| Patentansprüche 1. Schlepp-Seilbahn zum Ziehen eines Sportlers auf einer Fahrfläche entlang einer Fahrstrecke mit - einem oberhalb der Fahrfläche angeordneten Umlaufseil mit zwei vertikal übereinander angeordneten parallel verlau¬ fenden Strängen (06, 07); - einer an dem Umlaufseil mittels eines Mitnehmers (09) befestigten Schleppleine (08) mit einem Haltgriff (14) für den Sportler an dem freien, zur Fahrfläche hin gerichteten Ende, wobei der Mitnehmer (09) zwischen zwei Umkehrpunkten hin und her verfahrbar ist; - zwei voneinander beabstandet angeordneten Umlenkeinrichtungen (02) für das Umlaufseil, zwischen denen sich die Fahrstrecke befindet; und - einem Antrieb (21) zum Bewegen des Umlaufseils; dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens zwei Bremsein¬ richtungen (16) aufweist, die am Umlaufseil beidseitig des Mitnehmers (09) und beabstandet vom Mitnehmer (09) angeord¬ net sind; und dass an jeder der beiden Umlenkeinrichtungen (02) jeweils eine Anschlagplatte (19) so angeordnet ist, dass beim fehlerbedingten Überfahren eines der beiden Umkehrpunkte durch den Mitnehmer (09) die zwischen dem Mitnehmer (09) und der Anschlagplatte (19) liegende Brems¬ einrichtung (16) an der Anschlagplatte (19) anschlägt und durch diese gestoppt wird, wobei beim Überschreiten einer vorbestimmten Zugkraft das Umlaufseil durch die Bremseinrichtungen (16) gebremst durchrutscht, unter Verringerung des Abstands zwischen der anschlagenden Bremseinrichtung und dem Mitnehmer (09) . 2. Schlepp-Seilbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Anschlagplatten (19) erste Notausschalter angeordnet sind, die beim Anschlagen der Bremseinrichtung (16) betätigt werden und den Antrieb (21) abschalten. 3. Schlepp-Seilbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtungen (16) jeweils zwei parallele Platten (17) aufweisen, wobei zwischen den Platten (17) der untere Strang (07) des Umlaufseils durchgeführt ist, wobei die Platten (17) über eine Spanneinrichtung miteinander verspannt sind, und dass die Bremseinrichtungen (16) an ihrer zur jeweiligen Anschlagplatte (19) gerichteten Stirnseite eine weitere Platte (18) aufweisen, wobei diese Platte (18) eine Durchführung für das Umlaufseil besitzt. 4. Schlepp-Seilbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie am Antrieb (21) ein Rutschkupplung aufweist . 5. Schlepp-Seilbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Messeinrichtung zur Erfassung der Leistungs- und/oder Stromaufnahme des Antriebs (21) sowie eine mit der Messeinrichtung und dem Antrieb gekop¬ pelte Steuereinrichtung aufweist. 6. Schlepp-Seilbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie zweite Notausschalter aufweist, die vom Umlaufseil betätigt werden, wenn dieses aus seiner normalen Betriebslage heraus gebracht wird. 7. Schlepp-Seilbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Steuereinrichtung für den Antrieb (21), insbesondere zum Steuern der Umlaufgeschwindigkeit des Umlaufseils, aufweist. 8. Schlepp-Seilbahn nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (21) einen Drehgeber aufweist, der ein zur Position des Mitnehmers korrespondierendes Signal an die Steuereinrichtung liefert. 9. Schlepp-Seilbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Schleppleine (08) einstellbar ist. 10. Schlepp-Seilbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das sie als Wasserski-Seilbahn konfigu¬ riert ist. |
Die Erfindung betrifft eine Schlepp-Seilbahn, die sich insbesondere zum Ziehen eines Wasserskifahrers auf einer Wasser ¬ fläche entlang einer Wasserskistrecke eignet. Die Schlepp- Seilbahn kann ebenso zum Schleppen von Skateboardfahrern, Eisläufern oder anderen Sportlern mit geeigneten Sportgeräten dienen. Die Seilbahn besitzt ein oberhalb der Wasser-, Fahroder Lauffläche angeordnetes Umlaufseil mit zwei vertikal übereinander angeordneten parallel verlaufenden Strängen, mindestens eine an dem Umlaufseil mittels eines Mitnehmers befestigte Schleppleine mit einem Haltgriff für den Wasserski fahrer/Sportler an dem freien, zur Fläche hin gerichtetem Ende, mindestens zwei voneinander beabstandet angeordneten Umlenkeinrichtungen für das Umlaufseil, zwischen denen sich die Lauf- bzw. Fahrstrecke befindet, sowie einem Antrieb zum Bewegen des Umlaufseils. Wasserski-Seilbahnen zum Ziehen von Wasserskifahrern sind seit langem bekannt. Üblicherweise umläuft bei solchen Anlagen ein angetriebenes Umlaufseil zwei bis sechs Stützen, an denen es oberhalb der Wasseroberfläche gestützt und umgelenkt wird. Die Stützen befinden sich entweder im Wasser oder am Ufer. An dem Umlaufseil sind voneinander beabstandet Schleppleinen mit jeweils einem Haltegriff an dem freien Ende angebracht. Ein Wasserskifahrer kann den Haltegriff halten und wird, dem
Umlaufseil folgend, entlang der Wasserskistrecke gezogen.
