nicht weiter dargestellten Hochsetzstellers. In einem ersten Zeitbereich von TO bis T1 steigt die Eingangsspannung kontinuierlich an, liegt aber stets unterhalb eines ersten Spannungsschwellwertes U_lim1 , welcher unterhalb einer ersten Spannung U_A1 festgelegt ist. In diesem Zeitbereich (T0-T1 ) wird dem Hochsetzsteller die von der Eingangsspannung unabhängige erste Spannung U_A1 als Soll-Ausgangsspannung U_A_SOLL vorgegeben. Die erste Spannung U_A1 definiert dabei ein gegenüber der Eingangsspannung U_E erhöhtes Spannungsniveau, welches für die sichere

Funktionsfähigkeit nachfolgender Schaltungskomponenten erforderlich ist. Die erste Spannung U_A1 ist in Fig. 1 als Konstantspannung dargestellt, kann aber auch zeitlich variabel sein. Zumindest in diesem Fall ist es sinnvoll, den ersten Spannungsschwellwert U_lim1 in Abhängigkeit von der ersten Spannung U_A1 festzulegen, um ein

Aufschwingen des Hochsetzstellers stets sicher zu vermeiden.

Zum Zeitpunkt T1 übersteigt die Eingangsspannung U_E den ersten

Spannungsschwellwert U_lim1 , woraufhin dem Hochsetzsteller eine zweite Spannung U_A2 als neue Soll-Ausgangsspannung vorgegeben wird. Die zweite Spannung U_A2 wird abhängig von der Eingangsspannung U_E des Hochsetzstellers vorgegeben und liegt vorzugsweise um einen vorgebbaren Betrag unterhalb der Eingangsspannung U_E. Die Soll-Ausgangsspannung U_A_SOLL folgt insofern der Eingangsspannung U_E auf einem gegenüber der Eingangsspannung U_E erniedrigtem Spannungsniveau. Faktisch bedeutet diese Festlegung einer Soll-Ausgangsspannung U_A_SOLL unterhalb der

Eingangsspannung U_E des Hochsetzstellers eine Deaktivierung des Hochsetzstellers. Auf diese Weise wird ein Aufschwingen des Hochsetzstellers auch in diesem zweiten Betriebsbereich sicher vermieden. Zu einem Zeitpunkt T2 unterschreitet die

Eingangsspannung einen zweiten Spannungsschwellwert U_lim2, welcher ebenfalls auf einem niedrigeren Spannungsniveau als die erste Spannung U_A1 und auch auf einem niedrigeren Spannungsniveau als der erste Spannungsschwellwert U_lim1 liegt. Zu diesem Zeitpunkt wird dem Hochsetzsteller wieder die ursprüngliche Soll- Ausgangsspannung in Form der ersten Spannung U_A vorgegeben. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird ein Aufschwingen des Hochsetzstellers unabhängig von der Eingangsspannung sicher vermieden, ohne jedoch den Betrieb nachfolgender Schaltungskomponenten zu beeinträchtigen.

Neben dem Betrieb als Hochsetzsteller können Gleichspannungswandler auch als Tiefsetzsteller - häufig auch als Abwärtswandler, Step-Down-Converter oder Buck-

Converter bezeichnet - ausgestaltet sein. Derartige Tiefsetzsteller werden zum Beispiel in Hybrid- oder Elektrofahrzeugen zur Umwandlung einer Hochvolt-Gleichspannung in eine Niedervolt-Gleichspannung (Bordspannung) eingesetzt. Bestimmte Kombinationen von vorhandener Hochspannung und vorgegebener Niederspannung können jedoch aufgrund der Architektur eines Gleichspannungswandlers problematisch sein, da der feste Aufbau aus Voll- und Halbbrücken sowie das Wicklungsverhältnis eines Transformators nicht für jeden denkbaren Arbeitspunkt geeignet sein kann. In einem derartigen Fall wird eine dritte, außerhalb des Gleichspannungswandlers nicht sichtbare Spannung in Form einer Zwischenkreisspannung eingeführt, welche oberhalb der Hochspannung liegt und derart gewählt wird, dass sich für die jeweils vorhandene Kombination von Voll-, Halbbrücke und Transformator und der vorgegebenen Niederspannung ein idealer Arbeitspunkt ergibt.

Um die vorhandene Hochspannung auf die auf einem höheren Spannungsniveau liegende Zwischenkreisspannung anzuheben, wird wiederum ein Hochsetzsteller eingesetzt. Insofern wird der gewünschte Tiefsetzsteller durch einnen kombinierten Hoch- Tiefsetzsteller realisiert, wobei dem "echten" Tiefsetzsteller ein Hochsetzsteller vorgeschaltet wird, welcher die Eingangsspannung zunächst auf ein noch höheres Spannungsniveau anhebt, bevor der "echte'Tiefsetzsteller es nachfolgend auf das gewünschte niedrige Spannungsniveau absenkt. Wird dabei die Differenz zwischen Hoch- und Zwischenkreisspannung und infolgedessen der Abstand von Ein- und

Ausgangsspannung des Hochsetzstellers zu klein, so beginnt der Hochsetzsteller zu schwingen, da nicht beliebig kleine Übersetzungsverhältnisse eingestellt werden können. Insofern ergibt sich dieselbe Problematik wie bei dem Anwendungsfall gemäß Fig. 1.

Figur 2 zeigt, analog zu Fig. 1 , schematisch die zeitlichen Verläufe der Eingangsspannung U_HV (Hochspannung), der Ausgangsspannung U_NV (Niederspannung) sowie der als Soll-Ausgangsspannung des Hochsetzstellers dienenenden Zwischenkreisspannung U_ZK des kombinierten Hoch-Tiefsetzstellers bei Betrieb des Hochsetzstellers mit dem erfindungsgemäßen Verfahren. Die zu Fig. 1 gemachten Aussagen gelten analog.