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Title:
BRUSH SYSTEM FOR AN ELECTRIC ACTUATOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/106064
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a brush system (3) for an electric actuator (1), to an electric actuator (1) having such a brush system (3) and to a method for assembling an electric actuator (1). The aim of the invention is to simplify assembly of a brush system (3). For this purpose, the brush system (3) is characterized by at least one mechanical contact element (33) for providing an external interface. Said external interface electrically connects the brush system (3) to a connecting element (4) outside the brush system (3), for example a printed circuit. Provision of the external interface on the brush system (3) allows to assemble the electric actuator (1) in separate assembly steps.

Inventors:
Fiedler, Rudolf (Agnes Schreiber Strasse 5, Bad Mergentheim, 97980, DE)
Benkert, Matthias (Sanderrothstr. 18, Würzburg, 97074, DE)
Kraft, Ekkehard (Goldbrunnenstr. 15, Retzstadt, 97282, DE)
Przyklenk, Uwe (Athener Ring 33, Würzburg, 97084, DE)
Application Number:
PCT/EP2006/061147
Publication Date:
October 12, 2006
Filing Date:
March 29, 2006
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS VDO AUTOMOTIVE AG (Siemensstrasse 12, Regensburg, 93055, DE)
Fiedler, Rudolf (Agnes Schreiber Strasse 5, Bad Mergentheim, 97980, DE)
Benkert, Matthias (Sanderrothstr. 18, Würzburg, 97074, DE)
Kraft, Ekkehard (Goldbrunnenstr. 15, Retzstadt, 97282, DE)
Przyklenk, Uwe (Athener Ring 33, Würzburg, 97084, DE)
International Classes:
H02K5/14; H02K5/22; H02K5/14; H02K5/22
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS VDO AUTOMOTIVE AG (Siemensstrasse 12, Regensburg, 93055, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Bürstensystem (3) für einen elektromotorischen Stellantrieb (1), mit einem Grundkörper (20) und einer Anzahl von dem Grundkörper (20) aufgenommener Bürsten (21), mittels derer Kommutatorlamellen (14) des elektromotorischen Stellantriebes (1) kontaktierbar sind, gekennzeichnet durch wenigs¬ tens ein mechanisches Kontaktelement (33) zur Bereitstellung einer externen Schnittstelle für eine elektrische Verbindung zwischen den Bürsten (21) und einem Anschlussteil (4) .
2. Bürstensystem (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine mechanische Kontaktelement (33) der¬ art ausgebildet ist, dass die elektrische Verbindung unter Ausbildung einer kraft und/oder formschlüssigen Verbindung herstellbar ist.
3. Bürstensystem (3) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die kraft und/oder formschlüssige Verbindung lösbar ist.
4. Bürstensystem (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Verbindung eine Steckverbindung ist.
5. Bürstensystem (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine mechanische Kontaktelement (33) über mindestens ein Dämpfungselement (52) von dem Grundkörper (20) schwingungsentkoppelt ist.
6. Bürstensystem (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da¬ durch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine mechanische Kontaktelement (33) über ein elektrisches Verbindungselement (40) von den übrigen elektrischen Bauteilen (39) des Bürstensystems (3) schwingungsentkoppelt ist.
7. Elektromotorischer Stellantrieb (1) mit einem Motor, einem Anschlussteil (4) und einem Bürstensystem (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Anschlussteil (4) mit dem Bürs¬ tensystem (3) über dessen externe Schnittstelle verbindbar ist.
8. Elektromotorischer Stellantrieb (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussteil (4) eine Leiter¬ platte ist.
9. Elektromotorischer Stellantrieb (1) nach Anspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass das Anschlussteil (4) ein Stanz¬ gitter oder dergleichen ist.
10. Elektromotorischer Stellantrieb (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (20) des Bürstensystems (3) über mindestens ein Dämpfungsele¬ ment (45) von dem Anschlussteil (4) schwingungsentkoppelt ist.
11. Verfahren zum Zusammenbau eines elektromotorischen Stel lantriebs (1) mit einem Motor, einem Anschlussteil (4) und einem Bürstensystem (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Montieren des Bürstensystems (3) unabhängig von dem Montieren des Anschlussteils (4) erfolgt.
Description:
Bürstensystem für einen elektromotorischen Stellantrieb

Die Erfindung betrifft ein Bürstensystem für einen elektromotorischen Stellantrieb mit einem Grundkörper und einer Anzahl von dem Grundkörper aufgenommener Bürsten, mittels derer Kommutatorlamellen des elektromotorischen Stellantriebes kontak- tierbar sind. Darüber hinaus betrifft die Erfindung einen e- lektromotorischen Stellantrieb mit einem solchen Bürstensystem sowie ein Verfahren zum Zusammenbau eines elektromotorischen Stellantriebes.

