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Title:
CAMERA ARRANGEMENT FOR A MOTOR VEHICLE, AND MOTOR VEHICLE COMPRISING A CAMERA ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/076065
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a camera arrangement for a motor vehicle z, and a motor vehicle comprising a camera arrangement. The camera arrangement (1) of the invention comprises a camera (2) that is equipped with an image sensor (3) for outputting image signals (S1) and a camera lens system (12) for capturing first surroundings and imaging the first surroundings on the image sensor (3) at a first object width. The camera arrangement (1) further comprises an additional camera lens system (13, 14), at least part of which is located in the beam path of the camera lens system (12). The camera lens system (12) and the additional camera lens system (13, 14) jointly from a lens system arrangement which allows second surroundings (A), especially a zone (A) of a surface (15) of a window pane (4), to be imaged or focused on the image sensor at a second object width that differs from the first object width.

Inventors:
HUELSEN, Michael (Brandenburg Strasse 1, Leonberg, 71229, DE)
SEGER, Ulrich (Regenbogenweg 4, Leonberg-Warmbronn, 71229, DE)
KARL, Matthias (Augustin-Kast-Str. 7, Ettlingen, 76275, DE)
FREDERIKSEN, Annette (Ligusterweg 8, Renningen, 71272, DE)
Application Number:
EP2009/064523
Publication Date:
July 08, 2010
Filing Date:
November 03, 2009
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
HUELSEN, Michael (Brandenburg Strasse 1, Leonberg, 71229, DE)
SEGER, Ulrich (Regenbogenweg 4, Leonberg-Warmbronn, 71229, DE)
KARL, Matthias (Augustin-Kast-Str. 7, Ettlingen, 76275, DE)
FREDERIKSEN, Annette (Ligusterweg 8, Renningen, 71272, DE)
International Classes:
B60R1/00; B60R11/04; B60S1/08
Domestic Patent References:
2006-02-16
Foreign References:
EP1580092A22005-09-28
DE10323560A12004-12-23
EP2062777A12009-05-27
DE10323560A12004-12-23
DE102005000650A12006-07-13
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Kameraanordnung (1 ) für ein Kraftfahrzeug, aufweisend eine Kamera (2), die einen Bildsensor (3) zur Ausgabe von Bildsignalen (S1 ) und eine Kameraoptik (12) zum Erfassen eines ersten Umfeldes und Abbilden des ersten Umfeldes mit einer ersten Gegenstandsweite auf dem BiId- sensor (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kameraanordnung (1 ) eine Kamerazusatzoptik (13, 14) aufweist, die zumindest teilweise im Strahlengang vor der Kameraoptik (12) vorgesehen ist, wobei die Kameraoptik (12) und die Kamerazusatzoptik (13, 14) zusammen eine Optikanordnung bilden, durch die ein zweites Umfeld (A) mit einer von der ersten Gegenstandsweite verschiedenen zweiten Gegenstandsweite auf dem Bildsensor (3) abbildbar oder fokussierbar ist.

2. Kameraanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das ers- te Umfeld eine Fahrzeugumgebung ist, die die Kamera (2) durch eine Fahrzeugscheibe (4) erfasst, und das zweite Umfeld (A) eine weitere Fahrzeugumgebung oder ein Bereich (A) einer Fahrzeugscheibe (4) ist.

3. Kameraanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Auswerteeinrichtung (5) aufweist, die die von dem Bildsensor ausgegebenen Bildsignale (S1 ) (3) aufnimmt und aus den das zweite Umfeld betreffenden Bildsignalen einen Scheibenzustand der Fahrzeugscheibe (4) ermittelt, insbesondere für die Ermittlung einer Benetzung der Fahrzeugscheibe (4) durch Regentropfen (6).

4. Kameraanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bildsensor (3) einen ersten Sensorbereich (7a) für die Erfassung des ersten Umfelds und einen vom dem ersten Sensorbereich (7a) verschiedenen zweiten Sensorbereich (7b) für die Erfassung des zwei- ten Umfelds (A) aufweist.

5. Kameraanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (2) zusätzlich eine Blende (8) aufweist für die Trennung des ersten Sensorbereiches (7a) vom zweiten Sensorbereich (7b).

6. Kameraanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Lichtquelle (9) für die Beleuchtung des zweiten Umfelds (A) aufweist.

7. Kameraanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamerazusatzoptik (13, 14) zumindest teilweise an einem Kameragehäuse (10) der Kamera (2) und/oder in oder an einer Kamerahalterung (1 1 ) zur Befestigung der Kamera (2) angeordnet ist.

8. Kameraanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamerazusatzoptik (13, 14) vollständig in oder an einer Kamerahalterung

(1 1 ) zur Befestigung der Kamera (2) angeordnet ist, wobei die Kamerahalterung (1 1 ) und die Kamera (2) separat auswechselbare Module sind.

9. Kameraanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamerazusatzoptik mindestens einen im Strahlengang der Kameraoptik (12) vorgesehenen Spiegel (13) aufweist.

10. Kameraanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamerazusatzoptik weiterhin ein von dem Spiegel (13) beabstandetes weite- res optisches Element (14), z. B. einen weiteren Spiegel (14), aufweist, wobei zumindest eines der optischen Elemente (13, 14) der Kamerazusatzoptik eine endliche Brennweite aufweist.

1 1 . Kameraanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kameraoptik (12) und die Kamerazusatzoptik (13,

14) statisch ausgebildet sind.

12. Kraftfahrzeug mit einer Kameraanordnung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 und einer Fahrzeugscheibe (4), wobei die Kameraanordnung in einem Fahrzeuginnenraum hinter der Fahrzeugscheibe (4) angeordnet ist.

Description:
Beschreibung

Titel

Kameraanordnung für ein Kraftfahrzeug und Kraftfahrzeug mit einer Kameraanordnung

Stand der Technik

Kameraanordnungen für Kraftfahrzeuge sind grundsätzlich bekannt. So sind Kameraanordnungen bekannt, die für die Erfassung eines Umfeldes eines Kraft- fahrzeuges im Rahmen eines Fahrerassistenzsystems verwendet werden. Die mit der Kameraanordnung aufgenommenen Bilddaten des Fahrzeugumfeldes können zur Unterstützung eines Fahrers verwendet werden, beispielsweise in Form einer Nachtsichtunterstützung, als Verkehrszeichen oder Spurerkennung oder als Verkehrsüberwachung. Des Weiteren ist es bekannt, Kameraanordnun- gen für die Erfassung eines Fahrzeugscheiben-Zustandes einer Fahrzeugscheibe einzusetzen.

Die DE 103 23 560 A1 offenbart eine Kameraanordnung für ein Kraftfahrzeug, die in einem Fahrzeuginnenraum an einer Fahrzeugscheibe angeordnet ist und über ein Objektiv ein Vorfeld bzw. Kraftfahrzeugumfeld erfasst. Durch einen Umlenkspiegel kann in etwa vertikal einfallendes Licht oberhalb des Kraftfahrzeuges auf das Objektiv umgelenkt und somit durch den Bildsensor erfasst werden. Dieses durch den Bildsensor erfasste Licht wird für die Ermittlung einer Helligkeit des Umfeldes ausgewertet. Vorteil dieser Anordnung ist, dass auf einen zusätzli- chen Lichtsensor für die Ermittlung einer Helligkeit des Umfeldes verzichtet werden kann.

Die DE 10 2005 000 650 A1 offenbart eine weitere Kameraanordnung für ein Kraftfahrzeug zur Erfassung eines Umfeldes eines Kraftfahrzeuges. Die Kamera weist einen Bildsensor und eine Kameraoptik auf, die das Fahrzeugumfeld scharf auf den Bildsensor abbildet. Die Kameraanordnung ist in einem Fahrzeuginnen- raum an einer Fahrzeugscheibe angeordnet. Des Weiteren umfasst die Kameraanordnung eine Lichtquelle, hier eine LED, mittels der ein Teilbereich der Fensterscheibe beleuchtbar ist. Der Bildsensor ist durch einen Umlenkspiegel von der Lichtquelle derart abgeschirmt, dass durch einen kleinen Teilbereich des BiId- sensors ein Ausschnitt der beleuchteten Fensterscheibe erfassbar ist, und der restliche Bereich des Bildsensors für die Erfassung des Fahrzeugumfeldes verwendet wird. Der mit der Lichtquelle beleuchtbare, durch den Bildsensor erfassbare Ausschnitt der Fensterscheibe kann für die Ermittlung einer Benetzung der Scheibe durch Regentropfen im Rahmen einer Regensensorfunktion ausgewer- tet werden.

