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Title:
CALCINATION DEVICE FOR SEPARATING CARBON DIOXIDE FROM A SOLID
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/076131
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a calcination device (24) for separating carbon dioxide from a pourable first solid (F1). The calcination device (24) has a housing (40) with a separating channel (42). A first heating channel (46) and a second heating channel (47) are provided separate from the separating channel (42). A first heat exchanger unit (34) is associated with the first heating channel (46) and the separating channel (42), and a second heat exchanger unit (35) is associated with the second heating channel (47) and the separating channel (42). The two heat exchanger units (34), (35) each extend, with a heat dissipation section (62a, 71a) on their heat exchanger surfaces (62, 71), into the separating channel (42), while a heat absorption section (62b, 71b) extends into the respective heating channel (46, 47) associated therewith. The two heat exchanger surfaces (62, 71) are rotatably arranged around a preferably common rotational axis (D) via a respectively associated rotary drive (64, 70). In the separating channel (42), the carbon dioxide-containing first solid (F1) is heated up, and the adsorbed carbon dioxide is thereby released. Said carbon dioxide is discharged out of the housing (40) of the calcination device (24) via at least one gas discharge channel (36, 37). The calcination device (24) can be part of a device for separating carbon dioxide from a flue gas, wherein the first solid (F1) is first brought into contact with the flue gas, and the carbon dioxide is adsorbed and then released again in the calcination device (24).

Inventors:
EPPLE BERND (DE)
SEEBER JOACHIM (DE)
Application Number:
EP2012/073211
Publication Date:
May 30, 2013
Filing Date:
November 21, 2012
Export Citation:
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Assignee:
TECHNISCHE UNIVERSITÄT DARMSTADT (Karolinenplatz 5, Darmstadt, 64289, DE)
International Classes:
B01D53/83; B01D53/96; F28D19/02
Foreign References:
EP2299176A12011-03-23
EP2348272A22011-07-27
DE102007015082A12008-10-02
Attorney, Agent or Firm:
RÜGER, BARTHELT & ABEL (Webergasse 3, Esslingen, 73728, DE)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Kalziniervorrichtung (24) zur Abscheidung von Kohlendioxid aus einem Kohlendioxid enthaltenden rieselfähigen ersten Feststoff (Fl), mit einem Gehäuse (40), das einen Abscheidekanal (42) zwischen einem Kanaleinlass (41) und einem Kanalaus- lass (43) aufweist, mit einem im Gehäuse (40) vorhandenen ersten Heizkanal (46) für einen zweiten Feststoff (F2) und einem im Gehäuse (40) vorhandenen zweiten Heizkanal (47) für einen zweiten Feststoff (F2), wobei jeder Heizkanal (46, 47) eine Eingangsöffnung (48) und eine Ausgangsöffnung (49) aufweist, mit einer um eine Drehachse (D) drehbar gelagerten ersten Wärmetauschereinheit (34), deren erste Wärmetau¬ scherfläche (62) dem ersten Heizkanal (46) und dem Ab¬ scheidekanal (42) zugeordnet ist, und mit einer drehbar gelagerten zweiten Wärmetauschereinheit (35) , deren zweite Wärmetauscherfläche

(71) dem zweiten Heizkanal (47) und dem Abscheidekanal

(42) zugeordnet ist, und mit wenigstens einem Gasableitkanal (36, 37), der in den Abscheidekanal (42) einmündet und über den das bei Erwärmung des ersten Feststoffs (Fl) frei werdende Kohlendioxid aus dem Gehäuse (40) abgeführt wird.

2. Kalziniervorrichtung nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass der Abscheidekanal (42) und/oder der erste Heizkanal (46) und/oder der zweite Heizkanal (47) im Wesentlichen vertikal verläuft.

3. Kalziniervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass die erste Wärmetauscher¬ einheit (34) und die zweite Wärmetauschereinheit (35) um eine gemeinsame Drehachse (D) drehbar gelagert sind .

4. Kalziniervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der erste Heizkanal (46) und der zweite Heizkanal (47) entlang einer gemeinsa¬ men Achse (V) angeordnet sind, die insbesondere verti¬ kal ausgerichtet ist.

5. Kalziniervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauschereinhei¬ ten (34, 35) über jeweils einen Drehantrieb (64, 70) unabhängig voneinander um die Drehachse (D) drehbar sind .

6. Kalziniervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (D) im We¬ sentlichen vertikal ausgerichtet ist.

7. Kalziniervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmetauscherfläche (62, 71) zumindest teilweise durch die Oberfläche von Füllkörpern (81) der Wärmetauschereinheit (34, 35) ge¬ bildet ist.

8. Kalziniervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass als erster Feststoff (Fl) ein erdalkalisches Sorbens dient.

9. Kalziniervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass als zweiter Feststoff (F2) Sand dient.

10. Vorrichtung (20) zur Trennung von Kohlendioxid aus ei¬ nem Rauchgas (R) , mit einer Brennkammer (21), in der durch Verbrennung eines Brennstoffes (B) mit Luft (L) Kohlendioxid ent¬ haltendes Rauchgas (R) entsteht, wobei durch die Wärme der Brennkammer (21) ein zweiter Feststoff (F2) erwärmt wird, mit einem Karbonator (27), in dem ein erster Feststoff (Fl) in Kontakt mit Kohlendioxid enthaltendem Rauchgas (R) gebracht wird, wodurch der erste Feststoff (Fl) das Kohendioxid absorbiert, mit einer Zufuhrleitung (31) vom Karbonator (27) zu einem Abscheidekanal (42) einer Kalziniervorrichtung (24), die eine um eine Drehachse (D) drehbar gelagerte erste Wärmetauschereinheit (34) mit einer ersten Wär¬ metauscherfläche (62) und eine drehbar gelagerte zwei¬ te Wärmetauschereinheit (35) mit einer zweiten Wärme¬ tauscherfläche (71) aufweist, wobei die erste Wärmetauscherfläche (62) dem Abschei¬ dekanal (42) und einem ersten Heizkanal (46) und die zweite Wärmetauscherfläche (71) dem Abscheidekanal (42) und einem zweiten Heizkanal (47) zugeordnet ist, wobei die beiden Heizkanäle (46, 47) an eine gemeinsa¬ me Versorgungsleitung (23) angeschlossen sind, über die der erhitzte zweite Feststoff (F2) von der Brenn¬ klammer (21) zugeführt wird, und mit wenigstens einem Gasabfuhrkanal (36, 37), der in den Abscheidekanal (42) der Kalziniervorrichtung (24) einmündet und über den das bei Erwärmung des ers¬ ten Feststoffs (Fl) frei werdende Kohlendioxid aus dem Gehäuse (40) der Kalziniervorrichtung (24) abgeführt wird .