Derartige Stellantriebe werden beispielsweise in Kraftfahr ¬ zeugen als Antriebe für Schiebedächer, Fensterheber, Sitzversteller, Gurtstraffer oder dergleichen eingesetzt. Sie sind aufgrund des häufig nur geringen zur Verfügung stehenden Bauraums möglichst kompakt auszubilden und sollen kostengüns ¬ tig herstellbar sein. Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen wird zunächst das Bürstensystem auf einer Leiterplatte angelötet. Die Leiterplatte wird anschließend mit dem Bürstensystem radial zur Motorachse montiert. Dies ist nicht nur vergleichsweise aufwändig. Auch können Schwin ¬ gungen am Bürstensystem auf die Leiterplatte übertragen werden, was zu einem Ausfall der Steuerelektronik führen kann.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein einfach montierbares Bürstensystem bereitzustellen. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche ge ¬ löst.

Erfindungsgemäß ist ein Bürstensystem vorgeschlagen, das sich durch wenigstens ein mechanisches Kontaktelement zur Bereit ¬ stellung einer externen Schnittstelle auszeichnet. Die exter ¬ ne Schnittstelle dient zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen dem Bürstensystem und einem Anschlussteil außerhalb des Bürstensystems, beispielsweise einer Leiter-

platte. Durch die externe Schnittstelle am Bürstensystem ist dieses unabhängig von dem Anschlussteil montierbar. Mit ande ¬ ren Worten kann der Zusammenbau des elektromotorischen Stellantriebes in getrennt voneinander ausgeführten Montage- schritten erfolgen. So kann die externe Schnittstelle als

Kundenschnittstelle eingesetzt werden. Der elektromotorische Stellantrieb kann bereits fertig vormontiert bereitgestellt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt wird dann entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalles ein ent- sprechendes Anschlussteil an die externe Schnittstelle ange ¬ schlossen und der elektromotorische Stellantrieb somit ver ¬ vollständigt .

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Bürstensystem im Vorfeld nicht mit dem Anschlussteil verbunden werden muss.

Insbesondere wenn es sich bei dem Anschlussteil um eine Lei ¬ terplatte handelt, war dies immer sehr aufwändig, da es sich bei dem Bürstensystem um ein in den Maßstäben der Elektronikfertigung gesehen vergleichsweise großes Bauteil handelt.

Ein weiterer Vorteil der Entkopplung von Bürstensystem und Anschlussteil besteht darin, dass das Bürstensystem im Ver ¬ gleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen genauer zur Motorwelle platziert werden kann. Insbesondere können radiale Toleranzen zwischen dem Bürstensystem und dem Anschlussteil durch den Aufbau der externen Schnittstelle ausgeglichen werden.

Das Bürstensystem kann in radialer Richtung zu dem auf einer Antriebswelle befestigten Kommutator in den Stellantrieb eingeführt werden. Dies ermöglicht eine sehr kompakte Ausbildung des elektromotorischen Stellantriebes, eine einfache Ausbil ¬ dung des Gehäuses und eine vereinfachte Montage des Bürsten ¬ systems bei der Herstellung des Stellantriebes.

Aufgrund der modularen Bauart ist zudem eine effektive Schwingungsentkopplung zwischen Bürstensystem und Anschluss-

teil erreichbar, so dass eine Übertragung von Schwingungen auf das Anschlussteil stark verringert werden kann. Aus die ¬ sem Grund ist es möglich, viele Teile aus preiswertem vorzugsweise gespritzten Kunststoffmaterial herzustellen, trotz- dem diese Kunststoffteile im allgemeinen Schwingungen sehr gut übertragen können. Aufgrund der Entkopplung können die sonst auftretenden Vibrationen des elektromotorische Stellantrieb im Betrieb und die damit verbundenen Geräusche stark verringert oder vollständig vermieden werden. Dies ermöglicht eine deutliche Erhöhung des Nutzerkomforts, insbesondere bei einem Einsatz des Stellantriebs in einem Kraftfahrzeug.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Insbesondere ist die externe Schnittstelle derart ausgeformt, dass die elektrische Verbindung zu dem Anschlussteil unter Ausbildung einer kraft- und/oder formschlüssigen Verbindung herstellbar ist. Da mit anderen Worten keine Stoffschlüssige Verbindung zum Zusammenbau des elektromotorischen Stellantriebes erforderlich ist, wie etwa Schweißen, Löten, Kleben oder dergleichen, ist die Handhabung eines solchen Bürstensystems besonders einfach. Eine besonders sicherere und den ¬ noch konstruktiv einfache elektrische Kontaktierung kann durch Verwendung einer Steckverbindung hergestellt werden.

