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Patent Searching and Data


Title:
BOWDEN CABLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/185244
Kind Code:
A1
Abstract:
A device (1) for transmitting a tensile force, in particular for a braking device of a bicycle, comprises a tractive means (40), which is guided in a tractive means sheath (30), and an adjusting means (60) for adjusting the position of the tractive means sheath (30). For said device, the effective axis of the adjusting means (60) is different from the effective axis of the tractive means (40).

Inventors:
KOLLER, Stefan (Schmiedweg 11, Biel/Bienne, CH-2503, CH)
Application Number:
CH2013/000095
Publication Date:
December 19, 2013
Filing Date:
June 07, 2013
Export Citation:
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Assignee:
KOLLER, Stefan (Schmiedweg 11, Biel/Bienne, CH-2503, CH)
International Classes:
B60T7/10; B60T11/06; F16C1/22
Foreign References:
US4838109A1989-06-13
DE202010005549U12011-10-13
DE102009052175A12011-05-19
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
STÄBLER, Roman et al. (Keller & Partner Patentanwälte AG, Schmiedenplatz 5Postfach, Bern 7, CH-3000, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung ( 1 ) zur Übertragung einer Zugkraft, insbesondere für eine Bremseinrichtung eines Fahrrads, umfassend ein Zugmittel (40), welches in einer Zugmittelhülle (30) geführt ist, und ein Stellmittel (60) zum Einstellen einer Position der Zugmittelhülle (30), dadurch gekennzeichnet, dass eine Wirkachse des

Stellmittels (60) von einer Wirkachse des Zugmittels (40) verschieden ist.

2. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkachse des Stellmittels (60) und die Wirkachse des Zugmittels (40) einen Winkel zwischen 10° und 80°, vorzugsweise zwischen 30° und 70° einschliessen. 3. Vorrichtung ( 1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (40) als Zugkabel ausgebildet ist.

4. Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (60) mit einer Stirnseite der Zugmittelhülle (30) zusammenwirkt.

5. Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (60) als Einstellschraube (60) ausgebildet ist.

6. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (60) einen Führungskanal (50), insbesondere eine Führungshülse (50), mit Innengewinde (52) für die Einstellschraube (60) umfasst.

7. Vorrichtung ( 1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (60) einen mit der Zugmittelhülle (30) verbundenen Stift (33) umfasst, welcher zumindest teilweise innerhalb des Führungskanals (50) geführt ist und mit der Einstellschraube (60) zusammenwirkt.

8. Bremsanordnung für ein Fahrrad, umfassend eine Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Stellmittel (60) mit einem Lenker oder Griffkörper (1 1 ) und das Zugmittel (40) mit einem Bremshebel (20) verbunden sind.

Description:
Bowdenzug

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übertragung einer Zugkraft umfassend ein Zugmittel, welches in einer Zugmittelhülle geführt ist, und ein Stellmittel zum Einstellen einer Position der Zugmittelhülle. Stand der Technik

