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Patent Searching and Data


Title:
BOTTLE COMPRISING A HANDLE AND A FUNCTIONAL ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/046669
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a bottle (1), particularly for a product that can be poured or sprinkled, comprising a bottom (3), a body (2), and a bottle opening (4) for filling and/or emptying the bottle (1). The bottle opening (4) is formed by a bottleneck (4a) that tapers in the direction of the opening while the cross section of the bottom (3) is greater than the cross section of the bottle opening (4). Said bottle (1) further comprises a handle (6) which is located substantially opposite the bottle opening (4) and is formed out of the body (2) in such a way that the handle (6) forms a chamber (6') that communicates with the body (2) and is used for receiving product, and a functional element (7) which is arranged on the bottle (1) and of which the compressive strength is smaller than the compressive strength of the container (1). The functional element (7) is disposed between the bottle opening (4) and the handle (6), on the bottle surface located across from the bottom (3), in such a way that the clearance (h') of the functional element (6) that is arranged on the bottle (1) is smaller than the stacking height (h) of the bottle (1).

Inventors:
BARTHEL, Wolfgang (Schlieperstrasse 23a, Langenfeld, 40764, DE)
MÜHLHAUSEN, Hans-Georg (Schimmelpfennigstr. 61, Düsseldorf, 40597, DE)
REIMANN, Matthias (Urdenbacher Allee 51, Düsseldorf, 40593, DE)
Application Number:
EP2007/056427
Publication Date:
April 24, 2008
Filing Date:
June 27, 2007
Export Citation:
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Assignee:
HENKEL KOMMANDITGESELLSCHAFT AUF AKTIEN (Henkelstr. 67, Düsseldorf, 40589, DE)
BARTHEL, Wolfgang (Schlieperstrasse 23a, Langenfeld, 40764, DE)
MÜHLHAUSEN, Hans-Georg (Schimmelpfennigstr. 61, Düsseldorf, 40597, DE)
REIMANN, Matthias (Urdenbacher Allee 51, Düsseldorf, 40593, DE)
International Classes:
B65D1/02; B65D51/24; B65D1/02; B65D51/24
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Claims:

Patentansprϋche:

1. Flasche (1 ), insbesondere für ein fließ- oder streufähiges Produkt, umfassend

• einen Boden (3),

• einen Rumpf (2),

• eine Flaschenöffnung (4) zum Befüllen und/oder Entleeren der Flasche (1),

wobei die Flaschenöffnung (4) von einem sich zur öffnung hin verjüngendem Flaschenhals (4a) der Flasche (1) ausgeformt ist,

und der Querschnitt des Bodens (3) größer ist als der Querschnitt der Flaschenöffnung (4)

• einem Griff (6), der der Flaschenöffnung (4) im Wesentlichen gegenüberliegt,

wobei der Griff (6) derart aus dem Rumpf (2) geformt ist, dass der Griff (6) eine mit dem Rumpf (2) kommunizierende Kammer (6') zur Aufnahme von Produkt bildet,

• sowie einem an der Flasche (1 ) angeordneten Funktionselement (7), dessen Stauchwiederstand kleiner ist als der Stauchwiederstand des Behältnisses (1 ) dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement (7), derart auf der dem Boden (3) gegenüberliegenden Flaschenoberfläche zwischen der Flaschenöffnung (4) und dem Griff (6) angeordnet ist, dass die lichte Höhe (h ' ) des auf der Flasche (1) angeordneten Funktionselements (6) kleiner ist als die Stapelhöhe (h) der Flasche (1 ).

2. Flasche nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement (7) lösbar an der Flasche (1 ) angeordnet ist.

3. Flasche nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement (7) als Dosierkugel, Befüll- oder Entnahmevorrichtung, Reinigungsvorrichtung, Duftabgabevorrichtung, Zusatzbehältnis oder aus einer beliebigen Kombination der vorgenannten Elemente ausgebildet ist.

