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Title:
CABINET, ESPECIALLY SAFETY CABINET OR HAZARDOUS SUBSTANCES SAFETY CABINET FOR STORING PREFERABLY LIQUID HAZARDOUS SUBSTANCES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/117196
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a cabinet, especially a safety cabinet or hazardous substances safety cabinet, for storing preferably liquid hazardous substances, comprising a cabinet carcass (7) and a least one cabinet door (8) closing the cabinet carcass (7). The invention is characterized in that an access control unit (10) is provided which not only opens the cabinet door (8) once the access control check is positive, but also releases a media dispensing unit (4) arranged inside the cabinet carcass (7).

Inventors:
BACKHAUS, Frank (Stresemannweg 10, Herford, 35052, DE)
Application Number:
EP2011/054261
Publication Date:
September 29, 2011
Filing Date:
March 21, 2011
Export Citation:
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Assignee:
DÜPERTHAL SICHERHEITSTECHNIK GMBH & CO. KG (Frankenstraße 3, Karlstein, 63791, DE)
BACKHAUS, Frank (Stresemannweg 10, Herford, 35052, DE)
International Classes:
G07C9/00; E05B47/00; G06F21/00
Attorney, Agent or Firm:
NUNNENKAMP, Jörg (Theaterplatz 3, Essen, 45002, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1 . Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank oder Gefahrstoffschrank, zur Lagerung von vorzugsweise flüssigen Gefahrstoffen, mit einem Schrankkorpus

(7) und wenigstens einer den Schrankkorpus (7) verschließenden Schranktür

(8) , d a d u r c h g e k e n n z e i c h ne t, dass eine Zugangskontrolleinheit (10) vorgesehen ist, welche nach einer positiven Zugangskontrollprüfung nicht nur die Schranktür (8) öffnet, sondern auch eine im Inneren des Schrankkorpus (7) angeordnete Medienabgabeeinheit (4) freigibt.

2. Schrank nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Zugangs- kontrolleinheit (10) außenseitig an der Schranktür (8) und/oder am Schrankkorpus (7) angeordnet ist.

3. Schrank nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugangskontrolleinheit (10) einen Zugangscode eines Bedieners mit einem oder mehreren Speichercodes auf Übereinstimmung überprüft.

4. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugangskontrolleinheit (10) an ein Antriebselement (9) für die Schranktür (8) angeschlossen ist.

5. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Medienabgabeeinheit (4) an die Zugangskontrolleinheit (10) angeschlossen ist. 6. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Medienabgabeeinheit (4) mit einem Durchflussmengenmesser und ggf. einem Medienidentifizierungselement ausgerüstet ist.

7. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Medienabgabeeinheit (4) ein Abgabeelement (5), beispielsweise einen Zapfhahn (5), aufweist. 8. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugangskontrolleinheit (10) mit einem Eingabefeld (10a) beispielsweise zur Eingabe des Zugangscodes und/oder Auswahl des gewünschten Mediums und/oder Vorgabe der gewünschten Medienabgabemenge ausgerüstet ist. 9. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugangskontrolleinheit (10) mit einer Steuereinheit (1 1 ) beispielsweise zur Zugangssteuerung der Schranktür (8) und/oder der Medienabgabeeinheit (4) und/oder Speicherung sämtlicher oder einzelner zugangsrelevanter Daten ausgerüstet ist.

10. Schrank nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die zugangsrelevanten Daten an eine zentrale und externe Steuereinheit (14) übermittelt werden, um dortige Buchungs- und/oder Bestell- und/oder Abrechnungsvorgänge zu initiieren.

1 1 . Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugangskontrolleinheit (10) mit einem Zeitglied (12) ausgerüstet ist, welches beispielsweise eine maximale Entnahmezeit an der Medienabgabeeinheit (4) und/oder eine maximale Öffnungszeit der Schranktür (8) vorgibt.

12. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Medienabgabeeinheiten (4) im Inneren des Schrankkorpus (7) angeordnet sind.

13. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Medienabgabeeinheit (4) oberhalb von zumindest einem Auszug (13) platziert ist.

14. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Gebinde (1 ) auf einem Boden des Schrankkorpus (7) vorzugsweise unterhalb des Auszuges (13) angeordnet sind. 15. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Medienabgabeeinheit (4) mit einer Pumpe (3) verbunden ist.