Description:
Kalziniervorrichtung zur Abscheidung von Kohlendioxid

aus einem Feststoff

Die Erfindung betrifft eine Kalziniervorrichtung, die zum Abscheiden von Kohlendioxid aus einem Kohlendioxid ent ¬ haltenden rieselfähigen ersten Feststoff dient. Diese Kalziniervorrichtung kann Bestandteil einer Vorrichtung zur Trennung von Kohlendioxid aus einem Rauchgas sein, wobei diese Vorrichtung einen Karbonator und eine Brennkammer aufweist, die mit der Kalziniervorrichtung verbunden sind. Über den ersten Feststoff kann in einem Karbonator das in einem Rauchgas enthaltene Kohlendioxid vom Rauchgas ge ¬ trennt und durch den ersten Feststoff adsorbiert werden. Das C0 2 -freie Abgas kann anschließend gegebenenfalls über eine Wärmetauscheranordnung und/oder eine Filtereinrichtung in die Umgebung abgegeben werden. Es enthält nahezu kein Kohlendioxid, was im Hinblick auf die Anforderungen an die Klimafreundlichkeit von Feuerungsprozessen gefordert ist. Die erfindungsgemäße Kalziniervorrichtung dient im An- schluss an den Karbonator dazu, das im ersten Feststoff enthaltene Kohlendioxid wieder vom ersten Feststoff zu trennen und im Anschluss daran zu einer weiteren Verwertung zwischenzuspeichern oder auch dauerhaft zu lagern. Auf diese Weise kann Kohlendioxid mit einem sehr hohen Reinheits ¬ grad erhalten werden.

Aus der DE 10 2007 015 082 AI ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Abscheidung von Kohlendioxid aus Abgasen und eine Kalzinierung mittels Hochtemperaturwärmetau ¬ schern bekannt. Die Kalzinierung soll dabei in einem Hoch- temperaturwärmetauscher in Flugstrom erfolgen. Beim Kalzinieren wird durch eine Temperaturerhöhung von Kalkstein auf über ca. 900°C das Kohlendioxid ausgetrieben und es ent ¬ steht gebrannter Kalk (CaO) . Einzelheiten zum Aufbau der Kalziniervorrichtung mit Hochtemperaturwärmetauscher sind nicht beschrieben.

Ausgehend hiervon ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Kalziniervorrichtung zu schaffen, die eine hohe Effizienz aufweist und gleichzeitig einen platzsparen ¬ den Aufbau ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch eine Kalzi ¬ niervorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst .

Die Kalziniervorrichtung weist einen Abscheidekanal zwischen einem Kanaleinlass und einem Kanalauslass auf. Vorzugsweise verläuft der Abscheidekanal im Wesentlichen vertikal. Über den Kanaleinlass wird der Kohlendioxid ent ¬ haltende rieselfähige erste Feststoff zugeführt. Im Gehäuse der Kalziniervorrichtung benachbart zum Abscheidekanal ist ein erster Heizkanal sowie ein zweiter Heizkanal vorgese ¬ hen. Ferner enthält das Gehäuse eine erste Wärmetauscher ¬ einheit mit einer ersten Wärmetauscherfläche und eine zwei ¬ te Wärmetauschereinheit mit einer zweiten Wärmetauscherflä ¬ che. Die beiden Wärmetauschereinheiten sind jeweils drehbar gelagert, wobei die Drehlagerung beispielsweise um eine ge ¬ meinsame Drehachse erfolgen kann. Die erste Wärmetauscherfläche erstreckt sich teilweise im ersten Heizkanal und teilweise in einem Abschnitt des Abscheidekanals. Die zwei ¬ te Wärmetauscherfläche erstreckt sich teilweise im zweiten Heizkanal und teilweise in einem weiteren Abschnitt des Ab ¬ scheidekanals. Den beiden Heizkanälen wird ein aufgeheizter zweiter rieselfähiger zweiter Feststoff zugeführt. Die beiden Heizkanäle sind im Hinblick auf die Transportrichtung des zweiten Feststoffs parallel geschaltet. Im Hinblick auf die Transportrichtung des ersten Feststoffs sind die beiden Wärmetauscheinheiten im Abscheidekanal hintereinander und sozusagen in Reihe geschaltet. Im Abscheidekanal wird die Wärme der Wärmetauscherflächen auf den ersten Feststoff zumindest teilweise übertragen. Der erste Feststoff wird im Abscheidekanal aufgeheizt, wodurch das Kohlendioxid freige ¬ setzt wird. In den Abscheidekanal mündet zumindest ein Gas ¬ abfuhrkanal, über den das Kohlendioxid aus dem Gehäuse der Kalziniervorrichtung abgezogen werden kann. Dem Gasableitkanal können Trennmittel zugeordnet sein, um mitgeführte Partikel des ersten Feststoffs auszuscheiden und/oder vom Eintritt in den Gasableitkanal zu hindern. Vorzugsweise ist jedem Wärmetauscher ein separater Gasableitkanal zugeordnet .

