EL-BANNA, Sonia (LÖBERS Hof 5, Giessen, 35390, DE)
KÜHN, Jürgen (Fichtenstrasse 86, Dinslaken, 46539, DE)
ZEIMES, Manfred (Verbindungsstrasse 44, Hilden, 40723, DE)
THYSSENKRUPP STEEL AG (Kaiser-Wilhelm-Strasse 100, Duisburg, 47166, DE)
LEHNHÄUSER, Frank (Dammstrasse 33, Höhn, 56462, DE)
EL-BANNA, Sonia (LÖBERS Hof 5, Giessen, 35390, DE)
KÜHN, Jürgen (Fichtenstrasse 86, Dinslaken, 46539, DE)
ZEIMES, Manfred (Verbindungsstrasse 44, Hilden, 40723, DE)
Patentansprüche:
1. Bunkeranlage (1) für aus Fahrzeugen, insbesondere Lastkraftwagen oder Schienenfahrzeugen (3), abzukippende Schüttgüter (2), mit wenigstens einer Bunkerkammer (4), dadurch gekennzeichnet, daß auf der Bunkerkammer (4) eine Kammerabdeckung (5) mit wenigstens einer langgestreckten Kammeröffnung (6) vorgesehen ist.
2. Bunkeranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Kammeröffnung (6) ein in Richtung der Kammeröffnung (6) verlaufender Fahrweg (7) für Fahrzeuge vorgesehen ist.
3. Bunkeranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Breite der Kammeröffnung (6) an die Lichtraumbreite des Fahrzeugs angepaßt ist.
4. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Kammerabdeckung (5) vorzugsweise an beiden Längsseiten der Kammeröffnung (6) Ablaufschrägen (8) vorgesehen sind.
5. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, daß oberhalb der Kammeröffnung (6) eine tunnelförmige Fahr- zeugabschirmung (9) vorgesehen ist.
6. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrzeugabschirmung (9) mit ihren unteren Enden im Bereich der Kammeröffnung (6) an der Kammerabdeckung befestigt ist.
7. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrzeugabschirmung (9) von der Form und vom Querschnitt her an das Lichtraumprofil (10) des Fahrzeugs angepaßt ist.
8. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Fahrzeugabschirmung (9) über die Länge der Kammeröffnung (6) oder des Fahrzeugs erstreckt.
9. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Absaugeinrichtung (11) zur Absaugung der beim Abkippen entstehenden Emissionen vorgesehen ist.
10. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung (11) im Bereich der Kammeröffnung (6) vorgesehen ist.
11. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung (11) derart ausgebildet ist, daß sich eine linienförmige Absaugung ergibt.
12. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Absaugeinrichtung (11) in Längsrichtung und parallel zur Kammeröffnung (6) erstreckt.
13. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung (11) innerhalb der Bunkerkammer (4) und insbesondere unterhalb der Kammerabdeckung (5) vorgesehen ist.
14. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung (11) ein Absauggehäuse (12) mit einem langgestreckten linearen Absaugschlitz (13) aufweist.
15. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Absaugschlitz (13) des Absauggehäuses (12) mit seiner
öffnung zur Unterseite der Kammerabdeckung (5) und/oder nächstliegenden Seitenwandung (14, 15) der Bunkerkammer gerichtet ist.
16. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, daß das Absauggehäuse (12) einstückig mit der Kammerabdek- kung (5) ausgebildet ist. 17. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammerabdeckung (5) zumindest bereichsweise Mantelflächen des Absauggehäuses (12) bildet.
18. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Absauggehäuse (12) zumindest bereichsweise polygonal ausgebildet ist.
19. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an gegenüberliegenden Längsseiten der Kammeröffnung (6) jeweils wenigstens eine Absaugeinrichtung (11) vorgesehen ist.
20. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, daß wenigstens eine mit der Absaugeinrichtung (11) gekoppelte
Fahrzeug- und/oder Emissionserkennungseinrichtung vorgesehen ist.
21. Bunkeranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Erkennungseinrichtung eine Zeitschaltung aufweist. |
Bunkeranlage für Schüttgüter
Die Erfindung betrifft eine Bunkeranlage für aus Fahrzeugen, insbesondere Lastkraftwagen oder Schienenfahrzeugen, abzukippende Schüttgüter, mit wenigstens einer Bunkerkammer.