Die DE 39 30 452 AI zeigt einen Wasserskilift mit Stützen, die an gegenüberliegenden Rändern eines Gewässers stehen. An den Stützen sind Umlenkrollen gelagert, über die ein antreibbares Umlaufseil läuft. Das Umlaufseil hat zwei Enden, die an je einer Seiltrommel befestigt und wechselweise auf- und
abwickelbar sind. Hierdurch kann eine am Umlaufseil befestigte Schleppleine zwischen den beiden Stützen hin- und herbewegt werden. Ausgehend von den beiden Enden der Bewegungsstrecke der Schleppleine können Wasserskiläufer in rascher Folge
Starts üben.
Aus der US 4,523,525 A ist eine Wasserski-Seilbahn mit mehren Stützen bekannt, zwischen denen ein antreibbares Umlaufseil bewegt werden kann. Die Stützen sind vorzugsweise so angeord ¬ net, dass sich eine polygone Umlaufbahn ergibt, beispielsweise kann eine Umlaufbahn in Form eines Viereckes realisiert werden .
In der AT 506 277 A2 ist eine Wasserski-Seilbahn beschrieben, bei der an einem Umlaufseil ein Mitnehmer befestigt ist, der über eine an ihm verbundene Verbindungsleine einen Schlitten zieht, der sich auf einem unteren Spanndrahtseil geradlinig und rollend bewegt. An dem Schlitten ist eine Wasserskileine befestigt. Das untere Spanndrahtseil kann individuell auf Spannung gebracht werden. Durch diese Anlage sollen höhere Sprünge als auf vergleichbaren Anlagen möglich sein. Aus dieser Druckschrift ist des Weiteren bekannt, die Wasserski ¬ leine mit einem Wasserskileinenüberzug aus schlauchförmigen Gummi oder Kunststoff zu versehen, wodurch eine gefährliche Schlingebildung der Wasserskileine auf der Wasserskifläche bei Richtungsänderungen verhindert werden kann. Eine derartige Schlingenbildung könnte sonst im schlimmsten Fall zur Strangulation von schwimmenden Personen im Aktionsbereich führen. Eine besondere Gefährdung kann jedoch weiterhin entstehen, wenn die Wasserskileine in unmittelbare Nähe der Umlenkmasten gelangt, beispielsweise weil der Sportler mit hoher Geschwin- digkeit auf diesen zufährt oder wenn ein technischer Defekt an der Anlage auftritt.
Die WO 2009/015878 A9 zeigt eine Wasserski-Seilbahn, bei welcher die Schleppleine bei freigegebenem Haltegriff soweit hochgezogen wird, dass der Haltegriff mit einem Sicherheitsabstand oberhalb der Wasserfläche gehalten wird. Hierzu ist die Wasserski-Seilbahn mit einer Hochzieheinrichtung ausgestattet, welche die Schleppleine soweit hochziehen soll, dass Schwimmer durch die herabhängende Schleppleine nicht gefährdet werden. Die Hochzieheinrichtung kann mit einer Bremse versehen werden, die ein plötzliches Hochreißen bzw. Herumschleudern der Schleppleine mit dem Haltegriff verhindern soll. Problema ¬ tisch bei der hier beschriebenen Anordnung ist, dass die
Schleppleine zu weit nach oben gezogen werden kann, so dass der Wasserskifahrer den Haltegriff nicht mehr erreichen kann. Im entgegen gesetzten Fall wird das Seil nicht weit genug nach oben gezogen, wodurch weiterhin eine Verletzungsgefahr für in der Nähe befindliche Personen besteht. Sonstige Sicherheits- einrichtungen sind für diese Wasserski-Seilbahn nicht
beschrieben. Insbesondere fehlt es Vorkehrungen, die Unfälle ausschließen, wenn sich die Schleppleine den Umlenkmasten zu stark oder mit zu hoher Geschwindigkeit nähert. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit ausgehend vom Stand der Technik darin, eine Schlepp-Seilbahn sicherer auszugestalten, wodurch das Verletzungsrisiko einerseits für den Sportler (z.B. Wasserskifahrer) selbst und andererseits für in der Nähe der Fahr- oder Laufstrecke (z.B. Wasser- skistrecke) befindliche Personen reduziert werden soll.
