STUFFEL, Andreas (Berliner Str. 3, Bückeburg, 31675, DE)
HERZOG, Roman (Quellwiese 76, Osnabrück, 49080, DE)
LIMBERG, Guido (Stiftweg 12, Bad Salzuflen, 32108, DE)
KÄTHLER, Andreas (Tännesberger Weg 9, Kirchlengern, 32278, DE)
STUFFEL, Andreas (Berliner Str. 3, Bückeburg, 31675, DE)
HERZOG, Roman (Quellwiese 76, Osnabrück, 49080, DE)
LIMBERG, Guido (Stiftweg 12, Bad Salzuflen, 32108, DE)
| Ansprüche 1. Schrankmöbel mit einem Auszugsteil(l), vorzugsweise einem Schubkasten, wobei das Auszugsteil (1) mit Laufschienen (4) von Auszugsführungen (2) verbunden und in allen Koordinatenrichtungen gegenüber den Laufschienen (4) fixiert und bei Bedarf werkzeuglos von den Laufschienen (4) trennbar ist, wobei das Auszugsteil (1) im rückseitigen Bereich gegen Abheben von und gegen Querverschieben relativ zu den Laufschienen (4) gesichert ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Koppelung des Auszugsteiles (1) mit den vorderen Endbereichen der Laufschienen (4) jeweils ein am Auszugsteil (1) oder an den Laufschienen (4) befestigtes Formteil (6) vorgesehen ist, wobei jedes Formteil (6) zwei parallel zueinander verlaufende, einen Abstand zueinander aufweisende und die jeweilige Laufschiene (4) im Bereich eines zur Laufschienen-Vorderseite hin offenen Längsschlitz (16) oder einen am zu koppelnden Auszugsteii (1) korrespondierenden und zur Auszugsteil-Rückseite hin offenen Längsschlitz (16) durchtretende Federstege (12) aufweist, die an ihren den Längsschlitz (16) durchtretenden Enden gegensinnig zueinander abgespreizte Laschen (13) aufweisen und an ihren der Öffnung des jeweiligen Längsschiitzes (16) zugewandten Enden mit ebenfalls gegensinnig zueinander abgespreizten Halteschenkeln (14) ausgestattet sind , welche sich innerhalb des jeweiligen Längsschlitzes (16) entgegen einer Verschiebung in Richtung der Vorderseite der Laufschienen (4) hin form- und/oder kraftschlüssig abstützen. 2. Schrankmöbel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Halteschenkel (14) an sägezahnartigen Rastzähnen (20) im Randbereich des Längschlitzes ( 6) abgestützt sind. 3. Schrankmöbel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Hai- teschenkel (14) durch Einschneiden in geradlinige Seitenflanken (21) des Längsschlitzes (16) fixiert sind. 4. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die an den die Längsschlitze (16) durchtretenden Enden der Federstege (12) vorgesehenen Laschen (13) über die seitliche Begrenzung des Längsschlitzes (16) hinaus vorstehen. 5. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federstege (12) den Längschlitz ( 6) innerhalb eines Abschnittes (22) spielfrei oder nahezu spielfrei durchtreten. 6. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den in Einschubrichtung gesehen vorderen Enden der Federstege (12) aufeinander zu gewandt abgewinkelte Führungslaschen (15) zur Erleichterung des Einführens der Formteile (6) in die Längschlitze (16) vorgesehen sind. 7. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Längschlitz (16) in seinem offenen Endbereich mit einer Einführöffnung ( 7) versehen und diese Einführöffnung (17) durch Einlaufschrägen (18) erweitert ist. 8. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formteile (6) mittelbar oder unmittelbar am Auszugsteil (1) oder an den Laufschienen (4) verbunden sind. 9. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formteile (6) jeweils mit einem fest mit dem Auszugsteil (1) verbundenen Adapter (7) verbunden sind. 10. Schrankmöbel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Formteile (6) auf eine horizontal ausgestellte Zunge (9) der Adapter (7) aufgeschoben und durch Rastzungen (10), die in Aussparungen (11) der Zungen (9) eingreifen, gegen Verschieben gesichert sind. 11. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Formteile (6) quer zur Längsrichtung der Laufschiene (4) unverschiebbar und das weitere Formteil (6) in einer Richtung quer zur Längsachse der Laufschiene (4) in Grenzen verschiebbar ist. 12. Schrankmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in den einander gegenüberliegenden Flankenbereichen des Längschlitzes (16) angeordneten Rastzähne (20) spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet sind. 13. Schrankmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die an einander gegenüberliegenden Flanken des Längschlitzes (16) vorgesehenen Rastzähne (20) in Längsrichtung der Laufschiene (4) gegeneinander versetzt angeordnet sind. