Holger, Schrader
Peter, Leopold
G�nther
Holger, Schrader
Peter, Leopold
G�nther
| 1. | Bremsklotz für eine Teilbelagscheibenbrerase, insbesonde¬ re Schwimmsattelbremse, mit einer Belagträgerplatte (1), die auf ihrer Vorderseite (13) mit einem zum Andruck an eine Bremsscheibe bestimmten Bremsbelag (11) versehen ist und die außerdem mit Geräuschdämpfungsmitteln ausge¬ stattet ist, dadurch gekennzeichnt, daß die Belagträger¬ platte (1) an ihren radialen Kontaktstellen (3,10) zu dem Bremsträger, insbesondere zu den axialen Bremsträ¬ gerarmen, und/oder zu dem Bremsgehäuse mit einer ge¬ räuschdämpfenden radialen Auflage (9) aus einem geeigne¬ ten Material versehen ist. |
| 2. | Bremsklotz nach Anspruch 1, wobei die Belagträgerplatte (1) an ihrer Rückseite (12) ein Dämpfungsblech (4) trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die geräuschdämpfende Auflage (9) ein umgebogener Abschnitt (8) des Dämpfungs¬ bleches (4) ist, der auf der radialen Kontaktstelle (3,10) der Belagträgerplatte (1) mit dem Bremsträger und/oder mit dem Bremsgehäuse angeordnet ist. |
| 3. | Bremsklotz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungsblech (4) von an der Rückseite (12) axial abstehenden Zapfen (5) der Belagträgerplatte (1) gehal¬ ten wird, welche entsprechende Bohrungen (6) in dem Dämpfungsblech (4) durchgreifen und vernietet, vorzugs¬ weise taumelvernietet, sind. Bremsklotz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der umgebogene Abschnitt (8) des Dämpfungsbleches (4), welcher die geräuschdämpfende Auflage (9) bildet, eine in die radiale Richtung umgebogene Verlängerung (14) aufweist, welche die Vorderseite (13) der Belagträger¬ platte ( 1)hintergreift. Bremsklotz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerung (14) gegenüber dem Dämpfungsblech (4) zur Vorderseite (13) hin um einen geringen Winkelbetrag geneigt ist und daß die Länge des Abschnittes (8) so auf die Dicke der Belagträgerplatte (1) abgestimmt ist, daß die Belagträgerplatte (1) nur mit ihren Kanten (15) auf der radialen Auflage (9) aufliegt. |
Die Erfindung bezieht sich auf einen Bremsklotz für eine Teilbelagscheibenbremse, insbesondere eine Schwimmsattel¬ bremse, wobei der Bremsklotz eine Belagträgerplatte auf¬ weist, die auf ihrer Vorderseite mit einem zum Andruck an eine Bremsscheibe bestimmten Bremsbelag versehen ist und die außerdem mit geräuschdämpfenden Mitteln ausgestattet ist.
Aus der DE-OS 23 05 701 ist eine Scheibenbremse bekannt, de¬ ren Bremsklötze mit geräuschdämpfenden Mitteln versehen sind. Diese geräuschdämpfenden Mittel bestehen aus einem dämpfenden Element mit plastischen und elastischen Eigen¬ schaften bei gleichzeitiger Wärmebeständigkeit und einem Ab¬ deckelement in Form eines Metallbleches . Diese geräuschdämp¬ fenden Mittel sind entweder an der Rückseite der Belag¬ trägerplatte oder an deren tangentialen Stirnseite, vorzugs¬ weise durch Ankleben, befestigt.
Ein anderer Bremsklotz für Scheibenbremsen mit geräuschdämp¬ fenden Mitteln ist aus der WO 92/13210 bekannt. Die ge¬ räuschdämpfenden Mittel werden in diesem Fall von einem Dämpfungsblech gebildet, welches auf der Rückseite der Be¬ lagträgerplatte befestigt ist.
