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Patent Searching and Data


Title:
CABINET, ESPECIALLY SAFETY CABINET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/117200
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a cabinet, especially a safety cabinet, comprising at least one side-hinged door (3), and at least one mechanism (8) for the side-hinged door (3). The invention is characterized in that the mechanism (8) is designed as an actuating mechanism (8a, 8b) which is mechanically decoupled from the side-hinged door (3) and which interacts with a stop (9) associated with the side-hinged door (3) for actuating the door.

Inventors:
BACKHAUS, Frank (Stresemannweg 10, Herford, 32052, DE)
Application Number:
EP2011/054265
Publication Date:
September 29, 2011
Filing Date:
March 21, 2011
Export Citation:
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Assignee:
DÜPERTHAL SICHERHEITSTECHNIK GMBH & CO. KG (Frankenstraße 3, Karlstein, 63791, DE)
BACKHAUS, Frank (Stresemannweg 10, Herford, 32052, DE)
International Classes:
E05F15/04; E05F17/00
Attorney, Agent or Firm:
NUNNENKAMP, Jörg (Theaterplatz 3, Essen, 45127, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1 . Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank, mit wenigstens einer Drehflügeltür (3), und mit zumindest einem Antrieb (8) für die Drehflügeltür (3), d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Antrieb (8) als von der Drehflügeltür (3) mechanisch entkoppelter Stellantrieb (8a, 8b) ausgebildet ist, welcher zur Türbetätigung mit einem der Drehflügeltür (3) zugeordneten Anschlag (9) wechselwirkt.

2. Schrank nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (8a, 8b) als Linear-Stellantrieb (8a, 8b) ausgebildet ist.

3. Schrank nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (8) zur Realisierung einer Öffnungs- und Schließbewegung der Drehflügeltür (3) doppeltwirkend ausgelegt ist. 4. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Stellantriebe (8a, 8b), und zwar ein Öffnungs-Stellantrieb (8a) zur Realisierung einer Öffnungsbewegung und ein Schließ-Stellantrieb (8b) zur Realisierung einer Schließbewegung der Drehflügeltür (3), vorgesehen sind. 5. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (8a, 8b) pneumatisch arbeitet.

6. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (8a, 8b) mit einem Zylinder (10) und einer darin längs- verschiebbaren Stellstange (1 1 ) ausgebildet ist.

7. Schrank nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellstange (1 1 ) beidseitig mit einem Pneumatikmedium beaufschlagbar ist.

8. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (8a, 8b) mit Druckluft als Pneumatikmedium betrieben wird. 9. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (8a, 8b) nach seiner Stellbewegung und Erreichen einer Stellposition in eine Ruheposition zurückfährt.

10. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (8a, 8b) an einem Verbindungselement (5) angeordnet ist.

1 1 . Schrank nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (5) in zwei Führungen (7) linear verschiebbar gelagert ist, wobei der Stellantrieb (8a, 8b) parallel zu den Führungen (7) angeordnet ist.

12. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Drehflügeltür (3) über eine Schubstange (6) an das Verbindungselement (5) angeschlossen ist. 13. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Federeinheit (15) vorgesehen ist, welche die Drehflügeltür (3) zumindest im Schließbetrieb in Richtung ihrer Schließstellung kraftbeauschlagt.

14. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Betätigungselement (14) für den Stellantrieb (8a, 8b) vorgesehen ist.

15. Schrank nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (14) als Hand- und/oder Fußschalter (14) ausgebildet und außenseitig am Schrankkorpus (2) angebracht ist.

Description:
Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft einen Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank, mit wenigstens einer Drehflügeltür, und mit zumindest einem Antrieb für die Drehflügeltür. Sicherheitsschränke werden in der Regel eingesetzt, um sicherheitsrelevante Produkte wie Chemikalien, brennbare Flüssigkeiten etc. zu bevorraten. In diesem Zusammenhang wird von Benutzern üblicherweise eine zumindest teilautomatische Öffnung der Drehflügeltür gefordert. Denn ein Benutzer hält meistens bei Benutzung des Schrankes ein entsprechendes Behältnis in Händen, so dass für die zusätzliche Türbetätigung keine Hand mehr frei ist. Aus diesem Grund werden in der Praxis Schränke und insbesondere Sicherheitsschränke eingesetzt, bei welchen die Drehflügeltür mit einem Antrieb geöffnet wird, der seinerseits durch einen Fußschalter eine Auslösung erfährt. Das beschreibt die gattungsbildende DE 20 2006 007 633 U1 .