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schrankmöbel mit einem Auszugsteil, vorzugsweise einem Schubkasten, wobei das Auszugsteil mit Laufschienen von Auszugsführungen verbunden und in allen Koordinatenrichtungen gegenüber den Laufschienen fixiert und bei Bedarf werkzeuglos von den Laufschienen trennbar ist, wobei das Auszugsteil im rückseitigen Bereich gegen Abheben von und gegen Querverschieben relativ zu den Laufschienen gesichert ist. Schrankmöbel der gattungsgemäßen Art sind an sich bekannt und bieten generell den Vorteil, dass ein Auszugsteil auf einfache Art und Weise gegenüber den Laufschienen von Auszugsführungen fixierbar und bei Bedarf auch ebenso problemlos und ohne die Zuhilfenahme von Werkzeugen von den Laufschienen trennbar ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schrankmöbel der gattungsgemäßen Art zu schaffen, bei dem die lösbare Verbindung zwischen dem Auszugsteil und den Laufschienen mit konstruktiv äußerst einfachen Mitteln verwirklicht ist und eine eventuelle Trennung des Auszugsteiles von den Laufschienen auch von technisch ungeübten Personen problemlos möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zur Koppelung des Auszugsteiles mit den vorderen Endbereichen der Laufschienen jeweils ein am Auszugsteil oder an den Laufschienen befestigtes Formteil vorgesehen ist, wo- bei jedes Formteil zwei parallel zueinander verlaufende, einen Abstand zueinander aufweisende und die jeweilige Laufschiene im Bereich eines zur Laufschienen-Vorderseite hin offenen Längsschlitz oder einen am zu koppelnden Auszugsteil korrespondierenden und zur Auszugsteil-Rückseite hin offenen Längsschlitz durchtretende Federstege aufweist, die an ihren den Längsschlitz durchtretenden Enden gegensinnig zueinander abgespreizte Laschen aufweisen und an ihren der Öffnung des jeweiligen Längsschlitzes zugewandten Enden mit ebenfalls gegensinnig zueinander abgespreizten Halteschenkeln ausgestattet sind, welche sich innerhalb des jeweiligen Längsschlitzes entgegen einer Verschiebung in Richtung der Vorderseite der Laufschienen hin form- und/oder kraftschlüssig abstützen.
Für die lösbare Festlegung eines Auszugsteiles an den Laufschienen von Auszugsführungen werden gemäß vorliegender Erfindung zusätzlich zu den ohnehin bekannten Mitteln im rückseitigen Endbereich der Laufschienen lediglich noch zwei Formteile benötigt, die in den vorderen Endbereichen des Auszugsteiles an diesem festgelegt sind und die nach der Koppelung mit den Laufschienen das Auszugsteil in alle drei Koordinatenrichtungen fixieren. Die alternative Lösung sieht vor, die Formteile in den vorderseitigen Bereichen der Laufschienen festzulegen und diese nach der Koppelung mit dem Auszugsteil in einem zur Rückseite des Auszugsteiles hin offenen Längsschlitz des Auszugsteiles in alle drei Koordinatenrichtungen zu fixieren. Soll das Auszugsteil bei Bedarf von den Laufschienen abgenommen werden, kann dies dadurch erfolgen, dass das Auszugsteil in seinem vorderen Endbereich gegenüber den Laufschienen nach oben angehoben wird, wodurch die Trennung der Formteile von den Laufschienen herbeigeführt wird. Dies ist dadurch möglich, dass die an den die Längsschlitze durchtretenden Enden der Federstege abgespreizten Laschen bei der Ausübung von nach oben gerichteten Kräften durch das Anheben des Auszugsteiles aufgrund der federnden Eigenschaften der Federstege zusammengedrückt werden und durch den jeweiligen Längsschlitz hindurchgezogen werden können. Ein unbeabsichtigtes Lösen in diese Richtung ist hingegen völlig ausgeschlossen, da im normalen Betrieb, d.h., beim Herausziehen oder Einschieben eines Auszugsteiles, entsprechende Kräfte nicht oder nur in einem Größenordnungsbereich auftreten, der nicht geeignet ist, die abgespreizten Laschen an den unteren Enden der Federstege so weit zusammenzudrücken, dass diese durch den jeweiligen Längsschlitz nach oben hindurchgeführt werden können.
