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Title:
BRAKE WITH MANUALLY OPERATED RELEASE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/031433
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a brake (1) with a base, a brake actuating device (4) mounted in said base and two brake disks (7, 10) which are linked with the base in a rotationally fixed manner. Said brake further comprises a friction-lined disk (9) arranged between said two brake disks (7, 10). Said friction-lined disk is linked with a rotary shaft (8) in a rotationally fixed manner. The brake disk (7) facing the base is arranged so that it can be axially moved and engaged in a brake position by the brake actuating device (4). The aim of the invention is to simplify replacement of the friction-lined disk (9) of a brake (1) so that it is no longer necessary to dissemble the entire brake (1) for this purpose. To this end, the base is provided with a manually operated release means. Said release means comprises an actuator surface (28''') which can be moved in the axial direction of the brake and can be displaced from an operating position in which the actuator surface (28''') is spaced apart from the axially movable brake disk (7) into an actuating position in which the actuator surface (28''') forces the axially movable brake disk (7) away from the friction-lined disk (9) in a direction opposite to that of the brake actuating force.

Inventors:
Schlehbusch, Karl-heinz (Moltkestrasse 7 Dinslaken, D-46537, DE)
Gärtner, Burkhard (Huenxer Strasse 227 Dinslaken, D-46517, DE)
Application Number:
PCT/EP1999/008982
Publication Date:
June 02, 2000
Filing Date:
November 22, 1999
Export Citation:
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Assignee:
PINTSCH BAMAG ANTRIEBS- UND VERKEHRSTECHNIK GMBH (Huenxer Strasse 149 Dinslaken, D-46537, DE)
Schlehbusch, Karl-heinz (Moltkestrasse 7 Dinslaken, D-46537, DE)
Gärtner, Burkhard (Huenxer Strasse 227 Dinslaken, D-46517, DE)
International Classes:
F16D55/28; F16D59/02; F16D65/14; F16D65/46; F16D55/00; F16D66/00; (IPC1-7): F16D59/02; F16D55/28; F16D65/46
Domestic Patent References:
WO1995015876A11995-06-15
Foreign References:
FR1154843A1958-04-17
US5186288A1993-02-16
DE2242073A11974-03-07
FR2319232A11977-02-18
DE3920148A11991-01-10
DE29820814U11999-02-04
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 009, no. 117 (M - 381) 22 May 1985 (1985-05-22)
None
Attorney, Agent or Firm:
Grunecker, Kinkeldey Stockmair Schwanhäusser (Maximilianstrasse 58 München, D-80538, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Bremse mit einem Sockel, mit einer im Sockel untergebrachten Bremsbetäti gungseinrichtung und mit zwei mit dem Sockel im wesentlichen drehstarr ver bundenen Bremsscheiben und mit einer zwischen den Bremsscheiben angeord neten Reibbelagscheibe, die mit einer relativ zum Sockel drehbaren Welle im wesentlichen drehstarr verbunden ist, wobei die dem Sockel zugewandte Brems scheibe in axialer Richtung beweglich angeordnet und durch eine von der Bremsbetätigungseinrichtung erzeugte Bremsbetätigungskraft aus einer Aus rückstellung in eine Bremsstellung druckbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß am Sockel (4) ein von Hand bewegliches Ausrückmittel (28') vorgesehen ist, das eine in axialer Richtung der Bremse (1) bewegliche Andrückfläche (28"') aufweist und von einer Betriebsstellung, in der die Andrückfläche (28"') von der axial be weglichen Bremsscheibe (7) beabstandet ist, in eine Ausrückstellung überführbar ist, in der das Ausrückmittel (28') mit seiner Andrückfläche (28"') die axial beweg liche Bremsscheibe (7) entgegen der Richtung der Bremsbetätigungskraft von der Reibbelagscheibe weg drückt.
2. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausrückmittel in der Ausrückstellung feststelibar ist.
3. Bremse nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausrückmittel (28') an der Betätigungseinrichtung (4) befestigt ist.
4. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausrückmittel im wesentlichen als Schraube ausgestaltet ist.
5. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückfläche am Schraubenkopf ausgebildet ist.
6. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwei Ausrückmittel (28') an der Bremse (1) vorgesehen sind, die vorzugsweise an einem koaxial zur Welle (8) verlaufenden Durchmesser ange ordnet sind.
7. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Bremsscheibe (10) eine axial durchgängige Offnung (28") auf weist, die mit dem Ausrückmittel (28') fluchtet.
8. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Öffnung (28") kleiner als ein Durchmesser des Aus rückmittels (28') ist.
9. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausrückmittel einen mit der Andrückfläche verbundenen Hebel (29) auf weist, der an einem als Haube ausgebildeten Gehäuse der Bremse (1) an zu mindest einem Lager (31) schwenkbar gelagert ist.
10. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Hebel (29) und dem Lager (31) eine Gabel (30) vorgesehen ist, die die Haube (14) zumindest teilweise umgreift.
11. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager (31) mit zumindest einem Lagerdichtungselement (34) versehen ist, durch das das Lager (31) wasserdicht und/oder luftdicht abgedichtet ist.
12. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Lager (31) an zwei einander bezüglich der Welle (8) im wesentlichen gegenüberliegenden Positionen der Haube (14), vorzugsweise an deren Umfang (20) vorgesehen sind.
13. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehende Bremsscheibe durch einen Abstandshalter beabstandet von der Betätigungseinrichtung gehalten ist.
14. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter axial verstellbar ist, wodurch der Abstand zwischen den beiden Bremsscheiben einstellbar ist.
15. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (12) mit der Betätigungseinrichtung (4) verbunden ist.
16. Bremse nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (12) zumindest im Bereich zwischen der Bremsscheibe (10) und der Befe stigungseinrichtung (4) mit einem Außensechskant versehen ist.
17. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (12) ein Außengewinde aufweist.
18. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (12) im wesentlichen als Hülse ausgebildet sind.
19. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsscheibe (10) mit einer Befestigungsschraube (11) an der Sockel platte (2) befestigt ist, wobei sich die Befestigungsschraube (10) durch den Ab standshalter (12) hindurch erstreckt.
20. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsschraube (11) koaxial zum Abstandshalter (12) verläuft.
21. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsschraube (11) mit der Sockelplatte (2) verbunden ist.
22. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gehäuse der Bremse als glockenförmige Haube (14) ausgebildet ist, die sich dichtend an der Sockelplatte (2) abstützt und einen gegenüber einer äuße ren Umgebung der Bremse (1) zumindest wasserdicht abgedichteten Bremsen innenraum (19) bildet, in dem die Bremsbetätigungseinrichtung (4), die Reibbe lagscheibe (9) und die Bremsscheibe (7,10) aufgenommen sind.
23. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Sockelplatte (2) und Haube (14) ein Dichtungselement (15) ange ordnet ist.
24. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (15) als ORing ausgebildet ist.
25. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (2) mit der Bremsbetätigungseinrichtung (4) verbunden ist.
26. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbetätigungseinrichtung (4) mit der Sockelplatte (2) verbunden ist.
27. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsscheibe (7,10) mit der Sockelplatte (2) axial verschieblich verbun den ist.
28. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Lagerpunkte (11) von Bremsscheibe (7,10) und/oder Bremsbetäti gungseinrichtung (4) ausschließlich an der Sockelplatte (2) befinden.
29. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Stirnseite (17) der Haube (14) ein zur Welle (8) im wesentlichen koaxialer Flansch (23) mit einer zur Welle (8) koaxia ! en Durchgangsöffnung (22) ausgeformt ist.
30. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (14) mindestens eine durchgängige Wartungsöffnung (18,21,26, 27,28,29) aufweist, die mit einem Verschlußelement luftdicht und/oder wasser dicht verschließbar ist, wobei die Wartungsöffnung vorzugsweise am Umfang (20) der Haube (14) in radialer Richtung relativ zur Welle (8) angeordnet ist.
31. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (14) mindestens eine durchgängige Wartungsöffnung aufweist, die mit einem Verschlußelement luftdicht und/oder wasserdicht verschließbar ist, wobei die Wartungsöffnung vorzugsweise parallel zur Welle (8) an einer Stirnflä che der Haube angeordnet ist.
32. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wartungsöffnung als eine Gewindebohrung ausgebildet ist, die durch ei ne Verschlußschraube verschlossen ist.
33. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremse (1) eine elektronische Überwachungseinrichtung aufweist, die vorzugsweise innerhalb der Haube angeordnet ist, und durch die ein Signal aus gebbar ist, das für die Funktion und/oder den Verschleiß der Bremse repräsenta tiv ist.
34. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Überwachungseinrichtung einen Mikroschalter und/oder einen Näherungsschalter aufweist.
35. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbetätigungseinrichtung (4) mindestens einen Elektromagneten (5) aufweist, dessen Magneffeld auf die Bremsscheibe (7) wirkt und bei dessen Akti vierung die Bremse ausrückbar ist.
36. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbetätigungseinrichtung (4) mindestens ein Federelement (6) auf weist, das sich zwischen der Sockelplatte (2) und der Bremsscheibe (7) abstützt und durch das die Bremsscheibe (7,10) und die Reibbelagscheibe zusammen gedrückt sind.
37. Bremse nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremse als ElektromagnetZweiflächenFederdruckbremse ausgebildet ist.
Description:
Bremse mit manueller Lüfteinrichtung Die Erfindung betrifft eine Bremse mit einem Sockel, mit einer im Sockel untergebrach- ten Bremsbetätigungseinrichtung und mit zwei mit dem Sockel im wesentlichen drehstarr verbundenen Bremsscheiben und mit einer zwischen den Bremsscheiben angeordne- ten Reibbelagscheibe, die mit einer relativ zum Sockel drehbaren Welle im wesentlichen drehstarr verbunden ist, wobei die dem Sockel zugewandte Bremsscheibe in axialer Richtung beweglich angeordnet und durch eine von der Bremsbetätigungseinrichtung erzeugte Bremsbetätigungskraft aus einer Ausrückstellung in eine Bremsstellung druck- bar ist.