Im ebenfalls gattungsbildenden Stand der Technik nach der DE 10 2004 021 912 A1 wird bei einem Sicherheitsschrank so vorgegangen, dass dieser mit einem die zugehörige Drehflügeltür schließenden ersten Antrieb ausgerüstet ist. Um ein automatisches Öffnen, jedoch im Brandfall ein sicheres Schl ießen zu ermögl ichen, wird in diesem Zusammenhang weiter vorgeschlagen, dass die zumindest eine Drehflügeltür mit einem die Drehflügeltür öffnenden elektrisch betätigbaren zweiten Antrieb verbunden ist. Zum Öffnen der zumindest einen Tür unterhalb einer Temperatur Ti führen der erste Antrieb und der zweite Antrieb eine gekoppelte Bewegung aus. Oberhalb der fraglichen Temperatur Ti wird eine entkoppelte Bewegung durchgeführt.

Der Stand der Technik kann nicht in allen Aspekten überzeugen. So sind die Antriebe bei der vorbeschriebenen DE 10 2004 021 912 A1 mit komplizierten Lenkern respektive einem aufwendigen Hebelwerk dauerhaft gekoppelt. Das gilt auch für die bisher aus der Praxis bekannten Lösungen. Dadurch wird einer- seits die Einnahme einer Schließstellung im Brandfall unnötig verkompliziert, ist andererseits eine alternative manuelle Betätigung der Drehflügeltür nur gegen die Kraft des Antriebes bzw. gegen Reibungskräfte des Hebelwerkes möglich. Hier will die Erfindung insgesamt Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen derartigen Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank, so weiter zu entwickeln, dass zusätzlich die Möglichkeit einer manuellen Beaufschlagung der Drehflügeltür - unabhängig vom Antrieb - zur Verfügung gestellt wird und zugleich eine technisch einfach und kostengünstig aufgebaute Lösung vorliegt.

Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßer Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank, im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb als von der Drehflügeltür mechanisch entkoppelter Stellantrieb ausgebildet ist, welcher zur Türbetätigung mit einem der Drehflügeltür zugeordneten Anschlag wechselwirkt.

Im Rahmen der Erfindung ist der Antrieb zunächst einmal als Stellantrieb ausgebildet. Der Stellantrieb sorgt für eine gesteuerte Bewegung der Drehflügeltür. Meistens wird die Drehflügeltür von ihrer geschlossenen Position in die voll geöffnete Stellung überführt sowie gegebenenfalls umgekehrt verfahren. Grundsätzlich sind aber auch Teilöffnungen bzw. Teilschließungen denkbar. Im Allgemeinen sorgt der erfindungsgemäß eingesetzte Stellantrieb jedoch dafür, dass die geschlossene Drehflügeltür vollständig geöffnet wird bzw. die vollständig geöffnete Drehflügeltür geschlossen wird.

In diesem Zusammenhang nimmt der Stellantrieb wenigstens zwei grundsätzliche Positionen ein. Nämlich zum einen eine Stellposition und zum anderen eine Ruheposition. Die Stellposition mag zur vollständig geöffneten Stellung der Drehflügeltür korrespondieren, während die Ruheposition zu ihrer geschlossenen Stellung gehört. Selbstverständlich gilt dies auch umgekehrt. In diesem Fall gehört die Ruheposition zur vollständig geöffneten Drehflügeltür, wohingegen die Stellposition die geschlossene Stellung der Drehflügeltür markiert.

Darüber hinaus ist der Antrieb - und das ist von besonderer Bedeutung - von der anzutreibenden Drehflügeltür mechanisch entkoppelt. Das heißt, der Antrieb ist im Rahmen der Erfindung ausdrücklich nicht an die Drehflügeltür angeschlossen, wie dies die DE 20 2006 007 633 U1 lehrt. Vielmehr wechselwirkt der Antrieb zur Türbetätigung lediglich mit dem der Drehflügeltür zugeordneten Anschlag.