Sobald bei bewusster Manipulation das Auszugsteil im vorderen Endbereich - wie vorstehend beschrieben - von den Laufschienen getrennt ist, kann das Auszugsteil in Längsrichtung der Laufschienen völlig von diesen abgezogen werden, da im hinteren Endbereich eine Fixierung des Auszugsteiles gegenüber den Laufschienen nur quer zu den Längsachsen der Laufschienen erfolgt und somit ein behinderungsfreies Abziehen in Längsrichtung der Laufschienen möglich ist. Soll das Auszugsteil wieder mit den Laufschienen gekoppelt werden, wird das Auszugsteil in einer horizontalen Position auf die Laufschienen aufgesetzt, in der die beiden Formteile sich vor den offenen Enden der Längsschlitze befänden. Nun kann durch Verschieben des Auszugsteiles in Einschubrichtung das jeweilige Formteil mit seinen Federstegen in die dafür vorgesehenen Längs- schlitze eingeschoben werden, wobei die an den die Längsschlitze durchtretenden Enden der Federstege vorgesehenen, gegensinnig zueinander abgespreizten Laschen die Laufschienen im Bereich der Längsschiitze hintergreifen und somit ein unbeabsichtigtes Abheben des Auszugsteiles von den Laufschienen verhindern. Die an den der jeweiligen Öffnung der Längsschlitze zugewandten Enden der Federstege vorgesehenen Halteschenkel werden beim Einführen in die Längsschlitze zusammengepresst und können sich dann innerhalb des Längsschlitzes form- und/oder kraftschlüssig in den Längsschlitzen abstützen. Dadurch ist das Auszugsteil sicher gegen eine Relativverschiebung gegenüber den Laufschienen fixiert, so dass das Auszugsteil in allen denkbaren Koordinatenrichtungen gegenüber den Laufschienen festgelegt ist.
Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1 eine schematisch dargestellte Seitenansicht eines Auszugsteiles in Form eines Schubkastens eines nicht dargestellten Schrankmöbels in gekoppelter Anordnung auf zwei parallel angeordneten Auszugsführungen
Figur 2 eine der Figur 1 entsprechende Seitenansicht des Auszugsteiles in einer ersten Lösesteliung
Figur 3 eine den Figuren 1 und 2 entsprechende weitere Seitenansicht des Auszugsteiles in einer 2. Lösestellung
Figur 4 eine schematisch dargestellte Unteransicht auf das Auszugsteil gemäß den Figuren 1 bis 3 in einer Vormontagestellung
Figur 5 eine vergrößerte Darstellung der in Figur 4 mit V bezeichneten
Einzelheit
Figur 6 eine der Figur 4 entsprechende Unteransicht auf das Auszugsteii in endgültiger Montagestellung Figur 7 eine vergrößerte Darstellung der in Figur 6 mit VII bezeichneten Einzelheit Figur 8 eine perspektivische Teildarstellung einer Auszugsführung mit einem an einem Auszugsteil gemäß den Figuren 1 bis 7 festgelegten, der Übersichtlichkeit halber aber nicht dargestellten Auszugsteil mit einem Formteil zur Kopplung des Adapters und damit des Auszugsteiles mit einer Laufschiene der Auszugsführung
Figur 9 eine perspektivische Darstellung der Auszugsführung und des
Adapters nebst dem Formten aus einer der Figur 8 entgegengesetzten Blickrichtung
Figuren
10a - 10f verschiedene Detaildarstellungen einer Laufschiene einer Auszugsführung mit einem daran gekoppelten Formteil
Figuren
11a - 11c verschiedene Ansichten der Laufschiene und des Formteiles in einer der Figur 10a entsprechenden Blickrichtung
Figuren
12a - 12f verschiedene Detaildarstellungen einer Laufschiene und eines daran gekoppelten Formteiles nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung
Figuren
13a - 13c verschiedene Ansichten der Laufschiene und des Formteiles in einer Blickrichtung gemäß der Figur 12a
Figuren
14a - 14f verschiedene Ansichten eines Formteiles
Figur 15 einen Teilschnitt durch den Verbindungsbereich eines Formteiles mit einem Adapter eines Auszugsteiles Figur 16 einen der Figur 15 entsprechenden Teilschnitt mit einer in Grenzen verschiebbaren Verbindung zwischen Formteil und Adapter. In den Figuren 1 bis 7 ist mit dem Bezugszeichen 1 insgesamt ein Auszugsteil eines nicht weiter dargestellten Schrankmöbels bezeichnet, welches im konkreten Ausführungsbeispiel als Schubkasten ausgebildet ist. Das Auszugsteil 1 wird in an sich bekannter Weise über Auszugsführungen 2 im Korpus eines Schrankmöbels längs verschiebbar gehalten und geführt.