4. Flasche nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen öffnung (4) und Griff (6) ein zapfenförmiges Verbindungselement zur kraft- und/oder formschlüssigen Fixierung des Funktionselements (7) angeordnet ist.

5. Flasche nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flasche (1 ) einstückig mittels eines Blasformverfahrens gebildet ist.

6. Flasche nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flasche als Zweikammerflasche ausgebildet ist.

7. Versandverpackung umfassend einen Boden eine Mantelfläche, eine Decke sowie eine öffnung, die insbesondere durch Heraustrennen zumindest eines Teils der Mantelfläche und/oder Decke ausbildbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Versandverpackung wenigstens eine Flasche nach Anspruch 1 derart umschließt, dass die Decke der Versandverpackung auf dem Verschluss der Flasche aufliegt.

Description:

Flasche mit Griff und Funktionselement

Die Erfindung betrifft eine Flasche mit einem Griff und einem an der Flasche angeordneten Funktionselement für ein fließ- oder streufähiges Produkt, insbesondere für die Verpackung von Füllgütern aus der Gruppe der Textilwasch,- reinigungs- und -Pflegemittel, Geschirrspülmittel, Körperpflegemittel, Pharmazeutika, Agrarhilfsmittel, Baustoffe, Farbstoffe, Klebstoffe oder Lebensmittel und bezieht sich auf eine optimierte Stapelbarkeit derartiger Flaschen.

Stand der Technik

Es besteht seit langem ein Bedürfnis darin, Produkte individualisieren zu können. Ein besonders geeignetes Medium zur Individualisierung eines Produktes stellt seine Verpackung dar, da diese die unmittelbare Schnittstelle zwischen Verbraucher und Produkt ausbildet. Daher ist es wünschenswert, Mittel zur Individualisierung oder weiteren Funktionalisierung eines Produktes unmittelbar mit der Verpackung eines Produktes zu koppeln.

Es existieren im Stand der Technik eine Reihe von bekannten Ansätzen, eine Verpackung zu Funktionalisieren. So ist es beispielsweise bekannt, Lufterfrischer an einer Verpackung anzuordnen, die dann eine Beduftung der Umgebung des Behältnisses, wie beispielsweise in einem Schrank oder in einem Badezimmer, bewirken.

Eine derartige Flasche auf deren öffnung ein Schraubverschluss mit einer zusätzlichen, Duftstoff enthaltenden Kammer angeordnet ist, ist beispielsweise in WO2004/084660 offenbart.

Es ist ferner bekannt, Dosierkugeln, insbesondere bei Flüssigwaschmitteln, an einem Behältnis anzuordnen. Diese Dosierkugeln werden üblicherweise durch

den Verbraucher vom Behältnis gelöst, mit dem Flüssigwaschmittel befüllt und zur Anwendung in die Waschtrommel einer Waschmaschine gegeben.

üblicherweise sind diese Dosierkugeln auf der Verschlussöffnung eines Behältnisses angeordnet, so dass sich hierdurch die Gesamthöhe des Behältnisses vergrößert. Des weiteren müssen derartige Dosierkugeln derart ausgeführt sein, dass sie den Stauchwiederstand des Behältnisses nicht derart verringern, dass eine ausreichende Staplung der Behältnisse übereinander verhindert wird.

Hierdurch sind die entsprechenden Dosierkugeln oft aus einem stabilen, haptisch sehr hart wirkenden Material gefertigt. Daher gibt es beispielsweise Bestrebungen, derartige Dosierkugeln mit so genannten Soft-Feel Oberflächen zu versehen, um damit zum einen ein haptisch angenehmeres Gefühl beim Verbraucher zu bewirken und zum anderen die Geräuschentwicklung durch die Dosierkugel in der Wäschetrommel zu reduzieren.

Aufgabe der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Flasche zu entwickeln, die es erlaubt, ein Funktionselement am Behältnis derart anzuordnen, dass die Stapelfähigkeit der Behältnisse nicht negativ beeinflusst wird.

