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Title:
BREATHABLE PROTECTIVE GLOVE WITH ABC PROTECTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/036999
Kind Code:
A1
Abstract:
A breathable protective glove (1) is disclosed, having a protective function against chemical toxins, in particular, chemical weapons, with a multi-layer composite construction (2), comprising, in particular, a planar support layer (3) and a barrier layer (4), provided on the support layer (3), facing the hand in the wearing position, which hinders the passage of chemical toxins, or at least delays the same, which includes an adsorption layer (5), made from an adsorption material which absorbs chemical toxins, in particular, made from activated charcoal. The barrier layer (4) comprises an at least essentially water- and air-tight membrane (6), in addition to the adsorption layer (5), which permits the passage of water vapour and which retards the passage of chemical toxins, or which is essentially impermeable to chemical toxins and said membrane (6) is arranged between the support layer (3) and the adsorption layer (5). The protective glove (1) is comfortable to wear and has good tactile properties whilst also showing excellent protection against chemical toxins.

Inventors:
Von Blücher, Hasso (Parkstrasse 10, Erkrath, 40699, DE)
Application Number:
PCT/EP2004/010340
Publication Date:
April 28, 2005
Filing Date:
September 15, 2004
Export Citation:
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Assignee:
BLÜCHER GMBH (Mettmanner Strasse 25, Erkrath, 40699, DE)
Von Blücher, Hasso (Parkstrasse 10, Erkrath, 40699, DE)
International Classes:
A41D19/015; A62D5/00; A41D19/015; A62D5/00; (IPC1-7): A41D19/015; A41D31/00
Attorney, Agent or Firm:
GESTHUYSEN, VON ROHR & EGGERT (Huyssenallee 100, Essen, 45128, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. : Atmungsaktiver Schutzhandschuh (1) mit Schutzfunktion gegenüber chemischen Giften, insbesondere chemischen Kampfstoffen, mit mehr schichtigem Schichtaufbau (2), aufweisend eine insbesondere flächige Trägerschicht (3) und eine der Trägerschicht (3) zugeordnete, im Trage zustand der Hand zugewandte, den Durchtritt chemischer Gifte verhin dernde oder zumindest verzögernde Sperrschicht (4), die eine Adsorpti onsschicht (5) auf Basis eines chemische Gifte adsorbierenden Adsorpti onsmaterials, insbesondere auf Basis von Aktivkohle, umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrschicht (4) zusätzlich zu der Adsorptionsschicht (5) eine zumindest im wesentlichen wasserund luftundurchlässige, aber was serdampfdurchlässige, den Durchtritt chemischer Gifte verzögernde oder gegenüber chemischen Giften zumindest im wesentlichen un durchlässige Membran (6) aufweist und daß die Membran (6) zwischen der Trägerschicht (3) und der Adsorp tionsschicht (5) angeordnet ist.
2. Schutzhandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) an ihrer im Tragezustand der Hand abgewandten Seite un mittelbar oder mittelbar mit der Trägerschicht (3) verbunden ist und/oder daß die Membran (6) an ihrer im Tragezustand der Hand zugewandten, der Trägerschicht (3) abgewandten Seite mit der Adsorptionsschicht (5) beaufschlagt ist, insbesondere wobei die Adsorptionsschicht (5) mittels Klebstoff (7) an die Membran (6) befestigt sein kann.
3. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Membran (6) und der Trägerschicht (3) eine zusätzliche, vorzugsweise flächige Träger schicht (8) angeordnet ist, insbesondere wobei die zusätzliche Träger schicht (8) zur Stabilisierung und/oder Stützung der Membran (6) dient und/oder insbesondere wobei die zusätzliche Trägerschicht (8) als ein vorzugsweise luftdurchlässiges Textilmaterial, insbesondere ein textiles Flächengebilde, wie ein Gewebe, Gewirke, Gestricke, Gelege oder Tex tilverbundstoff, ausgebildet ist und/oder insbesondere wobei die zusätz liche Trägerschicht (8) ein geringeres Flächengewicht als die Träger schicht (3) aufweist und/oder insbesondere wobei die zusätzliche Träger schicht (8) ein Flächengewicht von weniger als 60 g/m2, insbesondere von weniger als 50 g/m, vorzugsweise von weniger als 40 g/m2, auf weist und/oder insbesondere wobei die Membran (6) auf die zusätzliche Trägerschicht (8) auflaminiert oder aufkaschiert ist, insbesondere mittels eines vorzugsweise punktförmig aufgetragenen Klebstoffes, und/oder insbesondere wobei die zusätzliche Trägerschicht (8) mit der Träger schicht (3) verbunden ist, insbesondere mittels eines vorzugsweise punkt förmig aufgetragenen Klebstoffes.
4. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der im Tragezustand der Hand zugewandten, der Membran (6) abgewandten Seite der Adsorptions schicht (5) eine Abdeckschicht (9) aufgebracht ist, insbesondere wobei die Abdeckschicht (9) an der Adsorptionsschicht (5) befestigt ist, insbe sondere mittels eines Klebstoffs, welcher vorzugsweise diskontinuier lich, bevorzugt punktförmig, auf der Abdeckschicht (9) aufgetragen ist, oder mittels eines Schmelzklebergewebes ("Schmelzkleberweb"), und/ oder insbesondere wobei die Abdeckschicht (9) ein vorzugsweise luft durchlässiges Textilmaterial, insbesondere ein textiles Flächengebilde, vorzugsweise ein Gewebe, Gewirke, Gestricke, Gelege oder Textilver bundstoff, wie ein Vlies, insbesondere ein Polyamid/PolyesterVlies (PA/PESVlies), ist und/oder insbesondere wobei die Abdeckschicht (9) abriebfest ausgebildet ist und insbesondere aus einem abriebfesten Tex tilmaterial besteht und/oder insbesondere wobei die Abdeckschicht (9) ein Flächengewicht von 5 bis 150 g/m2, insbesondere 10 bis 125 g/m2, vorzugsweise 40 bis 100 g/m2, aufweist.
5. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) mit der Träger schicht (3) oder mit der zusätzlichen Trägerschicht (8) verklebt ist, ins besondere wobei die Verklebung nur punktförmig, insbesondere in Form eines punktförmigen Rasters, erfolgt, insbesondere wobei der Klebstoff nur höchstens 30 %, insbesondere nur höchstens 25 %, vorzugsweise nur höchstens 20 %, besonders bevorzugt nur höchstens 10 % der im Trage zustand von der Hand abgewandten Seite der Membran (6) bedeckt, und/oder daß Adsorptionsschicht (5) mittels eines Klebstoffs (7) auf die Membran (6) aufgebracht ist, insbesondere wobei die Verklebung nur punktförmig, insbesondere in Form eines punktförmigen Rasters, erfolgt und/oder insbesondere wobei mindestens 50 %, insbesondere mindestens 60 %, vorzugsweise mindestens 70 %, besonders bevorzugt mindestens 75 %, ganz besonders bevorzugt mindestens 80 % der im Tragezustand der Hand zugewandten, der Trägerschicht (3) abgewandten Seite der Membran (6) mit dem Adsorptionsmaterial der Adsorptionsschicht (5) beaufschlagt ist.
6. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Schichten (3,4, 5,6, 8, 9) des Schichtaufbaus (2) jeweils miteinander verbunden sind und/ oder daß die einzelnen Schichten (3,4, 5,6, 8, 9) des Schichtaufbaus (2) einen Verbund ausbilden.
7. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzhandschuh (1) als Fin gerhandschuh ausgebildet ist und/oder daß der Schutzhandschuh (1) die Form einer Hand mit fünf Fingern aufweist.
8. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht (3) als ein Tex tilmaterial, vorzugsweise ein luftdurchlässiges Textilmaterial, ins besondere ein textiles Flächengebilde, ausgebildet ist, insbesondere wo bei das Textilmaterial ein Gewebe, Gewirke, Gestricke, Gelege oder Textilverbundstoff sein kann, insbesondere wobei der Textilverbundstoff ein Vlies sein kann, und/oder daß die Trägerschicht (3) als ein Leder material ausgebildet ist.
9. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht (3) oleophobiert und/oder hydrophobiert ist, insbesondere durch eine spezielle Imprägnie rung, und/oder daß das Material der Trägerschicht (3) ein Flächenge wicht von 50 bis 300 g/m2, insbesondere 75 bis 250 g/m2, vorzugswei se 75 bis 175 g/m2, aufweist und/oder daß die Trägerschicht (3) als ein luftdurchlässiges, 75 bis 250 ganz vorzugsweise 75 bis 175 g/m2 schweres textiles Flächengebilde, welches oleophob und/oder hydrophob ausgerüstet sein kann, ausgebildet ist.
10. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) eine kontinuier liche, insbesondere geschlossene oder allenfalls mikroporöse Membran ist und/oder daß die Dicke der Membran (6) 1 bis 500 um, insbesondere 1 bis 250 um, vorzugsweise 1 bis 100 um, bevorzugt 1 bis 50 um, be sonders bevorzugt von 2,5 bis 30 um, ganz besonders bevorzugt von 5 bis 25 um, beträgt und/oder daß die Membran (6) bei 25 °C und bei einer Dicke von 50 um eine Wasserdampfdurchlässigkeit von mindestens 12, 5 1/m2 pro 24 h, insbesondere mindestens 17,5 1/m2 pro 24 h, vor zugsweise mindestens 20 1/m2 pro 24 h oder mehr, aufweist und/oder daß der Schutzhandschuh (1) bei 25 °C und bei einer Dicke der Mem bran (6) von 50 um eine Wasserdampfdurchlässigkeit von mindestens 101/m2pro24h, insbesondere mindestens 15 1/ma pro 24 h, vorzugs weise mindestens 20 1/pro 24 h, aufweist.
11. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) einen Wasser dampfdurchgangswiderstand Ret unter stationären Bedingungen, gemes sen nach DIN EN 31 092 : 1993 (Februar 1994) und internationaler Norm ISO 11 092, bei 35 °C von höchstens 25 (m2Pascal)/Watt, insbeson dere höchstens 20 (m2Pascal)/Watt, vorzugsweise höchstens 13 (m2Pascal)/Watt, bei einer Dicke von 50 um aufweist und/oder daß der Schutzhandschuh (1) einen Wasserdampfdurchgangswiderstand Ret unter stationären Bedingungen, gemessen nach DIN EN 31 092 : 1993 (Februar 1994) und internationaler Norm ISO 11 092, bei 35 °C von höchstens 30 (m2Pascal)/Watt, insbesondere höchstens 25 (m2Pas cal) /Watt, vorzugsweise höchstens 20 (m2Pascal)/Watt, bei einer Dicke der Membran (6) von 50 um aufweist.
12. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) allenfalls nur ge ringfügig quellfähig und/oder wasseraufnahmefähig ist, insbesondere wobei die Quellfähigkeit und/oder das Wasseraufnahmevermögen der Membran (6) höchstens 35 %, insbesondere höchstens 25 %, vorzugs weise höchstens 20 %, bezogen auf das Eigengewicht der Membran (6), beträgt und/oder daß die Membran (6) gegenüber Flüssigkeiten, insbe sondere Wasser, und/oder gegenüber Aerosolen zumindest im wesentli chen undurchlässig ist oder zumindest deren Durchtritt verzögert.
13. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) keine oder im wesentlichen keine stark hydrophilen Gruppen, insbesondere keine Hy droxylgruppen, aufweist und/oder daß die Membran (6) schwach hy drophile Gruppen, insbesondere Polyethergruppen, aufweist.
14. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) einen Kunststoff und/oder ein Polymer umfaßt und/oder hieraus besteht, insbesondere wo bei der Kunststoff und/oder das Polymer aus der Gruppe von Polyuretha nen, Polyetheramiden, Polyesteramiden, Polytetrafluorethylenen und/ oder Polymeren auf Cellulosebasis und/oder Derivaten der vorgenannten Verbindungen ausgewählt sein kann.
15. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) als Reaktions produkt aus der Reaktion eines Isocyanats, insbesondere eines maskier ten oder blockierten Isocyanats, mit einem isocyanatreaktiven Vernetzer erhalten ist.
16. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) eine poly urethanbasierte Membran ist und/oder daß die Membran (6) eine expan dierte, gegebenenfalls mikroporöse Membran auf Basis von Polytetra fluorethylen ist.
17. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) als ein mehr schichtiges Membranlaminat und/oder als ein mehrschichtiger Mem branverbund ausgebildet ist, insbesondere wobei das Membranlaminat und/oder der Membranverbund aus mindestens zwei, vorzugsweise min destens drei miteinander verbundenen Schichten oder Lagen besteht.
18. Schutzhandschuh nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Membranlaminat oder der Membranverbund eine Kernschicht auf Basis eines Polymers auf Cellulosegrundlage und zwei mit der Kernschicht verbundene äußere Schichten, insbesondere auf Basis eines Polyure thans, eines Polyetheramids und/oder eines Polyesteramids, umfaßt, ins besondere wobei die Kernschicht auf Basis eines Polymers auf Cellulo segrundlage als 1 bis 100 llm, insbesondere 5 bis 50 jim, vorzugsweise 10 bis 20 Fm dicke Membran ausgebildet sein kann und/oder insbeson dere wobei die zwei mit der Kernschicht verbundenen äußeren Schichten jeweils als 1 bis 100, um, insbesondere 5 bis 50 Wm, vorzugsweise 5 bis 10 fim dicke Membran ausgebildet sein können.
19. Schutzhandschuh nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Membranlaminat oder der Membranverbund eine Kernschicht auf Basis eines Polymers auf Basis eines Polyurethans und zwei mit der Kern schicht verbundene äußere Schichten auf Basis eines Polyurethans um faßt.
20. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) aus zwei mitein ander verbundenen, vorzugsweise abdichtend miteinander verbundenen, insbesondere miteinander verklebten und/oder verschweißten Material stücken besteht, insbesondere wobei die beiden Materialstücke jeweils die Form einer Hand mit fünf Fingern aufweisen, wobei eines der beiden Materialstücke zur Bedeckung einer Handvorderseite (Handinnenseite) und das andere Materialstück zur Bedeckung einer Handrückseite (Handrücken) bestimmt ist und die beiden Materialstücke nur entlang ih rer jeweiligen äußeren Konturen, insbesondere entlang des Handumris ses, miteinander verbunden, vorzugsweise abdichtend miteinander ver bunden, insbesondere miteinander verklebt und/oder verschweißt sind.
21. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (6) selbstklebend, insbesondere hitzeklebrig, ausgebildet ist und/oder daß die Membran (6) gleichzeitig als Klebstoffschicht (7) zur Befestigung des Adsorptions schicht (5) dient.
22. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorptionsschicht (5) dis kontinuierlich ausgebildet ist und/oder daß die Adsorptionsschicht (5) diskrete, chemische Gifte adsorbierende Adsorptionspartikel, insbeson dere auf Basis von Aktivkohle, umfaßt und/oder daß das Adsorptions material der Adsorptionsschicht (5) ein Aktivkohle enthaltendes oder hieraus bestehendes Adsorptionsmaterial ist und/oder daß das Adsorpti onsmaterial der Adsorptionsschicht (5) ein Material auf Basis von Ak tivkohle, insbesondere in Form von Aktivkohleteilchen und/oder Aktiv kohlefasern, ist.
23. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorptionsschicht (5) dis krete Aktivkohleteilchen, vorzugsweise in Kornform ("Kornkohle") oder Kugelform ("Kugelkohle"), umfaßt, insbesondere wobei der mittlere Durchmesser der Aktivkohleteilchen < 1, 0 mm, insbesondere < 0, 5 mm, vorzugsweise < 0,4 mm, bevorzugt < 0, 35 mm, besonders bevorzugt < 0,3 mm, ist und/oder der mittlere Durchmesser der Aktivkohleteilchen mindestens 0,1 mm beträgt und/oder insbesondere wobei die Aktivkoh leteilchen in einer Menge von 5 bis 500 g/m2, insbesondere 10 bis 400 g/m2, vorzugsweise 20 bis 300 g/m2, bevorzugt 25 bis 250 g/m2, besonders bevorzugt 50 bis 150 g/m, ganz besonders bevorzugt 50 bis 120 g/m2, auf der Membran (6) aufgebracht sind und/oder insbesondere wobei die Aktivkohleteilchen eine innere Oberfläche (BET) von minde stens 800 m2/g, insbesondere von mindestens 900 m2/g, vorzugsweise von mindestens 1.000 m2/g, bevorzugt im Bereich von 800 bis 1.500 m2/g, aufweisen und/oder insbesondere wobei die Aktivkohleteilchen einen Berstdruck je einzelnes Aktivkohleteilchen, insbesondere Aktiv kohlekörnchen bzw. kügelchen, von mindestens 5 Newton, insbesonde re mindestens 10 Newton, und/oder von bis zu 20 Newton aufweisen.
24. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorptionsschicht (5) Aktiv kohlefasern, insbesondere in Form eines Aktivkohleflächengebildes, um faßt, insbesondere wobei das Aktivkohleflächengebilde ein Flächenge wicht von 20 bis 200 g/m2, insbesondere 30 bis 150 g/m2, vorzugswei se 50 bis 120 g/m2, aufweist und/oder insbesondere wobei das Aktiv kohleflächengebilde ein Aktivkohlegewebe, gewirke,gelege oderver bundstoff, insbesondere auf Basis von carbonisierter und aktivierter Cel lulose und/oder eines carbonisierten und aktivierten Acrylnitrils, ist.
25. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorptionsschicht (5) außer dem mit mindestens einem Katalysator imprägniert ist, insbesondere wobei als Katalysator Enzyme und/oder Metallionen, vorzugsweise Kup fer, Silber, Cadmium, Platin, Palladium, Zinkund/oder Quecksilbe rionen, verwendet sind und/oder die Menge an Katalysator 0,05 bis <BR> <BR> 12 Gew. %, vorzugsweise 1 bis 10 Gew. %, besonders bevorzugt 2 bis<BR> 8 Gew. %, bezogen auf das Gewicht der Adsorptionsschicht (5), beträgt.
26. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorptionsschicht (5) zu mindestens 50 %, insbesondere zu mindestens 60 %, vorzugsweise zu mindestens 70 %, für die zu adsorbierenden Gifte und Kampfstoffe frei zugänglich ist.
27. Schutzhandschuh nach einem oder mehreren der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzhandschuh (1) und/oder die Membran (6) eine Barrierewirkung gegenüber chemischen Kampf stoffen, insbesondere Bis [2chlorethyl] sulfid (Senfgas, Lost, Gelbkreuz), gemessen nach CRDECSP84010, Methode 2.2, von höchstens 4 jig/cm pro 24 h, insbesondere höchstens 3,5 Fg/cm2 pro 24 h, vor zugsweise höchstens 3,0 Rg/cm2 pro 24 h, besonders bevorzugt höch stens 2,5 Flg/cm2 pro 24 h, bei einer Dicke der Membran (6) von 50 um aufweist.
28. Atmungsaktiver Schutzhandschuh (1) mit Schutzfunktion gegenüber chemischen Giften, insbesondere chemischen Kampfstoffen, mit mehr schichtigem Schichtaufbau (2), aufweisend eine insbesondere flächige Trägerschicht (3) und eine der Trägerschicht (3) zugeordnete, im Trage zustand der Hand zugewandte, den Durchtritt chemischer Gifte verhin dernde oder zumindest verzögernde Sperrschicht (4), die eine Adsorpti onsschicht (5) auf Basis eines chemische Gifte adsorbierenden Adsorpti onsmaterials, insbesondere auf Basis von Aktivkohle, und eine zwischen der Trägerschicht (3) und der Adsorptionsschicht (5) angeordnete, zu mindest im wesentlichen wasserund luftundurchlässige, aber wasser dampfdurchlässige, den Durchtritt chemischer Gifte verzögernde oder gegenüber chemischen Giften zumindest im wesentlichen undurchlässige Membran (6) umfaßt, wobei der Schutzhandschuh (1) und/oder die Membran (6) eine Barrierewirkung gegenüber chemischen Kampfstof fen, insbesondere Bis [2chlorethyl] sulfid, von höchstens 4 , g/cm2 pro 24 h bei einer Dicke der Membran (6) von 50 jim aufweist.
29. Atmungsaktiver Schutzhandschuh (1) mit Schutzfunktion gegenüber chemischen Giften, insbesondere chemischen Kampfstoffen, mit mehr schichtigem Schichtaufbau (2), aufweisend eine insbesondere flächige Trägerschicht (3) und eine der Trägerschicht (3) zugeordnete, im Trage zustand der Hand zugewandte, den Durchtritt chemischer Gifte verhin dernde oder zumindest verzögernde Sperrschicht (4), die eine Adsorpti onsschicht (5) auf Basis eines chemische Gifte adsorbierenden Adsorpti onsmaterials, insbesondere auf Basis von Aktivkohle, und eine zwischen der Trägerschicht (3) und der Adsorptionsschicht (5) angeordnete, zu mindest im wesentlichen wasserund luftundurchlässige, aber wasser dampfdurchlässige, den Durchtritt chemischer Gifte verzögernde oder gegenüber chemischen Giften zumindest im wesentlichen undurchlässige Membran (6) umfaßt, wobei der Schutzhandschuh (1) bei 25 °C und bei einer Dicke der Membran (6) von 50 um eine Wasserdampfdurchlässig keit von mindestens 101/mu pro 24 h aufweist.
30. Atmungsaktiver Schutzhandschuh (1) mit Schutzfunktion gegenüber chemischen Giften, insbesondere chemischen Kampfstoffen, mit mehr schichtigem Schichtaufbau (2), aufweisend eine insbesondere flächige Trägerschicht (3) und eine der Trägerschicht (3) zugeordnete, im Trage zustand der Hand zugewandte, den Durchtritt chemischer Gifte verhin dernde oder zumindest verzögernde Sperrschicht (4), die eine Adsorpti onsschicht (5) auf Basis eines chemische Gifte adsorbierenden Adsorpti onsmaterials, insbesondere auf Basis von Aktivkohle, und eine zwischen der Trägerschicht (3) und der Adsorptionsschicht (5) angeordnete, zu mindest im wesentlichen wasserund luftundurchlässige, aber wasser dampfdurchlässige, den Durchtritt chemischer Gifte verzögernde oder gegenüber chemischen Giften zumindest im wesentlichen undurchlässige Membran (6) umfaßt, wobei der Schutzhandschuh (1) einen Wasser dampfdurchgangswiderstand Ret unter stationären Bedingungen bei 35 °C von höchstens 30 (m2Pascal)/Watt bei einer Dicke der Mem bran (6) von 50 um aufweist.
Description:
Atmungsaktiver Schutzhandschuh mit ABC-Schutz Die vorliegende Erfindung betrifft einen atmungsaktiven Schutzhandschuh mit Schutzfunktion gegenüber chemischen Giften, insbesondere chemischen Kampfstoffen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere für den militärischen Einsatz oder für den ABC-Einsatz.

