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Title:
CAMEL-BASED BILLING FOR CALLS TO PREPAID SUBSCRIBERS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/019813
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for establishing and particularly billing for a communication link (KV) between a calling communication terminal (KEGA) and a called communication terminal (KEGB), the communication link being billed via a credit account (GK) allocated to the called communication terminal. According to the inventive method, a network service (SSPA) associated with the calling communication terminal transmits (5. IDP (CgPN, CdPA: B#, B-Loc)) information about the called communication terminal being called to an account managing device (SCPB) once the called communication terminal has been called by the calling communication terminal. The account managing device determines a rate to be applied to the communication link based on the current location of the calling communication terminal (A-Loc) and the current location of the called communication terminal (B-Loc). A period of time is determined by means of the remaining balance of the credit account and the rate such that the remaining balance of the credit account is sufficient to bill for a communication link lasting for said period of time. The account managing device transmits (7. AC) information about said period of time to the network service (SSPA), and the network service then establishes the communication link (KV).

Inventors:
BERG, Andreas (Seegefelder Weg 262 A, Berlin, 13591, DE)
Application Number:
DE2005/001473
Publication Date:
February 22, 2007
Filing Date:
August 17, 2005
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittlesbacherplatz 2, München, 80333, DE)
BERG, Andreas (Seegefelder Weg 262 A, Berlin, 13591, DE)
International Classes:
H04M17/00; H04W4/24
Domestic Patent References:
Foreign References:
DE19814162A1
EP1420605A1
EP1124369A2
Other References:
"3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Services and System Aspects; Customized Applications for Mobile network Enhanced Logic (CAMEL); Service description; Stage 1 (3GPP TS 22.078 version 7.4.0 Release 7); ETSI TS 122 078" ETSI STANDARDS, EUROPEAN TELECOMMUNICATIONS STANDARDS INSTITUTE, SOPHIA-ANTIPO, FR, Juni 2005 (2005-06), XP002375930
"Digital cellular telecommunications system (Phase 2+); Universal Mobile Telecommunications System (UMTS); customized Applications for Mobile network Enhanced Logic (CAMEL); Stage 2 (3GPP TS 23.078 version 6.6.0 Release 6); ETSI TS 123 078" ETSI STANDARDS, EUROPEAN TELECOMMUNICATIONS STANDARDS INSTITUTE, SOPHIA-ANTIPO, FR, Bd. 3-CN2, Nr. V660, Juni 2005 (2005-06), XP014030492 ISSN: 0000-0001
LIN Y-B ET AL: "MOBILE PREPAID PHONES SERVICES" IEEE PERSONAL COMMUNICATIONS, IEEE COMMUNICATIONS SOCIETY, US, Bd. 7, Nr. 3, Juni 2000 (2000-06), Seiten 6-14, XP000947005 ISSN: 1070-9916
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Verfahren zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung (KV) zwischen einem Ruf-Kommunikationsendgerät (KEGA) und einem Ziel-Kommunikationsendgerät (KEGB) , wobei die Kommunikations- Verbindung über ein dem Ziel-Kommunikationsendgerät (KEGB) zugeordnetes Guthabenkonto (GK) abgerechnet wird, wobei bei dem Verfahren

- auf eine durch das Ruf-Kommunikationsendgerät (KEGA) er- folgte Anwahl des Ziel-Kommunikationsendgerätes (KEGB) hin von einer dem Ruf-Kommunikationsendgerät (KEGA) zugeordneten Vermittlungsstelle (SSPA) eine Information über die Anwahl des Ziel-Kommunikationsendgeräts zu einer Kontoverwaltungseinrichtung (SCPB) übermittelt wird, welche das dem Ziel-Kom- munikationsendgerät (KEGB) zugeordnete Guthabenkonto (GK) verwaltet,

- von der Kontoverwaltungseinrichtung (SCPB) anhand des Aufenthaltsortes des Ruf-Kommunikationsendgeräts (KEGA) und des Aufenthaltsorts des Ziel-Kommunikationsendgeräts (KEGB) ein für die Kommunikationsverbindung anzuwendender Abrechnungstarif ermittelt wird,

- mittels des Kontostands des Guthabenkontos (GK) und des Abrechnungstarifs eine Zeitdauer derart ermittelt wird, dass der Kontostand des Guthabenkontos (GK) ausreichend ist für die Abrechnung einer Kommunikationsverbindung dieser Zeitdauer,

- von der Kontoverwaltungseinrichtung (SCPB) eine Information über diese Zeitdauer an die Vermittlungsstelle (SSPA) übermittelt wird, und - daraufhin von der Vermittlungsstelle (SSPA) die Kommunikationsverbindung (KV) aufgebaut wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

- von der Vermittlungsstelle (SSPA) die Dauer der Kommunikationsverbindung (KV) ermittelt wird,

- bei Beendigung der Kommunikationsverbindung (KV) eine Information über die Dauer der Kommunikationsverbindung von der Vermittlungsstelle (SSPA) zu der Kontoverwaltungseinrichtung (SCPB) übertragen wird, und

- anhand der Dauer und des Abrechnungstarifs von der Kontoverwaltungseinrichtung (SCPB) Gebühren für die Kommunikationsverbindung (KV) ermittelt werden und der Kontostand des Guthabenkontos (GK) verringert wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass

- von der Vermittlungsstelle (SSPA) Informationen über den Aufenthaltsort des Ziel-Kommunikationsendgeräts (KEGB) aus einem dem Ziel-Kommunikationsendgerät zugeordneten Heimatregister (HLRB) abgerufen werden, und