Offenbarung der Erfindung

Die erfindungsgemäße Kameraanordnung für ein Kraftfahrzeug weist eine Kame- ra mit einem Bildsensor und einer Kameraoptik bzw. einem Objektiv auf, durch die bzw. das wie üblich ein Umfeld z. B. durch eine Fahrzeugscheibe erfasst und auf den Bildsensor abgebildet bzw. fokussiert wird. Erfindungsgemäß ist weiterhin eine Kamerazusatzoptik im Strahlengang vor der Kameraoptik vorgesehen, wobei durch die gesamte Optikanordnung, die aus der Kameraoptik und der Ka- merazusatzoptik gebildet ist, ein weiteres Umfeld auf den Bildsensor fokussierbar ist. Anders als in der DE 103 23 560 A1 ist hierbei die Gegenstandsweite der aus der Kameraoptik und der Kamerazusatzoptik gebildeten Optikanordnung zur Abbildung auf dem Bildsensor von der entsprechenden Gegenstandsweite der Kameraoptik verschieden. Insbesondere kann die Kameraoptik auf die Gegens- tandsweite unendlich und die aus der Kameraoptik und der Kamerazusatzoptik gebildete Optikanordnung auf einen endlichen Wert fokussiert sein.

Die erfindungsgemäße Kameraanordnung ermöglicht es, unterschiedliche Umfelder mit nur einem Bildsensor jeweils als scharfes Bild zu erfassen. Das erste Umfeld ist insbesondere das Umfeld einer Fahrzeugumgebung, das zweite Umfeld kann ein weiteres Umfeld des Fahrzeuges, beispielsweise eine Ausrichtung nach oben für die Erfassung von Verkehrsinformationstafeln oder eine Ausrichtung zur Seite zur Erfassung des Straßenrandes oder zur Erfassung von Verkehrsschildern, insbesondere aber auch eine Fahrzeugscheibe sein. Die Kame- raoptik und die Kamerazusatzoptik können statisch, d.h. unbeweglich ausgebildet sein. Eine aufwendige Anordnung beweglicher optischer Elemente, beispielswei- se Linsen, mit dem Ziel, unterschiedliche Gegenstandsweiten einstellen zu können, ist durch das Vorsehen der Kameraoptik und der Kamerazusatzoptik nicht zwingend notwendig.

Vorteilhafterweise weist der Bildsensor einen ersten Sensorbereich für die Erfassung des ersten Umfeldes auf, und einen sich vom ersten Bereich unterscheidenden zweiten Sensorbereich für die Erfassung des zweiten Umfeldes. Der zweite Sensorbereich kann insbesondere auf dem Bildsensor lateral außen ausgebildet sein.

Die erfindungsgemäße Kamera erlaubt auf diese Weise gleichzeitig die Auswertung der Abbildung des Fahrzeugumfeldes für Funktionen wie z. B. Fahrspurerkennung, Verkehrszeichenerkennung oder Fußgängererkennung und die Auswertung der Abbildung der Fahrzeugscheibe, um beispielsweise im Rahmen ei- ner Regensensorfunktion die Benetzung der Fensterscheibe durch Wassertropfen zu ermitteln, oder eine Verschmutzung oder eine Beschädigung der Scheibe auf der Basis von scharf abgebildeten Details einer Oberfläche der Fahrzeugscheibe zu erkennen. Gegebenenfalls kann zusätzlich eine Beleuchtung der Fahrzeugscheibe vorgesehen sein, die eine verbesserte Erfassung einer Benet- zung der Fensterscheibe durch Wassertropfen, einer Verschmutzung oder einer

Beschädigung der Scheibe durch die Kamera ermöglicht.

Die Kamerazusatzoptik kann vollständig in oder an einer Kamerahalterung zur Befestigung der Kamera, insbesondere zur Befestigung an einer Fahrzeugschei- be, angeordnet sein. Somit können die Kamerahalterung mit der gesamten Kamerazusatzoptik und die Kamera als separat auswechselbare Module ausgebildet sein. Alternativ kann die Kamerazusatzoptik ebenfalls an der Kamera befestigt sein.

Weitere vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstände der weiteren abhängigen

Ansprüche.

Kurze Beschreibung der Zeichungen

Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kameraanordnung, Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht der Kameraanordnung, und

Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Kamerahalterung der Kameraanordnung.

