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Patent Searching and Data


Title:
BRIDGE PROP FOR PROPPING A BRIDGE SEGMENT AND METHOD FOR OPERATING BRIDGE PROPS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/024297
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates inter alia to a bridge prop (110, 120) for propping a bridge segment (300). According to the invention, the bridge prop (110, 120) comprises at least one wheel (10) which allows a method for operating the bridge prop (110, 120) on a temporary structure, especially supporting framework or launching gantry, located under the bridge segment (300).

Inventors:
MERTINASCHK, André (Karlstraße 104, Braunschweig, 38106, DE)
SAUL, Reiner (Harzstraße 1, Wolfenbüttel, 38300, DE)
Application Number:
DE2017/200072
Publication Date:
February 08, 2018
Filing Date:
July 25, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SAUL INGENIEURE GMBH (Kastanienallee 40, Braunschweig, 38104, DE)
International Classes:
E01D22/00
Attorney, Agent or Firm:
FISCHER, Uwe (Moritzstraße 22, Berlin, 13597, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Brückenstützeinrichtung (110, 120) zum Abstützen eines Brückensegments (300),

dadurch gekennzeichnet, dass

die Brückenstützeinrichtung (110, 120) zumindest ein Rad (10) aufweist, das ein Verfahren der Brückenstützeinrichtung (110, 120) auf einem unterhalb des Brückensegments (300) angeordne¬ ten Baubehelf, insbesondere Trag- oder Vorschubgerüst, ermög- licht.

2. Brückenstützeinrichtung (110, 120) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

die Räder (10) höhenverstellbar sind und in eine Verfahrstel- lung ausfahrbar sind, in der die Räder (10) ein oder mehrere Fahrgestelle (11) der Brückenstützeinrichtung (110, 120) an¬ heben und ein Verfahren auf dem Baubehelf ermöglichen, sowie darüber hinaus in eine Abstützstellung einfahrbar sind, in der sich ein oder mehrere Fahrgestelle (11) der Brückenstütz- einrichtung (110, 120) auf dem Baubehelf abstützen und die

Räder (10) vollständig oder - verglichen mit der Verfahrstel¬ lung - zumindest teilweise entlastet sind.

3. Brückenstützeinrichtung (110, 120) nach einem der voran- stehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Brückenstützeinrichtung (110, 120) zwei miteinander verbindbare und voneinander trennbare Stützmodule (111, 112, 121, 122) umfasst, die jeweils ein Fahrgestell (11) und ein oder mehrere Räder (10) umfassen und im getrennten Zustand einzeln auf dem Baubehelf verfahrbar sind.

4. Brückenstützeinrichtung (110, 120) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass

jedes der Stützmodule (111, 112, 121, 122) jeweils einen Querträger (1) aufweist, der mit seinem vom Fahrgestell (11) entfernten Trägerende mit einem Trägerende des Querträgers (1) des jeweils anderen der zwei Stützmodule (111, 112, 121, 122), insbesondere mittels einer Bolzenverbindung (2), verbindbar ist.

5. Brückenstützeinrichtung (110, 120) nach einem der voran- stehenden Ansprüche 3 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

jedes der zwei Stützmodule (111, 112, 121, 122) jeweils ein Drehgestell (8) aufweist, das ein Drehen zumindest einer Kom¬ ponente des jeweiligen Stützmoduls (111, 112, 121, 122), ins- besondere eines Querträgers (1) des jeweiligen Stützmoduls (111, 112, 121, 122), relativ zum Fahrgestell (11) ermög¬ licht .

6. Brückenstützeinrichtung (110, 120) nach einem der voran- stehenden Ansprüche 3 bis 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

jedes der Stützmodule (111, 112, 121, 122) jeweils eine Quer- verschiebeeinrichtung, insbesondere in Form eines hydraulischen Querverschiebezylinders (7), aufweist, die bzw. der ein Verschieben des Querträgers (1) relativ zum Fahrgestell (11) und/oder Drehgestell (8) in Querträgerlängsrichtung ermöglicht .

7. Brückenstützeinrichtung (110, 120) nach einem der voran- stehenden Ansprüche 3 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

jedes der Stützmodule (111, 112, 121, 122) jeweils eine Hebe¬ einrichtung (6), insbesondere eine einen Hydraulikzylinder umfassende Hebeeinrichtung (6) aufweist, die ein Anheben des Querträgers (1) in Richtung eines darüber befindlichen Brückensegments (300) zum Zwecke des Abstützens des Brückenseg¬ ments (300) mittels des Querträgers (1) ermöglicht sowie dar- über hinaus ein Absenken des Querträgers (1) zum Zwecke der räumlichen Trennung des Querträgers (1) vom Brückensegment (300) ermöglicht.

8. Brückenstützeinrichtung (110, 120) nach einem der voran- stehenden Ansprüche 3 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

- sich ein Auflageabschnitt (4) des Querträgers (1) auf der Hebeeinrichtung (6) abstützt und von dieser angehoben oder abgesenkt wird,

- wobei die Position des Auflageabschnitts (4) relativ zu zumindest einem anderen Abschnitt, insbesondere einem zum Abstützen eines Brückensegments (300) vorgesehenen Ab¬ schnitt des Querträgers (1), verstellbar ist. 9. Stützmodul (111, 112, 121, 122), insbesondere für eine

Brückenstützeinrichtung (110, 120) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Stützmodul (111, 112, 121, 122) ein Fahrgestell (11) und ein oder mehrere Räder (10) umfasst und auf einem Baubehelf verfahrbar ist.

10. Stützmodul (111, 112, 121, 122) nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Stützmodul (111, 112, 121, 122) mit einem anderen Stütz modul (111, 112, 121, 122) unter Bildung einer Brückenstütz einrichtung (110, 120) nach einem der voranstehenden Ansprü che 1 bis 8 verbindbar ist.