Es hat sich gezeigt, daß die aus den vorstehend genannten Veröffentlichungen bekannten Geräuschdämpfungsmaßnahmen an einem Bremsklotz einer Scheibenbremse nicht zu einem befrie¬ digenden Ergebnis führen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Bremsklotz für eine Teilbelagscheibenbremse, insbesondere eine Schwimmsat¬ telbremse, derartig weiterzuentwickeln, daß eine verbesserte Geräuschdämpfung eintritt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen Bremsklotz mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Bisher bekannte Lösungen haben den Umstand, daß bei einer Teilbelagscheibenbremse, insbesondere einer Schwiπunsattel- bremse, ein bedeutender Anteil geräuschentwickelnder Schwin¬ gungen in der radialen Richtung entsteht, nicht ausreichend berücksichtigt. Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist deshalb darauf gerichtet, geräuschentwickelnde Schwin¬ gungen zwischen dem Bremsklotz bzw. seiner Belagträgerplatte einerseits und dem Bremsträger und/oder dem Bremsgehäuse andererseits zu vermeiden bzw. auf ein solches Maß zu redu¬ zieren, welches für das Entstehen störender Geräusche nur noch unbedeutend ist. Deshalb ist gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 vorgesehen, daß die Belagträger¬ platte des Bremsklotzes an ihren radialen Kontaktflächen zu dem Bremsträger und/oder zu dem Bremsgehäuse mit einer ge¬ räuschdämpfenden Auflage versehen ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung, die auf einen Bremsklotz gerichtet ist, dessen Belagträgerplatte an ihrer Rückseite bereits ein Dämpfungsblech trägt, welches geeignet ist, ge¬ räuschentwickelnde Schwingungen in der axialen bzw. tangen- tialen Richtung zu dämpfen, ist dadurch gekennzeichnet, daß die geräuschdämpfende radiale Auflage ein Abschnitt des oh¬ nehin vorhandenen Dämpfungsbleches ist, der auf der entspre¬ chenden radialen Kontaktfläche der Belagträgerplatte an¬ geordnet ist. In einfachster Weise ist ein von einem ent¬ sprechenden Rand des Dämpfungsbleches abstehender lappen¬ artiger Fortsatz derartig in die axiale Richtung der Bremse umgebogen, daß dieser Abschnitt des Dämpfungsbleches unmit-
telbar auf der betreffenden radialen Kontaktfläche der Be¬ lagträgerplatte aufliegt.
Es wird eine vorteilhafte Ausgestaltung gemäß Anspruch 3 empfohlen, wonach das Dämpfungsblech an der Rückseite der Belagträgerplatte von axial abstehenden Zapfen gehalten wird, welche entsprechende Bohrungen in dem Dämpfungsblech durchgreifen und dann vernietet, vorzugsweise taumelvernie¬ tet, sind. Auf diese Weise wird eine sichere Befestigung des Dämpfungsbleches an der Belagträgerplatte erreicht, welche die Dämpfung bzw. Unterdrückung geräuschbildender Schwingun¬ gen zusätzlich unterstützt.
Für eine optimale Gestaltung des Bremsklotzes wird jedoch empfohlen, daß gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung nach Anspruch 4 der Abschnitt bzw. die Abschnitte, welche die geräuschdämpfende radiale Auflage für die Belagträgerplatte bilden, eine zumindest nahezu rechtwinklig abgebogene Ver¬ längerung aufweisen, welche die Vorderseite der Belagträger¬ platte hintergreift. Durch diese Maßnahme wird eine noch sicherere Befestigung des Dämpfungsbleches an der Belagträ¬ gerplatte erreicht. Zusätzlich wird dadurch eine bessere Gleitfähigkeit der Belagträgerplatte auf dem Bremsträger erreicht, weil die Stirnseite der radialen Auflage keine scharfe Kante aufweist, welche auf der Gleitfläche des Bremsträgers verhaken könnte. Außerdem kann dabei gemäß An¬ spruch 5 die Länge der Auflage in Beziehung zu der abgeboge¬ nen Verlängerung derart gestaltet und bemessen sein, daß der betreffende, zur Geräuschdämpfung bestimmte Abschnitt des Dämpfungsbleches mit einer gewissen Vorspannung an der Be¬ lagträgerplatte fixiert ist. Dadurch kann noch besser ver¬ mieden werden, daß dieser Abschnitt des Dämpfungsbleches frei ausschwingen kann und dabei geräuscherzeugende Schwin¬ gungen an den Kontaktstellen überträgt, wobei die Kontakt¬ stellen im wesentlichen nur noch von punkt- oder linienför- mig ausgebildet sind und somit äußerst klein sind.