Dazu mag der Stellantrieb an dem Anschlag anschlagen bzw. gegen den Anschlag arbeiten, um die Drehflügeltür in die gewünschte Stellposition zu überführen. Eine mechanische Verbindung zwischen dem Antrieb und dem Anschlag bzw. der Drehflügeltür ist ausdrücklich nicht vorgesehen. Auf diese Weise besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, die Drehflügeltür rein manuell zu öffnen und zu schließen, ohne dass der Antrieb eine Beaufschlagung erfährt. Dabei können einzelne Vorgehensweisen auch teilweise manuell und teilweise motorisch bzw. antriebstechnisch realisiert werden. Denn der Stellantrieb fährt nach vorteilhafter Ausgestaltung im Anschluss an seine Stellbewegung und sein Erreichen der Stellposition in seine Ruheposition zurück.

Als Folge hiervon hat die Drehflügeltür nach der Beaufschlagung durch den mechanisch entkoppelten Antrieb und Erreichen seiner Stellposition die gewünschte Stellung (vollständig geöffnete Position oder geschlossene Stellung) erreicht. Da der Stellantrieb nach Erreichen der Stellposition in seine Ruheposition zurückfährt, kann im Anschluss hieran die Drehflügeltür frei bewegt werden, beispielsweise manuell.

Nach vorteilhafter Ausgestaltung handelt es sich bei dem Stellantrieb um einen Linearstellantrieb. Auf diese Weise lässt sich die bereits beschriebene Öffnungs- und Schließbewegung der Drehflügeltür realisieren. Der Stellantrieb kann grundsätzlich doppelt wirkend ausgelegt sein. In diesem Fall sorgt der Stellantrieb sowohl für eine Öffnungsbewegung als auch eine Schließbewegung der Drehflügeltür. Besonders bevorzugt ist jedoch eine Variante, die auf zwei Stellantriebe zurückgreift. In diesem Zusammenhang sind ein Öffnungs-Stellantrieb und ein Schließ-Stellantrieb vorgesehen. Der Öffnungs-Stellantrieb sorgt für die Öffnungsbewegung der Drehflügeltür, wohingegen der hiervon unabhängige Schließ-Stellantrieb die Schließbewegung der Drehflügeltür sicherstellt.

Im Allgemeinen arbeitet der Stellantrieb pneumatisch. Dabei wird der Stellantrieb mit einem entsprechend ausgelegten Pneumatikmedium beaufschlagt. Bei diesem Pneumatikmedium kann es sich um Druckluft handeln. Jedenfalls stellt die pneumatische Beaufschlagung des Stellantriebes sicher, dass mit dem Betrieb des Antriebes respektive Stellantriebes ausdrücklich keine fließenden elektrischen Ströme und folglich eine mögliche Funkenbildung verbunden sind. Das ist besonders vor dem Hintergrund von Bedeutung, als in derartigen Schränken und insbesondere Sicherheitsschränken meistens brennbare und explosive Flüssigkeiten bevorratet werden.

Hinzu kommt als weiterer Vorteil, dass die Druckluft zur Beaufschlagung des Stellantriebes vorteilhaft auch dazu genutzt werden kann, das Innere des Schrankes bzw. einen zugehörigen Schrankkorpus im Innern mit einem Über- druck an Luft zu beaufschlagen, welche über eine zusätzliche Absaugeinheit abgeführt wird. Dadurch lässt sich die Entstehung gefährlicher Dämpfe im Innern des Sicherheitsschrankes verhindern. Grundsätzlich kann auch nur die Absaugeinheit mit der Druckluft betrieben bzw. von dieser beaufschlagt werden. Jedenfalls verfügen derartige Schränke im Regelfall ohnehin über eine Druckluftversorgung bzw. einen Druckluftanschluss aus den geschilderten Gründen. Diese ohnehin vorhandene Druckluft kann nun erfindungsgemäß und ergänzend einem zusätzlichen Nuten zugeführt werden, nämlich indem der eine oder die beiden Stellantriebe mit der vorhandenen Druckluft betrieben werden.