Derartige Bremsen sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden beispielsweise für außen-und innenbelüftete Motoren bei Fahr-, Katz-und Hubwerken an Krananlagen verwendet. Die Sockelplatte ist dabei mit einem relativ zur Welle feststehenden Gegen- stand, beispielsweise einem Motorgehäuse verbunden. Die Welle ist mit dem Abtrieb des Motors verbunden und dreht sich relativ zur Sockelplatte.

Durch Aktivieren der Bremsbetätigungseinrichtung wird die Reibbelagscheibe mit der Bremsscheibe in Eingriff gebracht. Durch die Reibung zwischen der sich mit der Welle drehenden Reibbelagscheibe und der Bremsscheibe wird die Drehung der Welle relativ zur Sockelplatte abgebremst und/oder zum Stillstand gebracht.

Die herkömmlichen Bremsen haben jedoch den Nachteil, daß sie nur schwer zu warten sind. Bei der Wartung müssen oft mehrere Gehäuseteiie umständlich von der Bremse abgenommen werden und die Bremse stiligelegt werden. Außerdem verschleißen die Bremsscheiben und die Reibbelagscheiben herkömmlicher Bremsen gerade bei Kra- nanfagen im Hafenbereich oder auf Schiffen sehr schnell, was häufige Wartungen not- wendig macht. Bei Verschleiß der Reibbelagscheibe wird diese dünner und muß nach einiger Zeit ausgewechselt werden. Bei einem Ausbau der Reibbelagscheibe muß bei den herkömmlichen Bremsen aber meist die gesamte Bremse auseinandergebaut wer- den. Dies ist sehr arbeits-und zeitintensiv. Der vorliegenden Efindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bremse zu schaffen, die, verglichen mit herkömmlichen Bremsen, eine sehr einfache Möglichkeit zum Wech- seln der Reibbelagscheibe bietet, ohne daß die gesamte Bremse auseinandergebaut werden muß.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe für eine Bremse der eingangs genannten Art da- durch gelost, daß am Sockel ein von Hand bewegliches Ausrückmittel vorgesehen ist, das eine in axialer Richtung der Bremse bewegliche Andrückfläche aufweist und von ei- ner Betriebsstellung, in der die Andrückfläche von der axial beweglichen Bremsscheibe beabstandet ist, in eine Ausrückste) ! ung überführbar ist, in der das Ausrückmittel mit seiner Andrückfläche die axial bewegliche Bremsscheibe entgegen der Richtung der Bremsbetätigungskraft von der Reibbelagscheibe weg drückt.

