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Patent Searching and Data


Title:
BURNER FOR THE COMBUSTION OF MATERIAL FOR COMBUSTION IN THE FORM OF A COMMINUTED WOOD PRODUCT, IN PARTICULAR OF FINE MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/219871
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a burner for the combustion of material for combustion (18) in the form of a comminuted wood product, in particular of fine material (18), having (a) a material-for-combustion feed (20) for the feed of the material for combustion (18), (b) a screw conveyor (24) for conveying the material for combustion (18), (c) a combustion region (46), wherein the screw conveyor (24) is arranged to convey the material for combustion (18) from the material-for-combustion feed (20) to the combustion region (46), (d) an air feed (26) for feeding air (50) to the combustion region (46) and (e) a burner mouth (42) for discharging combustion gases (52) out of the combustion region (46). According to the invention, a tamping region (32) is provided which is formed, in the material flow direction (M) of the material for combustion (18), downstream of the material-for-combustion feed (20) and upstream of the combustion region (46), wherein a conveying screw (28) of the screw conveyor (24) and the tamping region (32) are designed for compressing the material for combustion (18) in the tamping region (32).

Inventors:
LEMKE, Hartmut (Chausseestrasse 6, Kantow, 16845, DE)
Application Number:
EP2018/063943
Publication Date:
December 06, 2018
Filing Date:
May 28, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SWISS KRONO TEC AG (Museggstrasse 14, 6004 Luzern, 6004, CH)
International Classes:
F23D1/04; B65G33/34; F23G7/10
Foreign References:
EP2657598A22013-10-30
EP1331443A12003-07-30
FR2727744A11996-06-07
FR2727744A11996-06-07
EP1331443A12003-07-30
DE102007017101A12008-10-16
Attorney, Agent or Firm:
GRAMM, LINS & PARTNER PATENT- UND RECHTSANWÄLTE PARTGMBB (Theodor-Heuss-Straße 1, Braunschweig, 38122, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Brenner zum Verbrennen von Brenngut (18) in Form eines Holzzerkleinerungsprodukts, insbesondere von Feingut (18), mit

(a) einer Brenngutzuführung (20) zum Zuführen des Brennguts (18),

(b) einem Schneckenförderer (24) zum Fördern des Brennguts (18),

(c) einem Verbrennungsbereich (46), wobei der Schneckenförderer (24) zum Fördern des Brennguts (18) von der Brenngutzuführung (20) zum Verbrennungsbereich (46) angeordnet ist,

(d) einer Luftzuführung (26) zum Zuführen von Luft (50) zum Verbrennungsbereich (46) und

(e) einer Brennermündung (42) zum Abführen von Verbrennungsgasen (52) aus dem Verbrennungsbereich (46),

gekennzeichnet durch

(f) einen Stopfbereich (32), der in Materialflussrichtung (M) des Brennguts (18) hinter der Brenngutzuführung (20) und vor dem Verbrennungsbereich (46) ausgebildet ist,

(g) wobei eine Förderschnecke (28) des Schneckenförderers (24) und der Stopfbereich (32) zum Komprimieren des Brennguts (18) im Stopfbereich (32) ausgebildet sind.

Brenner nach Anspruch 1 , gekennzeichnet durch einen in Materialflussrichtung (M) hinter dem Stopfbereich (32) ausgebildeten einen Vergasungsbereich (44) zum Vergasen des Feinguts (18).

3. Brenner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfbereich (32) einen sich in Materialflussrichtung (M) verjüngenden Querschnitt (Q),hat. Brenner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschnecke (28) im Stopfbereich (32) eine sich verringernde Steigung (S) hat.

Brenner nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneckenförderer (24) einen Elektroantrieb (64) aufweist, der ausgebildet ist zum automatischen Konstant-Halten eines an der Förderschnecke (28) anliegenden Drehmoments (M).