Durch das Hintereinanderschalten von zwei Wärmetauschereinheiten kann eine hohe Effizienz beim Trennen des Kohlendioxids vom ersten rieselfähigen Feststoff erreicht werden. Hierfür sind beide Wärmetauschereinheiten einem gemeinsamen Abscheidekanal zugeordnet. Gleichzeitig ist jede Wärmetauschereinheit einem separaten Heizkanal zugeordnet, wobei beiden Heizkanälen ein aufgewärmter oder erhitzter zweiter rieselfähiger Feststoff zugeführt wird. Die Tempe ¬ ratur des zugeführten zweiten Feststoffs sowohl in dem ersten Heizkanal, als auch in dem zweiten Heizkanal ist in et ¬ wa gleich groß. Die beiden Heizkanäle sind sozusagen paral ¬ lel geschaltet und werden vorzugsweise über eine gemeinsame Versorgungsleitung mit einem heißen Partikelstrom des ersten Feststoffs versorgt. Die beiden Wärmetauschereinheiten sind drehbar im Gehäuse angeordnet. Die jeweilige Drehachse verläuft im Wesentlichen in Verlaufsrichtung des Abscheidekanals und bei einem Ausführungsbeispiel im Wesentlichen vertikal. Vorzugsweise können die Wärmetauscherflächen der beiden Wärmetauschereinheiten unabhängig voneinander um die jeweilige Drehachse gedreht werden, wofür jeder Wärmetau- schereinheit ein separater Antrieb zugeordnet ist. Da die Wärmetauscherflächen im Abscheidekanal hintereinander geschaltet sind, kann es notwendig sein, die Drehstellung der beiden Wärmetauschereinheiten unterschiedlich oft zu verändern. Vorzugsweise kann die Menge von aufgeheiztem zweitem Feststoff, die dem ersten Heizkanal und dem zweiten Heizka ¬ nal zugeführt wird unabhängig voneinander vorgegeben und eingestellt werden. Die im Heizkanal befindlichen Teile der ersten bzw. zweiten Wärmetauscherfläche können auf diese Weise bedarfsgemäß aufgewärmt werden.

Vorteilhafterweise verlaufen die beiden Heizkanäle und der Abscheidekanal parallel zueinander und im Wesentlichen vertikal. Durch die vertikale Ausrichtung kann der riesel ¬ fähige Feststoff ohne ein zusätzliches Fördermedium auf ¬ grund seiner Gewichtskraft durch die Kalziniervorrichtung transportiert werden. Dadurch wird für den Transport der rieselfähigen Feststoffe innerhalb der Kalziniervorrichtung keine Energie benötigt.

Um ein möglichst klein bauendes Gehäuse zu erhalten, sind die beiden Heizkanäle vorzugsweise entlang einer ge ¬ meinsamen Achse hintereinander angeordnet. Diese Achse kann vorzugsweise vertikal ausgerichtet sein.

Die erste Wärmetauscherfläche und/oder die zweite Wär ¬ metauscherfläche können zumindest teilweise durch die Ober ¬ fläche von jeweils mehreren Füllkörpern gebildet sein. Über solche Füllkörper lässt sich eine sehr große Wärmetauscherfläche erreichen, die eine gute Wärmeübertragung auf den ersten rieselfähigen Feststoff bzw. vom zweiten rieselfähigen Feststoff auf die Wärmetauscherfläche gewährleistet. Gleichzeitig kann durch die Ausgestaltung der Füllkörper die Größe der Durchtrittsöffnungen für den Feststoff vorgegeben werden, wodurch die Verweildauer der rieselfähigen Feststoffe beim Strömen entlang der Wärmetauscherfläche bzw. die Kontaktdauer zwischen dem Feststoff und der Wärmetauscherfläche eingestellt werden kann. Es ist dabei auch möglich, die Verweildauer der beiden Wärmetauscherflächen unterschiedlich groß vorzugeben.

Als erster Feststoff kann beispielsweise ein erdalka ¬ lisches Sorbens dienen, wie zum Beispiel Calciumoxid (CaO) oder Magnesiumoxid (MgO) . Als zweiter Feststoff wird ein unter den gegebenen Bedingungen innerter Feststoff verwendet, vorzugsweise Sand.

Die Kalziniervorrichtung kann Bestandteil einer Vorrichtung zur Trennung von Kohlendioxid aus einem Rauchgas sein. Diese Vorrichtung weist eine Brennkammer auf, in der durch Verbrennung eines Brennstoffes mit Luft Kohlendioxid enthaltendes Rauchgas entsteht. Der zweite Feststoff wird durch die Wärme der Brennkammer erhitzt. In einem Karbona- tor wird der erste Feststoff in Kontakt mit dem Kohlendi ¬ oxid enthaltenden Rauchgas gebracht und adsorbiert das Koh ¬ lendioxid im Rauchgas. Dieser Kohlendioxid enthaltende ers ¬ te Feststoff wird anschließend der Kalziniervorrichtung zu ¬ geführt, wo im Abscheidekanal das Kohlendioxid wieder vom ersten Feststoff getrennt wird. Der erste Feststoff wird nach der Abscheidung des Kohlendioxids wieder dem Karbona- tor zugeführt. Der in der Kalziniervorrichtung abgekühlte zweite Feststoff wird anschließend wieder zur Brennkammer transportiert, um erneut aufgeheizt zu werden. Es entstehen somit zwei getrennt voneinander umlaufende Feststoffströme .

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen sowie der Beschreibung. Die Beschreibung beschränkt sich auf wesentliche Merkmale der Erfindung sowie sonstige Gegebenheiten. Die Zeichnung ist ergänzend heranzuziehen. Es zeigen: Figur 1 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zur Trennung von Kohlendioxid aus einem Rauchgas mit einer Brennkammer, einem Karbonator und einer Kalziniervorrichtung,

Figur 2 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Kalziniervorrichtung im Längsschnitt,

Figur 3 ein Querschnitt durch die Kalziniervorrichtung aus Figur 2 gemäß Schnittlinie A-A,

Figur 4 ein Querschnitt durch die Kalziniervorrichtung aus Figur 2 gemäß Schnittlinie B-B,

Figur 5 einen Querschnitt durch die Kalziniervorrichtung aus Figur 2 gemäß Schnittlinie C-C,

Figur 6 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Wärmetau ¬ scherfläche in stark schematisierter Teildarstellung,

Figur 7 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Wärme ¬ tauscherfläche in stark schematisierter Teildarstellung,

Figur 8 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Wärme ¬ tauscherfläche in stark schematisierter Teildarstellung mit Füllkörpern,

Figur 9 ein viertes Ausführungsbeispiel der Wärmetau ¬ scherfläche in stark schematisierter Teildarstellung mit einer gitterartigen Struktur,

Figur 10 kugelförmige Füllkörper für eine Wärmetau ¬ scherfläche mit Abstandhaltemitteln in Form von Stiften und Figur 11 kugelförmige Füllkörper für eine Wärmetau ¬ scherfläche mit Durchgangslöchern und

Figur 12 ein Blockschaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zur Trennung von Kohlendioxid aus einem Rauchgas.