Wie bereits dargelegt, fährt der Stellantrieb vorteilhaft nach seiner Stellbewegung und dem Erreichen seiner Stellposition in seine Ruheposition zurück. Um dies besonders einfach und kostengünstig realisieren zu können, ist der Stellantrieb vorteilhaft mit einem Zylinder und einer darin längs verschiebbaren Stellstange ausgebildet. Die Stellstange lässt sich beidseitig mit dem bereits angesprochenen Pneumatikmedium, im Regelfall mit der Druckluft, beaufschlagen. Zu diesem Zweck verfügt der Zylinder vorteilhaft über jeweils Pneumatikmediumanschlüsse jeweils jenseits einer Kolbendichtung, die von der Stellstange durchgriffen wird. Indem nun entweder der eine Pneumatikmedium- anschluss oder der andere Pneuamtikmediumanschluss mit dem Pneumatikmedium, beispielsweise der Druckluft, beaufschlagt wird, kann die Stellstange hin- und herbewegt werden und ist doppelt wirksam.

Im Regelfall kommt jedoch ein einfach wirkender Linear-Stellantrieb als Stellantrieb zum Einsatz. In diesem Fall sorgt das an dem einen Pneumatikmediunnanschluss anstehende Pneumatikmedium dafür, dass die Stellstange in die Stellposition verfährt. Da die Stellstange bei diesem Vorgang gegen den im Stellweg platzierten Anschlag fährt und diesen beaufschlagt, erfährt auch die an den Anschlag angeschlossene Drehflügeltür die gewünschte Stell beweg ung. Durch Beaufschlagung des anderen Pneumatikmediumanschlusses mit dem Pneumatikmedium wird die Stellstange danach in die Ruheposition zurückgefahren . Die Drehflügeltür lässt sich als Folge h iervon manuell h in- und herbewegen.

Zur Beaufschlagung des Stellantriebes ist zumindest ein Betätigungselement vorgesehen. Bei diesem Betätigungselement mag es sich um einen Hand- und/oder Fußschalter handeln. Dieser Hand- und/oder Fußschalter kann außenseitig an dem Schrankkorpus angebracht sein. Meistens korrespondiert eine Beaufschlagung des Hand- und/oder Fußschalters dazu, dass der eine Pneumatikmediumanschluss mit dem Pneumatikmedium beaufschlagt wird und als Folge hiervon die Stellstange von ihrer Ruheposition in die Stellposition überführt wird. Bei diesem Vorgang schlägt die Stellstange an den Anschlag an und nimmt auf diese Weise die Drehflügeltür in die gewünschte Öffnungsposition oder Schließposition mit.

Sobald die Beaufschlagung des Hand- und/oder Fußschalters wegfällt, ist die Auslegung meistens so getroffen, dass der andere Pneumatikmediumanschluss eine Beaufschlagung mit dem Pneumatikmedium erfährt. Als Folge hiervon wird der Stellantrieb nach Erreichen der Stellposition in die Ruheposition zurückgefahren. Die zuvor ausgefahrene Stellstange fährt in den Zylinder zurück. Dadurch entfernt sich die Stellstange von dem Anschlag und kann die Drehflügeltür im Anschluss hieran unmittelbar manuell manipuliert werden.

Der Anschlag für den Stellantrieb ist in der Regel an einem Verbindungselement angeordnet. Dieses Verbindungselement ist verschiebbar in zwei Führungen gelagert. Die Drehflügeltür ist über eine Schubstange an das Verbindungselement angeschlossen. Dadurch, dass der Stellantrieb parallel zu den Führungen angeordnet ist, wird bei seinen Stellbewegungen das Verbindungselement entlang der Führungen beaufschlagt, sobald die Stellstange des Stellantriebes mit dem Anschlag wechselwirkt. Im Allgemeinen ist zusätzlich zu dem im Detail beschriebenen Antrieb noch eine Federeinheit vorgesehen. Diese Federeinheit sorgt dafür, dass die Drehflügeltür zumindest im Schließbetrieb in Richtung ihrer Schließstellung kraftbeaufschlagt überführt wird. Das ist problemlos selbst bei geöffneter Drehflügeltür möglich. Denn nach Wegfall der Beaufschlagung des Hand- und/oder Fußschalters fährt der Stellantrieb in seine Ruheposition zurück. Dann kann beispielsweise die ehemals geöffnete Drehflügeltür entweder manuell oder mit Hilfe der Federeinheit beispielsweise im Brandfall geschlossen werden. Das gelingt ohne erhöhten Kraftaufwand. Denn eine eventuell vom Antrieb aufgebaute Gegenkraft muss von der Federeinheit ausdrücklich nicht überwunden werden. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen: Fig. 1 einen Sicherheitsschrank in einer perspektivischen Übersicht,

Fig. 2 einen Blick auf das Kopfende eines zugehörigen Schrankkorpus perspektivisch und

Fig. 3 ein Detail aus Fig. 2 im Bereich des Stellantriebes.