Description:
Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank oder Gefahrstoffschrank zur Lagerung von vorzugsweise flüssigen Gefahrstoffen

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft einen Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank oder Gefahrstoffschrank, zur Lagerung von vorzugsweise flüssigen Gefahrstoffen, mit einem Schrankkorpus und wenigstens einer den Schrankkorpus verschließenden Schranktür.

Solche Schränke sind aus der Praxis bekannt und werden im Übrigen in der Gebrauchsmusterschrift DE 94 16 974 U1 der Anmelderin beschrieben. Hier geht es um einen Schrank zur Lagerung von Gefahrstoffen, bei welchem zumindest ein Schrankfach als Gehäusefach oder Laugenfach und ein weiteres Schrankfach zur Aufnahme eines Sicherheitsschrankes für die Lagerung von brennbaren Stoffen eingerichtet ist. Der Zugang zu den einzelnen Abteilungen des Schrankes erfolgt konventionell über eine Drehtür respektive eine Schublade. Daneben ist durch die Gebrauchsmusterschrift DE 81 28 807 U1 ein Sicherheitsschrank für Gasflaschen bekannt geworden. Dieser ist an zumindest einer Schrankwand mit zwei vertikalen Führungsschienen ausgerüstet. Auf den beiden Führungsschienen ist wenigstens eine horizontale Halterschiene mit einem oder mehreren Flaschenhaltern höhenverstellbar geführt. Die Halter- schiene lässt sich in beliebiger Höhe feststellen.

Die bekannten Schränke haben sich grundsätzlich bewährt. Allerdings wird in der Praxis zunehmend das Problem beobachtet, dass in den Schränken bevorratete Gefahrstoffe übermäßig verbraucht werden. Hier hat man bereits versucht, über manuelle Ausgaben und eine entsprechend händisch geführte Lagerhaltung den Verbrauch einzudämmen und die Kosten transparent zu

machen. Allerdings ist der damit verbundene personelle Aufwand enorm. Hier will die Erfindung insgesamt Abhilfe schaffen.

Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen derartigen Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank oder Gefahrstoffschrank, so weiter zu entwickeln, dass eine unkontrollierte Medienentnahme nicht mehr möglich ist und der Medienverbrauch eingedämmt wird.

Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßer Schrank im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass eine Zugangskontrolleinheit vorgesehen ist, welche nach einer positiven Zugangskontrollprüfung nicht nur die Schranktür öffnet, sondern auch eine im Inneren des Schrankkorpus angeordnete Medienabgabeeinheit freigibt. Im Rahmen der Erfindung findet also erstmals schrankseitig - und nicht durch eine überwachende Person - eine Zugangskontrolle statt. Diese Zugangskontrolle wird mit Hilfe der Zugangskontrolleinheit bewerkstelligt. An dieser Zugangskontrolleinheit muss sich ein Bediener oder Benutzer anmelden. Die Anmeldung ist mit einem Zugangscode verbunden, welcher den Bediener individualisiert und gegenüber der Zugangskontrolleinheit ausweist.

Grundsätzlich sind jedwede Arten an Zugangscode denkbar. So kann es sich um eine Geheimnummer bzw. Pinnummer handeln, die an einer Tastatur oder allgemein einem Eingabefeld der Zugangskontrolleinheit eingegeben wird. Alternativ oder zusätzlich kommt als Zugangscode auch eine Zugangskarte, ein Zugangschip etc. zum Einsatz, welcher von einer entsprechenden Leseeinheit der Zugangskontrolleinheit überprüft und ausgelesen wird. Auch biometrische Daten des zugangswilligen Bedieners lassen sich zu seiner Individualisierung

und Prüfung der Zugangsberechtigung auswerten. Denkbar ist beispielsweise eine Augeniriserkennung, ein Fingerabdruckscan etc.

Jedenfalls übermittelt der Bediener einen ihn individualisierenden oder ihm zugeordneten Zugangscode an die Zugangskontrolleinheit. Dieser Zugangscode reflektiert eine oder mehrere der zuvor angegebenen Eigenschaften oder Ziffern-/Buchstabenfolgen. Der Zugangscode wird nun innerhalb der Zugangskontrolleinheit auf Übereinstimmung mit einem zulässigen Code hin überprüft. Bei diesem zulässigen Code handelt es sich im Regelfall um einen oder mehrere Speichercodes. Dieser eine oder die mehreren Speichercodes mögen in der Zugangskontrolleinheit hinterlegt sein.