In Figur 1 ist ein Blockschaltbild eines ersten Aus ¬ führungsbeispiels einer Vorrichtung 20 dargestellt, die Teil einer Kraftwerksanlage sein kann. Die Vorrichtung 20 dient zur Durchführung eines Prozesses mit dem Kohlendioxid (C0 2 ) aus einem kohlendioxidhaltigen Rauchgas R entfernt werden kann. Die Vorrichtung 20 weist eine Brennkammer 21, beispielsweise eine Dampferzeugerfeuerung auf. Bei der Brennkammer 21 handelt es sich beispielsweise um eine Wir ¬ belschichtfeuerung, in der ein Brennstoff B gemeinsam mit Luft L verbrannt wird. Das dabei entstehende Rauchgas R enthält Kohlendioxid. Der Brennkammer 21 wird ein zweiter Feststoff F2 zugeführt und in der Brennkammer erhitzt. In einem der Brennkammer 21 nachgeschalteten Abscheider 22 wird der zweite Feststoff F2 vom Rauchgas R getrennt. Der zweite Feststoff F2 wird über eine Versorgungsleitung 23 einer Kalziniervorrichtung 24 zugeführt.

Das aus dem Abscheider 22 abgeführte Rauchgas R wird über einen optionalen Wärmetauscher 25 und eine Rauchgasreini- gungseinheit 26 einem Karbonator 27 zugeführt. Der Karbona- tor 27 ist beim Ausführungsbeispiel als Wirbelschichtreaktor ausgeführt. Aus der Kalziniervorrichtung 24 wird dem Karbonator 27 des Weiteren ein erhitzter Massenstrom eines ersten Feststoffes Fl zugeführt. Im Karbonator gelangt der erste Feststoff Fl in Kontakt mit dem Kohlendioxid enthal ¬ tendem Rauchgas R und adsorbiert das im Rauchsgas R enthal ¬ tene Kohlendioxid. Dem Karbonator 27 kann optional auch ein Rauchgasstrom von einem anderen Kraftwerksprozessprozess zugeführt werden, wie dies schematisch durch die gestrichelte Leitung 28 dargestellt ist.

Zur Trennung der Feststoffpartikel des ersten Fest ¬ stoffes Fl vom nunmehr kohlendioxidreduzierten Gas, das zur Unterscheidung mit dem Kohlendioxid enthaltenden Rauchgas R als Abgas A bezeichnet wird, ist dem Karbonator 27 ein Ab- scheider 29 nachgeschaltet. Die beiden Abscheider 22, 29 können beispielsweise als Zyklonabscheider ausgeführt sein. Das vom Kohlendioxid befreite Abgas A kann über eine Abgas ¬ reinigungseinheit 30 aus dem Abscheider 29 abgeführt wer ¬ den .

Die beiden Feststoffe Fl und F2 sind in kleine Parti ¬ kel zerkleinert, die vorzugsweise eine mittlere Korngröße von kleiner als einem Millimeter aufweisen. Bei dieser Kerngröße lassen sich gute Wirbelschichten in der Brennkammer 21 bzw. dem Karbonator 27 ausbilden und die Kontaktfläche zwischen den FeststoffPartikeln der beiden Feststoffe Fl, F2 und dem betreffenden Gas ist ausreichend groß.

Der erste Feststoff Fl aus dem Abscheider 29 wird zu ¬ sammen mit dem darin enthaltenen Kohlendioxid über eine Zufuhrleitung 31 der Kalziniervorrichtung 24 zugeführt. Dies geschieht entweder direkt oder wie beim bevorzugten Ausführungsbeispiel nach Figur 1 über einen zur Vorwärmung des kohlendioxidhaltigen ersten Feststoffes Fl dienenden ersten Wärmetauscher 25.

Die Kalziniervorrichtung 24 weist beim Ausführungsbeispiel eine erste Wärmetauschereinheit 34 und eine zweite Wärmetauschereinheit 35 auf. Über die Wärmetauschereinhei ¬ ten 34, 35 wird in der Kalziniervorrichtung 24 den Strom des zweiten Feststoffes F2 Wärme entnommen und dem Strom des Kohlendioxid enthaltenden ersten Feststoffes Fl Wärme zugeführt. Bei dieser Erwärmung oder Erhitzung des ersten Feststoffes Fl wird das enthaltene Kohlendioxid frei und über einen und beispielsgemäß zwei Gasableitkanäle 36, 37 aus der Kalziniervorrichtung 27 entfernt. Das abgeführte Kohlendioxid kann im Anschluss abgekühlt und gereinigt wer ¬ den, wofür entsprechende Mittel 38 vorgesehen sein können. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Kalziniervor ¬ richtung 24 wird anhand der Figuren 2 bis 5 genauer erläutert. Die Kalziniervorrichtung 24 weist ein Gehäuse 40 auf. Im oberen Bereich des Gehäuses mündet die Zufuhrleitung 31 in eine Kanaleinlass 41, der in einen Abscheidekanal 42 im Inneren des Gehäuses 40 einmündet. Auf der dem Kanaleinlass 41 entgegengesetzten Seite des Gehäuses 40 befindet sich ein Kanalauslass 43, der den Abscheidenkanal 42 mit einer ersten Rückführleitung 44 verbindet, die von der Kalziniervorrichtung 24 zum Karbonator 27 führt und einen Strom des ersten Feststoffes Fl zurück zum Karbonator 27 führen kann. Der Abscheidekanal 42 erstreckt sich im Wesentlich in vertikal Richtung, so dass der erste Feststoff Fl hauptsäch ¬ lich oder vollständig durch seine eigene Gewichtskraft durch den Abscheidekanal 42 transportiert wird.

Getrennt vom Abscheidekanal 42 sind ein erster Heizka ¬ nal 46 und ein zweiter Heizkanal 47 im Gehäuse 40 angeord ¬ net. Jeder Heizkanal weist an seinem vertikal oberen Endbe ¬ reich eine Eingangsöffnung 48 und an seinem entgegengesetzten unteren Endbereich eine Ausgangsöffnung 49 auf. Die beiden Heizkanäle 46, 47 sind voneinander getrennt. Die Eingangsöffnungen sind jeweils an die Versorgungsleitung 23 angeschlossen, wie dies in Figur 2 schematisch durch die Pfeile an den Eingangsöffnungen 48 veranschaulicht ist. Die Ausgangsöffnungen 49 sind an eine zweite Rückführleitung 50 angeschlossen, über die der aus der Kalziniervorrichtung 24 abgeführte zweite Feststoff F2 zurück zur Brennkammer 21 transportiert werden kann, um dort erneut aufgeheizt zu werden .