In den Figuren ist ein Schrank dargestellt, der im gezeigten Beispielfall als Sicherheitsschrank ausgeführt ist. Der Schrank dient zur Bevorratung von lediglich in Fig. 1 angedeuteten Chemikalien 1 . Um die Chemikalien 1 komfortabel im Innern des Schrankes unterzubringen, sind an einen Schrankkorpus 2 im Beispielfall zwei Drehflügeltüren 3 angeschlagen. Die Drehflügeltüren 3 lassen sich synchron mit einem Antrieb 8 und/oder manuell öffnen und schließen, wie nachfolgend noch näher erläutert wird.

Wie üblich weist der Schrankkorpus 2 Seitenwandungen 2a sowie eine Kopfoder Deckenwandung 2b, eine Bodenwandung 2c sowie schließlich eine Rück- wandung 2d auf. Der Schrankkorpus 2 ist insgesamt aus einem hitzebeständigen Material gefertigt, beispielsweise in Sandwichbauweise unter Berücksichtigung von Holz/Kunststoff sowie Metallplatten. Auf diese Weise wird selbst bei einem Brand im Innern des Schrankkorpus 2 ein Austritt der Flammen für eine bestimmte Zeit, beispielsweise 60 Minuten oder 90 Minuten, verhindert. Anhand der Fig . 1 erkennt man, dass die Drehflügeltüren 3 im Beispielfall jeweils um vertikale Achsen 4 drehbar an den Schrankkorpus 2 angeschlossen sind. Beide Drehflügeltüren 3 sind ihrerseits gemeinsam an ein Verbindungselement 5 angeschlossen, welches man besonders in den Fig. 2 und 3 erkennt. Das Verbindungselement 5 arbeitet über Schubstangen 6 auf die Drehflügel- türen 3. Das ist selbstverständlich nicht zwingend. Zwei parallele Führungen 7 jeweils querrandseitig des Verbindungselementes 5 sorgen schließlich dafür, dass das Verbindungselement 5 Linearbewegungen in Querrichtung der Deckenwandung 2b ausführen kann, wie ein Doppelpfeil in der Fig. 2 andeutet.

Tatsächlich ist das Verbindungselennent 5 im Beispielfall im Bereich oder an der Deckenwandung 2b angeordnet. Das Gleiche gilt für den Antrieb 8.

Das Verbindungselement 5 kann grundsätzlich auch geteilt ausgebildet sein. In diesem Fall ist jeder Drehflügeltür 3 jeweils ein eigenes Verbindungselement 5 zugeordnet. Dabei mag die Teilung entlang einer in Fig. 2 angedeuteten Zentralebene Z vorgenommen werden, gegenüber welcher das einteilige Verbindungselement 5 nach dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 spiegelbildlich ausgelegt ist. Das heißt, die Auslegung mag im gezeigten Beispielfall vergleichbar derjenigen in der EP 2 017 420 B1 der Anmelderin sein . Die Variante mit dem geteilten Verbindungselement 5 wird in dem Gebrauchsmuster DE 20 2009 002 534 U1 der Anmelderin beschrieben. Auf beide Dokumente sei ausdrücklich Bezug genommen. Jedenfalls korrespondiert eine lineare Bewegung des einen oder des jeweiligen Verbindungselementes 5 entlang der Führungen 7 zu Öffnungs- und Schließbewegungen der beiden respektive der jeweiligen Drehflügeltür 3.

Von besonderer Bedeutung für die vorliegende Erfindung ist nun der Umstand, dass der bereits angesprochene Antrieb 8 von der Drehflügeltür 3 entkoppelt ist. Tatsächlich erkennt man anhand der perspektivischen Ansicht gemäß Fig. 2, dass zwei Antriebe 8 beidseitig des Verbindungselementes 5 vorgesehen sind. Beide Antriebe 8 sind als Stellantriebe 8 ausgelegt. Außerdem sind die beiden Antriebe 8 von der Drehflügeltür 3 mechanisch entkoppelt, gehen also keine mechanische Verbindung mit der Drehflügeltür 3 an. Vielmehr wechselwirkt der Antrieb 8 bzw. wechselwirken die beiden Antriebe 8 zur Türbetätigung mit einem bzw. zwei der Drehflügeltür 3 zugeordneten Anschlägen 9.