Die Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Durch die erfindungsgemäße Konfiguration von Flaschenöffnung, Griff und Funktionselement wird bewirkt, dass beim Aufeinanderstapeln der Flaschen der Stapeldruck vollständig über die öffnung der Flasche und den Flaschenhals in den Rumpf der Flasche abgeleitet werden. Der Kraftfluss wird vollständig an dem an der Flasche angeordneten Funktionselement vorbei geleitet.

Vorteile der Erfindung sind, dass die Stabilität des Behältnisses, insbesondere der Stauchwiederstand, durch die erfindungsgemäße Anordnung des Funktionselements nicht beeinträchtigt wird.

Hierdurch können die üblichen Stapelhöhen des Behältnisses gleichgehalten werden, unabhängig davon, ob ein Funktionselement am Behältnis angeordnet ist oder nicht. Ferner ist es mit der erfindungsgemäß ausgestalteten Flasche nicht notwendig, die Stabilität einer Transportverpackung, beispielsweise Kartonagen in denen eine Mehrzahl der Flaschen angeordnet ist, zu erhöhen.

Ferner müssen die Höhen von Sammelverpackungen für die einzelnen Behältnisse, wie z.B. Transportkartons, nicht angepasst werden.

Des Weiteren wird es nun ermöglicht, für das Funktionselement weichere Materialien zu verwenden, da dass Funktionselement keinen negativen Einfluss auf den Stauchwiederstand ausübt. So kann nun beispielsweise das Funktionselement als Schwamm ausgeführt sein oder aber als eine aus TPE hergestellte Dosierkugel für Flüssigwaschmittel, so dass Beschädigungen von Textilien oder laute Geräusche von Dosierkugeln, wie sie heute auf Grund der harten Oberflächen üblich sind, vermeidbar werden.

Flasche

Eine Flasche im Sinne dieser Anmeldung ist ein verschließbares, im wesentlichen formstabiles Behältnis zur Aufnahme eines fließ- oder schüttfähigen Produktes, welches ein durch einen Boden und einen Mantel geformtes Füllvolumen umfasst, wobei das Füllvolumen durch eine durch den Mantel in Gestalt eines sich zur öffnung hin verjüngenden Flaschenhalses ausgeformte öffnung befüll- bzw. entleerbar ist, wobei der Querschnitt des Bodens größer ist als der Querschnitt der öffnung.

- A -

Die erfindungsgemäße Flasche weist ein Füllvolumen zwischen 50ml und 5.000ml, bevorzugt zwischen 250ml und 3.000ml, besonders bevorzugt zwischen 500ml und 2.700ml auf.

Die Flasche ist vorzugsweise aus einem Kunststoff geformt. Es ist jedoch auch möglich, die Flasche insbesondere bei Unverträglichkeit von Kunststoff mit dem in der Flasche abzufüllenden Produkt, aus einem anderen Material, wie beispielsweise Glas, Metall, Keramik oder beliebigen Kombinationen hiervon zu bilden.

Ferner kann die Flasche wie ein „TetraPak" ® auch aus Pappe, Karton und Verbundstoffen gefertigt sein. Ferner ist es auch denkbar, die Flasche als dünnwandige Kunststoffleichtflasche auszuformen, wobei die Flasche in einem Karton gehalten und gestützt wird.

Die Wandstärke der Flasche ist so gewählt, dass die Flasche im Wesentlichen formstabil ist. In einer Ausführungsform der Flasche können die Wände bzw. die Mantelfläche elastisch verformbar sein, um einen Druck auf die in der Flasche befindlichen Produkte auszuüben und hierdurch die Abgabe von Produkt aus dem Behältnis zu unterstützen.