- diese Informationen zu der Kontoverwaltungseinrichtung (SCPB) übertragen werden.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- von der Kontoverwaltungseinrichtung (SCPB) Informationen über den Aufenthaltsort des Ruf-Kommunikationsendgeräts (KEGA) aus einem dem Ruf-Kommunikationsendgerät zugeordneten Heimatregister (HLRA) abgerufen werden.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - während der Ermittlung des für die Kommunikationsverbindung (KV) anzuwendenden Abrechnungstarifs eine erste Ansage an das Ruf-Kommunikationsendgerät (KEGA) übermittelt wird, welche den Eindruck erweckt, dass dem Nutzer des Ziel-Kommunikationsendgeräts (KEGB) die durch das Ruf-Kommunikationsendge-

rät (KEGA) erfolgte Anwahl des Ziel-Kommunikationsendgeräts (KEGB) signalisiert wird.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- von einer kommunikationsverbindungsaufbausteuernden Steuereinrichtung (SCPA) anhand der bei der Anwahl des Ziel-Kommunikationsendgeräts (KEGB) gewählten Rufnummer erkannt wird, dass die aufzubauende Kommunikationsverbindung (KV) für das Ruf-Kommunikationsendgerät (KEGA) gebührenfrei ist.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- von einer kommunikationsverbindungsaufbausteuernden Steuer- einrichtung (SCPA) anhand der bei der Anwahl des Ziel-Kommunikationsendgeräts (KEGB) gewählten Rufnummer erkannt wird, dass die aufzubauende Kommunikationsverbindung über das Guthabenkonto (GK) abgerechnet wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- nach einer Ziel-Kommunikationsendgeräteseitigen Annahme der Kommunikationsverbindung eine zweite Ansage zu dem Ziel-Kommunikationsendgerät (KEGB) übermittelt wird, mit der ein Nut- zer des Ziel-Kommunikationsendgeräts darüber informiert wird, dass die Kommunikationsverbindung (KV) über das dem Ziel-Kommunikationsendgerät (KEGB) zugeordnete Guthabenkonto (GK) abgerechnet wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass

- während der Dauer der zweiten Ansage die Kommunikationsverbindung endgeräteseitig beendet werden kann unter Beibehaltung eines unveränderten Kontostandes des Guthabenkontos .

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass

- bei der Ermittlung der Gebühren für die Kommunikationsver- bindung (KV) die von der Vermittlungsstelle ermittelte Dauer der Kommunikationsverbindung um die Dauer der zweiten Ansage verringert wird.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass

- zeitlich parallel zu der zweiten Ansage eine dritte Ansage zu dem Ruf-Kommunikationsendgerät (KEGA) übermittelt wird, mit der ein Nutzer des Ruf-Kommunikationsendgeräts (KEGA) darüber informiert wird, dass die Kommunikationsverbindung zu dem Ziel-Kommunikationsendgerät (KEGB) aufgebaut wurde.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass

- die zweite Ansage und die dritte Ansage eine im Wesentli- chen gleiche Länge aufweisen.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- die Kontoverwaltungseinrichtung durch einen dem Ziel-Kommu- nikationsendgerät (KEGB) zugeordneten Dienstesteuerungspunkt

(SCPB) gebildet wird.

14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - die Steuereinrichtung durch einen dem Ruf-Kommunikationsendgerät (KEGA) zugeordneten Dienstesteuerungspunkt (SCPA) gebildet wird.

Description:

Beschreibung

Verfahren zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung zwischen einem Ruf-Kommunikationsendgerät und einem Ziel-Kommunikationsendgerät , wobei die Kommunikationsverbindung über ein dem Ziel-Kommunikationsendgerät zugeordnetes Guthabenkonto abgerechnet wird.

Kommunikationsverbindungen, bei denen die Gebühren nicht von der die Kommunikationsverbindung initiierenden Partei (der sogenannten A-Partei, „A-party", „Anrufer", „Sender"), sondern von der Partei, die auf den Kommunikationswunsch der A- Partei reagiert (B-Partei, „B-party", „Angerufener", „Empfänger") getragen werden, erfreuen sich großer Beliebtheit. Solche Kommunikationsverbindungen werden im deutschsprachigen Raum auch als „R-Gespräche" bezeichnet. Bisher wurden für solche Kommunikationsverbindungen die Kommunikationsgebühren nach Ende der Kommunikationsverbindungen abgerechnet, wobei z.B. eine Rechnung erstellt und an die B-Partei gesendet wurde .

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren an- zugeben, bei dem bei Aufbau der obengenannten Kommunikations- verbindungen die Möglichkeiten der Abrechnung erweitert werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung zwischen einem

Ruf-Kommunikationsendgerät und einem Ziel-Kommunikationsendgerät, wobei die Kommunikationsverbindung über ein dem Ziel- Kommunikationsendgerät zugeordnetes Guthabenkonto abgerechnet wird, wobei bei dem Verfahren auf eine durch das Ruf-Kommuni-

kationsendgerät erfolgte Anwahl des Ziel-Kommunikationsendgerätes hin von einer dem Ruf-Kommunikationsendgerät zugeordneten Vermittlungsstelle eine Information über die Anwahl des Ziel-Kommunikationsendgeräts zu einer Kontoverwaltungsein- richtung übermittelt wird, welche das dem Ziel-Kommunikationsendgerät zugeordnete Guthabenkonto verwaltet, von der Kontoverwaltungseinrichtung anhand des Aufenthaltsortes des Ruf-Kommunikationsendgeräts und des Aufenthaltsorts des Ziel- Kommunikationsendgeräts ein für die Kommunikationsverbindung anzuwendender Abrechnungstarif ermittelt wird, mittels des

Kontostands des Guthabenkontos und des Abrechnungstarifs eine Zeitdauer derart ermittelt wird, dass der Kontostand des Guthabenkontos ausreichend ist für die Abrechnung einer Kommunikationsverbindung dieser Zeitdauer, von der Kontoverwal- tungseinrichtung eine Information über diese Zeitdauer an die Vermittlungsstelle übermittelt wird, und daraufhin von der Vermittlungsstelle die Kommunikationsverbindung aufgebaut wird. Dabei ist insbesondere vorteilhaft, dass die Kommunikationsverbindung auch dann abgerechnet werden kann, wenn sei- tens des Ziel-Kommunikationsendgeräts lediglich ein vorausbezahltes, auf Guthabenbasis laufendes Konto zum Abrechnen zur Verfügung steht. Dabei können vorteilhafterweise differenzierte Abrechnungstarife zur Anwendung kommen, wobei die Kontenverwaltungseinrichtung anhand des Aufenthaltsortes des Ruf-Kommunikationsendgerätes und des Aufenthaltsortes des

Ziel-Kommunikationsendgerätes den für die Kommunikationsverbindung anzuwendenden Abrechnungstarif ermittelt.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann so ablaufen, dass von der Vermittlungsstelle (fortlaufend) die Dauer der Kommunikationsverbindung ermittelt wird, bei Beendigung der Kommunikationsverbindung eine Information über die Dauer der Kommunikationsverbindung von der Vermittlungsstelle zu der Kontoverwaltungseinrichtung übertragen wird, und anhand der Dauer und

des Abrechnungstarifs von der Kontoverwaltungseinrichtung Gebühren für die Kommunikationsverbindung ermittelt werden und der Kontostand des Guthabenkontos verringert wird. Dabei wird vorteilhafterweise von der dem Ruf-Kommunikationsendgerät zu- geordneten Vermittlungsstelle die Dauer der Kommunikations- verbindung ermittelt und zu der Kontoverwaltungseinrichtung übertragen. Damit wird die Kontoverwaltungseinrichtung in die Lage versetzt, die Gebühren für die Kommunikationsverbindung zu ermitteln und diese Gebühren über das dem Ziel-Kommunika- tionsendgerät zugeordnete Guthabenkonto abzurechnen.