Unmittelbar im Anschluss an den Kanaleinlass 41 ist im Abscheidekanal 42 ein wannenförmiger Verteiler 53 angeordnet, der zur Verteilung des zugeführten kohlendioxidhalti- gen ersten Feststoffs Fl in der Erstreckungsebene des Ver- teilers 53 dient. Der Verteiler 53 erstreckt sich bei ¬ spielsgemäß im Wesentlichen horizontal und verteilt den ersten Feststoffpartikelstrom in etwa gleichmäßig über den Querschnitt des Abscheidekanals 42. Der Verteiler 53 kann hierfür fluidisiert werden und weist eine Vielzahl von verteilt angeordneten Überlauföffnungen 54 auf, durch die die Feststoffpartikel des ersten Feststoffes Fl hindurchfallen können. Die Feststoffpartikel können außerdem über einen seitlichen Rand 55 des Verteilers 53 weiter in den Abschei ¬ dekanal 42 transportiert werden. Derartige Verteiler 53 sind auch in den Heizkanälen 46, 47 im Anschluss an die jeweilige Eingangsöffnung 48 angeordnet.

Der erste Heizkanal 46 und der zweite Heizkanal 47 sind beispielsgemäß entlang einer gemeinsamen Achse V ange ¬ ordnet, die vorzugsweise im Wesentlichen vertikal ausge ¬ richtet ist. Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel gemäß Fi ¬ gur 2 ist der erste Heizkanal 46 vertikal oberhalb des zweiten Heizkanals 47 vorgesehen. Die Ausgangsöffnung 49 des ersten Heizkanals 46 befindet sich oberhalb der Ein ¬ gangsöffnung 48 des zweiten Heizkanals 47. Der erste Heizkanal 46 ist benachbart zu einem ersten Abschnitt 42a des Abscheidekanals angeordnet und der zweite Heizkanal 47 ist benachbart zu einem zweiten Abschnitt 42b des Abscheideka ¬ nals 42 angeordnet, wobei der zweite Abschnitt 42b des Ab ¬ scheidekanals 42 sich in Transportrichtung T des ersten Feststoffes Fl durch den Abscheidekanal 42 an dessen ersten Abschnitt 42a anschließt. Die Transportrichtung T ist beim Ausführungsbeispiel vertikal.

In einer Trennwand 60 zwischen dem ersten Abschitt 42a des Abscheidekanals 42 und dem ersten Heizkanal 46 ist eine erste Welle 61 drehbar gelagert. An dieser ersten Welle 61 sitzt drehfest eine erste Wärmetauscherfläche 62 der ersten Wärmetauschereinheit 34. Die erste Wärmetauscherfläche 62 ragt mit einem Wärmeabgabeabschnitt 62a in den ersten Ab ¬ schnitt 42a des Abscheidekanals 42 hinein, während der Wär ¬ meaufnahmeabschnitt 62b der ersten Wärmetauscherfläche 62 in den ersten Heizkanal 46 hineinragt. Die erste Wärmetau ¬ scherfläche 62 ist unterhalb der Verteiler 53 des Abschnei ¬ dekanals 42 bzw. des ersten Heizkanals 46 angeordnet. Über einen ersten Drehantrieb 64 der ersten Wärmetauschereinheit 34 ist die erste Welle 61 mit der ersten Wärmetauscherflä ¬ che 62 drehbar um eine Drehachse D angeordnet. Die Drehach ¬ se D verläuft im Wesentlichen vertikal und vorzugsweise pa ¬ rallel zur Achse V.

Im Gehäuse 40 ist außerdem die zweite Wärmetauschereinheit 35 angeordnet. Die zweite Wärmetauschereinheit 35 ist beim Ausführungsbeispiel analog zur ersten Wärmetau ¬ schereinheit 34 aufgebaut. Sie weist eine an einer Trenn ¬ wand 68 zwischen dem zweiten Abschnitt 42b des Abscheideka ¬ nals und dem zweiten Heizkanal 47 drehbar angeordnete zwei ¬ te Welle 69 auf, die über einen zweiten Drehantrieb 70 um die Drehachse D antreibbar ist. Auf der zweiten Welle 69 sitzt eine zweite Wärmetauscherfläche 71, die einen Wärme ¬ abgabeabschnitt 71a aufweist, der in den zweiten Abschnitt 42b des Abscheidekanals 42 hineinragt, sowie einen Wärme ¬ aufnahmeabschnitt 71b aufweist, der in den zweiten Heizka ¬ nal 47 hineinragt.

Jeder Wärmetauschereinheit 34, 35 ist ein Gasableitka ¬ nal 36, 37 zugeordnet, der in den Abscheidekanal 42 einmün ¬ det. Beim Ausführungsbeispiel mündet der erste Gasableitka ¬ nal 36 oberhalb der ersten Wärmetauscherfläche 62 in den ersten Abschnitt 42a des Ableitkanals 42 ein, wohingegen der zweite Gasableitkanal 37 oberhalb der zweiten Wärmetau ¬ scherfläche 71 in den zweiten Abschnitt 42b des Abscheide ¬ kanals 42 einmündet. Alternativ zu dieser Ausgestaltung könnten die Gasableitkanäle 36, 37 auch unterhalb der je- weiligen Wärmetauscherfläche 62, 71 in den zugeordneten Abschnitt 42a bzw. 42b des Abscheidekanals 42 einmünden.

Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel können die beiden Wärmetauscherflächen 62, 71 unabhängig voneinander um die Drehachse D gedreht werden. Dies hat den Vor ¬ teil, dass unterschiedliche Temperaturzustände der beiden Wärmetauscherflächen 62, 71 berücksichtigt und daher die Drehstellung auch unabhängig voneinander verändert werden kann. Bei einer vereinfachten Ausführungsform ist es jedoch auch möglich, dass sich die Wärmetauschereinheiten 34, 35 einen gemeinsamen Drehantrieb 64 oder 70 teilen.

