Patentansprüche
1. Kerze mit mindestens einem Docht (4) und einem Kerzenkörper (1) aus Wachs, Stearin, Paraffin oder dergleichen sowie mit einer Magnethalterung,
5 welche die Kerze am Aufstellungsort fixiert, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Kerzenkörper (1) im Bereich seiner Standfläche (2) mit einem Permanentmagneten (5) versehen ist, der parallel zur Standfläche (1) angeordnet ist und mit einer dem Aufstellungsort zugeordneten Aufstellfläche (6) lo aus ferromagnetischem Material zusammenwirkt.
2. Kerze mit Magnethalterung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die dem Aufstellungsort zugeordnete Aufstellfläche (6) aus einer ferromagnetischen Platte besteht, welche um ein Vielfaches größer als die Standfläche (2) des Kerzenkörpers (1) ist.
i5 3. Kerze mit Magnethalterung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet (5) in den Kerzenkörper (1) eingearbeitet ist.
4. Kerze mit Magnethalterung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die dem Aufstellungsort zugeordnete Aufstellfläche (6)
20 gegen die Horizontalebene geneigt verläuft.
5. Kerze mit Magnethalterung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse des Kerzenkörpers (1) gegen die Flächennormale der Standfläche (2) geneigt verläuft.
6. Kerze mit Magnethalterung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sie einen abgewinkelten Kerzenkörper (1) aufweist, der seitlich mit einer Standfläche (2) versehen ist und mittels des Permanentmagneten (5) an einer vertikal verlaufenden Aufstellfläche (6) fixiert
5 ist (Figur 5).
7. Kerze nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der in dem Kerzenköper (1) angeordnete Permanentmagnet (5) mit einem in den Kerzenkörper (1) ragenden, hohlen Verankerungskörper (7) versehen ist, der einen nach oben offenen Hohlraum (8) für die Aufnahme des am Ende der lo Brenndauer der Kerze verbleibenden Dochtrestes aufweist.
8. Kerze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungskörper (7) in eine zuvor von unten im Bereich des Dochtes (4) in den Kerzenkörper (1) eingebrachte Bohrung (9) eingesteckt ist.
9. Kerze nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, i5 dass das untere Ende des Dochtes (4) und das ihn umgebende Brennmaterial des Kerzenkörpers (1) in den oberen Bereich des Hohlraumes (8) des Verankerungskörpers (7) hineinragen. |
Kerze mit Maqnethalterunα
Die Erfindung betrifft eine Kerze mit mindestens einem Docht und einem Kerzenkörper aus Wachs, Stearin, Paraffin oder dergleichen sowie mit einer Magnethalterung, welche die Kerze am Aufstellungsort fixiert.
Bei nach dem Stande der Technik bekannten Kerzen mit Magnethalterung befindet sich der Magnet in einem herkömmlichen Kerzenhalter, an dem einerseits die Kerze mit herkömmlichen Mitteln festgelegt ist und der andererseits magnetisch am Aufstellungsort fixierbar ist. Diese Bauweise hat den Vorteil, dass der mit dem Magneten versehene Kerzenhalter wiederholt verwendet werden kann, hat aber auch den Nachteil, dass man auf einen herkömmlichen Kerzenhalter angewiesen ist, der unter ästhetischen Gesichtspunkten oft als störend empfunden wird.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Kerze mit Magnethalterung zu schaffen, die ohne sichtbaren Kerzenhalter auskommt und es ermöglicht, die Standfläche einer Kerze unmittelbar am Aufstellungsort zu fixieren.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ausgehend von einer Kerze mit Magnethalterung der eingangs genannten Art vor, dass der Kerzenkörper im Bereich seiner Standfläche mit einem Permanentmagneten versehen ist, der parallel zur Standfläche angeordnet ist und mit einer dem Aufstellungsort zugeordneten Aufstellfläche aus ferromagnetischem Material zusammenwirkt.
Nach der Lehre der Erfindung ist erstmalig die Kerze selbst mit dem Permanentmagneten versehen und kann deshalb unmittelbar an der Aufstellungsfläche fixiert werden, und zwar ohne dass irgendwelche Fixierungshilfsmittel sichtbar werden. Eine derartige Kerzenaufstellung ohne sichtbare Halterungsmittel macht einen besonders leichten und eleganten Eindruck und wirkt auf den Betrachter irgendwie instabil, obwohl die tatsächliche erzielte Fixierung in technischer Hinsicht allen Anforderungen genügt. Durch den geschilderten ästhetischen Eindruck lassen sich insbesondere im Dekorationsbereich, zum Beispiel bei der Tischdekoration mit Kerzen, besonders reizvolle Effekte erzielen.
Zweckmäßig besteht die dem Aufstellungsort zugeordnete Aufstellfläche aus einer ferromagnetischen Platte, welche um ein Vielfaches größer als die Standfläche des Kerzenkörpers ist. Eine solche Platte kann man bei der Tischdekoration beispielsweise für den Betrachter unsichtbar unter die Tischdecke legen, und die Kerzen mit ihrer Standfläche unmittelbar auf die Tischdecke setzen. Entsprechend ausgestaltete Platten kann man auch an anderen Aufstellungsorten unsichtbar oder zumindest optisch unauffällig anordnen und sinnvoll in die Umgebung eingliedern.
Weiterhin ist vorgesehen, dass der Permanentmagnet in den Kerzenkörper eingearbeitet ist. In diesem Fall ist der Kerzenkörper in seiner äußeren Erscheinungsform völlig unauffällig und kann trotzdem auf die oben beschriebene Art und Weise am Aufstellungsort an beliebiger Stelle auf der Aufstellungsfläche fixiert werden.