Zur Lösung der Aufgabe dient eine Schlepp-Seilbahn gemäß dem beigefügten Anspruch 1. Die erfindungsgemäße Schlepp-Seilbahn wird nachfolgend am besonders bevorzugten Beispiel einer Wasserski-Seilbahn näher beschrieben. Wie erwähnt können von der Seilbahn auch beliebige andere Schleppaufgaben im Sport- und Freizeitbereich übernommen werden.
Die Schlepp-Seilbahn zeichnet sich zunächst dadurch aus, dass sie mindestens zwei Bremseinrichtungen aufweist. Die Bremsein ¬ richtungen sind am unteren Strang des Umlaufseils beidseitig des Mitnehmers und beabstandet vom Mitnehmer angeordnet. Die Bremseinrichtungen sind derart am Umlaufseil befestigt, dass beim Auftreten einer bestimmten Zugkraft das Umlaufseil durch die Bremseinrichtungen durchrutschen kann, dabei aber stark abgebremst wird. Die Bremseinrichtung ist vorzugsweise so gestaltet, dass ihre Ruheposition leicht in Längsrichtung des Umlaufseils eingestellt werden kann, um diese Position an die jeweiligen Schleppbedingungen anzupassen. Außerdem ist die Bremseinrichtung vorzugsweise so gestaltet, dass die auf das Umlaufseil wirkende Bremskraft automatisch nachgestellt wird, insbesondere über Federelemente.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Schlepp- oder Wasserski-Seilbahn besteht darin, dass durch die Bremseinrichtungen auch im Havariefall ein Abbremsen in der Nähe der
Umlenkmasten bzw. Umlenkeinrichtungen ermöglicht wird. Im Havariefall, wenn es beispielsweise zum Stromausfall kommt und damit die Motorbremse ausfällt, wird das Umlaufseil zunächst noch weiter transportiert. In Abhängigkeit davon, an welcher Stelle sich der Mitnehmer zum Zeitpunkt des Stromausfalls in Bezug zu den Umlenkeinrichtungen befand, kommt das System entweder noch vor der jeweiligen Umlenkeinrichtung von selbst zum Stillstand, anderenfalls schlägt die Bremseinrichtung an einer Prallplatte der Umlenkeinrichtung an. Beim Anschlag der Bremseinrichtung greift an das Umlaufseil plötzlich eine verhältnismäßig starke Zugkraft an, infolge derer das Umlauf ¬ seil durch die Bremseinrichtung durchgezogen und dabei abgebremst wird. Dadurch wird einerseits verhindert, dass es aufgrund abrupten Stoppens des Seils zu Beschädigungen der Anlage oder zu Unfällen kommt, andererseits wird sicher verhindert, dass der Mitnehmer oder das Schleppseil in die Umlenkeinrichtung einläuft, was zu erheblichen Schäden führen würde. Im Normalbetrieb kommt es nicht zum Anschlagen der Bremseinrichtung an der Umlenkeinrichtung und damit auch nicht zum Durchrutschen des Umlaufseils durch die Bremseinrichtung, da die Motorsteuerung das Seil bereits früher abbremst. Die Bremseinrichtungen werden lediglich gemeinsam mit dem Mitnehmer entlang der Wasserskistrecke transportiert. Die Anschlag ¬ position stellt einen Endanschlag dar. Der Mitnehmer wird im Normalbetrieb zwischen zwei Umlenkpunkten, welche sich in einem gewissen Abstand zum Endanschlag befinden, bewegt. In dem Fall, dass die Bremseinrichtung am Endanschlag, d. h. an der Umlenkeinrichtung, anschlägt, kommt es wie oben beschrie ¬ ben zum Durchrutschen des Umlaufseils. Es erfolgt ein Abbremsen des Seils und des daran befestigten Mitnehmers. Würde kein Abbremsen erfolgen, könnte es zu Beschädigungen des Mitnehmers bzw. im schlimmsten Fall auch zu Verletzungen beim Wasserskifahrer kommen. Dadurch, dass die Bremseinrichtung am unteren Strang des Umlaufseils angeordnet ist, verhindert diese auch bei einem Seilriss das unkontrollierte Abwickeln des Seils.
Nach einer besonders bevorzugten Aus führungs form weisen die Umlenkeinrichtungen Anschlagplatten auf, an denen erste
Notausschalter angeordnet sind. Die Notausschalter werden betätigt, sobald eine der Bremseinrichtungen an die jeweilige Anschlagplatte anschlägt, wodurch der das Umlaufseil antrei- bende Antrieb ausgeschaltet wird. Das Umlaufseil rutscht wiederum gebremst durch. Es erfolgt ein Abbremsen des Seils und des daran befestigten Mitnehmers.