Die Kalziniervorrichtung 42 kann in Abwandlung zum beschriebenen Ausführungsbeispiel auch mehr als zwei Wärme ¬ tauschereinheiten 34, 35 und dementsprechend viele Heizka ¬ näle 46, 47 aufweisen. Gemäß Figur 2 ist sie als zweistufi ¬ ge Kalziniervorrichtung 24 ausgeführt. Die Kalziniervorrichtung 24 arbeitet wie folgt:

Den beiden Heizkanälen 46, 47 wird ein Feststoffström des aufgeheizten zweiten Feststoffes F2, beispielsgemäß Sand, über die Versorgungsleitung 23 zugeführt. Die beiden Heizkanäle 46, 47 sind im Hinblick auf den Feststoffmassen- strom aus der Versorgungsleitung 23 parallel geschaltet. Die Feststoffpartikel des zweiten Feststoffes F2 treten an der jeweiligen Eingangsöffnung 48 in den Heizkanal 46 bzw. 47 ein und werden über den Verteiler 53 vorzugsweise gleichmäßig über den Querschnitt des jeweiligen Heizkanals 46, 47 verteilt. Durch die Gewichtskraft fallen die Fest ¬ stoffpartikel des zweiten Feststoffes F2 durch den jeweili ¬ gen Heizkanal 46, 47 und rieseln dabei entlang des Wärme ¬ aufnahmeabschnitts 62b bzw. 71b der ersten Wärmetauscherfläche 62 bzw. der zweiten Wärmetauscherfläche 71. Dabei geben sie ihre Wärme an den betreffenden Wärmeaufnahmeab- schnitt 62b, 71b zumindest teilweise ab.

Gleichzeitig zum Aufheizvorgang der Wärmeaufnahmeab ¬ schnitte 62b und 71b geben die Wärmeabgabeabschnitte 62a und 71a der beiden Wärmetauscherflächen 62, 71 im Abscheidekanal ihre Wärme an den kohlendioxidhaltigen Feststoff ¬ strom des ersten Feststoffes Fl ab. Die Feststoffpartikel des ersten Feststoffes Fl treten durch den Kanaleinlass 41 ein und werden durch den Verteiler 53 über den Querschnitt des Abscheidekanals 42 verteilt. Im Anschluss daran gelan ¬ gen die Feststoffpartikel des ersten Feststoffes Fl zu ¬ nächst in Kontakt mit dem Wärmeabgabeabschnitt 62 der ers ¬ ten Wärmetauscherfläche 62 und nachfolgend mit dem Wärmeab ¬ gabeabschnitt 71a der zweiten Wärmetauscherfläche 71. Dabei werden die Partikel des ersten Feststoffes Fl erhitzt, wo ¬ durch sich das adsorbierte Kohlendioxid vom ersten Fest ¬ stoff Fl ablöst und über die Gasableitkanäle 36 und 37 aus dem Gehäuse 40 der Kalziniervorrichtung 24 abgeführt wird. Durch das zweistufige Aufheizen des ersten Feststoffes Fl in einem gemeinsamen Gehäuse 40 wird auf geringem Raum mit hoher Effizienz Kohlendioxid von dem Feststoffpartikel des ersten Feststoffes Fl getrennt.

Nach einer vorgegebenen Zeit oder abhängig von einer gemessenen Temperatur des jeweiligen Wärmeabgabeabschnitts 42a, 71a der Wärmetauscherflächen 62, 71 werden diese durch den zugeordneten Drehantrieb 64 bzw. 70 um 180 Grad ge ¬ dreht, so dass der kühlere Abschnitt nunmehr den Wärmeauf ¬ nahmeabschnitt 62b bzw. 71b im ersten Heizkanal 46 bzw. im zweiten Heizkanal 47 bildet und der heißere Abschnitt den Wärmeabgabeabschnitt 62a bzw. 71a im Abscheidekanal 42 bil ¬ det. Da die Abkühlung der beiden Wärmeabgabeabschnitte 62a und 71a voneinander verschieden ist, kann die Zeitdauer zwischen dem Drehen der Wärmetauscherfläche um 180 Grad der beiden Wärmetauschereinheiten 34, 35 unterschiedlich groß sein. Denn die Temperatur der Feststoffpartikel des ersten Feststoffes Fl ist bei Kontakt mit dem Wärmeabgabeabschnitt 62a der ersten Wärmetauscherfläche 62 kleiner als im An- schluss daran beim Kontakt mit dem Wärmeabgabeabschnitt 71a der zweiten Wärmetauscherfläche 71. Die Zykluszeit zwischen zwei 180 Grad-Drehungen kann bei der zweiten Wärmetauschereinheit 35 daher größer sein, als bei der ersten Wärmetauschereinheit 34. Da damit auch unterschiedliche Zeitdauern für das Aufheizen des jeweiligen Wärmeaufnahmeabschnitts 62b bzw. 71b zur Verfügung stehen, kann auch der Massenstrom in den ersten Heizkanal 46 und in den zweiten Heizkanal 47 unterschiedlich groß eingestellt werden. Hierfür können vor der jeweiligen Eingangsöffnung 48 in die Heizkanäle 46, 47 entsprechende Steuermittel wie Zellenradschleu- sen vorgesehen sein. Je größer die zur Verfügung stehende Zeitdauer für das Aufheizen des Wärmeaufnahmeabschnitts 62b bzw. 71b ist, desto kleiner kann die Menge des zweiten Feststoffes F2 durch den betreffenden Heizkanal 46, 47 eingestellt werden. Dadurch kann die Effizienz der Kalziniervorrichtung 24 bzw. der Vorrichtung 20 verbessert werden.

In den Figuren 6 bis 9 sind schematisch verschiedenen Ausführungsbeispiele für die erste Wärmetauscherfläche 62 bzw. die zweite Wärmetauscherfläche 71 teilweise schema ¬ tisch veranschaulicht, wobei jeweils lediglich ein Ab ¬ schnitt 62a, 62b, 71a, 71b dargestellt ist. Der jeweils an ¬ dere Abschnitt der Wärmetauscherfläche 62, 71 ist gleichar ¬ tig ausgestaltet. Bei dem hier dargestellten Ausführungs ¬ beispielen weist die Wärmetauscherfläche 62, 71 ein Wärme ¬ tauschergehäuse 75 auf, das an seiner Oberseite eine obere Öffnung 76 und an seiner unteren Seite eine untere Öffnung 77 aufweist. Der jeweilige Feststoff Fl, F2 kann durch die obere Öffnung 76 in Transportrichtung T in das Wärmetauschgehäuse 75 eindringen und an der entgegengesetzten unteren Öffnung 77 wieder aus dem Wärmetauschergehäuse 75 austre- ten. Die Verweildauer, während der sich die FeststoffParti ¬ kel innerhalb des Wärmetauschergehäuses 75 bewegen, kann durch die Ausgestaltung im Inneren des Wärmetauschergehäuses 75 variiert werden. Es ist insbesondere auch möglich, die Verweildauer der Wärmetauschereinheiten 34, 35 der Kalziniervorrichtung 24 durch verschiedene Ausgestaltungen der Wärmetauscherflächen 72, 71 unterschiedlich einzustellen.