Beim Befüllen von Bunkeranlagen mit Schüttgütern durch Abkippen des Schüttgutes werden staubförmige Emissionen des Schüttgutes frei, die sich mit der beim Abkippen entstehenden Strömung ausbreiten. Der Schüttvorgang kann beispielsweise durch Eisenbahnwagons erfolgen, ist aber auch durch Entleeren von Behältern auf Lastkraftwagen oder anderen Einrichtungen möglich. Beim Abkippen wird im Bereich des fallenden Schüttguts eine Strömung induziert, die nach unten in die Bunkerkammer hinein gerichtet ist. Haupt- sächlich an den Bunkerwänden der Bunkerkammer entsteht im Zusammenhang mit dem Abkippen eine nach oben gerichtete Strömung, durch die bei den beim Stand der Technik üblichen, nach oben offenen Bunkern im wesentlichen der Austrag der staubförmigen Emissionen in die Umgebung erfolgt.
Die sich beim Abkippen ergebenden Emissionen können nicht nur zu einer gesundheitlichen Gefährdung des im Bereich der Bunkeranlage arbeitenden Personals führen, sondern verursachen im übrigen auch eine erhebliche Umweltbelastung.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine offene Bunkeranlage zur Verfügung zu stellen, bei der die während des Abkippens von Schüttgütern auftretenden Emissionen weitgehend vermieden werden.
Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, den Bunker bzw. die Bunkerkammer mit einer sich im wesentlichen horizontalen Kammerabdeckung auszurüsten, wobei die Kammerabdeckung den öffnungsquerschnitt der Bunkerkammer als solche nach oben hin verengt. Im übrigen weist die Kammerabdeckung eine langgestreckte Kammeröffnung auf. Letztlich ergibt sich für die Bunkerkammer damit ein oberer Kammerabschluß mit einer Kammeröffnung, über die das Schüttgut abgekippt werden kann.
Auf diese Weise ergibt sich eine offene Bunkeranlage, bei der die beim Abkippen von Schüttgütern nach außen tretenden Emissionen erheblich verringert sind. Zwar ist eine vollständige Kapselung des Schüttvorgangs theoretisch möglich, jedoch technisch mit nur sehr großem Aufwand zu realisieren, zumal offene Bunkeranlagen der in Rede stehenden Art in diesem Falle über Schleusen verfügen müßten, um die Zu- und Abfahrt von Fahrzeugen bei gleichzeitiger Kapselung zu gewährleisten. Daher wird bei der Erfindung die wenigstens eine den Zugang zur Umgebung freigebende Kammeröffnung in Kauf genommen, durch die Emissionen in die Umwelt gelangen können. Gleichwohl wird durch die Bunkerabdeckung als solche die Emissionsfreisetzung gegenüber Bunkeranlagen ohne entsprechende Abdeckung erheblich verringert.
Die vorliegende Erfindung eignet sich besonders in Verbindung mit offenen Bunkeranlagen, bei denen die Schüttgüter über schienengeführte Fahrzeuge abgeworfen werden. In diesem Zusammenhang ist es günstig, daß im Bereich der Kammeröffnung ein in Richtung der Kammeröffnung verlaufender Fahrweg für die schienengeführten Fahrzeuge vorgesehen ist. Letztlich erstreckt sich der Fahrweg dann zumindest im wesentlichen parallel zu der langge- streckten Kammeröffnung.
Um in diesem Zusammenhang die Emissionsfreisetzung über die Kammeröffnung so gering wie möglich zu halten, ist es günstig, die lichte Breite der Kammeröffnung an die Lichtraumbreite des Fahrzeugs anzupassen. Die Licht- raumbreite des Fahrzeugs entspricht der Breite des Fahrzeugs einschließlich des beim Abwurf des Schüttgutes erforderlichen Raumbedarfs. Dementsprechend sollte die Breite der Kammeröffnung der Lichtraumbreite zumindest im wesentlichen entsprechen, vorzugsweise etwas größer sein als die Lichtraumbreite.