Brenner nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektroantrieb (64)

- einen Elektromotor (62) und

- eine Ansteuereinheit (66) umfasst, die einen Frequenzumrichter aufweist und ausgebildet ist zum Konstant-Halten eines an der Förderschnecke (28) anliegenden Drehmoments (M).

Brenner nach einem der vorstehenden Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Brenngutzuführung (20) eine Füllüberwachungseinrichtung aufweist,

wobei die Ansteuereinheit (66) ausgebildet ist zum Ansteuern des Elektromotors (62), sodass der Schneckenförderer (24) stets mit Brenngut (18) gefüllt ist.

Dampfkesselanlage (56) mit

(a) einem Dampfkessel (38),

(b) einer Wand (36), die einen Feuerungsraum (34) umgibt,

(c) einem Brenner (22) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dessen Brenngutzuführung (20) außerhalb des Feuerungsraums (34) angeordnet ist,

(d) wobei der Brenner (22) mit seinem Stopfbereich (32) in den Feuerungsraum (34) ragt.

9. Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage (10) mit

- einer Holzzerkleinerungsanlage, die im Betrieb ein Holzzerkleinerungsprodukt erzeugt,

- einer Klassiervorrichtung (16) zum Abtrennen von Feingut (18) aus dem Holzzerkleinerungsprodukt, sodass Grobgut verbleibt,

- einer Dampfkesselanlage (56) nach Anspruch 8,

- wobei der Brenner (22) zum Beschicken mit Feingut (18) mit der Klassiervorrichtung (16) verbunden ist und der Feuerungsrost (58) zum Beschicken mit Grobgut mit der Klassiervorrichtung (16) verbunden ist.

10. Verfahren zum Verbrennen von Feingut (18), bei dem ein Brenner (22) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 eingesetzt wird.

Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperatur (T34) im Feuerungsraum (34) zumindest 850°C beträgt.

Verfahren nach Anspruch 10 oder 1 1 , mit den Schritten:

(i) Zusammendrücken des Brennguts (18) im Stopfbereich (32) mittels des Schneckenförderers (24),

(ii) Verdampfen-Lassen von im Brenngut (18) vorhandenem Wasser,

(iii) Vergasen des Brennguts (18), sodass ein Holzgas (48) entsteht, und

(iv) Verbrennen des Holzgases (48) an der Luft (50), die mittels der Luftzufüh rung (26) zugeführt wird. Pl/be

Description:
Brenner zum Verbrennen von Brenngut in Form eines Holzzerkleinerungsprodukts, insbesondere von Feingut Die Erfindung betrifft einen Brenner zum Verbrennen von Brenngut in Form eines Holzzerkleinerungsprodukts, insbesondere von Feingut, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 . Feingut bezeichnet Holzpartikel, die einen kleinen Durchmesser von beispielsweise höchstens 3 mm haben, wobei die Länge der Partikel des Feinguts in der Regel kürzer ist als 40 mm. Derartiges Feingut fällt beispielsweise in Sägewerken und bei der Produktion von Holzwerkstoffplatten an. Da bei der Produktion von Holz- werkstoffplatten zudem Prozesswärme benötigt wird, werden Reststoffe, so auch das Feingut, in der Regel verbrannt.

Die Verbrennung von Feingut stellt sich dabei als problematisch dar. Aufgrund der geringen Partikelgröße wird das Feingut in der Feuerung vom Luftstrom leicht mitgerissen und verlässt daher schnell den Feuerungsraum. Die Zeit im Feuerungsraum reicht in der Regel nicht aus, um das Feingut zu entzünden, da es häufig einen hohen Wassergehalt hat. Das führt dazu, dass die Verbrennung zu einem großen Teil hinter dem Feuerungsraum und insbesondere in der nachgeschalteten Rauchgasrei- nigungsanlage stattfindet. Das führt einerseits dazu, dass die bei der Verbrennung entstehende Wärme nicht zur Dampferzeugung genutzt werden kann und andererseits die Rauchgasreinigung erschwert wird.

