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Patent Searching and Data


Title:
BUMPER CROSS BEAM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/041772
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a bumper cross beam (1) for connecting to a body of a motor vehicle, in particular for connecting directly or indirectly to a left longitudinal beam (11) and a right longitudinal beam (12). The bumper cross beam (1) has a hollow profile base carrier (3, 31, 33) which is reinforced on the front exterior in the travel direction by a front U-profile carrier element (5). An uninhibited limb (51) of the front U-profile carrier element (5) is spaced apart from a front side of the hollow profile base carrier (3, 31, 32).

Inventors:
FENDER, Johannes (Milbertshofenerstrasse 57b, München, 80807, DE)
FONTEIN, Niko (Südliche Ingolstädter Straße 36, Unterschleißheim, 85716, DE)
HESSE, Simon (Trogerstraße 4, München, 81675, DE)
KEUTHAGE, Lennart (Spiegelstraße 2, München, 81241, DE)
SCHEIDACKER, Gerald (Blütenstraße 22, Hohenwart, 86558, DE)
Application Number:
EP2017/071534
Publication Date:
March 08, 2018
Filing Date:
August 28, 2017
Export Citation:
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Assignee:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT (Petuelring 130, München, 80809, DE)
International Classes:
B60R19/18
Foreign References:
US20130168982A12013-07-04
DE102010054638A12012-06-21
DE102011008860A12012-07-19
US20050248164A12005-11-10
EP2508395A12012-10-10
EP2113423A12009-11-04
DE102010054638A12012-06-21
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Claims:
Patentansprüche

1 . Stoßfängerquerträger (1 ) zur Verbindung mit einer Karosserie eines

Kraftfahrzeugs mit einem Hohlprofilgrundträger (3, 31 , 33), der in Fahrrichtung vorne außen mit einem vorderen U-Profilträgerelement (5) verstärkt ist, dessen unfreier Schenkel (51 ) beabstandet zu einer Vorderseite des Hohlprofilgrundträgers (3, 31 ,

32) ausgebildet ist.

2. Stoßfängerquerträger (1 ) nach Patentanspruch 1 , wobei freie Schenkel (52, 53) des vorderen U-Profilträgerelements (5) an einer Oberseite bzw. einer

Unterseite des Hohlprofilgrundträgers (3, 31 , 33) befestigt sind.

3. Stoßfängerquerträger nach Patentanspruch 1 oder 2, wobei der unfreie Schenkel (51 ) des vorderen U-Profilträgerelements (5) an einem in

Fahrzeugquerrichtung mittleren Bereich des Stoßfängerquerträgers (1 ) um 10 bis 50 mm, bevorzugt 15 bis 25 mm, von der Vorderseite des Hohlprofilgrundträgers (3, 31 ,

33) beabstandet ist.

4. Stoßfängerquerträger nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, wobei der Stoßfängerquerträger (1 ) über einen linken Karosserieanbindungsabschnitt (9) und einen rechten Karosserieanbindungsabschnitt (10) mit der Karosserie des

Kraftfahrzeugs verbindbar ist, wobei sich das vordere U-Profilträgerelement (5) zumindest von dem linken Karosserieanbindungsabschnitt (9) bis zu dem rechten Karosserieanbindungsabschnitt (10) des Stoßfängerquerträgers (1 ) erstreckt.

5. Stoßfängerquerträger nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, wobei der Hohlprofilgrundträger eine Kammer mit einem geschlossen Querschnitt aufweist, die sich in eine Fahrzeugquerrichtung erstreckt, oder wobei der Hohlprofilgrundträger (3, 31 , 33) mehrere, insbesondere zwei, Kammern (32, 34) mit geschlossenem Querschnitt aufweist, die sich in eine Fahrzeugquerrichtung erstrecken und übereinander angeordnet sind.

6. Stoßfängerquerträger nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, wobei der Hohlprofilgrundträger aus einem Hohlprofilgrundträgerelement besteht, oder wobei der Hohlprofilgrundträger (3, 31 , 33) aus mehreren, insbesondere zwei, getrennt voneinander hergestellten Hohlprofilgrundträgerelementen (31 , 33) besteht, die insbesondere stoffschlüssig miteinander verbunden sind.

7. Stoßfängerquerträger nach Patentanspruch 6, wobei das

Hohlprofilgrundträgerelement oder die Hohlprofilgrundträgerelemente (31 , 33) durch Innenhochdruckformen oder durch Strangpressen hergestellt ist/sind.

