1. Kabelbaumfertigungsfeld zur Herstellung eines Kabelbaums 4, bestehend aus wenigstens einem länglichen, etwa vertikal ausgerich- teten Ständer 1 ,
- der mit einem Fuß 11 auf einer Verlegeplatte 2 befestigbar ist, und an seiner Spitze 12
- entweder eine Aufnahme 31 trägt, die zum Aufnehmen eines Funktionselementes 5 dient, das mit dem Kabelbaum 4 verbun- den ist,
- oder eine Kabelverlegehilfe 32 zur direkten Führung des Kabelbaums 4 trägt dadurch gekennzeichnet, dass
- die Aufnahme 31 oder die Kabelverlegehilfe 32 auf die Spitze 12 aufsteckbar ist und
- die Form der Spitze 12 komplementär zu einer Ausnehmung 33 an der Unterseite der Aufnahme 31 oder der Unterseite der Kabelverlegehilfe 32 ist.
2. Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze als ein Profilabschnitt geformt ist.
3. Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil der Spitze 12 ein Dreieck oder ein Viereck oder eine Sechseck oder ein anderes Polygon oder ein Oval oder ein Kreis oder ein Stern oder ein Zahnrad ist.
4. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze 12 als Kegel oder als Kegelstumpf geformt ist
5. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Spitze 12 und Ausnehmung 33 als ein Bajonettverschluss geformt sind.
6. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung 33 eine Rastnase trägt, die in eine komplementäre Vertiefung oder öffnung in der Spitze 12 einrastbar ist.
7. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ausnehmung 33 eine
Klemmschraube in etwa senkrecht zu deren Längsachse angeordnet ist und von außen her zugänglich ist.
8. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme 31 eine horizontale Platte aufweist, die etwa senkrecht zur Längsachse ihrer Ausnehmung 33 ausgerichtet ist.
9. Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontale Platte wenigstens einen seitlichen Rand aufweist.
10. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme 31 als Zwi- schenhalterung geformt ist für andere Aufnahmen oder Kabelverle- gehilfen, die eine andere, nicht systemkonforme Befestigungen aufweisen.
11. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelverlegehilfe 32 ein gekrümmter Abschnitt einer Rinne ist.
12. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelverlegehilfe 32 eine Kabelhalterung oder ein Kabelclips oder eine Kabelbefestigung oder eine Kabelschelle oder ein Kabelverbinder oder eine Kabelführung oder eine Kabeltülle oder ein Schlauch oder ein Wickelband oder eine Kabeldurchführung oder eine Boxenplombe oder eine Durchziehplombe oder eine Kabelmarkierung ist.
13. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fuß 11 mit einer elektrisch leitfähigen Schicht auf der Verlegeplatte 2 verbunden ist und durch den Ständer 1 eine elektrisch leitende Verbindung bis zur Spitze 12 verläuft und die Spitze 12 einen Kontakt aufweist, der eine elektrisch leitende Verbindung zu einem komplementären Kontakt in einer Aufnahme 31 herstellt.
14. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Ständer eine Prüfeinrichtung für den Kabelbaum 4 einbaubar ist.
15. Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfeinrichtung elektrisch arbeitet.
16. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Energiespeicher in wenigstens einen Ständer 1 integrierbar ist.
17. Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher
- ein Akkumulator und/oder
- ein Kondensator und/oder - eine Batterie ist.
18. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Energiewandler in wenigs- tens einen Ständer 1 integrierbar ist.
19. Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiewandler - ein Piezoelement und/oder
- eine Magnetspule und/oder
- ein Solarmodul ist.
20. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Energieversorgung der einzelnen Ständer 1 die Verlegeplatte 2 mit zwei elektrisch leitenden und voneinander isolierten Schichten 21 und 22 versehen ist, die mit den beiden Polen einer elektrischen Versorgungsspannung verbun- den sind und jeder Fuß 11 mit beiden Schichten 21 und 22 elektrisch leitend verbunden ist.
21.Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel der Ständer 1 auf der Verlegeplatte 2 die elektrische Verbindung zu den beiden leitenden Schichten sind.
22. Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel Schrauben sind, von denen - wenigstens eine erste Schraube 61 so lang ist, dass sie die näher gelegene, elektrisch leitende Schicht 21 der Verlegeplatte 2 durchbricht und so kurz, dass sie von der zweiten, elektrisch leitenden Schicht 22 beabstandet ist und - wenigstens eine zweite Schraube 62 länger als die erste Schraube 61 ist und zwar so lang, dass sie die ferner gelegene, elektrisch leitende Schicht 22 durchbricht und zur ersten, elektrisch leitenden Schicht 21 beabstandet ist oder davon elektrisch isoliert ist.
23. Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben von der bestückten Seite der Verlegeplatte 2 her eingeschraubt sind.
24. Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben von der unbestück- ten Seite der Verlegeplatte 2 her eingeschraubt sind.
25. Kabelbaumfertigungsfeld nach den vorhergehenden Ansprüchen 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben in eine elektrisch leitende Schicht eingesenkt sind.
26. Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite, längere Schraube 62 auf ihrem Schaft einen isolierenden Abstandshalter aufweist.
27. Kabelbaumfertigungsfeld nach dem vorhergehenden Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die näher gelegene, erste, elektrisch leitende Schicht 21 öffnungen aufweist, durch welche die zweiten Schrauben 62 einschraubbar und beabstandet zur ersten Schicht 21 sind.
28. Kabelbaumfertigungsfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fuß 11 einen länglichen Zapfen aufweist, der in die Platte 2 hineinragt und zwei voneinander isolierte Kontakte aufweist, die mit der ersten elektrisch leitenden Schicht 21 und der zweiten, elektrisch leitenden Schicht 22 jeweils einen Kontakt aufweisen. |
Kabelbaumfertigungsfeld
Die Erfindung bezieht sich auf ein Kabelbaumfertigungsfeld zur Herstellung eines Kabelbaums, bestehend aus wenigstens einem länglichen, etwa vertikal ausgerichteten Ständer, der mit einem Fuß auf einer Verlegeplatte befestigbar ist, und an seiner Spitze entweder eine Aufnahme trägt, die zum Aufnehmen eines Funktionselementes dient, das mit dem Kabelbaum verbunden ist, oder eine Kabelverlegehilfe zur direkten Führung des Kabelbaums trägt.
Ein Kabelbaum ist ein Strang von Kabeln, die Signale zur Information oder Ströme zur Energieversorgung übertragen. Unter dem Begriff „Kabel" sind hier mit Isolierstoff ummantelte Drähte aus Kupfer, Aluminium oder anderen Metallen ebenso zu verstehen, wie Koaxialkabel, Hohlwellenleiter und Lichtleitkabel wie z. B. Glasfaserkabel oder auch stahlverseilte Leiter. Die Kabel werden durch Schellen, Kabelbinder, Schläuche oder ähnliches zusammengehalten und der fertige Kabelbaum verbindet mehrere Funktionselemente wie Stecker, Verbinder, Schalter oder Leuchten miteinander. Oft ist die Form des Kabelbaums speziellen, räumlichen Erfordernissen beim Einbau anzu- passen.
Vor allem im Automobilbau aber auch für elektrische Geräte werden zahlreiche Kabelbäume eingesetzt, die zum Beispiel in Kraftfahrzeugen nach aktuellem Stand der Technik Kabel mit einer Gesamtlänge von mehreren Kilometern enthalten können. Dabei ist durch mögliche
Varianten der elektrischen Ausstattung auch für ansonsten gleiche Fahrzeuge oder gleiche Geräte eine Anzahl von verschiedenen Kabelbäumen erforderlich.
Die Kabel werden auf einer speziellen Werkbank oder auf einem Verlegebrett zu einem Kabelbaum zusammengesetzt, miteinander ver-
klammert, umwickelt oder anderweitig mechanisch verbunden und an ihren Endpunkten mit den Funktionselementen elektrisch verbunden. Gemäß aktuellem Stand der Technik sind die Funktionselemente in den Aufnahmen von Montagestationen festgehalten und zur Führung und Abwinklung der Kabel sind Kabelverlegehilfen auf der Verlegeplatte angeordnet. Diese Verlegehilfen sind im einfachsten Fall Nägel, die zum Teil in die Verlegeplatte eingeschlagen sind, auf aktuellem Stand der Technik jedoch meist säulenartige Elemente, die eine Gabel oder eine Aufnahme, wie z.B. einen Führungswinkel tra- gen. Auf der Gabel ruht der Kabelbaum und auf der Aufnahme ein
Funktionselement in einem Kabelbaum.