Bei dem ersten Ausführungsbeispiel nach Figur 6 ist die Wärmetuascherfläche 62 bzw. 71 von mehreren parallel zueinander angeordneten gewellten Blechen oder Platten 79 gebildet. Die in Transportrichtung T durch das Wärmetauschergehäuse 75 hindurchfallenden oder rieselnden Feststoffpartikel werden dabei quer zur Transportrichtung T angelenkt, so dass die Verweildauer im Wärmetauschergehäuse 75 zunimmt. Entsprechend der gewünschten Verweildauer kann die Form bzw. Größe der Wellen, die Anzahl der Wellen und der Abstand benachbarter Platten 79 eingestellt werden.

Bei einem abgewandelten zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 sind anstelle von knickfrei gewellten Platten 79 abgewinkelte Bleche oder Platten 80 im Wärmetauscherge ¬ häuse 75 angeordnet, wobei auch hier die durch das Wärme ¬ tauschergehäuse 75 hindurchfallenden Feststoffpartikel quer zur Transportrichtung T abgelenkt werden, um die Verweildauer im Wärmetauschergehäuse 75 zu vergrößern und den Kon ¬ takt zwischen FeststoffPartikeln und Wärmetauscherfläche 62, 71 zu vergrößern.

Bei einem in Figur 8 dargestellten dritten Ausführungsbeispiel sind im Wärmetauschergehäuse 75 eine Vielzahl von Füllkörpern 81 angeordnet, die den direkten ungehinderten Durchgang der Feststoffpartikel behindern. Die Füllkörper 81 weisen Abstandhaltemittel 82 auf, um zwischen den Füllkörpern 81 ausreichend Raum für das Hindurchrieseln o- der Hindurchfallen der jeweiligen Feststoffpartikel des ersten Feststoffes Fl bzw. zweiten Feststoffes F2 freizu ¬ lassen. Bei dem in Figur 8 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Füllkörper 81 durch Stäbe 83 gebildet, die von jeweils einer oder mehreren Ringen 84 vollständig umschlossen sind, die die Abstandhaltmittel 83 bilden. Die Ringe 84 sorgen dafür, dass die Stäbe einen ausreichenden Abstand zueinander aufweisen. Die Stäbe 83 verlaufen quer zur Transportsichtung T und können parallel zueinander ausgerichtet sein. Um ein Herausfallen der Füllkörper 81 aus dem Wärmetauschergehäuse 75 zu verhindern, kann zumindest die untere Öffnung 77 des Wärmetauschergehäuses 75 durch ein gitterartiges Element verschlossen sein, das in der Zeichnung nicht näher dargestellt ist.

Anstelle der in Figur 8 dargestellten stabförmigen Füllkörper 81 können auch andere Füllkörper 81 verwendet werden, die in den Figuren 10 und 11 beispielhaft darge ¬ stellt sind. Gemäß der Ausführung nach Figur 10 sind die Füllkörper 81 von Kugeln 85 gebildet, von den in verschiedene Richtungen Stifte 86 wegragen, die die Abstandhalte ¬ mittel 82 bilden.

Bei einer weiteren alternativen Ausgestaltung der Füllkörper 81 nach Figur 11 sind die Füllkörper 81 durch Kugeln 85 gebildet, die jeweils ein oder mehrere Durch ¬ gangslöcher 87 aufweisen. Die Kugeln 85 liegen im Wärmetauschergehäuse 75 aneinander an, wobei die Feststoffpartikel durch die Durchgangslöcher 87 hindurch gelangen können.

Eine weitere, vierte Ausgestaltungsform für die Wärme ¬ tauscherfläche 62, 71 ist in Figur 9 veranschaulicht. Dort ist im Inneren des Wärmetauschergehäuses 75 eine gitterar ¬ tige Struktur mit quer zur Transportrichtung T zwischen der oberen Öffnung 76 und der unteren Öffnung 77 verlaufenden Querelementen 87 angeordnet. Die Querelemente 88 können beispielsweise eine stabförmige Gestalt mit beliebigen Querschnittsformen aufweisen. Die Querelemente 88 werden durch Halteteile 89 im Inneren des Wärmetauschergehäuses 75 gehalten. Die Halteteile 89 verlaufen im Wesentlichen in Transportrichtung T der Feststoffpartikel und können stab- oder plattenförmig ausgestaltet sein.

Es versteht sich, dass die im Zusammenhang mit den Figuren 6 bis 11 beschriebenen Ausführungsformen der Wärmetauscherflächen 62, 71 auch kombiniert werden können. Die Füllkörper 81 können über eine Struktur oder Halteteile 89 fest und unbeweglich gelagert sein. In diesem Fall kann in Abwandlung zu den dargestellten Ausführungsbeispielen auf das Wärmetauschergehäuse 75 auch verzichtet werden. Das Wärmetauschergehäuse 75 ist vor allem dann notwendig, wenn die Füllkörper 81 lose innerhalb des Wärmetauschergehäuses 75 angeordnet und lediglich durch das Wärmetauschergehäuse 75 gehalten werden.

Es versteht sich, dass die Abstandhaltemittel 82 al ¬ ternativ zu den Ringen 84 oder den Stiften 86 auch durch Ringsegmente, Scheiben mit runder, ovaler oder polygonaler Kontur, quer vom Füllkörper 81 wegragende Vorsprünge oder dergleichen gebildet sein können. Hierbei stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung. Alternativ zu den kugelförmigen Füllkörpern können auch andere Körper wie zum Beispiel Polyeder, hanteiförmige Füllkörper 81, Ringkörper, röhrenförmige Körper oder dergleichen verwendet werden.