Bowdenzüge dienen zum Übertragen von mechanischen Bewegungen, insbesondere einer Zugkraft, mittels eines in einer Zugmittelhülle geführten Zugmittels. Einseitig ist das Zugmittel mit dem zu bewegenden Maschinenteil, zum Beispiel einer Bremse eines Fahrrads oder einem Gashebel eines Motors und mit dem anderen Ende mit einem Betätigungshebel, zum Beispiel einem Bremshebel, Kupplungshebel, Gaspedal etc. verbunden. Die Zugmittelhülle wirkt als mechanische Führung des Zugs und als Gegenlager für die übertragenen Zugkräfte. Damit kann der Bowdenzug Kräfte auch über Biegungen übertragen. Die Zugmittelhülle schützt das Zugmittel vor äußeren Beschädigungen, verhindert das Eindringen von Staubpartikeln oder Feuchtigkeit und sorgt so dafür, dass die Funktion des Zugs durch mechanische Reibung oder Rost nicht beeinträchtigt wird. Abschnittsweise (auf geradlinig verlaufenden Teilstücken) kann die Zugmittelhülle auch unterbrochen sein. So wird zum Beispiel bei Bremseinrichtungen von Fahrrädern zur Minderung der Reibungskräfte und Gewichtseinsparung eine Zugmittelhülie oft nur für den flexiblen Übergang vom Lenker zum Rahmen, zur Führung um gekrümmte Abschnitte herum sowie für die direkte Zuführung zu Bremse oder Schaltwerk verwendet. Die Teilstücke der Zugmittelhülle werden dabei am Rahmen zum Beispiel in entsprechende Aufnahmeösen eingehängt, welche die auftretenden Druck- und Zugkräfte aufnehmen. Für die Justierung der Bowdenzüge sind verschiedene Mittel bekannt. In einer ersten Variante kann die Zugmittelhülle an den gegenüberliegenden Enden fest mit der Maschine, zum Beispiel einem Maschinenrahmen, einem Fahrradrahmen, einer Fahrzeugkarosserie, verbunden sein, womit die Zugmittelhülle ausschliesslich zur Führung des Zugmittels dient. Eine Justierung erfolgt dabei direkt an dem Betätigungshebel oder dem zu bewegenden Maschinenteil. Dazu umfasst das Zugmittel typischerweise einseitig einen Nippel, welcher zum Beispiel in einer Gabel eingehängt, angeschraubt, angelötet oder sonst wie am Betätigungshebel respektive am Maschinenteil befestigt wird. Das Andere Ende wird nun über das Zugmittel selbst am Maschinenteil respektive Betätigungshebel zum Beispiel kraftschlüssig festgeklemmt, insbesondere festgeschraubt. Eine Justierung erfolgt nun, indem die kraftschlüssige Festklemmung in Längsrichtung des Zugmittels variiert wird. Diese Justierung hat den Nachteil, dass das Zugmittel einseitig gelöst werden muss, so dass die Justierung relativ umständlich ist.

Dieses Problem wurde bislang dadurch gelöst, dass eine aktive Länge der Zugmittelhülle variiert wird. Dazu umfasst die Zugmittelhülle einseitig eine Einstellschraube mit zentraler Bohrung für das Zugmittel. Die Zugmittelhülle ist einseitig über die Einstellschraube und anderseitig über die Hülle selbst mit der Maschine verbunden. Durch eine Drehung der Einstellschraube kann damit die aktive Länge der Zugmittelhülle variiert werden, ohne dass das Zugmittel vom Betätigungsheben respektive vom zu bewegenden Maschinenteil gelöst werden muss.

Bei bekannten Bremseinrichtungen von Fahrrädern weist die Einstellschraube zum Einstellen des Abstandes der Bremsklötze zur Radfelge eine durchgehende Bohrung für den Bremszug und eine nicht durchgehende Bohrung für die Bremszugaussenhülle auf. Durch die durchgehende Bohrung der Einstellschraube wird der Bremszug geführt. Die Bremszugaussenhülle wird bis zum Anschlag in die nicht durchgehende Bohrung gesteckt. Wird die Einstellschraube aus dem Gewinde gedreht, verschiebt sich die Bremszugaussenhülle zurück. Geht die Bremszugaussenhülle zurück braucht es auch die entsprechende Länge Bremszug und in der Folge gehen die Bremsklötze in Richtung der Radfelge. Wird die Einstellschraube in das Gewinde gedreht, verschiebt sich die Bremszugaussenhülle nach vorne, die entsprechende Länge des Bremszugs wird frei und die Bremsklötze werden von der Radfelge weggezogen. Diese Art der Einstellschraube ist oft direkt an der Bremse angebracht.

Die Einstellschraube kann neben der durchgehenden Bohrung für den Bremszug auch eine nicht durchgehende Bohrung für den Nippel des Bremszugs enthalten. In diesem Falle wird mit der Einstellschraube der Nippel des Bremszugs zurückgezogen, falls die Einstellschraube aus dem Gewinde gedreht wird oder der Nippel wird nach vorne verschoben, falls die Einstellschraube in das Gewinde gedreht wird. Wird der Nippel nach vorne verschoben gehen die Bremsklötze von der Radfelge weg. Wird der Nippel zurückgezogen, verschieben sich die Bremsklötze näher zur Radfelge. Diese Lösungen haben den Nachteil, dass die Justierung nicht hinreichend ergonomisch ausführbar ist.

Darstellung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, eine dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörende Vorrichtung zur Übertragung einer Zugkraft zu schaffen, welche einfach justierbar ist.

Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der Erfindung ist eine Wirkachse des Stellmittels von einer Wirkachse des Zugmittels verschieden. Diese Lösung hat den Vorteil, dass das Stellmittel variabel positioniert werden kann. Durch das Stellmittel soll nämlich gewährleistet werden, dass zumindest ein Abschnitt der Zugmittelhülle derart umpositioniert werden kann, so dass sich für das Zugmittel eine Weglängenänderung ergibt. Die Zugmittelhülle ist dazu über ein erstes Ende fixiert. Das andere Ende ist nicht fixiert, sondern durch das Stellmittel bewegbar ausgebildet. Durch ein Verschwenken, verbiegen oder anderweitige Deformation der Zugmittelhülle kann nun eine Weglänge für das Zugmittel variiert werden. Dem Fachmann ist klar, dass die Zugmittelhülle auch in einem mittleren Bereich statt über das erste Ende fixiert sein kann. Damit würde sich lediglich der beeinflussbare Abschnitt der Zugmittelhülle verkürzen. Ebenso muss nicht zwingend das zweite Ende der Zugmittelhülle mit dem Stellmittel zusammenwirken - es ist auch denkbar, dass das Stellmittel mit einem mittleren Bereich der Zugmittelhülle zusammenwirkt. Es ist lediglich zu beachten, dass das Stellmittel mit der Zugmittelhülle zwischen dem Fixierpunkt der Zugmittelhülle und einem freien zweiten Ende der Zugmittelhülle zusammenwirkt, so dass die Weglänge des Zugmittels effektiv mit dem Stellmittel beeinflussbar ist. Ein zweites Ende des Zugmittels ragt aus einem zweiten, dem ersten gegenüberliegenden Ende der Zugmittelhülle hinaus und ist vorzugsweise mit einem Maschinenteil verbunden. Der Maschinenteil kann als Betätigungselement (z.B. Bremshebel) oder als zu bewegendes Maschinenteil (Hebel des Bremsklotzes) vorliegen. Da das Zugmittel typischerweise flexibel ist, muss es nicht zwingend zwischen dem zweiten Ende der Zugmittelhülle und dem Maschinenteil, mit welchem das zweite Ende des Zugmittels verbunden ist, geradlinig sein, sondern kann durchaus eine oder mehrere Biegungen durchlaufen. Diese Biegungen können als Umlenkungen, zum Beispiel Umlenkrollen oder lediglich Umlenkachsen vorliegen.

Die Wirkachse des Zugmittels kann je nach dem, ob die Vorrichtung betätigt ist oder nicht, unterschiedlich orientiert sein, insbesondere wenn das Zugmittel mit dem zweiten Ende mit einem Hebel, zum Beispiel einem Bremshebel oder dergleichen, verbunden ist. Bei der nachfolgenden Beschreibung wird jeweils vorausgesetzt, dass die Vorrichtung in mindestens einer Betätigungsposition die geforderte Beziehung zwischen der Wirkachse des Zugmittels und der Wirkachse des Stellmittels erfüllt.

Die Wirkachse des Zugmittels ist vorliegend definiert als Tangente am Zugmittel, beim Angriffspunkt des Stellmittels an der Zugmittelhülle, in welcher das Zugmittel geführt ist.

Das Stellmittel ist in eine Richtung bewegbar, so dass die Position der Zugmittelhülle durch das Stellmittel eingestellt werden kann. Die Wirkachse des Stellmittels entspricht der Bewegungsrichtung des Stellmittels, respektive einem translatorischen Anteil der Bewegung, falls es sich beim Stellmittel um eine Schraube oder dergleichen handelt.

Eine Wirkachse ist vorliegend als Einheitsvektor mit einem definierten Angriffspunkt zu verstehen, so dass parallele Wirkachsen nicht zwingend identisch sein müssen. Des Weiteren wird ein Vektor v nicht von einem Vektor -v unterschieden, da diese lediglich entlang derselben Geraden entgegengesetzt sind.

Unter dem Begriff „unterschiedlich" wird verstanden, dass sich die Wirkachsen in mindestens einer Eigenschaft unterscheiden, wobei die Eigenschaften gemäss der Definition der Wirkachsen als Angriffspunkt und Richtung vorliegen, wobei bei der Richtung unterschiedliche Vorzeichen der Vektoren nicht berücksichtig werden. Damit wird durch das Merkmal„unterschiedlich" im Wesentlichen eine koaxiale Orientierung der Wirkachsen ausgeschlossen. Als unterschiedliche Wirkachsen sind nicht abschliessend folgende zu verstehen: 1 . Zwei zueinander parallele, aber nicht koaxiale Wirkachsen, da diese unterschiedliche Angriffspunkte aufweisen.