Bei einer zweckmäßigen Aus führungs form umfassen die Bremseinrichtungen jeweils zwei parallele Platten. Zwischen diesen Platten verläuft der untere Strang des Umlaufseils. Die Plat ¬ ten sind über eine Spanneinrichtung, die beispielsweise mehrere Schraubenfedern umfasst, miteinander verspannt. Über die Spanneinrichtung kann die Bremskraft der Bremseinrichtungen eingestellt werden. Die Bremseinrichtungen umfassen weiterhin an ihrer zur jeweiligen Anschlagplatte gerichteten Stirnseite eine dritte Platte. Diese Platte besitzt eine Durchführung für das Umlaufseil. Die dritte Platte kann im Havariefall an der Anschlagplatte anschlagen und den dort befindlichen Notausschalter auslösen.
Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn der Antrieb eine Rutschkupplung aufweist. Eine derartige, zum Schutz von Anla ¬ gen vor Beschädigung dienende Sicherheitseinrichtung ist aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt. In dem Fall, dass das Umlaufseil am Umlaufen gehindert wird, kann durch die Rutschkupplung sichergestellt werden, dass ein maximal vorge ¬ gebenes Drehmoment nicht überschritten wird.
Nach einer weiteren vorteilhaften Aus führungs form weist die Schlepp-Seilbahn eine Messeinrichtung zur Erfassung der
Leistungs- bzw. Stromaufnahme des Antriebs sowie eine Auswer ¬ teeinrichtung zur Auswertung der Leistung- bzw. Stromaufnahme des Antriebs auf. Sobald es zur Überschreitung vorgegebener Grenzwerte kommt, erfolgt eine Notabschaltung. Zur Überschrei tung würde es beispielsweise kommen, wenn sich infolge eines Sturzes des Wasserskifahrers, ohne dass dieser das Schleppsei rechtzeitig loslässt, der Widerstand am Umlaufseil erhöht und damit mehr Leistung zum Transport benötigt werden würde. Ohne automatisches /Abschalten der Wasserski-Seilbahn besteht die Gefahr, dass der Wasserskifahrer mitgezogen und verletzt wird.
In der Regel wird der Wasserskifahrer zwar den Haltegriff loslassen und somit nicht mitgezogen werden, so dass zumeist keine akute Verletzungsgefahr besteht. Durch die Belastung mit den angeschnallten Wasserskiern dürfte jedoch eine Fortbewegung im Wasser äußerst schwierig sein. Sobald der Bediener der Anlage den Sturz registriert, wird er die Anlage manuell abschalten, was unter Umständen eine gewisse Zeit dauern kann, falls der Sturz an einer weiter entfernten Position geschieht. Für den gestürzten Wasserskifahrer ist der Haltegriff somit aus seiner unmittelbaren Reichweite verschwunden. Erfolgt jedoch automatisch, sofort nach dem Sturz, eine Notabschaltung auch dann, wenn der Widerstand am Umlaufseil plötzlich drastisch kleiner wird, kann der Haltegriff vom Wasserskifahrer erreicht werden und im Anschluss daran die Fahrt fortgesetzt werden .
Weiterhin ist es von Vorteil, die Wasserski-Seilbahn zusätzlich noch mit zweiten Notausschaltern zu versehen. Diese zweiten Notausschalter werden ausgelöst, wenn die Stränge des Umlaufseils nicht mehr parallel zueinander angeordnet sind.
Eine parallele Anordnung der Stränge des Umlaufseils ist beispielsweise bei Seilriss nicht mehr gegeben. In diesem Fall kommt es zum Durchhängen des Umlaufseils. Die zweiten Notaus ¬ schalter können beispielsweise unterhalb des unteren Strangs des Umlaufseils angeordnet sein. Sobald es zum „Durchhängen" des Umlaufseils kommt, würden die zweiten Notausschalter betä ¬ tigt werden und den Antrieb ausschalten. Nach einer weiteren vorteilhaften Aus führungs form umfasst der Antrieb einen Drehgeber. Mittels Drehgeber kann eine Positi- ons- bzw. Geschwindigkeitsbestimmung erfolgen. In diesem
Zusammenhang hat sich die Verwendung einer Steuereinrichtung für den Antrieb, insbesondere zum Steuern der Umlaufgeschwindigkeit des Umlaufseils, als günstig erwiesen. Insbesondere bei erstmaliger Inbetriebnahme der Wasserski-Seilbahn werden mit Hilfe der Drehgeber die gewünschten Umlenkpunkte ange ¬ lernt. Im Normalbetrieb wird der Mitnehmer zwischen den beiden Umlenkpunkten bewegt. Über die Steuereinrichtung kann die Geschwindigkeit des Umlaufseils zu Beginn der Bewegung, beim Startvorgang allmählich gesteigert werden und beim Annähern an einen Umlenkpunkt langsam abgesenkt werden.
