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Patent Searching and Data


Title:
CAM FOLLOWER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/035985
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a cam follower (1) for a gas exchange valve train of a combustion engine, said cam follower (1) having a cam contact roller (3) on a drive side (2). Said roller sits in recesses (7) in the cam follower (1) by means of the ends (4) of a bolt (6) projecting from the end faces (5), and forms a sub-assembly with the bolt (6), said sub-assembly being rotatably mounted in the recesses (7) by means of the ends (4) of the bolt (6). The cam follower (1) has, on a drive side (8), an integral contact surface (9) for a follower member and has supporting means (10) for a surrounding structure.

Inventors:
BECKER, Matthias (Brentanostraße 13, Herzogenaurach, 91074, DE)
DUPKE, Stefan (Reisighofweg 8, Ködnitz, 95361, DE)
Application Number:
DE2014/200310
Publication Date:
March 19, 2015
Filing Date:
July 08, 2014
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F01L1/18; F16H53/06
Foreign References:
JP2013029027A
JP2005201065A
US6302075B1
JP2008115818A
US4995281A
DE102004002290A1
DE102009013131A1
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Claims:
Patentansprüche

Nockenfolger (1 ), insbesondere für einen Gaswechselventil- oder Kraft- stoffpum pentrieb einer Brennkraftmaschine, welcher Nockenfolger (1 ) an einer Antriebsseite (2) eine Nockenanlaufrolle (3) hat, die über Enden (4) eines von deren Stirnen (5) abragenden Bolzens (6) in Aufnahmen (7) des Nockenfolgers (1 ) sitzt, wobei dem Nockenfolger (1 ) an einer Abtriebsseite (8) eine Kontaktfläche (9) für zumindest ein Folgeglied immanent ist und wobei der Nockenfolger (1 ) Führungs- oder Abstützmittel (10) für eine Umgebungskonstruktion aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenanlaufrolle (3) eine Baueinheit mit dem Bolzen (6) bildet, wobei diese Baueinheit (3, 6) verdreh beweg lieh über die Enden (4) des Bolzens (6) in den Aufnahmen (7) sitzt.

Nockenfolger nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (7) halbschalenartige, axial nach außen geschlossene Taschen sind.

Nockenfolger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (7) die Enden (4) des Bolzen (6) mehr als 180° umfassen, wobei die umfassenden Aufnahmenabschnitte (17) als Schnapp- oder Klipsnasen vorliegen.

Nockenfolger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (7) mit einer Verschleißschutzschicht wie einer in einem PVD- oder CVD-Verfahren aufgetragenen Hartmetallschicht versehen sind.

5. Nockenfolger nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (6) in den Aufnahmen (7) über eine Nadellagerung sitzt. Nockenfolger nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Baueinheit (Nockenanlaufrolle (3), Bolzen (6)) entweder a) durch Mas- sivumformen wie Fließpressen oder Schmieden oder b) in einem MIM- Verfahren hergestellt ist.

Nockenfolger nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnen (5) der Nockenanlaufrolle (3) radial zwischen deren Laufbahn (18) und dem Bolzen (6) als Ringvertiefung (19) dargestellt sind.

Nockenfolger nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Nockenfolger (1 ) ein Schlepphebel ist und zwei an der Antriebsseite (2) durch einen einteilig angebundenen Querbalken (13) verbundene Längswände (14) hat, wobei die Nockenanlaufrolle (3) im Abschnitt einer Längsmitte des Nockenfolgers (1 ) entweder in einer von dem Querbalken (13) ausgehenden Tasche oder in einem Fenster (15) des Querbalkens (13) aufgenommen ist, wobei die Aufnahmen (7) axial nicht durchgehende Halbschalen sind, welche an Innenwänden (16) der Tasche / des Fensters (15) verlaufen und wobei an der Abtriebsseite (8) des Querbalkens (13) an einem Ende (1 1 ) eine kalottenförmige Kontaktfläche als Abstützmittel (10) für ein von der Brennkraftmaschine im Einbaufall abstehendes Abstützelement vorgesehen ist.

Description:
Nockenfolger

Die Erfindung betrifft einen Nockenfolger, insbesondere für einen Gaswechselventil- oder Kraftstoffpumpentrieb einer Brennkraftmaschine, welcher Nockenfolger an einer Antriebsseite eine Nockenanlaufrolle hat, die über Enden eines von deren Stirnen abragenden Bolzens in Aufnahmen des Nockenfolgers sitzt, wobei dem Nockenfolger an einer Abtriebsseite eine Kontaktfläche für zumindest ein Folgeglied immanent ist und wobei der Nockenfolger Führungs- oder Abstützmittel für eine Umgebungskonstruktion aufweist.

Ein gattungsgemäßer Nockenfolger, hier als Schlepphebel ausgebildet, geht aus Figur 3 der DE 10 2004 002 290 A1 hervor. Zu erkennen ist, dass dessen Nockenanlaufrolle über eine Nadellagerung auf einem separaten Bolzen verläuft. Letztgenannter ist in Seitenwänden des Nockenfolgers verstemmt.

Ein derartiger Aufbau ist aufgrund der Vielzahl der Bauteile in der Montage aufwändig und teuer. Insbesondere schlagen diese Kosten bei geringvolumi- gen, preiswerten Brennkraftmaschinen (Moped, Motorrad, Hilfsmotor, Gartengerätemotor usw.) mit 1 - oder 2-Zylindertechnik zu Buche.

Aufgrund der Verstemmung des Bolzens in den Seitenwänden kann es zu einer unerwünschten Verformung von Seitenwandmaterial oder zu einem Lösen der Bolzenbefestigung kommen. Aufgrund des vergleichsweise teileintensiven Aufbaus hat der Nockenfolger eine noch zu hohe Masse und folglich auch ein zu hohes Massenträgheitsmoment, was sich negativ auf die Ventiltriebsarbeit niederschlägt.

