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Patent Searching and Data


Title:
BRUSH MODULE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/149615
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a brush module (10) for a rotating electrical machine, in particular current-excited synchronous machine, wherein the brush module (10) has at least two brushes (12) for the electrical contact connection of slip rings (11) of the machine, wherein the brush module (10) has a housing device (13) and brush holders (14) for receiving and holding the brushes (12), wherein the housing device (13) has a catch means (21) for receiving dust from the brushes (12). Alternatively, the housing device (13) is designed in such a manner that the brush holders (14) are spaced apart from one another, wherein the housing device (13) forms an air gap between the brush holders (14) at least in sections on a section of the housing device (13) that faces slip rings (11).

Inventors:
SCHEUCHL, Mario (Weissenbach 75/1, 4822 Bad Goisern, 4822, AT)
WEBER, Markus (Edt 62, 4822 Bad Goisern, 4822, AT)
Application Number:
EP2018/051914
Publication Date:
August 23, 2018
Filing Date:
January 26, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHUNK CARBON TECHNOLOGY GMBH (Au 62, 4822 Bad Goisern, 4822, AT)
International Classes:
H02K5/14; H02K13/00; H02K23/18
Foreign References:
DE102012203098A12013-04-04
EP1551094A12005-07-06
DE10155221A12003-05-22
US20080061652A12008-03-13
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
ADVOTEC. PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (Georg-Schlosser-Str. 6, Gießen, 35390, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Bürstenmodul (10, 30, 34) für eine rotierende elektrische Maschine, insbesondere stromerregte Synchronmaschine, wobei das Bürstenmodul zumindest zwei Bürsten (12, 35) zur elektrischen Kontaktierung von Schleifringen (11, 36) der Maschine aufweist, wobei das Bürstenmodul eine Gehäusevorrichtung (13, 31, 37) und Bürstenhalter (14, 41) zur Aufnahme und Halterung der Bürsten aufweist, dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Gehäusevorrichtung eine Auffangeinrichtung (21, 33, 46) zur Aufnahme von Bürstenstaub der Bürsten aufweist.

Bürstenmodul nach Anspruch 1,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Gehäusevorrichtung (13, 31, 37) zumindest die Bürsten (12, 35), vorzugsweise die Bürsten und die Bürstenhalter (14, 41) vollständig umgibt.

3. Bürstenmodul nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Gehäusevorrichtung (13, 31, 37) so ausgebildet ist, dass sie Schleifringe (11, 36) zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig koaxial umgibt.

4. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Gehäusevorrichtung (13, 31, 37) gegenüber einer Umgebung (19) staubdicht abgedichtet ist.

5. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Auffangeinrichtung (21, 33, 46) Taschen (25, 26, 27) zur Aufnahme von Bürstenstaub aufweist, wobei die Taschen in einer Rotationsrichtung (28) eines Schleifrings (11, 36), nachfolgend der Bürste (12, 35) angeordnet sind.

6. Bürstenmodul nach Anspruch 5,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Taschen (25, 26, 27) durch in Rotationsrichtung (28) verlaufende Rippen (22, 23, 24, 43, 44, 45) ausgebildet sind.

7. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Auffangeinrichtung (21, 33, 46) ein Bürstenstaub absorbierendes Material aufweist.

8. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Gehäusevorrichtung (13, 31, 37) aus zwei kreisringförmigen Gehäusehälften (32, 38) ausgebildet ist.

9. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Gehäusevorrichtung (13, 31, 37) die Bürstenhalter (14, 41) und/oder die Auffangvorrichtungen (21, 33, 46) ausbildet.

10. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Bürstenhalter (14, 41) in axialer Richtung, relativ bezogen auf die Schleifringe (11, 36), voneinander beabstandet sind.

Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass zumindest zwei Bürsten (12, 35) zur elektrischen Kontaktierung eines Schleifrings (11, 36) vorgesehen sind, wobei die jeweiligen Bürstenhalter (14, 41) in radialer Richtung, relativ bezogen auf den Schleifring, voneinander beabstandet sind.

12. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Bürstenhalter (14, 41) in einem maximalen Relativabstand angeordnet sind.

13. Bürstenmodul (47) für eine rotierende elektrische Maschine, insbesondere stromerregte Synchronmaschine, wobei das Bürstenmodul zumindest zwei Bürsten (48) zur elektrischen Kontaktierung von Schleifringen der Maschine aufweist, wobei das Bürstenmodul eine Gehäusevorrichtung (49) und Bürstenhalter (52, 53) zur Aufnahme und Halterung der Bürsten aufweist,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Gehäusevorrichtung derart ausgebildet ist, dass die Bürstenhalter voneinander beabstandet sind, wobei die Gehäusevorrichtung an einem Schleifringen zugewandten Gehäuseabschnitt (54) der Ge- häusevorrichtung zumindest abschnittsweise einen Luftspalt (55) zwischen den Bürstenhaltern ausbildet.

14. Bürstenmodul nach Anspruch 13,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die Gehäusevorrichtung (49) einen einzelnen Gehäusekörper

(50) aufweist und die Bürstenhalter (14, 41) ausbildet.

15. Bürstenmodul nach Anspruch 14,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass der Luftspalt (55) in dem Gehäusekörper (50) ausgebildet und > 5 mm lang ist.

Bürstenmodul nach Anspruch 14 oder 15,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass der Luftspalt (55) in dem Gehäusekörper (50) ausgebildet un< eine Breite des Luftspaltes in Abhängigkeit einer vorausgesetzten Betriebsspannung an den Bürsten ausgebildet ist.

Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass der Bürstenhalter (14, 41, 52, 53) oder die Bürste (12, 35, 48) eine Meldeeinrichtung zur Verschleißerkennung aufweist. 18. Elektrische Maschine, insbesondere stromerregte Synchronmaschine, dadurch g e k e nn z e i c hn e t ,

dass die elektrische Maschine ein Bürstenmodul (10, 30, 34, 47) nach einem der vorangehenden Ansprüche aufweist.

Description:
Bürstenmodul

Die Erfindung betrifft ein Bürstenmodul für eine rotierende elektrische Maschine sowie eine elektrische Maschine, insbesondere stromerregte Synchronmaschine, wobei das Bürstenmodul zumindest zwei Bürsten zur elektrischen Kontaktierung von Schleifringen der Maschine aufweist, wobei das Bürstenmodul eine Gehäusevorrichtung und Bürstenhalter zur Aufnahme und Halterung der Bürsten aufweist.

Derartige Bürstenmodule sind hinreichend bekannt und dienen regelmäßig zur Stromübertragung auf eine drehende Welle einer stromerregten Synchronmaschine. An der Welle sind Schleifringe angeordnet, die mit den Bürsten des Bürstenmoduls kontaktiert sind. Die Bürsten sind in Bürstenhaltern oder sogenannten Bürstenköchern in radialer Richtung relativ zur Welle bewegbar aufgenommen und werden über eine Feder mit einer Federkraft beaufschlagt und so gegen die Schleifringe gedrückt. Da das Bürstenmodul zumindest zwei Bürsten aufweist, können zwei beispielsweise unterschiedlich gepolte Schleifringe mit dem Bürs- tenmodul kontaktiert werden. Die Bürsten selbst bestehen regelmäßig aus Kohlestoff bzw. Graphit mit gegebenenfalls metallischen Anteilen und sind über eine Litze elektrisch kontaktiert.

Während eines Betriebs der elektrischen Maschine kommt es stets zu einem Abrieb des Materials der Bürsten, so dass die Bürsten kontinuier- lieh aufgebraucht und in ihrer Länge verkürzt werden. Der Abrieb gelangt in Form von Bürstenstaub bzw. Graphitstaub in eine Umgebung des Bürstenmoduls und lagert sich dort ab .