11. Verfahren zum Betreiben einer Brückenstützeinrichtung (110, 120),

dadurch gekennzeichnet, dass

im Rahmen des Verfahrens die Brückenstützeinrichtung (110,

120) in Stützphasen zum Abstützen eines Brückensegments (300) eingesetzt wird und in Verfahrphasen auf einem unterhalb des Brückensegments (300) angeordneten Baubehelf, insbesondere Trag- oder Vorschubgerüst, in Brückenlängsrichtung verfahren wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11,

dadurch gekennzeichnet, dass

- vor Beginn einer jeden Verfahrphase zumindest ein oder

mehrere höhenverstellbare Räder (10) der Brückenstützein¬ richtung (110, 120) in eine Verfahrstellung ausgefahren werden, in der die Räder (10) ein oder mehrere Fahrgestel¬ le (11) der Brückenstützeinrichtung (110, 120) anheben und ein Verfahren der Brückenstützeinrichtung (110, 120) auf dem Baubehelf ermöglichen, und

- vor Beginn einer jeden Stützphase die höhenverstellbaren Räder (10) in eine Abstützstellung eingefahren werden, in der sich ein oder mehrere Fahrgestelle (11) der Brücken¬ stützeinrichtung (110, 120) auf dem Baubehelf abstützen und die Räder (10) vollständig oder - verglichen mit der Verfahrstellung - zumindest teilweise entlastest werden.

13. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 11 bis 12,

dadurch gekennzeichnet, dass

- die Brückenstützeinrichtung (110, 120) zwei miteinander verbindbare und voneinander trennbare Stützmodule (111, 112, 121, 122) umfasst, die jeweils ein Fahrgestell (11) und ein oder mehrerer Räder (10) umfassen und im getrennten Zustand einzeln auf dem Baubehelf verfahrbar sind,

- jedes der Stützmodule (111, 112, 121, 122) jeweils einen höhenverstellbaren Querträger (1) aufweist, der mit seinem vom Fahrgestell (11) entfernten Trägerende mit einem Trä¬ gerende des Querträgers (1) des jeweils anderen der zwei Stützmodule (111, 112, 121, 122), insbesondere mittels ei¬ ner Bolzenverbindung (2), verbindbar ist,

- jedes der zwei Stützmodule (111, 112, 121, 122) jeweils ein Drehgestell (8) aufweist, das ein Drehen des Querträ¬ gers (1) des jeweiligen Stützmoduls (111, 112, 121, 122) relativ zu dessen Fahrgestell (11) ermöglicht,

- wobei zumindest bei solchen Verfahrphasen, bei denen ein Brückpfeiler (400) passiert wird,

- zunächst die Verbindung zwischen den Trägerenden der

Querträger (1) der zwei Stützmodule (111, 112, 121, 122) getrennt wird,

- die Querträger (1) auf ihrem oder mittels ihres Drehge¬ stells (8) jeweils um 90 Grad oder zumindest um einen Winkel, der ein Passieren des jeweiligen Querträgers (1) am Brückpfeiler (400) vorbei ermöglicht, gedreht werden,

- die Stützmodule (111, 112, 121, 122) jeweils in Brücken¬ längsrichtung an dem Brückenpfeiler vorbeigefahren werden,

- die Querträger (1) nach dem Vorbeifahren am Brückenpfeiler auf ihrem oder mittels ihres Drehgestells (8) je¬ weils zurückgedreht werden, bis die Trägerenden der Querträger (1) einander gegenüber liegen, und

- die Trägerenden der Querträger (1) der zwei Stützmodule (111, 112, 121, 122) anschließend wieder miteinander verbunden werden.

14. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 11 bis 13,

dadurch gekennzeichnet, dass

- jedes der Stützmodule (111, 112, 121, 122) jeweils eine Querverschiebeeinrichtung, insbesondere in Form eines hydraulischen Querverschiebezylinders (7), aufweist,

- nach dem Trennen der Verbindung zwischen den Querträgern (1) und vor dem Drehen der Querträger (1) die Trägerenden der zwei Querträger (1) jeweils mittels ihrer Querver- schiebeeinrichtung voneinander weg bewegt werden, und zwar jeweils entlang der jeweiligen Querträgerlängsrichtung, und ein Spalt zwischen den Trägerenden gebildet wird, und

- nach dem Passieren des Brückenpfeilers (400) und nach dem Zurückdrehen der Querträger (1) die Trägerenden aufeinan- der zu bewegt werden, jeweils entlang der Querträgerlängs¬ richtung, und

- anschließend die Trägerenden verbunden werden.

15. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 11 bis 14,

dadurch gekennzeichnet, dass

- die Abstützung eines Brückensegments (300) derart erfolgt, dass es zu keinen ungünstigen relativen Bewegungen des zu stützenden Brückenabschnittes kommt, und/oder

- der Brückenabschnitt durch die Brückenstützeinrichtung

(110, 120) in seiner Ursprungslage gehalten wird und/oder

- die Höhenlage (H) des zu stützenden Brückensegments (300) kontinuierlich messtechnisch erfasst wird und festgestellte Abweichungen durch vorzugsweise automatisiertes Aus- bzw. Einfahren der Hebeeinrichtung (6) und des Auflageabschnitts (4) bzw. des zentralen Auflagerpunkts kompensiert werden und/oder - die Belastung der Brückenstützeinrichtung (110, 120) kontinuierlich messtechnisch erfasst wird und festgestellte Abweichungen durch automatisiertes Aus- bzw. Einfahren der Hebeeinrichtung (6) und dem Auflageabschnitt (4) kompen- siert werden und/oder

- die Lagerung des zu stützenden Brückensegments (300) durch wechselweise Aktivierung/Deaktivierung einer der beiden Brückenstützeinrichtungen (110, 120) an unterschiedlichen Stellen des Brückensegments (300) erfolgt.