Grund für die erhöhte Anordnung der Gabeln und der Funktionselemente sind, dass Werkzeuge zum Teil von mehreren Seiten des Funktionselementes angreifen müssen oder Halteklemmen auf dem
Kabelbaum aufzustecken sind. Dafür sind Eingriffe von der Unterseite her erforderlich. Wenn die Kabelbäume mit Gewebeband umwickelt werden müssen, muss die Bandrolle wiederholt um das Kabel herum geführt werden.
Weitere, erforderliche Bearbeitungsschritte können das Einfädeln von Leitungen in Schläuche, das Anschlagen von Kontakten an die Leitungen, insbesondere die Verbindung von einem Kontakt mit zwei Leitungen und das Ineinanderstecken von Schläuchen sein.
Nach aktuellem Stand der Technik existieren verschiedene Varianten von Kabelbaumfertigungsfeldem und sogar Funktionselemente, die auf die Fertigungseinrichtungen eines Kabelbaumfertigungsfeldes angepasst sind. So beschreibt z. B. US 5,945,635, Coutaro Suzuki, einen speziellen Kabelverbinder, der in Aufnahmen auf einem säulenartigen Ständer passt.
Dabei ist es bekannt, dass jede säulenartige Montagestation aus einem Ständer besteht, der unten mit einem Fuß auf der Verlegeplatte befestigt ist und an seinem oberen Ende eine Aufnahme für ein Funktionselement oder eine Kabelverlegehilfe trägt. Sowohl Aufnahmen als auch Kabelverlegehilfen werden in zahlreichen Varianten benötigt.
Durch die große Anzahl der möglichen Variationen bei der elektri- sehen Ausstattung von Automobilen, Waschmaschinen oder anderen
Geräten werden sogar für ansonsten baugleiche Exemplare zahlreiche, verschiedene Varianten von Kabelbäumen benötigt, die sich oft nur in wenigen Punkten unterscheiden. Zur Herstellung jeder Variante muss ein angepasstes Kabelfeld geschaffen werden. Da nach bis- herigem Stand der Technik Fuß und Ständer jeweils fest mit der Aufnahme oder mit der Kabelverlegehilfe verbunden sind, muss bei jeder änderung grundsätzlich die gesamte alte Einheit entfernt und eine neue auf der Verlegeplatte befestigt werden. Nachteilig ist dabei, dass der - eigentliche unnötige - Wechsel von Fuß und Säule die Kosten erhöht und die Arbeitszeit für den Wechsel verlängert, da i. d. R. wenigstens zwei Befestigungsschrauben zu lösen, zu sichern und wieder einzudrehen sind.
Weitere nachteilige Einschränkungen beim neuen Aufbau von Ka- belbaumfertigungsfeldem sind, dass an jedem Punkt, an dem ein
Schritt der Kabelbaumfertigung vollzogen werden soll, nicht nur die eigentlich immer gleichen Füße und Säulen errichtet werden müssen, sondern gleichzeitig mit diesem Arbeitsschritt auch die - korrekte - Auswahl der jeweils passenden Aufnahme und der jeweils pas- senden Kabelverlegehilfe getroffen werden muss.
Auf diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, ein Kabelbaumfertigungsfeld zu schaffen, das einen schnellen Aufbau von Füßen und Stützen ohne Berücksichtigung der später erforderlichen Aufnahmen oder Kabelverlegehilfen ermöglicht und bei Modifikationen des bestehenden Kabelbaumfeldes den schnellen und materialsparenden Wechsel von Aufnahmen und/oder Kabelverlegehilfen ermöglicht.
Als Lösung präsentiert die Erfindung ein Kabelbaumfertigungsfeld, bei dem die Aufnahme oder die Kabelverlegehilfe auf die Spitze aufsteckbar ist und die Form der Spitze komplementär zu einer Aufnehmung an der Unterseite der Aufnahme oder der Unterseite der Kabelverlegehilfe ist.