Diese Lösung ist technisch einfach und hat den Vorteil, daß durch das Ausrückmittel die auf die bewegliche Bremsscheibe wirkende Bremsbetätigungskraft in der Ausrückstel- lung aufgenommen wird und die andere, feststehende Bremsscheibe somit im wesentli- chen kraftfrei ist. Dadurch kann in der Ausrückstellung die feststehende Bremsscheibe leicht abgenommen und die Reibbelagscheibe ausgetauscht werden. Da beide Brems- scheiben am Sockel angebracht sind, muß nur die feststehende Bremsscheibe zum Austausch der Reibbelagscheibe abgenommen werden. Zusätzlich dient das Ausrück- mittel dazu, bei festgefressener Bremse beispielsweise nach einer Dauerbremsung und Verschweißen der Bremsscheibe und der Reibbelagscheibe die Bremse noch lüften zu können.

Eine besonders leichter Austausch ergibt sich, wenn in einer weiteren vorteilhaften Aus- gestaltung das Ausrückmittel und damit die axial verschiebliche Bremsscheibe in der Ausrückstellung feststellbar ist.

Eine günstige Rückleitung des Kraftflusses zurück zur Befestigungseinrichtung ergibt sich, wenn das Ausrückmittel in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung an der Betä- tigungseinrichtung befestigt ist.

Eine kostengünstige und konstruktiv einfache Lösung wird erreicht, wenn das Ausrück- mittel in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung im wesentlichen als Schraube aus- gestaltet ist. Dabei kann dann die Andrückfläche in besonders einfacher Weise am Schraubenkopf ausgebildet sein.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung können zumindest zwei Ausrückmittel an der Bremse vorgesehen sein, die vorzugsweise an einem koaxial zur Welle verlaufen- den Durchmesser angeordnet sind. Dadurch wird ein gleichmäßiges Ausrücken über den Umfang der Bremse erreicht.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die feststehende Bremsscheibe eine axial durchgängige Öffnung aufweisen, die mit dem Ausrückmittel fluchtet. Durch diese Öffnung ist das Ausrückmittel hindurch bedienbar. So kann beispielsweise bei einem sehr begrenzten axialen Zugang die Bremse gelüftet und gewartet werden. Um ein all- mähliches, unbeabsichtigtes Lösen des Ausrückmittels nach längerem Betrieb der Bremse zu verhindern, weist die Öffnung einen geringeren Durchmesser als das Aus- rückmittel auf.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Ausrückmittel mit einem Hebel versehen sein, der an der Haube an zumindest einem Lager schwenkbar gelagert ist, und durch dessen Bewegung die Andrückfläche bewegbar ist. Durch einen Hebel las- sen sich große Kräfte zum Lüften in die Bremse einleiten, ohne daß ein hoher konstruk- tiver Aufwand betrieben werden muß.

Um zu vermeiden, daß durch das Lager Wasser oder andere korrosive Medien in den Bremseninnenraum gelangen, kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung das Lager mit zumindest einem Lagerdichtungselement versehen sein, durch das das Lager wasserdicht und/oder luftdicht abgedichtet ist.

Eine besonders belastbare Lagerung der manuellen Ausrückeinrichtung an der Haube ergibt sich, wenn in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung zwei Lager an zwei ein- ander bezüglich der Welle einander im wesentlichen gegenüberliegenden Positionen der Haube vorgesehen sind. Mit dieser Ausgestaltung können auch sehr große Kräfte in die Bremse eingeleitet werden, ohne daß die Gefahr einer Beschädigung der Lager be- steht.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann der Abstandshalter mit der Betäti- gungseinrichtung verbunden sein. Da die Bremsscheibe mit der Bremsbetätigungsein- richtung und diese wiederum mit der Sockelplatte verbunden ist, wird auf diese Weise eine bauliche Einheit gebildet, die beim Einstellen des Bremsenspiels nicht auseinan- dergebaut werden muß. Diese Ausgestaltung ist auch besonders dann vorteilhaft, wenn die Bremse durch eine von der Betätigungseinrichtung ausgeübte Kraft, beispielsweise eine Magnetkraft, ausgerückt wird. In diesem Fall stützt sich die Bremsscheibe beim Ausrücken am Abstandshalter ab und der Kraftftuß wird beim Ausrücken wieder direkt in die Bremsbetätigung zurückgeleitet.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann der Abstandshalter zumindest im Be- reich zwischen den Bremsscheiben mit einem Außensechskant versehen sein. Dadurch läßt sich der Abstandshalter äßt sich bei abgenommener Haube ohne Ausbau der Bremsscheibe das Bremsenspiel beispielsweise mittels eines entsprechenden Schrau- benschlüssels oder einer Zange besonders leicht einstellen. Dabei sind auch andere Schlüsselformen des Abstandshalters möglich, die eine ähnliche Verstellmoglichkeit bieten, beispielsweise andere Mehrkantformen oder am Umfang verteilte Löcher.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann der Abstandshalter ein Außengewin- de aufweisen. Ein Außengewinde ist kostengünstig und einfach zu fertigen und ermög- licht eine genaue Einstellung des Bremsenspiels. In diesem Zusammenhang kann das Außengewinde vorteilhaft auch selbsthemmend ausgestaltet sein, um eine Verstellung des Abstandshalters und damit des Bremsenspiels während des Betriebs der Bremse zu verhindern.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Bremsscheibe mit einer Befesti- gungsschraube an der Sockelplatte befestigt sein, wobei sich die Befestigungsschraube durch den Abstandshalter hindurch erstreckt. Dies ermöglicht einen besonders platzspa- renden und einfachen Aufbau der Bremse, bei dem für Abstandshalter und Befesti- gungsschraube nur eine einzige Öffnung in der Betätigungseinrichtung vorgesehen werden muß. Dabei kann die Befestigungsschraube koaxial zum Abstandshalter ver- laufen.