Description:
Beschreibung

Brückenstützeinrichtung zum Abstützen eines Brückensegments und Verfahren zum Betrieb von Brückenstützeinrichtungen

Die Erfindung bezieht sich auf Brückenstützeinrichtungen, auf Stützmodule für Brückenstützeinrichtungen sowie auf ein Verfahren zum Betreiben einer Brückenstützeinrichtung . Bei heutzutage üblichen Verfahren zum Rückbau bzw. Abriss von Brücken, insbesondere Spannbetonbrücken, erfolgt eine tempo ¬ räre Abstützung des abzubrechenden Überbaus an mehreren in Brückenlängsrichtung verteilten Unterstützungspunkten. Beispielsweise werden als Unterstützungspunkte Abstandshalter in Form von Holzklötzen eingesetzt, die zwischen dem abzustützenden Brückenabschnitt und einem darunter liegenden Baubehelf, wie beispielsweise einem Gerüst oder dergleichen, zwi ¬ schengeklemmt werden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brückenstütz- einrichtung zum Abstützen eines Brückensegments anzugeben, das ein besonders einfaches Rückbauen bzw. Abreißen von Brücken ermöglicht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Brückenstütz- einrichtung mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Brückenstützeinrichtung sind in Unteransprüchen angegeben. Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Brückenstütz- einrichtung zumindest ein Rad aufweist, das ein Verfahren der Brückenstützeinrichtung auf einem unterhalb des Brückenseg- ments angeordneten Baubehelf, insbesondere Trag- oder Vor ¬ schubgerüst, ermöglicht.

Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Brückenstütz- einrichtung ist darin zu sehen, dass diese unterhalb des Brü ¬ ckensegments verfahrbar ist und somit in sehr einfacher Weise neu positioniert werden kann, sobald dies im Rahmen des Brü ¬ ckenabbruchs erforderlich wird. Vorteilhaft ist es, wenn die Räder höhenverstellbar sind und in eine Verfahrstellung ausfahrbar sind, in der die Räder ein oder mehrere Fahrgestelle der Brückenstützeinrichtung anheben und ein Verfahren auf dem Baubehelf ermöglichen, sowie darüber hinaus in eine Abstützstellung einfahrbar sind, in der sich ein oder mehrere Fahrgestelle der Brückenstützeinrichtung auf dem Baubehelf abstützen und die Räder vollständig oder - verglichen mit der Verfahrstellung - zumindest teilweise entlastet sind. Die Brückenstützeinrichtung umfasst bevorzugt zwei miteinander verbindbare und voneinander trennbare Stützmodule, die jeweils ein Fahrgestell und ein oder mehrere Räder umfassen und im getrennten Zustand einzeln auf dem Baubehelf verfahrbar sind. Eine solche Ausgestaltung ermöglicht in einfacher Weise ein Vorbeifahren an Brückenpfeilern.

Jedes der Stützmodule weist vorzugsweise jeweils einen Quer ¬ träger auf, der mit seinem vom Fahrgestell entfernten Trägerende mit einem Trägerende des Querträgers des jeweils an- deren der zwei Stützmodule, insbesondere mittels einer Bol ¬ zenverbindung, verbindbar ist. Jedes der zwei Stützmodule weist vorzugsweise jeweils ein Drehgestell auf, das ein Drehen zumindest einer Komponente des jeweiligen Stützmoduls, insbesondere eines Querträgers des jeweiligen Stützmoduls, relativ zum Fahrgestell ermög- licht.

Jedes der Stützmodule weist vorzugsweise jeweils eine Quer- schiebeeinrichtung, insbesondere in Form eines hydraulischen Querverschiebezylinders , auf, die bzw. der ein Verschieben des Querträgers relativ zum Fahrgestell und/oder Drehgestell in Querträgerlängsrichtung ermöglicht.

Jedes der Stützmodule weist vorzugsweise jeweils eine Hebe ¬ einrichtung, insbesondere eine einen Hydraulikzylinder umfas- sende Hebeeinrichtung auf, die ein Anheben des Querträgers in Richtung eines darüber befindlichen Brückensegments zum Zwecke des Abstützens des Brückensegments mittels des Querträ ¬ gers ermöglicht sowie darüber hinaus ein Absenken des Quer ¬ trägers zum Zwecke der räumlichen Trennung des Querträgers vom Brückensegment ermöglicht.

Vorteilhaft ist es darüber hinaus, wenn sich ein Auflageab ¬ schnitt (z. B in Form eines zentralen Auflagerpunkts ) des Querträgers auf der Hebeeinrichtung abstützt und von dieser angehoben oder abgesenkt wird, wobei die Position des Aufla ¬ geabschnitts relativ zu zumindest einem anderen Abschnitt, insbesondere einem zum Abstützen eines Brückensegments vorge ¬ sehenen Abschnitt des Querträgers, verstellbar ist. Die Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf ein Stützmodul für eine Brückenstützeinrichtung, wie sie oben beschrieben ist. Bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Stützmoduls sei auf die obigen Ausführungen verwiesen. Vorzugsweise umfasst ein solches Stützmodul ein Fahrgestell und ein oder mehrere Räder und ist auf einem Baubehelf ver ¬ fahrbar .

Das Stützmodul ist bevorzugt mit einem anderen Stützmodul un ¬ ter Bildung einer Brückenstützeinrichtung, wie sie oben beschrieben worden ist, verbindbar. Die Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf ein Verfahren zum Betreiben einer Brückenstützeinrichtung . Bezüglich eines solchen Verfahrens ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass im Rahmen des Verfahrens die Brückenstützeinrichtung in Stützphasen zum Abstützen eines Brückensegments eingesetzt wird und in Verfahrphasen auf einem unterhalb des Brückensegments angeordneten Baubehelf, insbesondere Trag- oder Vorschubge ¬ rüst, in Brückenlängsrichtung verfahren wird.

Bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sei auf die obigen Ausführungen verwiesen.

