HAMMERL, Günter (Annabrunner Str. 4, München, 81673, DE)
| Patentansprüche Hubtisch (1 ) mit einer Arbeitsplattform (12), die mittels einer Hubeinrichtung (2) gegenüber einer Aufstandfläche (38) stufenlos höhenverstellbar ist, mit einer Arbeitsplatte (30), die an einer Stirnfläche (13) der Arbeitsplattform (12) über eine weitgehend gelenkige Kupplungsvorrichtung montierbar ist, so dass sie sich in deren Ebene erstreckend unmittelbar an sie anschließt, und mit einen Stützfuß (32) an der Arbeitsplatte (30), der sie an ihrer der Arbeitsplattform (12) abgewandten Seite abstützt, gekennzeichnet durch einen Knickschutz (90), der ein Einknicken der Arbeitsplatte (30) relativ zur Arbeitsplattform (12) lediglich in eine Richtung blockiert. Hubtisch nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Knickschutz (90) ein Abwinkein der Arbeitsplatte (30) relativ zur Arbeitsplattform (12) aus einer Waagrechten nach oben blockiert. Hubtisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Knickschutz (90) im Wesentlichen Zugkräfte überträgt. Hubtisch nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Unterspannung der Arbeitsplatte (30) und der Arbeitsplattform (12) als Knickschutz (90), mit wenigstens einem Zugelement (92) und einer Stütze (94), mit Befestigungselementen (100) des Zugelements (92) an der Arbeitsplatte (30) oder der Arbeitsplattform (12) und an der Stütze (94) und mit einem Befestigungselement (100) der Stütze (94) an der Arbeitsplattform (12) oder der Arbeitsplatte (30). Hubtisch nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ein Zugseil (92) als Zugelement. |
Die Erfindung betrifft einen Hubtisch für die Wartung von Hausgeräten, insbesondere von Einbauhaushaltsgeräten, mit einer Arbeitsplattform, die mittels einer Hubeinrichtung gegenüber einer Aufstandfläche des Hubtischs stufenlos höhenverstellbar ist, mit einer Arbeitsplatte, die an einer Stirnfläche der Arbeitsplattform über eine weitgehend gelenkige Kupplungsvorrichtung montierbar ist, so dass sie sich in der Ebene der Arbeitsplattform erstreckend unmittelbar an sie anschließt und sie vergrößert, und mit einen Stützfuß an der Arbeitsplatte, der sie an ihrer der Arbeitsplattform abgewandten Seite abstützt.
Einen derartigen Hubtisch zeigt die US 6 431 319 B1. Er umfasst eine Doppelscherenkonstruktion, mit der eine Arbeitsplatte gegenüber einer Ausstandfläche des Hubtischs stufenlos höhenverstellbar ist. Die Arbeitsplatte ist außerdem gegenüber dem übrigen Hubtisch horizontal verfahrbar, so dass sie unter einem hängend montierten Einbaugerät positioniert werden kann. Die Doppelscherenkonstruktion ermöglicht ein Zusammenfalten des Hubtisches, so dass er bei Nichtgebrauch leichter transportabel ist und weniger Platz einnimmt. Der Hubtisch bietet einen hohen Bedienkomfort, der allerdings durch einen hohen konstruktiven Aufwand erkauft wird. Der Hubtisch wird dadurch teuer und schwer.
Die Erfindung hat daher die Aufgabe, einen Hubtisch für die Wartung von Hausgeräten anzugeben, der leicht zu handhaben ist und dessen Bedienung eine hohe Sicherheit bietet.
Unter einem Hausgerät wird insbesondere ein Einbauhaushaltsgerät verstanden, das zur Haushaltsführung eingesetzt wird und das insbesondere in Umbaumöbel einer Küche integriert ist. Das kann beispielsweise eine Geschirrspülmaschine, ein Gargerät, eine Dunstabzugshaube, ein Kältegerät, ein Kaffeevollautomat, eine Waschmaschine oder ein Wäschetrockner sein.