Ein optimaler Kraftftuß in der Bremse ergibt sich, wenn in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung die Befestigungsschraube mit der Sockelplatte verbunden ist. Dadurch wird die von der Bremsscheibe auf die Befestigungsschraube ausgeübte Bremskraft di- rekt in die Sockelplatte eingeleitet.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Gehäuse als glockenförmige Haube ausgebildet sein, die sich dichtend an der Sockelplatte abstützt und einen ge- genüber einer äußeren Umgebung der Bremse zumindest wasserdicht abgedichteten Bremseninnenraum bildet, in dem die Bremsbetätigungseinrichtung, die Reibbelag- scheibe und die Bremsscheibe aufgenommen sind. Dies hat den Vorteil, daß die Brem- se aufgrund des glockenförmigen Gehäuses leichter zu warten ist als herkömmliche Bremsen. In dem glockenförmigen Gehäuse sind mit der Bremsbetätigungseinrichtung, der Reibbelagscheibe und der Bremsscheibe alle wesentlichen Bauteile der Bremse angeordnet, die einem Verschleiß unterliegen können und/oder regelmäßig gewartet werden müssen. Bei Abnahme der glockenförmigen Haube sind diese Bauteile frei zu- gänglich. Die Bremse bleibt trotz abgenommener Haube funktionsfähig, da die Brems- betätigungseinrichtung, die Bremsscheibe und die Reibbelagscheibe mit der Sockel- platte verbunden sind. Auf diese Weise kann die Funktion der Bremse bei Wartungsar- beiten leicht überprüft werden.

Gleichzeitig kann bei der erfindungsgemäßen Bremse kein Wasser in den Bremsenin- nenraum dringen, da sich die Haube dichtend an der Sockelplatte abstützt. Dadurch wird der Verschleiß der Bremse erheblich gesenkt. Eine Oxidation der Bauteile im Brem- seninnenraum, die durch den im Bremseninnenraum bleibenden Abrieb der Brems- scheibe begünstigt wird, kann nicht mehr stattfinden. Die Bauteile im Bremseninnen- raum bleiben auch bei extrem feuchter und aggressiver Umgebung trocken. Die Le- bensdauer der Bremse wird so gerade bei Krananlagen im Hafenbereich, die dem ag- gressiven Seewasser ausgesetzt sind, erhöht.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann zwischen der Sockelplatte und der Haube ein Dichtungselement angeordnet sein. Diese Weiterbildung führt zu gerin- gen Herstelikosten, da auf präzise aufeinanderliegende und fluchtende Dichtungsflä- chen von Sockelplatte und Haube verzichtet werden kann. Derartige Dichtungsflachen müssen hohen Toleranzanforderungen genügen. Dagegen sind Dichtungselemente leicht einzusetzen und gleichen Unregelmäßigkeiten in den sich abstützenden Flächen von Sockelplafte und Haube aus. Insbesondere kann dieses Dichtungselement als O- Ring ausgebildet sein.

Die Ausgestaltung der Bremse mit einer wasserdichte Abdichtung des Bremseninnen- raums unabhängig vom Gesichtspunkt von der Ausgestaltung mit Befestigungsschrau- be und Abstandshalter vorteilhaft, so daß für diese Ausgestaltung unabhängiger Schutz begehrt wird.

Die Haube kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung mit der Bremsbetäti- gungseinrichtung verbunden sein. Bei dieser Ausführung brauchen an der Sockelplatte keine Befestigungseinrichtungen für die Bremsbetätigungseinrichtung vorgesehen wer- den. Die Sockelplatte kann somit als eine dichte Platte ausgebildet sein, die keinerlei Öffnungen aufweist, durch die Flüssigkeit in den Bremsinnenraum gelangen kann. Ist die Bremsbetätigungseinrichtung und/oder die Bremsscheibe mit der Sockelplatte ver- bunden, so ergibt sich eine Bauweise, bei der die Haube leicht von der Bremse lösbar ist und der Betrieb der Bremse bei abgenommener Haube auf eine besonders einfache Weise sichergestellt ist. Dabei ist darauf zu achten, daß die Bremsscheibe gegenüber der Sockelplatte axial verschieblich ist, um das Einrücken und Ausrücken (Lüften) der Bremse zu ermöglichen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß sich die La- gerpunkte von Bremsscheibe und/oder Bremsbetätigungseinrichtung ausschließlich an der Sockelplatte befinden. In diesem Fall verbleiben bei einem Lösen der Haube die Bremsscheibe und/oder die Bremsbetätigungseinrichtung an der Sockelplatte. Dies führt ebenfalls zu einer sehr einfachen konstruktiven Ausgestaltung der Haube und zu einer Wartungsmöglichkeit der Bremse bei abgenommener Haube.

An die Welle können weitere Geräte, wie beispielsweise Tachometerwellen, ange- schlossen werden, wenn in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Bremse an einer Außenseite der Haube ein zur Welle im wesentlichen koaxialer Flansch mit einer zur Welle koaxialen Durchgangsöffnung angeformt ist. Der koaxiale Flansch ermöglicht die Befestigung der zusätzlichen Geräte an der Haube. Die koaxiale Durchgangsöff- nung erlaubt die Verlängerung der Welle durch die Bremse hindurch.

Da die Reibbelagscheibe einem Abrieb unterliegt und demzufolge verschleißt, ist es notwendig, die Dicke der Reibbelagscheibe in beispielsweise regelmäßigen Wartungs- intervallen zu überprüfen. Außerdem kann sich im Bremseninnenraum Schwitzwasser bilden, das von Zeit zu Zeit abgelassen werden muß. Für diese Zwecke kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Bremse eine durchgängige Wartungsöffnung vorgesehen sein, die mit einem Verschlußelement luftdicht und/oder wasserdicht ver- schließbar ist. Die Wartungsöffnung kann dabei am Umfang der Haube in radialer Richtung relativ zur Welle angeordnet sein. Durch den radialen Verlauf der Öffnung tauft bei untenliegender Wartungsöffnung Schwitzwasser selbständig ab. Außerdem kann durch die Wartungsöffnungen die Dicke der Reibbelagscheibe und der Bremsscheibe inspiziert werden. Wartungsöffnungen, die parallel zur Welle verlaufen sind, können zum manuellen Lüften der Bremse sowie als Schwitzwasser-Ablaßbohrung bei senk- rechten Einbaulagen vorteilhaft sein. Zweckmäßigerweise ist die Wartungsöffnung als Gewindebohrung ausgebildet, die durch eine Verschlußschraube vorzugsweise wasser- oder luftdicht verschlossen ist. Die Verschlußschraube kann Dichtungselemente, wie beispielsweise O-Ringe aufweisen, die zu einem besonders dichten Verschluß der Ge- windebohrung führen.