Ausführungsform der Erfindung

Gleiche oder einander entsprechende Bauteile sind in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.

Eine Kameraanordnung 1 ist für ein Kraftfahrzeug zur Erfassung eines Umfeldes ausgebildet. Die Kameraanordnung 1 umfasst eine Kamera 2 und eine Kamerahalterung 1 1 . Die Kamerahalterung 1 1 ist an einer Fahrzeugscheibe 4, hier einer Windschutzscheibe, in einem Kraftfahrzeuginnenraum eines nicht näher dargestellten Kraftfahrzeugs befestigt und trägt und positioniert die Kamera 2. Die Ka- mera 2 weist auf ein Kameragehäuse 10, einen Bildsensor 3 sowie eine Kameraoptik 12 (bzw. Objektiv), die hier durch eine Linse dargestellt ist. Der Bildsensor 3 ist auf Halbleiterbasis, beispielsweise als CMOS- oder CCD-Bauteil, ausgebildet, der Bildsignale S1 ausgibt. Die Kameraoptik 12 bildet ein erstes Umfeld, hier ein Umfeld des Fahrzeuges, welches z. B. in Fahrtrichtung vor dem Kraftfahr- zeug liegt, durch die Fahrzeugscheibe 4 scharf auf den Bildsensor 3 ab. Hierzu wird durch die Fahrzeugscheibe 4 einfallende erste Strahlung 20 auf einen ersten Sensorbereich 7a des Bildsensors 3 abgebildet bzw. fokussiert.

Erfindungsgemäß ist weiterhin eine Kamerazusatzoptik vorgesehen, die hier durch einen Umlenkspiegel 13 und einen Hohlspiegel 14 gebildet wird; alternativ oder zusätzlich können auch andere optische Elemente, wie z. B. Linsen und/oder Gitter eingesetzt werden. Die Kamerazusatzoptik 13, 14 ist zumindet teilweise im Strahlengang vor der Kameraoptik 12 angeordnet, da der Hohlspiegel 14 im Erfassungsbereich der Kameraoptik 12 liegt. Die aus der Kamerazu- satzoptik 13, 14 und der Kameraoptik 12 gebildete Optikanordnung bildet ein zweites Umfeld, hier einen Ausschnitt A einer Fensterscheibenoberfläche 15 der Fensterscheibe 4, scharf auf den Bildsensor 3 ab. Somit tritt von dem Ausschnitt A der Fahrzeugscheibe 4 ausgehende zweite Strahlung 21 bzw. durch den Ausschnitt A hindurchtretende zweite Strahlung 21 nacheinander durch die Kamera- zusatzoptik 13, 14 und die Kameraoptik 12 und wird auf einen sich vom ersten

Sensorbereich 7a unterscheidenden zweiten Sensorbereich 7b des Bildsensors 3 abgebildet bzw. fokussiert. Die zweite Strahlung 21 kann wie eingezeichnet aus dem Umfeld des Fahrzeugs kommen und durch die Fahrzeugscheibe 4, gegebenenfalls auch einen auf dieser haftenden Wassertropfen 6 treten, oder auch aus dem Innenraum des Fahrzeugs stammen und entsprechend reflektiert werden. In Fig. 1 ist der genaue Strahlengang durch die Fahrzeugscheibe 4 und den Wassertropfen 6 der Einfachheit und Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt, sondern vereinfacht.

In diesem Ausführungsbeispiel ist die Gegenstandsweite bzw. Objektweite der Kameraoptik 12 unendlich, die Gegenstandsweite bzw. Objektweite der gemeinsamen Optikanordnung aus Kameraoptik 12 und Kamerazusatzoptik 13, 14 ist endlich und deren Fokus liegt im Bereich der Fahrzeugscheibe 4. Durch einen geeigneten Abstand zwischen den Spiegeln 13, 14 kann eine hinreichend große Gegenstandsweite ausgebildet werden, um dennoch einen Bereich A, der relativ nahe an der Kamera 2 angeordnet ist, mit guten Abbildungseigenschaften auf dem Bildsensor 3 abzubilden. Alternativ ist es ebenfalls möglich, Optiken 12, 13, 14 mit anderen Gegenstandsweiten einzusetzen.