Als weitgehend gelenkige Kupplungsvorrichtung im Sinne der Erfindung ist nicht nur eine Anschlussvorrichtung der Arbeitsplatte an der Arbeitsplattform über Gelenkbeschläge oder dergleichen bezeichnet, die eine Abwinkelung der Arbeitsplatte gegenüber der Arbeitsplattform um eine konstruktiv definierte Schwenkachse ermöglicht. Darunter ist vielmehr auch eine solche Kupplungsvorrichtung zu verstehen, die entlang ihrer Kupplungsstelle lediglich nicht biegesteif ausgebildet ist, sondern konstruktiv bedingt oder aus herstellungstechnischen Gründen eine gewisse Einknickbewegung der verbundenen Teile zulässt. Darunter fallen beispielsweise mit großen Toleranzen gefertigte Steck- oder Nut- und Federverbindungen.
Bei einem Hubtisch für die Wartung von Hausgeräten, mit einer Arbeitsplattform, die mittels einer Hubeinrichtung gegenüber einer Aufstandfläche des Hubtischs stufenlos höhenverstellbar ist, mit einer Arbeitsplatte, die an einer Stirnfläche der Arbeitsplattform über eine weitgehend gelenkige Kupplungsvorrichtung montierbar ist, so dass sie sich in der Ebene der Arbeitsplattform erstreckend unmittelbar an sie anschließt, und mit einen Stützfuß an der Arbeitsplatte, der sie an ihrer der Arbeitsplattform abgewandten Seite abstützt, wird die oben genannte Aufgabe erfindungsgemäß durch einen Knickschutz gelöst, der ein Einknicken bzw. Abwinkein der Arbeitsplatte relativ zur Arbeitsplattform lediglich in eine Richtung blockiert.
Der erfindungsgemäße Knickschutz stellt also keine biegesteife Verriegelung zwischen der Arbeitsplattform und der Arbeitsplatte her, die ein Abknicken der Arbeitsplatte aus der gemeinsamen horizontalen Erstreckungsebene mit der Arbeitsplattform sowohl nach oben als auch nach unten verhindert. Die Erfindung lässt sich vielmehr von der Erkenntnis leiten, dass eine Blockade der Kupplungsvorrichtung in lediglich eine Richtung regelmäßig vollkommen ausreicht. Dadurch kann der Knickschutz konstruktiv einfacher gestaltet werden und daher leichter unterzubringen und für den Benutzer bequemer zu montieren sein.
Durch ihre Abstützung mit einem Stützfuß kann die Arbeitsplatte unter einer ungleichmäßigen Belastung, nämlich einer solchen an einer ihrer Ränder, sowohl nach oben als auch nach unten aus der ursprünglich gemeinsamen Erstreckungsebene mit der Arbeitsplattform kippen bzw. abknicken. Ihre Knickrichtung hängt nicht nur vom Ort der Belastung, sondern auch vom Ort des Stützfußes ab. In aller Regel wird der Stützfuß an der der Arbeitsplattform abgewandten Seite der Arbeitsplatte angebracht sein, weil sie an ihrer gegenüberliegenden, der Arbeitsplattform zugewandten Seite über die Kupplungsvorrichtung grundsätzlich abgestützt ist. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung blockiert daher der Knickschutz ein Abwinkein der Arbeitsplatte relativ zur Arbeitsplattform bzw. aus der ursprünglich gemeinsamen waagrechten Erstreckungsebene in einer Richtung nach oben. Diese Abknickrichtung ist vor allem dann zu blockieren, wenn der Hubtisch im Bereich der Kupplungsvor- richtung beispielsweise durch ein auf den Hubtisch herabgelassenes Haushaltsgerät stark belastet wird. Die Arbeitsplatte erhält dann die Tendenz, in Richtung auf den Hubtisch hin zu kippen. Der Hubtisch kann dieser Bewegung nachgeben, wenn er auf seiner Aufstandfläche verschoben werden kann, beispielsweise weil sie rutschig ist oder Rollen an den Beinen des Hubtischs versehentlich nicht blockiert wurden.