Die Flasche kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung auch als Zwei- oder Mehrkammerbehältnis ausgebildet sein. Vorteilhafter Weise beinhalten die Kammern dann jeweils voneinander verschiedene Produkte. So ist es beispielsweise möglich, in einer Kammer ein flüssiges Produkt und in einer weiteren Kammer ein granuläres Produkt zu bevorraten. Weitere denkbare Kombinationen sind in folgender Tabelle aufgeführt:

Vorteilhafter Weise ist die Flasche aus einem entsprechenden Preform in einem Blasformverfahren einstückig herstellbar. Der Handgriff wird in dem Blasformverfahren integral aus dem Rumpf der Flasche geformt. Hierdurch ist die Flasche mit Handgriff in nur einem Herstellungsschritt formbar. Es ist jedoch auch möglich, die Flasche mittels jedem anderen, dem Fachmann als geeignet erscheinenden Fertigungsverfahren herzustellen.

Die erfindungsgemäße Flasche eignet sich insbesondere zur Befüllung, Lagerung, Transport und Abgabe von fließ- oder streufähigen Produkten, insbesondere für Füllgüter aus der Gruppe der Textilwasch,- reinigungs- und - Pflegemittel, Geschirrspülmittel, Körperpflegemittel, Pharmazeutika, Agrarhilfsmittel, Baustoffe, Farbstoffe, Klebstoffe oder Lebensmittel.

Handgriff

Ein Handgriff im Sinne dieser Anmeldung ist eine als Teil der Flasche ausgeformte Tragevorrichtung, die ein zumindest teilweises Umgreifen durch die Hand des Benutzers zum erleichterten Transport und Handhabung der Flasche erlaubt, wobei der Griff eine mit dem Rumpf der Flasche kommunizierende Kammer zur Aufnahme von Produkt bildet.

Der Handgriff kann stiel- oder bügeiförmig ausgeformt sein. Bei einem stielförmigen Handgriff weist die mit dem Rumpf der Flasche kommunizierende Kammer eine Verbindungsöffnung zwischen Rumpf und Kammer auf, während bei einem bügeiförmigen Handgriff zwei Verbindungsöffnungen zwischen Rumpf und Kammer gebildet sind.

Zur Verbesserung der Handhabung während des Befüllvorganges der Flasche ist der Handgriff vorteilhaft derart gestaltet, dass durch ein Kippen der Flasche auf den Griff, die Flasche von einer ersten Standlage in eine zweite Befülllage positionierbar ist.

In der Befülllage der Flasche bildet der übergang zwischen Boden und dem unteren Teil des Rumpfes der Flasche einen Dreh- bzw. einen ersten Stützpunkt, wobei der Griff einen zweiten Stützpunkt der Flasche auf einer horizontale Fläche bildet.

Um eine gute Befüllbarkeit der Flasche, insbesondere der kommunizierenden Kammer, zu gewährleisten, weist das Verhältnis der Flächenmaße der Projektionsflächen des aus dem Rumpf geformten Griffs und der öffnung in gekippter, sich auf den Griff abstützender Position der Flasche einen Wert von mindestens 0,8 auf.

Das Verhältnis von Volumen des Rumpfes zu dem Volumen des Griffs beträgt größer als 5, wodurch zusätzlich sicher gestellt ist, dass ein Herausschwappen beim Ausgießen von Produkt aus dem Griffvolumen keine negative Auswirkung auf die Ausgießcharakteristik der Flasche hat, da dann das Rumpfvolumen über die notwendige Pufferkapazität verfügt, um ein Durchschlagen des Herausschwappens von Produkt aus dem Griffvolumen zur Produktabgabeöffnung der Flasche zu verhindern.

Funktionselement

Ein Funktionselement im Sinne dieser Anmeldung stellt eine Vorrichtung dar, die physisch in lösbarer oder unlösbarer Weise an der Flasche fixierbar oder an der Flasche ausgeformt ist und dem Benutzer wenigstens eine zusätzliche Funktion bereitstellt, welche üblicherweise nicht durch Flaschen als Solche realisiert ist.

Diese Funktion kann sich vorteilhafter Weise auch aus einem Zusammenwirken von Funktionselement und in der Flasche befindlichem Produkt ergeben.