Um die Beeinflussung der Bildsensorbereiche 7a, 7b durch die Strahlung aus dem Ausschnitt A der Fensterscheibe 4 bzw. aus dem Umfeld der Fahrzeugumgebung zu reduzieren, ist für die Trennung der beiden unterschiedlich fokussier- ten Bildinformationen eine Blende 8 vor der Linse 12 angeordnet, so dass auf dem Bildsensor 3 zwischen dem erstem Sensorbereich 7a und dem zweiten Sensorbereich 7b ein Übergangsbereich gebildet ist, in dem die Bildinformatio- nen verdunkelt sind. Alternativ kann auf eine derartige Blende 3 grundsätzlich auch verzichtet werden.

Des Weiteren umfasst die Kameraanordnung 1 eine Auswerteeinrichtung 5, die derart eingerichtet ist, dass sie die Bildsignale S1 , die Bildinformationen des ers- ten Sensorbereichs 7a und des zweiten Sensorbereichs 7b des Bildsensors 3 enthalten, auswertet. Die Bildinformationen des zweiten Umfeldes A werden hier für die Ermittlung eines Scheibenzustandes der Fahrzeugscheibe 4 ausgewertet. In diesem Fall ist die Auswerteeinrichtung 5 insbesondere derart eingerichtet, dass eine unterschiedliche Benetzung des Ausschnitts A der Fahrzeug- scheibe 4 durch Wassertropfen 6 ermittelt wird, und diese Informationen z. B. im

Rahmen einer Regensensorfunktion weiter verwendet werden können, bei- spielsweise für die Ansteuerung eines Scheibenwischers. Alternativ oder zusätzlich ist es ebenfalls möglich, eine Verschmutzung oder eine Beschädigung der Fensterscheibe 4, beispielsweise durch Kratzer, auf diese Weise zu ermitteln.

Des Weiteren umfasst die Kameraanordnung 1 vorteilhafterweise eine Lichtquelle 9, beispielsweise eine oder mehrere LEDs, mit der der Ausschnitt A der Fahrzeugscheibe 4 mit Strahlung 22 zusätzlich beleuchtbar ist. Dabei ist die Lichtquelle 9 z. B. derart angeordnet, dass im Bereich des Ausschnitts A reflektierte Strahlung 22 über die Kamerazusatzoptik 13, 14 auf den Bildsensor 3 fallen kann. Die Lichtquelle 9 ermöglicht es, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen, beispielsweise bei Nacht, den Ausschnitt A zu beleuchten, um ein genügend helles Abbild des Ausschnitts A auf dem Bildsensor 3 zu erzeugen, wobei Letzteres vorteilhaft für die Auswertung des Scheibenzustandes ist. Die Lichtquelle 9 kann hierbei wie gezeigt mittels Steuersignalen S2 von der Auswerte- einheit 5, die somit auch eine Steuereinheit darstellt, oder aber auch von einer anderen Einrichtung angesteuert werden.

Somit sind der Bildsensor 3 und die Kameroptik (Objektiv) 12 im Kameragehäuse 10 der Kamera 2 angeordnet. Die Kamerazusatzoptik 13, 14, die Blende 8 und die Lichtquelle 9 sind in oder an der Kamerahalterung 1 1 angeordnet, die somit ein eigenes Modul für diese Zusatzfunktion der Scheibendetektion bildet. Alternativ ist es jedoch auch möglich, beispielsweise zumindest Teile der Kamerazusatzoptik 13, 14 und/oder die Blende 8 und/oder die Lichtquelle 9 an dem Kameragehäuse 10 vorzusehen.

Die Auswerteeinheit 5 ist vorteilhafterweise innerhalb des Kameragehäuses 10 angeordnet; sie kann aber auch außerhalb beispielsweise Teil einer zentralen Steuereinheit eines Fahrzeugassistenzsystems sein.

Alternativ kann das zweite Umfeld anstatt eines Ausschnitts A der Fahrzeugscheibe 4 beispielsweise ein Umfeld des Fahrzeuges sein, welches einen Straßenrand, sich am Straßenrand befindende Verkehrszeichen, oder sich oberhalb des Fahrzeuges befindende Verkehrsinformationstafeln erfasst, oder auch den Fahrzeuginnenraum erfassen, wobei erfindungsgemäß jeweils eine andere Ge- genstandsweite als bei dem ersten Umfeld einstellbar ist. Eine Umlenkung der Blickrichtung kann über optische Elemente, insbesondere über Spiegel, bewirkt werden.