8. Stoßfängerquerträger nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, wobei ein hinteres U-Profilträgerelement (7) an dem Hohlprofilgrundträger (3, 31 , 33) befestigt ist, dessen unfreier Schenkel (71 ) einer Hinterseite des Hohlprofilgrundträgers ,(3, 31 , 33) gegenüberliegend ist, und wobei insbesondere freie Schenkel (72, 73) des hinteren U-Profilträgerelements (7) an einer Oberseite bzw. einer Unterseite des Hohlprofilgrundträgers (3) befestigt sind.

9. Stoßfängerquerträger nach Patentanspruch 8, wobei der unfreie Schenkel (71 ) des hinteren U-Profilträgerelements (7) angrenzend zu der Hinterseite des Hohlprofilgrundträgers (3, 31 , 33) ausgebildet ist und wobei insbesondere die freien Schenkel (72, 73) des hinteren U-Profilträgerelements (7) angrenzend zu der Oberseite bzw. der Unterseite des Hohlprofilgrundträgers (3, 31 , 33) ausgebildet sind.

10. Stoßfängerquerträger nach einem der Patentansprüche 1 bis 9, wobei in einer Oberseite und/oder einer Unterseite des Hohlprofilgrundträgers (3, 31 , 33) rinnenförmige Vertiefungen (1 1 ) in Fahrzeuglängsrichtung eingebracht sind.

1 1 . Stoßfängerquerträger nach einem der Patentansprüche 1 bis 10, wobei der Hohlprofilgrundträger und/oder das vordere U-Profilträgerelement aus einem insbesondere hochfesten Stahl ausgebildet ist/sind.

Description:
Stoßfängerquerträger

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stoßfängerquerträger zur Verbindung mit einer Karosserie eines Kraftfahrzeugs.

Ein Stoßfängerquerträger für ein Kraftfahrzeug ist bspw. aus der DE 10 2010 054 638 A1 bekannt. Der Stoßfängerquerträger besteht aus zwei separaten Hohlprofilen, die an einer Längswand aneinander anliegen und miteinander verbunden sind. Die beiden Hohlprofile erstrecken sich in Fahrzeugquerrichtung und sind miteinander mittels Schweißverbindungen verbunden. Die beiden Hohlprofile sind von Ihrer Rückseite her von einem U-förmigen Verstärkungsbauteil umgriffen. Der

Stoßfängerquerträger ist über Crash-Boxen an Längsträger der Fahrzeugkarosserie befestigt.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Stoßfängerquerträger zu schaffen, der unter Berücksichtigung eines möglichst geringen Gewichts bei der Kollision mit einem Pfahl oder dergleichen eine hinreichende Festigkeit und

Biegesteifigkeit aufweist.

Diese Aufgabe wird durch einen Stoßfängerquerträger gelöst, der die Merkmale von Patentanspruch 1 aufweist. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen genannt.

Der erfindungsgemäße Stoßfängerquerträger ist zur Verbindung mit einer

Karosserie eines Kraftfahrzeugs, insbesondere zur unmittelbaren oder mittelbaren Verbindung mit einem linken Längsträger und einem rechten Längsträger ausgebildet. Der Stoßfängerquerträger hat einen Hohlprofilgrundträger, der in Fahrtrichtung vorne au ßen mit einem vorderen U-Profilträgerelement verstärkt ist. Ein unfreier Schenkel des vorderen U-Profilträgerlements ist beabstandet zu einer vorderen Seite des Hohlprofilgrundträgers ausgebildet.

Die Beabstandung zwischen dem vorderen U-Profilträgerelement und dem

Hohlprofilgrundträger stellt entsprechend dem Maß der Beabstandung einen zusätzlichen Verformungsweg dar, bevor bei der Kollision mit bspw. einem Pfahl einem Baum oder dergleichen, d.h. einem starren und schmalen Hindernis, die Kollisionskraft konzentriert an der Aufprallstelle als Biegemoment auf den

Stoßfängerquerträger, insbesondere den Hohlprofilgrundträger wirkt. Hierdurch kann ggf. ein verfrühtes Versagen des Stoßfängerquerträgers durch Reißen des Hohlprofilgrundträgers bei einem verhältnismäßig geringen Gesamtgewicht des Stoßfängerquerträgers verhindert werden.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen

Stoßfängerquerträgers sind freie Schenkel des vorderen U-Profilträgerelements an einer Oberseite bzw. einer Unterseite des Hohlprofilgrundträgers befestigt. Mit anderen Worten ist der obere freie Schenkel des vorderen U-Profilträgerelements an der Oberseite des Hohlprofilgrundträgers befestigt und ist der untere freie Schenkel des vorderen U-Profilträgerelements an der Unterseite des

Hohlprofilgrundträgers befestigt.