Aus der FR 2 727 744 A1 ist ein Feingutbrenner bekannt, bei dem das verbrennende Feingut mittels einer Schnecke in einen Brennbereich gebracht und dort mit Verbrennungsluft gemischt wird. Nachteilig an einem solchen System ist die Gefahr von Ascheanhaftungen. Aus der EP 1 331 443 A1 ist eine Vorrichtung zum Einbringen von Sekundärbrennstoffen in eine Verbrennungsanlage bekannt, bei der ein Schneckenförderer, der einen Verdichtungsbereich aufweist, als Schleuse verwendet wird, der Austritt von Rauchgasen oder Feuer aus dem Feuerraum durch die Brennstoffzuführung verhin- dert. Ein solcher Brenner ist für Feingut schlecht geeignet.

Aus der DE 10 2007 017101 A1 ist ein Feststoffbrenner bekannt, bei dem zu verbrennendes Material in einem Drehrohr verbrannt wird. Ein derartiger Brenner ist für Feingut nur schlecht geeignet, da es aufgrund der hohen Gasgeschwindigkeiten in einem Verbrennungskessel leicht mitgerissen wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Verbrennung von Holzzerkleinerungsprodukten, insbesondere von Feingut, zu verbessern. Die Erfindung löst das Problem durch einen Brenner zum Verbrennen von Brenngut in Form eines Holzzerkleinerungsprodukts, insbesondere von Feingut, mit (a) einer Brenngutzuführung zum Zuführen des Brennguts, (b) einem Schneckenförderer zum Fördern des Brennguts, (c) einem Verbrennungsbereich, wobei der Schneckenförderer zum Fördern des Brennguts von der Brenngutzuführung zum Verbrennungsbe- reich angeordnet ist, (d) einer Luftzuführung zum Zuführen von Luft zum Verbrennungsbereich und (e) einer Brennermündung zum Abführen von Verbrennungsgasen aus dem Verbrennungsbereich. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besitzt der Brenner (f) einen Stopfbereich, der in Materialflussrichtung des Brennguts hinter der Brenngutzuführung und vor dem Verbrennungs-bereich ausgebildet ist, wobei (g) vorzugsweise eine Förderschnecke des Schneckenförderers und der Stopfbereich zum Komprimieren des Brennguts im Stopfbereich ausgebildet sind.

Insbesondere ist die Luftzuführung so ausgebildet, dass sie keine Luft in den Schneckenförderer abgibt. Insbesondere gibt die Luftzuführung Luft nur in den Verbrennungsbereich ab.

Die Erfindung löst das Problem zudem durch eine Dampfkesselanlage mit (a) einem Dampfkessel, (b) einer Wand, die einen Feuerungsraum umgibt, und (c) einem Brenner wie oben genannt, dessen Brenngutzuführung außerhalb des Feuerungsraums angeordnet ist, wobei (d) der Brenner mit seinem Stopfbereich in den Feuerungsraum ragt. Die Erfindung löst das Problem zudem ein Verfahren zum Verbrennen von Feingut, bei dem ein erfindungsgemäßer Brenner eingesetzt wird. Vorteilhaft an der Erfindung ist, dass das Feingut im Verbrennungsbereich verbrannt wird und damit zumindest zum weit überwiegenden Teil innerhalb des Brenners. In anderen Worten verlassen nur die Verbrennungsgase den Brenner, nicht aber unverbrannte Partikel des Feinguts. Das führt einerseits dazu, dass die Verbrennungswärme des Feinguts genutzt werden kann und andererseits, dass die Rauchgasreini- gung erleichtert wird.

Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung wird unter einem Holzzerkleinerungsgut beispielsweise jedes Material verstanden, das durch Zerkleinern von Holz entstanden ist, insbesondere durch spanende Bearbeitung. Unter Feingut wird insbesondere ein Holzzerkleinerungsprodukt verstanden, bei dem 90 Gewichtsprozent der Partikel einen Hüllzylinderdurchmesser von höchstens 4 mm, insbesondere höchstens 2 mm, haben. Unter dem Hüllzylinder wird derjenige gedachte Zylinder minimalen Volumens verstanden, der das entsprechende Partikel vollständig umgibt. Vorzugsweise ist eine Länge des Hüllzylinders für zumindest 90 Gewichtsprozent der Partikel des Feinguts höchstens 35 mm lang, insbesondere höchstens 25 mm. Alternativ oder zusätzlich haben zumindest 90 Gewichtsprozent der Partikel, aus denen das Feingut besteht, einen aerodynamischen Durchmesser von höchstens 5 mm.

Bei dem Schneckenförderer handelt es sich um einen geschlossenen Schneckenför- derer, der eine Förderstrecke aufweist, die in einem Zylinder läuft. Vorzugsweise ist der Schneckenförderer ein Ein-Schneckenförderer, das heißt, dass lediglich eine Förderschnecke vorhanden ist. Es ist allerdings auch möglich, dass der Schneckenförderer beispielsweise ein Zwei-Schneckenförderer ist. Die Förderschnecken können in diesem Fall gleichförmig oder gegenläufig drehend ausgebildet sein.

Unter dem Verbrennungsbereich wird insbesondere ein Abschnitt des Brenners verstanden, in dem eine Oxidation von Holz, genauer: von Holzgas, das beim Verschwelen von Holz entsteht, stattfindet. Der Verbrennungsbereich bildet mit dem Zy- linder, in dem die zumindest eine Förderschnecke des Schneckenförderers läuft, einen gemeinsamen Raum und liegt vorzugsweise in dessen Verlängerung. Vorzugsweise ist eine Querschnittsfläche des Verbrennungsbereichs höchstens 20 % größer als eine Querschnittsfläche des Zylinders. Besonders günstig ist es, wenn die Quer- schnittsfläche des Verbrennungsbereichs höchstens der Querschnittsfläche des Zylinders entspricht.

Der Brenner hat einen Stopfbereich, der in Materialflussrichtung des Brennguts hinter der Brenngutzuführung und vor dem Verbrennungsbereich ausgebildet ist, wobei eine Förderschnecke des Schneckenförderers und der Stopfbereich zum Komprimieren des Brennguts im Stopfbereich ausgebildet sind. In anderen Worten ist der Schneckenförderer so angeordnet, dass das von ihm geförderte Brenngut zunächst den Stopfbereich passiert und danach durch nachgedrücktes Brenngut in den Verbrennungsbereich gedrückt wird. Im Stopfbereich werden die Partikel des Brennguts komprimiert. In anderen Worten wird Luft ausgetrieben.

Der Stopfbereich ist so ausgebildet, dass dort keine Verbrennung und auch keine Verschwelung des Brennguts stattfinden. Es ist allerdings möglich und bevorzugt, dass der Brenner so angeordnet ist, dass eine Temperatur im Stopfbereich so hoch ist, dass im Brenngut vorhandenes Wasser verdampft.

Vorzugsweise hat der Stopfbereich einen sich in Materialflussrichtung verjüngenden, insbesondere monoton verjüngenden, Querschnitt. Das führt zu einer Verdichtung des Brennguts im Stopfbereich.