Die Kernidee der Erfindung ist es, die bisherige, starre Verbindung zwischen Aufnahme bzw. Kabelverlegehilfe und dem Ständer zu trennen. Nur Fuß und Ständer sind nach wie vor fest miteinander verbunden. Auf eine standardisierte Spitze werden dann Aufnahmen oder Kabelverlegehilfen aufgesteckt, die ein dazu passendes, stan- dardisiertes Gegenstück als Steckverbindung aufweisen. Der entscheidende Vorteil ist, dass bei einem existierenden Kabelbaumfertigungsfeld für geringfügige änderungen nicht stets Fuß und Säule mit ausgetauscht werden müssen, sondern nur der Wechsel der darauf aufgesteckten Aufnahme oder Kabelverlegehilfe erforderlich ist.
Bei der Fertigung dieser Werkzeuge als Kunststoffteil werden die benötigten Gussformen erheblich kleiner, da nicht stets der Ständer und der Fuß mit angegossen werden müssen, sondern aus einer anderen, häufig verwendbaren Form produziert werden können.
Mit einer steigenden Stückzahl der Ständer wird es wiederum wirtschaftlich, Varianten des Ständers zu schaffen, also Ständer in verschiedener Höhe oder sogar in der Höhe oder im Neigungswinkel verstellbare Ständer zu produzieren.
Ein weiterer, prinzipieller Vorteil der Erfindung ist, dass ein sehr langer Ständer gefertigt werden kann, der beim Einsatz auf die jeweils benötigte Länge ganz exakt und stufenlos, z.B. durch Absägen an- gepasst werden kann.
Zur Verbindung von Ständer und darauf aufzusteckenden Aufnahmen oder Kabelverlegehilfen sind verschiedene Varianten denkbar. Sinnvoll ist es, die Spitze als ein Profilabschnitt zu formen, wobei sich als Profil insbesondere ein Dreieck, ein Viereck, ein Sechseck, ein anderes Polygon, ein Oval, ein Kreis, ein Stern oder ein Zahnrad anbietet.
Ein Kreis hat den Vorteil, dass die aufgesetzte Aufnahme in jeden beliebigen Winkel gedreht werden kann, jedoch ohne weitere Fixie- rung, wie z. B. eine Klemmschraube durch äußere Kräfte auch unbeabsichtigterweise leicht verdreht werden kann.
Die anderen, genannten Profilformen blockieren eine Drehung, lassen sich jedoch bei symmetrischem Profil jeweils in Stufen verdreht einstecken. Ein regelmäßiges Sechseck lässt also z. B. sechs Winkelstufen zu, also jeweils um 60° zueinander verdreht. Eine noch feinere Auflösung ist durch zahnradförmige Profile zu erreichen, auch als Kerbverzahnung bezeichnet. Mit wachsender Anzahl der Zähne bzw. Kerben wächst die Anzahl der durch Einstecken erreichbaren, verschiedenen Ausrichtungen.
Wenn die Höhe des Ständers durch Absägen auf der Baustelle variierbar sein soll, muss das Profil des Ständers bis in die äußerste Spitze hinein gleichmäßig und mit zueinander parallelen Wandungen verlaufen.
Falls jedoch nur eine einzige Höhe der Ständer erforderlich ist, kann die Spitze auch als Kegel oder Kegelstumpf ausgerichtet werden. Der Vorteil dieser Anordnung ist, dass sich die Aufnahmen oder Kabelverlegehilfe selbst zentrieren und sogar durch weiteres Aufdrü- cken auf den Ständer noch intensiver damit verbinden.
Eine andere Alternative zur Verbindung zwischen Ständerspitze und den aufzusetzenden Teilen ist ein Bajonettverschluss, jedoch nur dann, wenn die Anwendung keine absolute Verdrehsteifigkeit erfor- dert. Dann muss in diesem wie auch in anderen, in sich verdrehbaren Verbindungen eine Klemmschraube senkrecht zur Längsachse des Ständers angeordnet werden, die die Spitze mit dem darauf aufgesetzten Teil fest verbindet.