Die Ausgestaltung der Bremse mit Abstandhalter zum Einstellen des Bremsenspiels ist unabhängig vom Gesichtspunkt einer wasserdichten Abdichtung des Bremseninnen- raums vorteilhaft, so daß für diese Ausgestaltung ebenfalls unabhangiger Schutz be- gehrt wird.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Bremse eine elektronische Über- wachungseinrichtung aufweisen, die vorzugsweise innerhalb der Haube angeordnet ist und durch die ein Signal ausgebbar ist, das für die Funktion und/oder den Verschleiß der Bremse repräsentativ ist. Diese elektronische Überwachungseinrichtung kann bei- spielsweise in Form eines Mikroschalters und/oder in Form eines Näherungsschalters ausgebildet sein. Der Mikroschalter ist ebenso wie der Naherungsschalter in der Lage, das Einrücken der Bremse zu registrieren oder bei Unterschreiten einer Mindestdicke der Reibbelagscheibe ein Signal auszugeben. Dieses Signal kann beispielsweise zu Wartungszwecken benötigt werden, um ohne Zugriff auf die Bremse festste ! ! en zu kön- nen, wann die Reibbelagscheibe oder die Bremsscheibe ausgewechselt werden müs- sen.

(m folgenden wird die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele unter Zuhilfenah- me der Zeichnungen beispielhaft erläutert.

Es zeigen : Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bremse in einer Ansicht auf eine Stirnseite der Haube ; Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie 11-11 der Fig. 1 Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Ausrückeinrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bremse in einer Stirnansicht auf die Haube ; Fig. 5 eine Schnittansicht des zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsge- mäßen Bremse in einem Schnitt entlang einer Mittelachse der Bremse ; Fig. 6 eine Einzelheit A der Fig. 3 im Querschnitt.

Zunächst wird der Aufbau des ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bremse anhand der Fig. 2 beschrieben, die einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1 darstellt.

Die Bremse 1 weist eine Sockelplatte 2 auf, an der über mehrere am Umfang verteilte Schrauben 3 eine in einem Sockel untergebrachte Bremsbetätigungseinrichtung 4 befe- stigt ist. Die Bremsbetätigungseinrichtung 4 weist einen Elektromagneten 5 und ein als Druckfeder ausgestaltetes Federelement 6 auf. Die Druckfeder 6 stützt sich zwischen der Bremsbetätigungseinrichtung 4 und einer Bremsscheibe 7 ab.

Die Bremse 1 weist des weiteren eine Welle 8 auf, die mit einer Keilverzahnung drehfest mit einer Reibbelagscheibe 9 verbunden ist, deren Durchmesser kleiner als der der Bremsscheibe 7 ist.

Die Reibbelagscheibe 9 ist zwischen der einen Bremsscheibe 7 und einer weiteren Bremsscheibe 10 angeordnet und dank der Keilverzahnung in axialer Richtung auf der Welle 8 verschiebbar. Die Bremsscheiben 7,10 sind ebenfalls in axialer Richtung der Bremse auf drei am Umfang verteilten Schrauben 11 verschiebbar. Die Bremsscheiben 7,10 weisen nicht denselben Durchmesser auf.

Die Bremsbetätigungseinrichtung 4, die beiden Bremsscheiben 7,10 und die Reibbe- lagscheibe 9 verlaufen koaxial zueinander und zu einer Mittellinie M der Welle 8, die gleichzeitig die Mittellinie der Bremse 1 bildet.

Die Schraubenköpfe der Schrauben 11 dienen gleichzeitig als axialer Anschlag zum Einstellen des Spiels der Bremse. Die Schrauben 11 reichen durch die Bremsscheibe 7 und die Bremsbetätigungseinrichtung 4 hindurch und sind mit der Sockelplatte 2 ver- schraubt. Zu diesem Zweck ist die Bremsbetätigungseinrichtung 4 mit einer entspre- chenden Durchgangsöffnung für jede Schraube 11 versehen, die zu den Bremsschei- ben 7,10 hin einen Gewindeabschnitt mit größerem Durchmesser aufweist. Im Gewin- deabschnitt der Bremsbetätigungseinrichtung 4 ist eine Hülse 12 angeordnet, die durch die erste Bremsscheibe 7 hindurchreicht. Da die zweite Bremsscheibe 10 mit einer klei- neren Öffnung versehen ist, stützt sich die Hülse 12 in axialer Richtung an der zweiten, äußeren Bremsscheibe 10 ab.

Die Hüise 12 weist an dem in Richtung der Sockelplatte 2 gelegenem Abschnitt ein Au- ßengewinde auf, das in den Gewindeabschnitt der Betätigungseinrichtung 4 einge- schraubt ist. Der an die Bremsscheibe 10 stoßende Abschnitt der Hülse 12 ist als Sechskant ausgebildet. In der entsprechenden Durchgangsöffnung in der Bremsscheibe 7 ist die Hülse 12 mit leichtem Spiel gehalten, so daß sie einerseits drehbar gehalten ist und andererseits die Bremsscheibe 7 in Umfangsrichtung abzustützen vermag.

Die Gewindebohrung zur Aufnahme der Schraube 11 in der Sockelplatte 2 ist im ersten Ausführungsbeispiel durchgängig gezeichnet, sie kann aber auch als Sackloch ausge- bildet sein, wodurch die der Bremsbetätigungseinrichtung 4 und den Bremsscheiben 7, 10 abgewandte Rückseite der Sockelplatte 2 abgedichtet wird.