Das Verfahren kann so ablaufen, dass von der Vermittlungsstelle Informationen über den Aufenthaltsort des Ziel-Kommunikationsendgeräts aus einem dem Ziel-Kommunikationsendgerät zugeordneten Heimatregister abgerufen werden, und diese Informationen zu der Kontoverwaltungseinrichtung übertragen werden.

Das Verfahren kann so ablaufen, dass von der Kontoverwal- tungseinrichtung Informationen über den Aufenthaltsort des

Ruf-Korαmunikationsendgeräts aus einem dem Ruf-Kommunikationsendgerät zugeordneten Heimatregister abgerufen werden. Mit den beiden zuletzt genannten Ausgestaltungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Kontoverwaltungsein- richtung über den Aufenthaltsort des Ruf-Kommunikationsendgerätes und über den Aufenthaltsort des Ziel-Kommunikationsendgerätes informiert .

Das Verfahren kann erfindungsgemäße auch so ablaufen, dass während der Ermittlung des für die Kommunikationsverbindung anzuwendenden Abrechnungstarifs eine erste Ansage an das Ruf- Kommunikationsendgerät übermittelt wird, welche den Eindruck erweckt, dass dem Nutzer des Ziel-Kommunikationsendgeräts die durch das Ruf-Kommunikationsendgerät erfolgte Anwahl des

Ziel-Kommunikationsendgeräts signalisiert wird. Durch diese erste Ansage wird vorteilhafterweise bei dem Nutzer des Ruf- Kommunikationsendgerätes der Eindruck erweckt, dass der Aufbau der Kommunikationsverbindung zu dem Ziel-Kommunikations- endgerät bereits weit vorangeschritten ist und dass z. B. das Ziel-Kommunikationsendgerät bereits „klingelt".

Das Verfahren kann so ablaufen, dass von einer kommunikati- onsverbindungsaufbausteuernden Steuereinrichtung anhand der bei der Anwahl des Ziel-Kommunikationsendgeräts gewählten

Rufnummer erkannt wird, dass die aufzubauende Kommunikations- verbindung für das Ruf-Kommunikationsendgerät gebührenfrei ist .

Das Verfahren kann auch so ablaufen, dass von einer kommuni- kationsverbindungsaufbausteuernden Steuereinrichtung anhand der bei der Anwahl des Ziel-Kommunikationsendgeräts gewählten Rufnummer erkannt wird, dass die aufzubauende Kommunikations- verbindung über das Guthabenkonto abgerechnet wird. Anhand der gewählten Rufnummer kann von der Steuereinrichtung besonders einfach erkannt werden, wie die Kommunikationsverbindung abzurechnen ist. Beispielsweise kann eine Rufnummer verwendet werden, welche mit einer bestimmten Ziffernfolge (einem sogenannten Präfix) beginnt.

Das Verfahren kann erfindungsgemäß auch so ablaufen, dass nach einer Ziel-Kommunikationsendgeräteseitigen Annahme der Kommunikationsverbindung eine zweite Ansage zu dem Ziel-Kommunikationsendgerät übermittelt wird, mit der ein Nutzer des Ziel-Kommunikationsendgeräts darüber informiert wird, dass die Kommunikationsverbindung über das dem Ziel-Kommunikationsendgerät zugeordnete Guthabenkonto abgerechnet wird. Dadurch wird der Nutzer des Ziel-Kommunikationsendgerätes dar-

über informiert, dass eine seitens des Ziel-Kommunikationsendgeräts zu bezahlende Kommunikationsverbindung vorliegt.

Das Verfahren kann auch so ausgestaltet sein, dass während der Dauer der zweiten Ansage die Kommunikationsverbindung endgeräteseitig beendet werden kann unter Beibehaltung eines unveränderten Kontostandes des Guthabenkontos. Damit wird einem Nutzer des Ziel-Kommunikationsendgeräts ermöglicht, die Kommunikationsverbindung gebührenfrei zu beenden.

Das Verfahren kann auch so ausgestaltet sein, dass bei der Ermittlung der Gebühren für die Kommunikationsverbindung die von der Vermittlungsstelle ermittelte Dauer der Kommunikationsverbindung um die Dauer der zweiten Ansage verringert wird. Damit wird vorteilhafterweise erreicht, dass für die Dauer der zweiten Ansage dem Ziel-Kommunikationsendgerät keine Kosten/Gebühren in Rechnung gestellt werden.

Das Verfahren kann auch so ablaufen, dass zeitlich parallel zu der zweiten Ansage eine dritte Ansage zu dem Ruf-Kommunikationsendgerät übermittelt wird, mit der ein Nutzer des Ruf- Kommunikationsendgeräts darüber informiert wird, dass die Kommunikationsverbindung zu dem Ziel-Kommunikationsendgerät aufgebaut wurde .

Vorteilhafterweise kann das Verfahren so ausgestaltet sein, dass die zweite Ansage und die dritte Ansage eine im Wesentlichen gleiche Länge aufweisen. Dadurch wird vorteilhafterweise erreicht, dass die zweite Ansage und die dritte Ansage ungefähr zum selben Zeitpunkt beendet werden und dass daraufhin ohne weitere Wartephase die eigentlichen Nutzdaten zwischen dem Ruf-Kommunikationsendgerät und dem Ziel-Kommunikationsendgerät über die Kommunikationsverbindung ausgetauscht werden können.

Das Verfahren kann vorteilhafterweise so ausgestaltet sein, dass die Kontoverwaltungseinrichtung durch einen dem Ziel- Kommunikationsendgerät zugeordneten Dienstesteuerungspunkt gebildet wird.