Als vorteilhaft wird es angesehen, wenn vor Beginn einer jeden Verfahrphase zumindest ein oder mehrere höhenverstellbare Räder der Brückenstützeinrichtung in eine Verfahrstellung ausgefahren werden, in der die Räder ein oder mehrere Fahrgestelle der Brückenstützeinrichtung anheben und ein Verfahren der Brückenstützeinrichtung auf dem Baubehelf ermöglichen, und vor Beginn einer jeden Stützphase die höhenverstellbaren Räder in eine Abstützstellung eingefahren werden, in der sich ein oder mehrere Fahrgestelle der Brückenstützeinrichtung auf dem Baubehelf abstützen und die Räder vollständig oder - ver ¬ glichen mit der Verfahrstellung - zumindest teilweise entlas ¬ tet werden. Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass

- die Brückenstützeinrichtung zwei miteinander verbindbare und voneinander trennbare Stützmodule umfasst, die jeweils ein Fahrgestell und ein oder mehrerer Räder umfassen und im getrennten Zustand einzeln und im geschlossenen Zustand gemeinsam auf dem Baubehelf verfahrbar sind,

- jedes der Stützmodule jeweils einen höhenverstellbaren

Querträger aufweist, der mit seinem vom Fahrgestell ent ¬ fernten Trägerende mit einem Trägerende des Querträgers des jeweils anderen der zwei Stützmodule, insbesondere mittels einer Bolzenverbindung, verbindbar ist,

- jedes der zwei Stützmodule jeweils ein Drehgestell auf- weist, das ein Drehen des Querträgers des jeweiligen

Stützmoduls relativ zu dessen Fahrgestell ermöglicht,

- wobei zumindest bei solchen Verfahrphasen, bei denen ein Brückpfeiler passiert wird,

- zunächst die Verbindung zwischen den Trägerenden der

Querträger der zwei Stützmodule getrennt wird,

- die Querträger auf ihrem oder mittels ihres Drehgestells jeweils um 90 Grad oder zumindest um einen Winkel, der ein Passieren des jeweiligen Querträgers am Brückpfeiler vorbei ermöglicht, gedreht werden,

- die Stützmodule jeweils in Brückenlängsrichtung an dem

Brückenpfeiler vorbeigefahren werden,

- die Querträger nach dem Vorbeifahren am Brückenpfeiler auf ihrem oder mittels ihres Drehgestells jeweils zu ¬ rückgedreht werden, bis die Trägerenden der Querträger einander gegenüber liegen, und

- die Trägerenden der Querträger der zwei Stützmodule anschließend wieder miteinander verbunden werden. Auch ist es vorteilhaft, wenn

- jedes der Stützmodule jeweils eine Querverschiebeeinrich- tung, insbesondere in Form eines hydraulischen Querver- schiebezylinders, aufweist,

- nach dem Trennen der Verbindung zwischen den Querträgern und vor dem Drehen der Querträger die Trägerenden der zwei Querträger jeweils mittels ihrer Querverschiebeeinrichtung voneinander weg bewegt werden, und zwar jeweils entlang der jeweiligen Querträgerlängsrichtung, und ein Spalt zwischen den Trägerenden gebildet wird,

- nach dem Passieren des Brückenpfeilers und nach dem Zu ¬ rückdrehen der Querträger die Trägerenden aufeinander zu bewegt werden, jeweils entlang der Querträgerlängsrich- tung, und

- anschließend die Trägerenden verbunden werden.

Die Abstützung eines Brückensegmentes erfolgt vorzugsweise derart, dass es zu keinen ungünstigen relativen Bewegungen des zu stützenden Brückenabschnittes kommt.

Der Brückenabschnitt wird vorzugsweise durch die Brücken ¬ stützeinrichtung in seiner Ursprungslage gehalten. Die Höhenlage des zu stützenden Brückensegmentes wird vor ¬ zugsweise kontinuierlich messtechnisch erfasst, und festge ¬ stellte Abweichungen werden vorzugsweise durch automatisiertes Aus- bzw. Einfahren der Hebeeinrichtungen (z.B. Hydraulikzylinder) und der Auflageabschnitte (hier auch zentrale Auflagerpunkte genannt) kompensiert.

Auch kann die Belastung der Brückenstützeinrichtung kontinuierlich messtechnisch erfasst werden, und festgestellte Ab- weichungen können durch automatisiertes Aus- bzw. Einfahren der Hebeeinrichtungen (z.B. Hydraulikzylinder) und der zentralen Auflagerpunkte kompensiert werden. Die Lagerung des zu stützenden Brückensegmentes erfolgt vor ¬ zugsweise durch wechselweise Aktivierung/Deaktivierung eines der beiden Brückenstützeinrichtungen an unterschiedlichen Stellen des Brückensegmentes. Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie ¬ len näher erläutert; dabei zeigen beispielhaft:

Figur 1 ein Ausführungsbeispiel für eine Anordnung mit

zwei Brückenstützeinrichtungen, die jeweils durch zwei miteinander verbundene Stützmodule gebildet sind,

Figur 2 eines der Stützmodule der Brückenstützeinrichtungen gemäß Figur 1 näher im Detail,

Figur 3 eine Hebeeinrichtung des Stützmoduls gemäß Figur 2 näher im Detail,

Figur 4 eines der Räder des Stützmoduls gemäß Figur 2 nä- her im Detail,

Figur 5 das Stützmodul gemäß Figur 2 in einer dreidimensi ¬ onalen Darstellung schräg von unten, Fig. 6-9 das Öffnen eines Ausführungsbeispiels für eine

Bolzenverbindung, die zwei Stützmodule miteinander verbindet, Fig. 10-13 in einer Darstellung von der Seite ein Ausführungsbeispiel für einen Abbruchbetrieb mit Hilfe der zwei Brückenstützeinrichtungen gemäß Figur 1 und

Fig. 14-18 das Vorbeifahren der Brückenstützeinrichtungen gemäß Figur 1 an einem Brückenpfeiler einer später abzutragenden Brücke. In den Figuren werden der Übersicht halber für identische o- der vergleichbare Komponenten stets dieselben Bezugszeichen verwendet .

Die Figur 1 zeigt in einer Draufsicht zwei Brückenstützein- richtungen 110 und 120, die auf zwei Baubehelfen in Form von Gerüsten 201 und 202 entlang einer Abbruchrichtung A verfahrbar sind. Die beiden Gerüste 201 und 202 sind räumlich unterhalb eines Brückensegments 300 angeordnet, das von den zwei Brückenstützeinrichtungen 110 und 120 oder zumindest einer von diesen abgestützt wird, bevor dieses zu einem späteren

Zeitpunkt abgerissen wird. Die Abbruchkante, an der die Brü ¬ cke bereits zurückgebaut bzw. abgerissen wurde, ist mit dem Bezugszeichen 310 gekennzeichnet. Die Bauwerksachse des Brü ¬ ckensegments 300 ist mit dem Bezugszeichen B und der Abstand zwischen den zwei Brückenstützeinrichtungen 110 und 120 mit dem Bezugszeichen D gekennzeichnet.