Bei dem Antrieb bzw. Stellantrieb 8 handelt es sich um einen Linearstellantrieb 8. Der Linearstellantrieb 8 dient zur Realisierung einer Öffnungs- und Schließbewegung der Drehflügeltür 3. Zu diesem Zweck kann der Stellantrieb 8 doppeltwirkend ausgelegt sein, das heißt sowohl für eine Öffnungsbewegung als auch eine Schließbewegung der Drehflügeltür 3 sorgen. Das ist jedoch nicht dargestellt.

Vielmehr kommen im Rahmen des Ausführungsbeispiels zwei Stellantriebe 8a, 8b zum Einsatz. Im Detail sind ein Öffnungs-Stellantrieb 8a und ein Schließ- Stellantrieb 8b realisiert. Beide Stellantriebe 8a, 8b finden sich querrandseitig des Verbindungselementes 5. Außerdem sind die beiden Stellantriebe 8a, 8b parallel zu den bereits angesprochenen Führungen 7 für das Verbindungselement 5 angeordnet. Tatsächlich sind sowohl die Führungen 7 als auch die Stellantriebe 8a, 8b an die Deckenwandung 2b des Schrankkorpus 2 ange- schlössen, und zwar vorteilhaft innenwandseitig.

Beide Stellantriebe 8a, 8b arbeiten pneumatisch. Vorliegend werden die beiden Stellantriebe 8a, 8b mit Druckluft betrieben. Zu diesem Zweck setzt sich der jeweilige Stellantrieb 8a, 8b aus einem Zylinder 10 und einer im Zylinder 10 längsverschiebbaren Stellstange 1 1 zusammen. Die Stellstange 1 1 lässt sich beidseitig mit dem Pneumatikmedium, im Ausführungsbeispiel der Druckluft, beaufschlagen. Zu diesem Zweck sind jeweils endseitig des Zylinders 10 Pneumatikanschlüsse 12, 13 realisiert. Sobald Druckluft über den Pneumatik- anschluss 13 ins Innere des Zylinders 10 gelangt, sorgt diese Druckluft dafür, dass die Stallstange 1 1 aus dem Zylinder 10 herausgefahren wird. Denn die Stellstange 10 durchgreift eine nicht ausdrücklich dargestellte Kolbendichtung bzw. ist an diese angeschlossen. Die Kolbendichtung unterteilt das Innere des Zylinders 10 in zwei Kammern . Dabei kommuniziert eine Kammer mit dem

Pneumatikanschluss 12, während die andere Kammer mit dem Pneumatikanschluss 13 verbunden ist.

Sobald nun Druckluft an dem Pneumatikanschluss 13 anliegt, tritt die Druckluft in die zugehörige Kammer ein, welche sich durch die Druckbeaufschlagung vergrößert und die Kolbendichtung in Richtung auf den anderen Pneumatikanschluss 12 verschiebt. Als Folge hiervon wird die Stellstange 1 1 aus dem Zylinder 10 ausgefahren. Nach Abschluss dieses Stellvorganges und Erreichen einer Stellposition seitens der Stellstange 1 1 wird der Stellantrieb 8a, 8b üblicherweise in eine in der Fig. 3 dargestellte Ruheposition zurückgefahren. Zu diesem Zweck wird der Pneumatikanschluss 13 bzw. die zugehörige Kammer des Zylinders 10 geöffnet und demgegenüber der Pneumatikanschluss 12 mit der Druckluft beaufschlagt. Dadurch bewegt sich die Kolbendichtung vom Pneumatikanschluss 12 auf den Pneumatikanschluss 13 zu. Die zuvor ausge- fahrene Stellstange 1 1 wird in den Zylinder 10 zurückgezogen. Zugleich erreicht die Stellstange 1 1 ihre in der Fig. 3 dargestellte Ruheposition am Ende dieses Vorganges.