Das Verfahren kann auch so ausgestaltet sein, dass die Steuereinrichtung durch einen dem Ruf-Kommunikationsendgerät zugeordneten Dienstesteuerungspunkt gebildet wird. Durch die beiden zuletzt genannten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird vorteilhafterweise ermöglicht, das Verfahren mittels Telekommunikationsnetzen auszuführen, welche eine Struktur eines sogenannten Intelligenten Netzes (intelligent network IN) aufweisen. Mittels des einen Dienstesteue- rungspunktes kann vorteilhafterweise das Guthabenkonto verwaltet werden; mittels des anderen Dienstesteuerungspunktes kann vorteilhafterweise der Aufbau der Kommunikationsverbindung gesteuert werden.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dazu ist in

Figur 1 ein Telekommunikationsnetz mit Elementen zur Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens, in den

Figuren 2A und 2B ein beispielhafter Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens, und in den Figuren 3A und 3B ein weiterer beispielhafter Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt.

In Figur 1 ist ein Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA dargestellt, welches mit einem Telekommunikationsnetz TKN verbunden ist. Von dem Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA soll eine Kommunikationsverbindung KV zu einem Ziel-Kommunikationsend-

gerät KEGB aufgebaut werden. Das Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA und das Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB sind im Ausführungsbeispiel in Form von Mobiltelefonen ausgebildet, beispielsweise in Form von Mobiltelefonen nach dem GSM-, dem GPRS- oder dem UMTS-Standard. Das Ruf-Kommunikationsendgerät und das Ziel -Kommunikationsendgerät kann aber jeweils auch in Form beispielsweise eines Palmtops, eines Laptops oder eines Rechners mit Mobilfunkschnittstelle ausgestaltet sein. In dem mittels der Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Kommunikationsverbindung über das Telekommunikationsnetz TKN aufbaut, welches die Form eines GSM-Telekommunikations- netzes hat. Das Telekommunikationsnetz TKN umfasst eine Vermittlungsstelle SSPA, welche zu Verfahrensbeginn dem Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA zugeordnet ist (weil sich das Ruf- Kommunikationsendgerät KEGA aktuell im örtlichen Einflussbereich dieser Vermittlungsstelle befindet) . Bei dieser Vermittlungsstelle handelt es sich im Ausführungsbeispiel um eine Mobilfunkvermittlungsstelle (gateway mobile switching center = GMSC) , welche gleichzeitig die Funktion eines Dienstevermittlungspunktes (Service switching point = SSP) ausführt. Das Telekommunikationsnetz TKN weist nämlich eine Struktur eines Intelligenten Netzes (Intelligent Network, IN) auf. Zu den Elementen dieses Intelligenten Netzes gehört neben dem Dienstevermittlungspunkt in Form der Vermittlungs- stelle SSPA eine Steuereinrichtung SCPA, welche den Aufbau der Kommunikationsverbindung steuert. Die Steuereinrichtung SCPA ist realisiert durch einen dem Ruf-Kommunikationsendgerät zugeordneten Dienstesteuerungspunkt (Service control point = SCP) . Weiterhin umfasst das Telekommunikationsnetz TKN eine zweite Vermittlungsstelle MSCB, welche ebenfalls als Mobilvermittlungsstelle (mobile switching center) ausgebildet ist. Diese zweite Vermittlungsstelle MSCB übernimmt gleichzeitig die Funktion eines Besucherregisters (visitor location register = VLR) . Die zweite Vermittlungsstelle MSCB ist ver-

bunden mit einer Kontoverwaltungseinrichtung SCPB, welche im Ausführungsbeispiel durch einen dem Ziel-Kommunikationsendgerät zugeordneter Dienstesteuerungspunkt des Intelligenten Netzes gebildet wird. Die Kontoverwaltungseinrichtung SCPB verwaltet ein dem Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB zugeordnetes Guthabenkonto GK (ein sogenanntes Prepaid-Konto) ; die auf Seiten des Ziel-Kommunikationsendgeräts KEGB zu tragenden Gebühren werden über dieses Guthabenkonto GK abgerechnet .

Weiterhin sind in dem Telekommunikationsnetz TKN ein dem Ruf- Kommunikationsendgerät zugeordnetes Heimatregister HLRA und ein dem Ziel-Kommunikationsendgerät zugeordnetes Heimatregister HLRB dargestellt. Das dem Ruf-Kommunikationsendgerät zugeordneter Heimatregister HLRA enthält Informationen über den aktuellen Aufenthaltsort des Ruf-Kommunikationsendgerätes, in dem Ziel -Kommunikationsendgerät zugeordnete Heimatregister HLRB sind Informationen über den Aufenthaltsort des Ziel-Kommunikationsendgerätes gespeichert .

Im Ausführungsbeispiel initiiert das Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA den Aufbau der KommunikationsVerbindung KV. Solche den Aufbau der Kommunikationsverbindung initiierenden Endgeräte werden oftmals als A-Partei (A-party) bezeichnet. Diesem A-Partei-Kommunikationsendgerät KEGA sind im Ausführungsbei- spiel die Vermittlungsstelle SSPA, die Steuereinrichtung SCPA und das Heimatregister HLRA zugeordnet, dies soll durch den letzten Buchstaben „A" der Bezugszeichen verdeutlicht werden. In analoger Weise ist dem Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB die zweite Vermittlungsstelle MSCB, die Kontoverwaltungsein- richtung SCPB und das Heimatregister HLRB zugeordnet. Der letzte Buchstabe „B" der Bezugszeichen symbolisiert dabei die Zuordnung zu dem Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB. Das Ziel- Kommunikationsendgerät KEGB wird nämlich häufig auch als B- Partei (B-party) bezeichnet.

In Figur 2 ist ein beispielhafter Ablauf des Verfahrens zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung dargestellt, wobei die Figur 2 in eine erste Figur 2A und in eine zweite Figur Figur 2B unterteilt ist.

Zu Beginn des Ausführungsbeispiels wird bei dem Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA eine Anwahl des Ziel-Kommunikationsendgerätes KEGB vorgenommen, indem bei dem Ruf-Kommunikations- endgerät KEGA eine mit einem Präfix „90" versehene Rufnummer „B#" gewählt wird. Diese Rufnummer „90-B#" kann beispielsweise folgende Form aufweisen: „90 0171 123456789". Der Wähl- vorgang ist in Figur 2A nicht dargestellt.

