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Title:
BRAKE DEVICE IN A WIND TURBINE AND WIND TURBINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/158244
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a brake device (64) in a wind turbine (40) having a shaft (62) assigned to a rotor (41) and a brake disc (14) assigned to the shaft (62) and coupled to same in a rotationally fixed manner, comprising a brake piston (2), wherein the brake piston (2) can be applied against the brake disc (14), characterised in that the brake piston (2) has a tubular section (4) with a longitudinal central axis (8) and with an end face (12) facing the brake disc (14) and with a through-opening (10), and the tubular section (4) of the brake piston (2) is designed for being guided in a longitudinally moveable manner in a cylinder space (40) accommodating the brake piston (2), and an annular retaining and mounting part (5) is introduced in the through-opening (10) in the region of the end face (12) of the tubular section (4) such that it moves longitudinally or is fixed relative to the tubular section (4), the retaining and mounting part (5) has a dome-shaped mounting surface (24) radially on the inside for mounting a brake lining carrier part (6), and the brake lining carrier part (6) has a dome-shaped counter mounting surface (26) that is complementary to the mounting surface (24), such that the brake lining carrier part (6) is mounted and retained such that it can swivel in relation to the retaining and mounting part (5). The invention also relates to a brake device (64) in a wind turbine (60) having a nacelle (66) retaining and mounting a rotor (61) and having a carrier tower (70) for the nacelle, wherein the nacelle (66) is mounted such that it can rotate about an axis (68) in relation to the carrier tower (70), wherein the brake device (64) is designed for securing the nacelle (66) in relation to the carrier tower (70) in a selectable rotational position, wherein the brake device (64) comprises a brake piston (2), characterised in that the brake piston (2) is arranged either on the nacelle (66) or on the carrier tower (70) and can be applied against a counter bearing (72) on the respective other part for exerting the braking force, and the brake piston (2) has a tubular section (4) with a longitudinal central axis (8) and with an end face (12) facing the counter bearing (72) and with a through-opening (10), and the tubular section (4) of the brake piston (2) is designed for being guided in a longitudinally moveable manner in a cylinder space (40) accommodating the brake piston (2), and an annular retaining and mounting part (5) is introduced in the through-opening (10) in the region of the end face (12) of the tubular section (4) such that it moves longitudinally or is fixed relative to the tubular section (4), the retaining and mounting part (5) has a dome-shaped mounting surface (24) radially on the inside for mounting a brake lining carrier part (6), and the brake lining carrier part (6) has a dome-shaped counter mounting surface (26) that is complementary to the mounting surface (24), such that the brake lining carrier part (6) is mounted and retained such that it can swivel in relation to the retaining and mounting part (5).

Inventors:
LANGNER, Heinbert (Danziger Strasse 6, Rheda-Wiedenbrueck, 33378, DE)
FISCHER, Lukas (Aschendorfer Dever 26, Papenburg, 26871, DE)
Application Number:
EP2018/084316
Publication Date:
August 22, 2019
Filing Date:
December 11, 2018
Export Citation:
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Assignee:
KS GLEITLAGER GMBH (Am Bahnhof 14, St. Leon-Rot, 68789, DE)
International Classes:
F03D7/02; F16D55/00
Foreign References:
DE202012012618U12013-07-17
CN202833785U2013-03-27
EP2488750A12012-08-22
CN202883245U2013-04-17
EP0945613A21999-09-29
US20100038192A12010-02-18
DE202012008610U12013-03-19
DE10218112A12003-11-13
EP3246588A12017-11-22
Attorney, Agent or Firm:
DREISS PATENTANWÄLTE PARTG MBB (Friedrichstraße 6, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Bremseinrichtung (64) bei einr Windkraftanlage (40) mit einer einem Rotor (41) zugeordneten Welle (62) und einer der Welle (62) zugeordneten und mit dieser drehfest gekoppelten Bremsscheibe (14), umfassend einen

Bremskolben (2), wobei der Bremskolben (2) gegen die Bremsscheibe (14) zustellbar ist, dadurch

gekennzeichnet, dass der Bremskolben (2) einen

rohrförmigen Abschnitt (4) mit einer Längsmittelachse (8) und mit einem der Bremsscheibe (14) zugewandten Stirnende (12) und mit einer Durchgangsöffnung (10) aufweist und dass der rohrförmige Abschnitt (4) des Bremskolbens (2) zur längsverschieblichen Führung in einem den Bremskolben (2) aufnehmenden Zylinderraum (40) ausgebildet ist und dass in der Durchgangsöffnung (10) im Bereich des Stirnendes (12) des rohrförmigen

Abschnitts (4) ein ringförmiges Halte- und Lagerteil (5) gegenüber dem rohrförmigen Abschnitt (4) ortsfest oder längsverschieblich eingefügt ist, dass das Halte- und Lagerteil (5) radial innen eine kalottenförmige

Lagerfläche (24) aufweist zur Lagerung eines

Bremsbelagträgerteils (6), und dass das

Bremsbelagträgerteil (6) eine zu der Lagerfläche (24) komplementäre kalottenförmige Gegenlagerfläche (26) aufweist, so dass das Bremsbelagträgerteil (6) gegenüber dem Halte- und Lagerteil (5) schwenkbar gelagert und gehalten ist.

2. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halte- und Lagerteil (5) gegenüber dem rohrförmigen Abschnitt (4) eingepresst oder unter Ausnutzung thermischer Ausdehnung und anschließender Zusammenziehung beim Abkühlen ortsfest verankert ist.

3. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Bremsbelagträgerteil (6) mit einem Halsbereich (28) durch die von dem

ringförmigen Halte- und Lagerteil (5) begrenzte Öffnung (22) hindurcherstreckt und darin in Richtung der

Längsmittelachse (8) formschlüssig jedoch gleichwohl schwenkbar gehalten ist.

4. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 3, dadurch

gekennzeichnet, dadurch gekennzeichnet, dass das

Bremsbelagträgerteil (6) ausgehend von seinem

Halsbereich (28) einen radialen Überstand über die von dem ringförmigen Halte- und Lagerteil (5) begrenzte Öffnung (22) bildet, so dass hierdurch die

formschlüssige Halterung des Bremsbelagträgerteils (6) an dem Halte- und Lagerteil (5) gebildet ist.

5. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 4, dadurch

gekennzeichnet, dass der radiale Überstand von einem Sicherungselement (32), insbesondere von einem

Sicherungsring, insbesondere von einem Sprengring (34) gebildet ist, das bzw. der an dem Halsbereich (38) des Bremsbelagträgerteils (6) gelagert ist.

6. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass bei der Lagerfläche (24) des Halte- und Lagerteils (5) und/oder bei der Gegenlagerfläche (26) des

Bremsbelagträgerteils (6) eine tribologisch wirksame Beschichtung vorgesehen ist.

7. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Durchgangsöffnung (10) eine konzentrisch zu der Längsmittelachse (8) ausgebildete Stufe (20) vorgesehen ist, gegen welche sich das Halte- und Lagerteil (5) axial abstützt.

8. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 7, dadurch

gekennzeichnet, dass die Stufe (20) mit ihrer

Anlagefläche für das Halte- und Lagerteil (5) von der Bremsscheibe (14) abgewandt ist.

9. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Federstellkomponente, vorzugsweise in Form eines Druckfederpakets oder Tellerfederpakets (46), vorgesehen ist für die Ausübung von für eine Stellbewegung des Bremskolbens (2) erforderlichen Stellkräften.

10. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 9, dadurch

gekennzeichnet, dass die Federstellkomponente

unmittelbar auf den rohrförmigen Abschnitt (4) und/oder auf das Halte- und Lagerteil (5) und/oder auf das

Bremsbelagträgerteil (6) einwirkt.

11. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halte- und Lagerteil (5) mit seiner kalottenförmigen Lagerfläche (24) in Richtung der Längsmittelachse (8) vollständig innerhalb des rohrförmigen Abschnitts (4) des Bremskolbens (2) angeordnet ist.

12. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremsbelagträgerteil (6) in Richtung der

Längsmittelachse (8) vollständig innerhalb des

rohrförmigen Abschnitts (4) des Bremskolbens (2) angeordnet ist und gegenüber einem Stirnende (12) des rohrförmigen Abschnitts (4) in Richtung der

Längsmittelachse (8) wenigstens 0,5 mm, insbesondere wenigstens 1,0 mm, insbesondere wenigstens 1,5 mm, insbesondere wenigstens 2,0 mm, insbesondere wenigstens 2,5 mm und insbesondere höchstens 3,5 mm zurückgesetzt ist, und dass der rohrförmige Abschnitt (4) zumindest an seinem Stirnende (12) aus einer Gleitlagerlegierung gebildet ist.

13. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 12, dadurch

gekennzeichnet, dass die Gleitlagerlegierung eine

Kupfer-Zinn-Legierung, insbesondere eine CuSnl2 oder CuSn7Zn4Pb4-Legierung, oder eine Aluminium-Zinn- Legierung, insbesondere eine AlSn2 OCu-Legierung, ist.

14. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Abschnitt (4) aus Stahl oder aus

seewasserbeständiger Bronze oder aus Aluminiumlegierung besteht .

15. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halte- und Lagerteil (5) und/oder das

Bremsbelagträgerteil (6) aus Stahl oder aus seewasserbeständiger Bronze oder aus Aluminiumlegierung besteht .

16. Bremseinrichtung (64) bei einer Windkraftanlage (60) mit einer einen Rotor (61) haltenden und lagernden Gondel (66) und mit einem Trägerturm (70) für die Gondel, wobei die Gondel (66) gegenüber dem Trägerturm (70) um eine Achse (68) drehbar gelagert ist, wobei die

Bremseinrichtung (64) zum Festsetzen der Gondel (66) gegenüber dem Trägerturm (70) in einer wählbaren

Drehstellung ausgebildet ist, wobei die Bremseinrichtung (64) einen Bremskolben (2) umfasst, dadurch

gekennzeichnet, dass der Bremskolben (2) entweder an der Gondel (66) oder an dem Trägerturm (70) angeordnet ist und gegen ein Gegenlager (72) am jeweils anderen Teil zum Ausüben der Bremskraft stellbar ist und dass der Bremskolben (2) einen rohrförmigen Abschnitt (4) mit einer Längsmittelachse (8) und mit einem dem Gegenlager (72) zugewandten Stirnende (12) und mit einer

Durchgangsöffnung (10) aufweist und dass der rohrförmige Abschnitt (4) des Bremskolbens (2) zur

längsverschieblichen Führung in einem den Bremskolben (2) aufnehmenden Zylinderraum (40) ausgebildet ist und dass in der Durchgangsöffnung (10) im Bereich des

Stirnendes (12) des rohrförmigen Abschnitts (4) ein ringförmiges Halte- und Lagerteil (5) gegenüber dem rohrförmigen Abschnitt (4) ortsfest oder

längsverschieblich eingefügt ist, dass das Halte- und Lagerteil (5) radial innen eine kalottenförmige

Lagerfläche (24) aufweist zur Lagerung eines

Bremsbelagträgerteils (6), und dass das

Bremsbelagträgerteil (6) eine zu der Lagerfläche (24) komplementäre kalottenförmige Gegenlagerfläche (26) aufweist, so dass das Bremsbelagträgerteil (6) gegenüber dem Halte- und Lagerteil (5) schwenkbar gelagert und gehalten ist.

17. Bremseinrichtung (44) nach Anspruch 16 dadurch

gekennzeichnet, dass das Gegenlager (72) von einer in Drehrichtung erstreckten Ringscheibe oder von

Ringscheibensegmenten gebildet ist.

18. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Halte- und Lagerteil (5) gegenüber dem rohrförmigen Abschnitt (4) eingepresst oder unter Ausnutzung thermischer Ausdehnung und

anschließender Zusammenziehung beim Abkühlen ortsfest verankert ist.

19. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 16, 17 oder 18,

dadurch gekennzeichnet, dass sich das

Bremsbelagträgerteil (6) mit einem Halsbereich (28) durch die von dem ringförmigen Halte- und Lagerteil (5) begrenzte Öffnung (22) hindurcherstreckt und darin in Richtung der Längsmittelachse (8) formschlüssig jedoch gleichwohl schwenkbar gehalten ist.

20. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 19, dadurch

gekennzeichnet, dadurch gekennzeichnet, dass das

Bremsbelagträgerteil (6) ausgehend von seinem

Halsbereich (28) einen radialen Überstand über die von dem ringförmigen Halte- und Lagerteil (5) begrenzte Öffnung (22) bildet, so dass hierdurch die

formschlüssige Halterung des Bremsbelagträgerteils (6) an dem Halte- und Lagerteil (5) gebildet ist.

21. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 20, dadurch

gekennzeichnet, dass der radiale Überstand von einem Sicherungselement (32), insbesondere von einem

Sicherungsring, insbesondere von einem Sprengring (34) gebildet ist, das bzw. der an dem Halsbereich (38) des Bremsbelagträgerteils (6) gelagert ist.

22. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche 16-21, dadurch gekennzeichnet dass bei der Lagerfläche (24) des Halte- und Lagerteils (5) und/oder bei der Gegenlagerfläche (26) des

Bremsbelagträgerteils (6) eine tribologisch wirksame Beschichtung vorgesehen ist.

23. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche 16-22, dadurch gekennzeichnet, dass in der Durchgangsöffnung (10) eine konzentrisch zu der Längsmittelachse (8) ausgebildete Stufe (20) vorgesehen ist, gegen welche sich das Halte- und

Lagerteil (5) axial abstützt.

24. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 23, dadurch

gekennzeichnet, dass die Stufe (20) mit ihrer

Anlagefläche für das Halte- und Lagerteil (5) von der Bremsscheibe (14) abgewandt ist.

25. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche 16-24, dadurch gekennzeichnet, dass eine Federstellkomponente, vorzugsweise in Form eines Druckfederpakets oder Tellerfederpakets (46), vorgesehen ist für die Ausübung von für eine

Stellbewegung des Bremskolbens (2) erforderlichen

Stellkräften .

26. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Federstellkomponente

unmittelbar auf den rohrförmigen Abschnitt (4) und/oder auf das Halte- und Lagerteil (5) und/oder auf das

Bremsbelagträgerteil (6) einwirkt.

27. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche 16-26, dadurch gekennzeichnet, dass das Halte- und Lagerteil (5) mit seiner

kalottenförmigen Lagerfläche (24) in Richtung der

Längsmittelachse (8) vollständig innerhalb des

rohrförmigen Abschnitts (4) des Bremskolbens (2) angeordnet ist.

28. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche 16-27, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremsbelagträgerteil (6) in Richtung der Längsmittelachse (8) vollständig innerhalb des

rohrförmigen Abschnitts (4) des Bremskolbens (2) angeordnet ist und gegenüber einem Stirnende (12) des rohrförmigen Abschnitts (4) in Richtung der

Längsmittelachse (8) wenigstens 0,5 mm, insbesondere wenigstens 1,0 mm, insbesondere wenigstens 1,5 mm, insbesondere wenigstens 2,0 mm, insbesondere wenigstens 2,5 mm und insbesondere höchstens 3,5 mm zurückgesetzt ist, und dass der rohrförmige Abschnitt (4) zumindest an seinem Stirnende (12) aus einer Gleitlagerlegierung gebildet ist.

29. Bremseinrichtung (64) nach Anspruch 28, dadurch

gekennzeichnet, dass die Gleitlagerlegierung eine

Kupfer-Zinn-Legierung, insbesondere eine CuSnl2 oder CuSn7Zn4Pb4-Legierung, oder eine Aluminium-Zinn- Legierung, insbesondere eine AlSn2 OCu-Legierung, ist.

30. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche 16-29, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Abschnitt (4) aus Stahl oder aus seewasserbeständiger Bronze oder aus Aluminiumlegierung besteht .

31. Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

vorstehenden Ansprüche 16-30, dadurch gekennzeichnet, dass das Halte- und Lagerteil (5) und/oder das

Bremsbelagträgerteil (6) aus Stahl, oder aus

seewasserbeständiger Bronze oder aus Aluminiumlegierung besteht .

32. Windkraftanlage (60) mit einer einem Rotor (41)

zugeordneten Welle (62) und einer der Welle (62)

zugeordneten und mit dieser drehfest gekoppelten

Bremsscheibe (14), gekennzeichnet durch eine

Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der

Ansprüche 1-15.

33. Windkraftanlage (60) mit einer einen Rotor (61)

haltenden und lagernden Gondel (66) und mit einem

Trägerturm (70) für die Gondel, wobei die Gondel (66) gegenüber dem Trägerturm (70) um eine Achse (68) drehbar gelagert ist, mit einer Bremseinrichtung (64) zum

Festsetzen der Gondel (66) gegenüber dem Trägerturm (70) in einer wählbaren Drehstellung, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung (64) nach einem oder mehreren der Ansprüche 16-31 ausgebildet ist.

Description:
BREMSEINRICHTUNG BEI EINER WINDKRAFTANLAGE UND WINDKRAFTANLAGE

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Bremseinrichtung bei einer

Windkraftanlage mit einer einem Rotor zugeordneten Welle und einer der Welle zugeordneten und mit dieser drehfest

gekoppelten Bremsscheibe, umfassend einen Bremskolben, wobei der Bremskolben gegen die Bremsscheibe zustellbar ist. Weiter betrifft die Erfindung eine Bremseinrichtung bei einer

Windkraftanlage mit einer einen Rotor haltenden und lagernden Gondel und mit einem Trägerturm für die Gondel, wobei die Gondel gegenüber dem Trägerturm um eine Achse drehbar gelagert ist, wobei die Bremseinrichtung zum Festsetzen der Gondel gegenüber dem Trägerturm in einer wählbaren Drehstellung ausgebildet ist, wobei die Bremseinrichtung einen Bremskolben umfasst .

Eine Bremseinrichtung der zuletzt genannten Art ist bekannt aus DE 20 2012 008 610 Ul.

Aus DE 102 18 112 Al ist eine Fahrzeugbremseinrichtung

bekannt, bei der ein sehr komplex bauender Bremskolben ein kalottenförmig gelagertes Teil aufweist, das nicht unmittelbar als Bremsbelagträgerteil fungiert.