Ein Funktionselement kann insbesondere ausgebildet sein als:

• Dosiervorrichtung, beispielsweise als Dosierer, Dosierkappe, Flüssigdosierer, Dosierkugel, Dosierpumpe, Sprühkappe, Sprühkopf, Zerstäuber und dergleichen,

• Befüll- oder Entnahmevorrichtung

• Duftabgabevorrichtung,

• Reinigungsvorrichtung, beispielsweise als Schwamm oder Bürste und/oder

• Zusatzbehältnis wobei dieser beispielsweise Wasch-, Reinigungs- und/oder Zusatzstoffe wie etwa Weichspüler, Entkalker, Duftstoffe, Bleichmittel enthalten kann.

Dosierkugel

Eine Dosierkugel im Sinne dieser Anmeldung ist ein im wesentlichen globulärer Körper mit wenigstens einer öffnung zum Befüllen oder Entleeren des Körpers, der dazu dient, eine definierte Portionsmenge eines Wasch- oder Reinigungsmittelproduktes aus einem größeren Gebinde zu dosieren. Hierzu sind üblicherweise Maßeinheiten, beispielsweise in Form von Messstrichen, an der Dosierkugel vorgesehen.

Die Dosierkugel kann derart ausgeformt sein, dass sie gemeinsam mit dem zu dosierenden Gut in die Trommel einer Waschmaschine gegeben oder dass das zu dosierende Gut aus der Dosierkugel in die Dosierschublade der Waschmaschine gegeben wird.

Die Dosierkugel ist üblicherweise aus einem Kunststoffmaterial geformt. üblicherweise werden derartige Dosierkugeln auf dem Verschluss von Kunststoffflaschen der vorbeschriebenen Art lösbar angeordnet.

Aus Gründen der Materialersparnis weist eine Dosierkugel Wandstärken auf, die der Dosierkugel zwar eine im wesentlichen formstabile Gestalt geben, doch weisen die Dosierkugeln der vorgenannten Art einen Stauchdruckwiderstand auf, der regelmäßig wesentlich geringer ist, als der Stauchdruckwiderstand einer Wasch- oder Reinigungsmittel enthaltenen Kunststoffflasche, so dass die realisierbaren Stapelhöhen derartiger Gebinde deutlich sinkt.

Will man die Stapelhöhen beibehalten, ist es notwendig, dass die Dosierkugel einen Stauchdruckwiderstand aufweist, der in etwa dem der Kunststoffflasche entspricht auf dem die Dosierkugel fixiert ist. Dies geschieht üblicherweise über eine Verstärkung der Dosierkugelwände was zu zusätzlichem Materialeinsatz und somit zu einem höheren Gewicht und höheren Herstellungskosten führt.

Gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung ist es nunmehr möglich, eine Dosierkugel materialsparend herzustellen und an einer Kunststoffflasche anzuordnen, ohne den Stauchdruckwiderstand der Flasche herabzusetzen.

Eine Dosierkugel kann beispielsweise ganz oder teilweise aus einem TPE gebildet sein. Die Dosierkugel kann ferner ein zusätzliches Auftragelement zum Aufbringen und Verteilen von Produkt beispielsweise in Form einer Walze oder Kugel aufweisen.

Befüll- oder Entnahmevorrichtung

Eine erfindungsgemäße Befüll- oder Entnahmevorrichtung stellt wenigstens eine zweite mit einem Verschluss verschließbare öffnung an der Flasche dar.

Heutige Flaschen, insbesondere für schütt- oder fließfähige Wasch- oder Reinigungsmittel verfügen über eine, üblicherweise am Flaschenhals ausgebildete, Entnahme- bzw. Aussgießöffnung. Um ein genaues Dosieren und eine gute Ausgießcharakteristik zu gewährleisten weisen derartige Ausgießöffnungen einen vergleichsweise geringen öffnungsquerschnitt auf. Es ist ersichtlich, dass ein Nachfüllen dieser Behältnisse durch diese öffnungen somit schwierig und für den Benutzer inkonvinient ist.