Jedenfalls wird der Zugangscode des Bedieners mit dem einen oder den mehreren Speichercodes auf Übereinstimmung überprüft. Liegt eine Überein- Stimmung vor, so ist die Zugangskontrollprüfung positiv abgeschlossen worden. Bei dem Bediener handelt es sich also um einen solchen, welcher Zutritt zu dem betreffenden Schrank hat und welchen die Zugangskontrolleinheit "kennt".

Demzufolge führt die positive Zugangskontrollprüfung zu zweierlei nachgeschalteten Vorgängen. Zum einem wird die Schranktür geöffnet. Zum anderen und zusätzlich gibt die Zugangskontrolleinheit eine Medienabgabeeinheit im Inneren des Schrankes bzw. des zuvor durch die Schranktür verschlossenen Schrankkorpus frei. Diese Medienabgabeeinheit beinhaltet im Regelfall ein Abgabeelement, beispielsweise einen Zapfhahn. Meistens sind mehrere Medienabgabeeinheiten im Inneren des Schrankkorpus angeordnet. Beispielsweise mögen drei Medienabgabeeinheiten realisiert sein. Jede Medienabgabeeinheit gehört zu einem eigenen zugeordneten Medium. So ist es denkbar, dass in dem Schrank verschiedene Alkohole bevorratet werden. Jeder einzelne Alkohol gehört zu einer eigenen Medienabgabeeinheit.

Die positive Zugangskontrollprüfung resultiert nun darin, dass die Schranktür geöffnet wird und die Medienabgabeeinheit bzw. die mehreren Medienabgabe- einheiten freigegeben werden. Es ist aber auch möglich, dass eine Vorauswahl stattfindet. Diese Vorauswahl kann automatisch erfolgen. So ist es beispielsweise denkbar, dass je nach Zugangscode des Bedieners nur eine einzige Medienabgabeeinheit oder mehrere ausgewählte Medienabgabeein- heiten oder sämtliche Medienabgabeeinheiten freigegeben werden. Auf diese Weise stellt die Erfindung sicher, dass für den jeweiligen Bediener ein Medienprofil vorgegeben werden kann. So ist es denkbar, dass der Bediener A nur ein bestimmtes Medium aus dem Schrank entnehmen kann. Dann wird nach der positiven Zugangskontrollprüfung nur die zu diesem Medium gehörige spezielle Medienabgabeeinheit freigegeben. Genauso gut können aber auch für einen anderen Bediener B sämtliche Medienabgabeeinheiten nach der positiven Zugangskontrollprüfung freigegeben werden. Außerdem kann im Rahmen dieses dem Bediener zugeordneten Medienprofils eine Medienab- gabemenge vorgegeben und beispielsweise begrenzt werden. Neben dieser gleichsam automatischen und an den Zugangscode geknüpften Vorauswahl der Medienfreigabe besteht die alternative oder zusätzliche Möglichkeit, das jeweils gewünschte Medium für eine Abgabe auszuwählen. Zu diesem Zweck ist die Zugangskontrolleinheit vorteilhaft mit einem Eingabefeld ausgerüstet. Über dieses Eingabefeld kann beispielsweise der Zugangscode des Bedieners eingegeben werden. Alternativ oder zusätzlich lässt sich über das Eingabefeld das gewünschte Medium auswählen. Selbstverständlich können auch mehrere Medien ausgewählt werden. Darüber hinaus eignet sich das Eingabefeld alternativ oder ergänzend dazu, die gewünschte Medienabgabemenge vorzugeben.

Hier trägt die Erfindung dem Umstand Rechnung, dass die Medienabgabe üblicherweise in genormte Behälter mit vorgegebenem Volumen erfolgt. Um sicherzustellen, dass bei der Medienabgabe der fragliche Behälter nicht über- läuft, kann die gewünschte Medienabgabemenge über das Eingabefeld der Zugangskontrolleinheit vorgegeben werden. Beispiele für geeignete Behälter zur Aufnahme des abgegebenen Mediums werden in dem Gebrauchsmuster DE 87 1 1 277 U1 der Anmelderin beschrieben, auf welches ausdrücklich Bezug genommen wird.