Für die Aufnahmen können alle bisher bekannten Formen sowie neue, z. B. an spezielle Funktionselemente des Kabelbaumes ange- passte Varianten verwendet werden. Eine sehr weit verbreitete und universell anwendbare Form für eine Aufnahme ist eine horizontale Platte mit einem seitlichen Rand. Je nach Anwendung können es auch zwei Ränder sein, die z. B. in einem Winkel zueinander angeordnet sind. Eine andere, sinnvolle Form für eine Aufnahme ist eine Wanne. Oder die Aufnahme ist komplementär zu den äußeren Abmessungen eines Funktionselementes im Kabelbaum wie z.B. Stecker, Verbinder, Schalter, Leuchte, Sensor oder ganze Elektronik- baugruppe geformt.
Eine weitere Variante der Aufnahme ist eine Zwischenhalterung mit der andere, nicht systemkonforme Aufnahmen oder Kabelverbindungen befestigt werden können.
Als Kabelverlegehilfe ist besonders eine nach oben offene, etwa U- förmige Gabel geeignet. Denkbar ist jedoch auch der gekrümmte Abschnitt einer Rinne, insbesondere für die Formung von recht engen Biegeradien eines Kabelbaumes. Diese beiden Formen von Kabelverlegehilfen sind Beispiele für Varianten, die nur als Werkzeug im Kabelbaumfertigungsfeld dienen.
Es sind jedoch auch Kabelverlegehilfen denkbar, die auch nach der Entnahme des fertigen Kabelbaumes aus dem Kabelbaumfertigungsfeld am Kabel verbleiben. Wenn diese eine systemkonforme Aus- nehmung besitzen, mit der sie direkt auf die Spitze des Ständers aufgesetzt werden können, wird eine Aufnahme eingespart. Denkbare Formen einer solchen Kabelverlegehilfe sind Kabelhalterungen, Kabelclips, Kabelbefestigungen, Kabelschellen, Kabelverbinder, Kabelführungen, Kabeltüllen, Schläuche, Wickelbänder, Kabeid urchfüh- rungen, Boxenplomben, Durchziehplomben oder Kabelmarkierungen.
Bei der Fertigung von Kabelbäumen gibt es etliche Fehlermöglichkeiten, so dass die Prüfung des Kabelbaumes unbedingt zu seiner Fer- tigung dazu gehört. Für solche Prüfzwecke können Aufnahmen elektrisch leitend ausgeführt sein und einen Kontakt zu einem Stecker oder einem einzelnen Kabel haben. Dabei kann es sinnvoll sein, dass eine elektrisch leitfähige Verbindung von der Aufnahme über den Ständer und den Fuß bis hinunter zu einer elektrisch leitfähigen Schicht der Verbindungsplatte hergestellt wird. Damit kann über einen benachbarten, ebenfalls vollständig elektrisch leitfähigen Stän-
der ein Stromkreis geschlossen werden, der für Prüfzwecke nutzbar ist.
Als eine weitere Ausstattungsoption können in den Ständer Prüfein- richtungen eingebaut werden, die z.B. mechanisch oder elektrisch arbeiten. Ein Beispiel dafür ist ein Funksender, der ein Prüfergebnis drahtlos an eine zentrale Prüfstation weiterreicht.
Zur Energieversorgung solcher Baugruppen kann in wenigstens ei- nem Ständer ein Einbauraum oder eine andere Montagemöglichkeit für einen Energiespeicher und/oder einen Energiewandler integriert werden. Beispiele für bewährte Energiespeicher sind ein Akkumulator, ein Kondensator und/oder eine Batterie. Diese Speicher müssen mit der gleichen Energieform aufgeladen werden, die sie abgeben. Wenn der Speicher entleert ist, kann er entweder ausgewechselt werden oder über eine - auch nur kurzzeitige - Energieversorgung wieder aufgeladen werden. Die dafür erforderlichen Anschlüsse könne außerhalb der Ladezeiten für andere Zwecke verwendet werden.
Eine andere oder zusätzliche Möglichkeit zur Energieversorgung sind
Energiewandler. Diese Wandler können z.B. einen kleinen Anteil von der mechanischen Energie beim Einsetzen eines Elementes auf eine Aufnahme oder in die Kabelverlegehilfe abzweigen und in elektrische Energie umformen, z.B. mit einem Piezoelement oder einer Magnet- spule. Oder ein Solarmodul wandelt Tageslicht oder die Hallenbeleuchtung in elektrische Versorgungsenergie um.