2. Zwei sich schneidende, aber nicht parallele Wirkachsen, da diese sich in der Richtung unterscheiden. 3. Zwei zueinander windschiefe Wirkachsen, da sie sich sowohl in der Richtung wie auch im Angriffspunkt unterscheiden.

Vorzugsweise ist die erfindungsgemässe Vorrichtung in einer Bremsanordnung für ein Fahrrad vorgesehen, wobei das Stellmittel mit einem Lenker, respektive über den Griffkörper am Lenker, und das Zugmittel mit einem Bremshebel verbunden sind. Das erste Ende der Zugmittelhülle ist vorzugsweise mit dem, respektive zum Fahrradrahmen fixiert, so dass durch die Positionierung des zweiten Endes der Zugmittelhülle eine Weglänge für das Zugmittel geändert werden kann.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird mit dem Stellmittel, insbesondere einer Einstellschraube, der Abstand der Bremsklötze zur Radfelge eingestellt. In dieser Ausführungsform wird der Bremszug damit nicht, wie üblich, durch die Einstellschraube geführt. Die Einstellschraube braucht daher nicht zwingend eine durchgehende Bohrung für den Bremszug oder eine nicht durchgehende Bohrung für die BremszugaussenhüIIe oder den Nippel des Bremszugs. Durch das Eindrehen oder Ausdrehen der Einstellschraube am Griffkörper wird eine Bremszugaussenhüllenhülse, in der eine BremszugaussenhüIIe gesteckt ist, verschoben.

Aus dem Stand der Technik ergibt sich eine begrenzte Anzahl Möglichkeiten wo die Einstellschraube zum Einstellen der Bremsklötze angebracht werden kann. Es ist so direkt an der Bremse oder direkt an am Bremshebel. Dadurch, dass die Wirkachse des Stellmittels von der Wirkachse des Zugmittels verschieden ist, kann nun die Position des Stellmittels auch anderen Kriterien, wie der Ergonomie, angepasst werden.

Wird in dieser Ausführungsform nun die Einstellschraube ins Gewinde gedreht, verschiebt sich die Bremszugaussenhüllenhülse mit der BremszugaussenhüIIe so, dass der Abstand der Bremszugaussenhülle zum fixierten Nippel des Bremszugs grösser wird. Dadurch verschieben sich die Bremsklötze in Richtung der Radfelge. Wird die Einstellschraube aus dem Gewinde gedreht, verschiebt sich die Bremszugaussenhüllenhülse mit der Bremszugaussenhülle so, dass der Abstand der Bremszugaussenhülle zum fixierten Nippel des Bremszuges kleiner wird. Dadurch wird der Abstand der Bremsklötze zur Radfelge grösser.

Dem Fachmann ist allerdings klar, dass mit dem Stellmittel, insbesondere der Einstellschraube auch das Schaltwerk oder der Umwerfer eines Fahrrades eingestellt werden kann. In diesen Fällen wird die Schaltzugaussenhülle des Schaltzugs oder die Umwerferzugaussenhülle des Umwerferzugs verschoben. Die Einstellschraube könnte natürlich zur Reduktion des Gewichts eine oder mehrere Bohrungen enthalten. Diese Bohrungen haben aber keine technische Funktion. Weiter können auch andere bewegliche Teile eines Fahrzeugs oder einer Maschine mit der erfindungsgemässen Vorrichtung in ergonomischer Weise justiert respektive eingestellt werden. Vorzugsweise schliessen die Wirkachse des Stellmittels und die Wirkachse des Zugmittels einen Winkel zwischen 10° und 80°, vorzugsweise zwischen 30° und 70° ein. Ein kleiner Winkel hat den Vorteil, dass die die Weglängenänderung durch die Zugmittelhülle nahezu proportional zur Wegänderung des Stellmittels gehalten werden kann. Damit kann gut abgeschätzt werden, wie stark sich die geänderte Einstellung beim zu bewegenden Maschinenteil auswirkt. Weiter wird bei kleinen Winkeln das Zugmittel durch Biegung weniger belastet.