Bei einer weiteren vorbekannten Bremseinrichtung gemäß EP 3 246 588 Al ist ein Bremskolben komplexen Aufbaus bekannt, bei dem eine Bremsbelagträgerplatte unter Vorspannung durch ein Druckfederpaket steht. Sämtliche Komponenten einschließlich der Bremsbelagträgerplatte sind mehr oder weniger schwimmend aneinander gelagert und stehen unter axialer Vorspannung. Nur die Bremsbelagträgerplatte gleitet mit ihren Umfangsrändern gegen einen Zylinderraum. Hierdurch können Seitenkräfte, die auf die Bremsbelagträgerplatte einwirken, nicht optimal von einem Gehäuse aufgenommen werden, und es werden Knickmomente in der Tragstruktur innerhalb des Druckfederpakets erzeugt, die zu Schäden führen können. Durch Überlast-Peaks wirken große Kräfte auf den Bremskolben ein, wobei die

Bremsbelagträgerplatte den größten Kraftanteil aufnimmt;

sollte die einwirkende Kraft größer als die Vorspannkraft sein, hat das eine Überspannung des Druckfederpakets zur

Folge. Dies wiederum führt dazu, dass die

Bremsbelagträgerplatte auf das Druckstück des Federpakets ausschlägt und es zu Schäden bis zum Ausfall kommen kann. Für die Aufnahme der Seiten- oder Querkräfte liegt das

plattenförmige Bremsbelagträgerteil auch nur mit seinen

Umfangsrändern und damit mit einer sehr kleinen Fläche gegen ein zylindrisches Gehäuse an, was sich hinsichtlich der

Querkraftableitung als problematisch auswirkt.

Diese Probleme sollen mit der vorliegenden Erfindung vermieden werden. Es soll eine auf wirtschaftliche Weise herstellbare Bremseinrichtung bei einer Windkraftanlage geschaffen werden , die sich an nicht ideale Geometrien der Bremsscheibe oder eines Gegenlagers bei dynamischer Belastung der

Windkraftanlage oder bei zunehmender Abnutzung der

Bremsscheibe oder des Gegenlagers anzupassen vermag und den dabei auftretenden Belastungen dauerhaft standzuhalten vermag.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine

Bremseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch eine Bremseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 14. Das Halte- und Lagerteil kann dabei in den rohrförmigen Abschnitt eingepresst sein oder eingeklebt sein, oder es ist unter

Ausnutzung thermischer Ausdehnung und anschließenden

Zusammenziehung beim Abkühlen ortsfest verankert.

Erfindungsgemäß ist die letztere Variante bevorzugt, wobei hierfür vor dem Fügevorgang der rohrförmige Abschnitt erwärmt und/oder das Halte- und Lagerteil abgekühlt wird. Durch eine Temperaturanpassung nach dem Fügevorgang sind die Komponenten dann ortsfest aneinander verankert.

Der Bremskolben der erfindungsgemäßen Einrichtung ist aus drei Kernbestandteilen, nämlich dem rohrförmigen Abschnitt, dem Halte- und Lagerteil und dem Bremsbelagträgerteil

gebildet. Die Bremseinrichtung umfasst also einen

Zylinderraum, gegen den der Bremskolben mit seinem rohrförmigen Abschnitt über große Flächen längsgeführt

aufgenommen ist. Zunächst entstehen die Querkräfte aber bei dem Bremsbelagträgerteil. Durch die kalottenförmig

ausgebildete Lagerfläche und Gegenlagerfläche ist ein großer flächenmäßiger Kontakt zwischen dem Bremsbelagträgerteil und dem Halte- und Lagerteil realisiert, so dass die Querkräfte gleichmäßig übertragen und von dem Halte- und Lagerteil, welches in dem rohrförmigen Abschnitt ortsfest eingepresst ist, auf den rohrförmigen Abschnitt und von dort in die

Zylinderfläche übertragen werden. Erfindungsgemäß ist also das Bremsbelagträgerteil variabel anpassbar vorgesehen, und die Kraftübertragungsflächen sind über die kalottenförmigen

Lagerflächen groß, so dass auch im dauerhaften Betrieb der Bremskolben und die Bremseinrichtung vor einer Überlastung oder Reibschweißerscheinungen geschützt sind.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass sich das Bremsbelagträgerteil mit einem Halsbereich durch die von dem ringförmigen Halte- und Lagerteil begrenzte Öffnung hindurcherstreckt und darin in Richtung der Längsmittelachse formschlüssig jedoch gleichwohl schwenkbar gehalten ist. In weiterer Ausbildung dieses Gedankens erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Bremsbelagträgerteil ausgehend von seinem Halsbereich einen radialen Überstand über die von dem ringförmigen Halte- und Lagerteil begrenzte Öffnung bildet, so dass hierdurch die formschlüssige Halterung des

Bremsbelagträgerteils an dem Halte- und Lagerteil gebildet ist .

