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Patent Searching and Data


Title:
BRAKE WITH ADJUSTABLE PLAY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/031432
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a brake (1) with a base plate (2) with which a brake actuating device (4) and two brake disks (7, 10) are linked in a substantially rotationally fixed manner. Said brake further comprises a friction-lined disk (9) movably arranged between said two brake disks (7, 10). Said friction-lined disk is linked in a rotationally fixed manner with a rotary shaft (8) which can be rotated in relation to the base plate (2). The brake disk (7) facing the base plate (2) is arranged so that it can be axially moved. The brake disk (10) facing away from the base plate (2) is axially stationary during operation and is spaced apart from the axially movable disk brake (7) by a spacer. The aim of the invention is to simplify adjustment of the brake play vis-à-vis conventional brakes. To this end, the spacer (12) is adjustable in the axial direction of the brake (1) so that the free gap between the two brake disks (7, 10) can be adjusted.

Inventors:
Schlehbusch, Karl-heinz (Moltkestrasse 7 Dinslaken, D-46537, DE)
Gärtner, Burkhard (Huenxer Strasse 227 Dinslaken, D-46517, DE)
Application Number:
PCT/EP1999/008983
Publication Date:
June 02, 2000
Filing Date:
November 22, 1999
Export Citation:
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Assignee:
PINTSCH BAMAG ANTRIEBS- UND VERKEHRSTECHNIK GMBH (Huenxer Strasse 149 Dinslaken, D-46537, DE)
Schlehbusch, Karl-heinz (Moltkestrasse 7 Dinslaken, D-46537, DE)
Gärtner, Burkhard (Huenxer Strasse 227 Dinslaken, D-46517, DE)
International Classes:
F16D55/28; F16D59/02; F16D65/14; F16D65/46; F16D55/00; F16D66/00; (IPC1-7): F16D55/28; F16D55/46; F16D59/02
Foreign References:
EP0520727A1
DD148250A1
US2543830A
DE3338289A1
DE2660855C2
GB2302574A
DE2242073A1
DE3920148A1
DE29820822U1
Other References:
"BAUREIHE AUS DRESDEN" SCHIFF UND HAFEN,DE,SEEHAFEN-VERLAG ERIK BLUMENFELD. HAMBURG, Bd. 47, Nr. 10, 1. Oktober 1995 (1995-10-01), Seite 64 XP000534080 ISSN: 0938-1643
None
Attorney, Agent or Firm:
Grünecker, Kinkeldey Stockmair Schwanhäusser (Maximilianstrasse 58 München, D-80538, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Bremse mit einer Sockelplatte, mit der eine Bremsbetätigungseinrichtung und zwei Bremsscheiben im wesentlichen drehstarr verbunden sind, und mit einer zwischen den Bremsscheiben beweglich angeordneten Reibbelagscheibe, die mit einer relativ zur Sockelplatte drehbaren Eingangswelle im wesentlichen drehstarr verbunden ist, wobei die der Sockelplatte zugewandten Bremsscheibe axial beweglich und die der Sockelplatte abgewandte Bremsscheibe im Betrieb axial feststehend angeordnet und durch einen Abstandshalter von der axial be weglichen Bremsscheibe beabstandet gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (12) in axialer Richtung der Bremse (1) verstellbar ist, wodurch der freie Spalt zwischen den beiden Bremsscheiben einstellbar ist.
2. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (12) mit der Betätigungseinrichtung (4) verbunden ist.
3. Bremse nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (12) zumindest im Bereich zwischen der Bremsscheibe (10) und der Be festigungseinrichtung (4) mit einem Außensechskant versehen ist.
4. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (12) ein Außengewinde aufweist.
5. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (12) im wesentlichen als Hülse ausgebildet sind.
6. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsscheibe (10) mit einer Befestigungsschraube (11) an der Sockel platte (2) befestigt ist, wobei sich die Befestigungsschraube (10) durch den Ab standshalter (12) hindurch erstreckt.
7. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsschraube (11) koaxial zum Abstandshalter (12) verlauft.
8. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsschraube (11) mit der Sockelplatte (2) verbunden ist.
9. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gehäuse der Bremse als glockenförmige Haube (14) ausgebildet ist, die sich dichtend an der Sockelplatte (2) abstützt und einen gegenüber einer äuße ren Umgebung der Bremse (1) zumindest wasserdicht abgedichteten Bremsen innenraum (19) bildet, in dem die Bremsbetätigungseinrichtung (4), die Reibbe lagscheibe (9) und die Bremsscheibe (7,10) aufgenommen sind.
10. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Sockelplatte (2) und Haube (14) ein Dichtungselement (15) ange ordnet ist.
11. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (15) als ORing ausgebildet ist.
12. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (2) mit der Bremsbetätigungseinrichtung (4) verbunden ist.
13. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbetätigungseinrichtung (4) mit der Sockelplatte (2) verbunden ist.
14. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsscheibe (7,10) mit der Sockelplatte (2) axial verschieblich verbun den ist.
15. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Lagerpunkte (11) von Bremsscheibe (7,10) und/oder Bremsbetäti gungseinrichtung (4) ausschließlich an der Sockelplatte (2) befinden.
16. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Stirnseite (17) der Haube (14) ein zur Eingangswelle (8) im wesent lichen koaxialer Flansch (23) mit einer zur Eingangswelle (8) koaxialen Durch gangsöffnung (22) ausgeformt ist.
17. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (14) mindestens eine durchgängige Wartungsöffnung (18,21,26, 27,28,29) aufweist, die mit einem Verschlußelement luftdicht und/oder wasser dicht verschließbar ist, wobei die Wartungsöffnung vorzugsweise am Umfang (20) der Haube (14) in radialer Richtung relativ zur Eingangswelle (8) angeordnet ist.
18. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (14) mindestens eine durchgängige Wartungsöffnung aufweist, die mit einem Verschlußelement luftdicht und/oder wasserdicht verschließbar ist, wobei die Wartungsöffnung vorzugsweise parallel zur Eingangswelle (8) an einer Stirnfläche der Haube angeordnet ist.
19. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wartungsöffnung als eine Gewindebohrung ausgebildet ist, die durch ei ne Verschlußschraube verschlossen ist.
20. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremse (1) eine gegenüber der Haube (14) bewegliche, manuelle Aus rückeinrichtung (29,30,31) aufweist, die in eine Ausrückstellung überführbar ist, in der die Bremse (1) gelüftet ist.
21. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die manuelle Ausrückeinrichtung (29,30,31) einen Hebel (29) aufweist, der an der Haube (14) an zumindest einem Lager (31) schwenkbar gelagert ist.
22. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Hebel (29) und dem Lager (31) eine Gabel (30) vorgesehen ist, die die Haube (14) zumindest teilweise umgreift.
23. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager (31) mit zumindest einem Lagerdichtungselement (34) versehen ist, durch das das Lager (31) wasserdicht und/oder luftdicht abgedichtet ist.
24. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Lager (31) an zwei einander bezüglich der Eingangswelle (8) im we sentlichen gegenüberliegenden Positionen der Haube (14), vorzugsweise an de ren Umfang (20) vorgesehen sind.
25. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum manuellen Ausrücken der Bremse (1) ein axial bewegliches Ausrückmit tel (28') vorgesehen ist, durch welches die eine Bremsscheibe (7) in Richtung weg von der anderen Bremsscheibe (10) bewegbar und die Bremse (1) ausrück bar ist, wobei bei entfernter anderer Bremsscheibe (10) und/oder Reibbelag scheibe (9) die eine Bremsscheibe (7) zumindest mittelbar durch das Ausrückmit tel (28') an der Sockelplatte (2) gehalten ist.
26. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremse (1) eine elektronische Dberwachungseinrichtung aufweist, die vorzugsweise innerhalb der Haube angeordnet ist, und durch die ein Signal aus gebbar ist, das für die Funktion und/oder den Verschleiß der Bremse repräsenta tiv ist.
27. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Dberwachungseinrichtung einen Mikroschalter und/oder einen Näherungsschalter aufweist.
28. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbetätigungseinrichtung (4) mindestens einen Elektromagneten (5) aufweist, dessen Magnetfeld auf die Bremsscheibe (7) wirkt und bei dessen Akti vierung die Bremse ausrückbar ist.
29. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbetätigungseinrichtung (4) mindestens ein Federelement (6) auf weist, das sich zwischen der Sockelplatte (2) und der Bremsscheibe (7) abstützt und durch das die Bremsscheibe (7,10) und die Reibbelagscheibe zusammen gedrückt sind.
30. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremse als ElektromagnetZweiflachenFederdruckbremse ausgebildet ist.
Description:
Bremse mit Spielverstellung Die Erfindung betrifft eine Bremse mit einer Sockelplatte, mit der eine Bremsbetäti- gungseinrichtung und zwei Bremsscheiben im wesentlichen drehstarr verbunden sind, und mit einer zwischen den Bremsscheiben beweglich angeordneten Reibbelagscheibe, die mit einer relativ zur Sockelplatte drehbaren Eingangswelle im wesentlichen drehstarr verbunden ist, wobei die der Sockelplatte zugewandten Bremsscheibe axial beweglich und die der Sockelplatte abgewandte Bremsscheibe im Betrieb axial feststehend ange- ordnet und durch einen Abstandshalter von der axial beweglichen Bremsscheibe beab- standet gehalten ist.