Bevorzugt ist der Hohlprofilgrundträger ein Langprofil mit einem geschlossenen Hohlprofil. Besonders bevorzugt ist dabei das geschlossene Hohlprofil zur Erhöhung einer Biegesteifigkeit bei möglichst geringem Gewicht nahtlos ausgeführt.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen

Stoßfängerquerträgers ist der unfreie Schenkel des vorderen U-Profilträgerelements an einem in Fahrzeugquerrichtung mittleren Bereich des Stoßfängerquerträgers, insbesondere genau in der Mitte bezogen auf die Fahrzeugquerrichtung, um 10 bis 50 mm, bevorzugt 15 bis 25 mm, bspw. ungefähr 18 mm, von der Vorderseite des Hohlprofilgrundträgers beabstandet. Die dadurch entstehende große Länge des Gesamtquerschnitts in Fahrzeuglängsrichtung erhöht den Widerstand gegenüber einer Biegeverformung. Der unfreie Schenkel kann dabei über seine gesamte Länge im Wesentlichen konstant von dem Hohlprofilgrundträger beabstandet sein.

Es ist jedoch auch möglich, dass der Abstand in Fahrzeugquerrichtung variiert und in ein in seitlichen Bereichen des vorderen U-Profilträgerelements nahezu gegen null tendiert. Da die Biegebeanspruchung des Stoßfängerquerträgers bei einer Kollision an dessen mittleren Bereich am höchsten ist, ist an dieser Position die Beabstandung des vorderen U-Profilträgerelements und das damit vorhandene Biegewiderstandsmoment am wirkungsvollsten und damit auch notwendiger als an seitlichen Bereichen des Stoßfängerqueträgers bzw. an Bereichen des

Stoßfängerquerträgers nahe nachstehend erläuterten

Karosserieanbindungsabschnitten.

Bevorzugt ist der Stoßfängerquerträger über einen linken

Karosserieanbindungsabschnitt und einen rechten Karosserieanbindungsabschnitt mit der Karosserie des Kraftfahrzeugs verbindbar. Insbesondere ist der

Stoßfängerquerträger bevorzugt mittelbar oder unmittelbar mit einem linken Längsträger und einen rechten Längsträger der Karosserie des Kraftfahrzeugs verbindbar. Mittelbar bedeutet, dass der Stoßfängerquerträger über zusätzliche Deformationselemente, die auch Crash-Boxen genannt werden, mit den

Längsträgern verbunden ist.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung erstreckt sich das vordere U- Profilträgerelement zumindest von dem linken Karosserieanbindungsabschnitt bis zu dem rechten Karosserieanbindungsabschnitt des Stoßfängerquerträgers. Mit anderen Worten ist das vordere U-Profilträgerelement im Wesentlichen in dem Bereich zwischen dem linken und rechten Karosserieanbindungsabschnitt angeordnet.

Dies hat insbesondere den Vorteil bei dem Lastfall, bei dem das Kraftfahrzeug mittig gegen den Pfahl, den Baum oder dergleichen, d.h. gegen das starre und schmale Hindernis, prallt. Hierbei wirken die größten Biegemomente auf den

Stoßfängerquerträger, was wiederum durch das mittig angeordnete vordere U- Profilträgerelement und den Abstand des unfreien Schenkels des vorderen U- Profilträgerelements zu dem mittleren Abschnitt des Hohlprofilgrundträgers gewichtsoptimiert abgestützt wird.

Bevorzugt weist der Hohlprofilgrundträger eine Kammer mit einem geschlossenen Querschnitt auf, die sich in Fahrzeugquerrichtung erstreckt. Alternativ kann der Hohlprofilgrundträger auch zwei oder mehr Kammern mit geschlossenem

Querschnitt aufweisen, die sich in Fahrzeugquerrichtung erstrecken. Dabei können die zwei oder mehreren Kammern bevorzugt übereinander angeordnet sein.