Alternativ oder zusätzlich hat die Förderschnecke im Stopfbereich eine sich verringernde Steigung. In diesem Fall ist der Stopfbereich ein Teil des Förderbereichs, in dem die Förderschnecke angeordnet ist. Es ist in diesem Fall möglich, nicht aber notwendig, dass der Stopfbereich zusätzlich einen sich verjüngenden Querschnitt hat. Es ist möglich, das die Förderschnecke in ihrem in Materialflussrichtung hinteren Bereich eine sich verringernde Steigung hat, sodass das Brenngut komprimiert wird und/oder dass sich der Zylinder, in dem die Förderschnecke läuft, in seinem Querschnitt in Materialflussrichtung verjüngt und/oder dass sich hinter der Förderschne- cke ein Bereich anschließt, in dem die Querschnittsfläche sich zumindest abschnittsweise verringert. Es hat sich herausgestellt, dass es günstig sein kann, das Feingut im Stopfbereich nur wenig zu komprimieren. Der Schneckenförderer weist vorzugsweise einen Elektroantrieb auf, der ausgebildet ist zum automatischen Konstant-Halten eines an der Förderschnecke anliegenden Drehmoments. Beispielsweise umfasst der Elektroantrieb einen Elektromotor und eine Ansteuereinheit, die einen Frequenzrichter aufweist und ausgebildet ist zum Ansteuern des Elektromotors mit elektrischem Strom einer solchen Frequenz, die zu ei- nem konstanten an der Förderschnecke anliegenden Drehmoment führt. Insbesondere handelt es sich bei dem Elektromotor dann um einen Asynchronmotor, bei dem das Drehmoment mittels des Schlupfs eingestellt werden kann.

Vorzugsweise weist die Brenngutzuführung eine Füll-Überwachungseinheit auf, wo- bei die Ansteuereinheit ausgebildet ist zum Ansteuern des Elektromotors, sodass der Schneckenförderer stets mit Brenngut gefüllt ist. Damit die Verbrennung des Brennguts ausschließlich im Verbrennungsbereich stattfindet und nicht entgegen der Materialflussrichtung in die Brenngutzuführung durchschlägt, ist es günstig, wenn der Brenner im Bereich der Förderschnecke stets vollständig gefüllt ist. Auf diese Weise ist der Sauerstoffgehalt im Brenngut so gering, dass eine Verbrennung vermieden wird.

Erfindungsgemäß ist zudem eine Dampfkesselanlage mit einem Dampfkessel zum Produzieren von Dampf, einer Wand, die einen Feuerungsraum umgibt, wobei der Dampfkessel mittels eines Feuers im Feuerungsraum geheizt wird, und einem erfindungsgemäßen Brenner, dessen Brenngutzuführung außerhalb des Feuerungsraums angeordnet ist.

Der Brenner ragt zumindest mit seinem Verbrennungsbereich in den Feuerungsraum hinein. Das hat den Vorteil, dass die Verbrennungswärme im Feuerungsraum zum Verdampfen von Wasser im Brenngut im Verbrennungsbereich und/oder im Stopfbereich führt. Ein Gehäuse des Brenners sollte im Bereich des Verbrennungsbereichs und/oder des Stopfbereichs aus warmfesten Edelstahl bestehen. Vorzugsweise ragt der Brenner mit seinem Stopfbereich in den Feuerungsraum hinein. Um auch Brenngut, das kein Feingut ist, einfach verbrennen zu können, weist die Dampfkesselanlage vorzugsweise einen Feuerungsrost, insbesondere einen Wanderrost, auf. Die Verbrennung von Brenngut, das gröber ist als das Feingut, stellt insbesondere die Wärme zur Verfügung, die dazu führt, dass Wasser im Feingut verdampft, sodass das getrocknete Feingut im Verbrennungsbereich mit einer hohen Temperatur verbrennt.

Erfindungsgemäß ist zudem eine Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage mit einer Holz- Zerkleinerungsanlage, die im Betrieb ein Holzzerkleinerungsprodukt erzeugt, einer Klassiervorrichtung zum Abtrennen von Feingut aus dem Holzzerkleinerungsprodukt, sodass zumindest eine Fraktion an Grobgut verbleibt, einer erfindungsgemäßen Dampfkesselanlage, deren Brenner zum Beschicken mit Feingut mit der Klassiervorrichtung verbunden ist und deren Feuerungsrost zum Beschicken mit Grobgut mit der Klassiervorrichtung verbunden ist. Es ist möglich, nicht aber notwendig, dass das gesamte Grobgut verbrannt wird. Insbesondere ist es auch möglich, dass ein Teil des Grobguts zum Herstellen von Holzwerkstoffplatten verwendet wird. Dazu weist die Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage vorzugsweise entsprechende Maschinen auf, beispielsweise eine Presse und/oder eine Holzzerfaserungsvorrichtung.