Die in der Figur 1 linke Brückenstützeinrichtung 110 wird durch zwei Stützmodule 111 und 112 gebildet, die mittels ei- ner Bolzenverbindung 2 miteinander verbunden sind. Die in der Figur 1 rechte Brückenstützeinrichtung 120 wird durch zwei Stützmodule 121 und 122 gebildet, die ebenfalls durch eine Bolzenverbindung 2 miteinander in Verbindung stehen. Die vier Stützmodule 111, 112, 121 und 122 sind vorzugsweise baugleich oder unterscheiden sich vorzugsweise lediglich hinsichtlich ihrer Schnittstellenausgestaltung zur Herstellung der Bolzenverbindung 2 voneinander.

Nachfolgend wird das in der Figur 1 mit dem Bezugszeichen 122 bezeichnete Stützmodul näher im Detail erläutert; die Ausfüh ¬ rungen im Zusammenhang mit dem Stützmodul 122 gelten für die übrigen Stützmodule 111, 112 und 121 jedoch entsprechend.

Das Stützmodul 122 umfasst ein Fahrgestell 11 sowie vier Rä ¬ der 10, die vorzugsweise jeweils mit einem eigenen Antrieb antreibbar sind und jeweils über eine in der Figur 1 aus Gründen der Übersicht nicht näher dargestellte Höheneinstell ¬ einrichtung in der Höhe verstellbar sind.

Das Stützmodul 122 weist darüber hinaus einen Querträger 1 auf, der mit seinem von Fahrgestell 11 entfernten Trägerende la mit einem Trägerende des Querträgers 1 des in der Figur 1 oberen Stützmoduls 121, und zwar über die bereits angespro ¬ chene Bolzenverbindung 2, verbunden ist.

Um ein Drehen des Querträgers 1 des Stützmoduls 122 relativ zum Fahrgestell 11 zu ermöglichen, weist das Stützmodul 122 ein Drehgestell 8 auf. Der Querträger 1 liegt auf diesem Drehgestell 8 auf und kann mittels eines Drehzylinders 9 auf dem Drehgestell 8 gedreht werden. Der Abstand zwischen den Mittelpunkten der Drehgestelle 8 der beiden Stützmodule 121 und 122 ist in der Figur 1 mit dem Bezugszeichen S gekennzeichnet . Das Stützmodul 122 ist darüber hinaus mit einem hydraulischen Querverschiebezylinder 7 ausgestattet, der eine Querverschie- beeinrichtung zum Verschieben des Querträgers 1 entlang der Querträgerlängsrichtung und damit relativ zum Fahrgestell 11 und relativ zum Drehgestell 8 bildet.

Das Stützmodul 122 ist darüber hinaus mit Ausgleichsgewichten 5 ausgestattet, die das Gewicht des Querträgers 1 ausglei ¬ chen .

Zum Abstützen des Brückensegments 300 auf dem Querträger 1 ist dieser vorzugsweise mit einem elastischen Auflager 3 verbunden, das das Brückensegment 300 elastisch abstützt. Die Figur 2 zeigt das Stützmodul 122 gemäß Figur 1 näher im Detail, und zwar in einer dreidimensionalen Darstellung schräg von oben. Es lässt sich erkennen, dass die Räder 10 jeweils mit einer Höheneinstelleinrichtung 10a ausgestattet sind, die beispielsweise durch einen in der Höhe verstellba- ren Zylinder gebildet sein oder zumindest einen solchen umfassen kann.

Darüber hinaus lässt sich bei der Darstellung gemäß Figur 2 ein Auflageabschnitt 4 des Querträgers 1 erkennen, mit dem der Querträger 1 auf einer Hebeeinrichtung 6 des Stützmoduls 122 aufliegt. Die Hebeeinrichtung 6 kann beispielsweise durch einen Hydraulikzylinder gebildet sein, mit dem sich der Auflageabschnitt 4 und damit der Querträger 1 insgesamt gegen ¬ über dem Fahrgestell 11 und damit gegenüber dem Gerüst 202 gemäß Figur 1 in Richtung des darüber befindlichen Brückensegments 300 anheben lässt. Die Figur 3 zeigt den Auflageabschnitt 4 des Querträgers 1 sowie die Hebeeinrichtung 6 näher im Detail. Es lässt unter anderem erkennen, dass mittels angedeuteter Schraubverbindungen 4a die Höhe des Auflageabschnitts 4 relativ zum übrigen Querträger 1 und dessen Position in Querträgerlängsrichtung verstellbar ist; dies ermöglicht es, die Position des durch den Auflageabschnitt 4 gebildeten zentralen Auflagerpunkts je nach Ausgestaltung der Brücke bzw. des jeweiligen Brückensegments 300 optimal einzustellen.

Die Figur 4 zeigt eines der Räder 10 des Stützmoduls 122 nä ¬ her im Detail. Es lässt sich eine Höheneinstelleinrichtung 10a erkennen, mit der sich das Rad 10 in der Höhe verstellen lässt. Zum Antreiben des Rads 10 ist ein radindividueller An- trieb 10b vorgesehen. Mit anderen Worten lässt sich jedes der Räder 10 des Stützmoduls 122 vorzugsweise individuell antrei ¬ ben und individuell in der Höhe verfahren. Alternativ ist es möglich, nur einzelne Räder des Stützmoduls 122 mit einem Antrieb 10b auszustatten, beispielsweise nur ein oder zwei der innen liegenden (also die dichter am anderen Stützmodul 121 der Brückenstützeinrichtung 120 liegenden Räder) oder nur ein oder zwei der außen liegenden (also die weiter vom anderen Stützmodul 121 der Brückenstützeinrichtung 120 entfernt liegenden) Räder.