Anderseits kann bei einem grossen Winkel, zum Beispiel bei 80°, eine Kraftaufwendung für die Stellmittelbewegung verringert werden (bei 90° würde die benötigte Kraft gegenüber einem Winkel von 0° halbiert, ebenso aber die Änderung der Weglänge durch die Zugmittelhülle). Um den Biegeradius nicht zu klein werden zu lassen, kann das Stellmittel stirnseitig eine U-Form aufweisen, welche einen Biegeradius aufweist, welchen das Zugmittel mühelos aushält.

Prinzipiell muss aber das Stellmittel nicht direkt mit der Zugmittelhülle zusammenwirken. Das Stellmittel kann in Varianten auch einen Hebel betätigen, welcher wiederum mit der Zugmittelhülle zusammenwirkt. Dem Fachmann sind weitere Varianten zur indirekten Kraftübertragung bekannt.

In Varianten können die Wirkachsen des Stellmittels und des Zugmittels auch einen Winkel im Bereich von 80° bis 1 10° aufweisen, insbesondere kann die Wirkachse des Stellmittels senkrecht zum Zugmittel orientiert sein, wobei das Stellmittel in diesem Fall auch mit einem mittleren Bereich der Zugmittelhülle zusammenwirken kann. In letzterem Fall könnte bei einer Verlängerung der Weglänge zum Beispiel ein ursprünglich gerader Abschnitt des Zugmittels respektive der Zugmittelhülle zu einer V-Form geknickt werden.

Auch ein Winkelbereich zwischen 10° und -10° ist denkbar. Insbesondere können die Wirkachsen auch parallel verlaufen, wobei sie aber in diesem Fall zueinander beabstandet sind. In diesem Fall könnte das Stellmittel zum Beispiel stirnseitig an der Zugmittelhülle angreifen und diese zum Erreichen einer Wegverlängerung parallel zum Zugmittel derart zusammenpressen, dass ein Abschnitt der Zugmittelhülle zu einer U-Form verformt wird.

Bevorzugt ist das Zugmittel als Zugkabel ausgebildet. Besonders bevorzugt handelt es sich um ein Stahldraht oder ein Stahlseil. Damit wird ein besonders stabiles, belastbares und zugleich kostengünstiges Zugmittel erreicht.

In Varianten kann statt eines Zugkabels kann auch ein Kunststoffseil, ein flexibler Kunststoffstab oder dergleichen vorgesehen sein, womit eine Korrosion vermieden werden kann. Die Wahl des Zugmitteltyps hängt im Wesentlichen vom Einsatz, insbesondere von der Belastung in der Verwendung ab.

Vorzugsweise wirkt das Stellmittel mit einer Stirnseite der Zugmittelhülle zusammen. Damit kann das Stellmittel im Bereich eines zweiten Endes des Zugmittels angeordnet werden. Falls das zweite Ende des Zugmittels mit einem Betätigungselement verbunden ist, kann damit während des Betriebs der Maschine eine besonders ergonomische Einstellung der Position der Zugmittelhülle erreicht werden.

In Varianten kann das Stellmittel, wie bereits vorgängig erwähnt, auch mit einem mittleren Bereich der Zugmittelhülle zusammenwirken. Bevorzugt umfasst das Stellmittel eine Einstellschraube. Damit kann ein besonders einfach einzustellendes Stellmittel geschaffen werden. Die Ausbildung des Stellmittels als Einstellschraube hat zudem den Vorteil, dass diese selbsthemmend ausgebildet sein kann. Dies kann durch die Steigung des Gewindes der Einstellschraube erreicht werden. Zudem kann die Einstellung der Position der Zugmittelhülle stufenlos erfolgen. Um die Weglänge über die Zugmittelhülle zu verlängern wird die Einstellschraube vorzugsweise eingeschraubt, so dass eine Druckkraft auf die Zugmittelhülle ausgeübt wird.