Besonders vorteilhaft ist es daher, erfindungsgemäß als zusätzliches Funktionselement eine Befüll- oder Entnahmevorrichtung als eine verschließbare öffnung auszubilden, die einen größeren öffnungsquerschnitt aufweist als die Ausgussöffnung der Flasche. Durch diese hauptsächlich als Refill-öffnung ausgestaltete Befüll- oder Entnahmehilfe wird insbesondere ein deutlich vereinfachtes Nachfüllen von Produkt durch diese Befüll- oder Entnahmevorrichtung in die Flasche realisiert.

In einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung ist die Flasche als Zwei- oder Mehrkammerbehältnis ausgebildet. Besonders günstig ist es dabei, eine erste Kammer zur Aufnahme eines flüssigen Produktes und eine weitere Kammer zur Aufnahme eines granulären Produktes vorzusehen, wobei die erfindungsgemäße Befüll- oder Entnahmevorrichtung der vorbezeichneten Art an der Kammer, welche das granuläre Produkt beinhaltet, angeordnet ist. Hierdurch wird eine konviniente Entnahme von granulärem Produkt aus einer öffnung mit größerem Querschnitt und von flüssigem Produkt aus der öffnung mit kleinerem Querschnitt ermöglicht.

Reiniqunqsvorrichtunq

Eine Reinigungsvorrichtung im Sinne dieser Anmeldung ist eine Vorrichtung die geeignet ist, Schmutzstoffe unter Einwirkung physikalischer Kräfte zumindest teilweise von oder aus einer Oberfläche zu lösen bzw. zu entfernen.

Reinigungsvorrichtungen dieser Art umfassen beispielsweise Schwämme oder

Bürsten.

Unter dem Begriff Schwämme werden neben natürlichen Schwämmen auch offen oder geschlossenzellige poröse Kunststoffmaterialen verstanden.

Duftabgabevorrichtung

Eine Duftgabeabgabevorrichtung ist ein erfindungsgemäßes Funktionselement, dass geeignet ist, einen Duftstoff zu bevorraten oder aufzunehmen und an die Umgebung abzugeben.

Der durch eine Duftabgabevorrichtung emittierte Duftstoff kann den Dufteindruck der in der Flasche befindlichen Produkte wiedergeben. Ferner ist es möglich, dass die Duftabgabevorrichtung als Lufterfrischer ausgebildet ist. Des Weiteren ist es denkbar, dass die Duftabgabevorrichtung Duftstoff enthält und derart ausgebildet ist, dass der Duftstoff den in der Flasche befindlichen Produkten zudosiert werden kann.

Zusatzbehältnis

Ein Zusatzbehältnis ist ein erfindungsgemäßes Funktionselement, dass geeignet ist, ein mit dem in der Flasche bevorratenden Produkt in Zusammenhang stehendes weitere Produkt wie beispielsweise Wasch-, Reinigungs- und/oder

Zusatzstoffe wie etwa Weichspüler, Entkalker, Duftstoffe, Bleichmittel aufzunehmen.

Auch sind Kombinationen der genannten Gruppen von Funktionselementen denkbar. So könnte beispielsweise eine Dosierkugel an ihrer äußeren Oberfläche zumindest abschnittsweise einen oder mehrere Schwämme und oder Bürsten aufweisen.

Verfahren zum Befüllen der Flasche

Zum Befüllen der Flasche mit Produkt wird die Flasche zunächst durch ein Kippen auf den Griff von einer ersten Standlage in eine zweite Befülllage positioniert. Dies kann beispielsweise automatisch in einer hierfür vorgesehenen

Handhabungseinheit wie einem Transportschuh geschehen. In der Befülllage der Flasche bildet der übergang zwischen Boden und dem unteren Teil des Rumpfes der Flasche einen Dreh- bzw. einen ersten Stützpunkt wobei der Griff einen zweiten Stützpunkt der Flasche auf einer horizontale Fläche bildet.

Durch das Kippen der Flasche wird eine gute und rasche Befüllbarkeit des Handgriffs realisiert.

In einem weiteren Verfahrensschritt wird die in der Befülllage positionierte Flasche mit Produkt gefüllt. Abschließend wird die Flasche aus der Befülllage zurück in die Standlage geführt.