Derartige Bremsen sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden beispielsweise für außen-und innenbelüftete Motoren bei Fahr-, Katz-und Hubwerken an Krananlagen verwendet. Die Sockelplatte ist dabei mit einem relativ zur Eingangswelle feststehenden Gegenstand, beispielsweise einem Motorgehäuse verbunden. Die Eingangswelle ist mit dem Abtrieb des Motors verbunden und dreht sich relativ zur Sockelplatte.

Durch Aktivieren der Bremsbetätigungseinrichtung wird die Reibbelagscheibe mit der Bremsscheibe in Eingriff gebracht. Durch die Reibung zwischen der sich mit der Ein- gangswelle drehenden Reibbelagscheibe und der Bremsscheibe wird die Drehung der Eingangswelle relativ zur Sockelplatte abgebremst und/oder zum Stillstand gebracht.

Der Abstandshalter dient als Anschlag für die Bremsscheibe, so daß beim Lüften der Bremse sich die Reibbelagscheibe von der Bremsscheibe lösen kann.

Die herkömmlichen Bremsen haben jedoch den Nachteil, daß sie nur schwer zu warten sind. Bei der Wartung müssen oft mehrere Gehäuseteile umständlich von der Bremse abgenommen werden und die Bremse stillgelegt werden. Außerdem verschleißen die Bremsscheiben und die Reibbelagscheiben herkömmlicher Bremsen gerade bei Kra- nanlagen im Hafenbereich oder auf Schiffen sehr schnell, was haufige Wartungen not- wendig macht. Bei Verschleiß der Reibbelagscheibe wird diese dünner und das Spiel der Bremse ändert sich. Um das Bremsmoment bei dünner werdender Reibbelagschei- be konstant zu halten, muß daher das Bremsenspiel der Bremse häufig neu eingestellt werden. Eine Einstellung des Bremsenspiels ist aber bei den herkömmlichen Bremsen sehr arbeits-und zeitintensiv und daher mit hohen Kosten verbunden.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bremse zu schaffen, die, verglichen mit herkömmlichen Bremsen, eine sehr einfache Möglichkeit zur Einstel- lung des Bremsenspiels ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe für eine Bremse der eingangs genannten Art da- durch gelöst, daß der Abstandshalter in axialer Richtung der Bremse verstellbar ist, wo- durch der freie Spalt zwischen den beiden Bremsscheiben einstellbar ist.