Hierdurch wird ebenso eine Biegesteifigkeit und Festigkeit des

Hohlprofilgrundträgers bzw. des Stoßfängerquerträgers bei geringem Gewicht erhöht.

Der Hohlprofilgrundträger kann aus einem einzigen Rohr mit im Wesentlichen rechteckigem oder mehreckigem Querschnitt bestehen. Der Hohlprofilgrundträger kann aber auch aus zwei oder mehr Rohren bestehen. In diesem Fall können die Rohre bspw. miteinander in Fahrtrichtung vorne oder in Fahrtrichtung hinten bzw. in Fahrtrichtung vorne und in Fahrtrichtung hinten miteinander stoffschlüssig, bspw. durch Schweißen, verbunden sein. Eine stoffschlüssige Verbindung der mehreren getrennt hergestellten Rohre nur an deren Vorderseite ist dabei bevorzugt, da die die Vorderseite des Hohlprofilgrundträgers bei der Frontalkollision am geringsten beansprucht ist (insbesondere im Vergleich zu der Rückseite des

Hohlprofilgrundträgers) und an dieser Position eine Schwächung des

Hohlprofilgrundträgers durch die stoffschlüssige Verbindung, wie beispielsweise die Schweißverbindung, am geringsten ist.

Der Hohlprofilgrundträger kann sich über eine gesamte Länge des Stoßfängerquerträgers erstrecken. Alternativ kann sich der Hohlprofilgrundträger auch lediglich zwischen den beiden Karosserieanbindungsabschnitten des Stoßfängerquerträgers erstrecken.

Das Hohlprofilgrundträgerelement oder die Hohlprofilgrundträgerelemente können durch Innenhochdruckformen oder durch Strangpressen hergestellt sein. Hierdurch ist es einfach möglich einen nahtlosen Hohlprofilgrundträger

bereitzustellen. Mit dem Innenhochdruckformen kann ferner der Querschnitt über eine Länge des Hohlprofilquerträgers geeignet variabel gestaltet sein.

Bevorzugt hat der Hohlprofilträger an seinem mittleren Bereich einen in

Fahrtrichtung längeren Querschnitt als an seinen Bereichen nahe den

Karosserieanbindungsabschnitten.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung kann ferner ein hinteres U- Profilträgerelement an dem Hohlprofilgrundträger befestigt sein. Dabei kann ein unfreier Schenkel des hinteren U-Profilträgerelements einer Hinterseite des Hohlprofilgrundträgers gegenüberliegend angeordnet sein. Beispielsweise können freie Schenkel des hinteren U-Profilträgerelements an einer Oberseite bzw. einer Unterseite des Hohlprofilgrundträgers befestigt sein.

Die freien Schenkel des vorderen U-Profilträgerelements und die freien Schenkel des hinteren U-Profilträgerelements können dabei derart ausgebildet sein, dass sie aneinander stoßen und durch eine Schweißverbindung miteinander befestigt sein können.

Der unfreie Schenkel des hinteren U-Profilträgerelements ist bevorzugt angrenzend zu der Hinterseite des Hohlprofilgrundträgers ausgebildet. Angrenzend bedeutet, dass im Wesentlichen kein Spalt zwischen dem hinteren U-Profilträgerelement und der Hinterseite des Hohlprofilgrundträgers ausgebildet ist. Ferner können die freien Schenkel des hinteren U-Profilträgerelements angrenzend zu der Oberseite bzw. der Unterseite des Hohlprofilgrundträgers ausgebildet sein.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung können an einer Oberseite und/oder einer Unterseite des Hohlprofilgrundträgers rinnenförmige Vertiefungen, die auch Sicken genannt werden können, in Fahrzeuglängsrichtung eingebracht sein. Die Tiefe der rinnenförmigen Vertiefung kann dabei in Fahrzeuglängsrichtung abnehmend ausgeführt sein. Hierdurch kann eine Beulsteifigkeit des Stoßfängerquerträgers in Fahrzeuglängsrichtung weiter erhöht sein. Bei einer Verformung des

Stoßfängerqueträgers bzw. des Hohlprofilgrundträgers wirken die rinnenförmigen Vertiefungen der Verformung entgegen und erschweren damit ein verfrühtes Versagen des Stoßfängerquerträgers durch Beulen. Eine Biegesteifigkeit des Trägers bleibt somit während einer kollisionsbedingten Verformung erhalten.