Die Rückseite der Sockelplatte 2 ist gewöhnlicherweise an einem Elektromotor (nicht gezeigt) befestigt, dessen Motorwelle beispielsweise über eine Paßfeder die Welle 8 der Bremse 1 antreibt. Zur Befestigung der Bremse 1 an dem Elektromotor sind an der Sok- kelplatte 2 Befestigungsöffnungen 13 zur Aufnahme von entsprechenden Schrauben vorgesehen. Über die Sockelplatte 2 wird das Bremsmoment an das Gehäuse des Elektromotors geleitet.

Um die Sockelplatte 2 dicht auszugestalten, kann auch die Befestigungsöffnung 13 ver- schließbar oder als Sackloch ausgebildet sein. Auch das Gewindeloch für die Schraube 3, die die Sockelplatte 2 mit der Bremsbetätigungseinrichtung 4 verbindet, kann als Sackloch ausgestaltet sein.

Die Bremsbetätigungseinrichtung 4, die beiden Bremsscheiben 7,10 und die Reibbe- iagscheibe 9 sind in einer glockenförmigen Haube 14 aufgenommen, die sich an der Sockelplatte 2 dichtend abstützt. Um die Dichtungswirkung zu verstärken, ist zwischen der Sockelplatte 2 und der Haube 14 ein O-Ring 15 als Dichtungselement angeordnet.

Die Haube 14 ist über drei am Umfang verteilte Schrauben 16 mit der Bremsbetäti- gungseinrichtung 4 verschraubt und damit mittelbar mit der Sockelplatte 2 verbunden.

Die Schrauben 16 reichen in axialer Richtung außerhalb des Elektromagneten 5 durch die beiden Bremsscheiben 7,10 hindurch. Die Schrauben 16 liegen auf demselben Durchmesser wie die Schrauben 11. Zusätzlich nehmen die Schrauben 11 einen Teil des Bremsmoments auf und leiten es über die Befestigungseinrichtung 4 in die Sockel- platte 2 ab.

Die Schraubenköpfe der Schrauben 16 liegen in Aussparungen an der Stirnfläche 17 der Haube. Diese Aussparungen weisen ein Innengewinde auf, in das Verschluß- schrauben 18 eingeschraubt sind. Diese Verschlußschrauben dichten die Aussparun- gen in der Haube und die dahinter gelegenen Durchgangsöffnungen für die Schrauben 16 ab.

Aufgrund der Dichtung 15 und der Verschlußschrauben 18 ist somit der Bremseninnen- raum 19, in dem die Bremsbetätigungseinrichtung 4, die Bremsscheiben 7,10 und die Reibbelagscheibe 9 aufgenommen sind, bei an einen Elektromotor geschraubter Brem- se 1 abgedichtet.

An der sich axial erstreckenden Umfangsfläche 20 der Haube sind radial verlaufende Wartungsöffnungen vorgesehen, die durch Schrauben 21 wasser-und luftdicht ver- schlossen sind. Dazu sind die Schrauben 21 mit Dichtungen versehen.

Die in der Fig. 2 dargestellte Verschlußschraube 21 ist in der gezeigten Einbaulage un- ten angeordnet. Die von ihr verschlossene Wartungsöffnung dient als Schwitzwas- serablaß.

Das erste Ausführungsbeispiel der Bremse 1 weist eine koaxial zur Mittellinie M der Bremse veriaufende Durchgangsöffnung 22 auf, die von einem Flanschabschnitt 23 umgeben ist.

Ebenso weist die Welle 8 an ihrem von der Sockelplatte 2 und den Elektromotor weg weisendem Ende Befestigungseinrichtungen 24 auf, an denen eine weitere Welle befe- stigt werden kann, die durch die Öffnung 22 hindurchreicht. An dieser Welle kann bei- spielsweise ein Tachometer (nicht gezeigt) angebracht werden. Am Flansch 23 kann ein Übergangsflansch für eine wasserdichte Verbindung der Bremse mit einem Tachome- tergehäuse angebracht werden. Zu diesem Zweck ist der Flanschabschnitt 23 plan be- arbeitet, so daß eine leichte Abdichtung dieser Fläche möglich ist.

In der Fig. 2 ist gestricheit ein Klemmenkasten 25 dargestellt, der zum wasserdichten Anschluß der Betriebskabel für den Elektromagneten 5 und weiterer elektrischer Ein- richtungen zur Verschleißüberwachung wie beispielsweise Näherungsschaltern (nicht dargestellt) dient.

Fig. 1 zeigt eine haubenseitige Stirnansicht der Bremse 1. Hier ist zu erkennen, daß der Klemmenkasten 25 mit den Kabelaufnahmen in der gezeigten Einbaulage seitlich ver- setzt zum Schwitzwasserablaß 21 ist. Des weiteren sind an der Umfangsfläche 20 der Haube 14 zwei weitere Wartungsöffnungen vorgesehen, die mit Verschlußschrauben 26,27 wasser-und luftdicht verschlossen sind. Diese beiden Wartungsöffnungen sind in axialer Richtung auf Höhe der Reibbelagscheibe 9 angeordnet und dienen als Inspekti- onsöffnungen zur Kontrolle des Abriebs der Reibbelagscheibe 9.

Zwei weitere, einander diametral gegenüberliegende Wartungsöffnungen an der Stirn- seite 17 der Haube 2 sind ebenfalls durch Verschlußschrauben 28,29 wasser-und luft- dicht verschlossen. Diese Öffnungen dienen als Zugangsöffnungen zu einer manuellen Lüftungseinrichtung, die in der Fig. 3 zu sehen ist. Die Bremsscheiben 7,10 sind mit zwei weiteren Durchgangsöffnungen versehen, deren Lage der durch die Verschluß- schrauben 28,29 verschlossenen Wartungsöffnungen entspricht. Zwischen Betätigung- selement 4 und der ersten Bremsscheibe 7 sind hinter diesen Durchgangsöffnungen Schrauben 28'angebracht, die durch die Wartungsöffnungen 28,29 zuganglich sind.