Es gibt eine Reihe von Stoffen, die von der Haut aufgenommen werden und zu schweren körperlichen Schäden führen. Als Beispiel seien das blasenzie- hende Lost (Gelbkreuz) und das Nervengift Sarin erwähnt. Menschen, die mit solchen Giften in Kontakt kommen können, müssen eine geeignete Schutzaus- rüstung tragen bzw. durch geeignete Schutzmaterialien gegen diese Gifte ge- schützt werden.

Zum Schutz des Körpers, insbesondere der Extremitäten und des Rumpfes, gibt es entsprechende Schutzanzüge. Zum Schutz des Kopfes, insbesondere des Gesichtes, sowie der Atemwege werden im allgemeinen Gasmasken (ABC-Schutzmasken), gegebenenfalls zusammen mit Kapuzen, getragen.

Des weiteren ist aber auch darauf zu achten, daß auch die Hände mit einem ausreichenden Schutz gegenüber solchen Giften ausgestattet werden, insbe- sondere durch das Tragen von Schutzhandschuhen. Insbesondere muß ein solch schützender Handschuh für den militärischen Einsatz oder den ABC- Einsatz geeignet sein.

Zu diesem Zweck werden gemäß dem Stand der Technik für den militärischen Einsatz bzw. den ABC-Einsatz luft-und wasserdichte Gummihandschuhe, insbesondere auf Butylgummibasis, eingesetzt, welche gegenüber chemischen Giften, insbesondere chemischen Kampfstoffen, undurchlässig sind. Nachteil dieser Schutzhandschuhe ist die mangelnde Atmungsaktivität und der folglich nur geringe Tragekomfort, was insbesondere bei längeren Einsätzen hinder- lich ist.

Die auf die Anmelderin selbst zurückgehende US 6 301 715 B 1 bzw. die zu derselben Patentfamilie gehörende WO 01/82728 AI und DE 201 21 518 U1 beschreiben einen Handschuh für Piloten mit erhöhter Taktilität und Schutz- wirkung gegenüber chemischen Giften, der aus einem atmungsaktiven Außen-

material, wie z. B. Leder oder einem Textilmaterial, besteht und mit einer ak- tivkohlebasierten Adsorptionsschicht zur Adsorption chemischer Kampfstoffe ausgerüstet sein kann. Dieser Handschuh bietet aufgrund der aktivkohlebasier- ten Adsorptionsschicht zwar eine exzellente Schutzfunktion gegenüber chemi- schen Giften, insbesondere Kampfstoffen, jedoch ist die Tragezeit dieses Handschuhs bei einem militärischen bzw. ABC-Einsatz aufgrund der begrenz- ten Adsorptionskapazität der Aktivkohle beschränkt. Des weiteren ist dieser Handschuh nicht ohne weiteres dekontaminierbar bzw. regenerierbar.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schutzhandschuh, insbesondere einen atmungsaktiven Schutzhandschuh, mit Schutzfunktion ge- genüber chemischen Giften, insbesondere chemischen Kampfstoffen, bereit- zustellen, welcher sich insbesondere für den militärischen Einsatz oder den ABC-Einsatz eignet und die zuvor geschilderten Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise vermeidet.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, den in der US 6 301 715 Bl bzw. in den beiden vorgenannten parallelen Schutzrechts- anmeldungen WO 01/82728 AI und DE 201 21 518 U1 beschriebenen Hand- schuh weiterzuentwickeln.

Zur Lösung der zuvor geschilderten Aufgabenstellung schlägt die vorliegende Erfindung einen Schutzhandschuh, insbesondere einen atmungsaktiven Schutzhandschuh (z. B. Militärschutzhandschuh oder ABC-Schutzhand- schuh), gemäß Anspruch 1 vor. Weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen des er- findungsgemäßen Schutzhandschuhs sind Gegenstand der Unter-und Neben- ansprüche.

Die grundlegende Idee der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen at- mungsaktiven Schutzhandschuh mit mehrschichtigem Schichtaufbau mit einer insbesondere flächigen, außenseitigen Trägerschicht und einer der Träger- schicht zugeordneten, den Durchtritt chemischer Gifte verhindernden oder zu- mindest verzögernden, innenseitigen (d. h. im Tragezustand der Hand zuge- wandten) Sperrschicht, welche eine Adsorptionsschicht auf Basis eines che- mische Gifte adsorbierenden Adsorptionsmaterials (z. B. auf Basis von Aktiv- kohle) umfaßt, dadurch mit einer erhöhten bzw. verbesserten Schutzfunktion gegenüber chemischen Giften, insbesondere chemischen Kampfstoffen, aus-

zurüsten, daß die Sperrschicht zusätzlich zu der Adsorptionsschicht mit einer zumindest im wesentlichen wasser-und luftundurchlässigen, aber wasser- dampfdurchlässigen, den Durchtritt chemischer Gifte verzögernden oder ge- genüber chemischen Giften zumindest im wesentlichen undurchlässigen Membran, welche zwischen der Trägerschicht und der Adsorptionsschicht an- geordnet wird, ausgestattet wird.

Die vorgenannte Membran, welche zwischen der Trägerschicht und der Ad- sorptionsschicht angeordnet wird, bewirkt, daß gegebenenfalls durch die au- ßenseitige Trägerschicht eingedrungene chemische Gifte, wie z. B. chemische Kampfstoffe, die Adsorptionsschicht nicht oder zumindest zu einem überwie- genden Teil gar nicht erst erreichen, so daß die Adsorptionskapazität der Ad- sorptionsschicht quasi unerschöpflich bleibt. Durch die Ausstattung des erfin- dungsgemäßen Schutzhandschuhs mit einer speziellen atmungsaktiven Mem- bran, welche den Durchtritt chemischer Gifte verzögert bzw. gegenüber che- mischen Giften zumindest im wesentlichen undurchlässig ist, wird gleichzei- tig eine gute Dekontaminierbarkeit und Regenerierbarkeit des erfindungsge- mäßen Schutzhandschuhs erreicht.