Nachteilig ist, dass der Bürstenstaub eine leitfähige Staubfläche ausbildet, welche ihrerseits eine sogenannte Kriechstrecke für eine elektrische Ladung ausbildet. So kann eine Kriechstrecke zwischen einem metallischen Bauteil der elektrischen Maschine und einer Bürste bzw. einem Bürstenhalter durch den Bürstenstaub ausgebildet werden (Masse- schluss) . Weiter kann eine Kriechstrecke zwischen zwei Polen bzw.

Bürsten oder Bürstenhaltern ausgebildet werden (Kurzschluss) . Bei einem Masseschluss werden Spannungen auf leitende Teile der elektrischen Maschine oder auch eine Umgebung der elektrischen Maschine übertragen und bei einem Kurzschluss j eweils zwischen den elektrischen Polen, was zu einer Funktionsstörung der elektrischen Maschine und/oder einer für einen Antrieb dieser Maschine erforderlichen Leis- tungselektronik führt. Zwar ist es bekannt bei stromerregten Synchronmaschinen elektrische Energie auch berührungslo s, zum Beispiel über induktive Kopplung, auf einen Läufer zu übertragen, diese Systeme sind j edoch aufgrund ihrer technischen Komplexität wesentlich teurer als Bürstenmodule. Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein

Bürstenmodul bzw. eine elektrische Maschine mit einem Bürstenmodul vorzuschlagen, welches bzw. welche eine Ausbildung von Kriechstrecken vermeidet.

Diese Aufgabe wird durch ein Bürstenmodul mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , ein Bürstenmodul mit den Merkmalen des Anspruchs 13 und eine elektrische Maschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 8 gelöst.

Das erfindungsgemäße Bürstenmodul für eine rotierende elektrische Maschine, insbesondere stromerregte Synchronmaschine, weist zumin- dest zwei Bürsten zur elektrischen Kontaktierung von Schleifringen der Maschine auf, wobei das Bürstenmodul eine Gehäusevorrichtung und Bürstenhalter zur Aufnahme und Halterung der Bürsten aufweist, wobei die Gehäusevorrichtung eine Auffangeinrichtung zur Aufnahme von Bürstenstaub der Bürsten aufweist. Das Bürstenmodul ist insbesondere so ausgebildet, dass nicht bloß die Bürstenhalter an den j eweiligen Schleifringen angeordnet sind, sondern die Gehäusevorrichtung die Bürsten bzw. die Bürstenhalter aufnimmt und haltert. Die zumindest zwei Bürsten werden daher zusammen an der Gehäusevorrichtung gehaltert. Dabei ist vorgesehen, dass die Gehäuse- Vorrichtung eine Auffangeinrichtung für den Bürstenstaub der Bürsten aufweist. Die Auffangeinrichtung ist so ausgebildet, dass der von den Bürsten abgeriebene Bürstenstaub und gegebenenfalls auch Abrieb von den Schleifringen während eines Betriebs der elektrischen Maschine bzw. einer Rotation der Schleifringe in die Auffangeinrichtung gelangt. Der Bürstenstaub wird demnach von der Auffangeinrichtung absorbiert bzw. zumindest zu einem überwiegenden Anteil aufgefangen und kontrolliert gespeichert. Dadurch kann vermieden werden, dass sich größere Mengen Bürstenstaub im Bereich der Bürsten bzw. Bürstenhalter so ablagern, dass eine elektrische Kriechstrecke zwischen den Bürsten bzw. Bürstenhaltern oder anderen elektrisch leitenden Teilen der elektrischen Maschine oder einer Umgebung ausgebildet wird. Insgesamt kann so eine mögliche Fehlfunktion der elektrischen Maschine infolge eines Verschleißes der Bürsten wirkungsvoll verhindert werden.