Die Knickbewegung stellt im Prinzip eine Verdrehung der Arbeitsplatte relativ zur Arbeitsplattform dar. Deren Verdrehachse definiert die Kupplungsvorrichtung. Um eine derartige Knickbewegung zu verhindern, kann der Knickschutz grundsätzlich aus einer Konstruktion bestehen, die die Verdrehung blockiert. Dabei entstehen erhebliche Momente, die an der Verdrehachse der Kupplungsvorrichtung kaum sinnvoll aufzubringen sind. Sie können aus Druckkräften mit Verbindung mit biegesteifen Stützen bzw. Hebeln hervorgerufen werden. Der Knickschutz wäre dann allerdings prinzipiell auf der Oberseite der Arbeitsplattform und der Arbeitsplatte anzubringen. Er könnte damit im Einsatz des Hubtischs im Wege sein, weil er im Bereich der Nutzfläche der Arbeitsplattform und der Arbeitsplatte angebracht wäre. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung überträgt der Knickschutz daher im Wesentlichen Zugkräfte. Der erfindungsgemäße Knickschutz kann dann auf der Unterseite bzw. von der Oberseite der Arbeitsplattform und der Arbeitsplatte aus nach unten gerichtet angebracht sein. Dort stört sie die Bewegungsfreiheit eines Bedieners des Hubtischs bei dessen bestimmungsgemäßen Einsatz deutlich weniger. Seine Anordnung an der Unterseite der Arbeitsplattform bzw. der Arbeitsplatte kann auch bedeuten, dass er an zumindest einer Seitenfläche der Arbeitsplattform bzw. der Arbeitsplatte angebracht ist, aber von dort aus nach unten hin absteht.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann der Knickschutz als Unterspannung der Arbeitsplattform und der Arbeitsplatte ausgebildet sein. Eine Unterspannung setzt sich regelmäßig aus Zug- und Druck- bzw. Momenten übertragenden Elementen zusammen. Sie kann asymmetrisch oder symmetrisch ausgebildet sein. Ein asymmetrischer Knickschutz kann wenigstens ein Zugelement zur Übertragung von Zugkräften und einen biegesteifen Kragarm bzw. Hebel, im folgenden allgemein als Stütze bezeichnet, sowie Befestigungen umfassen, die das Zugelement an entweder der Arbeitsplatte oder der Arbeitsplattform und an der Stütze befestigen sowie Befestigungselemente, die den Kragarm biegesteif bzw. momentenbelastbar an dem anderen Element, also der Arbeitsplattform oder der Arbeitsplatte anschließen. Als Zugelement bzw. zugkraftübertragendes Konstruktionsele- ment eignet sich nicht nur eine Zugstange, sondern besonders vorteilhaft ein Zugseil, weil es flexibel und nicht knickgefährdet ist. Zudem lässt es sich an seinem Ende ohne großen Aufwand zu Ösen formen, mit denen es an Befestigungselementen wie beispielsweise einem Schraubenkopf angeschlossen und auf eine erforderliche Länge gebracht werden kann. Die Stütze dagegen muss so stabil ausgebildet sein, dass sie unter der bestimmungsgemäßen Belastung nicht knickt.
Die asymmetrische Unterspannung bildet ein rechtwinkliges Dreieck mit der Arbeitsplattform oder der Arbeitsplatte und der Stütze als Katheten und dem Zugelement als Hypotenuse. Wird nun die Arbeitsplatte gegenüber der Arbeitsplattform aus der gemeinsamen Erstre- ckungsebene nach unten gekippt, so verkürzt sich die Strecke zwischen den beiden Befestigungspunkten des Zugelements an der Arbeitsplatte bzw. der Arbeitsplattform einerseits und an der Stütze andererseits. Mit einem Seil als Zugelement lässt sich die Arbeitsplatte abkippen, weil das Seil dann lediglich durchhängt. Bei einem Abwinkein bzw. Verkippen der Arbeitsplatte gegenüber der Arbeitsplattform nach oben dagegen würde sich diese Entfernung zwischen den beiden Befestigungspunkten des Zugelements verlängern. Das eingehängte Zugelement verhindert diese Bewegung, weil es sich nicht strecken lässt. Es übt eine Zugkraft auf das freie Ende der biegesteifen Stütze aus, die als Hebel wirkt und ein Moment in Gegenrichtung zur Verkipprichtung hervorruft. Ein Einknicken der Arbeitsplatte gegenüber der Arbeitsplattform ist damit wirksam verhindert.