Die Auszugsführungen 2 sind dabei jeweils im Bereich der beiden Längsseiten des Auszugsteiles 1 angeordnet und umfassen mindestens eine korpusseitig festlegbare Führungsschiene 3 und eine mit dem Auszugsteii 1 verbindbare
Laufschiene 4, gegebenenfalls weisen die Auszugsführungen 2 aber auch noch eine hier von untergeordneter Bedeutung anzusehende, auszugsverlängernde Mittelschiene auf. Die Verbindung des Auszugsteiles 1 mit den Laufschienen 4 der Auszugsführungen 2 erfolgt im hinteren Bereich der Laufschienen 4 und des Auszugsteiles 1 über sogenannte Fanghaken 5, die im hinteren Endbereich an den Laufschienen 4 vorgesehen sind und über in den Zeichnungen nicht dargestellte Öffnungen im hinteren Endbereich des Auszugsteiles 1 , in welches die Fang- haken 5 jeder Laufschiene 4 bei montiertem Auszugsteil 1 in diese Öffnungen eingreifen. Diese Verbindungstechnik im hinteren Endbereich ist an sich bekannt und deshalb nicht in weiteren Details dargestellt Festzuhalten bleibt, dass durch die Fanghaken 5 im hinteren Endbereich der Laufschienen 4 und deren Eingreifen in die rückseitigen Öffnungen des Auszugsteiles 1 dieses im hinteren Endbereich relativ zu den Laufschienen 4 sowohl gegen vertikales wie auch horizontales Verschieben quer zur Längsachse der Laufschienen 4 gesichert ist. Eine Festlegung des Auszugsteiles 1 in Längsrichtung der Laufschienen 4 wird durch die Fanghaken 5 nicht ermöglicht. Statt der beschriebenen Verbindung des Auszugsteiles 1 im hinteren Endbereich der Laufschienen 4 können selbstverständlich auch andere Varianten bekannter Art Verwendung finden.
Im vorderen Endbereich erfolgt die Verbindung des Auszugsteiies 1 mit den Laufschienen 4 über Formteile 6, die am Auszugsteil 1 unmittelbar oder mittelbar an Adaptern 7 befestigt sind, wobei die Adapter 7 fest mit dem Auszugsteil 1 in bekannterweise verbunden sind. Die Formteile 6, die vorzugsweise einstückig aus einem Metail, bevorzugt aus Federstahl, hergestellt sind, weisen im Verbindungsbereich zum Adapter 7 eine Tasche 8 auf, in die eine aus dem Adapter 7 herausgestellte Zunge 9 eingreift. Dies zeigen insbesondere die Figuren 15 und 16.
Dabei ist die jeweils die Zunge 9 oberseitig überdeckende Materiallage des Formteiles 6 mit einer in Richtung der Tasche 8 vorstehenden Rastzunge 10 versehen, die in eine Aussparung 11 der jeweiligen Zunge 9 eingreift. Dabei kann die Aussparung 1 so dimensioniert sein, dass eine Verschiebung des Formteiies 7 nach dem Einrasten der Rastzunge 10 in die Aussparung 11 nicht mehr möglich ist, ebenso ist es aber auch denkbar, die Aussparung 11 derart zu dimensionieren, dass eine geringe Verschiebemöglichkeit des Formteiles 6 quer zur Längsachse der Laufschiene 4 noch möglich ist, wie dies in Figur 16 gezeigt ist. Bevorzugt ist im Gesamtkonzept der vorliegenden Erfindung eine Ausführungsform, bei der ein Formteil 6 unverschiebbar und das andere Formten 6 in Grenzen verschiebbar ist, um einen Toleranzausgleich zwischen den beiden in einem Abstand zueinander angeordneten Laufschienen 4 zu ermöglichen. Jedes Formteil 6 ist mit zwei parallel zueinander verlaufenden und einen Abstand zueinander aufweisenden Federstegen 12 versehen, die an ihren unteren Enden gegensännig zueinander abgespreizte Laschen 13 aufweisen.