Die Höheneinstelleinrichtungen 10a ermöglichen es im Übrigen, die Räder 10 derart einzufahren, dass sich das Fahrgestell 11 unmittelbar auf dem Gerüst 202 gemäß Figur 1 abstützen kann und die Räder 10 entlastet werden. Die Räder 10 können bei- spielsweise als massive Rollen oder massive Walzen ausgestal ¬ tet sein. Die Figur 5 zeigt das Stützmodul 122 gemäß den Figuren 1 bis 4 in einer dreidimensionalen Darstellung schräg von unten. Es lässt sich ein Querverschiebezylinder 7 erkennen, mit dem sich der Querträger 1 in Querträgerlängsrichtung relativ zum Fahrgestell 11 und relativ zum Drehgestell 8 verschieben lässt. Darüber hinaus lassen sich die Seitenführungen/Abhebesicherungen IIa des Fahrgestells 11 erkennen, die eine Seitenführung gewährleisten sowie ein unbeabsichtigtes Abheben des Fahrgestells auf dem Gerüst verhindern.

Die Figuren 6 bis 9 zeigen ein Ausführungsbeispiel für die Bolzenverbindung 2 zwischen den beiden Stützmodulen 121 und 122 der Brückenstützeinrichtung 120 gemäß Figur 1 näher im Detail in unterschiedlichen Zuständen.

In der Figur 6 erkennt man einen Bolzen 2a, der verschieblich am Stützmodul 122 angebracht ist und bei der in der Figur 6 dargestellten Verriegelungsstellung in eine korrespondierende Ausnehmung 2c im Stützmodul 121 eingreift.

Zum Verschieben bzw. zum Verstellen des Bolzens 2a weist das Stützmodul 122 vorzugsweise einen Hydraulikzylinder 2b auf, mit dem sich der Bolzen 2a ein- und ausfahren lässt. Die Figur 7 zeigt den Bolzen 2a, nachdem dieser mittels des Hydraulikzylinders 2b entlang der Pfeilrichtung P angehoben worden ist und somit die Ausnehmung 2c im Stützmodul 121 ver ¬ lassen hat. Der Bolzen 2a stellt somit keine Verriegelung mehr her.

Die Figur 8 zeigt die beiden Stützmodule 121 und 122, nachdem deren Querträger 1 mittels der Querverschiebezylinder 7 voneinander wegbewegt worden sind. Die Stützmodule 121 und 122 weisen nun einen Abstand in Querträgerlängsrichtung voneinander auf.

Die Figur 9 zeigt die beiden Stützmodule 121 und 122, nachdem deren Querträger 1 mittels ihrer Drehzylinder 9 und der Drehgestelle 8 voneinander weggedreht worden sind.

In der Figur 9 lassen sich im Übrigen noch Längsbolzen 2d und längs angeordnete Löcher 2e erkennen, die im geschlossenen Zustand der Bolzenverbindung 2 eine vorgegebene Lage der bei ¬ den Querträger der beiden Stützmodule 121 und 122 zueinander in der Ebene quer zur Querträgerlängsrichtung definieren.

Sollen die beiden Stützmodule 121 und 122 wieder miteinander verbunden werden, so sind die Arbeitsschritte gemäß den Figu ¬ ren 6 bis 9 in umgekehrter Richtung durchzuführen.

Bei der Ausführungsvariante gemäß den Figuren 6 bis 9 sind die Bolzen 2a zur Herstellung der Bolzenverbindung 2 ledig- lieh beim Stützmodul 122 vorgesehen; das Stützmodul 121 weist lediglich Ausnehmungen 2c auf. Alternativ ist es möglich, bei jedem der beiden Stützmodule 121 und 122 jeweils ein oder mehrere verstellbare Bolzen 2a und jeweils eine oder mehrere Ausnehmungen 2c, die mit Bolzen des jeweils anderen Stützmo- duls zusammenwirken, vorzusehen; bei einer solchen Ausgestaltung können die Stützmodule 121 und 122 beispielsweise iden ¬ tisch ausgeführt sein. Entsprechendes gilt für die Stützmodu ¬ le 111 und 112 bei der Brückenstützeinrichtung 110 gemäß Figur 1.

Im Zusammenhang mit den Figuren 10 bis 13 soll nun in einer Seitenansicht ein Fahren der Brückenstützeinrichtungen 110 und 120 auf den Gerüsten 201 und 202 im Rahmen eines Abbruch- Verfahrens zum Abtragen des Brückensegments 300 gemäß Figur 1 erläutert werden.

Die Figur 10 zeigt die Brückenstützeinrichtung 120 in einer Stützphase, in der sie das darüber liegende Brückensegment 300 abstützt. Es lässt sich außerdem erkennen, dass die Brü ¬ ckenstützeinrichtung 120 an die in einem vorherigen Abbruchschritt hergestellte Abbruchkante 310 unmittelbar angrenzt. Bei der Brückenstützeinrichtung 110 sind die Querträger 1 hingegen nach unten eingefahren, so dass die Brückenstützeinrichtung 110 keine tragende bzw. stützende Funktion hat und somit entlang der Abbruchrichtung A - in der Figur 10 also nach links - verfahren werden kann.

Die Figur 11 zeigt die Brückenstützeinrichtung 110, nachdem diese entlang der Abbruchrichtung A verfahren worden ist und nunmehr einen größeren Abstand D zur Brückenstützeinrichtung 120 aufweist als zum Zeitpunkt gemäß Figur 10.

Die Figur 12 zeigt die beiden Brückenstützeinrichtungen 110 und 120, nachdem der Querträger der Brückenstützeinrichtung 110 nach oben ausgefahren worden ist und dieser das darüber liegende Brückensegment 300 abstützt. Die Brückenstützein- richtung 120 ist somit zum Abstützen des darüber liegenden

Brückensegments 300 nicht mehr nötig und kann nun ihrerseits nach dem Absenken entlang der Abbruchrichtung A verfahren werden . Die Figur 13 zeigt die beiden Brückenstützeinrichtungen 110 und 120, nachdem die Brückenstützeinrichtung 120 an die Brückenstützeinrichtung 110 herangefahren worden ist. Um Beschädigungen im Falle eines Auffahrens zu vermeiden, sind die Brückenstützeinrichtungen 110 und 120 vorzugsweise außensei ¬ tig mit Puffern 90 versehen.