Auf diese Weise kann also eine flexibel anpassbare Halterung des Bremsbelagträgerteils an dem eingepressten Halte- und Lagerteil auf einfache und wirksame Weise realisiert werden. Es kann ferner vorgesehen sein, dass der radiale Überstand von einem Sicherungselement, insbesondere von einem

Sicherungsring, insbesondere von einem Sprengring gebildet ist, das bzw. der an dem Halsbereich des Bremsbelagträgerteils gelagert ist. Insbesondere könnte ein Sprengring in einer Außenumfangsnut des Halsbereichs des Bremsbelagträgerteils angeordnet sein.

Zur weiteren Ausbildung des kalottenförmigen Lagerbereichs erweist es sich als vorteilhaft, wenn bei der Lagerfläche des Halte- und Lagerteils und/oder bei der Gegenlagerfläche des Bremsbelagträgerteils eine tribologisch wirksame Beschichtung vorgesehen ist.

Weiter ist vorteilhafterweise in der Durchgangsöffnung des Bremskolbens eine konzentrisch zu der Längsmittelachse

ausgebildete Stufe vorgesehen ist, gegen welche sich das

Halte- und Lagerteil axial abstützt. Hierbei erweist es sich als vorteilhaft, wenn diese Stufe mit ihrer Anlagefläche für das Halte- und Lagerteil von der Bremsscheibe bzw. von dem Gegenlager abgewandt ist. Dies hat den Vorteil, dass bei

Einleitung einer Stellkraft, insbesondere und vorzugsweise in Form einer Federkraft, insbesondere durch ein Druck- oder Tellerfederpaket, auf das Halte- und Lagerteil diese

Stellkraft über die Stufe auf den restlichen Kolben, also den rohrförmigen Abschnitt, übertragen wird, ohne dass die Gefahr besteht, dass der Presssitz infolge der Stellkräfte in

Löserichtung kraftbeaufschlagt wird.

Ungeachtet dessen wird vorgeschlagen, dass eine

Federstellkomponente, vorzugsweise in Form eines Druckfederpakets oder Tellerfederpakets, vorgesehen ist für die Ausübung von für eine Stellbewegung des Bremskolbens erforderlichen Stellkräften.

Dabei erweist es sich als vorteilhaft, wenn die

Federstellkomponente unmittelbar auf den rohrförmigen

Abschnitt und/oder auf das Halte- und Lagerteil und/oder auf das Bremsbelagträgerteil einwirkt. Vorzugsweise wirkt die Federstellkomponente unmittelbar auf das Halte- und Lagerteil ein und stützt sich hiergegen ab.

Es erweist sich weiter als ganz besonders vorteilhaft, wenn dass das Halte- und Lagerteil mit seiner kalottenförmigen Lagerfläche in Richtung der Längsmittelachse vollständig innerhalb des rohrförmigen Abschnitts des Bremskolbens angeordnet ist. Solchenfalls werden die Seiten- oder

Querkräfte, die auf das Bremsbelagträgerteil einwirken gleichmäßig auf den rohrförmigen Abschnitt übertragen und können von dort gleichmäßig an die den Zylinderraum

begrenzende Zylinderfläche abgeleitet werden.

Weiter erweist sich als vorteilhaft, wenn das

Bremsbelagträgerteil in Richtung der Längsmittelachse

vollständig innerhalb des rohrförmigen Abschnitts des

Bremskolbens angeordnet ist und gegenüber einem Stirnende des rohrförmigen Abschnitts in Richtung der Längsmittelachse (8) wenigstens 0,5 mm, insbesondere wenigstens 1,0 mm,

insbesondere wenigstens 1,5 mm, insbesondere wenigstens 2,0 mm, insbesondere wenigstens 2,5 mm und insbesondere höchstens 3,5 mm zurückgesetzt ist, und wenn der rohrförmige Abschnitt zumindest an seinem Stirnende aus einer Gleitlagerlegierung gebildet ist. In diesem Fall kann nämlich der rohrförmigen Abschnitt selbst als Notbremse gegenüber der Bremsscheibe oder einem sonstigen Gegenlager dienen, für den Fall, dass der Bremsbelag von dem Bremsbelagträgerteil durch große

Krafteinwirkung abgeschert sein sollte. Somit können

Beschädigungen an der kostenintensiven Bremsscheibe oder dem sonstigen kostenintensiven Gegenlager vermieden werden. Die Gleitlagerlegierung ist dabei vorzugsweise eine Kupfer-Zinn- Legierung, insbesondere eine CuSnl2 oder CuSn7Zn4Pb4- Legierung, oder eine Aluminium-Zinn-Legierung, insbesondere eine AlSn2 OCu-Legierung .