Eine symmetrische Unterspannung als Knickschutz kann zwei Zugelemente und eine Stütze umfassen. Sie bilden ein gleichschenkliges Dreieck mit der Erstreckungsebene der Arbeitsplattform oder der Arbeitsplatte als Basis, den Zugelementen als gleich lange Seiten und der Stütze als Höhe des Dreiecks. Ein Zugelement ist an der Arbeitsplattform, das andere an der Arbeitsplatte und beide sind am freien Ende der Stütze befestigt, die ihrerseits entweder an der Arbeitsplattform oder an der Arbeitsplatte befestigt sein kann. Im Gegensatz zur asymmetrischen Unterspannung erhält die Stütze keine Momentenbelastung - jedenfalls solange die Zugelemente gleichlang sind - , weshalb sie an der Arbeitsplattform oder an der Arbeitsplatte nicht biegesteif angeschossen sein muss.
Bei einer Belastung der Arbeitsplatte, die ihr Einknicken verursachen könnte, werden die Zugelemente zugkraftbelastet. Wegen des symmetrischen Aufbaus der Unterspannung erhält jedes Zugelement die gleiche Kraft. Beide Zugelemente wirken also mit voneinander weggerichteten schrägen Zugkräften auf die Stütze. Die horizontalen Komponenten dieser Zugkräfte sind daher einander entgegengerichtet und gleichgroß. Sie heben sich auf. Ein Einknicken der Arbeitsplatte gegenüber der Arbeitsplattform ist damit blockiert. Die vertikalen Komponenten dagegen sind zwar ebenfalls gleichgroß, jedoch gleichgerichtet und addieren sich daher. Die daraus resultierende Kraft übernimmt die Stütze, die sie als reine Druckstütze auf die Basis des gleichschenkligen Dreiecks ableitet, nämlich auf die Arbeitsplattform oder auf die Arbeitsplatte.
Das Prinzip der Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung beispielshalber noch näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 : einen Hubtisch in einer Arbeitsposition mit einer angesteckten Arbeitsplatte gemäß Stand der Technik,
Figur 2: eine Detailansicht des Anschlusses der Arbeitsplatte an die Arbeitsplattform in einer Montageposition, und
Figur 3: eine Detailansicht des Anschlusses der Arbeitsplatte an die Arbeitsplattform in einer Betriebsposition.
Ein an sich bekannter Hubtisch 1 besteht gemäß Figur 1 aus einem handgeführt verfahrbaren Wagen 2 und einer Hubeinrichtung 3. Der Wagen 2 setzt sich aus einem im Wesentlichen rechteckigen ersten, unteren Rahmen 10 und Beinen 18 zusammen, die von einer Erstreckungsebene des ersten Rahmens 10 rechtwinklig abstehenden. Die Beine 18 haben einen quadratischen oder rechteckigen Querschnitt und stehen auf einer Aufstandfläche 38 des Hubtischs 1 auf, auf der auch ein Möbelstück 36 steht, beispielsweise eine Küchenzeile.
Der Rahmen 10 trägt die Hubeinrichtung 3. Sie umfasst eine Scherenkonstruktion 16, auf der ein zweiter, oberer Rahmen 14 angebracht ist. Er trägt eine Arbeitsplattform 12. Der zweite Rahmen 14 ist ebenfalls rechteckig und entspricht in seinen Abmessungen im Wesentlichen denen des ersten Rahmens 10. Die Scherenkonstruktion 16 lässt sich durch Drehen einer Kurbel 26 in den Drehrichtungen A in an sich bekannter Weise verfahren, so dass sich der Abstand zwischen dem ersten Rahmen 10 und dem zweiten Rahmen 14 stufenlos verstellen lässt. Da sich der erste Rahmen 10 über die vier starren Beine 18 auf der Aufstandfläche 38 abstützt, verändert sich bei Betätigung der Kurbel 26 die Höhe der Arbeitsplattform 12 in den Hubrichtungen B. Am freien Ende der Beine 18 sind Rollen 20 angebracht, durch die der Wagen 2 und mit ihm der Hubtisch 1 manövrierbar sind. Sie sind um eine Achse in Längsrichtung der Beine 18 verschwenkbar, so dass der Wagen 2 auch bei beengten Platzverhältnissen leicht in eine gewünschte Position gebracht werden kann.