Durch die Anwahl wird bei der Vermittlungsstelle SSPA ein

Triggerpunkt ausgelöst (z. B. ein sogenannter „Dialied Trigger") . Alternativ wird aufgrund einer Dienstsubskribierungs- information (z. B. der N-CSI, N-CSI = Network Service CAMEL Subscription Information, welche eine zuvor stattgefundene Dienstsubskribierung (= Dienstanmeldung) des Ruf-Kommunikationsendgerätes KEGA betrifft) festgestellt, dass durch das Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA die Anwahl des Ziel-Kommunikationsendgerätes stattgefunden hat. Daraufhin sendet die Vermittlungsstelle SSPA eine Nachricht „InitialDetection- Point" (IDP) an die Steuereinrichtung SCPA. Mittels dieser

Nachricht IDP wird die Telefonnummer CgPN des Ruf-Kommunikationsendgerätes KEGA (CgPN = CallingPartyNumber) und die bei dem Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA gewählte Rufnummer „90- B#" (CdPA = CalledPartyNumber) übertragen. Weiterhin wird mit der Nachricht IDP die Information übermittelt, dass aufgrund der Anwahl der Ziel-Kommunikationsendgerätes KEGB der „trig- ger detection point no.3" (TDP3) ausgelöst wurde (vergleiche Pfeil 1) .

Durch die Steuereinrichtung SCPA wird ein Dienst realisiert, der beim Vorliegen von Kommunikationsverbindungen, welche von Seiten des Ruf-Kommunikationsendgeräts bezahlt werden (die also z.B. keine R-Gespräche sind), eine Abrechnung dieser Kommunikationsverbindungen über eine im Nachhinein erstellte Rechnung ermöglicht. Anhand des mit der Nachricht IDP übertragenen Präfixes „90" erkennt die Steuereinrichtung SCPA jedoch im vorliegenden Ausführungsbeispiel, dass die aktuell aufzubauende Kommunikationsverbindung für das Ruf-Kommunika- tionsendgerät kostenfrei ist und dass diese Kommunikations- verbindung über das dem Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB zugeordnete Guthabenkonto abzurechnen ist.

Da der Aufbau der Kommunikationsverbindung eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, wird zunächst eine erste Ansage an das

Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA übermittelt, wobei diese Ansage bei einem Nutzer des Ruf-Kommunikationsendgerätes den Eindruck erweckt, dass dem Nutzer des Ziel-Kommunikationsendgerätes die durch das Ruf-Kommunikationsendgerät erfolgte An- wähl des Ziel-Kommunikationsendgerätes signalisiert wird. Zu diesem Zweck wird durch die Ansage die Tonfolge imitiert, die ein Anrufer normalerweise hört, wenn das Telefon des Angerufenen „klingelt". Diese Tonfolge wird oftmals als „alerting tone" oder als „Freizeichen" bezeichnet. Diese Ansage wird so lange gespielt werden, bis auf Seiten des Ziel-Kommunikationsendgerätes KEGB die Kommunikationsverbindung angenommen wird (d.h. die Kommunikationsverbindung entgegengenommen wird; „der Hörer abgenommen wird") . Die Steuereinrichtung SCPA löst das Spielen dieser ersten Ansage aus, indem sie die Nachrichten CTR (CTR = ConnectToRessource) , PA (PA = PlayAn- nouncement) und CUE (CUE = Continue) an die Vermittlungsstelle SSPA sendet (vgl. Pfeil 2) .

Von der Steuereinrichtung SCPA wird der Präfix „90" von der gewählten Rufnummer abgeschnitten; im Folgenden wird nur die eigentliche MobiIfunkrufnummer „0171 123456789" weiter übertragen.

Während die erste Ansage „alerting tone" für das Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA gespielt wird, wird zeitlich parallel die Kommunikationsverbindung zum Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB aufgebaut. Zu diesem Zweck sendet die Steuereinrichtung SCPA eine Nachricht ICA (InitiateCall attempt) an die Vermittlungsstelle SSPA. Diese Nachricht wird gefolgt von einer Nachricht RRB7 (RequestReportBCSMEvent No.7). Mittels der Nachricht „RequestReportBCSMEvent" wird der sogenannte „de- tection point No.7" (0_Answer) scharf geschaltet („armiert"). Dieser „detection point No.7" registriert den Zeitpunkt, wenn auf Seiten des Ziel-Kommunikationsgerätes KEGB die Kommunikationsverbindung angenommen wird („der Hörer abgenommen wird") . Schließlich wird eine Nachricht CUE (CUE = Continue) an die Vermittlungsstelle SSPA gesendet (vgl. Pfeil 3) . Dar- aufhin (vgl. Pfeil 4) ruft die Vermittlungsstelle SSPA Informationen über den aktuellen Aufenthaltsort des Ziel-Kommunikationsendgerätes KEGB aus dem dem Ziel-Kommunikationsendgerät zugeordneten Heimatregister HLRB ab, indem die Vermittlungsstelle SSPA eine Nachricht SRIl (SendRoutinglnformation) an das Heimatregister HLRB sendet. Daraufhin antwortet das

Heimatregister HLRB mit der übersendung solcher Aufenthaltsort-Informationen (location-information, B-Loc) mittels einer Nachricht SRIACK (SendRoutinglnformationAcknowledge) , vgl. Pfeil 4a. Diese Informationen B-Loc über den Aufenthaltsort des Ziel-Kommunikationsendgerätes KEGB werden von der Vermittlungsstelle SSPA zu der Kontoverwaltungseinrichtung SCPB übertragen mittels einer weiteren Nachricht IDP (InitialDe- tectionPoint) , vgl. Pfeil 5. Diese weitere Nachricht IDP enthält neben den Informationen über den Aufenthaltsort B-Loc

auch die Rufnummer des Ziel-Kommunikationsendgerätes CdPA (im Ausführungsbeispiel B# = 0171 123456789) und die Rufnummer des Ruf-Kommunikationsendgerätes CgPN (CallingPartyNum- ber) .

Durch die Nachricht IDP wird bei der Kontenverwaltungseinrichtung SCPB ein Dienst gestartet, der für die Abrechnung der die Kommunikationsverbindung betreffenden Gebühren über das Guthabenkonto zuständig ist (B-seitiger Prepaid-Dienst) . Daraufhin werden von der Kontoverwaltungseinrichtung SCPB Informationen über den Aufenthaltsort des Ruf-Kommunikationsendgerätes KEGA aus dem dem Ruf-Kommunikationsendgerät zugeordneten Heimatregister HLRA ausgelesen. Dies erfolgt mittels einer Nachricht ATI (AnyTimelnterrogation, vgl. Pfeil 6), woraufhin das Heimatregister HLRA die Aufenthaltsort-Informationen „A-Loc" des Ruf-Kommunikationsendgerätes KEGA zu der Kontoverwaltungseinrichtung SCPB übermittelt (vgl. Pfeil 6a).