Diese Lösung ist technisch einfach und hat den Vorteil, daß durch die axiale Verstell- barkeit des Abstandshalters der Anschlag für die Bremsscheibe in axialer Richtung ver- setzbar ist. Auf diese Weise kann das Bremsenspiel schnell und ohne großen Zeitauf- wand eingestellt werden. Da der Abstandshalter zudem ebenso wie die Betätigungsein- richtung an der Sockelplatte angeordnet ist, muß zu einer Verstellung des Bremsen- spiels die Bremsscheibe nicht von der Sockelplatte abgenommen werden.

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung kann der Abstandshalter mit der Betäti- gungseinrichtung verbunden sein. Da die Bremsscheibe mit der Bremsbetätigungsein- richtung und diese wiederum mit der Sockelplatte verbunden ist, wird auf diese Weise eine bauliche Einheit gebildet, die beim Einstellen des Bremsenspiels nicht auseinan- dergebaut werden muß. Diese Ausgestaltung ist auch besonders dann vorteilhaft, wenn die Bremse durch eine von der Betätigungseinrichtung ausgeübte Kraft, beispielsweise eine Magnetkraft, ausgerückt wird. In diesem Fall stützt sich die Bremsscheibe beim Ausrücken am Abstandshalter ab und der Kraftfluß wird beim Ausrücken wieder direkt in die Bremsbetätigung zurückgeleitet.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann der Abstandshalter zumindest im Be- reich zwischen den Bremsscheiben mit einem Außensechskant versehen sein. Dadurch Bremsscheibe das Bremsenspiel beispielsweise mittels eines entsprechenden Schrau- benschlüssels oder einer Zange besonders leicht einstellen. Dabei sind auch andere Schlüsselformen des Abstandshalters möglich, die eine ähnliche Verstellmöglichkeit bieten, beispielsweise andere Mehrkantformen oder am Umfang verteilte Locher.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann der Abstandshalter ein Außengewin- de aufweisen. Ein Außengewinde ist kostengünstig und einfach zu fertigen und ermög- licht eine genaue Einstellung des Bremsenspiels. In diesem Zusammenhang kann das Außengewinde vorteilhaft auch selbsthemmend ausgestaltet sein, um eine Verstellung des Abstandshalters und damit des Bremsenspiels während des Betriebs der Bremse zu verhindern.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Bremsscheibe mit einer Befesti- gungsschraube an der Sockelplatte befestigt sein, wobei sich die Befestigungsschraube durch den Abstandshalter hindurch erstreckt. Dies ermöglicht einen besonders platzspa- renden und einfachen Aufbau der Bremse, bei dem für Abstandshalter und Befesti- gungsschraube nur eine einzige Öffnung in der Betätigungseinrichtung vorgesehen werden muß. Dabei kann die Befestigungsschraube koaxial zum Abstandshalter verlau- fen.

Ein optimaler Kraftfluß in der Bremse ergibt sich, wenn in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung die Befestigungsschraube mit der Sockelplatte verbunden ist. Dadurch wird die von der Bremsscheibe auf die Befestigungsschraube ausgeübte Bremskraft di- rekt in die Sockelplatte eingeleitet.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Gehäuse als glockenförmige Haube ausgebildet sein, die sich dichtend an der Sockelplatte abstützt und einen ge- genüber einer äußeren Umgebung der Bremse zumindest wasserdicht abgedichteten Bremseninnenraum bildet, in dem die Bremsbetätigungseinrichtung, die Reibbelag- scheibe und die Bremsscheibe aufgenommen sind. Dies hat den Vorteil, daß die Brem- se aufgrund des glockenförmigen Gehäuses leichter zu warten ist als herkömmliche Bremsen. In dem glockenförmigen Gehäuse sind mit der Bremsbetätigungseinrichtung, der Reibbelagscheibe und der Bremsscheibe alle wesentlichen Bauteile der Bremse angeordnet, die einem Verschleiß unterliegen können und/oder regelmäßig gewartet werden müssen. Bei Abnahme der glockenförmigen Haube sind diese Bauteile frei zu- gänglich. Die Bremse bleibt trotz abgenommener Haube funktionsfähig, da die Brems- betätigungseinrichtung, die Bremsscheibe und die Reibbelagscheibe mit der Sockelplat- te verbunden sind. Auf diese Weise kann die Funktion der Bremse bei Wartungsarbei- ten leicht überprüft werden.

Gleichzeitig kann bei der erfindungsgemäßen Bremse kein Wasser in den Bremsenin- nenraum dringen, da sich die Haube dichtend an der Sockelplatte abstützt. Dadurch wird der Verschleiß der Bremse erheblich gesenkt. Eine Oxidation der Bauteile im Brem- seninnenraum, die durch den im Bremseninnenraum bleibenden Abrieb der Brems- scheibe begünstigt wird, kann nicht mehr stattfinden. Die Bauteile im Bremseninnen- raum bleiben auch bei extrem feuchter und aggressiver Umgebung trocken. Die Le- bensdauer der Bremse wird so gerade bei Krananlagen im Hafenbereich, die dem ag- gressiven Seewasser ausgesetzt sind, erhöht.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann zwischen der Sockelplatte und der Haube ein Dichtungselement angeordnet sein. Diese Weiterbildung führt zu gerin- gen Herstellkosten, da auf präzise aufeinanderliegende und fluchtende Dichtungsflä- chen von Sockelplatte und Haube verzichtet werden kann. Derartige Dichtungsflächen müssen hohen Toleranzanforderungen genügen. Dagegen sind Dichtungselemente leicht einzusetzen und gleichen Unregelmäßigkeiten in den sich abstützenden Flächen von Sockeipiatte und Haube aus. Insbesondere kann dieses Dichtungselement als O- Ring ausgebildet sein.

Die Ausgestaltung der Bremse mit einer wasserdichte Abdichtung des Bremseninnen- raums unabhängig vom Gesichtspunkt von der Ausgestaltung mit Befestigungsschrau- be und Abstandshalter vorteilhaft, so daß für diese Ausgestaltung unabhängiger Schutz begehrt wird.