Ein als Pumpenstößel in oder für eine Hochdruckpumpe für Kraftstoff ausgebildeter Nockenfolger ist in der DE 10 2009 013 131 A1 offenbart. Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Nockenfolger wie vorgenannt darzustellen, welcher einfach aufgebaut und preiswert ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Nockenanlauf- rolle eine Baueinheit mit dem Bolzen bildet, wobei diese Baueinheit verdrehbeweglich über die Enden des Bolzens in den Aufnahmen sitzt.

Somit liegt ein Nocken- oder Exzenterfolger ohne die eingangs zitierten Nachteile vor. Aufgrund der Ausbildung von Nockenanlaufrolle und Bolzen als eine Baueinheit sind der Montageaufwand sowie die Kosten gesenkt. Auch ein Handling erweist sich denkbar einfach. Eine verdrehbewegliche Anordnung erfolgt nunmehr über die Enden des einteilig angebundenen Bolzens gegenüber den vorzugsweise halbschalenartigen, axial nicht durchgehenden Aufnahmen. Somit lassen sich die Bolzenenden einfach einsetzen / einschnappen und es entfällt die Notwendigkeit einer axialen Sicherung.

Letztgenannte Aufnahmen können zum besseren Verschleißschutz mit einer separaten Schicht, wie bspw. einer in einem PVD- oder CVD-Verfahren aufgetragenen Hartmetallschicht, versehen sein. Auch ist es vorgeschlagen, die Bol- zenenden über eine reibungsarme Nadellagerung in den Aufnahmen anzuordnen.

Ein weiterer Unteranspruch bezieht sich auf zweckmäßige Herstellvarianten für die Baueinheit, bestehend aus Nockenanlaufrolle und Bolzen. Demnach ist an Fließpressen oder Schmieden gedacht. Hierbei kann Bolzenmaterial aus den Seitenwänden unter Bildung einer Ringvertiefung, radial zwischen einer Laufbahn der Nockenanlaufrolle und dem Bolzen, einfach„gedrückt" werden. Alternativ kann die Baueinheit auch durch ein MIM-Verfahren gefertigt oder aus einem Strang abgetrennt sein.

Der Schutzbereich der Erfindung betrifft hebelartige Nockenfolger, insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, wie im letzten Unteranspruch konkretisiert als Schlepphebel vorliegende, und solche als Stößel ausgebildete. Ein Einsatz bezieht sich auf Ventil- oder Kraftstoffpum pentriebe von Brennkraftmaschinen. Denkbar sind jedoch auch Applikationen in Verdichtern oder anderen Fördermaschinen.

Die Erfindung geht aus der Zeichnung hervor.

• Figur 1 zeigt eine räumliche Ansicht eines Ventiltriebsschlepphebels als Nockenfolger im fertig montierten Zustand;

• Figur 2 zeigt eine räumliche Ansicht wie vorgenannt, jedoch ohne die Baueinheit, bestehend aus Nockenanlaufrolle mit Bolzen und

• Figur 3 zeigt die vorgenannte Baueinheit als Einzelheit.

Aus Figur 1 geht ein fertig montierter Nockenfolger 1 für einen Gaswechselventiltrieb einer Brennkraftmaschine hervor. Der Nockenfolger 1 ist hierbei ein Schlepphebel. Er hat zwei Längswände 14, welche an einer Antriebsseite 2 durch einen einteilig angebundenen Querbalken 13 verbunden sind. Eine Nockenanlaufrolle 3 ist im Abschnitt einer Längsmitte des Nockenfolgers 1 in einer von dem oben liegenden Querbalken 13 ausgehenden Tasche 15 abschnittsweise aufgenommen. Einteilig an die Nockenanlaufrolle 3 ist ein beidseitig von deren Stirnen 5 abstehender Bolzen 6 angebunden. Diese Bauein- heit 3, 6 ist auch näher in Figur 3 gezeigt.

Zu erkennen ist (s. Figur 2), dass an Innenwänden 16 der Tasche 15 halbscha- lenartige Aufnahmen 7 verlaufen, welche die Längswände 14 axial nicht durchstoßen. In den Aufnahmen 7 ist, wie in Figur 1 gezeichnet, der Bolzen 6 über seine Enden 4 verdrehbeweglich aufgenommen. Dabei umfassen die Aufnahmen 7 die Enden 4 mit schnappnasenartigen Aufnahmeabschnitten 17 geringfügig mehr als 180°. An einer Abtriebsseite 8 des Querbalkens 13 ist an einem Ende 1 1 ein Abstützmittel 10 für ein von der Brennkraftmaschine im Einbaufall abstehendes Abstützelement vorgesehen (Kalotte). Am anderen Ende 12 hat der Querbalken 13, ebenfalls an der Abtriebsseite 8, eine Kontaktfläche 9 für ein Folge- glied (Gaswechselventil).

Die Baueinheit 3, 6 ist durch Fließpressen hergestellt. Beim Angriff der Stempel auf die Stirnen 5 der Nockenanlaufrolle 3 kommt es hierbei, unter Ausbildung von Ringvertiefungen 19, zur Darstellung der stumpfartigen Enden 4 des Bol- zens 6.

Liste der Bezugszahlen ) Nockenfolger

) Antriebsseite

) Nockenanlaufrolle

) Ende

) Stirn

) Bolzen

) Aufnahme

) Abtriebsseite

) Kontaktfläche

0) Abstützmittel

1 ) eines Ende

2) anderes Ende

3) Querbalken

4) Längswand

5) Fenster, Tasche

6) Innenwand

7) Aufnahmeabschnitte

8) Laufbahn

9) Ringvertiefung