(Als Alternative zu der Abfrage der Aufenthaltsort-Informa- tionen mittels der Nachricht ATI kann die Kontoverwaltungseinrichtung SCPB auch aus der mit der Nachricht IDP mitübertragenen Telefonnummer CgPN des Kommunikationsendgerätes KEGA (insbesondere aus dem „local area code LAC") erkennen, wo sich das Kommunikationsendgerät KEGA aktuell befindet.)

Anhand der Informationen über den Aufenthaltsort des Ruf-Kommunikationsendgerätes und der Informationen über den Aufenthaltsort des Ziel-Kommunikationsendgerätes ermittelt die Kontenverwaltungseinrichtung den für die Kommunikationsverbin- düng anzuwendenden Abrechnungstarif. Beispielsweise kann ein relativ geringer Abrechnungstarif angewendet werden, wenn sich die beiden Kommunikationsendgeräte innerhalb ein und derselben Stadt befinden (Abrechnungstarif z.B. zwei Cent pro Minute) . Es kann dagegen ein höherer Abrechnungstarif ange-

wendet werden (Abrechnungstarif z.B. 10 Cent pro Minute), wenn sich das Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA und das Ziel- Kommunikationsendgerät KEGB in unterschiedlichen Städten befinden. Mittels einer Tabelle, in der Zuordnungen von Aufent- haltsort-Informationen (beispielsweise in Form von Mobilfunkzellen-Kennungen, sog. „cell-IDs") zu Städten abgespeichert sind, ermittelt die Kontenverwaltungseinrichtung den aktuell anzuwendenden Abrechnungstarif. Im Ausführungsbeispiel soll angenommen werden, dass der Abrechnungstarif „10 Cent pro Mi- nute" zur Anwendung kommt.

Daraufhin ermittelt die Kontoverwaltungseinrichtung anhand der Rufnummer „0171 123456789" das dem Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB zugeordnete Guthabenkonto GK und liest aus die- sem Guthabenkonto den Kontenstand aus. Im Ausführungsbeispiel soll angenommen werden, dass auf dem Guthabenkonto GK ein Guthaben von 1,80 Euro vorhanden ist. Daraufhin ermittelt die Kontoverwaltungseinrichtung eine Maximal-Zeitdauer, die angibt, wie lang die Kommunikationsverbindung maximal sein darf, damit die Kommunikationsverbindung über das Guthabenkonto abgerechnet werden kann. Im Ausführungsbeispiel beträgt diese Maximal -Zeitdauer 18 Minuten (1,80 Euro : 0,10 Euro/Minute = 18 Minuten) . Im Ausführungsbeispiel stellt diese Maximal-Zeitdauer die Zeitdauer dar, für die eine Kom- munikationsverbindung dieser Zeitdauer über das Guthabenkonto abgerechnet werden kann, weil der Kontostand des Guthabenkontos dafür noch ausreichend ist. Daraufhin wird von der Kontoverwaltungseinrichtung eine Information über diese Zeitdauer an die Vermittlungsstelle SSPA übermittelt. Diese Zeitdauer wird auch als „granted time" („genehmigte Zeitdauer") bezeichnet. Dies geschieht mittels der Nachricht AC (ApplyCharging) , vgl. Pfeil 7. (In einem anderen Ausführungsbeispiel kann aber auch - insbesondere bei einem hohen Kontostand des Guthabenkontos - nur eine Teil-Dauer der

Maximal-Zeitdauer als Zeitdauer gewählt werden und somit nur ein Teil der errechneten Maximal-Zeitdauer als „granted time" an die Vermittlungsstelle übermittelt werden.)

Mittels der nachfolgenden Nachricht CON (Connect) wird die Vermittlungsstelle SSPA angewiesen, die

Kommunikationsverbindung zu dem Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB aufzubauen. Dadurch wird die Vermittlungsstelle SSPA veranlasst, die Kommunikationsverbindung zwischen dem Kommunikationsendgerät KEGA und dem Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB aufzubauen, die Dauer der Kommunikationsverbindung fortlaufend zu ermitteln und bei Ablauf der Zeitdauer (d.h. im Ausführungsbeispiel nach Ablauf von 18 Minuten) die Kommunikationsverbindung zu beenden und eine Information über die tatsächliche Dauer der

Kommunikationsverbindung an die Kontoverwaltungseinrichtung SCPB zurückzusenden.

(In einem anderen Ausführungsbeispiel kann die Vermittlungsstelle SSPA vor Beendigung der

Kommunikationsverbindung zuerst bei der

Kontoverwaltungseinrichtung nachfragen, ob aufgrund eines ausreichend hohen Guthabenbetrages die Kommunikationsverbindung für eine weitere Zeit aufrechterhalten werden kann; in diesem Fall sendet die Kontoverwaltungseinrichtung eine Information über eine weitere genehmigte Zeitdauer („granted time") an die Vermittlungsstelle SSPA zurück.)

Um die Kommunikationsverbindung aufzubauen, ermittelt die

Vermittlungsstelle SSPA ein Kennzeichen der zweiten Vermittlungsstelle MSCB, die aktuell für das Ziel- Kommunikationsendgerät KEGB zuständig ist. Dies geschieht durch Senden einer Nachricht SRI2 (SendRoutinglnformation) an

das Heimatregister HLRB, woraufhin das Heimatregister HLRB mittels einer Nachricht PRN (Provide Roaming Number) das Kennzeichen in Form einer „mobile Station roaming number" MSRN von der zweiten Vermittlungsstelle MSCB (VLR) abfragt (vergleiche Pfeile 8 und 9) . Dies ist als solches unter der Bezeichnung „camel-2-step-interrogation" bekannt.

Der weitere Ablauf des Verfahrens ist in Figur 2B dargestellt. Von der Vermittlungsstelle SSPA wird mittels der Nachricht IAM (MSRN) (IAM = InitialAddressMessage) der Teil KV2 der Kommunikationsverbindung zwischen der Vermittlungsstelle SSPA und der zweiten Vermittlungsstelle MSCB aufgebaut . Daraufhin wird an dem (mit der zweiten Vermittlungsstelle MSCB verbundenen, in Figur 2 nicht dar- gestellten) Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB der übliche Signalisierungston ausgegeben, also das Vorliegen eines Kommunikationsverbindungswunsches signalisiert (das Mobiltelefon KEGB „klingelt") . Sobald auf Seiten des Ziel- Kommunikationsendgerätes KEGB die Kommunikationsverbindung angenommen wird (beispielsweise durch Abheben des Hörers) , wird von der zweiten Vermittlungsstelle MSCB eine Antwortnachricht ANM (ISUP AnswerMessage) an die Vermittlungsstelle SSPA gesendet.