Darüber hinaus sind jedoch auch andere kraft- und/oder formschlüssige Verbindungen einsetzbar, wie beispielsweise Rast-, Schnapp- und andere Feder- oder Keilverbindungen. Auch die Verwendung einer Schraubverbindung ist möglich. Ist die kraft- und/oder formschlüssige Verbindung lösbar ausgeführt, so können die Vorteile des modularen Aufbaus auch im Fall des Austausches von Bauteilen genutzt werden. Im Wartungs- oder Fehlerfall können Bürstensystem und Anschlussteil unabhängig voneinander gewechselt werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Übertragung von Schwingungen von dem Bürstensystem auf das Anschlussteil re-

duziert sind. Zu diesem Zweck werden insbesondere die Schwin ¬ gungen, die durch das Schleifen der Bürsten über die Kommutatorlamellen bei laufendem Stellantrieb entstehen, gedämpft. Dies erfolgt vorzugsweise durch den Einsatz eines Dämpfungs- elementes zwischen dem Grundkörper des Bürstensystems und dem Anschlussteil und/oder zwischen dem mechanischen Kontaktelement und dem Grundkörper des Bürstensystems. Darüber hinaus kann auch die elektrische Verbindung zwischen dem mechanischen Kontaktelement und den anderen elektrischen Bauteilen des Bürstensystems (Drossel, Bürste) mit Hilfe eines entspre ¬ chenden Verbindungselementes schwingungsentkoppelt sein.

Als Anschlussteil findet vorzugsweise eine Leiterplatte Ver ¬ wendung. Auf dieser können elektrische bzw. elektronische Komponenten zur Antriebssteuerung vorgesehen sein, beispielsweise ein Mikrokontroller . Ist eine Ansteuerelektronik nicht erforderlich, beispielsweise weil für den Stellantrieb keine aufwändigen Ansteuerfunktionen bereitgestellt werden müssen, kann das Anschlussteil auch als vorzugsweise umspritztes Stanzgitter oder dergleichen ausgeführt sein. Mit anderen

Worten ist das Anschlussteil dann als einfacher elektrischer Kontakt oder als elektrischer Kontakt mit Ein-/Aus-Schalter ausgebildet. An dem Anschlussteil ist vorzugsweise eine Steckverbindung vorgesehen, der zum Anschluss eines kunden- spezifischen Kabelbaums oder dergleichen dient. Alternativ dazu ist das Anschlussteil selbst bereits als Stecker ausge ¬ führt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbei- Spieles beschrieben, das mit Hilfe von Zeichnungen näher erläutert wird. Hierbei zeigen:

FIG 1 einen Schnitt durch einen elektromotorischen Stellantrieb in Explosionsdarstellung, FIG 2 eine Explosionsdarstellung eines elektromotorischen Stellantriebes in perspektivischer Ansicht,

FIG 3 einen Schnitt durch einen elektromotorischen Stellantrieb in zusammengebautem Zustand,

FIG 4 eine Draufsicht auf einen elektromotorischen Stel ¬ lantrieb ohne Abdeckung, FIG 5 eine Detailansicht einer externen Schnittstelle,

FIG 6 eine Detailansicht einer weitere externen Schnitt ¬ stelle.

Funktions- und Benennungsgleiche Teile sind in den Figuren durchgehend mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

Der in den FIG 1 bis 4 abgebildete elektromotorische Stellan ¬ trieb 1 besteht im wesentlichen aus einer Motorbaugruppe 2, einem Bürstensystem 3, einer elektrischen Leiterplatte 4 so- wie einer Abdeckung 5. Die Motorbaugruppe 2 umfasst ein Mo ¬ torgehäuse 6, an das sich ein Getriebegehäuse 7 anschließt. Das Motorgehäuse 6 ist endseitig mit einem Motorgehäusedeckel 8 versehen.