Im Hinblick auf die erfindungsgemäß vorgesehene Kammerabdeckung ist es grundsätzlich möglich, daß zumindest ein kleiner Teil des Schüttgutes beim Abwerfen auf die Kammerabdeckung fällt. Um manuelle Reinigungsarbeiten in diesem Zusammenhang zu vermeiden und um einen möglichst vollständi- gen Schüttgutabwurf in die Bunkerkammer zu erreichen, sind an der Kam-
merabdeckung vorzugsweise an beiden Langseiten der Kammeröffhung Ablaufschrägen vorgesehen, die in die Bunkerkammer hineingerichtet sind.
Bei offenen Bunkeranlagen ist es bekannt, daß windbedingte Querströmungen einen nicht unerheblichen Einfluß auf die Emissionsfreisetzung nehmen. Diese Querströmungen können ganz erheblich dazu beitragen, Emissionen aus den Bunkern zu induzieren und in die Umwelt freizusetzen. Zur Reduzierung der querstrombedingten Emissionsfreisetzung ist nun bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung oberhalb der Kammeröffnung eine tunnelförmige Fahr- Zeugabschirmung vorgesehen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, daß die Fahrzeugabschirmung mit ihren unteren Enden im Bereich der Kammeröffnung ansetzt, so daß sich gerade in diesem Bereich kein Spalt für etwaige Querströmungen ergibt.
Um den mit der Fahrzeugabschirmung verbundenen Aufwand so gering wie möglich zu halten, ist die Fahrzeugabschirmung von der Form und vom Querschnitt her an das Lichtraumprofil des abzukippenden Fahrzeugs angepaßt. Die Anpassung bedeutet in diesem Falle, daß der Querschnitt der Fahrzeugabdeckung etwas größer als das Lichtraumprofil des Fahrzeugs ist. Der Quer- schnitt der Fahrzeugabschirmung sollte maximal 30% größer sein als das Lichtraumprofil des Fahrzeugs, das wiederum bis maximal 50% größer ist als der eigentliche Querschnitt des Fahrzeugs. Im übrigen sollte sich die Fahrzeugabschirmung über die Länge der Kammeröffnung oder des Fahrzeugs erstrecken.
Stirnseitig kann die Fahrzeugabschirmung offen sein. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, automatisch öffnende Türen oder von oben her herabhängende streifenförmige und elastische Elemente vorzusehen, die zumindest eine gewisse Verschlußwirkung an den Stirnseiten gewährleisten.
Zur weiteren Verringerung der Emissionsfreisetzung in die Umwelt ist wenigstens eine Absaugeinrichtung zur Absaugung der beim Abkippen entstehenden Emissionen vorgesehen. Grundsätzlich könnte eine mechanische Absaugung der freigesetzten Emissionen außerhalb des Bunkers über Absaugein- richtungen, die etwa auf die Kammerabdeckung aufgesetzt sind, erfolgen. Dies erfordert jedoch einen vergleichsweise großen Luftstrom und damit ei-
nen erheblichen technischen Aufwand. Bei Versuchen ist festgestellt worden, daß es besonders günstig ist, die Absaugeinrichtung im Bereich der Kammeröffnung vorzusehen, wobei die Absaugeinrichtung derart ausgebildet sein sollte, daß sich eine linienförmige Absaugung ergibt, die sich insbesondere parallel zur Kammeröffhung und in Längsrichtung zur Kammeröffnung erstreckt. Auf diese Weise werden Emissionen im Bereich der Kammeröffnung erfaßt und werden damit nicht in die Umwelt abgegeben.
Von besonderem Vorteil ist es, daß die Absaugeinrichtung innerhalb der Bun- kerkammer und insbesondere unterhalb der Kammerabdeckung vorgesehen ist. Bei Versuchen hat sich gezeigt, daß eine insbesondere linienförmige Absaugung unterhalb der Kammerabdeckung nahe der Kammeröffnung innerhalb des Bunkers vor allem deshalb hilfreich ist, weil sie die in der Bunkerkammer entstehende natürliche Strömung, innerhalb der ein wesentlicher Anteil der staub förmigen Emissionen transportiert wird, aufnehmen und ausnutzen kann, was den Aufwand und die Kosten für die Absaugung minimiert. Im übrigen hat die Anordnung der Absaugeinrichtung innerhalb der Bunkerkammer und insbesondere unterhalb der Kammerabdeckung den wesentlichen Vorteil, daß die Gefahr der Beschädigung der Absaugeinrichtung minimiert ist, da ein Abwerfen von Schüttgut auf die Absaugeinrichtung nicht möglich ist.