Auf diese Weise kann eine elektrische Prüfeinrichtung oder eine andere Fertigungseinrichtung auch ohne festen Anschluss an eine Stromversorgung mit Energie versorgt werden.
Eine Alternative zur Zuführung von elektrischer Energie ist eine Verlegeplatte, die mit zwei elektrisch leitenden und voneinander isolierten Schichten versehen ist. Bei dieser Ausführungsform sind etliche Untervarianten zur Herstellung einer elektrisch leitenden, zweipoligen Verbindung über Fuß, Ständer und Aufnahme möglich.
Sinnvoll ist es, die Befestigungsmittel des Fußes als elektrische Verbindung zu nutzen. Wenn die Befestigungsmittel Schrauben sind, muss die erste Schraube so lang sein, dass sie die nähergelegene, elektrisch leitende Schicht der Verlegeplatte durchbricht und so kurz sein, dass sie von der zweiten, elektrisch leitenden Schicht beabstandet sind. Wenigstens eine zweite Schraube muss länger als die erste Schraube sein und zwar so lang, dass sie die ferner gelegene, elektrisch leitende Schicht durchbricht und dabei zur ersten, elektrisch leitenden Schicht beabstandet ist oder davon elektrisch isoliert ist.
Bei dieser Ausführungsform können die Schrauben entweder von der bestückten Seite der Verlegeplatte oder von der unbestückten Seite hier eingeschraubt werden. Sinnvoll ist es, sie in eine elektrisch leitende Schicht einzusenken. In jedem Fall kann die zweite, längere Schraube auf ihrem Schaft einen isolierenden Abstandshalter aufweisen. Der entscheidende Vorteil dieser Ausführungsform ist, dass der Befestigungsfuß an jeder beliebigen Stelle der Platte angebracht werden kann.
Wenn die Ständer jedoch in den Kreuzungspunkten eines Rasters angeordnet werden können, bietet es sich an, die erste elektrisch leitende Schicht mit öffnungen zu versehen, durch welche die jeweils längeren zweiten Schrauben hindurchgeführt werden können, ohne
Kontakt zu dieser Schicht zu haben.
Alternativ kann der Fuß auch so ausgeführt werden, dass er einen einzigen Zapfen aufweist, der als Zentralbefestigung in der Verlegeplatte dient. Auch ein solcher Zapfen kann mit zwei voneinander isolierten Kontakten versehen werden, die jeweils mit der ersten und der zweiten elektrisch leitenden Schicht in Kontakt kommen.
Im Folgenden sollen weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert werden. Diese sollen die Erfindung jedoch nicht einschränken, sondern nur erläutern. Es zeigt in schematischer Darstellung:
Figur 1 Ständer 1 mit Aufnahme 31
Figur 2 Kabelbaumfertigungsfeld mit neun Ständern 1
Die Figuren zeigen im Einzelnen:
In Figur 1 ist als Schrägbild ein Ständer 1 gezeichnet, der auf seiner Spitze 12 eine Aufnahme 31 trägt, die an der vorderen Ecke zeichnerisch eingeschnitten worden ist, um an ihrer Unterseite die Ausnehmung 33 Sichtbar werden zu lassen, welche über die Spitze 12 des Ständers 1 gestülpt ist. Im hier gewählten Beispiel hat der Ständer 1 ein kreisförmiges Profil. Mit diesem Profi! greift die Spitze 12 in eine ebenfalls kreisförmige
Ausnehmung 33 an der Unterseite der Aufnahme 31 ein.
In diesem Beispiel ist die Aufnahme 33 eine Bohrung in einem zylindrischen Fortsatz an der ansonsten ebenen Unterseite der Aufnahme 31.
Der Fuß 11 an der Unterseite des Ständers 1 weist in diesem Beispiel als Befestigung an der - hier nicht dargestellten - Verlegeplatte 2 die Schrauben 61 und 62 auf.
In Figur 1 ist gut nachvollziehbar, dass die Aufnahme 31 auf die Spitze 12 des Ständers 1 aufgesteckt ist und einfach nach oben abgezogen werden kann. Da bei Benutzung von oben her die Last des - hier nicht gezeichneten - Funktionselementes auf der Aufnahme 31 ruht, ist die Aufnahme 31 in ihrer Position auf der Spitze 12 des Stän- ders 1 verlässlich gesichert.