In Varianten kann auch ein mehrstufiger Bajonettverschluss vorgesehen sein, womit allerdings nur eine diskrete Einstellung der Position der Zugmittelhülle möglich ist. Die Zugmittelhülle kann auch durch eine Zugkraft des Stellmittels in eine Position überführt werden, in welcher die Weglänge durch die Zugmittelhülle verlängert ist. Dazu müsste bei den jeweiligen Varianten lediglich das Stellmittel auf der gegenüberliegenden Seite des Angriffspunkts an der Zugmittelhülle, oder bei einer indirekten Kraftübertragung an einem entsprechenden Element, angeordnet werden. Vorzugsweise umfasst das Stellmittel einen Führungskanal, insbesondere eine Führungshülse, mit Innengewinde für die Einstellschraube. Der Führungskanal ist dabei bezüglich der Maschine, insbesondere eines Fahrzeugrahmens, fix angeordnet, so dass mit der Einstellschraube die Position der Zugmittelhülle eingestellt werden kann. Der Führungskanal erlaubt damit eine Führung der Einstellschraube, womit ein verkannten der Einstellschraube durch eine Druckbelastung der Zugmittehülle vermieden werden kann. Dies ist insbesondere bei grösseren Positionsänderungen der Zugmittelhülle von Vorteil.

In Varianten kann auf den Führungskanal verzichtet werden. In diesem Fall kann zum Beispiel lediglich eine Mutter mit Innengewinde vorgesehen sein.

Vorzugsweise wird durch das Einschrauben der Einstellschraube, insbesondere durch eine Drehung der Schraube im Uhrzeigersinn, die Weglänge für das Zugmittel über die Position der Zugmittelhülle verlängert. Analog wird durch eine Drehung der Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn die Weglänge verkürzt. In diesem Fall wird eine Positionsänderung der Zugmittelhülle durch eine Druckbeaufschlagung des Stellmittels respektive der Einstellschraube erreicht. In Varianten kann die Drehwirkung der Einstellschraube auch umgekehrt sein - entweder würde dazu die Einstellschraube und das Innengewinde mit einem Linksgewinde versehen oder aber die Positionsänderung würde durch eine Zugbelastung des Stellmitte! erreicht. In letzterem Fall würde zum Beispiel die Zugmittelhülle mittig, aus einer geraden Position in eine geknickte Position respektive in eine V-Form gezogen.

Besonders bevorzugt ist der Führungskanal als Führungshülse mit einem Gewinde ausgebildet. Damit kann der Führungskanal besonders einfach und kostengünstig hergestellt werden. Zudem kann das Material der Führungshülse, insbesondere des Gewindes, dem Zweck, nämlich der Führung der Einstellschraube, optimal angepasst werden. Die Führungshülse kann zudem variabel eingesetzt werden, indem zum Beispiel lediglich die Länge der Führungshülse dem konkreten Einsatz angepasst wird.

In Varianten kann auch in einem Bereich des Fahrzeug- oder Maschinenrahmens, insbesondere des Fahrradlenkers, eine Bohrung vorgesehen sein, welche mit einem Gewinde versehen wird. Bevorzugt umfasst das Stellmittel einen mit der Zugmittelhülle verbundenen Stift, welcher zumindest teilweise innerhalb des Führungskanals geführt ist und mit der Einstellschraube zusammenwirkt. Der Stift kann dazu eine Hülse umfassen, in welche die Zugmittelhülle eingeschoben und befestigt ist. Die Hülse umfasst stirnseitig eine Öffnung für das Zugmittel. Der Stift selbst ist vorzugsweise zur Hülse spitzwinklig mit derselben verbunden. Der Stift ist im Führungskanal geführt und weist ein Länge auf, welche eine solide Führung des Stifts erlaubt. Diese Ausbildung ermöglicht eine Entlastung des Stellmittels, insbesondere können damit Kräfte quer zu einer Führungskanallängsrichtung aufgenommen werden, so dass durch die Einstellschraube im Wesentlichen Kräfte in Führungskanallängsrichtung aufgenommen werden müssen. Anders gesagt kann damit das Stellmittel von Kräften, welche nicht in Führungskanallängsrichtung gerichtet sind, entkoppelt werden. Damit kann ein verkannten des Stellmittels insbesondere der Einstellschraube vermieden werden. Zudem kann dadurch eine Reibung zwischen Einstellschraube und Innengewinde des Führungskanals verringert werden, so dass eine Einstellung der Position der Zugmittelhülle mit weniger Widerstand erfolgen kann. In Varianten kann der Stift auch in einer Längsbohrung innerhalb des Stellmittels geführt sein. Der Stift kann auch als Gewindestange ausgebildet sein, womit das Stellmittel als Hülse mit Innengewinde ausgebildet und bezüglich eine Längsrichtung fixiert, aber drehbar gelagert würde. Dem Fachmann sind auch andere Möglichkeiten bekannt. Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen: Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung einer Bremseinheit bei eingedrehter

Einstellschraube;

Fig. 2a eine schematische Schnittdarstellung einer Bremseinheit bei ausgedrehter

Einstellschraube;

Fig. 2b eine Darstellung gemäss Figur 2a, bei gezogenem Bremshebel. Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Die Figur 1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer Bremseinheit 1 bei eingedrehter Einstellschraube 60.