Die sämtlichen Eingaben und Auswahlvorgänge müssen im Allgemeinen durchgeführt und vorgenommen werden, bevor die Tür des Sicherheitsschrankes eine Öffnung erfährt. Das heißt, die Türöffnung erfolgt erst dann, wenn der zugangswillige Bediener identifiziert ist, das abzugebende Medium feststeht und auch dessen Menge. Erst dann wird die Schranktür von der Zugangskontrolleinheit dergestalt beaufschlagt, dass diese eine Öffnung erfährt. Hierdurch sind unkontrollierte Medienentnahmen nicht (mehr) möglich. Dabei versteht es sich, dass die einzelnen Eingaben beispielsweise menügesteuert erfolgen können und selbstverständlich eine Korrektur zulassen. Erst wenn sämtliche Eingaben feststehen und seitens der Zugangskontrolleinheit zusätzlich noch auf Plausibilität überprüft worden sind, wird schlussendlich die Schranktür freigegeben. Eine Plausibilitätsprüfung setzt z. B. bei der gewünschten Medienabgabemenge ein. Sollte diese einen bestimmten voreinstellbaren Wert überschreiten, so führt dies zwangsläufig zu einer Fehler- meidung und dazu, dass die Schranktür geschlossen bleibt. Vergleichbares gilt natürlich auch für den Fall, dass beispielsweise das gewünschte Medium nicht in dem betreffenden Schrank bevorratet wird oder der Zugangscode falsch ist.

Um die Bedienung der Zugangskontrolleinheit so einfach wie möglich zu gestalten, ist diese meistens außenseitig an der Schranktür und/oder am Schrankkorpus angeordnet. Meistens hat sich eine Anbringung der Zugangskontrolleinheit in etwa in Augenhöhe frontseitig an der Schranktür als besonders günstig erwiesen. Denn die Zugangskontrolleinheit ist im Regelfall nicht nur mit einem Eingabefeld, sondern auch mit einem Anzeigefeld ausgerüstet. Über dieses Anzeigefeld werden die vom Bediener gemachten Eingaben angezeigt und können überprüft, korrigiert und/oder gelöscht werden. - Selbstverständlich können das Eingabefeld und das Anzeigefeld im Sinne eines "Touchscreen" auch zusammenfallen.

Damit die Zugangskontrolleinheit zur Öffnung der Schranktür befähigt ist, ist die Zugangskontrolleinheit an ein oder mehrere Antriebselemente für die Schranktür angeschlossen. Bei dem Antriebselement mag es sich um einen pneumatischen Antrieb für die Schranktür handeln, wie er beispielsweise in dem Gebrauchsmuster DE 20 2006 007 633 U1 der Anmelderin im Detail beschrieben wird.

Außerdem ist die Medienabgabeeinheit an die Zugangskontrolleinheit ange- schlössen. Tatsächlich weist die Medienabgabeeinheit nicht nur das bereits angesprochene Abgabeelement bzw. den Zapfhahn auf, sondern ist auch mit einem Durchflussmengenmesser und ggf. einem Medienidentifizierungselement ausgerüstet. Mit Hilfe des Durchflussmengenmessers lässt sich die Medienabgabemenge steuern und auswerten. Tatsächlich wird die Medien- abgabemenge nicht nur beispielsweise mit Hilfe des Eingabefeldes der Zugangskontrolleinheit vorgegeben, sondern lässt sich anschließend auswerten.