Im Rahmen eines erfindungsgemäßen Verfahrens wird in dem Brenner vorzugweise Feingut verbrannt, das eine Holzfeuchte von zumindest 50 Prozent und höchstens 120 Prozent aufweist. Die Temperatur im Feuerungsraum beträgt vorzugsweise zumindest 850 C°, was zu einem hohen thermischen Wirkungsgrad führt.

Im Rahmen eines erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Brenngut zunächst im Stopfbereich mittels des Schneckenförderers zusammengedrückt. Danach wird im Brenngut vorhandenes Wasser verdampft. Dies erfolgt insbesondere aufgrund der Umgebungstemperatur im Feuerungsraum und des resultierenden Wärmestroms aus dem Feuerungsraum in den Stopfbereich. Danach vergast das Brenngut, sodass Holzgas entsteht. Das Holzgas wird danach durch Zuführen von Luft in dem Verbrennungsbereich verbrannt. Die heißen Rauchgase verlassen den Brenner durch die Brennermündung. Im Folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt

Figur 1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Holzwerkstoffplat- ten-Herstellanlage mit einem isometrischen Querschnitt durch einen erfin- dungsgemäßen Brenner und

Figur 2 mit den Teilfiguren 2a, 2b und 2c weitere Ansichten des erfindungsgemäßen Brenners gemäß Figur 1 . Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Holzwerkstoffplatten-Herstellanlage 10 mit einer Holzzerkleinerungsanlage 12 zum Zerkleinern von Holz 14. Die Holzzerkleinerungsanlage 12 kann beispielsweise einen Hacker oder eine Säge umfassen und stellt ein Holzzerkleinerungsprodukt her, das im vorliegenden Fall einer optional vorhandenen Klassiervorrichtung 16, beispielsweise in Form eines Windsichters, zuge- führt wird. Auf diese Weise wird Feingut 18 abgetrennt und eine Brenngutzuführung 20, die im vorliegenden Fall durch einen Brennstoffschacht gebildet ist, zugeführt.

Die Brenngutzuführung 20 ist Teil eines erfindungsgemäßen Brenners 22, der zudem einen Schneckenförderer 24 und eine Luftzuführung 26 umfasst. Der Schneckenförderer 24 umfasst eine Förderschnecke 28, die in einem Zylinder 30 gelagert ist. Beim Betrieb der Förderschnecke 28 wird das Feingut 18 in einer Materialflussrichtung M auf einen Stopfbereich 32 zu gefördert. Der Stopfbereich 32 befindet sich in einem Feuerungsraum 34, in dem beim Betrieb der Anlage eine Temperatur T34 von zumindest T34 = 850 C° herrschen. Der Feuerungsraum 34 ist von einer Wand 36 begrenzt und beinhaltet einen Dampfkessel 38, der im vorliegenden Fall durch hochdruck- und temperaturfeste Rohre gebildet ist. Im Stopfbereich 32 erhöht sich eine Dichte des Feinguts 18. Dadurch wird im Feingut 18 enthaltene Luft in und entgegen der Materialflussrichtung M verdrängt. Zudem wird das Feingut 18 erhitzt, da sich Wärme aus dem Feuerungsraum 34 durch ein Gehäuse 40 bis zum Feingut 18 im Stopfbereich 32 ausbreitet. Der entstehende Wasserdampf verlässt den Brenner 22 durch eine Brennermündung 42. Die Brennermündung 42 ist oberhalb einer Oberkante des Feuerungsrosts 58 angeordnet. Beispielsweise beträgt ein Abstand d zwischen Brennermündung 42 und Oberkante des Feuerrosts 58 zumindest 3 m und höchstens 15 m. In Materialflussrichtung M hinter dem Stopfbereich 32 besitzt der Brenner 22 einen Vergasungsbereich 44, in dem das Feingut 18 vergast wird. Dabei entsteht Holzgas, das in einen Verbrennungsbereich 46 strömt. Im Verbrennungsbereich wird mittels der Luftzuführung 26 Luft zugeführt, sodass Holzgas 48 und Luft 50 miteinander reagieren. In anderen Worten verbrennt das Holzgas und es bilden sich Verbrennungs- gase 52, die durch die Brennermündung 42 austreten und den Dampfkessel 38 heizen.