Die Haube kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung mit der Bremsbetäti- gungseinrichtung verbunden sein. Bei dieser Ausführung brauchen an der Sockelplatte keine Befestigungseinrichtungen für die Bremsbetätigungseinrichtung vorgesehen wer- den. Die Sockelplatte kann somit als eine dichte Platte ausgebildet sein, die keinerlei Öffnungen aufweist, durch die Flüssigkeit in den Bremsinnenraum gelangen kann. Ist die Bremsbetätigungseinrichtung und/oder die Bremsscheibe mit der Sockelplatte ver- bunden, so ergibt sich eine Bauweise, bei der die Haube leicht von der Bremse lösbar ist und der Betrieb der Bremse bei abgenommener Haube auf eine besonders einfache Weise sichergestellt ist. Dabei ist darauf zu achten, daß die Bremsscheibe gegenüber der Sockelplatte axial verschieblich ist, um das Einrücken und Ausrücken (Lüften) der Bremse zu ermöglichen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß sich die La- gerpunkte von Bremsscheibe und/oder Bremsbetätigungseinrichtung ausschließlich an der Sockelplatte befinden. In diesem Fall verbleiben bei einem Lösen der Haube die Bremsscheibe und/oder die Bremsbetätigungseinrichtung an der Sockelplatte. Dies führt ebenfalls zu einer sehr einfachen konstruktiven Ausgestaltung der Haube und zu einer Wartungsmöglichkeit der Bremse bei abgenommener Haube.

An die Eingangswelle können weitere Geräte, wie beispielsweise Tachometerwellen, angeschlossen werden, wenn in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Bremse an einer Außenseite der Haube ein zur Eingangswelle im wesentlichen koaxialer Flansch mit einer zur Eingangswelle koaxialen Durchgangsöffnung angeformt ist. Der koaxiale Flansch ermöglicht die Befestigung der zusätzlichen Geräte an der Haube. Die koaxiale Durchgangsöffnung erlaubt die Verlängerung der Eingangswelle durch die Bremse hindurch.

Da die Reibbelagscheibe einem Abrieb unterliegt und demzufolge verschleißt, ist es notwendig, die Dicke der Reibbelagscheibe in beispielsweise regelmäßigen Wartungsin- tervallen zu überprüfen. Außerdem kann sich im Bremseninnenraum Schwitzwasser bil- den, das von Zeit zu Zeit abgelassen werden muß. Für diese Zwecke kann in einer wei- teren vorteilhaften Ausgestaltung der Bremse eine durchgängige Wartungsöffnung vor- gesehen sein, die mit einem Verschlußelement luftdicht und/oder wasserdicht ver- schließbar ist. Die Wartungsöffnung kann dabei am Umfang der Haube in radialer Richtung relativ zur Eingangswelle angeordnet sein. Durch den radialen Verlauf der Off- nung lauft bei untenliegender Wartungsöffnung Schwitzwasser selbständig ab. Außer- dem kann durch die Wartungsöffnungen die Dicke der Reibbelagscheibe und der Bremsscheibe inspiziert werden. Wartungsöffnungen, die parallel zur Eingangswelle verlaufen sind, können zum manuellen Lüften der Bremse sowie als Schwitzwasser- Ablaßbohrung bei senkrechten Einbaulagen vorteilhaft sein. Zweckmäßigerweise ist die Wartungsöffnung als Gewindebohrung ausgebildet, die durch eine Verschlußschraube vorzugsweise wasser-oder luftdicht verschlossen ist. Die Verschlußschraube kann Dichtungselemente, wie beispielsweise O-Ringe aufweisen, die zu einem besonders dichten Verschluß der Gewindebohrung führen.

Um bei festgefressener Bremse beispielsweise nach einer Dauerbremsung und Ver- schweißen der Bremsscheibe und der Reibbelagscheibe die Bremse noch lüften zu können, kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung eine gegenüber der Haube bewegliche manuelle Ausrückeinrichtung vorgesehen sein, die in eine Ausrückstellung überführbar ist. Dabei ist in der Ausrückstellung die Bremse gelüftet. Die manuelle Aus- rückeinrichtung ist mechanisch und/oder hydraulisch mit der Bremsscheibe und/oder der Reibbelagscheibe verbunden. Durch Betätigung der manuellen Ausrückeinrichtung wird die Bremsscheibe von der Reibbelagscheibe gelost. Vorzugsweise ist die von der manuellen Ausrückeinrichtung auf die Bremsscheibe und/oder Reibbelagscheibe auf- gebrachte Kraft größer als die von der Bremsbetätigungseinrichtung aufgebrachte Kraft, so daß bei einer Fehlfunktion der Bremsbetätigungseinrichtung die Bremse durch die manuelle Ausrückeinrichtung gelüftet werden kann.

Eine besonders ergonomische Handhabung ergibt sich dabei, wenn in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung die manuelle Ausrückeinrichtung als Hebel ausgebildet ist, der an der Haube an zumindest einem Lager schwenkbar gelagert ist. Durch einen He- bel lassen sich große Kräfte zum Lüften in die Bremse einleiten, ohne daß ein hoher konstruktiver Aufwand betrieben werden muß.

Um zu vermeiden, daß durch das Lager Wasser oder andere korrosive Medien in den Bremseninnenraum gelangen, kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung das Lager mit zumindest einem Lagerdichtungselement versehen sein, durch das das Lager wasserdicht und/oder luftdicht abgedichtet ist.

Eine besonders belastbare Lagerung der manuellen Ausrückeinrichtung an der Haube ergibt sich, wenn in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung zwei Lager an zwei ein- ander bezüglich der Eingangswelle einander im wesentlichen gegenüberliegenden Po- sitionen der Haube vorgesehen sind. Mit dieser Ausgestaltung können auch sehr große Kräfte in die Bremse eingeleitet werden, ohne daß die Gefahr einer Beschädigung der Lager besteht.