An ihren der Vorderseite der Laufschienen 4 zugewandten Enden sind die Fe- derstege 12 mit ebenfalls gegensinnig zueinander abgespreizten Halteschenkeln 14 ausgestattet.
An ihren in Einschubrichtung gesehen vorderen Enden sind die Federstege 12 mit Führungslaschen 15 ausgestattet, die aufeinander zuweisend von den Fe- derstegen 12 ausgehend abgewinkelt sind.
Diese konstruktive Ausgestaltung der Formteile 6 ergibt sich insbesondere sehr anschaulich aus den Figuren 14a bis 14 f. Die Laufschienen 4 sind jeweils mit einem zu ihrem vorderen Ende hin offenen Längsschlitz 16 ausgestattet. Dabei ist der jeweilige Längsschlitz 16 mit einer Einführöffnung 7 ausgestattet, deren Breite kleiner ist als der Abstand der freien Enden der gegeneinander abgespreizten Halteschenkel 14. Zur Vorder- seite der Laufschiene 4 hin gesehen ist die jeweilige Einführöffnung 17 durch Einführschrägen 18 begrenzt.
Durch die aufeinander zu weisenden Führungslaschen 15 und die Einführ- schrägen 18 kann das Formteil 6 sicher in den Längsschlitz 16 der jeweiligen Laufschiene 4 eingeführt werden. Da jedes Formteil 6 mit dem Auszugsteil 1 in Einschubrichtung fest verbunden ist, wird jedes Formteil 6 beim Einschieben des Auszugsteiles 1 in einen Möbelkorpus bis zu einer Endbegrenzung des Einschubweges des Auszugsteiles 1 in den jeweiligen Längsschlitz 16 hinein verschoben. In diesem eingeschobenen Zustand stützen sich die freien Enden der Halteschenkel 14 in einem gegenüber der Einführöffnung 17 erweiterten Bereich 19 des Längsschlitzes 16 ab, wobei dies wie beim Ausführungsbeispiel der Erfindung nach den Figuren 1 a bis 11c an Rastzähnen 20 oder durch Einschneiden der Außenkanten der Halteschenkel 14 an geraden Flanken 21 des erweiterten Bereiches 19 des Längsschlitzes 16 erfolgen kann, mit anderen Worten kann die Verankerung oder Festlegung bzw. Abstützung der Halteschenkel 14 gegen Zurückschieben des Formteiles 6 form- und/oder kraftschlüssig erfolgen. Auf diese Weise ist das Auszugsteil 1 nach dem ersten vollständigen Einschieben in einen Möbelkorpus gegen eine Längsverschiebung relativ zur Laufschiene 4 gesichert.
Die Federstege 12 der Formteile 6 liegen im eingeschobenen Zustand in einem Abschnitt 22 des Längschlitzes 16, dessen Breite dem Abstand der beiden Federstege 12 entspricht und dessen Länge so bemessen ist, dass die Laschen 13 schon in der Position in den Abschnitt 22 eingelaufen sind, wenn die Halteschenkel 14 die Einführöffnung 17 durchlaufen haben, was die Figuren 13, 15 und 6 deutlich zeigen. Bei dem Ausführungsbeispiel mit Rastzähnen 20 wird der Abschnitt 22 im Bereich der Rastzähne 20 durch die Zahnspitzen an den gegenüberliegenden Flanken des Längsschlitzes 16 bemessen. Dadurch ist das Auszugsteil 1 gegen horizontale Querverschiebung relativ zur Laufschiene 4 fixiert. Das Abheben des Auszugsteiles 1 von der Laufschiene 4 wird verhindert durch die an den unteren Enden der Federstege 12 gegensinnig zueinander abgespreizten Laschen 13, was sich ebenfalls eindeutig aus den Figuren 15 und 16 ergibt. Damit ist ein Auszugsteil 1 nach erfolgter Montage in alle Koordinatenrichtungen gegenüber Verschiebung relativ zur Laufschiene 4 fixiert. Für den Fall einer erforderlich oder wünschenswert erscheinenden Demontage genügt es, das Auszugsteil in seinem vorderen Endbereich nach oben anzuheben, wie in Figur 2 angedeutet. Bei diesem Anheben werden die Laschen 13 aufgrund der Federfähigkeit des gesamten Formteiles zusammengedrückt und durch den verengten Abschnitt 22 des Längschlitzes 16 hindurchbewegt. Damit ist das Auszugsteil 1 von den vorderen Endbereichen der Laufschienen 4 getrennt und kann nun, wie in Figur 3 dargestellt, durch weiteres Herausziehen aus einem Möbelkorpus vollständig von den Laufschienen 4 getrennt werden, da das Auszugsteil 1 problemlos von den hinteren Fanghaken 5 der Laufschienen 4 abgezogen werden kann.