In Figur 2 ist in perspektivischer Ansicht ein Ausschnitt aus einem Kabelbaumfertigungsfeld mit insgesamt neun Ständern 1 wiedergegeben. Davon ist nahe der vorderen Ecke der in Figur 1 bereits ge- zeichnete Ständer 1 mit einer darauf ruhenden Aufnahme 31 zu erkennen, die zeichnerisch an der vorderen Ecke aufgeschnitten ist. Auch die acht anderen Ständer 1 sind bestückt, und zwar mit fünf weiteren Aufnahmen 31 , von denen vier als Funktionselement 5 jeweils einen Stecker am Ende eines Zweiges des Kabelbaumes 4 tragen und die Aufnahme 31 in Bildmitte als Funktionselement eine
Kabelschlaufe trägt.
Des Weiteren sind drei Kabelverlegehilfen 32 eingezeichnet, hier als U-förmige Gabel zur Führung des Kabelbaumes 4. An der rechts o- ben dargestellten Kabelverlegehilfe 32 ist am Verbindungspunkt der beiden Schenkel die Verdickung zu erkennen, innerhalb derer die in diesem Fall bohrungsförmige Ausnehmung 33 eingebracht ist, mit der die Kabelverlegehilfe 32 auf die Spitze 12 des Ständers 1 aufgesteckt ist.
In Figur 2 ist gut zu erkennen, wie die Kabelverlegehilfen 32 zur Herstellung von Biegungen des Kabelbaumes genutzt werden und wie sie den Kabelbaum in geraden Stellen unterstützen. Ebenfalls ist erkennbar, dass die Aufnahmen 31 , in diesem Beispiel tischförmig mit einem Rand an der Seite gestaltet, universelle Auflagen für verschiedene Typen von Schaltern und Steckern am Ende der Zweige des Kabelbaumes sein können.
Als eine weitere Ausführungsvariante ist in Figur 2 am Rand der Ver- legeplatte 2 die obere, erste, elektrisch leitende Schicht und die untere, zweite, elektrisch leitende Schicht zu erkennen. In Figur 1 ist in dem zeichnerischen Einschnitt an der linken Kante der Verlegeplatte 2 leicht ersichtlich, wie die kürzere erste Schraube 61 mit ihrem Schaft nur in die erste, elektrisch leitende Schicht reicht und die zweite, längere Schraube 62 durch die erste, elektrisch leitende
Schicht 21 hindurch bis in die zweite, elektrisch leitende Schicht 22 reicht. Sichtbar ist, dass die durchstoßene, obere, elektrisch leitende Schicht 21 als Isolierung zum Schaft der längeren Schraube 62 eine Bohrung aufweist, die bis auf die untere Schicht 22 herunter reicht.
Alternativ kann die längere Schraube 62 auch eine - hier nicht gezeichnete - Isolierung am oberen Teil des Schaftes aufweisen.
Bezugszeichenliste
I Ständer
I 1 Fuß des Ständers 1 12 Spitze des Ständers 1 2 Verlegeplatte, auf der der Fuß 11 befestigt werden kann
21 erste, elektrisch leitende Schicht der Verlegeplatte 2
22 zweite, elektrisch leitende Schicht der Verlegeplatte 2
31 Aufnahme, auf der Spitze 12 aufsteckbar
32 Kabelverlegehilfe, auf der Spitze 12 aufsteckbar 33 Ausnehmung, an der Unterseite der Aufnahme 31 oder der
Unterseite der Kabelverlegehilfe 32
4 Kabelbaum, durch Kabelverlegehilfe 32 getragen
5 Funktionselement an Kabelbaum 4, durch Aufnahme 31 getragen 61 erste Schraube zur Befestigung des Fußes 11 auf der Verlegeplatte 2, reicht nur bis zur ersten, elektrisch leitenden Schicht 21
62 zweite Schraube zur Befestigung des Fußes 11 auf der Verlegeplatte 2, länger wie die erste Schraube 61 , reicht bis zur zweiten, elektrisch leitenden Schicht 22
Next Patent: METHOD FOR PREVENTING DAMAGE TO ENGINES OPERATED BY EMULSION FUELS