Die Steuerung kann manuell erfolgen. Als günstiger hat sich jedoch die Verwendung eines Steuerprogramms erwiesen, mit welchem die Geschwindigkeit beginnend mit einer sanften
Anlaufgeschwindigkeit beim Startvorgang bis zu einer bevorzug ¬ ten Maximalgeschwindigkeit von 60km/h gesteigert wird und beim Annähern an einen Umlenkpunkt wieder allmählich abgesenkt wird. Die Beschleunigung ist ebenfalls regelbar. So kann beispielsweise bei Anfängern vorzugsweise eine geringere
Beschleunigung verwendet werden als bei geübten Sportlern. Zur Verbesserung des Gleichlaufs der Wasserski-Seilbahn hat sich weiterhin noch die Verwendung von Frequenzumrichtern für die Beeinflussung des Motorstroms als vorteilhaft erwiesen. Hier ¬ durch kann auf unterschiedliche Belastungen, wie sie
beispielsweise beim Kurvenfahren auftreten, reagiert werden und die Leistung entsprechend schnell ausgeregelt werden.
Bei einer ebenfalls bevorzugten Aus führungs form ist die Länge der Schleppleine einstellbar. Zur Längenverstellung kann ein einfaches Schlaufensystem zum Einsatz kommen. Solche Systeme sind beispielsweise von Kinderschaukeln bekannt. Mit einer kürzeren Schleppleine ist der Startvorgang für den Wasserskifahrer in der Regel leichter. Durch Anpassen der Schleppleinenlänge kann der Schwierigkeitsgrad erhöht bzw. gesenkt werden. So kann die Anlage sowohl von geübten Sportlern als auch von Anfängern benutzt werden. Eine kürzere Schleppleinenlänge kann insbesondere auch dann eingestellt werden, wenn die Anlage außer Betrieb ist. Durch eine kürzer eingestellte
Schleppleine verringert sich der Bereich der Wasserfläche den die sich aufgrund beispielsweise natürlicher Ursachen (Wind, Wellen) bewegte Schleppleine erreichen kann, was wiederum die Sicherheit der Anlage erhöht. Es hat sich als günstig erwie ¬ sen, die Schleppleine an ihrem freien Ende mit einem Polster zu umkleiden. Dabei werden zumeist die letzten 2 bis 3 Meter der Schleppleine vom Polster umkleidet. Durch die Umkleidung der Schleppleine mittels Polster erhöht sich die Steifigkeit der Schleppleine. Somit kann eine gefährliche Schlingenbildung der Schleppleine auf der Wasserskifläche, wie sie beispiels ¬ weise bei Richtungsänderungen auftritt, vermieden werden. Eine derartige Schlingenbildung könnte im schlimmsten Falle zur Strangulation von schwimmenden Personen, die sich in der Nähe der Wasserskistrecke befinden, führen. Mittels Umkleidung der Schleppleine kann auch ein Überschlag der Schleppleine über das Umlaufseil verhindert werden.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform, unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1: eine vereinfachte Darstellung einer erfindungsgemäßen
Wasserski-Seilbahn;
Fig. 2: einen Mast; Fig. 3: eine Vorderansicht eines Mitnehmers; Fig. 4: eine Seitenansicht des Mitnehmers;
Fig. 5: eine Schnittdarstellung des Mitnehmers entlang einer
Linie A-A in Fig. 4.
Fig. 1 zeigt eine vereinfachte Darstellung einer erfindungsge ¬ mäßen Schlepp-Seilbahn am Beispiel einer Wasserski-Seilbahn. Die Wasserski-Seilbahn umfasst zwei Masten 01 (siehe auch Fig. 2), an denen jeweils eine Umlenkeinrichtung 02 befestigt ist. Zwischen den Masten 01 befindet sich die Wasserskistrecke. Die Masten 01 sind zueinander geneigt und weisen eine Abspannung 03 auf. Die Neigung der Masten 01 wird so gewählt, dass einerseits keine zu hohen Zugkräfte auf die Abspannung wirken, andererseits aber auch sichergestellt ist, dass die Masten nicht in Richtung der Abspannung fallen, falls das zwischen den Masten gespannte Umlaufseil reißen sollte. Der von Abspannung 03 und Mast 01 gebildete Winkel ist vorzugsweise spitz ¬ winklig. Der Abstand zwischen den Masten 01 beträgt bevorzugt 75 bis maximal 300 Meter. Es soll jedoch keine Einschränkung auf diese Längen erfolgen, andere Längen sind durchaus
möglich. Der Mastfuß ist über Gelenke 04 auf einem Fundament gelagert. Statt eines Fundaments können auch Erdnägel zum Einsatz kommen, was vorteilhaft ist, wenn die Seilbahn als mobile Anlage mit wechselnden Einsatzorten ausgelegt ist.
Bei alternativen Aus führungs formen kann auch auf die Masten verzichtet werden. Wird eine erfindungsgemäße Wasserskibahn beispielsweise in einem Hallenbad aufgebaut, können die
Umlenkeinrichtungen an Deckenträgern befestigt werden. Die Umlenkeinrichtungen 02 umfassen Umlenkrollen. Die Seilenden der Abspannung 03 sind zur Realisierung einer automatischen Ausrichtung gegabelt ausgeführt, sodass die Umlenkein ¬ richtungen 02 und deren Umlenkrollen zueinander automatisch ausgerichtet sind.