Weitere Vorteile, Eigenschaften, Aspekte und Merkmale der vorliegenden Er- findung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines in den Zeichnun- gen dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiels. Es zeigt : Fig. 1 Eine schematische Darstellung eines atmungsaktiven Schutz- handschuhs gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ; Fig. 2A eine schematische Schnittdarstellung durch den Schichtaufbau eines atmungsaktiven Schutzhandschuhs gemäß einem bevor- zugten Ausführungsbeispiel der Erfindung entsprechend einer Ausführungsform, bei der die Adsorptionsschicht mittels diskon- tinuierlichem Klebstoffauftrag an der Membran befestigt ist ; Fig. 2B eine schematische Schnittdarstellung durch den Schichtaufbau eines atmungsaktiven Schutzhandschuhs gemäß einem bevor- zugten Ausführungsbeispiel der Erfindung entsprechend einer alternativen Ausführungsform, bei der die Adsorptionsschicht

mittels kontinuierlichem Klebstoffauftrag an der Membran befe- stigt ist.

Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen atmungsaktiven Schutzhandschuh 1 mit Schutzfunktion gegenüber chemischen Giften, insbesondere gegenüber chemi- schen Kampfstoffen. Der erfindungsgemäße Schutzhandschuh 1 weist einen mehrschichtigen Schichtaufbau 2 mit einer insbesondere flächigen, außen- seitigen Trägerschicht 3 und einer der Trägerschicht 3 zugeordneten, innen- seitigen (d. h. im Tragezustand der Hand zugewandten), den Durchtritt che- mischer Gifte verhindernden oder zumindest verzögernden Sperrschicht 4 auf, welche eine Adsorptionsschicht 5 auf Basis eines chemische Gifte adsorbie- renden Adsorptionsmaterials, insbesondere auf Basis von Aktivkohle, umfaßt.

Zusätzlich zu der Adsorptionsschicht 5 weist die Sperrschicht 4 eine zumin- dest im wesentlichen wasser-und luftundurchlässige, aber wasserdampfdurch- lässige (d. h. atmungsaktive), den Durchtritt chemischer Gifte verzögernde oder gegenüber chemischen Giften zumindest im wesentlichen undurchlässige Membran 6 auf, welche zwischen der Trägerschicht 3 und der Adsorptions- schicht 5 angeordnet ist. Erfindungsgemäß umfaßt die Sperrschicht 4 also so- wohl eine Adsorptionsschicht 5 als auch eine Membran 6 mit den vorgenann- ten Eigenschaften. Durch die Kombination von Adsorptionsschicht 5 einer- seits und Membran 6 andererseits entsprechend dem erfindungsgemäßen Schichtaufbau 2 wird ein effizienter Schutz gegenüber chemischen Giften, insbesondere chemischen Kampfstoffen, bei gleichzeitig hohem Tragekom- fort, insbesondere Atmungsaktivität, gewährleistet.

Wie aus den Fig. 1 sowie 2A und 2B ersichtlich, wird durch die erfindungs- gemäße Anordnung der Membran 6 zwischen der Trägerschicht 3 und der Ad- sorptionsschicht 5 erreicht, daß gegebenenfalls durch die äußere Trägerschicht 3 des Schutzhandschuhs 1 eingedrungene Gifte bereits von der Membran 6 zurückgehalten werden und folglich die Adsorptionsschicht 5 gar nicht erst er- reichen oder allenfalls in äußerst geringen Mengen ; auf diese Weise wird zum einen die Adsorptionskapazität der Adsorptionsschicht quasi niemals er- schöpft, und zum anderen wird durch die Anwesenheit der Membran 6 ein zu- sätzlicher Schutz für den Träger des Schutzhandschuhs 1 bereitgestellt, so daß ein Schutzhandschuh 1 mit sozusagen doppelter Schutzfunktion gegenüber chemischen Giften resultiert (nämlich einerseits durch die Sperrwirkung der

Membran 6 und andererseits durch die Adsorptionswirkung der Adsorptions- schicht 5). Durch die Anwesenheit der speziellen Membran 6 wird zudem er- reicht, daß der Schutzhandschuh 1 dekontaminierbar und regenerierbar wird ; denn durch die Außenschicht 3 gegebenenfalls eingedrungene Gifte können durch entsprechende Behandlungsverfahren von der Membran 6 wieder ent- fernt werden (z. B. durch Herunterspülen), beispielsweise mit geeigneten De- kontaminationslösungen, welche dem Fachmann zu diesen Zwecken bestens bekannt sind.

Wie aus den Fig. 1 sowie 2A und 2B ersichtlich, ist die Membran 6 bzw. die Sperrschicht 4 an ihrer im Tragezustand von der Hand abgewandten Seite unmittelbar oder mittelbar mit der Trägerschicht 3 verbunden. Die im Trage- zustand der Hand zugewandte bzw. der Trägerschicht 3 abgewandte Seite (d. h also der Innenseite) der Membran 6 ist dagegen mit der Adsorptions- schicht 5 beaufschlagt ; im allgemeinen ist die Adsorptionsschicht 5 mittels Klebstoffauftrag 7 an der Membran 6 befestigt. Wie die Fig. 2A und 2B zei- gen, kann dabei der Klebstoffauftrag 7 grundsätzlich diskontinuierlich (Fig.

2A) oder aber kontinuierlich bzw. vollflächig (Fig. 2B) erfolgen. Bevorzugt ist jedoch ein diskontinuierlicher, insbesondere punktförmiger Klebstoffauf- trag entsprechend Fig. 2A, weil dies den Tragekomfort des erfindungsgemä- ßen Schutzhandschuhs 1 erhöht, insbesondere eine zusätzliche Steifigkeit der Membran 6 verhindert, wie dies im Fall eines vollflächigen bzw. kontinuierli- chen Klebstoffauftrags der Fall sein kann. Dennoch ist es grundsätzlich mög- lich, einen vollflächigen bzw. kontinuierlichen Klebstoffauftrag 7 zu Zwecken der Befestigung der Adsorptionsschicht 5 an der Membran 6 vorzusehen ; in diesem Fall sollte aber darauf geachtet werden, daß der Klebstoff 7 atmungs- aktive Eigenschaften aufweist, insbesondere wasserdampfdurchlässig ist, um den nötigen Tragekomfort zu gewährleisten.

Des weiteren kann vorgesehen sein, daß zwischen der Membran 6 und der Trägerschicht 3 eine zusätzliche, vorzugsweise flächige Trägerschicht 8 ange- ordnet ist. Bei dieser Ausführungsform ist die Membran 6 nur mittelbar mit der Trägerschicht 3 verbunden, und zwar über die zusätzliche Trägerschicht 8.

Die zusätzliche Trägerschicht 8 dient insbesondere zur Stabilisierung und/oder Stützung der Membran 6, und zwar sowohl bei der Verarbeitung der Mem- bran 6, insbesondere bei der Beaufschlagung mit Klebstoff 7 und der Adsorp-

tionsschicht 5, als auch im Gebrauch bzw. beim Tragen des Schutzhandschuhs 1. Durch die zusätzliche Trägerschicht 8 kann die insbesondere Verschleißbe- ständigkeit, so z. B. die Reißfestigkeit, der Membran 6 gesteigert werden. Zu diesem Zweck kann die Membran 6 auf die zusätzliche Trägerschicht aufla- miniert oder aufkaschiert sein, insbesondere mittels eines Klebstoffes (in den Zeichnungen nicht dargestellt), der vorteilhafterweise punktförmig aufgetra- gen wird, weil dies eine übermäßige Steifigkeit der Membran 6 verhindert und auf diese Weise der Tragekomfort erhöht wird. Die zusätzliche Trägerschicht 8, die zwischen der Membran 6 und der äußeren Trägerschicht 3 angeordnet ist, kann dann mit der Trägerschicht 3 verbunden werden, üblicherweise mit- tels eines vorzugsweise diskontinuierlich, insbesondere punktförmig aufgetra- genen Klebstoffes. Als Materialien für die zusätzliche Trägerschicht 8 eignen sich beispielsweise Textilmaterialien, insbesondere textile Flächengebilde, wie z. B. Gewebe, Gewirke, Gestricke, Gelege oder Textilverbundstoffe (z. B.

Vliesstoffe), die vorzugsweise luftdurchlässig ausgebildet sind. Vorteilhafter- weise hat die zusätzliche Trägerschicht 8 ein geringeres Flächengewicht als die Trägerschicht 3. Im allgemeinen beträgt das Flächengewicht der zusätzli- chen Trägerschicht 8 weniger als 60g/m2, insbesondere weniger als 50 g/m, vorzugsweise weniger als 40 g l m2 ; dies trägt zu einen erhöhten Tragekomfort bei, weil auf diese Weise die Biegsamkeit des Schichtaufbaus 2 insgesamt im wesentlichen nicht beeinträchtigt wird und ein guter Tragekom- fort erzielt wird.