Bei abgenommenen Verschlußschrauben 28,29 kann beispielsweise ein Schrauben- schlüssel durch die Wartungsöffnungen und die Öffnungen der Bremsscheiben 7,10 gesteckt werden und die Schrauben 28'ein-oder herausgeschraubt werden.

Im folgenden wird der Aufbau des zweiten Ausführungsbeispiel anhand der Fig. 4 bis 6 beschrieben.

Beim zweiten Ausführungsbeispiel sind die Bauteile, die in ihrer Funktion den Bauteilen des ersten Ausführungsbeispiels entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen verse- hen. Auf die Erläuterung dieser Bauteile wird bei der Beschreibung des zweiten Ausfüh- rungsbeispiels verzichtet. Das zweite Ausführungsbeispiel sieht im Gegensatz zum er- sten Ausführungsbeispiel nicht vor, eine weitere Welle zum Anschluß weiterer Geräte an die Welle 8 anzuschließen. Deswegen weist die Haube 2 des zweiten Ausführungsbei- spiels keinen Flansch 23 und keine Öffnung 22 auf. Die Welle 8 weist keine Befesti- gungsmöglichkeit 24 auf.

Statt dessen ist die Stirnfläche 17 der Haube 2 mit einer koaxial zur Mittellinie M verlau- fenden Wartungsöffnung 28 versehen, die als Schwitzwasserablaß 28 bei einer senk- rechten Einbaulage dient. Diese Wartungsöffnung 28 ist ebenfalls durch eine Ver- schlußschraube wasser-und luftdicht verschlossen.

Des weiteren weist das zweite Ausführungsbeispiel eine manuelle Ausrückeinrichtung in Form eines Hebels 29 auf, der über eine Gabel 30, die die Umfangsfläche 20 der Haube teilweise umfaßt, an zwei Lagern 31 in axialer Richtung der Bremse 1 schwenkbar gela- gert ist. Eines der beiden Lager 31 ist als Einzelheit A in der Fig. 6 im Schnitt dargestellt.

Die Lager 31 sind wasserdicht ausgestaltet, so daß durch sie kein Wasser in den Bremseninnenraum 19 dringen kann.

Die Gabel 30 ist mit einer Welle 33 drehstarr über einen durch eine Schraube 32 gesi- cherten Formschluß verbunden. Dieser Formschluß wird durch einen am Ende der Welle angebrachten Außensechskant erreicht, der in einen entsprechenden In- nensechskant des Hebels 30 greift. Die Schraube 32 sichert diese Verbindung in axialer Richtung der Welle 33. Durch Drehung der Welle 33 wird die Kupplung gelüftet, also die Reibbelagscheibe 9 von der ersten Bremsscheibe 7 weggedrückt. Dies kann beispiels- weise durch eine Exzentereinrichtung oder einen Hebel an einem Ende der Welle ge- schehen, wodurch die Bremsscheibe 7 gegen die Wirkung der Federn 6 in Richtung der Betätigungseinrichtung bewegt wird.

Zwischen der Welle 33 und der Haube 17 ist ein Dichtelement 34, in diesem Fall ein O- Ring, angeordnet. Durch das Dichtelement 34 sind die Lager 31 gegen das Eindringen von Wasser in den Bremseninnenraum 19 abgedichtet.

Durch eine Kraft K, die auf dem Hebel 29 wirkt, kann dieser in axialer Richtung ver- schwenkt werden. Eine am Hebel 29 in einer Mutter gehaltene Schraube 36 stützt sich am Umfang 20 der Bremse 1 ab und dient als Anschlag. Die Schraube 36 dient des weiteren zur Fixierung des Hebels 29 in der Ausrückstellung, die in der Fig. 4 gestrichelt dargestellt ist. In der Ausrückstellung ist die Bremse 1 gelüftet. Außerdem kann durch Niederschrauben der Schraube 36 der Hebel 29 mit größerer Kraft in die Ausrückstel- lung bewegt werden.

Im folgenden wird die Funktion der erfindungsgemäßen Bremse geschildert.

Bei ausgeschalteten Elektromagneten 5 drückt die Druckfeder 6 die Bremsscheibe 7 gegen die Reibbelagscheibe 9, die aufgrund ihrer axialen Verschieblichkeit auf der Welle 8 gegen die in axialer Richtung durch die Schraube 11 und Hülse 12 fixierte Bremsscheibe 10 gedrückt wird. Der Bremsmomentenfluß bei der Bremse verläuft zum einen bei der Bremsscheibe 7 über die Hülse 12 und die Betätigungseinrichtung 4 zur Sockelplatte 2 und über diese zum Gehäuse des Elektromotors. Zum anderen wandert der Bremsmomentenfluß von der Bremsscheibe 10 über die Hüise 12 ebenfalls über die Betätigungseinrichtung 4 und die Sockelplatte 2 zum Gehäuse des Elektromotors.

Beim Einschalten des Elektromagneten 5 (es können auch mehrere Elektromagnete vorgesehen sein) wird die Bremsscheibe 7 durch die Wirkung des Magnetfeldes in Richtung der Betätigungseinrichtung 4, also entgegen der Kraftrichtung der Feder 6, ge- zogen. Da die Bremsscheibe 10 in axialer Richtung fixiert ist, kann diese der Bewegung der Bremsscheibe 7 nicht folgen, so daß beim Einschalten des Elektromagneten 5 die Bremse gelüftet wird.

Durch Lösen der Verschlußschrauben 18 sind die Schrauben 16 an der Stirnfläche 17 der Haube 2 zugänglich und können gelost werden. Damit ist die Haube 14 von der Sockelplatte 2 lösbar. Die Bremsscheiben 7,10 sind jedoch auch bei abgenommener Haube 14 mit der Betätigungseinrichtung 4 und der Sockelplatte 2 über die Schrauben 3 und der Hülse 12 verbunden. Damit ist die Bremse 1 auch bei abgenommener Haube 14 voll funktionsfahig und leicht zu warten. Eine wasserdichte Abdichtung des Brem- seninnenraums 19, die bei entsprechender, dem Fachmann bekannter Abänderung der Dichtungen auch luftdicht ausgeführt sein kann, wird durch die Dichtungen 15 und durch die wasserdichten Verschlußschrauben 18,21,26,27,28,29 an der Haube erreicht.