Des weiteren kann in einer vorteilhaften Ausgestaltung zum manuellen Ausrücken der Bremse ein axial bewegliches Ausrückmittel vorgesehen sein, durch welches die eine Bremsscheibe in Richtung weg von der anderen Bremsscheibe bewegbar und die Bremse dadurch ausrückbar ist, wobei bei abgenommener anderer Bremsscheibe und/oder Reibbelagscheibe die eine Bremsscheibe zumindest mittelbar durch das Aus- rückmittel an der Sockelplatte gehalten ist. Damit erfüllt das Ausrückmittel eine Doppel- funktion, in dem es sowohl zum Lüften der Bremse als auch als Wartungshilfe dient, durch die die eine Bremsscheibe bei Wartungsarbeiten an der Bremse gehalten wird und nicht von der Bremse abmontiert werden muß.

Die Ausgestaltungen der Bremse mit Ausrückmittel und Ausrückeinrichtung zum ma- nuellen Ausrücken der Bremse ist unabhängig vom Gesichtspunkt einer wasserdichten Abdichtung des Bremseninnenraums vorteilhaft, so daß für diese Ausgestaltung eben- falls unabhängiger Schutz begehrt wird.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Bremse eine elektronische Über- wachungseinrichtung aufweisen, die vorzugsweise innerhalb der Haube angeordnet ist und durch die ein Signal ausgebbar ist, das für die Funktion und/oder den Verschleiß der Bremse repräsentativ ist. Diese elektronische Überwachungseinrichtung kann bei- spielsweise in Form eines Mikroschalters und/oder in Form eines Näherungsschalters ausgebildet sein. Der Mikroschalter ist ebenso wie der Näherungsschalter in der Lage, das Einrücken der Bremse zu registrieren oder bei Unterschreiten einer Mindestdicke der Reibbelagscheibe ein Signal auszugeben. Dieses Signal kann beispielsweise zu Wartungszwecken benötigt werden, um ohne Zugriff auf die Bremse feststellen zu kön- nen, wann die Reibbelagscheibe oder die Bremsscheibe ausgewechselt werden müs- sen.

Im folgenden wird die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele unter Zuhilfenah- me der Zeichnungen beispielhaft erlautert.

Es zeigen : Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bremse in einer Ansicht auf eine Stirnseite der Haube ; Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie li-11 der Fig. 1 Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Ausrückeinrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bremse in einer Stirnansicht auf die Haube ; Fig. 5 eine Schnittansicht des zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsge- mäßen Bremse in einem Schnitt entlang einer Mittelachse der Bremse ; Fig. 6 eine Einzelheit A der Fig. 3 im Querschnitt.

Zunächst wird der Aufbau des ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bremse anhand der Fig. 2 beschrieben, die einen Schnitt entlang der Linie ll-ll der Fig. 1 darstellt.

Die Bremse 1 weist eine Sockeiplatte 2 auf, an der über mehrere am Umfang verteilte Schrauben 3 eine Bremsbetätigungseinrichtung 4 befestigt ist. Die Bremsbetätigungs- einrichtung 4 weist einen Elektromagneten 5 und ein als Druckfeder ausgestaltetes Fe- derelement 6 auf. Die Druckfeder 6 stützt sich zwischen der Bremsbetätigungseinrich- tung 4 und einer Bremsscheibe 7 ab.

Die Bremse 1 weist des weiteren eine Eingangswelle 8 auf, die mit einer Keilverzahnung drehfest mit einer Reibbelagscheibe 9 verbunden ist, deren Durchmesser kleiner als der der Bremsscheibe 7 ist.

Die Reibbelagscheibe 9 ist zwischen der einen Bremsscheibe 7 und einer weiteren Bremsscheibe 10 angeordnet und dank der Keilverzahnung in axialer Richtung auf der Eingangswelle 8 verschiebbar. Die Bremsscheiben 7,10 sind ebenfalls in axialer Rich- tung der Bremse auf drei am Umfang verteilten Schrauben 11 verschiebbar. Die Brems- scheiben 7,10 weisen nicht denselben Durchmesser auf.

Die Bremsbetätigungseinrichtung 4, die beiden Bremsscheiben 7,10 und die Reibbe- lagscheibe 9 verlaufen koaxial zueinander und zu einer Mittellinie M der Eingangswelle 8, die gleichzeitig die Mittellinie der Bremse 1 bildet.

Die Schraubenköpfe der Schrauben 11 dienen gleichzeitig als axialer Anschlag zum Einstellen des Spiels der Bremse. Die Schrauben 11 reichen durch die Bremsscheibe 7 und die Bremsbetätigungseinrichtung 4 hindurch und sind mit der Sockelplatte 2 ver- schraubt. Zu diesem Zweck ist die Bremsbetätigungseinrichtung 4 mit einer entspre- chenden Durchgangsöffnung für jede Schraube 11 versehen, die zu den Bremsschei- ben 7,10 hin einen Gewindeabschnitt mit größerem Durchmesser aufweist. Im Gewin- deabschnitt der Bremsbetätigungseinrichtung 4 ist eine Hülse 12 angeordnet, die durch die erste Bremsscheibe 7 hindurchreicht. Da die zweite Bremsscheibe 10 mit einer klei- neren Öffnung versehen ist, stützt sich die Hülse 12 in axialer Richtung an der zweiten, äußeren Bremsscheibe 10 ab.

Die Hütse 12 weist an dem in Richtung der Sockelplatte 2 gelegenem Abschnitt ein Au- ßengewinde auf, das in den Gewindeabschnitt der Betätigungseinrichtung 4 einge- schraubt ist. Der an die Bremsscheibe 10 stoßende Abschnitt der Hülse 12 ist als Sechskant ausgebildet. In der entsprechenden Durchgangsöffnung in der Bremsscheibe 7 ist die Hülse 12 mit leichtem Spiel gehalten, so daß sie einerseits drehbar gehalten ist und andererseits die Bremsscheibe 7 in Umfangsrichtung abzustützen vermag.

Die Gewindebohrung zur Aufnahme der Schraube 11 in der Sockelplatte 2 ist im ersten Ausführungsbeispiel durchgängig gezeichnet, sie kann aber auch als Sackloch ausge- bildet sein, wodurch die der Bremsbetätigungseinrichtung 4 und den Bremsscheiben 7, 10 abgewandte Rückseite der Sockelplatte 2 abgedichtet wird.