Wie zuvor geschildert, ist die Membran 6 innenseitig (d. h. auf der im Trage- zustand der Hand zugewandten Seite) mit einer Adsorptionsschicht 5 beauf- schlagt. Die Adsorptionsschicht 5 wiederum kann auf ihrer im Tragezustand der Hand zugewandten, d. h. also der Membran 6 abgewandten Seite mit einer Abdeckschicht 9 versehen sein, die vorteilhafterweise an der Adsorptions- schicht 5 befestigt ist ; zur Befestigung der Abdeckschicht 9 an der Adsorpti- onsschicht 5 eignen sich beispielsweise Klebstoffe, die zu diesen Zwecken vorzugsweise diskontinuierlich, insbesondere punktförmig, auf der Abdeck- schicht 9 aufgetragen werden, oder aber sogenannte Schmelzklebergewebe ("Schmelzkleberwebs"), welche zwischen Abdeckschicht 9 und Adsorptions- schicht 5 angeordnet werden. Als Abdeckschicht 9 eignen sich vorzugsweise luftdurchlässige Textilmaterialien, insbesondere textile Flächengebilde, wie Gewebe, Gewirke, Gestricke, Gelege oder Textilverbundstoffe (z. B. Vliese,

insbesondere Polyamid/Polyester-Vliese bzw. PA/PES-Vliese). Vorteilhafter- weise ist das Abdeckmaterial 9 abriebfest ausgebildet bzw. besteht aus einem abriebfesten Textilmaterial. Vorteilhafterweise besitzt das Abdeckmaterial 9 ein Flächengewicht von 5 bis 150 g/m2, insbesondere 10 bis 125 g/m2, vor- zugsweise 40 bis 100 g/m2. Die Anwesenheit des Abdeckmaterials bzw. der Abdeckschicht 9 hat insbesondere den Vorteil, daß ein unmittelbarer Kontakt der Haut bzw. der Hand mit der Adsorptionsschicht 5 beim Tragen des Schutzhandschuhs 1 vermieden wird ; dadurch wird einerseits bewirkt, daß die Adsorptionsschicht 5 nicht durch Hautschweiß verunreinigt wird, und zum anderen wird ein höherer Tragekomfort erzielt, weil die Abdeckschicht 9 im Rahmen des erfindungsgemäßen Schichtaufbaus 2 die Funktion eines textilen Innenhandschuhs einnimmt, welcher ein angenehmes Tragegefühl bewirkt.

Zum anderen verhindert die Abdeckschicht 9 eine übermäßige mechanische Belastung des Adsorptionsmaterials der Adsorptionsschicht.

Wie zuvor beschrieben, kann die Membran 6 außenseitig (d. h. auf der im Tragezustand der Hand abgewandten Seite) -je nach Ausgestaltung des erfin- dungsgemäßen Schichtaufbaus 2-entweder mit der Trägerschicht 3 oder aber mit der zusätzlichen Trägerschicht 8 verbunden, beispielsweise verklebt, sein.

Vorteilhafterweise erfolgt die Verklebung nur diskontinuierlich, insbesondere punktförmig, insbesondere in Form eines punktförmigen Rasters oder Mu- sters, wobei der Klebstoff nur höchstens 30 %, insbesondere nur höchstens 25 %, vorzugsweise nur höchstens 20 %, besonders bevorzugt nur höchstens 10 % der im Tragezustand von der Hand abgewandten Seite der Membran 6 be- deckt.

Innenseitig (d. h. auf der im Tragezustand der Hand zugewandten Seite) ist auf die Membran 6 die Adsorptionsschicht 5 aufgebracht, insbesondere mittels eines Klebstoffs 7 ; der Auftrag des Klebstoffs 7 erfolgt-wie zuvor geschil- dert-vorteilhafterweise diskontinuierlich, insbesondere nur punktförmig, üb- licherweise in Form eines punktförmigen Rasters, wobei zur Erzielung einer hohen Adsorptionsleistung mindestens 50 %, insbesondere mindestens 60 %, vorzugsweise mindestens 70 %, besonders bevorzugt mindestens 75 %, ganz besonders bevorzugt mindestens 80 % der im Tragezustand der Hand zuge- wandten, d. h. also der Trägerschicht 3 abgewandten Seite der Membran 6 mit dem Adsorptionsmaterial der Adsorptionsschicht 5 bedeckt bzw. beaufschlagt

sein kann ; entsprechend ist der Klebstoffauftrag 7 über diese Flächenbereiche der Membran 6 vorzusehen. Für den Fall, daß als Adsorptionsmaterial der Ad- sorptionsschicht 5 ein Flächengebilde (Gewebe, Gewirke, Gelege, Vlies etc.) aus Aktivkohlefasern verwendet wird, kann die im Tragezustand der Hand zugewandte, d. h. also der Trägerschicht 3 abgewandte Seite der Membran 6 vollständig, d. h. zu 100 %, mit dem Adsorptionsmaterial der Adsorptions- schicht 5 bedeckt bzw. beaufschlagt sein ; das Aktivkohlefasergebilde kann beispielsweise durch nur punktförmigen Klebstoffauftrag an der Membran 6 fixiert sein.

Im allgemeinen sind die einzelnen Schichten 3,4, 5,6, 8 und 9 des Schicht- aufbaus 2 jeweils miteinander verbunden ; dies geschieht mit an sich für diese Zwecke bekannten Methoden (z. B. durch Verkleben, Verschweißen, Vernä- <BR> <BR> hen, Verheften etc. ). Vorteilhafterweise erfolgt das Verbinden bzw. Fixieren der einzelnen Schichten 3, 4, 5,6, 8 und 9 des Schichtaufbaus 2 jeweils mit- einander nahtlos, vorzugsweise ohne Beschädigung der einzelnen Schichten 3, <BR> <BR> 4, 5, 6,8 und 9 (z. B. durch Verkleben, Verschweißen etc. ). Für den Fall, daß die Schichten 3, 4, 5,6, 8 und 9-zumindest teilweise-vernäht oder derglei- chen werden, empfiehlt es sich, die Nahtstellen abzudichten (z. B. mit einem sogenannten Nahtversiegelungsband). Insbesondere bilden die einzelnen Schichten 3,4, 5,6, 8 und 9 des Schichtaufbaus 2 einen zusammenhängenden Verbund aus.

Die einzelnen Schichten 3,4, 5,6, 8 und 9 bzw. der Schichtaufbau 2 können bzw. kann sich dabei über die gesamte Hand einschließlich des Handgelenks und eines Teils des unteren Unterarms erstrecken (Fig. 1). Gemäß dieser Aus- führungsform bilden die einzelnen Schichten 3,4, 5,6, 8 und 9 bzw. der Schichtaufbau 2 einen zusammenhängenden Handschuh in Form einer Hand mit fünf Fingern und einem Schaft, der sich über den Handknöchel hinweg er- streckt.

Vorteilhafterweise ist der Schutzhandschuh 1 als Fingerhandschuh ausgebil- det, weist also die Form einer Hand mit fünf Fingern auf ; dies steigert nicht nur den Tragekomfort, sondern erleichtert auch den Einsatz für militärische bzw. ABC-Zwecke. Die Tatsache, daß der erfindungsgemäße Handschuh 1 sich vorteilhafterweise über den Handknöchel hinweg erstreckt (d. h. einen Handschuhschaft aufweist), ermöglicht eine abdichtende Verbindung mit ei-

nem gleichzeitig getragenen ABC-Schutzanzug ; zu diesem Zweck können der Handschuh und/oder der ABC-Schutzanzug mit entsprechenden Abdichtele- menten ausgestattet sein (z. B. Reißverschlüsse, Klettelemente, Dichtlippen etc. ), um den Übergang von Schutzhandschuh 1 und ABC-Schutzanzug abzu- dichten bzw. abdichtend miteinander zu verbinden.

Insbesondere bilden die einzelnen Schichten 3, 4, 8 und 9 dabei jeweils die Form eines Handschuhs mit fünf Fingern aus : Die Abdeckschicht 9 bildet da- bei sozusagen einen Innenhandschuh aus, während die Trägerschicht 3 sozu- sagen einen Außenhandschuh ausbildet. Die Sperrschicht 4 mit innenseitiger Adsorptionsschicht 5 und außenseitiger Membran 6 bildet zusammen mit der zusätzlichen Trägerschicht 8 einen zwischen Innenhandschuh und Außen- handschuh befindlichen Kernhandschuh aus, wobei alle drei Handschuhteile - Außen-, Innen-wie Kernhandschuh-miteinander verbunden sind und ge- meinsam den erfindungsgemäßen Schutzhandschuh 1 bilden.

Was das Material der Trägerschicht 3, die im allgemeinen die Außenschicht des Schutzhandschuhs 1 bildet, anbelangt, so können hier beliebige, insbeson- dere atmungsaktive Materialien verwendet werden, wie sie für Handschuhe im allgemeinen verwendet werden. Beispiele hierfür sind Textilmaterialien, vor- zugsweise luftdurchlässige Textilmaterialien, insbesondere in Form textiler Flächengebilde, so z. B. Gewebe, Gewirke, Gestricke, Gelege oder Textilver- bundstoffe. Beispielsweise kann der Textilverbundstoff ein Vlies sein. Alter- nativ kann die Trägerschicht 3 aber auch als ein Ledermaterial ausgebildet sein. Dabei ist es vorteilhaft, den Außenhandschuh bzw. die Trägerschicht 3 im Bereich der Fingerspitzen nahtlos auszubilden. Für weitere diesbezügliche Einzelheiten kann auf die vorgenannten Dokumente US 6 301 715 B1 bzw.

WO 01/82728 A1 und DE 201 21 518 U1 verwiesen werden, deren jeweiliger Offenbarungsgehalt hiermit im vollen Umfang durch Bezugnahme einge- schlossen ist.

Um ein Eindringen chemischer Gifte (z. B. konzentrierter Tropfen von Kampfstoffen) zu verhindern bzw. zu erschweren, empfiehlt sich eine Oleo- phobierung und/oder Hydrophobierung des Materials der äußeren Träger- schicht 3, insbesondere durch eine spezielle Imprägnierung.