Die Gehäusevorrichtung kann zumindest die Bürsten, vorzugsweise die Bürsten und die Bürstenhalter vollständig umgeben. Wenn die Gehäusevorrichtung so ausgebildet ist, dass die Bürsten bzw. ein Ende der Bürsten, welches mit den Schleifringen kontaktiert ist, von der Gehäusevorrichtung eingehaust ist, kann vermieden werden, dass Bürstenstaub in eine Umgebung der Bürsten, außerhalb der Gehäusevorrichtung, gelangt. Die Auffangeinrichtung kann dann innerhalb der Gehäusevorrichtung integriert sein. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass für j ede der

Bürsten eine eigene Auffangeinrichtung ausgebildet ist. Die Auffangeinrichtung kann prinzipiell auch von der Gehäusevorrichtung getrennt ausgebildet und in diese eingesetzt sein. Alternativ kann die Auffangeinrichtung von der Gehäusevorrichtung ausgebildet werden. Die Gehäuse- Vorrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass diese neben den Bürsten auch die Bürstenhalter vo llständig umgibt, um einen unerwünschten Austritt von Bürstenstaub zu verhindern. Weiter kann die Gehäusevorrichtung die Bürstenhalter auch nur teilweise umgeben.

Die Gehäusevorrichtung kann so ausgebildet sein, dass sie Schleifringe zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig koaxial umgibt. So kann die Gehäusevorrichtung beispielsweise in Gestalt eines Kreisringsegments oder an eine Kreisform der Welle angepasst ausgebildet sein. Die Gehäusevorrichtung kann auch in Art eines vollständigen Kreisrings ausgebildet sein und die Schleifringe in radialer Richtung vollständig umfassen.

So kann die Gehäusevorrichtung gegenüber einer Umgebung staubdicht bzw. überwiegend staubdicht abgedichtet sein. So kann verhindert werden, dass Bürstenstaub aus der Gehäusevorrichtung heraus in eine Umgebung der Schleifringe gelangt und so gegebenenfalls eine Kriech- strecke zu anderen elektrisch leitenden Bauteilen der elektrischen Maschine ausbildet. Eine im Wesentlichen staubdichte Abdichtung gegenüber einer rotierenden Welle kann beispielsweise mittels einer Labyrinthdichtung, einer Dichtlippe, einer Bürstendichtung oder anderen geeigneten Dichtungen ausgebildet werden. Dabei kann vorgesehen sein, dass dennoch ein Austausch von Luft zwischen der Umgebung und einem Inneren der Gehäusevorrichtung, beispielsweise zu Kühlungszwecken, erfo lgt.

Die Auffangeinrichtung kann Taschen zur Aufnahme von Bürstenstaub aufweisen, wobei die Taschen in einer Rotationsrichtung eines Schleif- rings, nachfo lgend der Bürste angeordnet sein können. Von den Bürsten abgeriebener Bürstenstaub wird regelmäßig in Rotationsrichtung des Schleifrings gefördert, so dass den Bürsten nachgeordnet Taschen oder taschenartige Ausnehmungen angeordnet sein können, in denen sich dieser Bürstenstaub ansammeln kann. Die Taschen können dabei von der Gehäusevorrichtung ausgebildet werden oder auch separat von dieser ausgebildet sein. Dadurch, dass der Bürstenstaub in den Taschen aufgefangen wird, kann er sich kontrolliert in den Taschen anlagern, ohne dass eine Kriechstrecke ausgebildet wird.