Figur 1 zeigt, dass sich die Brenngutzuführung 20 sowie die Förderschnecke 28 außerhalb des Feuerungsraums 34 befinden, was eine bevorzugte Ausführungsform darstellt. Hingegen ragt der Brenner 22 so weit in den Feuerungsraum 34 hinein, dass der Stopfbereich, der Vergasungsbereich 44 sowie der Verbrennungsbereich 46 im Feuerungsraum 34 angeordnet sind.

Die Förderschnecke 28 hat im vorliegenden Fall eine konstante Steigung. Hinter dem Zylinder 30, der im vorliegenden Fall zylinderförmig ausgebildet ist, schließt sich direkt ein Reaktionsraum 54 an, in dem der Stopfbereich 32, der Vergasungsbereich 44 sowie der Verbrennungsbereich 46 ausgebildet sind. Im Reaktionsraum 54 verringert sich der Innenquerschnitt in Materialflussrichtung M. Dadurch kommt es zur Komprimierung des Feinguts 18, die oben beschrieben worden ist.

Figur 1 zeigt schematisch, dass der Dampfkessel 38, die Wand 36 sowie der Brenner 22 Teil einer Dampfkesselanlage 56 sind, die zudem einen Feuerungsrost 58 umfasst. Dieser wird mit Holzzerkleinerungsprodukten beschickt, die nicht Feingut sind. In anderen Worten wird mittels des Feuerungsrosts 58 grobes Material verbrannt, bei dem die Probleme beim Verbrennen, die mit Feingut 18 existieren, nicht bestehen. Figur 1 zeigt schematisch, dass in Materialflussrichtung hinter der Klassiervorrichtung 18 eine Herstelleinheit 60 zum Herstellen von Holzwerkstoffplatten 61 aus Holzzerkleinerungsprodukten zu sehen ist, die aus der Holzzerkleinerungsanlage 12 stammen. Die Herstelleinheit 60 kann beispielsweise eine Holzzerfaserungsvorrich- tung sowie eine Doppelbandpresse aufweisen. Diese wird beispielsweise mit Ther- moöl geheizt, das in der Dampfkesselanlage erhitzt wurde. Solche Herstelleinheiten 60 gehören zum Stand der Technik und werden daher nicht weiter beschrieben.

Figur 2a zeigt den Brenner gemäß Figur 1 . Figur 2b zeigt eine Ansicht von unten, in der ein Elektromotor 62 zum Antreiben der Förderschnecke 28, im vorliegenden Fall mittels einer Antriebskette, angeordnet ist. Der Elektromotor 62 ist Teil eines Elektroantriebs 64, der zudem eine Ansteuerung 66 aufweist, die einen Frequenzumrichter besitzt und die den Elektromotor 62 mit elektrischem Strom einer veränderbaren Frequenz f versorgt. Der Elektromotor 62 ist ein Asynchronmotor, dessen Drehzahl ω und Drehmoment M anhand der Frequenz f geregelt werden kann. Im vorliegenden Fall wird das Drehmoment M auf einen Soll-Drehmoment Msoii geregelt.