Diese Auswertung erfolgt meistens in einer Steuereinheit, welche in die Zugangskontrolleinheit integriert werden kann. Genauso gut liegt es im Rahmen der Erfindung, mit einer außerhalb des Schrankes befindlichen weiteren und externen sowie zentralen Steuereinheit zu kommunizieren. Die Steuereinheit der Zugangskontrolleinheit sorgt für die beschriebene Zugangssteuerung der Schranktür. Tatsächlich gibt die Zugangskontrolleinheit nach der positiven Zugangskontrollprüfung und bei Vorhandensein aller zugangsrelevanter Daten ein entsprechendes Signal an die Steuereinheit ab, welche ihrerseits die Schranktür in Richtung "öffnen" bzw. das zugehörige Antriebselement beaufschlagt. Bei den zugangsrelevanten Daten handelt es sich nicht nur um den den Bediener identifizierenden Zugangscode, sondern auch das ausgewählte Medium sowie die gewünschte Medienabgabemenge. Erst wenn diese sämtlichen Daten vorliegen und die Zugangskontrollprüfung positiv abgeschlossen ist, gibt die Zugangskontrolleinheit das entsprechende Öffnungssignal an die Steuereinheit weiter.

Darüber hinaus sorgt die Steuereinheit in der Zugangskontrolleinheit im Anschluss hieran dafür, dass die Medienabgabeeinheit unter Berücksichtigung der vorgegebenen Medienabgabemenge entsprechend angesteuert wird. Nach Abgabe der voreingestellten oder gewünschten Medienabgabemenge sorgt die Steuereinheit dafür, dass die Medienabgabeeinheit geschlossen bzw. wirkungslos geschaltet wird. Dann kann kein weiteres Medium mehr abgegeben werden. Darüber hinaus ist die Steuereinheit zur Speicherung sämtlicher oder einzelner zugangsrelevanter Daten eingerichtet. Bei den zugangsrelevanten Daten handelt es sich - wie bereits erläutert - um den Zugangscode, das ausgewählte Medium und die Medienabgabemenge. Grundsätzlich können diese Daten auch mit einer Abgabezeit flankiert werden. Zu diesem Zweck ist die Zugangs-

kontrolleinheit zusätzlich noch mit einem Zeitglied ausgerüstet, welches beispielsweise die Abgabezeit erfasst. Außerdem mag das Zeitglied eine maximale Entnahmezeit an der Medienabgabeeinheit vorgeben. Nach dieser maximalen Entnahmezeit sorgt das Zeitglied in Verbindung mit der Steuereinheit der Zugangskontrolleinheit dafür, dass die Medienabgabeeinheit auf jeden Fall wirkungslos geschaltet wird, damit bei etwaigen Störungen der ungehinderte Austritt des Mediums auf jeden Fall verhindert wird. Des Weiteren kann mit Hilfe des Zeitgliedes eine maximale Öffnungszeit der Schranktür vorgegeben werden. Nach Verstreichen dieser maximalen Öffnungszeit wird die Schranktür im Regelfall automatisch geschlossen. Zu diesem Zweck gibt das Zeitglied an die Steuereinheit ein entsprechendes Signal ab, welche ihrerseits das Antriebselement für die Schranktür entsprechend beaufschlagt.

Die vorerwähnten zugangsrelevanten Daten wie der Zugangscode, das ausge- wählte Medium, die Medienabgabemenge und ggf. die Abgabezeit lassen sich ergänzend an die zentrale Steuereinheit übermitteln. Diese zentrale

Steuereinheit kann beispielsweise in einer Konzernzentrale weit entfernt von dem Schrank und der zugehörigen Zugangskontrolleinheit vorhanden sein.

Dabei lassen sich die zugangsrelevanten Daten von der Zugangskontrolleinheit bzw. deren Steuereinheit auf jedwede Art und Weise an die fragliche zentrale

Steuereinheit übermitteln. Denkbar ist sowohl eine drahtgebundene als auch eine drahtlose Übermittlung, typischerweise per Internet.

In der zentralen Steuereinheit können aus den zugangsrelevanten Daten Buchungs- und/oder Bestell- und/oder Abrechnungsvorgänge abgeleitet bzw. basierend hierauf initiiert werden. So kann die von dem jeweiligen Bediener über einen bestimmten Zeitraum entnommene Menge an Medien unmittelbar dem fraglichen Bediener in Rechnung gestellt werden. Auch Bestellvorgänge lassen sich initiieren. Denn anhand der beispielsweise in der zentralen Steuer-

einheit bekannten Gebindegröße kann unter Berücksichtigung der jeweiligen Entnahmemenge der verbleibende Medieninhalt berechnet werden. Sobald dieser Medieninhalt in dem fraglichen Gebinde eine Mindestmenge unterschritten hat, lässt sich ein hieran anschließender Bestellvorgang automatisch auslösen. Auch etwaige Inventurdaten können unmittelbar abgerufen werden.