Die Taschen können durch in Rotationsrichtung verlaufende Rippen ausgebildet sein. Die Rippen können koaxial zu den Schleifringen verlaufen, wobei durch die Rippen eine besonders große Fläche zum Anhaften des Bürstenstaubs zur Verfügung gestellt wird. Die Rippen können von der Gehäusevorrichtung ausgebildet oder in die Gehäusevorrichtung eingesetzt sein. Weiter kann die Auffangeinrichtung ein Bürstenstaub absorbierendes Material aufweisen. Diese Material kann ein poröses oder auch ein luftdurchlässiges Material sein, wie beispielsweise ein textiles Material, insbesondere ein Vlies . Ein Vlies kann eine große Menge an Bürstenstaub aufnehmen bzw. absorbieren, derart, dass sich der Bürstenstaub auch nicht mehr von dem Vlies ohne Weiteres ablösen kann. So kann sichergestellt werden, dass Bürstenstaub von der Auffangeinrichtung, beispielsweise info lge von Schwingungen, nicht wieder abgegeben werden kann. Das absorbierende Material kann beispielsweise im oder an Taschen der Auffangeinrichtung oder auch an einer Wandung der Gehäu- sevorrichtung angeordnet sein. Weiter kann vorgesehen sein, das absorbierende Material zu Reinigungszwecken austauschbar anzuordnen. Die Gehäusevorrichtung kann aus zwei kreisringförmigen Gehäusehälften ausgebildet sein. Die kreisringsförmigen Gehäusehälften können beispielsweise zusammensteckbar oder auch gegeneinander in radialer Richtung verdrehbar ausgebildet sein. Wenn die Gehäusehälften iden- tisch ausgebildet sind, sind sie besonders kostengünstig herstellbar.

Optional ist es auch möglich die Gehäusevorrichtung aus zumindest zwei kreissegmentförmigen Gehäusehälften auszubilden, wobei dann eine Teilungsebene der Gehäusehälften in axialer Richtung verläuft. Hinsichtlich der Anordnung der Bürsten kann j ede der Gehäusehälften zumindest eine Bürste aufnehmen.

Die Gehäusevorrichtung kann die Bürstenhalter und/oder die Auffangvorrichtungen ausbilden. Wenn die Gehäusevorrichtung durch ein Spritzgussverfahren, beispielsweise aus Kunststoff, hergestellt wird, ist das Bürstenmodul dann besonders kostengünstig herstellbar. Ein Köcher des Bürstenhalters kann dann einfach als eine Ausnehmung in der Gehäusevorrichtung ausgebildet sein, wobei die Auffangvorrichtung als eine einfache Tasche innerhalb der Gehäusevorrichtung ausgebildet sein kann.

Die Bürstenhalter können in axialer Richtung, relativ bezogen auf die Schleifringe, voneinander beabstandet sein, dies ist insbesondere dann möglich, wenn zumindest zwei Schleifringe mit zumindest jeweils einer Bürste kontaktiert werden sollen.

Weiter können zumindest zwei Bürsten zur elektrischen Kontaktierung eines Schleifrings vorgesehen sein, wobei die j eweiligen Bürstenhalter in radialer Richtung, relativ bezogen auf den Schleifring, voneinander beabstandet sein können. Beispielsweise können die zwei Bürstenhalter dann achsensymmetrisch zu den Schleifringen, einander gegenüberliegend, angeordnet sein. Eine Ausbildung einer möglichen Kriechstrecke zwischen den Bürsten bzw. Bürstenhaltern ist dann erheblich erschwert.

Die Bürstenhalter können in einem maximalen Relativabstand an der Gehäusevorrichtung angeordnet sein. So können die Bürstenhalter in axialer als auch in radialer Richtung so weit als möglich voneinander beabstandet durch die Ausbildung der Gehäusevorrichtung angeordnet sein.

Ein alternatives erfindungsgemäßes Bürstenmodul für eine rotierende elektrische Maschine, insbesondere stromerregte Synchronmaschine, weist zumindest zwei Bürsten zur elektrischen Kontaktierung von

Schleifringen der Maschine auf, wobei das Bürstenmodul eine Gehäusevorrichtung und Bürstenhalter zur Aufnahme und Halterung der Bürsten aufweist, wobei die Gehäusevorrichtung derart ausgebildet ist, dass die Bürstenhalter voneinander beabstandet sind, wobei die Gehäusevorrichtung an einem Schleifringen zugewandten Gehäuseabschnitt der Gehäusevorrichtung zumindest abschnittsweise einen Luftspalt zwischen den Bürstenhaltern ausbildet.