Das Getriebegehäuse 7 nimmt ein Getriebe 15 auf. Das Motorge ¬ häuse 6 ist so ausgebildet, dass ein Motor in axialer Rich ¬ tung 9 einführbar ist. Der Motor ist vorzugsweise ein perma ¬ nent erregter Gleichstrommotor. In dem als Polgehäuse dienenden Motorgehäuse 6 sind Permanentmagnete 10 angeordnet. Fer- ner weist der Motor einen Anker 11 auf, der mit Spulen versehen ist. Der Anker umfasst weiterhin eine Ankerwelle 12, die mit einer Schnecke 13 gekoppelt oder einstückig mit dieser ausgebildet ist. Die Schnecke 13 greift in ein Schneckenrad des Getriebes ein. Darüber hinaus ist auf der Ankerwelle 12 ein Kommutator mit Kommutatorlamellen 14 angeordnet. Die Kommutatorlamellen 14 sind mit entsprechend zugeordneten Spulen des Ankers elektrisch verbunden.

Auf der dem Getriebe zugewandten Antriebsseite des Motors ist als Teil des Getriebegehäuses 7 ein Aufnahmeraum 16 für das Bürstensystem 3 vorgesehen.

Zum Zusammenbau des Stellantriebs 1 wird das Bürstensystem 3 in den Aufnahmeraum 16 der bereits fertig montierten Motorbaugruppe 2 in radialer Richtung 17, also radial zur Ankerwelle 12, eingeführt. Anschließend kann die so komplettierte Motorbaugruppe (mit oder ohne montierter Abdeckung) bei ¬ spielsweise zu einem Anwender transportiert werden. Dieser nutzt die in dem Bürstensystem 3 bereitgestellte externe Schnittstelle zum Anschluss der Leiterplatte 4. Die Leiter ¬ platte 4 wird dabei, wie weiter unten detailliert beschrieben werden wird, in radialer Richtung 17 auf das Bürstensystem 3 aufgesteckt. Die Abdeckung 5 dient zum Verschließen des Ge ¬ triebegehäuses 7 nach der Montage von Bürstensystem 3 und Leiterplatte 4 und weist hierzu Rastelemente 18 in Form von federnden Rast- oder Schnapphaken auf.

Die als Anschlussteil dienende elektrische Leiterplatte 4 ist mit einer Steckeraufnahme (nicht abgebildet) gekoppelt zum Anschluss an einen kundenspezifischen Kabelbaum. Die Leiterplatte 4 dient als Basis für eine elektronische Schaltung zur Steuerung des Stellantriebes 1 und ist zu diesem Zweck mit einer Anzahl elektrischer und elektronischer Bauelemente 19 bestückt .

Das von der Leiterplatte 4 getrennt und unabhängig hiervon handhabbare Bürstensystem 3 besteht im Wesentlichen aus einem Grundkörper 20 und in entsprechenden Bürstenkammern vorgesehenen Bürsten 21. Der Grundkörper 20 des Bürstensystems 3 weist eine U-förmige Aussparung 23 zur Positionierung am Kommutator auf. Ferner ist auf der Außenseite des am U-Grundes 24 eine Auflagefläche 25 vorgesehen, mit der der Grundkörper 20 auf der Leiterplatte 4 aufliegt, wenn er mit dieser ver ¬ bunden ist. Im Bereich der für die Auflage des Grundkörpers 3 vorgesehenen Auflagefläche 26 der Leiterplatte 4 weist diese eine Bohrung 27 auf, durch die ein Halte- und Zentrierzapfen 28 eingeführt werden kann, der sich aus der Auflagefläche 25 des Grundkörpers 20 heraus erstreckt.

Die elektrische Kontaktierung zwischen Leiterplatte 4 und Bürstensystem 3 erfolgt mit Hilfe zweier an der Leiterplatte 4 befestigten, insbesondere angelöteten Kontaktzangen 30, die in entsprechende Aufnahmeschlitze 31 in den U-Schenkeln 32 des Grundkörpers 20 einführbar sind und dort Kontaktzungen 33 des Bürstensystems 3 kontaktieren. Die hierdurch ausgebildete externe Schnittstelle des Bürstensystems 3 ist im Zusammen ¬ hang mit den FIG 5 und 6 detailliert beschrieben.