Im Regelfall sind mehrere Medienabgabeeinheiten im Inneren des Schrankkorpus angeordnet, beispielsweise drei Medienabgabeeinheiten. Die Medienabgabeeinheiten sind dabei meistens oberhalb von zumindest einem Auszug platziert. Der Auszug findet sich größtenteils in der Mitte des Schrankkorpus. Im Unterschied zu den Medienabgabeeinheiten sind das eine oder die mehreren Gebinde auf dem Boden des Schrankkorpus platziert. Sie finden sich aus diesem Grund im Allgemeinen unterhalb des Auszuges. Auf dem Auszug kann der zu befüllende Behälter platziert werden, beispielsweise eine Kanne, wie sie in dem bereits in Bezug genommenen Gebrauchsmuster DE 87 1 1 277 U1 der Anmelderin beschrieben worden ist. Schlussendlich hat es sich bewährt, wenn jede Medienabgabeeinheit mit einer eigenen Pumpe bzw. Medienpumpe ausgerüstet ist. Dadurch lässt sich die Medienabgabemenge zielgenau vorgeben und kommt es insbesondere nicht zu unerwünschten Mischungen zwischen den einzelnen Gefahrstoffen, was ohnehin verboten ist.

Im Ergebnis wird ein Schrank, insbesondere ein Sicherheitsschrank oder Ge- fahrstoffschrank zur Lagerung von vorzugsweise flüssigen Gefahrstoffen zur Verfügung gestellt, welcher zum ersten Mal ein gleichsam umfassendes Medienmanagementsystem zur Verfügung stellt. Im Rahmen dieses Managementsystems ist jederzeit sichergestellt, dass lediglich berechtigte Bediener Zugang zu dem fraglichen Schrank erhalten. Außerdem kann die Medienabgabe qualitativ und quantitativ gesteuert werden. Denn der Bediener

steht ebenso eindeutig fest wie das von ihm gewünschte Medium und die zugehörige Medienabgabemenge.

Darüber hinaus können die in diesem Zusammenhang erzeugten zugangs- relevanten Daten einer umfassenden Auswertung zugeführt werden. Denn sie finden Eingang in eine Kostenrechnung sowie gegebenenfalls in Lagerhaltungsprogramme. Ganz abgesehen davon wird die Sicherheit enorm erhöht, weil nur der tatsächlich zugangsberechtigte Bediener das gewünschte Medium erhält und außerdem die Medienabgabe an den Zugangscode und folglich den Bediener geknüpft ist oder geknüpft werden kann. Dadurch lassen sich jedem einzelnen Bediener die entnommenen Mengen eindeutig zuordnen. Auf diese Weise können die Daten auch dahingehend abgeglichen werden, ob beispielsweise einzelne Medien zur Herstellung von explosiven Mischungen von ein und demselben Bediener oder miteinander korrelierten Bedienern entnommen worden sind. Diese Maßnahmen dienen ergänzend zur Terrorismusabwehr. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:

Fig. 1 den erfindungsgemäßen Schrank respektive Sicherheitsschrank in geschlossenem Zustand,

Fig. 2 den Gegenstand nach Fig. 1 in geöffnetem Zustand und

Fig. 3 eine Ansicht auf das Innere des Schrankes gemäß Figuren 1 und 2 von links aus Richtung X.

In den Figuren ist ein Schrank dargestellt, der vorliegend als Sicherheitsschrank oder Gefahrstoffschrank ausgelegt ist. Der Schrank dient zur Lagerung von meistens flüssigen Gefahrstoffen. Zu diesem Zweck erkennt man in der Fig. 2 ein angedeutetes Gebinde 1 , bei dem es sich vorliegend und nicht einschränkend um ein Fass bzw. Chemikalienfass handelt. Im Inneren dieses Fasses ist eine brennbare Chemikalie bevorratet. Diese wird über einen Tauchstutzen 2, eine Pumpe 3 bis hin zu einer Medienabgabeeinheit 4 bei Bedarf gefördert. Die Medienabgabeeinheit 4 ist mit einem Abgabeelement 5 ausgerüstet, bei dem es sich um einen am besten in der Fig. 3 zu erkennenden Zapfhahn 5 handelt. Ein zusätzlicher Hebel 6 mag für die manuelle Abgabe des Mediums sorgen, kommt im Regelfall allerdings nicht zum Einsatz. Die Medienabgabeeinheit 4 ist im Inneren des Schrankes bzw. eines Schrankkorpus 7 angeordnet. Die Medienabgabeeinheit 4 ist ausschließlich bei geöffneter Schranktür 8 zugänglich.