Der Hohlprofilgrundträger und/oder das vordere U-Profilträgerelement können aus einem hochfesten Stahl ausgebildet sein.

Vorstehend genannte Weiterbildungen der Erfindung können, soweit möglich und sinnvoll, beliebig miteinander kombiniert werden.

Es folgt eine Kurzbeschreibung der Figuren.

Fig. 1 ist eine schematische Schnittansicht entlang der in Fig. 2 gezeigten

Ebene A-A eines Stoßfängerquerträgers gemäß einem

Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2 ist eine schematische Perspektivansicht des Stoßfängerquerträgers gemäß dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Fig. 3 ist eine schematische Draufsicht des Stoßfängerquerträgers gemäß dem

Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung mit

Karosserieanbindungsabschnitten.

Fig. 4 ist eine schematische Schnittansicht des Stoßfängerquerträgers gemäß dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung im Bereich von rinnenförmigen Vertiefungen.

Fig. 5 ist eine schematische Perspektivansicht eines Teils des

Hohlprofilgrundträgers des Stoßfängerquerträgers gemäß dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung mit den rinnenförmigen Vertiefungen.

Es folgt eine detaillierte Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf Figuren 1 bis 5. In Fig. 1 ist eine Schnittansicht des Stoßfängerquerträgers 1 gemäß dem

Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gezeigt. Der Stoßfängerquerträger 1 weist einen Hohlprofilgrundträger 3 auf, der aus zwei

Hohlprofilgrundträgerelementen 31 und 33 besteht, die sich in

Fahrzeugquerrichtung über eine gesamte Breite des Stoßfängerquerträgers 1 erstrecken. Bei den Hohlprofilgrundträgerelementen 31 , 33 handelt es sich um Profile mit geschlossenem Querschnitt, die nahtlos hergestellt sind. Insbesondere sind die Hohlprofilgrundträgerelemente 31 und 33 mittels eines

Innenhochdruckumformverfahrens nahtlos hergestellt. Der Querschnitt der

Hohlprofilgrundträgerelemente kann über die Breite des Stoßfängerquerträgers konstant ausgeführt sein. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der

Querschnitt der Hohlprofilträgerelemente 31 , 33 über eine Länge des

Stoßfängerqueträgers 1 variabel ausgeführt. In der Mitte des Stoßfängerquerträgers 1 bezogen auf eine Fahrzeugquerrichtung sind die Hohlprofilträgerelemente 31 , 33 in Fahrzeuglängsrichtung am längsten, während die Hohlprofilträgerelement 31 , 33 mit zunehmendem Abstand von der Mitte in Fahrzeuglängsrichtung kürzer sind. Dies ist unter dem Gesichtspunkt einer Gewichtsoptimierung und den

unterschiedlichen Biegebeanspruchungen des Stoßfängerquerträgers 1 über die Fahrzeugquerrichtung vorteilhaft. Die beiden Hohlprofilgrundträgerelemente 31 und 33 haben jeweils eine Hohlkammer 32 bzw. 34. Die beiden

Hohlprofilgrundträgerelemente 31 und 33 sind mittels Schweißen zumindest an einer Vorderseite des Hohlprofilgrundträgers 3 miteinander verbunden.

An der Vorderseite des Hohlprofilgrundträgers 1 ist ein vorderes U- Profilträgerelement 5 befestigt. Ein unfreier Schenkel 51 des U-Profilträgerelements 5 ist um den Abstand a beabstandet zu der Vorderseite des Hohlprofilgrundträgers 3 angeordnet. Der Abstand a kann bspw. 10 bis 50 mm, bevorzugt 15 bis 25 mm, bspw. 18 mm betragen. Der Abstand a kann über die gesamte Breite des vorderen U-Profilträgerelements 5 konstant ausgeführt sein. In dem vorliegenden

Ausführungsbeispiel ist jedoch der Abstand a in der Mitte - bezogen auf die Fahrzeugquerrichtung - des Stoßfängerquerträgers 1 am größten und ist in Richtung eines linken Karosserieanbindungsabschnitts 9 bzw. rechten

Karosserieanbindungsabschnitts 10, die in Fig. 3 gezeigt sind, fortschreitend verringert. Die freien Schenkel 52 und 53 des vorderen U-Profilträgerelements 5 sind an einer Oberseite bzw. einer Unterseite des Hohlprofilgrundträgers 3 durch Schweißen befestigt.