Anhand von Ausführungsbeispielen wird nachfolgend die Erfin¬ dung näher beschrieben. In den zugehörigen Zeichnungen zei¬ gen:
Fig. 1 eine Ansicht auf die Rückseite eines erfindungsgemä¬ ßen Bremsklotzes,
Fig. 2 eine Ansicht auf die Vorderseite eines erfindungs¬ gemäßen Bremsklotzes,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel eines Dämpfungsbleches,
Fig. 4 in vergrößerter Darstellung einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 1 bei Verwendung eines Dämpfungs¬ bleches gemäß Fig. 3,
Fig. 5 ein anderes Ausführungsbeispiel eines Dämpfungsble¬ ches und
Fig. 6 in vergrößerter Darstellung einen Schnitt entlang der Linie A-A von Fig. 1 bei Verwendung eines Dämpfungs¬ bleches gemäß Fig. 5.
In Fig. 1 ist ein Bremsklotz einer Schwimmsattelbremse dar¬ gestellt. Es ist zu erkennen, daß die Belagträgerplatte 1 an ihren gegenüberliegenden tangentialen Seiten jeweils eine hammerartige Anformung 2 aufweist, welche für die axial ver¬ schiebbare Lagerung des Bremsklotzes auf zwei axialen Armen des Bremsträgers bestimmt sind. Die Unterseite der hammer- förmigen Anformungen 2 liegen dabei gleitend auf den Armen des Bremsträgers auf und bilden somit eine Kontaktstelle 3 zwischen der Belagträgerplatte 1 und dem Bremsträger, wel¬ cher in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Auf der Rück¬ seite der Belagträgerplatte 1 ist ein Dämpfungsblech 4 be¬ festigt, welches in der Lage ist, geräuschbildende Schwin-
gungen in der axialen Richtung zu dämpfen. Das Dämpfungs¬ blech 4 ist im wesentlichen an die Kontur der Belagträger¬ platte 1 angepaßt und mittels zweier im Bereich der Anfor¬ mungen 2 in axialer Richtung von der Belagträgerplatte 1 abstehender Zapfen 5 an der Belagträgerplatte 1 befestigt. Die Zapfen 5 durchgreifen entsprechende Bohrungen 6 (Fig. 3) in dem Dämpfungsblech 4, und sindauf der Rückseite des Dämp¬ fungsbleches taumelvernietet. Etwa mittig ist in dem Dämp¬ fungsblech 4 noch eine Öffnung 7 zu erkennen, welche der Verbesserung der Geräuschdämpfung in axialer Richtung dient, aber im Zusammenhang mit der Erfindung ohne Bedeutung ist. Aus Fig. 1 ist noch ersichtlich, daß im Bereich der Kontakt¬ stellen 3 jeweils ein lappenartiger Abschnitt 8 des Dämp¬ fungsbleches 4 vorgesehen ist, welcher derartig umgebogen ist, daß er auf den radialen Kontaktstellen 3 der Belagträ¬ gerplatte 1 zu den Armen des Bremsträgers angeordnet sind. Diese Abschnitte 8 bilden eine geräuschdämpfende radiale Auflage 9, welche geeignet ist, beim Betrieb der Bremse in der radialen Richtung auftretende geräuscherzeugende Schwin¬ gungen des Bremsklotzes derart zu dämpfen, daß diese nicht oder nur in unbedeutendem Maße auf den Bremsträger und über den Bremsträger als Körperschall auf die Fahrzeugkarosserie übertragen werden. Im Sinne der vorliegenden Erfindung lei¬ sten also diese radialen Auflagen 9 einen entscheidenden Beitrag zur Dämpfung der beim Betrieb der Scheibenbremse entstehenden Geräusche.
Es ist noch anzumerken, daß zur weiteren Verbesserung des Geräuschdämpfungseffektes eine weitere radiale Auflage im Bereich der Kontaktstelle 10 der Belagträgerplatte 1 zum nicht dargestellten Bremsgehäuse vorgesehen sein kann. In diesem Fall könnte das Dämpfungsblech 4 auch in seinem obe¬ ren Bereich einen lappenartigen Abschnitt aufweisen, der so umgebogen ist, daß er auf der Kontaktstelle 10 angeordnet ist und dort eine radiale geräuschdämpfende Auflage bildet.