Der Schrank ist in seinem grundsätzlichen Aufbau mit dem Schrankkorpus 7 und zwei Schranktüren 8 im Ausführungsbeispiel ausgerüstet. Bei den beiden Schranktüren 8 handelt es sich um Drehflügeltüren, die mit Hilfe eines Antriebselementes 9 geöffnet und geschlossen werden können. Die Auslegung mag dabei vergleichbar derjenigen sein, wie sie in dem Gebrauchsmuster DE 20 2006 007 633 U1 der Anmelderin beschrieben wird. Erfindungsgemäß verfügt der fragliche Schrank über eine Zugangskontrolleinheit 10. Diese Zugangskontrolleinheit 10 ist ausweislich der Fig. 1 außenseitig an einer der beiden Schranktüren 8 angeordnet. Vorliegend findet sich die Zugangskontrolleinheit 10 nicht einschränkend an der rechten Schranktür bzw. Drehflügeltür 8.

Das besondere der Zugangskontrolleinheit 10 liegt darin, dass mit ihrer Hilfe ein Zugangscode eines zutrittwilligen Bedieners auf Zulässigkeit überprüft wird. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels handelt es sich bei dem Zugangscode um eine alphanumerische oder Ziffernfolge, die den Bediener individualisiert und über ein Eingabefeld 10a der Zugangskontrolleinheit 10 an diese übermittelt werden kann. Ein zusätzliches Anzeigefeld 10b der Zugangskontrolleinheit 10 dient dazu, die seitens des Bedieners gemachten Eingaben anzuzeigen, zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

In der Zugangskontrolleinheit 10 sind ein oder mehrere Speichercodes abgelegt. Die Zugangskontrolleinheit 10 überprüft nun den seitens des Bedieners eingegebenen Zugangscode mit den fraglichen Speichercodes auf Übereinstimmung. Liegt Übereinstimmung vor, so ist die zugehörige Zugangs- kontroll prüfung positiv abgeschlossen worden. Als Folge hiervon wird die Schranktür 8 bzw. werden beide Schranktüren 8 mit Hilfe des Antriebselementes 9 geöffnet. Außerdem erfährt die Medienabgabeeinheit 4 eine Freigabe. Zuvor ist es im Regelfall jedoch noch erforderlich, über das Eingabefeld 10a das gewünschte und abzugebende Medium auszuwählen. Denn meistens finden sich im Inneren des Schrankkorpus 7 mehrere Medien- abgabeeinheiten 4, die zu jeweils unterschiedlichen Medien korrespondieren. Neben der Medienauswahl muss meistens auch noch Vorgabe der gewünschten Medienabgabemenge erfolgen. Erst wenn diese sämtlichen Eingaben über das Eingabefeld 10a getätigt geworden sind und die Zugangskontrollprüfung positiv abgeschlossen wurde, sorgt die Zugangskontrolleinheit 10 dafür, dass die Schranktüren 8 mit Hilfe des Antriebselementes 9 geöffnet werden. Zu diesem Zweck übermittelt die Zugangskontrolleinheit 10 einen entsprechenden Öffnungsbefehl an eine in die

Zugangskontrolleinheit 10 integrierte Steuereinheit 1 1 . Die Steuereinheit 1 1 bzw. die Zugangskontrolleinheit 10 im Ganzen ist an das Antriebselement 9 angeschlossen, um bei Vorlage der beschriebenen sämtlichen Daten für die gewünschte Öffnung der Tür 8 sorgen zu können.

Außerdem ist die Medienabgabeeinheit 4 an die Zugangskontrolleinheit 10 bzw. die zugehörige Steuereinheit 1 1 angeschlossen. Denn nach Öffnung der Tür 8 wird die Medienabgabeeinheit 4 sogleich freigegeben und erfolgt die Abgabe des gewünschten Mediums unter Berücksichtigung der zuvor gewählten Medienabgabemenge. Zu diesem Zweck beaufschlagt die Zugangskontrolleinheit bzw. deren Steuereinheit 1 1 die betreffende Medienabgabeeinheit 4.