Die Rückseite der Sockelplatte 2 ist gewöhnlicherweise an einem Elektromotor (nicht gezeigt) befestigt, dessen Motorwelle beispielsweise über eine Paßfeder die Eingangs- welle 8 der Bremse 1 antreibt. Zur Befestigung der Bremse 1 an dem Elektromotor sind an der Sockelplatte 2 Befestigungsöffnungen 13 zur Aufnahme von entsprechenden Schrauben vorgesehen. Über die Sockelplatte 2 wird das Bremsmoment an das Ge- häuse des Elektromotors geleitet.

Um die Sockelplatte 2 dicht auszugestalten, kann auch die Befestigungsöffnung 13 ver- schließbar oder als Sackioch ausgebildet sein. Auch das Gewindeloch für die Schraube 3, die die Sockelplatte 2 mit der Bremsbetätigungseinrichtung 4 verbindet, kann als Sackloch ausgestaltet sein.

Die Bremsbetätigungseinrichtung 4, die beiden Bremsscheiben 7,10 und die Reibbe- lagscheibe 9 sind in einer glockenförmigen Haube 14 aufgenommen, die sich an der Sockelplatte 2 dichtend abstützt. Um die Dichtungswirkung zu verstärken, ist zwischen der Sockelplatte 2 und der Haube 14 ein 0-Ring 15 als Dichtungselement angeordnet.

Die Haube 14 ist über drei am Umfang verteilte Schrauben 16 mit der Bremsbetäti- gungseinrichtung 4 verschraubt und damit mittelbar mit der Sockelplatte 2 verbunden.

Die Schrauben 16 reichen in axialer Richtung außerhalb des Elektromagneten 5 durch die beiden Bremsscheiben 7,10 hindurch. Die Schrauben 16 liegen auf demselben Durchmesser wie die Schrauben 11. Zusätzlich nehmen die Schrauben 11 einen Teil des Bremsmoments auf und leiten es über die Befestigungseinrichtung 4 in die Sockel- platte 2 ab.

Die Schraubenköpfe der Schrauben 16 liegen in Aussparungen an der Stirnfläche 17 der Haube. Diese Aussparungen weisen ein Innengewinde auf, in das Verschluß- schrauben 18 eingeschraubt sind. Diese Verschlußschrauben dichten die Aussparun- gen in der Haube und die dahinter gelegenen Durchgangsöffnungen für die Schrauben 16 ab.

Aufgrund der Dichtung 15 und der Verschlußschrauben 18 ist somit der Bremseninnen- raum 19, in dem die Bremsbetätigungseinrichtung 4, die Bremsscheiben 7,10 und die Reibbelagscheibe 9 aufgenommen sind, bei an einen Elektromotor geschraubter Brem- se 1 abgedichtet.

An der sich axial erstreckenden Umfangsfläche 20 der Haube sind radial verlaufende Wartungsöffnungen vorgesehen, die durch Schrauben 21 wasser-und luftdicht ver- schlossen sind. Dazu sind die Schrauben 21 mit Dichtungen versehen.

Die in der Fig. 2 dargestellte Verschlußschraube 21 ist in der gezeigten Einbaulage un- ten angeordnet. Die von ihr verschlossene Wartungsöffnung dient als Schwitzwasserab- laß.

Das erste Ausführungsbeispiel der Bremse 1 weist eine koaxial zur Mittellinie M der Bremse verlaufende Durchgangsöffnung 22 auf, die von einem Flanschabschnitt 23 umgeben ist.

Ebenso weist die Eingangswelle 8 an ihrem von der Sockelplatte 2 und den Elektromo- tor weg weisendem Ende Befestigungseinrichtungen 24 auf, an denen eine weitere Welle befestigt werden kann, die durch die Öffnung 22 hindurchreicht. An dieser Welle kann beispielsweise ein Tachometer (nicht gezeigt) angebracht werden. Am Flansch 23 kann ein Übergangsflansch für eine wasserdichte Verbindung der Bremse mit einem Tachometergehäuse angebracht werden. Zu diesem Zweck ist der Flanschabschnitt 23 plan bearbeitet, so daß eine leichte Abdichtung dieser Fläche möglich ist.

In der Fig. 2 ist gestrichelt ein Klemmenkasten 25 dargestellt, der zum wasserdichten Anschluß der Betriebskabel für den Elektromagneten 5 und weiterer elektrischer Einrich- tungen zur Verschleißüberwachung wie beispielsweise Näherungsschaltern (nicht dar- gesteilt) dient.

Fig. 1 zeigt eine haubenseitige Stirnansicht der Bremse 1. Hier ist zu erkennen, daß der Klemmenkasten 25 mit den Kabelaufnahmen in der gezeigten Einbaulage seitlich ver- setzt zum Schwitzwasserablaß 21 ist. Des weiteren sind an der Umfangsfläche 20 der Haube 14 zwei weitere Wartungsöffnungen vorgesehen, die mit Verschlußschrauben 26,27 wasser-und luftdicht verschlossen sind. Diese beiden Wartungsöffnungen sind in axialer Richtung auf Höhe der Reibbelagscheibe 9 angeordnet und dienen als Inspekti- onsöffnungen zur Kontrolle des Abriebs der Reibbelagscheibe 9.

Zwei weitere, einander diametral gegenüberiiegende Wartungsöffnungen an der Stirn- seite 17 der Haube 2 sind ebenfalls durch Verschlußschrauben 28,29 wasser-und luft- dicht verschlossen. Diese Öffnungen dienen als Zugangsöffnungen zu einer manuellen Lüftungseinrichtung, die in der Fig. 3 zu sehen ist. Die Bremsscheiben 7,10 sind mit zwei weiteren Durchgangsöffnungen versehen, deren Lage der durch die Verschluß- schrauben 28,29 verschlossenen Wartungsöffnungen entspricht. Zwischen Betätigung- selement 4 und der ersten Bremsscheibe 7 sind hinter diesen Durchgangsöffnungen Schrauben 28'angebracht, die durch die Wartungsöffnungen 28,29 zugänglich sind.