Zwischen den Masten 01 ist ein Umlaufseil mit zwei vertikal übereinander angeordneten parallel verlaufenden Strängen 06, 07 angeordnet.
Am Umlaufseil ist eine Schleppleine 08 mittels eines Mitneh ¬ mers 09 befestigt. Im Zusammenhang mit dem Mitnehmer 09 wird auf die Figuren 3 bis 5 verwiesen. Fig. 5 kann u. a. entnommen werden, dass die Enden des unteren Strangs 07 des Umlaufseils mit Hilfe handelsüblicher Keilendklemmen 11 am Mitnehmer 09 befestigt sind. Derartige Keilendklemmen 11 sind beispiels ¬ weise in der DIN 43148 beschrieben. Der Mitnehmer 09 umfasst vorzugsweise ein Pendelkugellager 12, über welches der Mitnehmer 09 am oberen Strang 06 des Umlaufseils gelagert ist. Am Mitnehmer 09 sind Matten 13, beispielsweise Bitumenmatten, zur
Geräuschdämpfung angebracht. Durch die Matten 13 werden die beim Betrieb der Wasserski-Seilbahn auftretenden Geräusche bis zu einem bestimmten Pegel gedämpft. Ein gewisses Geräusch muss jedoch noch vorhanden sein, um dem Wasserskifahrer zu signali- sieren, dass gerade beschleunigt bzw. gebremst wird und er sich entsprechend verhalten kann.
Die Schleppleine 08 weist an ihrem freien, zur Wasserfläche gerichteten Ende einen Haltegriff 14 für den Wasserskifahrer auf. An diesem Haltegriff 14 hält sich der Wasserskifahrer fest während er entlang der Wasserskifläche dem Umlaufseil folgend gezogen wird. Die Länge der Schleppleine 08 kann vari ¬ iert werden. Je nachdem, ob ein Anfänger oder ein geübter Sportler die Anlage benutzt, erfolgt eine entsprechende Anpas ¬ sung der Schleppleinenlänge. Für viele Anwendungen ist eine Schleppleinenlänge von 9 bis 10 Metern sinnvoll. Die Schlepp ¬ leine 08 ist an ihrem freien Ende mit einem Polster umkleidet. Dabei werden vorzugsweise die letzten 2 bis 3 Meter der
Schleppleine 08 vom Polster bedeckt. Das Polster kann
beispielsweise ein Schlauch aus geschäumtem Kunststoff oder einem ähnlichen weichen, wasserbeständigen Material sein.
Infolge der Polsterumkleidung erhöht sich die Steifigkeit der Schleppleine 08. Auf diese Weise können gefährliche Schlingen ¬ bildung der Schleppleine 08 auf der Wasserskifläche wirksam vermieden werden. Das Polster dient damit in erster Linie dem Strangulationsschutz. Außerdem kann ein Überschlag der
Schleppleine 08 über das Umlaufseil verhindert werden.
Die erfindungsgemäße Schlepp-Seilbahn umfasst weiterhin zwei Bremseinrichtungen 16, welche am unteren Strang 07 des Umlaufseils beidseitig des Mitnehmers 09 angeordnet sind. Der
Abstand zwischen den Bremseinrichtungen 16 und dem Mitnehmer kann vor Fahrtantritt manuell eingestellt werden, je nach dem mit welcher Geschwindigkeit der Sportler gezogen werden soll. Je schneller die Fahrt, desto größer der nötige Bremsweg für die Bremseinrichtung. Beispielsweise beträgt der Bremsweg bei Wasserski-Seilbahn mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h ca. 2 Meter. Die Bremseinrichtungen werden demnach vor Fahrtantritt ca. 2 m vom Mitnehmer entfernt platziert. Bei einer
Zuggeschwindigkeit von 60 km/h beträgt der Bremsweg ca. 8 Meter. Also werden die Bremseinrichtungen ca. 8 m versetzt zum Mitnehmer platziert.