Bei der Darstellung gemäß Figur 13 ist wieder die Brücken- Stützeinrichtung 120 ausgefahren und dient zur Abstützung des darüber befindlichen Brückensegments 300. Die Brücke kann nun in dem überhängenden Abschnitt 301 abgerissen werden, wodurch sich die Abbruchkante nach links verschiebt; die neu entste ¬ hende Abbruchkante ist in der Figur 13 mit dem Bezugszeichen 311 gekennzeichnet.

Die Brückenstützeinrichtung 110 kann währenddessen eingefahren und entlang der Abbruchrichtung A weiter verfahren werden .

Im Rahmen eines Verfahrens zum Abtragen des Brückensegments 300 werden die im Zusammenhang mit den Figuren 10 bis 13 beschriebenen Verfahrschritte wiederholt durchgeführt, wobei jeweils beim Zustand gemäß Figur 13 ein Teilabbruch des Brü- ckensegments 300 vorgenommen wird.

Bei der im Zusammenhang mit den Figuren 10 bis 13 beispielhaft beschriebenen Verfahrensschritten wird in vorteilhafter Weise erreicht, dass die Abstützung des Brückensegments 300 derart erfolgt, dass es zu keinen ungünstigen relativen Bewe ¬ gungen des zu stützenden Brückenabschnitts 300 kommt; das Brückensegment 300 wird durch die Brückenstützeinrichtungen 110 und 120 bzw. durch stets mindestens eine von diesen stets in seiner Ursprungslage gehalten.

Die Höhenlage H (siehe Figur 12) des zu stützenden Brückensegmentes 300 wird vorzugsweise mittels eines oder mehrerer Messsensoren, die an einer der beiden Brückenstützeinrichtun- gen 110 und 120 oder an beiden vorgesehen sein können oder bei denen es sich um externe Messsensoren handeln kann, messtechnisch erfasst, bevorzugt kontinuierlich gemessen. Festgestellte Abweichungen von einer vorgegebenen Sollhöhe können durch (vorzugsweise automatisiertes) Aus- bzw. Einfahren der Hydraulikzylinder 6 und damit durch ein vertikales Verstellen der zentralen Auflageabschnitte 4 in einfacher Weise kompensiert werden. Auch ist es möglich, die Belastung der Brückenstützeinrich- tungen 110 und 120 kontinuierlich messtechnisch zu erfassen und festgestellte Schwankungen oder Abweichungen von einer vorgegebenen Sollbelastung durch automatisiertes Aus- bzw. Einfahren der Hydraulikzylinder 6 bzw. der zentralen Auflage- abschnitte (Auflagerpunkte) 4 zu kompensieren.

Die Lagerung des zu stützenden Brückensegmentes 300 erfolgt zusammengefasst also vorzugsweise durch wechselweise Aktivie- rung/Deaktivierung einer der beiden Brückenstützeinrichtungen 110 und 120 an unterschiedlichen Stellen des Brückensegments 300.

Im Zusammenhang mit den Figuren 14 bis 18 soll nun beispielhaft erläutert werden, wie die Brückenstützeinrichtungen 110 und 120 gemäß den Figuren 1 sowie 10 bis 13 betrieben werden können, wenn ein Vorbeifahren an einem Brückenpfeiler 400 erforderlich wird.

Die Figur 14 zeigt die beiden Brückenstützeinrichtungen 110 und 120, bevor diese entlang einer Abbruchrichtung A an dem

Brückenpfeiler 400 vorbeigefahren werden. Bei den beiden Brückenstützeinrichtungen 110 und 120 sind die Stützmodule 111 und 112 bzw. 121 und 122 mittels der Bolzenverbindung 2 noch miteinander verbunden.

Um ein Verschwenken der Stützmodule zu ermöglichen, werden zunächst die Bolzenverbindungen 2 gelöst, wie dies beispiel ¬ haft im Zusammenhang mit den Figuren 6 und 9 erläutert wurde. Anschließend werden die Querträger 1 jeweils über dem Drehge ¬ stell 8 mittels des Drehzylinders 9 verdreht. Die Figur 15 zeigt die vier Stützmodule 111, 112, 121 und

122, nachdem deren Querträger 1 entlang der Pfeilrichtung P jeweils um 90° gedreht worden sind. Es lässt sich erkennen, dass die Längsrichtung der Querträger 1 nun jeweils parallel zur Längsrichtung des jeweils darunter liegenden Gerüsts 201 bzw. 202 ausgerichtet sind.

Die Figur 16 zeigt das Vorbeifahren der Stützmodule 111, 112, 121 und 122 entlang der Abbruchrichtung A bzw. entlang der Längsrichtung der Gerüste 201 und 202. Es lässt sich erken- nen, dass der Brückenpfeiler 400 passiert werden kann, da die Querträger 1 der Stützmodule aus dem Bereich des Brückenpfei ¬ lers herausgeschwenkt worden sind.

Die Figur 17 zeigt das Zurückschwenken der Querträger 1 der Stützmodule um 90°; dies ist durch Pfeile mit dem Bezugszei ¬ chen P symbolisiert.

Die Figur 18 zeigt die beiden Brückenstützeinrichtungen 110 und 120, nachdem deren Stützmodule wieder mittels der Bolzen- Verbindungen 2 miteinander verbunden worden sind. Nach der