Bei abgenommenen Verschlußschrauben 28,29 kann beispielsweise ein Schrauben- schlüssel durch die Wartungsöffnungen und die Öffnungen der Bremsscheiben 7,10 gesteckt werden und die Schrauben 28'ein-oder herausgeschraubt werden.

Im folgenden wird der Aufbau des zweiten Ausführungsbeispiel anhand der Fig. 4 bis 6 beschrieben.

Beim zweiten Ausführungsbeispiel sind die Bauteile, die in ihrer Funktion den Bauteilen des ersten Ausführungsbeispiels entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen verse- hen. Auf die Erläuterung dieser Bauteile wird bei der Beschreibung des zweiten Ausfüh- rungsbeispiels verzichtet. Das zweite Ausführungsbeispief sieht im Gegensatz zum er- sten Ausführungsbeispiel nicht vor, eine weitere Welle zum Anschluß weiterer Geräte an die Eingangswelle 8 anzuschließen. Deswegen weist die Haube 2 des zweiten Ausfüh- rungsbeispiels keinen Flansch 23 und keine Öffnung 22 auf. Die Eingangswelle 8 weist keine Befestigungsmöglichkeit 24 auf.

Statt dessen ist die Stirnfläche 17 der Haube 2 mit einer koaxial zur Mittellinie M verlau- fenden Wartungsöffnung 28 versehen, die als Schwitzwasserablaß 28 bei einer senk- rechten Einbaulage dient. Diese Wartungsöffnung 28 ist ebenfalls durch eine Ver- schlußschraube wasser-und luftdicht verschlossen.

Des weiteren weist das zweite Ausführungsbeispiel eine manuelle Ausrückeinrichtung in Form eines Hebels 29 auf, der über eine Gabel 30, die die Umfangsfläche 20 der Haube teilweise umfaßt, an zwei Lagern 31 in axialer Richtung der Bremse 1 schwenkbar gela- gert ist. Eines der beiden Lager 31 ist als Einzelheit A in der Fig. 6 im Schnitt dargestellt.

Die Lager 31 sind wasserdicht ausgestaltet, so daß durch sie kein Wasser in den Bremseninnenraum 19 dringen kann.

Die Gabel 30 ist mit einer Welle 33 drehstarr über einen durch eine Schraube 32 gesi- cherten Formschluß verbunden. Dieser Formschluß wird durch einen am Ende der Welle angebrachten Außensechskant erreicht, der in einen entsprechenden In- nensechskant des Hebels 30 greift. Die Schraube 32 sichert diese Verbindung in axialer Richtung der Welle 33. Durch Drehung der Welle 33 wird die Kupplung gelüftet, also die Reibbelagscheibe 9 von der ersten Bremsscheibe 7 weggedrückt. Dies kann beispiels- weise durch eine Exzentereinrichtung oder einen Hebel an einem Ende der Welle ge- schehen, wodurch die Bremsscheibe 7 gegen die Wirkung der Federn 6 in Richtung der Betätigungseinrichtung bewegt wird.

Zwischen der Welle 33 und der Haube 17 ist ein Dichtelement 34, in diesem Fall ein O- Ring, angeordnet. Durch das Dichtelement 34 sind die Lager 31 gegen das Eindringen von Wasser in den Bremseninnenraum 19 abgedichtet.

Durch eine Kraft K, die auf dem Hebel 29 wirkt, kann dieser in axialer Richtung ver- schwenkt werden. Eine am Hebel 29 in einer Mutter gehaltene Schraube 36 stützt sich am Umfang 20 der Bremse 1 ab und dient als Anschlag. Die Schraube 36 dient des weiteren zur Fixierung des Hebels 29 in der Ausrückstellung, die in der Fig. 4 gestrichelt dargestellt ist. In der Ausrückstellung ist die Bremse 1 gelüftet. Außerdem kann durch Niederschrauben der Schraube 36 der Hebel 29 mit größerer Kraft in die Ausrückstel- lung bewegt werden.

Im folgenden wird die Funktion der erfindungsgemäßen Bremse geschildert.

Bei ausgeschalteten Elektromagneten 5 drückt die Druckfeder 6 die Bremsscheibe 7 gegen die Reibbelagscheibe 9, die aufgrund ihrer axialen Verschieblichkeit auf der Ein- gangswelle 8 gegen die in axialer Richtung durch die Schraube 11 und Hülse 12 fixierte Bremsscheibe 10 gedrückt wird. Der Bremsmomentenfluß bei der Bremse verläuft zum einen bei der Bremsscheibe 7 über die Hülse 12 und die Betätigungseinrichtung 4 zur Sockelplatte 2 und über diese zum Gehäuse des Elektromotors. Zum anderen wandert der Bremsmomentenfluß von der Bremsscheibe 10 über die Hülse 12 ebenfalls über die Betätigungseinrichtung 4 und die Sockelplatte 2 zum Gehäuse des Elektromotors.

Beim Einschalten des Elektromagneten 5 (es können auch mehrere Elektromagnete vorgesehen sein) wird die Bremsscheibe 7 durch die Wirkung des Magnetfeldes in Richtung der Betätigungseinrichtung 4, also entgegen der Kraftrichtung der Feder 6, ge- zogen. Da die Bremsscheibe 10 in axialer Richtung fixiert ist, kann diese der Bewegung der Bremsscheibe 7 nicht folgen, so daß beim Einschalten des Elektromagneten 5 die Bremse gelüftet wird.

Durch Lösen der Verschlußschrauben 18 sind die Schrauben 16 an der Stirnfläche 17 der Haube 2 zugänglich und können gelöst werden. Damit ist die Haube 14 von der Sockelplatte 2 lösbar. Die Bremsscheiben 7,10 sind jedoch auch bei abgenommener Haube 14 mit der Betätigungseinrichtung 4 und der Sockelplatte 2 über die Schrauben 3 und der Hülse 12 verbunden. Damit ist die Bremse 1 auch bei abgenommener Haube 14 voll funktionsfähig und leicht zu warten. Eine wasserdichte Abdichtung des Bremsen- innenraums 19, die bei entsprechender, dem Fachmann bekannter Abänderung der Dichtungen auch luftdicht ausgeführt sein kann, wird durch die Dichtungen 15 und durch die wasserdichten Verschlußschrauben 18,21,26,27,28,29 an der Haube erreicht.