An einer Stirnfläche 13 der beiden Schmalseiten oder der beiden Längsseiten der Arbeitsplattform 12 schließt eine Arbeitsplatte 30 an, die ebenfalls rechteckig ist und die gleiche Breite wie die Arbeitsplattform 12 hat. Sie ist über einen Stützfuß 32 auf einer Oberseite 34 des Möbelstücks 36 abgestützt. Die Arbeitsplatte 30 erstreckt sich in derselben Ebene wie die Arbeitsplattform 12 und vergrößert dadurch die zur Verfügung stehende Arbeitsfläche auf dem Hubtisch 1 .
Da der Hubtisch 1 nicht unmittelbar unter eine Dunstabzugshaube geschoben werden kann, lässt sich die Arbeitsplattform 12 mittels der ansteckbaren Arbeitsplatte 30 verlängern. Sie kann unter die Dunstabzugshaube geschoben und auf der Oberseite 34 der Küchenzeile 36 abgestützt werden. Nach Lösen der Dunstabzugshaube aus ihrer Befestigung kann sie auf die Arbeitsplatte 30 abgesenkt und zur weiteren Wartung oder Reparatur auf die Arbeitsplattform 12 gezogen bzw. geschoben werden. Dort ist sie für den Benutzer des Hubtischs von allen Seiten bequem zugänglich, so dass sie optimal bearbeitet werden kann.
Die Arbeitsplatte 30 ist an einer ihrer Seiten zusätzlich mit einem erfindungsgemäßen Knickschutz 90 an der Arbeitsplattform 12 angeschlossen. Er verhindert, dass die Arbeitsplatte 30 bei einer Belastung durch ein Einbaugerät insbesondere in der Nähe der Kopplungsstelle an der Stirnseite 13 abkippt bzw. einknickt. Die Arbeitsplattform 12 und die Arbeitsplatte 30 bilden damit eine durchgehende, nahezu biegesteife Arbeitsebene.
Figur 2 zeigt die Verbindung zwischen der Arbeitsplattform 12 und der Arbeitsplatte 30 an der Stirnfläche 13. Sie besteht aus zwei Scharnieren 40, deren erster Beschlag 41 am zweiten Rahmen 14 und deren zweiter Beschlag 42 an der Arbeitsplatte 30 montiert ist.
In der dargestellten abgewinkelten Position der Arbeitsplatte 30 gegenüber der Arbeitsplattform 12 können die zweiten Beschläge 42 in die ersten Beschläge 41 eingeschoben und damit die Arbeitsplatte 30 an der Arbeitsplattform 12 angeschlossen werden. Die Arbeitsplattform 12 und die Arbeitsplatte 30 sind darüber hinaus über den erfindungsgemäßen Knickschutz 90 miteinander verbunden. Er umfasst zwei Zugseile als Zugelemente 92 und eine Druckstütze 94. Die Zugelemente 92 laufen in Schlaufen 96 aus, die der Befestigung der Zugelemente 92 an der Arbeitsplatte 12, an der Druckstütze 94 und an der Arbeitsplatte 30 dienen. An der Druckstütze 94 sind sie lediglich durch zwei Löcher 98 gefädelt. Mit der Arbeitsplatte 30 verbindet das rechtsseitige Zugelement 92 eine Schraube als Befestigungselement 100. Das andere, linksseitige Zugelement 92 hängt mit seiner Schlaufe 96 in einem Lochblech 102, das eine schlüssellochförmige Austanzung 104 aufweist. Damit lässt sich das Lochblech 102 am ebenfalls schraubenförmigen Befestigungselement 100 an der Arbeitsplattform 12 ein- bzw. aushängen, um die Arbeitsplatte 30 vollständig von der Arbeitsplattform 12 (de)montieren zu können. In der dargestellten abgewinkelten Position der Arbeitsplatte 30 gegenüber der Arbeitsplattform 12 liegt keine Zugbelastung auf dem linken Zugelement 92, so dass es von seinem Befestigungselement 100 an der Arbeitsplatte gelöst werden könnte. Die Druckstütze 94 schließlich ist über eine weitere Schraube als Befestigungselement 100 an der Arbeitsplatte 30 befestigt.