An den freien Enden der U-Schenkel 32 sind Zentrierzapfen 34 angeordnet, die bei der Montage des Bürstensystems 3 in Aus ¬ nehmungen 35 im Getriebegehäuse 7 eingeführt werden. Dadurch wird auf einfache Art und Weise sichergestellt, dass die U- förmige Aussparung 23 des Grundkörpers 20 bei der Montage nicht zusammengedrückt wird. Darüber hinaus wird mit Hilfe der Zentrierzapfen 34 das Bürstensystem 3 axial bezogen auf die Ankerwelle 12 des Motors im Getriebegehäuse 7 fixiert. An den der Aussparung 23 gegenüberliegenden Außenseiten der U- Schenkel 32 sind Auflageflächen 36 ausgebildet, mit denen der Grundkörper 20 im montierten Zustand auf der Innenseite der Wandung 37 des Getriebegehäuses 7 aufliegt. Die Auflageflä ¬ chen 36 gewährleisten eine zusätzliche Zentrierung des Grundkörpers 20 in dem Getriebegehäuse 7 und stellen damit eine präzise Montage des Bürstensystems 3 in dem elektromotori- sehen Stellantrieb 1 sicher. Zusätzlich wird das Bürstensys ¬ tem 3 in dem Aufnahmeraum 16 durch Rastelemente 38 gehalten, die an den Auflageflächen 36 angeordnet sind und mit entspre ¬ chenden (nicht abgebildeten) Rastelementen an der Innenseite der_Wandung 37 zusammenwirken.

Der Grundkörper 20 weist Aufnahmen für elektrische Drosseln 39 auf. Diese Drosseln 39 sind im montierten Zustand des Bürstensystems 3 elektrisch leitend mit entsprechenden Anschlüssen auf der Leiterplatte 4 verbunden. Die Verbindung wird über die Kontaktzungen 33 des Bürstensystems 3 und die Kontaktzangen 30 der Leiterplatte 4 hergestellt. Dabei sind

die Drosseln 39 über flexible Drosselleitungen 40 mit den Kontaktzungen 33 des Bürstensystems 3 verbunden.

Im fertig montiertem Zustand des Bürstensystems 3 in dem Stellantrieb 1 werden die in den Bürstenkammern angeordneten Bürsten 21 von jeweils einer Schenkelfeder 41 gegen die Kommutatorlamellen 14 des Kommutators gedrückt. Die Bürsten 21 sind vorzugsweise mittels einer flexiblen Litze 42 mit den Drosseln 39 elektrisch leitend verbunden. Am Grundkörper 20 sind domartige Federhalter für die Schenkelfedern 41 ausgebildet.

Die Montageposition der Bürsten 21 ist vorteilhaft so angegeben, dass die Bürsten 21 in einem vorgegebenen Abstand zu den Kommutatorlamellen 14, arretiert sind, wenn das Bürstensystem 3 in das Getriebegehäuse 7 eingebracht wird. Dadurch kann auf einfache Art und Weise sichergestellt werden, dass das Bürs ¬ tensystem 3 radial zu der Ankerwelle 12 in das Getriebegehäu ¬ se 7 eingebracht werden kann, wenn sich die Ankerwelle 12 be- reits in dem Motorgehäuse 6 befindet. Zur Vollendung der Mon ¬ tage wird die Arretierung der Bürsten gelöst, so dass sie durch die Schenkelfedern 41 gegen die Kommutatorlamellen 14 des Kommutators gedrückt werden.

Zum Dämpfen von Schwingungen ist zwischen dem Grundkörper 20 des Bürstensystems 3 und der Leiterplatte 4 ein Entkopplungs ¬ element 45 angeordnet, vgl. FIG 5. Dieses Entkopplungs- oder Dämpfungselement 45 besteht vorzugsweise aus einem Elastomer. Es kann aber auch aus anderen Materialien mit entsprechender Elastizität und Dämpfungseigenschaften hergestellt sein, wie zum Beispiel NBR, Si-Elastomere oder Polyuretane.

Die Frequenz der Schwingungen, die durch den Übergang der Bürsten von einer Kommutatorlamelle 14 zur nächsten Kommuta- torlamelle 14 erzeugt werden, sind abhängig von der Drehzahl des Motors und somit von der Drehzahl der Kommutatorlamellen 14. Wenn der Motor eine Drehzahl von 5000 Umdrehungen pro Mi-

nute hat und abhängig von der Last mit 3000 bis 5000 Umdre ¬ hungen pro Minute betrieben wird und einen Kommutator mit zehn Kommutatorlamellen 14 aufweist, so beträgt die Frequenz der Schwingungen zwischen 500 und 1000 hz .