In Fig. 2 ist noch der Bremsbelag 11 des Bremsklotzes zu erkennen, und es ist ersichtlich, daß der umgebogene Ab¬ schnitt 8 des Dämpfungsbleches 4 bzw. die radiale Auflage 9 im Bereich der Kontaktstelle 3 ausschließlich in der axialen Richtung verläuft. Dieses Ausführungsbeispiel entspricht somit einer Ausgestaltung des Dämpfungsbleches 4, welches aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Dämpfungsblech 4 ist zu er¬ kennen, daß die Abschnitte 8, welche die radiale Auflage 9 bilden, jeweils rechtwinklig aus der Ebene des Dämpfungs¬ bleches 4 herausgebogen sind, so daß sie in axialer Richtung verlaufen und an den Kontaktstellen 3 an der Unterseite des Bremsträgers 1 anliegen (Fig. 4). In Fig. 3 sind weiterhin die bereits beschriebene Öffnung 7 sowie die zwei Bohrungen 6 zu erkennen, welche für die Befestigung des Dämpfungεble- ches 4 an der Rückseite 12 der Belagträgerplatte 1 bestimmt sind. Aus montagetechnischen Gründen ist dabei die in Fig. 3 linke Bohrung 6 als Langloch ausgebildet.
In Fig. 4 ist zu erkennen, daß das Dämpfungsblech 4 an der Rückseite 12 der Belagträgerplatte 1 anliegt und mittels eines taumelvernieteten Zapfens 5 befestigt ist, welcher die Bohrung 6 in dem Dämpfungsblech 4 durchgreift. An der Vor¬ derseite 13 der Belagträgerplatte 1 ist ansonsten noch, wie aus Fig. 2 ersichtlich, der Bremsbelag 11 befestigt. In Fig. 4 ist aufgrund der Blickrichtung der Bremsbelag 11 nicht sichtbar.
Ein anderes Ausführungsbeispiel ist aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich. Das Dämpfungsblech 4 weist wiederum die in die axiale Richtung umgebogenen Abschnitte 8 auf, welche jeweils eine geräuschdämpfende radiale Auflage 9 bilden. Im Anbau¬ zustand des Dämpfungsbleches 4 an der Belagträgerplatte 1 liegen diese Abschnitte 8 bzw. radialen Auflagen 9 wiederum im Bereich der Kontaktstellen 3 an der Unterseite der Belag-
trägerplatte 1 an (Fig. 6). Es ist jedoch zu erkennen, daß die Abschnitte 8 bzw. radialen Auflagen 9 jeweils eine im wesentlichen in die radiale Richtung der Scheibenbremse um¬ gebogene Verlängerung 14 aufweisen, welche die Vorderseite 13 der Belagträgerplatte 1 hintergreifen. Aus Fig. 6 ist ersichtlich, daß die Verlängerung 14 um einen geringen Win¬ kelbetrag gegenüber dem Dämpfungsblech 4 zur Vorderseite 13 hin geneigt ist. Diese Ausbildung hat in Abstimmung auf die Länge des Abschnittes 8 in axialer Richtung einerseits eine montageerleichternde Wirkung, andererseits wird damit er¬ reicht, daß die Belagträgerplatte 1 im Bereich der Kontakt¬ stellen 3 im wesentlichen nur mit ihren Kanten 15 Kontakt zu den Abschnitten 8 bzw. den radialen Auflagen 9 mit den Ver¬ längerungen 14 hat. Letzteres wirkt sich vorteilhaft hin¬ sichtlich einer Verbesserung der geräuschdämpfenden Wirkung der radialen Auflagen 9 aus. In Fig. 6 sind keine verniete¬ ten Zapfen 5 zu erkennen. Deshalb sei hier der Hinweis ge¬ stattet, daß das Dämpfungsblech 4 auch in anderer Weise an der Rückseite 12 der Belagträgerplatte 1 befestigt sein kann. Im vorliegenden Fall ist das Dämpfungsblech 4 unter Verwendung eines geeigneten Klebstoffes auf die Rückseite 12 der Belagträgerplatte 1 aufgeklebt.
Bezugszeichenliste
1 Belagträgerplatte
2 Anformung
3 Kontaktstelle
4 Dämpfungsblech
5 Zapfen
6 Bohrung
7 Öffnung
8 Abschnitt
9 Radiale Auflage
10 Kontaktstelle
11 Bremsbelag
12 Rückseite
13 Vorderseite
14 Verlängerung
15 Kante
Next Patent: VENTILATED BRAKE DISC WITH VIBRATION SUPPRESSION