In Figur 12 ist ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 20 anhand eines Blockschaltbilds veran ¬ schaulicht. In Abwandlung zum ersten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ist dabei in die erste Rückführleitung 44 ein zusätzlicher regenerativer zweiter Wärmetauscher 95 zwi- schengeschaltet , der zum weiteren Abkühlen des zurück zum Karbonator 27 transportierten ersten Feststoffes Fl dient. Über diesen zusätzlichen Wärmetauscher 95 kann auch bei Bedarf eine zusätzliche Menge an erstem Feststoff Fl in den Kreislauf eingebracht werden. Eine zusätzliche Menge am zweiten Feststoff F2 kann über die Brennkammer 21 in den Kreislauf eingebracht werden, wenn dies erforderlich sein sollte. Der zusätzliche zweite Wärmetauscher 95 in Reihe geschaltet zu dem ersten Wärmetauscher 25. Über die beiden Wärmetauscher 95, 25 wird der kohlendioxidhaltige erste Feststoff Fl bereits vorgewärmt, bevor er in die Kalzinier ¬ vorrichtung 24 eintritt. In der Rückführleitung 44 kann im Anschluss an den zusätzlichen Wärmetauscher 95 auch noch ein weiterer dritter Wärmetauscher 96 angeordnet sein, wenn der über die Rückführleitung 44 zurückgeführte und vom Kohlendioxid befreite erste Feststoff Fl weiter abgekühlt wer ¬ den soll.

Ein weiterer Unterschied der zweiten Ausführungsform gemäß Figur 12 gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel be ¬ steht darin, dass die Kalziniervorrichtung 24 eine dritte Wärmetauschereinheit 97 aufweist, die in Reihe geschaltet ist zur ersten Wärmetauschereinheit 34 und der zweiten Wär ¬ metauschereinheit 35. Der dritten Wärmetauschereinheit 97 ist ein dritter Heizkanal zugeordnet, der analog zu den beiden Heizkanälen 46, 47 gemäß Figur 2 ausführt sein kann und entlang der gemeinsamen Achse V neben einem dritten Abschnitt des Abscheidekanals 42 angeordnet ist. Der dritten Wärmetauschereinheit 97 ist ein dritter Gasableitkanal 98 analog zu den beiden anderen Wärmetaschereinheiten 34, 35 zugeordnet. Hinsichtlich der Funktionsweise der Vorrichtung 20 gemäß der zweiten Ausführungsform nach Figur 12 kann auf die Ausführung nach Figur 1 verwiesen werden.

Die Erfindung betrifft eine Kalziniervorrichtung 24 zur Abscheidung von Kohlendioxid aus einem rieselfähigen ersten Feststoff Fl. Die Kalziniervorrichtung 24 weist ein Gehäuse 40 mit einem Abscheidekanal 42 auf. Getrennt vom Abscheidekanal 42 sind ein erster Heizkanal 46 und ein zweiter Heizkanal 47 vorgesehen. Im ersten Heizkanal 46 und im Abscheidekanal 42 ist eine erste Wärmetauschereinheit 34 und dem zweiten Heizkanal 47 und dem Abscheidekanal 42 eine zweite Wärmetauschereinheit 35 zugeordnet. Die beiden Wär ¬ metauschereinheiten 34, 35 ragen jeweils mit einem Wärmeabgabeabschnitt 62a, 71a ihrer Wärmetauscherflächen 62, 71 in den Abscheidekanal 42 hinein, während ein Wärmeaufnahmeab ¬ schnitt 62b, 71b in den jeweils zugeordneten Heizkanal 46, 47 hineinragt. Die beiden Wärmetauscherflächen 62, 71 sind um eine vorzugsweise gemeinsame Drehachse D über einen je ¬ weils zugeordneten Drehantrieb 64, 70 drehbar gelagert. Im Abscheidekanal wird ein kohlendioxidhaltiger erster Feststoff Fl erhitzt und das adsorbierte Kohlendioxid wird da ¬ durch freigesetzt. Es wird über wenigstens einen Gasableit ¬ kanal 36, 37 aus dem Gehäuse 40 der Kalziniervorrichtung 24 abgeführt. Die Kalziniervorrichtung 24 kann Teil einer Vorrichtung 20 zur Trennung von Kohlendioxid aus einem Rauchgas R sein, wobei der erste Feststoff Fl zunächst in Kon ¬ takt mit dem Rauchgas R gebracht wird und das Kohlendioxid adsorbiert und anschließend in der Kalziniervorrichtung 24 wieder freigibt.

Bezugs zeichenliste :

20 Vorrichtung

21 Brennkammer

22 Abscheider

23 Versorgungsleitung

24 Kalziniervorrichtung

25 erster Wärmetauscher

26 Rauchgasreinigungseinheit

27 Karbonator

28 Leitung

29 Abscheider

30 Abgasreinigungseinheit

31 Zufuhrleitung

34 erste Wärmetauschereinheit

35 zweite Wärmetauschereinheit

36 erster Gasableitkanal

37 zweiter Gasableitkanal

38 Mittel

40 Gehäuse

41 Kanaleinlass

42 Abscheidekanal

42a erster Abschnitt des Abscheidekanals

42b zweiter Abschnitt des Abscheidekanals

43 Kanalauslass

44 erste Rückführleitung

46 erster Heizkanal

47 zweiter Heizkanal

48 Eingangsöffnung

49 Ausgangsöffnung

50 zweite Rückführleitung Verteiler

Überlauföffnungen

Rand Trennwand

erste Welle

erste Wärmetauscherflächea Wärmeabgabeabschnittb Wärmeaufnahmeabschnitt erster Drehantrieb Trennwand

zweite Welle

Drehantrieb

zweite Wärmetauscherflächea Wärmeabgabeabschnittb Wärmeaufnahmeabschnitt Wärmetauschergehäuse obere Öffnung

untere Öffnung gewelltes Platte

gewinkelte Platte

Füllkörper

Abstandhaltemittel

Stab

Ringen

Kugel

Stift

Durchgangslöcher

Querelement 89 Halteteil

95 zweiter Wärmetauscher

96 dritter Wärmetauscher

97 dritte Wärmetauschereinheit

98 dritter Gasableitkanal

A kohlendioxidfreies Abgas

B Brennstoff

D Drehachse

L Luft

Fl erster Feststoff

F2 zweiter Feststoff

R Kohlendioxid enthaltendes Rauchgas

T Transportrichtung

V Achse