Unter Schwingungsentkopplung ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass Schwingungen, die durch das Schleifen der Bürsten 21 über die Kommutatorlamellen 14 des Kommutators bedingt sind, stark gedämpft werden. Die Amplitude dieser Schwingungen wird beispielsweise um mindestens 30% gedämpft.

Die mit der Leiterplatte 4 verbundenen Kontaktzangen 30 sind ebenso wie die Kontaktzungen 33 des Bürstensystems 3 aus ei ¬ nem vorzugsweise federnden Kontaktblech angefertigt. Die im wesentlichen U-förmig ausgebildete Kontaktzange 30 weist da ¬ bei als U-Schenkel zwei Kontaktarme 46 auf, die sich ausge ¬ hend von dem als U-Grund dienenden Anschlussbasis 47 im we ¬ sentlichen senkrecht von der Leiterplatte 4 weg erstrecken. Die Anschlussbasis 47 weist einen Kontaktpin 48 auf, der in der Leiterplatte 4 verlötet ist. Die Kontaktarme 46 weisen an ihren Freienden aufeinander zu gerichtete Kontaktfinger 49 auf, die bei einer Kontaktierung der Kontaktzunge 33 auffe ¬ dern und nach Art einer Zange die Kontaktzunge 33 zwischen sich verklemmen und somit eine lösbare Steckverbindung aus- bilden. Die sich im Montagezustand des Bürstensystems 3 im wesentlichen senkrecht auf die Leiterplatte 4 zu erstreckende plattenförmige Kontaktzunge 33 wird mit anderen Worten im Be ¬ reich ihrer freien Enden beidseitig kontaktiert, so dass eine besonders sichere elektrische Verbindung gegeben ist. Im Fuß- bereich der Kontaktzunge 33 ist diese mit einem Trägerelement 50 verbunden, welches im nicht angeschlossenen Zustand auf einer hierfür vorgesehenen Ablagefläche 51 des Grundkörpers 20 aufliegt und sich daran abstützt.

Bei der Kontaktierung von Kontaktzange 30 und Kontaktzunge 33 wird das Trägerelement 50 vom Grundkörper 20 des Bürstensys ¬ tems 3 leicht durch die Rückverformung des Entkopplungsele-

mentes 45 abgehoben, so dass keine direkte mechanische Kopp ¬ lung von der Kontaktzunge 33 zu dem Grundkörper 20 mehr besteht. Die mit dem Trägerelement 50 verbundene Drosselleitung 40 besteht vorzugsweise aus einer großen Anzahl kleiner dün- ner und nicht isolierter Litzen, die keinen Körperschall ü- bertragen. Die Drosselleitung 40 ist an dem Trägerelement 50 derart befestigt, beispielsweise angelötet oder angeschweißt, dass sie als flexibles und bewegliches Verbindungselement zur Schwingungsentkopplung dient.

Zusätzlich zu dem Entkopplungselement 45 zwischen dem Grund ¬ körper 20 und der Leiterplatte 4 oder aber als alleiniges Entkopplungselement des Bürstensystems 3 kann eine Anzahl von zwischen dem Grundkörper 20 und der Kontaktzunge 33 bezie- hungsweise dem Trägerelement 50 angeordneten Entkopplungs ¬ oder Dämpfungselementen 52 dienen, wie sie beispielhaft in FIG 6 dargestellt sind.

Durch weitere Entkopplungs- oder Dämpfungselemente (nicht ab- gebildet) kann auch eine mechanische Entkopplung zwischen dem Bürstensystem 3 und dem Getriebegehäuse 7 erfolgen. Diese zu ¬ sätzlichen Dämpfungselemente sind vorzugsweise direkt am Grundkörper 20 des Bürstensystems 3 angeordnet.

Die Verwendung von Entkopplungs- oder Dämpfungselementen dient der Schwingungsentkopplung von Motorbaugruppe 2 und Bürstensystem 3 beziehungsweise Bürstensystem 3 und Leiterplatte 4. Aufgrund des präzisen Sitzes des Bürstensystems 3 im Getriebegehäuse 7 und der Schwingungsentkopplung können Vibrationen und Geräuschemmisionen stark verringert werden.




 
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