Im Betrieb fördert die Förderschnecke 28 das Feingut 18 in Materialflussrichtung M auf den Feuerraum 34 zu. Durch den konisch zulaufenden Reaktionsraum 54 verstopft das Feingut 18 im Stopfbereich 32. Die genaue Lage des Stopfbereichs 32 re- lativ zur Förderschnecke 28 kann mittels des Soll-Drehmoments Msoii eingestellt werden. Je höher das Soll-Drehmoment Msoii und damit das tatsächlich an der Förderschnecke 28 anliegende Drehmoment M, desto weiter verschiebt sich der Verstopfungspunkt in Richtung der Brennermündung 42. Im Stopfbereich 32 verbleibt das Feingut 18 so lange, bis die Wärme der Umgebung die Feuchtigkeit aus dem Feingut 18 verdampft hat. Durch die weitere Wärmezuführung beginnt das Feingut 18 im Vergasungsbereich 44 zu vergasen. Das verringert das Volumen des Feinguts 18, sodass dieses sich weiter in Materialflussrichtung vor- wärts bewegt. Dadurch sinkt das Drehmoment M, das die Förderschnecke aufwenden muss. Die Förderschnecke dreht sich dadurch erneut und fördert weiteres Feingut 18 in Materialflussrichtung. Eine Nenn-Förderleistung des Schneckenförderers 24 beträgt zumindest 2 Tonnen Brenngut pro Stunde, vorzugsweise zumindest 3 Ton- nen Brenngut pro Stunde.

Es sei darauf hingewiesen, dass in der vorliegenden Beschreibung überwiegend Bezug auf Feingut genommen wurde. Es kann aber auch möglich sein, mittels des erfindungsgemäßen Brenners 22 Brenngut in Form von Holzzerkleinerungsprodukten zu verbrennen, das gröber ist als Feingut.

Figur 1 zeigt, dass der Brenner 22 eine Füll-Überwachungseinrichtung 68 aufweist, die den Füllstand des Brennguts 18 in der Brenngutzuführung misst. Beispielsweise hat die Füll-Überwachungseinrichtung 68 eine Lichtschranke oder einen Ultra- schallsensor oder einen sonstigen Sensor zum Messen des Füllstands.

Wird ein vorgegebener kritischer Füllstand unterschritten, der so gewählt ist, dass beim Unterschreiten dieses Füllstands nicht mehr sichergestellt ist, dass der Zylinder 30 stets mit Brenngut 18 gefüllt ist, so gibt die Füll-Überwachungseinrichtung 68 ein Signal an die Ansteuerung 66 ab, sodass diese eine Drehfrequenz n des Elektromotors 62, gegebenenfalls auf null, reduziert. Wird der kritische Füllstand überschritten, regelt die Ansteuerung 66 den Elektromotor wieder auf das Soll-Drehmoment

Msoll .

Bezugszeichenliste

10 Holzwerkstoffplatten-Herstellan60 Herstelleinheit

lage 61 Holzwerkstoffplatten

12 Holzzerkleinerungsanlage 62 Elektromotor

14 Holz 64 Elektroantrieb

16 Klassiervorrichtung 66 Ansteuerung

18 Brenngut/Feingut 68 Füll-Überwachungseinrichtung

20 Brenngutzuführung d Abstand

22 Brenner ω Drehzahl

24 Schneckenförderer f Frequenz

26 Luftzuführung M Materialflussrichtung

28 Förderschnecke M Drehmoment

30 Zylinder Msoii Soll-Drehmoment

32 Stopfbereich n Drehfrequenz

34 Feuerungsraum Q Querschnitt

36 Wand S Steigung

38 Dampfkessel T34 Temperatur

40 Gehäuse

42 Brennermündung

44 Vergasungsbereich

46 Verbrennungsbereich

48 Holzgas

50 Luft

52 Verbrennungsgase

54 Reaktionsraum

56 Dampfkesselanlage

58 Feuerungsrost