Das Material der Trägerschicht 3 bzw. des Außenhandschuhs besitzt im all- gemeinen ein Flächengewicht von 50 bis 300 g/m2, insbesondere 75 bis 250 g/m2, vorzugsweise 75 bis 175 g/m2. Insbesondere ist die Trägerschicht 3 als ein luftdurchlässiges, 75 bis 250 g/m2, vorzugsweise 75 bis 175 g/m2 schweres textiles Flächengebilde, welches oleophob und/oder hydrophob aus- gerüstet sein kann, ausgebildet.

Was die Membran 6 anbelangt, so handelt es sich hierbei im allgemeinen um eine kontinuierliche, insbesondere geschlossene oder allenfalls mikroporöse Membran. Dabei beträgt die Dicke der Membran 6 im allgemeinen 1 bis 500 um, insbesondere 1 bis 250 Am, vorzugsweise 1 bis 100 um, bevorzugt 1 bis 50 um, besonders bevorzugt von 2,5 bis 30 um, ganz besonders bevorzugt 5 bis 25 um. Zur Erhöhung des Tragekomforts, insbesondere der Atmungsak- tivität, weist die Membran 6 bei 25 °C und bei einer Dicke von 50 um eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit von mindestens 12, 5 1/m2 pro 24 h, insbe- sondere mindestens 17,5 1/m2 pro 24 h, vorzugsweise mindestens 20 1/m2 pro 24 h oder mehr, auf (gemessen nach der"Methode des umgekehrten Be- <BR> <BR> chers"bzw. "inverted cup method"nach ASTM E 96 und bei 25 °C) (Zu wei- teren Einzelheiten zur Messung der Wasserdampfdurchlässigkeit [water va- pour transmission, WVT] vgl. auch McCullough et al."A comparison of stan- dard methods for measuring water vapour permeability of fabrics"in Meas.

Sci. Technol. [Measurements Science and Technology] 14, 1402-1408, August 2003). Hierdurch wird ein besonders hoher Tragekomfort gewährleistet.

Aufgrund der Vielzahl von Schichten 3,4, 5,6, 8 und 9 des Schichtaufbaus 2 ist die Wasserdampfdurchlässigkeit des Schutzhandschuhs 1 insgesamt-im Vergleich zu der Membran 6 allein-geringfügig geringer, die Wasserdampf- durchlässigkeit des Schutzhandschuhs 1 insgesamt ist dennoch sehr hoch und beträgt mindestens 10 1/m2 pro 24 h, insbesondere mindestens 15 1/m2 pro 24 h, vorzugsweise mindestens 20 1/mu pro 24 h, bei einer Dicke der Mem- bran 6 von 50 um (bei 25°C).

Die Membran 6 sollte aus Gründen der Atmungsaktivität einen geringen Was- serdampfdurchgangswiderstand Ret unter stationären Bedingungen-gemes- sen nach DIN EN 31 092 : 1993 vom Februar 1994 ("Textilien-Physiologi- sche Wirkungen, Messung des Wärme-und Wasserdampfdurchgangswider- standes unter stationären Bedingungen [sweating guarded-hotplate tests") bzw.

nach gleichlautender internationaler Norm ISO 11 092-bei 35 °C von höch- stens 30 (m2-Pascal)/Watt, insbesondere höchstens 25 (m2-Pascal)/Watt, vorzugsweise höchstens 20 (m2-Pascal)/Watt, bei einer Dicke der Membran 6 von 50 um aufweisen. Aufgrund der Vielzahl von Schichten 3,4, 5, 6,8 und 9 des Schichtaufbaus 2 ist der Wasserdampfdurchgangswiderstand Ret des Schutzhandschuhs 1 insgesamt-im Vergleich zu der Membran 6 allein-ge- ringfügig höher ; im allgemeinen beträgt der Wasserdampfdurchgangswider- stand Ret des Handschuhs 1 insgesamt höchstens 30 (m2 Pascal)/Watt, ins- besondere höchstens 25 (m2-Pascal)/Watt, vorzugsweise höchstens 20 (m2 Pascal)/Watt, bei einer Dicke der Membran 6 von 50 um.

Die Membran 6 sollte im übrigen allenfalls nur geringfügig wasseraufnahme- fähig bzw. quellfähig sein ; eine geringfügige Wasseraufnahmefähigkeit bzw.

Quellfähigkeit erhöht den Tragekomfort. Insbesondere sollte die Quellfähig- keit bzw. das Wasseraufnahmevermögen der Membran 6 höchstens 35 %, ins- besondere höchstens 25 %, vorzugsweise höchstens 20 %, bezogen auf das Eigengewicht der Membran 6, betragen. Im übrigen sollte die Membran 6 ge- genüber Flüssigkeiten, insbesondere Wasser, und/oder gegenüber Aerosolen zumindest im wesentlichen undurchlässig sein oder zumindest deren Durch- tritt verzögern. Zur Erreichung einer allenfalls geringfügigen Quellfähigkeit sollte die Membran 6 keine oder im wesentlichen keine stark hydrophilen Gruppen, insbesondere keine Hydroxylgruppen, aufweisen. Zu Zwecken einer geringfügigen Quellung kann die Membran 6 aber schwach hydrophile Grup- pen, beispielsweise Polyethergruppen, aufweisen.

Die Membran 6 kann aus einem Kunststoff oder einen Polymermaterial beste- hen oder ein solches umfassen. Ein solcher Kunststoff bzw. ein solches Poly- mer kann geeigneterweise z. B. ausgewählt sein aus der Gruppe von Polyure- thanen, Polyetheramiden, Polyesteramiden, Polytetrafluorethylenen und/oder Polymeren auf Cellulosebasis sowie Derivaten der vorgenannten Verbindun- gen. Beispielsweise kann die Membran 6 als Reaktionsprodukt aus der Reak- tion eines Isocyanats, insbesondere eines maskierten oder blockierten Isocya- nats, mit einem isocyanatreaktiven Vernetzer erhalten sein. So kann die Mem- bran 6 beispielsweise eine polyurethanbasierte Membran sein. Gleichermaßen kann die Membran 6 auch eine expandierte, gegebenenfalls mikroporöse Membran auf Basis von Polytetrafluorethylen sein.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform kann die gegebenenfalls vorhan- dene Membran 6 als ein mehrschichtiges Membranlaminat bzw. als ein mehr- schichtiger Membranverbund ausgebildet sein. Dieses Membranlaminat bzw. dieser Membranverbund kann aus mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei miteinander verbundenen Membranschichten oder-lagen bestehen. Bei- spielsweise kann dieses Membranlaminat bzw. dieser Membranverbund eine Kernschicht auf Basis eines Polymers auf Cellulosegrundlage und zwei mit der Kernschicht verbundene äußere Schichten, insbesondere auf Basis eines Polyurethans, eines Polyetheramids und/oder eines Polyesteramids, umfassen.

Dabei kann die Kernschicht auf Basis eines Polymers auf Cellulosegrundlage als 1 bis 100 jim, insbesondere 5 bis 50 llm, vorzugsweise 10 bis 20 jim dicke Membran ausgebildet sein und können die zwei mit der Kernschicht verbun- denen äußeren Schichten jeweils als 1 bis 100, um, insbesondere 5 bis 50 um, vorzugsweise 5 bis 10 ; im dicke Membran ausgebildet sein. Diese besondere Ausgestaltung der Membran 6 ermöglicht es, verschiedene Membranmateria- lien mit jeweils unterschiedlichen Eigenschaften, insbesondere unterschiedli- chen Wasserdampfdurchlässigkeiten und/oder Barrierewirkungen gegenüber chemischen Giften, miteinander zu kombinieren und so eine Optimierung der Eigenschaften der Membran 6 zu erreichen. Beispielsweise sind Cellulose und Cellulosederivate ausgezeichnete Sperrschichtmaterialien, insbesondere ge- genüber chemischen Schad-bzw. Giftstoffen, wie z. B. Kampfstoffen (Lost etc. ), und werden von diesen Giften nicht angegriffen bzw. aufgelöst ; zum an- deren verhindern polyurethanbasierte Materialien eine Migration bzw. Diffu- sion der in der Celluloseschicht gegebenenfalls vorhandenen Weichmacher und dämpfen außerdem das durch die Cellulose bedingte, beim Tragen auf- tretende Knistern. Deswegen ist es gemäß dieser besonderen Ausführungs- form bevorzugt, daß im Fall eines Membranlaminats oder-verbunds die Kern- schicht auf Basis eines Polymers auf Cellulosegrundlage gebildet wird, wäh- rend die beiden Außenschichten der Membran 6 durch Polyurethanschichten gebildet werden.

Wie zuvor geschildert, kann-insbesondere um die Stabilität bzw. Verschließ- beständigkeit, insbesondere die Reißfestigkeit, der Membran 6 im Herstel- lungsprozeß (z. B. beim Bedrucken der Membran 6 mit heißem Klebstoff 7) wie auch beim Tragen zu erhöhen-die Membran 6 auf einer zusätzlichen

Trägerschicht 8 aufgebracht bzw. aufkaschiert sein. Diesbezüglich kann auf obige Ausführungen verwiesen werden.

Zur Erhöhung des Tragekomforts einerseits und zur Erzielung einer guten Verschleißbeständigkeit andererseits ist es vorteilhaft, wenn die Membran 6 eine gewisse Elastizität aufweist. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die Membran 6 zu mindestens 10 %, insbesondere zu mindestens 20 %, vorzugs- weise zu mindestens 30 % oder mehr, zumindest in eine Richtung gedehnt bzw. gestreckt werden kann (bezogen auf die Membran 6). Auch der Schicht- aufbau 2 insgesamt sollte zu den vorgenannten Zwecken-neben einer guten Biegsamkeit-auch eine gewisse Elastizität aufweisen ; verglichen mit der Membran 6, ist die Elastizität des Schichtaufbaus 2 als Ganzes jedoch etwas geringer, und im allgemeinen ist der Schichtaufbau 2 insgesamt zu mindestens 5 %, vorzugsweise zu mindestens 10 %, ganz besonders bevorzugt zu minde- stens 15 % oder mehr, zumindest in eine Richtung dehnbar bzw. streckbar.