Es erweist sich weiter als vorteilhaft, wenn der rohrförmige Abschnitt aus Stahl oder Edelstahl oder aus

seewasserbeständiger Bronze oder aus Aluminiumlegierung besteht .

Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Halte- und Lagerteil und/oder das Bremsbelagträgerteil aus Stahl oder Edelstahl, oder aus seewasserbeständiger Bronze oder aus Aluminiumlegierung besteht.

Bevorzugtermaßen besteht das Halte- und Lagerteil aus Stahl oder Edelstahl und das Bremsbelagträgerteil aus

seewasserbeständiger Bronze oder aus Aluminumlegierung .

Gegenstand der Erfindung ist auch eine Windkraftanlage nach den Ansprüchen 28 und 29.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Patentansprüchen und aus der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.

In der Zeichnung zeigt:

Figur 1 eine Längsschnittansicht eines rohrförmigen Abschnitts eines Bremskolbens einer erfindungsgemäßen

Bremseinrichtung;

Figur 2 eine Längsschnittansicht eines Halte- und Lagerteils des Bremskolbens der erfindungsgemäßen

Bremseinrichtung;

Figur 3 eine Längsschnittansicht eines Bremsbelagträgerteils des Bremskolbens der erfindungsgemäßen

Bremseinrichtung; und

Figur 4 eine Längsschnittansicht des aus den Komponenten nach

Figuren 1 - 3 gebildeten Bremskolbens mit

angedeuteter Einbausituation in einem Zylinderraum einer erfindungsgemäßen Bremseinrichtung;

Figuren 5 und 6 Ansichten einer erfindungsgemäßen

Windkraftanlage .

Die Figuren zeigen einen insgesamt mit dem Bezugszeichen 2 bezeichneten Bremskolben einer erfindungsgemäßen

Bremseinrichtung 64, der nicht aus einem massiven Material gebildet ist, sondern aus einem rohrförmigen Abschnitt 4, einem Halte- und Lagerteil 5 und einem Bremsbelagträgerteil 6 gebaut ist. Der rohrförmige Abschnitt 4 ist im beispielhaft und bevorzugt dargestellten Fall konzentrisch zu einer Längsmittelachse 8 ausgebildet und begrenzt eine in Richtung der Längsmittelachse 8 erstreckte Durchgangsöffnung 10 und weist ein Stirnende 12 auf, welches einer in Figur 4

angedeuteten Bremsscheibe 14 zugewandt ist, die ihrerseits drehfest mit einer Welle einer Windkraftanlage gekoppelt ist. Im Bereich des Stirnendes 12 ist in die Durchgangsöffnung 10 das Halte- und Lagerteil 5 für das Bremsbelagträgerteil 6 ortsfest gegenüber dem rohrförmigen Abschnitt 4 eingefügt. Daran ist das Bremsbelagträgerteil 6 auf noch näher zu

beschreibende Weise gehalten. Das Bremsbelagträgerteil 6 ist so ausgebildet und konfiguriert, dass dort ein mit der

Bremsscheibe 14 zusammenwirkender Bremsbelag 16 anbringbar ist. Diese Anbringung ist vorzugsweise lösbar, so dass ein verschlissener Bremsbelag gegen einen neuen ausgewechselt werden kann, insbesondere durch eine Schraubverbindung.

In der Durchgangsöffnung 16 des rohrförmigen Abschnitts 4 ist eine vorzugsweise konzentrisch zu der Längsmittelachse 8 ausgebildete Stufe 20, vorzugsweise einstückig mit dem

rohrförmigen Abschnitt 4 vorgesehen, gegen welche sich das Halte-und Lagerteil 5 im eingepressten Zustand axial abstützt.

Um eine Schiefstellung der Elemente einer Bremseinrichtung, also insbesondere der Welle und der damit drehfest gekoppelten Bremsscheibe relativ zu der Bremseinrichtung auszugleichen, die sich insbesondere dynamisch bei Belastungen der

Windkraftanlage durch Windböen ergeben kann, ist der

Bremskolben dynamisch ausgleichend ausgebildet, indem das Bremsbelagträgerteil 6 relativ zu dem Halte- und Lagerteil 5 verschwenkbar anpassbar gelagert ist. Das ringförmige Halte- und Lagerteil 5 begrenzt eine mittige Öffnung 22 konzentrisch zur Längsmittelachse 8. Hiervon ausgehend weist das Halte- und Lagerteil 5 innen eine kalottenförmige Lagerfläche 24 auf, gegen welche das Bremsbelagträgerteil 6 mit einer hierzu komplementären Gegenlagerfläche 26 anlegbar ist und gegenüber dem Halte- und Lagerteil 5 begrenzt verschwenkbar ist. Das Bremsbelagträgerteil 6 umfasst weiter einen Halsbereich 28, mit dem es sich durch die zentrische Öffnung 22 des Halte- und Lagerteils 5 in das Innere des rohrförmigen Abschnitts 4 hineinerstreckt. Der Halsbereich 28 umfasst im beispielhaft dargestellten Fall eine Umfangsnut 30, in die ein