Die Bremseinheit 1 ist an einem Lenker 10 montiert, welcher einen Griffkörper 1 1 umfasst respektive auf welchen ein Griffkörper 1 1 aufgesteckt ist. Der Griffkörper 1 1 ist aus einem Kunststoff ausgebildet und dient als Griff für den Fahrradfahrer. Am Lenker 10 ist ein Bremshebel 20, über eine Drehachse 21 , verschwenkbar.

Innerhalb des hohlen Lenkers 10 ist die Zugkabelhülle 30 für das Zugkabel 40 angeordnet. Mit einem Ende der Zugkabelhülle 30 ist ein Führungsstab 31 verbunden. Der Führungsstab 31 umfasst einen Hülsenbereich 32 und einen Stabbereich 33. Der Hülsenbereich 32 weist die Form eines Kreiszylindermantels mit Boden auf, wobei der Boden eine zentrale Öffnung für das Zugkabel 40 umfasst. Im Bereich des Bodens des Führungsstabs 31 ist, in einem Winkel von ca. 20° zu einer Zylinderachse des Hülsenbereichs 32, ein Stabbereich 33 verbunden, so dass sich eine stumpfwinklige V-Form des Führungsstabs 31 ergibt. Ein Ende der Zugkabelhülle 30 ist in den Hülsenbereichs 32 des Führungsstabs 31 eingesteckt und das Zugkabel 40 ragt durch die zentrale Öffnung des Hülsenbereichs 32 hindurch, so dass der Stabbereich 33 als Verlängerung der Zugkabelhülle 30 angesehen werden kann.

Im Lenker 10, respektive im Griffkörper 1 1 des Lenkers 10 ist eine Führungshülse 50 montiert. Die Führungshülse 50 umfasst ersten Bereich mit einem Innengewinde 52 und ein sich an das Innengewinde 52 anschliessendes Führungsrohr 51. Der Stabbereich 33 des Führungsstabs 31 ist innerhalb des Führungsrohrs 51 der Führungshülse 50 verschieblich geführt. Die Bewegung des Stabbereichs 33 innerhalb des Führungsrohrs 51 wird durch eine Einstellschraube 60 begrenzt, welche über das Innengewinde 52 in die Führungshülse eingeschraubt ist. Um eine Position der Einstellschraube 60 fixieren zu können, ist eine Fixiermutter 53 vorgesehen.

Der aus der Zugkabelhülle 30 hinausragende Bereich des Zugkabels 40 umfasst am Ende einen Nippel 41 , welcher am Bremshebel 20 über einen Fixierungsstift 22 derart gehalten ist, dass bei einem verschwenken des Bremshebels 20 in eine Richtung um die Drehachse 21 das Zugkabel 40 mit einer Zugkraft beaufschlagbar ist. Um ein Abknicken des Zugkabels 40 zu vermeiden, ist der Fixierungsstift 22 drehbar gelagert. Die Zugkabelhülle 30 wird innerhalb des Führungsrohrs 51 durch die Einstellschraube 60 ortsfest gehalten. Dazu kontaktiert das Ende des Schraubengewindes der Einstellschraube 60 das stirnseitige Ende des Führungsstabs 31.