Weist die Sockelplatte 2 anstelle von Durchgangsöffnungen nur Sacklöcher auf, so kann durch die erfindungsgemäße Bremse ohne weitere Maßnahmen eine Dichtigkeit erreicht werden, die Drücken bis 1 mWS standhält. Dies entspricht der Schutzklasse IP 67. Die erfindungsgemäße Bremse ist damit korrosionsbeständig im See-und Tropen- bereich. In den Bremseninnenraum 19 sind damit insbesondere Schutzvorkehrungen feuchtigkeitsempfindliche Bauteile einbaubar. Dies sind beispielsweise elektronische Überwachungseinrichtungen, die die Dicke der Bremsscheiben zwischen den Brems- scheiben 7,10 und/oder der Reibbelagscheibe 9 oder das Einrücken der Bremse 1 überwachen. Diese Überwachungseinrichtungen sind beispielsweise Mikroschalter oder Naherungsschalter.

Reicht die vom Elektromagneten 5 ausgeübte Magnetkraft beispielsweise bei festge- fressener Reibbelagscheibe 9 nicht mehr zum Lüften der Bremse 1 aus, so kann die Bremse 1 beim ersten Ausführungsbeispiel durch die in der Fig. 3 gezeigte manuelle Lüftung gelüftet werden. Normalerweise stützt sich die Schraube 28', wie in der Fig. 3 gezeigt, im so weit als möglich herausgeschraubten Zustand an der Bremsscheibe 10 ab, so daß sie im Betrieb der Bremse 1 fest sitzt. Hierzu weist die mit der Schraube 28' fluchtende Bohrung 28"der Bremsscheibe 10 zweckmäßigerweise einen kleineren Durchmesser auf als der Schraubenkopf der Schraube 28'. Zum manuellen Lüften wird zunächst die Verschlußschraube 28 gelöst und dann ein Schraubenschlüssel durch die Wartungsöffnung und die Öffnung 28"gesteckt und die Schraube 28'in Richtung der Bremsscheibe 7 in die Befestigungseinrichtung 4 eingeschraubt. Auf diese Weise wird die Bremsscheibe 7 in Richtung der Befestigungseinrichtung entgegen der Federwir- kung der Federn 6 bewegt und die Bremse manuell gelüftet.

Die Schraube 28'hält bei einer Wartung der Bremse 1 außerdem die Bremsscheibe 7 gegen den Federdruck der Federn 6 an der Betätigungseinrichtung 4. Damit sind nach dem Lösen der Schrauben 16 und 11 die Bremsscheibe 10 und die Reibbelagscheibe 9 schnell und wartungsfreundlich abnehmbar, da sie nicht mehr unter der Wirkung der Federkraft stehen.

Beim zweiten Ausführungsbeispiel wird die Bremse durch Betätigung des Hebels 29 gelüftet. Dazu wird der Hebel in axialer Richtung weg von der Sockelplatte 2 gedrückt.

Auch wenn eine manuelle Ausrückeinrichtung 29,30,31 vorgesehen ist, kann aufgrund der abgedichteten Lager 31 eine Wasserfestigkeit bis 1 mWS, also eine Schutzklasse IP 67, erreicht werden. Trotz der Schutzklasse ist aufgrund der glockenförmigen Haube 14 und der Anordnung der Bauteile der Bremse 1 auf der Sockelplatte 2 eine leichte Wartung möglich, ohne daß dazu die Bremse 1 vom Elektromotor abmontiert oder die Bremse 1 auseinandergebaut muß bzw. die Bremsscheiben 7,10 oder die Bremsbetäti- gungseinrichtung 4 von der Sockelplatte 2 und die Reibbelagscheibe 9 von der Ein- gangswelle 8 abgenommen werden müssen.

Der Abrieb der Reibbelagscheibe 9 wird durch axiales Verschieben der Bremsscheibe 10 mittels der Hülse 12 und der Schraube 11 so ausgeglichen, daß das Spiel der Brem- se 1 im wesentlichen konstant bleibt. Dazu wird bei abgenommener Haube 17 zunächst die Hülse 12 weiter in die Befestigungseinrichtung geschraubt. Die Hütse 12 dient in Richtung der Betätigungseinrichtung 17 als Anschlag in eine axiale Richtung. Verschiebt man diesen Anschlag in Richtung der Betätigungseinrichtung bzw. in Richtung der Reibbelagscheibe, so wandert die Bremsscheibe 10 näher zur anderen Bremsscheibe 7 und der Spalt zwischen den beiden Bremsscheiben wird verkleinert. Auf diese Weise wird das ursprüngliche Bremsenspiel wiederhergestellt und der Abrieb der Reibbelag- scheibe 9 ausgeglichen. Anschließend wird die Schraube 11 nachgezogen, so daß die Bremsscheibe 10 fest zwischen der Hülse 12 und der Schraube 11 eingeklemmt ist. Der Außensechskant der Hülse 12 im Bereich des Spaltes zwischen den beiden Brems- scheiben 7,10 erleichtert das Einschrauben der Hüise 12. Zum Nachstellen des Spiels der Bremse muß wiederum nur die Haube 17 von der Bremse abgenommen werden.

Die beiden gezeigten Ausführungsbeispiele der Bremse 1 stellen jeweils eine Elektro- magnet-Zweiflächen-Federdruckbremse dar, die üblicherweise für Bremsmomente zwi- schen 100 Nm und 1600 Nm ausgelegt ist. Die Sockelplatte ist als Normalflansch mit Durchmessern zwischen 200 mm und 800 mm ausgebildet. Die Haube 12 ist aus Guß- eisen-gefertigt. Die gezeigten Bremsen werden beispielsweise als Kranbremsen auf Schiffen und in Häfen eingesetzt.