Sicherungselement 32, vorzugsweise in Form eines Sprengrings 34, einsetzbar ist. Dieses Sicherungselement 32 bildet einen radialen Überstand des Bremsbelagträgerteils 6 über die

Öffnung 22 und bildet somit einen formschlüssigen Hintergriff bezüglich der Längsmittelachse 8. Auf diese Weise ist das Bremsbelagträgerteil 6 unverlierbar, jedoch spielbehaftet beweglich und verschwenkbar an dem Halte- und Lagerteil 5 gehalten .

Im Bremsbetrieb passt sich das Bremsbelagträgerteil 6 an eine dauerhafte oder dynamische Schrägstellung der Bremsscheibe zur idealen Parallelausrichtung an, indem das Bremsbelagträgerteil 6 durch eine gleitende Bewegung über die kalottenförmigen Lagerflächen 24 und 26 gegenüber dem Halte- und Lagerteil 5 verschwenken kann. Querkräfte (in Figur 4 mit dem Pfeil F angedeutet) werden dann auf die flächenmäßig ausladende

Lagerfläche 24 (in Figur 4 mit geschweifter Klammer FA

angedeutet) auf das Halte- und Lagerteil 5 und von dort auf den rohrförmigen Abschnitt 4 übertragen. Durch den großen Lagerflächenbereich kommt es nicht zu Reibschweißerscheinungen oder ähnlichen Ausfällen. Ferner ist in Figur 4 ein Zylinderraum 40 angedeutet, innerhalb dessen der Bremskolben 2 entlang der

Längsmittelachse 8 stellbar ist. Dabei werden Querkomponenten, die im Zuge des Bremsbetriebs auftreten, von einer

Zylinderlauffläche 42 des Zylinderraums 40 aufgenommen.

Die für eine Stellbewegung des Bremskolbens erforderlichen Stellkräfte können auf an sich beliebige Weise auf den

Bremskolben 2 übertragen werden. Bei einer bevorzugten

Ausführungsform kommen mechanische Komponenten zur Anwendung, bei denen es sich um nicht dargestellte stellbare

Gestängekomponenten handeln kann oder - wie dargestellt - um eine Federstellkomponente 44 in Form eines Druckfederpakets 46.

Die Federstellkomponente 44 stützt sich vorzugsweise direkt an dem Halte- oder Lagerteil 5 ab. Anderenends stützt sich die Federstellkomponente 44 bzw. das Druckfederpaket 46 gegen ein Gegenlager 48 ab. Dieses Gegenlager 48 ist von einem zur

Längsmittelachse 8 beispielhaft konzentrischen Bauteil 50 gebildet, welches in das Druckfederpaket 46 eingreift und dieses von innen führt. Auf das Bauteil 50 wird in lediglich schematisch angedeuteter Weise in Richtung der

Längsmittelachse 8 die Bremskraft eingeleitet oder weggenommen (Doppelpfeil 52).

Figur 5 zeigt schematisch eine Windkraftanlage 60 mit einem Rotor 61 und mit einer Welle 62, auf der eine Bremsscheibe 14 drehfest angeordnet ist. Mit dieser Bremsscheibe 14 wirkt der vorstehend beschriebene Bremskolben 2 zusammen. Der

Bremskolben 2 ist dabei Teil einer schematisch angedeuteten Bremseinrichtung 64 der Windkraftanlage 60. Figur 6 zeigt schematisch eine Windkraftanlage 60, bei der eine den Rotor 61 haltende und lagernde Gondel 66 um eine ungefähr vertikale Achse 68 bezüglich eines die Gondel 66 tragenden Trägerturms 70 drehbar und damit bezüglich der

Windrichtung optimal ausrichtbar ist. Wirktechnisch zwischen der Gondel 66 und dem Trägerturm 70 ist eine Bremseinrichtung 64 zum Festsetzen der Gondel 66 gegenüber dem Trägerturm 70 in einer wählbaren Drehstellung schematisch angedeutet. Die

Bremseinrichtung 64 umfasst einen Bremskolben der vorstehend beschriebenen Art, der gegen ein Gegenlager 72, insbesondere in Form einer Ringsscheibe oder in Form von

Ringscheibensegmenten, stellbar ist.