Die Bremseinrichtungen 16 bestehen in der hier beschriebenen Aus führungs form aus zwei parallel angeordneten Platten 17 zwischen denen sich der untere Strang 07 des Umlaufseils befindet. Die Platten 17 sind über eine Spanneinrichtung unter Einstellung einer auf das Umlaufseil wirkenden Vorspannung miteinander verspannt. Zum Variieren der Bremskraft kann die Spanneinrichtung entsprechend angepasst werden. Die Bremseinrichtungen 16 umfassen an ihrer zur jeweiligen Umlenkeinrichtung 02 gerichteten Stirnseite jeweils eine dritte Platte 18, welche eine Durchführung für das Umlaufseil aufweist. Im normalen Betriebszustand werden die Bremseinrichtungen 16 mit dem Umlaufseil mitbewegt, ohne dass sie Wirkungen entfalten. Im Fehlerfall wird der am Umlaufseil befestigte Mitnehmer über die zuvor angelernten Umkehrpunkte hinaus zu weit an die
Umlenkeinrichtungen heran bewegt. Dies könnte zu einer Beschädigung der Umlenkreinrichtungen und/oder des Mitnehmers führen oder einen Unfall für den Sportler bzw. das Bedienpersonal hervorrufen. In einem solchen Fall schlägt die jeweilige dritte Platte 18 jedoch an einer Anschlagplatte 19, welche am Kopf der Masten 01 befestigt ist. Damit wird das Umlaufseil entweder sofort gestoppt oder die Bremseinrichtung wirkt derart, dass das Umlaufseil durch sie hindurch gezogen und dabei stark abgebremst wird. Dies kann beispielsweise genutzt werden, um den sich dadurch erhöhenden Motorstrom als Signal für eine Notabschaltung zu verwenden. Andere Abschaltmechanismen sind ebenso möglich. Jedenfalls gestattet es die Brems ¬ einrichtung, dass das Umlaufseil zum Stillstand kommt, bevor der Mitnehmer unerwünscht an der Umlenkeinrichtung anschlägt. Der Abstand zwischen der Bremseinrichtung und dem Mitnehmer ist entsprechend zu wählen, unter Berücksichtigung der Seilgeschwindigkeit und der an der Bremseinrichtung erzeugbaren Bremskraft .
An den Anschlagplatten 19 sind vorzugsweise erste Notausschal ¬ ter angeordnet, welche von den dritten Platten 18 der Bremseinrichtungen 16 betätigt werden, wenn diese dort
anschlagen .
Zum Bewegen des Umlaufseils zwischen den Masten 01 dient ein Antrieb 21, der an einem der Mastköpfe angeordnet ist. Der Antrieb 21 und die Umlenkeinrichtung 02 sind drehbar auf dem Mastkopf angeordnet, wodurch eine Ausrichtung beim Spannen ermöglicht wird. Der Antrieb 21 weist in der Regel eine
Rutschkupplung auf. Wenn das Umlaufseil am Umlaufen gehindert wird, kann durch die Rutschkupplung sichergestellt werden, dass ein maximal vorgegebenes Drehmoment nicht überschritten wird .
Die erfindungsgemäße Schlepp-Seilbahn ist vorteilhafterweise mit einer Messeinrichtung zur Erfassung der Leistungs- bzw. Stromaufnahme des Antriebs sowie einer Auswerteeinrichtung zur Auswertung der Leistung- bzw. Stromaufnahme des Antriebs ausgestattet. Kommt es zur Überschreitung vorgegebener Grenzwerte, beispielsweise infolge eines Sturzes des Wasserski ¬ fahrers und der damit verbundenen Widerstandserhöhung, wird eine Notabschaltung ausgelöst.
Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit der Schlepp-Seilbahn hat sich die Verwendung zusätzlicher, zweiter Notausschalter als zweckmäßig erwiesen. Diese zweiten Notausschalter sind unterhalb des zweiten Strangs 07 des Umlaufseils angeordnet. Die zweiten Notausschalter werden ausgelöst, wenn die Stränge 06, 07 des Umlaufseils nicht mehr parallel zueinander angeordnet sind. Eine parallele Anordnung der Stränge 06, 07 des Umlauf ¬ seils ist bei Seilriss nicht mehr gegeben. Infolge eines Seil ¬ risses kommt es zum Durchhängen des Umlaufseils. Sobald das Seil durchhängt, werden die Notausschalter, in der Regel durch das herunterhängende Seil selbst, betätigt und damit der
Antrieb 21 abgeschaltet.
Am Antrieb 21 ist vorzugsweise ein Drehgeber zur Positions ¬ bzw. Geschwindigkeitsbestimmung angeordnet. Des Weiteren ist die Wasserski-Seilbahn zweckmäßigerweise mit einer Steuereinrichtung für den Antrieb 21, insbesondere zum Steuern der Umlaufgeschwindigkeit des Umlaufseils, ausgestattet. Die Steu ¬ ereinrichtung umfasst vorzugsweise einen Frequenzumrichter, mit welchem der Motorstrom beeinflusst wird. Mittels Frequenzumrichter kann auf unterschiedliche Belastungen, wie sie beispielsweise beim Kurvenfahren auftreten, reagiert werden und die Leistung entsprechend ausgeregelt werden.
Im Folgenden soll die Funktionsweise der Wasserski-Seilbahn erläutert werden, wobei insbesondere auf die Sicherheits ¬ aspekte eingegangen werden soll.