Versandverpackung

Es ist von Vorteil, eine Mehrzahl von erfindungsgemäßen Flaschen in Versandverpackungen, wie etwa Transportkartons, zu Lagern und/oder zu Transportieren. Eine Versandverpackung umfasst einen Boden eine Mantelfläche, eine Decke sowie eine öffnung, die insbesondere durch Heraustrennen zumindest eines Teils der Mantelfläche und/oder Decke ausbildbar ist, wobei die Versandverpackung eine Flasche derart umschließt, dass die Decke auf dem Verschluss der Flasche aufliegt

Bezuqszeichen

1 Flasche

2 Rumpf

3 Boden

4 öffnung

4a Flaschenhals

5 Verschluss

6 Griff

7 Funktionselement

8 Befestigungsmittel (Funktionselement)

9 Befestigungsmittel (Flasche) h Stapelhöhe der Flasche h ' Lichte Höhe des Funktionselements

Die Erfindung wird anhand des nachfolgenden Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigt:

Fig.1 Flasche in Seitenansicht

Die Flasche 1 weist einen Rumpf 2 und einen Boden 3 auf, wobei der Querschnitt des Bodens 3 größer ist, als der Querschnitt der Flaschenöffnung 4. Der Boden 3 verläuft horizontal.

Integral aus dem Rumpf 2 der Flasche 1 erstreckt sich in Richtung der Flaschenöffnung 4 hin ein verjüngender Flaschenhals 4a. Die öffnung 4 kann mit einer Abrisskante versehen sein, die eine tropffreie Produktabgabe aus der Flasche 1 erlaubt. Die öffnung 4 der Flasche 1 ist durch einen lösbaren Verschluss 5, beispielsweise durch einen Schraubverschluss, verschlossen.

Der Verschluss 5 kann in dergestalt ausgebildet sein, dass der Verschluss 5 unter einer von oben auf den Verschluss 5 gerichteten Krafteinwirkung, wie sie üblicherweise beim Stapeln von Gebinden übereinander auftreten, dichtend gegen die öffnung 4 der Flasche 1 gedrückt wird.

Das Volumen des Verschlusses 5 ist deutlich kleiner als das Volumen einer an der Flasche 1 fixierten Dosierkugel, wodurch verhindert wird, dass der Benutzer den dafür nicht vorgesehenen Verschluss 5 zur Dosierung von Produkt verwendet.

Aus dem Rumpf 2 ist integral ein Griff 6 geformt, der eine mit dem Rumpf 2 kommunizierende Kammer zur Aufnahme eines Produkts bildet. Der Griff 6 und die öffnung 4 liegen sich im Wesentlichen gegenüber. Der Querschnitt des Griffs

6 verjüngt sich zum Griffboden hin. Die Länge des Griffs 6 ist so gewählt, dass ein Benutzer den Griff 6 mit einer Hand umschließen kann.

Zwischen der öffnung 4 und dem Griff 6 ist, wie in Fig.1 gezeigt, ein Funktionselement, beispielsweise eine Dosierkugel angeordnet. Die Dosierkugel ist lösbar kraft- und/oder formschlüssig mit der Flasche 1 verbunden.

Die Flasche 1 weist ein erstes Befestigungsmittel 9 an der Flasche 1 auf, das mit einem zweiten Befestigungsmittel 8 des Funktionselements 7 derart zusammenwirkt, dass eine lösbare kraft oder formschlüssige Verbindung zwischen Funktionselement 7 und Flasche 1 ausgebildet ist.

Beispielsweise kann das erste Befestigungsmittel 9 als Zapfen ausgebildet sein, auf dem das Funktionselement 7 mit seiner kommunizierenden öffnung 8 kraftschlüssig aufgesteckt werden und so lösbar fixiert werden kann.

Alternativ können an dem Zapfen 9 und der öffnung 8 der Dosierkugel 7 kommunizierende Schraubgewinde ausgebildet sein.