Gemäß einer besonderen, in den Figuren nicht dargestellten Ausführungsform kann die Membran 6 gleichzeitig die Klebstoffschicht 7 zur Befestigung der Adsorptionsschicht 5 darstellen. In diesem Fall muß die Membran 6 selbstkle- bend, insbesondere hitzeklebrig, ausgebildet sein. Gemäß dieser besonderen Ausführungsform kommt es zu einer Einsparung von Gewicht, da auf eine zu- sätzliche Klebstoffschicht 7 gänzlich verzichtet werden kann.

Bei dem Aufbau bzw. der Konzeption des erfindungsgemäßen Schutzhand- schuhs 1 geht man im allgemeinen derart vor, daß die Membran 6 des Schutz- handschuhs 1 aus zwei miteinander verbundenen, vorzugsweise abdichtend miteinander verbundenen, insbesondere miteinander verklebten und/oder ver- schweißten Materialstücken besteht. Dabei weisen beide Materialstücke je- weils die Form einer Hand mit fünf Fingern auf, wobei eines der beiden Mate- rialstücke zur Abdeckung der Handvorderseite (Handinnenseite) und das an- dere Materialstück zur Bedeckung der Handrückseite (Handrücken) bestimmt ist und die beiden Materialstücke nur entlang ihrer jeweiligen äußeren Kontu- ren, insbesondere entlang des Handumrisses, miteinander verbunden, vor- zugsweise abdichtend miteinander verbunden, insbesondere miteinander ver- klebt und/oder verschweißt, sind.

Was die Adsorptionsschicht 5 des erfindungsgemäßen Schutzhandschuhs 1 anbelangt, so ist diese im allgemeinen diskontinuierlich ausgebildet, d. h. die Adsorptionsschicht 5 umfaßt im allgemeinen diskrete, chemische Gifte adsor- bierende Adsorptionspartikel (z. B. auf Basis von Aktivkohle), die beispiels- weise mittels eines Klebstoffs 7 auf der Membran 6 fixiert sein können. Das Adsorptionsmaterial der Adsorptionsschicht 5 ist insbesondere ein Aktivkohle enthaltendes oder hieraus bestehendes Adsorptionsmaterial, beispielsweise ein Material auf Basis von Aktivkohle in Form von Aktivkohleteilchen und/oder Aktivkohlefasern.

Denn, wenn als Adsorptionsmaterial für die Ausbildung der Adsorptions- schicht 5 aktivkohlehaltige Materialien verwendet werden, kann der ohnehin bestehende, hohe Tragekomfort noch weiter gesteigert werden, weil die Ak- tivkohle als intermediärer Feuchtigkeits-bzw. Wasserspeicher (z. B. für Schweiß) dient und Feuchtigkeit bzw. Wasser sozusagen"abpuffern"kann.

Bei Verwendung beispielsweise von Aktivkohlekügelchen als Adsorptions- material für die Adsorptionsschicht 5 sind Auflagen von bis zu ca. 250 g/m2 oder mehr üblich, so daß z. B. bei einem Schweißausbruch etwa 40 g/m2 Feuchtigkeit gespeichert werden können, die im Fall einer atmungsaktiven Träger-bzw. Außenschicht 3 dann wieder an die Umgebung abgegeben wer- den können.

Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt die Ad- sorptionsschicht 5 diskrete Aktivkohleteilchen, vorzugsweise in Kornform ("Kornkohle") oder ("Kugelkohle"). In diesem Fall beträgt der mittlere Durchmesser der Aktivkohleteilchen weniger als 1,0 mm, insbesondere weni- ger als 0,5 mm, vorzugsweise weniger als 0,4 mm, bevorzugt weniger als 0,35 mm ; der mittlere Durchmesser der Aktivkohleteilchen beträgt jedoch minde- stens 0,1 mm. Bei dieser Ausführungsform werden die Aktivkohleteilchen im allgemeinen in einer Menge von 5 bis 500 g/m2, vorzugsweise 20 bis 300 g/m2, bevorzugt 25 bis 250 g/m2, besonders bevorzugt 50 bis 120 g/m2, auf der Membran 6 aufgebracht. Geeignete Aktivkohleteilchen weisen innere Ober- flächen (BET) von mindestens 800 m2/g, insbesondere von mindestens 900 m2/g, vorzugsweise von mindestens 1. 000 m2/g, bevorzugt im Bereich von 800 bis 1.500 m2/g, auf. Kornkohle, insbesondere Kugelkohle, hat den ent- scheidenden Vorteil, daß sie enorm abriebfest und sehr hart ist, was in bezug

auf die Verschleißeigenschaften von großer Bedeutung ist. Bevorzugterweise beträgt der Berstdruck für ein einzelnes Aktivkohleteilchen, insbesondere Ak- <BR> <BR> tivkohlekörnchen bzw. -kügelchen, im allgemeinen mindestens etwa 5 New- ton, insbesondere mindestens etwa 10 Newton, und kann bis zu etwa 20 Newton erreichen.

Gemäß einer alternativen Ausführungsform kann die Adsorptionsschicht 5 als Adsorptionsmaterial Aktivkohlefasern, insbesondere in Form von Aktivkohle- faserflächengebilden, umfassen. Derartige Aktivkohlefaserflächengebilde können beispielsweise ein Flächengewicht von 20 bis 200 g/m2, insbesondere 30 bis 150 g/m, vorzugsweise 15 bis 120 g/m2, aufweisen. Bei diesen Aktiv- kohlefaserflächengebilden kann es sich beispielsweise um Aktivkohlefaserge- <BR> <BR> webe, -gewirke, -gelege oder-verbundstoffe handeln (z. B auf Basis von car- bonisierter und aktivierter Cellulose und/oder carbonisierten und aktivierten Acrylnitrilen).

Gleichermaßen ist es auch möglich, als Adsorptionsmaterial der Adsorptions- schicht 5 Aktivkohleteilchen und Aktivkohlefasern miteinander zu kombinie- ren. Aktivkohleteilchen haben den Vorteil einer höheren Adsorptionskapazi- tät, während Aktivkohlefasern eine bessere Adsorptionskinetik aufweisen.

Zur Erhöhung der Adsorptionseffizienz bzw. Adsorptionsleistung besteht die Möglichkeit, das Adsorptionsmaterial der Adsorptionsschicht 5, insbesondere die Aktivkohleteilchen und/oder die Aktivkohlefasern, außerdem mit minde- stens einem Katalysator zu imprägnieren. Erfindungsgemäß geeignete Kataly- satoren sind beispielsweise Enzyme und/oder Metallionen, vorzugsweise Kup- fer-, Silber-, Cadmium-, Platin-, Palladium-, Zink-und/oder Quecksilberio- nen. Die Menge an Katalysator kann in weiten Bereichen variieren ; im allge- <BR> <BR> meinen beträgt sie 0,05 bis 12 Gew. -%, vorzugsweise 1 bis 10 Gew. -%, be-<BR> sonders bevorzugt 2 bis 8 Gew. -%, bezogen auf das Gewicht der Adsorptions- schicht 5.

Für eine effiziente Adsorptionsleistung ist es bevorzugt, wenn mindestens 50 %, insbesondere mindestens 60 %, vorzugsweise mindestens 70 %, der Adsorptionsschicht 5 bzw. des Adsorptionsmaterials der Adsorptionsschicht 5 für die zu adsorbierenden Gifte bzw. Kampfstoffe frei zugänglich sind, d. h. nicht mit Klebstoff 7 bedeckt sind. Dies geschieht dadurch, daß die Menge

und die Art, insbesondere die Viskosität, des Klebstoffs 7 derart ausgelegt sind, daß das Adsorptionsmaterial der Adsorptionsschicht 5 nicht vollständig in den Klebstoff 7 eingedrückt wird bzw. einsinkt.

Ein typischer Schutzhandschuh 1 nach der vorliegenden Erfindung kann bei- spielsweise aus den folgenden Schichten bestehen : Die Trägerschicht 3 ("Au- ßenhandschuh") kann beispielsweise aus einer robusten und gegebenenfalls schwer entflammbaren Faserart bestehen, bevorzugt in einer nahtlosen rund- gestrickten Form ausgeführt. Die Abdeckschicht 9 ("Innenhandschuh") kann aus Materialien bestehen, die angenehm auf der Haut zu tragen sind (Co, Ray- on, PA, PES, m-Aramid), gegebenenfalls in flammfester Ausführung, bevor- zugt in einer nahtlosen, rundgestrickten Ausführung. Die Sperrschicht 4, die zwischen dem Innen-und dem Außenhandschuh angeordnet ist, kann neben der Membran 6 aktivierte Aktivkohlestoffkügelchen und/oder-fasern zur Ausbildung der Adsorptionsschicht 5 zu Zwecken der Adsorption der Schad- stoffe enthalten.