Demnach sind die Bürstenhalter in einer gemeinsamen Gehäusevorrich- tung aufgenommen bzw. werden von dieser ausgebildet, wobei die

Gehäusevorrichtung so beschaffen ist, dass ein Abstand zwischen den Bürstenhaltern ausgebildet wird. Da sich insbesondere an den Schleifringen zugewandten Gehäuseabschnitt der Gehäusevorrichtung Bürstenstaub der Bürsten ablagern kann, ist vorgesehen, dass die Gehäusevorrichtung einen Luftspalt zwischen den Bürstenhaltern an diesem Gehäuseabschnitt ausbildet. Selbst wenn es dann zu einer Ablagerung von Bürstenstaub an dem Schleifringen zugewandten Gehäuseabschnitt der Gehäusevorrichtung kommen sollte, muss diese Ablagerung von Bürstenstaub so groß sein, dass dieser Luftspalt überbrückt wird, damit eine Kriechstrecke zwischen den Bürsten bzw. Polen ausgebildet wird. Der Luftspalt ist j edoch so bemessen, dass er kaum mit Bürstenstaub ausfüllbar bzw.

überbrückbar ist. So kann mit einer einfachen Ausgestaltung der Gehäusevorrichtung die Bildung einer Kriechstrecke durch Bürstenstaub verhindert werden. Die Gehäusevorrichtung kann einen einzelnen Gehäusekörper aufweisen und gleichzeitig die Bürstenhalter ausbilden. Prinzipiell kann die Gehäu- sevorrichtung aber auch aus mehreren Gehäusekörpern, beispielsweise j eweils für einen Bürstenhalter, bestehen.

Der Luftspalt kann in dem Gehäusekörper ausgebildet sein und >5 mm lang sein. Bei einem Luftspalt dieser Länge kann eine Überbrückung bzw. Ausbildung einer Kriechstrecke mittels Bürstenstaub nahezu ausgeschlossen werden. Eine Länge des Luftspalts kann mehrere Zentimeter betragen.

Der Luftspalt in dem Gehäusekörper kann auch so ausgebildet sein, dass eine Breite des Luftspaltes in Abhängigkeit einer vorausgesetzten Be- triebsspannung an den Bürsten ausgebildet ist. Unter der vorausgesetzten Betriebsspannung wird eine für einen Regelbetrieb vorgesehene, maximale Betriebsspannung an den Bürsten verstanden. Die Breite bzw. eine Mindestbreite kann dann leicht auf Basis einer angenommenen Durchschlagsfestigkeit von 1 kV/mm für Luft nach der Norm IEC 60243 errechnet werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Bürstenhalter oder die Bürste eine Meldeeinrichtung zur Verschleißerkennung aufweist. Die Meldeeinrichtung kann durch einen Schalter bzw. einen Kontakt am Bürstenhalter, der eine Länge einer Bürste detektieren kann, oder einen Kontakt innerhalb der Bürsten, der bei einem bestimmten Verschleißgrad ausgelöst wird, ausgebildet sein.

Die erfindungsgemäße elektrische Maschine, insbesondere stromerregte Synchronmaschine, weist ein erfindungsgemäßes Bürstenmodul auf.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der elektrischen Maschine ergeben sich aus den auf die Vorrichtungsansprüche rückbezogenen Unteransprüchen.

Nachfo lgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen: Fig. 1 eine Querschnittansicht einer ersten Ausführungsform eines Bürstenmoduls;

Fig. 2 eine perspektivische Teilansicht einer zweiten Ausführungsform eines Bürstenmoduls;

Fig. 3 eine Querschnittansicht des Bürstenmoduls aus Fig. 1 ;

Fig. 4 eine Längsschnittansicht einer dritten Ausführungsform eines Bürstenmoduls;