Um die auftretenden Emissionen möglichst über die gesamte Länge der Kammeröffnung aufnehmen zu können, weist die Absaugeinrichtung ein Ab- sauggehäuse mit einem langgestreckten Absaugschlitz auf.
Eine besonders einfache und kostengünstige Ausgestaltung der Absaugeinrichtung ergibt sich dann, wenn das Absauggehäuse einstückig mit der Kammerabdeckung ausgebildet ist, wobei es besonders günstig ist, wenn die Kammerabdeckung zumindest bereichsweise Mantelflächen des Absauggehäuses bildet. Durch diese Ausgestaltung können nicht unerhebliche Kosten eingespart werden, da die Kammerabdeckung dann letztlich eine Doppelfunk- tion hat, nämlich einerseits zur Abdeckung dient und andererseits auch die Absaugung unterstützt.
Besonders gute Absaugergebnisse werden erzielt, wenn der Absaugschlitz der Absaugeinrichtung mit seiner öffnung zur Unterseite der Kammerabdeckung und/oder zur nächstliegenden Seitenwandung der Bunkerkammer gerichtet ist. In Versuchen hat sich gezeigt, daß es beim Einfüllen von Schüttgütern in die Bunkerkammer auch zur Ausbildung einer im wesentlichen wandparallelen Strömung kommt, wobei aufgewirbelte partikelhaltige Abluft an den Seitenwänden der Bunkerkammer entlang nach oben strömt, an der Kammerabdek- kung umgelenkt und dann in Richtung auf die Absaugöffnung geleitet wird. Dies trägt zu einer besonders wirksamen und kostengünstigen Absaugung von Emissionen bei, da die Bunkerströmung die Absaugung unterstützt. Im übrigen kann in diesem Zusammenhang vorgesehen sein, daß im Eckbereich zwischen der Kammerabdeckung und der Seitenwand der Bunkerkammer ein Umlenkblech oder dergleichen vorgesehen ist, das dazu beiträgt, die aufströmende emissionshaltige Luft in Richtung zur Absaugöffnung der Absaugein- richtung zu leiten.
Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ist festgestellt worden, daß es günstig ist, daß das Absauggehäuse zumindest bereichsweise im Querschnitt polygonal ausgebildet ist. Die bei einer im Querschnitt polygonalen Ausbildung gebildeten glatten und geneigten Flächen tragen dazu bei, daß angesaugte Partikel, die sich auf den Innenflächen des Absauggehäuses niederschlagen, in eine bestimmte Richtung abgeleitet werden. Durch entsprechende Ausbildung kann dabei vorgesehen werden, daß die einzelnen Schrägen dafür sorgen, daß Partikel aufgrund des Schwerkrafteinflusses und der Strömung im Absauggehäuse in Richtung zu bestimmten Sammelbereichen transportiert werden.
Um eine möglichst vollständige Absaugung zu gewährleisten, bietet es sich im übrigen an, an gegenüberliegenden Längsseiten der Kammeröffnung je- weils wenigstens eine Absaugeinrichtung vorzusehen. Dies ist insbesondere dann günstig, wenn die Befüllung der Bunkerkammer über ein Schienenfahrzeug erfolgt und das Schüttgut auf beiden Längsseiten des Schienenfahrzeugs in die darunter befindliche Bunkerkammer eingefüllt wird.
Von weiterem Vorteil im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ist es außerdem, eine Sensorik vorzusehen, die ein Fahrzeug oder das Heranna-
hen eines Fahrzeugs im Bereich der Bunkeranlage detektiert und dadurch die Absaugung aktiviert. Die Absaugung kann in diesem Zusammenhang über einen vorgegebenen Zeitraum aktiviert bleiben. Es können aber auch entsprechende Sensoren vorgesehen sein, die das Verlassen der Bunkeranlage oder aber das Wegbewegen des Fahrzeugs überwachen. In jedem Falle lassen sich die Betriebskosten der Absaugung durch eine derartige Erkennungseinrichtung verringern.