Die Vermittlungsstelle SSPA erkennt aufgrund des früher armierten „detection points no. 7" (0_Answer) , dass die Kommunikationsverbindung auf Seiten des Ziel- Kommunikationsendgerätes KEGB angenommen wurde. Daraufhin sendet die Vermittlungsstelle SSPA eine Nachricht ERB7 (EventReportBCSM No.7) an die Steuereinrichtung SCPA. Anhand dieser Nachricht erkennt die Steuereinrichtung SCPA, dass die Kommunikationsverbindung am Ziel-Kommunikationsendgerät angenommen wurde, dass der Ruf „entgegengenommen" wurde (vgl. Pfeil 12) .

Daraufhin beendet die Steuereinrichtung SCPA die erste Ansage des „alerting tone" an das Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA, indem die Steuereinrichtung SCPA eine Nachricht DFC (DisconnectForwardConnection") an die Vermittlungsstelle SSPA sendet. Weiterhin veranlasst die Steuereinrichtung SCPA mittels der Nachrichten CTR und PA (ConnectToRessource, PlayAnnouncement , vgl. Pfeil 13), dass eine dritte Ansage zu dem Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA übermittelt wird. Mit dieser dritten Ansage wird ein Nutzer des Ruf-Kommunikationsendgeräts KEGA darüber informiert, dass die Kommunikationsverbindung zu dem Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB aufgebaut wurde und dass im Folgenden Nutzdaten über diese Kommunikationsverbindung übertragen werden können (dass z. B. Sprachdaten übertragen werden können) .

Weiterhin sendet die Steuereinrichtung SCPA eine weitere Nachricht CTR und eine weitere Nachricht PA (ConnectToRessource, PlayAnnouncement, vgl. Pfeil 14) an die Vermittlungsstelle SSPA; mittels dieser Nachrichten wird veranlasst, dass eine zweite Ansage zu dem Ziel- Kommunikationsendgerät übermittelt wird. Mit dieser zweiten Ansage wird ein Nutzer des Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB darüber informiert, dass die Kommunikationsverbindung über das dem Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB zugeordnete

Guthabenkonto GK abgerechnet wird. Die zweite Ansage und die dritte Ansage werden zeitlich parallel abgespielt; vorzugsweise ist die zweite Ansage im Wesentlichen genauso lang wie die dritte Ansage (Länge der beiden Ansagen beispielsweise jeweils 5 Sekunden +/- eine Sekunde) .

Wenn ein Nutzer des Ziel-Kommunikationsendgerätes die Gebühren für die Kommunikationsverbindung nicht übernehmen möchte, d. h. wenn er verhindern möchte, dass die

Kommunikationsverbindung über sein Guthabenkonto GK abgerechnet wird, dann kann er während der Dauer der zweiten Ansage die Kommunikationsverbindung beenden (indem er beispielsweise „den Hörer auflegt") . Auf Seiten des Ruf- Kommunikationsendgerätes KEGA kann natürlich auch jederzeit die Kommunikationsverbindung beendet werden, indem beispielsweise dort „der Hörer aufgelegt" wird.

Optional kann ein Nutzer des Ziel-Kommunikationsendgerätes KEGB auch mittels der zweiten Ansage explizit befragt werden, ob er die Gebühren für die Kommunikationsverbindung übernehmen möchte . Diese zweite Ansage kann auch eine Aufforderung enthalten, im Zustimmungsfall z. B. die Taste „1" und im Ablehnungsfall z. B. die Taste „0" des Ziel- Kommunikationsendgerätes KEGB zu drücken. Mittels einer in Figur 2 nicht dargestellten Nachricht PAC (prompt and collect) können Informationen über die jeweils gedrückte Taste erfasst werden.

Wenn die dritte Ansage beendet ist, wird eine Nachricht SRR

(SpecialRessourceReport) von der Vermittlungsstelle SSPA zur Steuereinrichtung SCPA gesendet (Pfeil 15) . Sobald die zweite Ansage für das Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB beendet ist, wird eine weitere Nachricht SSR (SpecialRessourceReport, Pfeil 16) von der Vermittlungsstelle SSPA an die

Steuereinrichtung SCPA gesendet . Wenn bis zu diesem Zeitpunkt weder auf Seiten des Ruf-Kommunikationsendgerätes KEGA noch auf Seiten des Ziel-Kommunikationsendgerätes KEGB die Kommunikationsverbindung beendet worden ist, dann wird von der Steuereinrichtung SCPA eine Nachricht MgCS (MergeCallSeg- ments) an die Vermittlungsstelle SSPA gesendet (Pfeil 17) . Mittels dieser Nachricht MgCS wird die Vermittlungsstelle SSPA angewiesen, die beiden bis jetzt noch getrennten Teile der Kommunikationsverbindung zu verbinden

(„zusammenzuschalten") . Der erste Teil KVl der Kommunikationsverbindung KV erstreckt sich von dem Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA bis zur ersten Vermittlungsstelle SSPA; der zweite Teil KV2 der KommunikationsVerbindung KV erstreckt sich von der Vermittlungsstelle SSPA bis zu dem

Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB. Diese beiden Teile KVl und KV2 der Kommunikationsverbindung werden jetzt von der Vermittlungsstelle SSPA zusammengeschaltet; es entsteht eine durchgehende Kommunikationsverbindung KV zwischen dem Ruf- Kommunikationsendgerät KEGA und dem Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB (Pfeil 18) . Nach erfolgreicher Zusammenschaltung der beiden Teile sendet die Vermittlungsstelle SSPA eine Nachricht MgCS-Res (MergeCallSegments Result) an die Steuereinrichtung SCPA zurück (Pfeil 19) und informiert diese damit über den erfolgreichen Aufbau der Kommunikationsverbindung. Die Steuereinrichtung SCPA antwortet mit der Nachricht CUE (Continue, Pfeil 20) .