Fig. 5 eine Seitenansicht einer vierten Ausführungsform eines

Bürstenmoduls . Die Fig. 1 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Bürstenmoduls 10 an einem Schleifring 1 1 einer stromerregten Synchronmaschine. Das Bürstenmodul 10 weist zwei Bürsten 12 zur elektrischen Kontaktierung des Schleifrings 1 1 sowie eine Gehäusevorrichtung 13 mit Bürstenhalter 14 auf. Die Bürsten 12 sind in den Bürstenhaltern 14 in Richtung einer Längsachse 15 der Bürstenhalter 14 beweglich gelagert und werden mittels einer hier nicht gezeigten Feder, beispielsweise einer Schraubenfeder, einer Blattfeder oder einer Rollbandfeder gegen den Schleifring 1 1 gedrückt. Die Bürstenhalter 14 sind um einen Winkel α relativ zueinander versetzt zu einer Achse 16 des Schleifrings 1 1 angeordnet. Die Gehäusevorrichtung 13 ist kreisringsförmig ausgebildet und weist eine äußere Gehäusewandung 1 7 auf, die einen Innenraum 1 8 ausbildet, der gegenüber einer Umgebung 19 im Wesentlichen staubdicht abgedichtet ist. In der Gehäusewandung 17 ist eine Öffnung 20 zur Durchführung hier nicht dargestellter elektrischer Leitungen mit einem Dichtelement, welches die Öffnung 20 abdichtet, ausgebildet. Innerhalb der Gehäusevorrichtung 13 sind Auffangeinrichtungen 21 zur Aufnahme von Bürstenstaub der Bürsten 12 ausgebildet. Die Auffangeinrichtungen sind aus Rippen 22, 23 , 24 ausgebildet, die Taschen 25 , 26 bzw. 27 ausbilden. Die Rippen 22 bis 24 verlaufen im Wesentlichen in einer hier mit einem Pfeil 28 gekennzeichneten Rotationsrichtung des Schleifrings 1 1 . Bürstenstaub wird dann, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, in Richtung von

Pfeilen 29 von den Bürsten 12 bei einer Rotation des Schleifrings 1 1 weggefördert und gelangt in die Taschen 25 , 26 und 27. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, kann ein Bürstenmodul 30 auch eine hier nicht vollständig dargestellte Gehäusevorrichtung 3 1 aufweisen, welche aus zwei Gehäusehälften 32 ausgebildet ist. Die Gehäusehälfte 32 bildet hier eine Auffangeinrichtung 33 aus .

Die Fig. 4 zeigt ein Bürstenmodul 34 mit Bürsten 35 an Schleifringen 36. Das Bürstenmodul 34 weist eine Gehäusevorrichtung 37, die zumindest zwei Gehäusehälften 38 umfasst, auf. Innerhalb j eder Gehäusehälfte 38 ist ein Köcher 39 ausgebildet, der zusammen mit einer Rollbandfeder 40 einen Bürstenhalter 41 ausbildet. Benachbart dem Bürstenhalter 4 1 ist an einer Seitenfläche 42 der Gehäusehälfte 38 eine Anzahl Rippen 43 , 44 und 45 ausgebildet, die hier nicht näher ersichtliche Taschen einer

Auffangeinrichtung 46 für Bürstenstaub ausbilden. Eine abschließende Abdeckung der Auffangeinrichtung 46 ist hier nicht dargestellt.

Die Fig. 5 zeigt ein Bürstenmodul 47 mit zwei Bürsten 48 und einer Gehäusevorrichtung 49, die einen Gehäusekörper 50 ausbildet. Der Gehäusekörper 50 ist an einer Befestigungslasche 5 1 an einer hier nicht näher dargestellten stromerregten Synchronmaschine gehaltert. Auch bildet der Gehäusekörper 50 zwei Bürstenhalter 52 und 53 aus. In einem einem Schleifring zugewandten Gehäuseabschnitt 54 der Gehäusevorrichtung 49 bzw. des Gehäusekörpers 50 ist ein Luftspalt 55 zwischen den Bürstenhaltern 52 und 53 ausgebildet. Eventuell im Bereich der Bürsten 48 sich ablagernder Bürstenstaub kann eine Breite (B) des Luftspalts 55 nicht überbrücken bzw. eine Länge (L) des Luftspalts 55 nicht ausfüllen, so dass durch den Luftspalt 55 ein eventueller Kurschluss einfach verhindert werden kann.