Ferner weist der Stoßfängerquerträger 1 ein hinteres U-Profilträgerelement 7 auf, dessen unfreier Schenkel 71 mit keinem oder einem geringen Abstand zu einer Hinterseite des Hohlprofilgrundträgers 3 ausgebildet ist. Freie Schenkel 72 und 73 des hinteren U-Profilträgerelements 7 umgreifen den Hohlprofilgrundträger 3 und sind ebenso wie die freien Schenkel 52 und 53 des vorderen U-Profilträgerelements 5 an der Oberseite bzw. der Unterseite des Hohlprofilgrundträgers 3 durch

Schweißen befestigt. Insbesondere können die freien Schenkel 52 und 72 durch eine einzige Schweißnaht an der Oberseite des Hohlprofilgrundträgers 3 befestigt sein und können die freien Schenkel 53 und 73 durch eine einzige Schweißnaht an der Unterseite des Hohlprofilgrundträgers 3 befestigt sein. Die freien Schenkel 52 und 72 können jedoch auch durch separate Schweißnähte an der Oberseite des Hohlprofilgrundträgers 3 befestigt sein. Das gleiche gilt für die freien Schenkel 53 und 73.

Fig. 2 zeigt eine schematische Perspektivansicht des Stoßfängerquerträgers 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, erstrecken sich der Hohlprofilgrundträger 3 und das hintere U- Profilträgerelement 7 über eine gesamte Breite des Stoßfängerquerträgers 1 . Im Gegensatz dazu erstreckt sich das vordere U-Profilträgerelement 5 lediglich über einen mittleren Bereich des Stoßfängerquerträgers 1 .

Wie in der Draufsicht von Fig. 3 gezeigt ist, ist der Stoßfängerquerträger 1 über einen linken Karosserieanbindungsabschnitt 9 und einen rechten

Karosserieanbindungsabschnitt 10 mit entsprechenden Deformationselementen (auch Crash-Boxen genannt) 1 1 und 12 mit nicht gezeigten linken und rechten Längsträgern der Karosserie des Kraftfahrzeugs verbunden. Das vordere U- Profilträgerelement 5 erstreckt sich dabei in einem Bereich von dem linken

Karosserieanbindungsabschnitt 9 zu dem rechten Karosserieanbindungsabschnitt 10. Zum Aufrechterhalten der Biegesteifigkeit während der Verformung durch Erhöhung der Beulsteifigkeit des Stoßfängerquerträgers 1 können in den Hohlprofilgrundträger 3 rinnenförmige Vertiefungen 1 1 , die auch als Sicken bezeichnet werden können, eingebracht sein. Die rinnenförmigen Vertiefungen 1 1 verlaufen insbesondere in Fahrzeuglängsrichtung an einer Oberseite und/oder einer Unterseite des

Hohlprofilgrundträgers 3. Die rinnenförmigen Vertiefungen 1 1 haben eine in

Fahrzeuglängsrichtung fortschreitend verringerte Tiefe.

Der Stoßfängerquerträger 1 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel hat

insbesondere eine vorteilhafte Funktion in einem Kollisionslastfall, bei dem das Fahrzeug mit dem Stoßfängerquerträger mittig auf eine starre, vergleichsweise schmale Barriere, wie bspw. einen Pfahl oder einen Baum, trifft. In diesem Fall wirken besonders hohe Biegemomente auf den Stoßfängerquerträger ein, wobei die Gefahr eines Versagens des Querträgers durch Reißen besteht. Durch die

Ausführung des Stoßfängerquerträgers 1 mit dem vorderen U-Profilträgerelement 5, das insbesondere mittig beabstandet zu dem Hohlprofilgrundträger 3 ausgebildet ist, ist ein zusätzlicher Deformationsweg geschaffen, der eine unmittelbare

Biegebeanspruchung des Stoßfängerquerträgers mit einem hohen Lastniveau durch die Kollision verhindert. Zusätzlich tragen der Aufbau des Hohlprofilgrundträgers aus zwei nahtlos geformten Hohlprofilgrundträgerelementen 31 , 33 sowie das hintere U- Profilträgerelement zu einer verbesserten Biegesteifigkeit bei insgesamt

verhältnismäßig geringem Gewicht des Stoßfängerquerträgers 1 bei. Insgesamt kann der Stoßfängerquerträger 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel hinsichtlich des beschriebenen Lastfalls gewichtsoptimiert ausgeführt sein.