Um die angesprochenen Stellbewegungen der Stellstange 1 1 bzw. des jeweiligen Stellantriebes 8a, 8b zu initiieren, ist ein Betätigungselement 14 vorgesehen. Bei diesem Betätigungselement 14 handelt es sich im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 um einen Fußschalter 14. Solange der Fußschalter 14 beaufschlagt wird, mag im Beispielfall der Öffnungs-Stellantrieb 8a eine Druckbeaufschlagung dergestalt erfahren, dass seine zugehörige Stell- Stange 1 1 aus dem Zylinder 10 ausgefahren wird. Die ausgefahrene Stellstange 1 1 beaufschlagt den Anschlag 9 am Verbindungselement 5, so dass die zugehörige Drehflügeltür 3 bzw. beide Drehflügeltüren 3 geöffnet werden, wie dies die Fig. 1 darstellt.

Sobald der Fußschalter 14 im Beispielfall nicht mehr beaufschlagt wird, kehrt der Öffnungs-Stellantrieb 8a in seine Ruheposition gemäß Fig. 3 zurück. Jetzt ist der Anschlag 9 am Verbindungselement 5 von der Stellstange 1 1 des Öffnungs- und Stellantriebes 8a frei. Die eine Drehflügeltür 3 (bei einem geteilten Verbindungselement) oder beide Drehflügeltüren 3 lassen sich nun gemeinsam (per Einhandbedienung) manuell in eine gewünschte Position bringen, falls erforderlich.

Zum Schließen der Drehflügeltür 3 bzw. der beiden Drehflügeltüren 3 kann der Fußschalter 14 in eine andere Position bzw. Schaltstellung überführt werden. Diese korrespondiert dazu, dass der Schließ-Stellantrieb 8b auf der dem Öffnungs-Stellantrieb 8a gegenüberliegenden Seite des Verbindungselementes 5 eine Beaufschlagung mit Druckluft erfährt. Der Öffnungs- und Stellantrieb 8a bleibt demgegenüber unbeaufschlagt bzw. wirkungslos. Als Folge hiervon wird die zugehörige Stellstange 1 1 ausgefahren und nimmt über den Anschlag 9 das Verbindungselement 5 im Vergleich zu der zuvor beschriebenen Öffnungsrichtung in Gegenrichtung, der Schließrichtung, mit. Am Ende dieses Vorganges sind beide Drehflügeltüren 3 geschlossen und der zugehörige Schließ-Stellantrieb 8b findet sich erneut in seiner Ruheposition.

In den Fig. 2 und 3 ist schlussendlich noch eine Federeinheit 15 dargestellt, welche dafür sorgt, dass die Drehflügeltüren 3 im Brandfall bzw. bei Überschreiten einer bestimmten Temperatur geschlossen werden, sofern sie sich in geöffnetem Zustand befinden. Die Federeinheit 15 sorgt also dafür, dass die eine Drehflügeltür 3 bzw. die beiden Drehflügeltüren 3 zumindest im Schließbetrieb in Richtung ihrer Schließstellung kraftbeaufschlagt werden. Der Schließbetrieb korrespond iert zum bereits angesprochenen Brandfall . Die Fun ktionsweise mag dabei vergleichbar derjen igen sein , wie sie in der

EP 2 017 420 B1 der Anmelderin oder auch dem bereits angesprochenen Gebrauchsmuster DE 20 2009 002 534 U1 beschrieben worden ist.

Jedenfalls ist die Funktionalität der Federeinheit 15 in keinster Weise durch den erfindungsgemäß realisierten Antrieb beeinträchtigt. Denn der Antrieb 8 ist - wie beschrieben - als von der jeweiligen Drehflügeltür 3 mechanisch entkoppelter Stellantrieb 8 ausgebildet. Das heißt, die Federeinheit 15 kann die eine Drehflügeltür bzw. die beiden Drehflügeltüren 3 im Schließbetrieb problemlos in die Schließstellung überführen, ohne dass etwaige Gegenkräfte seitens des Antriebes 8 überwunden werden müssen. Denn der zugehörige Stellantrieb 8 befindet sich in diesem Fall in seiner Ruheposition, welche der Schließbewegung der Drehflügeltür bzw. der beiden Drehflügeltüren 3 keinen Widerstand entgegensetzt.