Im einzelnen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Bunkerkammer auszugestalten und weiterzubilden, wobei einerseits auf die einzelnen Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende detaillierte Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung verwiesen wird. In der einzigen Figur ist dabei eine schematische Querschnittsansicht des Befüllvorgangs einer erfin- dungsgemäßen offenen Bunkeranlage gezeigt.
Bei der dargestellten Bunkeranlage 1 handelt es sich um eine offene Bunkeranlage, das heißt um eine solche, die nach außen hin nicht gekapselt ist. Die Bunkeranlage 1 ist zur Aufnahme von Schüttgütern 2 vorgesehen, die aus Schienenfahrzeugen 3 abgekippt werden. Es versteht sich, daß selbstverständlich auch aus anderen Fahrzeugen, beispielsweise aus Lastkraftwagen, Schüttgüter 2 in die Bunkeranlage 1 abgekippt werden können. Dargestellt ist im übrigen eine Bunkerkammer 4 der Bunkeranlage 1. Es versteht sich, daß die Bunkeranlage 1 eine Mehrzahl von Bunkerkammern 4 aufweisen kann, die hintereinander und/oder nebeneinander angeordnet sein können.
Vorgesehen ist nun, daß auf die Bunkerkammer 4 eine den öffnungsquer- schnitt der Bunkerkammer 4 an sich nach oben verengende Kammerabdek- kung 5 aufgesetzt ist. Die Kammerabdeckung 5 hat eine im wesentlichen hori- zontale Erstreckung und weist wenigstens eine langgestreckte Kammeröffnung 6 auf, über die das Schüttgut 2 in die Bunkerkammer 4 abgeworfen wird.
Wie aus der Zeichnung erkennbar ist, befindet sich im Bereich der Kammeröffnung 6 ein in Längsrichtung der Kammeröffnung 6 verlaufender Fahrweg 7 für das Schienenfahrzeug 3. Im übrigen ist die lichte Breite der Kammeröffnung 6 an die Lichtraumbreite des Schienenfahrzeugs 3 angepaßt. Die Licht-
raumbreite beschreibt dabei die Breite des Schienenfahrzeugs 3 einschließlich der Breite, die sich durch den Schüttgutabwurf ergibt. Um Beschädigungen und übermäßigen Verschleiß zu vermeiden, sollte der Abwurf des Schüttgutes nicht auf die Ränder der Kammerabdeckung 5 fallen. Sollte es dennoch ver- schiedentlich zu einem Kontakt kommen, sind an der Kammerabdeckung 5 an beiden Längsseiten der Kammeröffnung 6 Ablaufschrägen 8 vorgesehen, die in die Bunkerkammer 4 hineingerichtet sind.
Oberhalb der Kammeröffnung 6 findet sich eine tunnelförmige Fahrzeugab- schirmung 9, die mit ihren unteren Enden auf die Oberseite der Kammerabdeckung 5 aufgesetzt ist, so daß sich kein Spalt zwischen den unteren Rändern der Fahrzeugabschirmung 9 und der Oberseite der Kammerabdeckung 5 ergibt. Im übrigen ist die Fahrzeugabschirmung 9 von der Form und vom Querschnitt her an das Lichtraumprofil 10 des Schienenfahrzeugs 3 angepaßt. Au- ßerdem erstreckt sich die Fahrzeugabschirmung 9 zumindest über die Länge der Kammeröffnung 6.
Die Bunkeranlage 1 weist weiterhin grundsätzlich wenigstens eine, vorliegend zwei Absaugeinrichtungen 11 zur Absaugung der beim Abkippen entstehen- den Emissionen des Schüttgutes 2 auf. Jede der Absaugeinrichtungen 11 erstreckt sich dabei in Längsrichtung der Kammeröffnung 6 und parallel zu dieser. Im übrigen ist jede der Absaugeinrichtungen 11 im Bereich der Kammeröffnung 6 vorgesehen und derart ausgebildet, daß sich eine linienförmige Absaugung ergibt. Wichtig ist, daß sich die beiden Absaugeinrichtungen 11 in- nerhalb der Bunkerkammer 4 befinden, nämlich unterhalb der Kammerabdek- kung 5.