Soll das Auszugsteil 1 wieder montiert werden, genügt es, das Auszugsteil 1 in einer horizontalen Position auf die Laufschienen 4 aufzusetzen, in der sich die Formteile 6 noch außerhalb der Längsschlitze 6 befinden, so wie dies in Figuren 4 und 5 deutlich gezeigt ist. Durch Einschieben des Auszugsteiles 1 gelangen die Fanghaken 5 in den Eingriffsbereich zu den rückseitigen Öffnungen des Auszugsteiles 1 und die Formteile 6 werden durch die Einführöffnung 17 unter vorübergehender Zusammendrückung der hinteren Halteschenkel 14 in den Bereich des Längschlitzes 6 eingeführt und dann in der oben beschriebenen Weise gegenüber den Laufschienen 4 fixiert.
Es wurde weiter oben schon beschrieben, dass eines der Formteile 6 in gewissen Grenzen gegenüber einer Laufschiene 4 seitlich beweglich ist, so dass To- leranzen bei unterschiedlichen Abständen der Laufschienen 4 zueinander ausgeglichen werden können. Das Einfädeln der Formteile 6 in die Längschlitze 16 wird dabei durch die Einführschrägen 18 einerseits und die eine Einführspitze bildenden Führungslaschen 5 vereinfacht. In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Formteile 6 an den erwähnten Zungen 9 eines Adapters 7 festgelegt, wobei der Adapter 7 seinerseits fest mit dem Auszugsteil 1 verbunden ist.
Die Adapter 7 dienen in an sich bekannter Weise zur AbStützung von Seiten- zargen, es sei aber darauf hingewiesen, dass für den Fall, dass ein Auszugsteil anders aufgebaut ist und keine Adapter aufweist, die Formteile 6 auch unmittelbar am Auszugsteil befestigt sein können. Die Rastzähne 20, an denen sich die Enden der Halteschenkel 14 abstützen, können, wie beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 11a bis 11c, zu beiden Seiten des Längschiitzes 16 symmetrisch angeordnet sein, es besteht aber auch die Möglichkeit, die Rastzähne 20 in Längsrichtung des Längschlitzes 16 gegeneinander versetzt anzuordnen, so dass eine feinere Rastung erzielbar ist, ohne dass eine extrem feine Teilung der Rastzähne 20 erforderlich ist, wobei in diesen Anordnungen jeweils nur ein Halteschenkel 14 an dem korrespondierendem Rastzahn 20 eingreift. Die versetzten Rastzähne 20 zeigen die Figuren 5 und 7 sehr deutlich, wobei in Figur 7 der Eingriff eines Halteschenkels 14 am Rastzahn 20 dargestellt ist.
Eine alternative Lösung zu den dargestellten Ausführungsbeispielen besteht darin, dass die Formteile 6 auch an den Laufschienen 4 befestigt sein können, wobei auch hier wiederum von Vorteil ist, wenn ein Formteil 6 fest und das andere Formteil 6 in Grenzen quer verschiebbar an der zugehörigen Laufschiene befestigt ist. In diesem Falle sind dann Teile des Auszugsteiles 1 oder an diesem festgelegte Adapter 7 mit Längsschlitzen 16 zu versehen, die zur Auszugsteil-Rückseite hin offen sind. Es handelt sich dabei praktisch um eine kinematische Umkehr des Konstruktionsprinzips nach den beschriebenen Ausführungsbeispielen.
Bezugszeichenliste
1 Auszugsteil
2 Auszugsführung
3 Führungsschiene
4 Laufschiene
5 Fanghaken
6 Formteil
7 Adapter
8 Tasche
9 Zunge
10 Rastzunge
11 Aussparung
12 Federsteg
13 Lasche
14 Haiteschenkel
15 Führungslasche
16 Längsschlitz
17 Einführöffnung
18 Einführschräge 9 Bereich
20 Rastzahn
21 Flanke
22 Abschnitt