Weist die Sockelplatte 2 anstelle von Durchgangsöffnungen nur Sacklöcher auf, so kann durch die erfindungsgemäße Bremse ohne weitere Maßnahmen eine Dichtigkeit erreicht werden, die Drücken bis 1 mWS standhaft. Dies entspricht der Schutzklasse IP 67. Die erfindungsgemäße Bremse ist damit korrosionsbeständig im See-und Tropen- bereich. In den Bremseninnenraum 19 sind damit insbesondere Schutzvorkehrungen feuchtigkeitsempfindliche Bauteile einbaubar. Dies sind beispielsweise elektronische Überwachungseinrichtungen, die die Dicke der Bremsscheiben zwischen den Brems- scheiben 7,10 und/oder der Reibbelagscheibe 9 oder das Einrücken der Bremse 1 überwachen. Diese Überwachungseinrichtungen sind beispielsweise Mikroschalter oder Näherungsschalter.

Reicht die vom Elektromagneten 5 ausgeübte Magnetkraft beispielsweise bei festge- fressener Reibbelagscheibe 9 nicht mehr zum Lüften der Bremse 1 aus, so kann die Bremse 1 beim ersten Ausführungsbeispiel durch das in der Fig. 3 gezeigte manuelle Ausrückmittel gelüftet werden. Normalerweise stützt sich im Betriebszustand die Schraube 28', wie in der Fig. 3 gezeigt, im so weit als möglich herausgeschraubten Zu- stand an der Bremsscheibe 10 ab, so daß sie im Betrieb der Bremse 1 fest sitzt. Die Andrückfläche 28"'der Schraube 28'ist von der Bremsscheibe 7 beabstandet. Hierzu weist die mit der Schraube 28'fluchtende Bohrung 28"der Bremsscheibe 10 zweckmä- ßigerweise einen kleineren Durchmesser auf als der Schraubenkopf der Schraube 28'.

Zum manuellen Lüften wird zunächst die Verschlußschraube 28 gelost und dann ein Schraubenschlüssel durch die Wartungsöffnung und die Öffnung 28"gesteckt und die Schraube 28'in Richtung der Bremsscheibe 7 in die Befestigungseinrichtung 4 einge- schraubt, bis die unter dem Schraubenkopf angeordnete Andrückfläche 28"'zunächst an der Bremscheibe 7 anliegt und diese dann von der anderen Bremsscheibe 10 und der Reibbelagscheibe 9 weg bewegt. Auf diese Weise wird die Bremsscheibe 7 in Richtung der Befestigungseinrichtung entgegen der Federwirkung der Federn 6 bewegt und die Bremse manuell gelüftet.

Die Schraube 28'dient als Ausrückmittel und hält gleichzeitig in der Ausrückstellung bei einer Wartung der Bremse 1 die Bremsscheibe 7 gegen den Federdruck der Federn 6 an der Betätigungseinrichtung 4. Damit sind nach dem Lösen der Schrauben 16 und 11 die Bremsscheibe 10 und die Reibbelagscheibe 9 schnell und wartungsfreundlich ab- nehmbar, da sie nicht mehr unter der Wirkung der Federkraft stehen.

Beim zweiten Ausführungsbeispiel wird die Bremse durch Betätigung des Hebels 29 gelüftet. Dazu wird der Hebei in axialer Richtung weg von der Sockelplatte 2 gedrückt.

Auch wenn eine manuelle Ausrückeinrichtung 29,30,31 vorgesehen ist, kann aufgrund der abgedichteten Lager 31 eine Wasserfestigkeit bis 1 mWS, also eine Schutzklasse IP 67, erreicht werden. Trotz der Schutzklasse ist aufgrund der glockenförmigen Haube 14 und der Anordnung der Bauteile der Bremse 1 auf der Sockelplatte 2 eine leichte Wartung möglich, ohne daß dazu die Bremse 1 vom Elektromotor abmontiert oder die Bremse 1 auseinandergebaut muß bzw. die Bremsscheiben 7,10 oder die Bremsbetäti- gungseinrichtung 4 von der Sockelplatte 2 und die Reibbelagscheibe 9 von der Welle 8 abgenommen werden müssen.

Der Abrieb der Reibbelagscheibe 9 wird durch axiales Verschieben der Bremsscheibe 10 mittels der Hüise 12 und der Schraube 11 so ausgeglichen, daß das Spiel der Brem- se 1 im wesentlichen konstant bleibt. Dazu wird bei abgenommener Haube 17 zunächst die Hülse 12 weiter in die Befestigungseinrichtung geschraubt. Die Hülse 12 dient in Richtung der Betätigungseinrichtung 17 als Anschiag in eine axiale Richtung. Verschiebt man diesen Anschlag in Richtung der Betätigungseinrichtung bzw. in Richtung der Reibbelagscheibe, so wandert die Bremsscheibe 10 näher zur anderen Bremsscheibe 7 und der Spalt zwischen den beiden Bremsscheiben wird verkleinert. Auf diese Weise wird das ursprüngliche Bremsenspiel wiederhergestellt und der Abrieb der Reibbelag- scheibe 9 ausgeglichen. Anschließend wird die Schraube 11 nachgezogen, so daß die Bremsscheibe 10 fest zwischen der Hülse 12 und der Schraube 11 eingeklemmt ist. Der Außensechskant der Hütse 12 im Bereich des Spaltes zwischen den beiden Brems- scheiben 7,10 erleichtert das Einschrauben der Hülse 12. Zum Nachstellen des Spiels der Bremse muß wiederum nur die Haube 17 von der Bremse abgenommen werden.

Die beiden gezeigten Ausführungsbeispiele der Bremse 1 stellen jeweils eine Elektro- magnet-Zweiflächen-Federdruckbremse dar, die üblicherweise für Bremsmomente zwi- schen 100 Nm und 1600 Nm ausgelegt ist. Die Sockelplatte ist als Normalflansch mit Durchmessern zwischen 200 mm und 800 mm ausgebildet. Die Haube 12 ist aus Guß- eisen gefertigt. Die gezeigten Bremsen werden beispielsweise als Kranbremsen auf Schiffen und in Häfen eingesetzt.




 
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