Im übrigen zeigt die Figur, daß jede der Absaugeinrichtungen 11 ein Absauggehäuse 12 aufweist, das einen Absaugschlitz 13 aufweist. Der Absaugschlitz 13 ist langgestreckt und erstreckt sich zumindest im wesentlichen über die gesamte Länge der Kammeröffnung 6. Im übrigen ist der Absaugschlitz 13 mit seiner öffnung zur Unterseite der Kammerabdeckung 5 bzw. zur nächstlie- genden Seitenwandung 14, 15 gerichtet, d. h., daß beispielsweise der Absaugschlitz 13 der rechten Absaugeinrichtung 1 1 auf die rechte Seitenwand 14 ge- richtet ist.
Im übrigen zeigt die Figur auch, daß jedes der Absauggehäuse 12 einstückig mit der Kammerabdeckung 5 ausgebildet ist. Aufgrund der Einstückigkeit ist es dabei so, daß die Kammerabdeckung 5 zumindest bereichsweise Mantelflächen des Absauggehäuses 12 bildet. Aufgrund der gewählten Anordnung bil- det damit das Absauggehäuse 12 jeweils die Längsränder bzw. -kanten der Kammeröffhung 6. Das Absauggehäuse 12 der Absaugeinrichtungen 11 ist jeweils zumindest bereichsweise polygonal ausgebildet, wobei grundsätzlich aber auch ein schneckengehäuseförmiger Querschnitt gewählt werden könnte. Die Absaugung der Abluft aus dem Absauggehäuse 12 erfolgt an jeder Ab- Saugeinrichtung 1 1 über eine Mehrzahl von Absaugrohren 16, wovon vorliegend für jede Absaugeinrichtung 1 1 lediglich eines dargestellt ist.
Nicht dargestellt ist eine Erkennungseinrichtung zur Fahrzeugerkennung im Bereich der Bunkeranlage zur Steuerung der Absaugeinrichtung, so daß die Absaugung letztlich lediglich erfolgt, wenn auch tatsächlich Emissionen anfallen. Im übrigen versteht es sich, daß auch im Bereich des Bunkers eine entsprechende Emissionserkennung vorgesehen sein könnte, die mit der Absaugeinrichtung gekoppelt ist.
Nachfolgend werden noch kurz die beim Abwerfen des Schüttgutes 2 entstehenden Strömungen in der Bunkerkammer 4 erläutert. Beim Abwerfen des Schüttgutes 2 wird im Bereich des fallenden Schüttgutes eine Strömung induziert, die nach unten gerichtet ist. Nach Auftreffen auf das sich in der Bunkerkammer 4 befindliche Schüttgut wird die Strömung umgelenkt. Es entsteht dann eine an den Seitenwandungen 14, 15 nach oben gerichtete Strömung. Die nach oben gerichtete Strömung wird im Bereich der Kammerabdeckung 5 erneut umgelenkt, wobei sich im oberen Bereich eine Wirbelbildung ergibt, wie dies durch die Bewegungspfeile dargestellt ist. Diese Wirbelbildung führt bereits dazu, daß der Anteil der nach außen austretenden Emissionen gegen- über einer Bunkerkammer ohne Kammerabdeckung erheblich verringert ist. Die im Bereich der Kammeröffnung 6 angeordneten und jeweils zu der benachbarten Seitenwandung 14, 15 geöffneten Absauggehäuse 12 nehmen nun einen großen Teil der auftretenden staubförmigen Emissionen auf, was letztlich wiederum zur Verringerung der nach außen austretenden Emissionen bei- trägt. Da aufgrund der Strömungsführung innerhalb des Bunkers die Emissionen durch die aufsteigende Strömung und die Wirbelströmung bereits den Ab-
Saugeinrichtungen zugeführt werden, sind nur sehr geringe Luftströme mechanisch zu fördern, so daß wiederum der technische Aufwand und damit die Kosten minimiert werden können.
Bezugszeichenliste:
1 Bunkeranlage
2 Schüttgut
3 Schienenfahrzeug
4 Bunkerkammer
5 Kammerabdeckung
6 Kammeröffnung
7 Fahrzeug
8 Ablaufschräge
9 Fahrzeugabschirmung
10 Lichtraumprofil
1 1 Absaugeinrichtung
12 Absauggehäuse
13 Absaugschlitz
14 Seitenwand
15 Seitenwand
16 Absaugrohr
Next Patent: METHOD FOR INFLUENCING MELT CHARACTERISTICS