Herstellung der Bolzenverbindungen 2 kann nun der weitere Abbruchbetrieb vorgenommen werden, wie dies im Zusammenhang mit den Figuren 10 bis 13 oben erläutert worden ist. Die im Zusammenhang mit den Figuren 1 bis 18 beschriebenen Ausführungsbeispiele können einzelne oder alle der folgenden Merkmale aufweisen:

a) Das oben beispielhaft beschriebene Brückenunterstützungs ¬ system besteht vorzugsweise aus zwei Brückenstützeinrichtun- gen, die verschieblich und selbstfahrend auf den Längsträgern eines Traggerüstes oder Vorschubgerüstes angeordnet werden. Die Brückenstützeinrichtungen können unabhängig voneinander auf dem Gerüst verfahren und abwechselnd zur Stützung des Brückenüberbaus aktiviert werden. b) Jede der Brückenstützeinrichtungen ist vorzugsweise mit hydraulisch höhenverstellbaren Rädern 10 ausgestattet, auf denen ein rollender Positionswechsel auf dem Gerüst erfolgen kann. Durch die unabhängige hydraulische Höhenverstellung je ¬ des einzelnen Rades sind folgende Funktionen möglich: aa) Absenken der Brückenstützeinrichtungen auf das Fahrge- stell 11 zur Stützung des Überbaus (Räder entlastet, Stützung des Überbaus kann aktiviert werden) . bb) Absenken auf das Fahrgestell 11 zur Herstellung des Reib ¬ schlusses zwischen Gerüst und Brückenstützeinrichtungen und zum Aktivieren der Überbaustützung. cc) Hydraulische Koppelung und Ausfahren der beiden Höhenein- stellzylinder der inneren Räder zur Gewährleistung gleicher Radlasten während des Längsfahrens im Leerzustand. Dabei er- folgt der Antrieb vorzugsweise über einen Elektromotor an je ¬ weils einem der beiden aktiven inneren Räder, die insbesondere als Fahrrollen ausgeführt sein können. dd) Unabhängige Höhensteuerung jedes einzelnen der vier aktiven Hydraulikzylinder einer Gerätehälfte während des Öffnens und Schließens des Bolzenstoßes in Bauwerksachse. Damit ist die Veränderung der Längs- und Querneigung der Brückenstütz- einrichtungen im Leerzustand möglich. ee) Längsfahren der Stützmodule im geöffneten Zustand durch Aktivierung aller vier Räder eines jeden Fahrgestells ist möglich . c) Durch kontrolliertes Absenken oder Anheben des zentralen Auflageabschnitts 4 bzw. Auflagerpunktes wird die Stützung des Überbaus aktiviert und deaktiviert. Dazu verfügen die Brückenstützeinrichtungen vorzugsweise über einen hydraulisch höhensteuerbaren zentralen Auflagerpunkt 4 in der Systemachse des Gerüsthauptträgers. Die Hebeeinrichtung 6 (z. B. Hydrau ¬ likzylinder) unter dem zentralen Auflagerpunkt 4 wird vorzugsweise zur planmäßigen Stützung des Überbaus ausgefahren und mittels Höhensensoren kontrolliert. Ebenso wird die Be- lastung der Brückenstützeinrichtungen vorzugsweise durch kontinuierliche Protokollierung des Öldrucks überwacht. Eine e- lektronische Steuerungseinheit steuert den Pressenweg vor ¬ zugsweise derart, dass unabhängig von der Beanspruchung, der Eigenverformung der Brückenstützeinrichtungen selbst und der Verformung des Gerüstes eine kontinuierlich vertikal unbeweg ¬ liche Lagerung des Überbaus gewährleistet ist. d) Der zentrale Auflagerpunkt 4 ist in Brückenquerrichtung vorzugsweise verstellbar im Querträger 1 montierbar, um die Brückenstützeinrichtungen je nach Brückentyp an unterschiedliche Überbaubreiten und Hauptträgerabstände anpassen zu kön ¬ nen . e) Die Überbaulast wird vorzugsweise über zwei elastische Auflagerpunkte 4 (pro Brückenstützeinrichtung) großflächig in den Querträger der Brückenstützeinrichtungen eingeleitet. f) Nach dem Absenken des zentralen Auflagerpunktes 4 (Entlas ¬ tungszustand) und Umlagerung des Eigengewichtes auf das in ¬ tegrierte Drehgestell 8 kann der Querträger 1 in der Bau ¬ werksachse durch Öffnen der vorzugsweise hydraulisch betrie ¬ benen Bolzenverbindung bzw. Bolzenverriegelung 2 geteilt wer- den. g) Nach dem Öffnen der Bolzenverbindung bzw. Bolzenverriegelung 2 kann der Querträger 1 auf dem Drehgestell 8 mit dem Querverschiebezylinder 7 um vorzugsweise ca. 20cm verschoben werden, um die Querträger zu trennen oder zusammenzufügen. h) Jeder Querträger 1 kann auf dem Drehgestell 8 vorzugsweise um 90° um den zentralen Auflagerpunkt 4 gedreht werden bis dieser parallel zum Hauptträger des Gerüstes ausgerichtet ist. In dieser Stellung können die Brückenstützeinrichtungen am Brückenpfeiler vorbeigefahren werden. i) Sobald die Brückenstützeinrichtung ihre neue Position im nächsten Brückenfeld erreicht hat, kann jeder Querträger 1 wiederum um 90° zurückgedreht werden, bis sich der Bolzenstoß 2 in der Bauwerksachse wieder verbinden lässt. Durch einen kurzen Querverschub in Richtung Bauwerksachse werden die Querträger 1 zusammengeführt und mit der Bolzenverriegelung 2 wird der Stoß in Bauwerksachse wieder biegesteif geschlossen.

Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungs ¬ beispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.

Bezugs zeichenliste

1 Querträger

la Trägerende

2 Bolzen erbindung

2a Bolzen

2b Hydraulikzylinder

2c Ausnehmung

2d Längsbolzen

2e längs angeordnete Löcher

4 Auflageabschnitt / Auflagerpunkt 4a Schraubverbindung

5 Ausgleichsgewichte

6 Hebeeinrichtung

7 Querverschiebezylinder

8 Drehgestell

9 Drehzylinder

10 Räder

10a Höheneinstelleinrichtung

10b radindividueller Antrieb

11 Fahrgestell

IIa Seitenführung/AbhebeSicherung

90 Puffer

110 Brückenstützeinrichtung

111 Stützmodul

112 Stützmodul

120 Brückenstützeinrichtung

121 Stützmodul

122 Stützmodul

201 Gerüst

202 Gerüst

300 Brückensegment

301 überhängender Abschnitt 310 Abbruchkante 311 neue Abbruchkante 400 Brückenpfeiler A Abbruchrichtung

B Bauwerksachse

D Abstand

H Höhenlage

P Pfeilrichtung S Abstand