Bei erstmaliger Inbetriebnahme der Wasserski-Seilbahn werden mittels Drehgeber die Umlenkpunkte angelernt. Im Normalbetrieb wird der Mitnehmer 09 zwischen den beiden Umlenkpunkten hin und her bewegt. Über die Steuereinrichtung kann die Geschwindigkeit des Umlaufseils zu Beginn der Bewegung, beim Startvorgang allmählich gesteigert werden und beim Annähern an einen Umlenkpunkt langsam abgesenkt werden. Die Steuerung kann manu ¬ ell erfolgen bzw. vorzugsweise über ein auf Erfahrungswerten beruhendes Steuerprogramm. Während des Betriebs werden die Leistungs- bzw. Stromwerte des Antriebs 21 kontinuierlich von einer Messeinrichtung erfasst und von einer Auswerteeinrichtung ausgewertet, um eventuelle Abweichungen zu registrieren. Kommt es nun im Normalbetrieb zu einem Sturz des Wasserskifahrers, erhöht sich infolge dessen schlagartig die Leistungs ¬ bzw. Stromaufnahme des Antriebs 21. Sobald die Auswerteeinrichtung diese Erhöhung erfasst, wird eine Notab ¬ schaltung ausgelöst. Der Wasserskifahrer kann sich wieder aufrichten und die Fahrt anschließend fortsetzen. Würde keine Abschaltung erfolgen, besteht Verletzungsgefahr, da die Gefahr besteht, dass der Wasserskifahrer, wenn er den Haltegriff 14 nicht umgehend loslässt mitgezogen werden würde. Außerdem ist es problematisch, dass der Wasserskifahrer auch nachdem er sich wieder aufgerichtet hat, keinen Haltegriff 14 in unmittelbarer Nähe zum Festhalten hat, wenn er diesen beim Sturz freigeben würde, und er durch die Wasserski am Schwimmen behindert wird.
Tritt während des Normalbetriebs ein Seilriss auf, kommt es infolge dessen zum Durchhängen des Umlaufseils. Das durchhängende Seil löst die unterhalb des unteren Strangs 07 ange ¬ ordneten zweiten Notausschalter aus und die Anlage wird angehalten. Dadurch, dass die Bremseinrichtungen 16 am unteren Strang 07 angeordnet sind, kann auch bei einem Seilriss im oberen Strang ein Abwickeln des Umlaufseils verhindert werden, denn der Antrieb stoppt jedenfalls wenn die Bremseinrichtung an einer Anschlagplatte 19 anschlägt.
Kommt es während des Normalbetriebs zu einem Stromausfall, fällt damit die Motorbremse aus. Die Fahrt wird nun mit sinkender Geschwindigkeit fortgesetzt. Je nachdem, an welcher
Stelle der Mitnehmer 09 zum Zeitpunkt des Stromausfalls posi ¬ tioniert war, kommt die Anlage selbsttätig zur Ruhe oder es erfolgt ein Abbremsen über die jeweilige Bremseinrichtung 16. Die dritte Platte 18 der Bremseinrichtung 16 schlägt in diesem Fall an die am entsprechenden Mast 01 befindliche Anschlag ¬ platte 19 an. Durch die plötzlich auftretenden starken
Zugkräfte rutscht das Umlaufseil durch die zweiten Platten 17 der Bremseinrichtung 16 durch, wobei ein Abbremsen erfolgt. Ohne Bremseinrichtung 16 würde der Mitnehmer 09 unter Umständen wenig gebremst an die Umlenkeinrichtung (02) anschlagen, was zu Beschädigungen des Mitnehmers 09 bzw. auch zu Verlet ¬ zungen des Wasserskifahrers führen kann.
Bei anderen Defekten, welche beispielsweise den Drehgeber bzw. die Steuerung betreffen, kann es vorkommen, dass der Mitnehmer 09 wiederum über den jeweiligen Umlenkpunkt hinaus bewegt wird. Ohne Bremseinrichtung 16 würde der Mitnehmer 09 ungebremst auf die Umlenkeinrichtung 02 aufschlagen, was wiederum zu Beschädigungen des Mitnehmers 09 bzw. Verletzungen des Wasserskifahrers führen könnte. In einem solchen Havariefall schlägt die dritte Platte 18 der entsprechenden Bremseinrichtung 16 an die zugehörige Anschlagplatte 19 an und löst den dort befindlichen ersten Notausschalter aus, was ein Abschalten der Anlage bewirkt. Mittels Bremseinrichtung 16 erfolgt wiederum wie oben beschrieben ein Abbremsen des Mitnehmers 09.
Bezugszeichenliste
01 - Mast
02 - Umlenkeinrichtung
03 - Abspannung
04 - Gelenke
05 -
06 - oberer Strang des Umlaufseils
07 - unterer Strang des Umlaufseils
08 - Schleppleine
09 - Mitnehmer
10 -
11 - Keilendklemme
12 - Pendelkugellager
13 - Matten
14 - Haltegriff
15 -
16 - Bremseinrichtungen
17 - parallele Platten der Bremseinrichtung
18 - dritte Platte der Bremseinrichtung
19 - Anschlagplatte
20 -
21 - Antrieb