Jetzt besteht eine aktive Kommunikationsverbindung („aktiver Ruf") zwischen dem Ruf-Kommunikationsendgerät und dem Ziel- Kommunikationsendgerät; dies ist in Figur 2B mittels des Pfeils „aktiver Ruf KEGA-KEGB" dargestellt.

Die Vermittlungsstelle SSPA ermittelt jetzt fortlaufend die Dauer der Kommunikationsverbindung KV und würde - wie oben bereits erläutert - bei Erreichen der Zeitdauer („granted time" = 18 Minuten) die Kommunikationsverbindung unterbrechen. Im Ausführungsbeispiel soll jedoch angenommen werden, dass schon vor Erreichen der „granted time"-Zeitdauer die Kommunikationsverbindung KV dadurch beendet wird, dass seitens des Ziel-Kommunikationsendgerätes KEGB aufgelegt wird. Daraufhin sendet die zweite Vermittlungsstelle MSCB eine Nachricht REL (Release) an die erste Vermittlungsstelle

SSPA (Pfeil 21) . Daraufhin sendet die Vermittlungsstelle SSPA eine Information über die Dauer der beendeten Kommunikationsverbindung zu der Kontoverwaltungseinrichtung SCPB, dies geschieht mittels der Nachricht ACR (ApplyChargingReport , Pfeil 22) . Mittels dieser Nachricht wird die Kommunikationsverbindungsdauer (oftmals als „used time" bezeichnet) zu der Kontoverwaltungseinrichtung SCPB übertragen. Von der Kontoverwaltungseinrichtung SCPB werden nun anhand der übermittelten Dauer der Kommunikationsverbindung und des Abrechnungstarifs die

Gebühren für diese Kommunikationsverbindung ermittelt. Dabei werden von der von der Vermittlungsstelle SSPA ermittelten Dauer der Kommunikationsverbindung („used time") die Dauer der zweiten Ansage abgezogen; d. h. die von der Vermitt- lungsstelle SSPA ermittelte Dauer wird um die Dauer der zweiten Ansage verringert. Dadurch wird erreicht, dass die Dauer der zweiten Ansage für das Ziel-Kommunikationsendgerät KEGB kostenlos bzw. gebührenfrei ist, d. h. für die Dauer der zweiten Ansage werden dem Ziel-Kommunikationsendgerät keine Gebühren in Rechnung gestellt. Damit wird vorteilhafterweise auch ermöglicht, dass von Seiten des Ziel- Kommunikationsendgerätes während der zweiten Ansage durch „Auflegen des Hörers n die Kommunikationsverbindung kostenfrei bzw. gebührenfrei beendet werden kann.

Daraufhin werden anhand der um die Dauer der zweiten Ansage verminderten Dauer der Kommunikationsverbindung und anhand des Abrechnungstarifs die Gebühren für die Kommunikationsverbindung ermittelt, der Kontostand des Guthabenkontos wird um einen diesen Gebühren entsprechenden Kontostandsbetrag verringert. Im Ausführungsbeispiel soll angenommen werden, dass die gesamte Kommunikationsverbindung eine Dauer von 3 Minuten und 35 Sekunden aufweist; die zweite Ansage ist 5 Sekunden lang. Damit ergibt sich eine zu

vergebührende Dauer von 3 Min 35 s - 5 s = 3 Min 30 s. Die von dem Guthabenkonto GK abzubuchende Gebühr beträgt (3 Min 30 s) * (10 Cent/Min) = 35 Cent. Diese Gebühr in Höhe von 35 Cent wird daraufhin durch die Kontoverwaltungseinrichtung SCPB von dem Guthabenkonto GK abgebucht.

Bei dem anhand von Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wurde angenommen, dass für das Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA (bei Kommunikationsverbindungen, bei denen Kommunikationsgebühren seitens des Ruf-

Kommunikationsendgeräts KEGA zu zahlen sind) die Gebühren mittels eines Postpaid-Abrechnungsverfahrens abgerechnet werden (also z. B. über eine im Nachhinein erstellte Rechnung) . Weiterhin wurde angenommen, dass von Seiten des Ziel-Kommunikationsendgeräts KEGB zu zahlende Gebühren mittels eines Prepaid-Abrechnungsverfahrens (d. h. mittels eines vorausbezahlten Guthabenkontos) abgerechnet werden. Anhand des bei dem Ruf-Kommunikationsendgerät anfänglich gewählten Präfixes „90" kann eine in der Steuereinrichtung SCPA angeordnete Postpaid-Abrechnungseinheit (Postpaid-Ab- rechnungsdienst) erkennen, dass diese

Kommunikationsverbindung für das Ruf-Kommunikationsendgerät KEGA kostenlos ist und dass daher keine Gebühren z.B. auf die Rechnung aufgenommen werden sollen. Alternativ kann das auch mittels einer für kostenlose Gespräche üblichen Vorwahl (z. B. 0800)) erreicht werden.

In den Figuren 3A und 3B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung dargestellt. Dieses Verfahren kann angewendet werden, wenn sowohl für das Kommunikationsendgerät KEGA auftretende Gebühren als auch für das Ziel- Kommunikationsendgerät KEGB auftretende Gebühren über jeweils ein Guthabenkonto abgerechnet werden. In diesem Fall wird in

der Steuereinrichtung SCPA eine Prepaid-Abrechnungseinheit (Prepaid-Abrechnungsdienst) eingesetzt. Dieser Prepaid- Abrechnungsdienst erkennt dann ebenfalls anhand des Präfixes „90" oder anhand der Vorwahlnummer 0800, dass für das Ruf- Kommunikationsendgerät KEGA die Kommunikationsverbindung kostenlos/gebührenfrei ist. In diesem Fall kann auch anstelle des oben genannten „dialled triggers" oder der N-CSI- Information eine sogenannte O-CSI-Information (originating- CAMEL subscription Information) verwendet werden. Unter Anwendung der O-CSI-Information wird dann jeder von dem Ruf- Kommunikationsendgerät KEGA ausgehende Ruf (jeder „originating call") erkannt; und daraufhin wird die Nachricht IDP zu der Steuereinrichtung SCPA übertragen. Der weitere Ablauf entspricht dem mittels der Figur 2 dargestellten Ablauf.

Es wurde ein Verfahren beschrieben, mit dem empfängerseitig zu vergebührende Kommunikationsverbindungen auch dann aufgebaut und abgerechnet werden können, wenn für das Ziel- Kommunikationsendgerät lediglich ein vorausbezahltes Guthabenkonto zur Gebührenabrechnung verwendet wird.