Der erfindungsgemäße Schutzhandschuh 1 bietet einen effizienten Schutz ge- genüber chemischen Giften, insbesondere chemischen Kampfstoffen, bei gleichzeitig hohem Tragekomfort, insbesondere guter Atmungsaktivität. Der entscheidende Vorteil des erfindungsgemäßen Schutzhandschuhs 1 nach der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die Schutzfunktion gegenüber chemischen Giften in den Schutzhandschuh 1 selbst integriert ist und kein zu- sätzlicher Ausrüstungsgegenstand erforderlich ist. Dadurch wird nicht nur ei- ne beträchtliche Gewichtseinsparung und ein erhöhter Tragekomfort erreicht, sondern es wird zudem die Möglichkeit einer effizienten abdichtenden Ver- bindung des Übergangs zu einem ABC-Schutzanzug eröffnet, so daß chemi- sche Gifte, z. B. Kampfstoffe, den Übergang von Schutzhandschuh/Schutz- anzug nicht bzw. nicht ohne weiteres passieren können. Aufgrund dieser Ei- genschaften eignet sich der erfindungsgemäße Schutzhandschuh 1 nach der vorliegenden Erfindung insbesondere für den militärischen Einsatz bzw. den ABC-Einsatz (z. B. in der Form eines Militärschutzhandschuhs bzw. ABC- Schutzhandschuhs).

Infolge der hohen Effizienz der Schutzfunktion der Adsorptionsschicht 5, welche durch die erfindungsgemäße Verwendung der Membran 6 erhöht wird, lassen sich auch atmungsaktive Handschuhaußenmaterialien, so z. B. Leder

oder Textilien, einsetzen, so daß sich auf diese Weise der Tragekomfort erhö- hen läßt, ohne daß der Träger des Schutzhandschuhs 1 einer erhöhten Gefähr- dung durch die Verwendung eines atmungsaktiven Handschuhaußenmaterials ausgesetzt ist.

Aufgrund der hohen Flexibilität bzw. guten Biegsamkeit der einzelnen Schichten 3,4, 5,6, 8 und 9 bzw. des Schichtaufbaus 2 insgesamt wird nicht nur ein guter Tragekomfort erreicht, sondern außerdem auch eine gute Ver- schleißbeständigkeit des erfindungsgemäßen Schutzhandschuhs 1 bei gleich- zeitig guter Taktilität.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Schutzhandschuhs 1 nach der vorliegenden Erfindung wird eine ausgezeichnete Barrierewirkung gegenüber chemischen Kampfstoffen erreicht. Die Barrierewirkung des Schutzhand- schuhs 1 bzw. der Membran 6 gegenüber chemischen Kampfstoffen, insbe- sondere Bis- [2-chlorethyl] sulfid (synonym auch als Senfgas, Lost oder Gelb- kreuz bezeichnet), gemessen nach CRDEC-SP-84010, Methode 2.2, beträgt höchstens 4 llg/cm2 pro 24 h, insbesondere höchstens 3,5 Fg/cm2 pro 24 h, vorzugsweise höchstens 3, 0, ug/cm2 pro 24 h, besonders bevorzugt höchstens 2, 5, ug/cm2 pro 24 h, bei einer Dicke der Membran 6 von 50 um.

Die Herstellung des erfindungsgemäßen Schutzhandschuhs 1 kann in an sich bekannter Weise erfolgen. Dies ist dem mit der Herstellung von Handschuhen befaßten Fachmann bestens bekannt.

Beispielsweise kann bei der Herstellung eines erfindungsgemäßen Hand- schuhs wie folgt vorgegangen werden : Eine ca. 50 bis 100 jim dicke Mem- bran 6 wird mittels eines punktförmig aufgetragenen Klebstoffs auf eine Trä- gerschicht 8, die der Verstärkung und Stabilisierung der Membran dient, auf- laminiert bzw. aufkaschiert. Anschließend wird die Membran 6, bei der es sich beispielsweise um eine Polyurethanmembran handeln kann, auf der der Trägerschicht 8 abgewandten Seite mit einem wasserdampfdurchlässigen Klebstoff 7 in Form eines punktförmigen Rasters bedruckt, auf den anschlie- ßen im noch klebefähigen Zustand der Klebstoffs 7 Aktivkohlekügelchen zur Ausbildung der Adsorptionsschicht 5 aufgebracht werden. Dann wird der Klebstoff 7 gegebenenfalls getrocknet und/oder ausgehärtet. Anschließend werden zwei Materialstücke des so erhaltenen Materials in Form einer Hand

mit fünf Fingern ausgeschnitten und entlang der Handumrisse-jeweils mit den Membranen 6 zur Innenseite-verklebt oder verschweißt, so daß eine er- findungsgemäße Sperrschicht 4 in der Form eines mit Aktivkohle beauf- schlagten Membranhandschuhs resultiert. Die Adsorptionsschicht 5 wird in- nenseitig mit einem Abdeckmaterial 9 in der Form eines Innenhandschuhs be- aufschlagt, beispielsweise durch Verkleben mit einem Schmelzkleberweb ; dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß der Innenhandschuh über ei- nen Metalldorn in der Form einer hand mit fünf Fingern gestülpt wird, an- schließend z. B. mit dem Schmelzkleberweb beaufschlagt wird und hierauf dann der zuvor hergestellte Membranhandschuh gestülpt wird. Die Trag- schicht 8 wird anschließend außenseitig mit einer Trägerschicht 3 in der Form eines Außenhandschuhs verbunden (z. B. mittels der zuvor beschriebenen Technik), so daß letztendlich ein erfindungsgemäßer Schutzhandschuh 1 mit einer Abdeckschicht 9 als Innenhandschuh, einer äußeren Trägerschicht 3 als Außenhandschuh sowie einer zwischen Innen-und Außenhandschuh angeord- neten Sperrschicht 4 aus Adsorptionsschicht 5 und Membran 6, die zusammen mit der zusätzlichen Stabilisierungsschicht 8 für die Membran 6 sozusagen den einen Kern-bzw. Mittelhandschuh bildet, resultiert, wobei die einzelnen Schichten 3,4 und 9 jeweils miteinander verbunden sind.

Gemäß einer typischen Ausführungsform kann ein dreilagiger Schutzhand- schuh 1 nach der vorliegenden Erfindung wie folgt zusammengesetzt werden : 1. Die Trägerschicht 3 ("Außenhandschuh") kann beispielsweise aus einer ro- busten und gegebenenfalls schwer entflammbaren Faserart bestehen, be- vorzugt in einer nahtlosen rundgestrickten Form ausgeführt.

2. Die Abdeckschicht 9 ("Innenhandschuh") kann aus Materialien bestehen, die angenehm auf der Haut zu tragen sind (Co, Rayon, PA, PES, m- Aramid), gegebenenfalls in flammfester Ausführung, bevorzugt in einer nahtlosen, rundgestrickten Ausführung.

3. Die Sperrschicht 4 ("Funktionsschicht"), die zwischen dem Innen-und dem Außenhandschuh angeordnet ist, kann neben der Membran 6 aktivierte Ak- tivkohlestoffkügelchen und/oder-fasern zur Ausbildung der Adsorptions- schicht 5 zu Zwecken der Adsorption der Schadstoffe enthalten, und zwar in unterschiedlichen alternativen Ausgestaltungen, wie im folgenden be- schrieben :

a) Auf eine atmungsaktive Membranschicht 6 (z. B. aus PU, PES, PA, PTFE, Cellulose etc. ) werden aktivierte Aktivkohlekügelchen aufge- bracht. Das Erzeugen der Schicht und das Auftragen der Kügelchen kann durch Tauchen oder durch übliche Beschichtungs-und Bele- gungsprozesse erfolgen. Falls als Zwischenschritt eine beschichtete Folie erzeugt wird, wird diese durch geeignete Verfahren (z. B. Ver- kleben, Nähen, Schweißen etc. ) in eine zwei-oder dreidimensionale Handform gebracht. Die Funktionsschicht kann in der Beschichtung oder auch der den Aktivkohlekügelchen gegenüberliegenden Seite mittels eines Netzes oder Gewirkes aus thermoplastischen Fasern ver- stärkt sein. b) Die Funktionsschicht besteht aus einem handschuhförmigen Gestrick aus aktivierten Kohlenstoffasern, hergestellt durch Carbonisieren eines entsprechenden Handschuhs aus Rayon oder Polyacrylnitrilfasern und anschließender Aktivierung bzw. gestrickt aus den auf den entspre- chenden Weg hergestellten aktivierten Kohlenstoffasern. c) Auf die atmungsaktive Membranschicht gemäß a) können anstatt der Kohlenstoffkügelchen oder zusätzlich zu diesen durch herkömmliche Beflockungstechniken auch aktivierte Kohlenstofflockfasern aufge- bracht werden. d) Die Kohlenstoffkügelchen und/oder-fasern werden auf einen nahtlosen oder vernähten Innenhandschuh gemäß 2. ) aufgebracht. e) Über die Funktionsschichten gemäß b) oder d) kann ein nahtloser oder verschweißter Membranhandschuh (z. B. lose oder verklebend) als Flüssigkeitssperre gelegt werden.

Die einzelnen vorgenannten Schichten (Innenhandschuh, Funktionsschicht und Außenhandschuh) werden-dem Aufbau entsprechend-zusammenge- steckt und am Armabschluß z. B. durch eine Naht miteinander verbunden. Zu- sätzlich können die Schichten bei Bedarf auch an den Oberseiten der Finger und auf dem Handrücken durch Klebstoffe (wie z. B. durch Schmelzkleber, beispielsweise mit thermischer Aktivierung des Klebers), doppelseitige Kle- bebandstreifen oder Klettverschlüsse oder dergleichen fixiert werden.

Weitere Ausgestaltungen, Abwandlungen und Variationen der vorliegenden Erfindung sind für den Fachmann beim Lesen der Beschreibung ohne weiteres erkennbar und realisierbar, ohne daß er dabei den Rahmen der vorliegenden Erfindung verläßt.