In der Darstellung der Figur 1 ist die Einstellschraube 60 vollständig, mit dem Schraubenkopf bis zum Anschlag an die Fixiermutter 53 in die Führungshülse 50 eingeschraubt, womit durch die Einstellschraube 60 ungefähr die eine Hälfte der Führungshülse 50 und durch den Führungsstab 31 die andere Hälfte der Führungshülse 50 beansprucht wird und damit der Führungsstab 31 auch bei maximal eingeschraubter Einstellschraube 60 hinreichend in der Führungshülse 50 gehalten ist. Damit wird die Zugkabelhülle vom Nippel 41 weggedrückt, womit die Weglänge des Zugkabels 40 zwischen dem Hülsenbereich 32 und dem Nippel 41 des Zugkabels 40 vergrössert wird. Im vorliegenden Zustand ist die Weglänge des Zugkabels 40 zwischen dem Hülsenbereich 32 und dem Nippel 41 des Zugkabels 40 maximal, so dass die Bremsklötze im Idealfall bereits an der Radfelge anliegen. Durch ein Ausschrauben der Einstellschraube 60 kann von diesem Zustand aus die Bremseinstellung vorgenommen werden. Dabei wird die Einstellschraube 60 aus der Führungshülse 50 ausgeschraubt, so dass der Führungsstab 31 über die Federkraft der Bremse in die Führungshülse 50 einfährt und damit die Weglänge des Zugkabels 40 zwischen dem Hülsenbereich 32 und dem Nippel 41 des Zugkabels 40 verkürzt wird. Die Einstellschraube 60 wird vorzugsweise so weit ausgeschraubt, bis das Rad bezüglich der Bremsklötze berührungsfrei drehen kann.

Der Griffkörper 1 1 bildet für den Bremshebel 20 einen Anschlag, womit der Bremshebel 20 mit dem Zugkabel 40 unter einer Vorspannung in Position gehalten werden kann, insbesondere wird damit verhindert, dass der Bremshebel 20 durch das Zugkabel 40 beliebig zurückgezogen wird.

Die Figur 2a zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer Bremseinheit 1 bei ausgedrehter Einstellschraube 60. Die Einstellschraube 60 ragt in diesem Zustand nicht mehr über das Innengewinde 52 der Führungshülse 50 hinaus. Der Führungsstab 31 nimmt in diesem Zustand 70% bis 80% der Führungshülse 50 in Beschlag. Die Weglänge des Zugkabels 40 zwischen dem Hülsenbereich 32 und dem Nippel 41 des Zugkabels 40 ist minimal, das heisst, die Bremsklötze weisen einen maximalen Abstand zur Radfelge auf. In diesem Zustand bildet der Hülsenbereich 32 des Führungsstabs 30 einen Anschlag an der Führungshülse 50.

Die Figur 2b zeigt eine Darstellung gemäss Figur 2a, bei gezogenem Bremshebel 20. Über den Nippel 41 wird das Zugkabel 40 durch die Zugkabelhülle 30 angezogen, während der Führungsstab 31 an der Einstellschraube 60 anschlägt und damit fixiert ist. Dadurch bewegt sich die Zugkabelhülle 30 nicht und die Weglänge des Zugkabels 40 zwischen dem Hülsenbereich 32 und dem Nippel 41 des Zugkabels 40 bleibt konstant, so dass die Bremsklötze an die Radfelge gepresst werden können, um den Bremsvorgang einzuleiten.

In den Figuren 1 , 2a und 2b ist die Einstellschraube 60 jeweils am oberen Teil des Griffkörpers 1 1 angebracht. Dem Fachmann ist allerdings klar, dass die Einstellschraube 60 auch an einer anderen Position am Griffkörper 1 1 angebracht werden kann. Unter Bezugnahmen auf die Figuren 1 , 2a und 2b wurde eine mögliche Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung in einer Bremseinheit 1 eines Fahrrads beschrieben. Dem Fachmann ist allerdings klar, dass das Grundprinzip in beliebigen Bowdenzügen eingesetzt werden kann. Das Bremssystem kann zum Beispiel auch bei einem Motorrad, einem Automobil, einem Gokart, einem Kinderwagen, einer Schubkarre oder dergleichen eingesetzt werden. Die Bremse kann auch als Trommelbremse ausgebildet sein. Statt einer Bremse kann der Bowdenzug auch für eine Kupplung, einem Auslösemechanismus, einem Gashebel (z.B. zur Justierung des Standgases), Flugzeugen (z.B. bei Modellflugzeugen zum justieren der Klappenpositionen), im Modellbau allgemein und weiteren Gebieten, bei welchen Bowdenzüge oder ähnliches eingesetzt werden kann. Zusammenfassend ist festzustellen, dass erfindungsgemäss eine Vorrichtung zum Übertragen einer Zugkraft geschaffen wird, welche besonders einfach justiert werden kann.