Die Medienabgabeeinheit 4 ist mit einem nicht separat dargestellten Durchflussmengenmesser ausgerüstet. Mit Hilfe dieses Durchflussmengen- messers wird die Abgabemenge des gewünschten Mediums kontrolliert und im dargestellten Beispielfall die Pumpe 3 gestoppt, sobald die vorgewählte Medienabgabemenge das Abgabeelement bzw. den Zapfhahn 5 verlassen hat. Zusätzlich mag noch ein Medienidentifizierungselement in die Medienabgabeeinheit 4 integriert sein. Mit Hilfe des Medienidentifizierungselementes lässt sich in gewissen Grenzen das durch die Medienabgabeeinheit 4 bzw. dessen Abgabeelement 5 abgegebene Medium identifizieren.

Die zuvor beschriebenen Daten, nämlich der Zugangscode, das gewünschte und ausgewählte Medium, die Medienabgabemenge und eine Abgabezeit stellen zusammengenommen zugangsrelevante Daten dar. Die Abgabezeit mag von einem Zeitglied 12 vorgegeben werden, welches ein Bestandteil der Zugangskontrolleinrichtung 10 darstellt.

Außerdem gibt das Zeitglied 12 im Regelfall eine maximale Entnahmezeit an der Medienabgabeeinheit 4 vor. Sobald diese maximale Entnahmezeit erreicht ist, wird die Pumpe 3 unmittelbar abgeschaltet, um beispielsweise den unkontrollierten Medienaustritt über das Abgabeelement 5 zu vermeiden. Außerdem mag das Zeitglied 12 eine maximale Öffnungszeit für die beiden Schranktüren 8 vorgeben. Ist diese maximale Öffnungszeit erreicht, so werden die beiden Schranktüren 8 unmittelbar geschlossen. Zu diesem Zweck gibt das Zeitglied 12 an die Steuereinheit 1 1 bzw. die Zugangskontrolleinheit 10 insgesamt ein entsprechendes Schließsignal ab, welches mit Hilfe des Antriebselementes 9 in die gewünschten Schließbewegungen für die Schranktüren 8 mündet.

In topologischer Hinsicht erkennt man, dass die Medienabgabeeinheit 4 bzw. die mehreren parallel zueinander angeordneten Medienabgabeeinheiten 4 oberhalb von zumindest einem Auszug 13 platziert sind. Auf diesem Auszug 13 mag der zu befüllende Behälter, beispielsweise die Kanne entsprechend dem Gebrauchsmuster DE 87 1 1 277 U1 platziert werden. Auf einem Boden des Schrankkorpus 7 finden sich dagegen die Gebinde 1 , im Ausführungsbeispiel das Chemikalienfass 1 . Das Fass 1 bzw. die Gebinde 1 sind unterhalb des Auszuges 13 angeordnet.

In der Fig. 1 ist dann noch eine zentrale bzw. externe Steuereinheit 14 dargestellt. An diese lassen sich die zuvor beschriebenen zugangsrelevanten Daten übermitteln. Das kann drahtlos oder drahtgebunden erfolgen. Tatsächlich kommuniziert die zentrale und externe Steuereinheit 14 im Beispielfall mit der in die Zugangskontrolleinheit 10 integrierten Steuereinheit 1 1 . Auf diese Weise stehen wenigstens die zugangsrelevanten Daten in der fraglichen externen Steuereinheit 14 zur Verfügung. Dadurch kann die betreffende Steuereinheit 14 Buchungs- und/oder Bestell- und/oder Abrechnungsvorgänge initiieren.

Beispielsweise ist es möglich und denkbar, anhand der verbrauchten bzw. entnommenen Chemikalienmenge den Verbrauch zu bestimmen. Auch kann eine Nachbestellung erfolgen. Zugleich lässt sich die entnommene Chemikalienmenge dem zuvor identifizierten Bediener zuordnen und kann auf diese Weise automatisch eine Rechnungsstellung bzw. Abrechnung erfolgen.