Figur 3 zeigt die Betriebsposition der Arbeitsplattform 12 und der Arbeitsplatte 30. Sie erstrecken in derselben Ebene zueinander und bilden gemeinsam eine Arbeitsfläche. In dieser Betriebsposition gilt es zu vermeiden, dass die gemeinsame Arbeitsfläche im Bereich der Kopplung der Arbeitsplattform 12 und der Arbeitsplatte 30 im Bereich des Scharniers 40 unter Belastung einknicken würde. Dies könnte dann geschehen, wenn an der Stirnseite 13 der Arbeitsplattform 12 oder an dem scharnierseitigen Ende der Arbeitsplatte 30 eine hohe Last wirkt, die die Arbeitsplatte 30 in Richtung Hubtisch 1 neigen würde. Sollte der Hubtisch 1 auf einer glatten oder rutschigen Aufstandfläche 38 stehen (vgl. Figur 1 ) oder seine Rollen 20 nicht arretiert sein, könnte er der Kippbewegung der Arbeitsplatte 30 nachgeben und sich vom Möbelstück 36 wegbewegen.
Dieser Kippbewegung der Arbeitsplatte 30 bzw. ihrem Einknicken gegenüber der Arbeitsplattform 12 wirkt der erfinderische Knickschutz 90 entgegen: bei einem Einknicken verlängerte sich die Entfernung zwischen dem Befestigungsmittel 100 an der Arbeitsplattform 12 und dem Loch 98 im freien Ende der Druckstütze 94. Eine Kippbewegung der Arbeitsplatte 30 bzw. ihr Einknicken kann also verhindert werden, indem das linksseitige Zugelement 92 einen konstanten Abstand zwischen dem Befestigungselement 100 an der Arbeitsplattform 12 und dem Loch 98 an der Druckstütze 94 aufrechterhält. Um auf die Druckstütze 94 kein Biegemoment mit einem Drehpunkt um ihr Befestigungselement 100 an der Arbeitsplatte 30 auszuüben, ist es seinerseits mit dem rechtsseitigen Zugelement 92 gegenüber der Arbeitsplatte 30 abgespannt. Die auf die Druckstütze 94 wirkende horizontale Zugkraft aus dem linksseitigen Zugelement 92 wird so vom rechtsseitigen Zugelement 92 abgefangen und auf die Arbeitsplatte 30 übertragen. Alternativ dazu könnte die Druckstütze 94 momentensteif an der Arbeitsplatte 30 befestigt sein, womit das rechtsseitige Zugelement entfallen könnte.
Sowohl der obere Rahmen 14 als auch der untere Rahmen 10 tragen an ihren Ecken Gummipuffer 60. Sie verhindern, dass der Hubwagen bei einem Anstoßen die senkrechten Fronten 37 des Möbelstücks 36 (vgl. Figur 1 ) beschädigen.
Da es sich bei den vorhergehenden, detailliert beschriebenen Knickschutz um ein Ausführungsbeispiel handelt, kann es in üblicher weise vom Fachmann in einem weiten Umfang modifiziert werden, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Insbesondere können auch die konkreten Ausgestaltungen der Zugelemente in anderer Form als in der hier beschriebenen folgen. Ebenso kann die Druckstütze in einer anderen Form ausgestaltet werden, wenn dies aus Platzgründen bzw. designerischen Gründen notwendig ist. Weiterhin schließt die Verwendung der unbestimmten Artikel„ein" bzw.„eine" nicht aus, dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können.
Bezugszeichenliste Hubtisch
Wagen
Hubeinrichtung
0 erster, unterer Rahmen
2 Arbeitsplattform
3 Stirnfläche
4 zweiter, oberer Rahmen
16 Scherenkonstruktion
18 Bein
0 Rolle
6 Kurbel
0 Arbeitsplatte
2 Stützfuß
4 Oberfläche
36 Möbelstück
37 senkrechte Front
38 Aufstandfläche
40 Scharnier
41 erster Beschlag
42 zweiter Beschlag
60 Gummipuffer
90 Knickschutz
92 Zugelement
94 Druckstütze
96 Schlaufe
98 Loch in der Druckstütze
100 Befestigungselement
102 Lochblech
104 Ausstanzung
A Kurbeldrehrichtungen
B Hubrichtungen