Besondere Effekte ergeben sich weiterhin, wenn die dem Aufstellungsort zugeordnete Aufstellungsfläche gegen die Horizontalebene geneigt verläuft.
Eine an solcher geneigt verlaufenden Aufstellungsfläche fixierte Kerze steht natürlich ebenfalls schräg im Raum und vermittelt dem Betrachter den Eindruck, dass sie umfallen müsste. Eine solche schräg im Raum stehende Kerze tropft im übrigen entgegen den Erwartungen des Betrachters nicht, weil sich der im Bereich des abbrennenden Dochtes ausbildende Brennteller unter dem Einfluss der Schwerkraft automatisch horizontal einstellt. Letzteres gilt allerdings nur für qualitativ hochwertige Kerzen.
Den Eindruck einer unerklärlich schräg im Raum stehenden Kerze kann man auch dadurch erreichen, dass die Längsachse des Kerzenkörpers gegen die Flächennormale der Standfläche geneigt verläuft. Stellt man eine solche Kerze auf eine horizontale Standfläche, steht sie schräg im Raum und müsste für den Betrachter an und für sich umfallen. Diesen Erwartungen zum Trotz fällt diese Kerze nicht um und brennt mit horizontalem Brennteller ordnungsgemäß ab.
Ebenso ist es denkbar, einen abgewinkelt ausgebildeten Kerzenkörper an einer senkrechten Aufstellfläche zu fixieren.
Schließlich macht es die Erfindung möglich, der Kerze viele ungewöhnliche Formen zu geben, die von der Form herkömmlicher Kerzen (z.B. Zylinder,
Prisma oder dergleichen) abweichen. So kann man beispielsweise einen kegelförmigen oder pyramidenförmigen Kerzenkörper verwenden, dessen
Standfläche im Bereich der Spitze des Kegels oder der Pyramide liegt. Auch eine derart ausgebildete und aufgestellte Kerze vermittelt dem Betrachter den Eindruck, sie müsse umfallen. Der besondere ästhetische Reiz liegt in diesem
Fall darin, dass der Kegel bzw. die Pyramide gewissermaßen auf der Spitze balanciert.
Da bei der Kerze gemäß der Erfindung der Verbundkörper unmittelbar an der Aufstellfläche fixiert wird, besteht natürlich die Gefahr, dass am Ende der Brenndauer der Kerze der verbleibende Dochtrest umkippt, sodass der Brennteller seitlich abschmilzt und Brennmaterial auf die Aufstellfläche fließt und diese verschmutzt. Zugleich besteht die Gefahr, dass der umgekippte Dochtrest unkontrolliert weiter brennt, sodass die Aufstellfläche oder Gegenstände in der Nachbarschaft entzündet werden können.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht deshalb vor, dass der in dem Kerzenkörper angeordnete Permanentmagnet mit einem in den Kerzenkörper ragenden, hohlen Verankerungskörper versehen ist, der einen nach oben offenen Hohlraum für die Aufnahme des am Ende der Brenndauer der Kerze verbleibenden Dochtes aufweist.
Auf diese Weise erhalten der Permanentmagnet und dessen Verankerung im Kerzenkörper eine zusätzliche Funktion, nämlich dafür zu sorgen, dass die Kerze am Ende der Brenndauer vor Erreichen der Aufstellfläche von alleine erlischt (automatische Verlöschfunktion). Am Ende der Brenndauer der Kerze 5 fällt der verbleibende Dochtrest nämlich in den Hohlraum des Verankerungskörpers und verlischt dort, weil die Sauerstoffzufuhr unterbunden ist. Zusammen mit dem herunterfallenden Dochtrest fließt das im Brennteller verbliebene flüssige Brennmaterial der Kerze in den Hohlraum und deckt den erloschenen Docht ab. Der auf diese Weise erloschene Kerzenstumpf kann lo anschließend unter überwindung der magnetischen Haltekraft problemlos von der Aufstellfläche abgehoben werden.
Der Verankerungskörper ist zweckmäßig in eine zuvor von unten im Bereich des Dochtes in den Kerzenkörper eingebrachte Bohrung eingesteckt. Bei der Herstellung dieser Bohrung wird zugleich der Docht der Kerze am unteren Ende i5 entsprechend eingekürzt.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn das untere Ende des Dochtes und das ihn umgebende Material des Kerzenkörpers ein Stück von oben in den oberen Bereich des Hohlraumes des Verankerungskörpers hineinragen. Auf diese Weise hat der Dochtrest bei Erreichen des oberen Endes 2o des Verankerungskörpers noch einen gewissen Halt, bis das obere Ende der öffnung des Hohlraumes des Verankerungskörpers frei geschmolzen ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass der Docht am Ende der Brenndauer nicht zur Seite umfällt, sondern besonders problemlos in den verbliebenen offenen Hohlraum des Kerzenkörpers absinkt.
25 Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 Eine Kerze mit Magnethalterung in einer ersten Ausführungsform;
Figur 2 eine Kerze mit Magnethalterung in einer zweiten Ausführungsform;
Figur 3 eine Kerze mit Magnethalterung in einer dritten Ausführungsform;
Figur 4 eine Kerze mit Magnethalterung in einer vierten Ausführungsform;
Figur 5 eine Kerze mit Magnethalterung in einer fünften Ausführungsform;
Figur 6 eine Kerze mit Magnethalterung und
Verlöschfunktion in einer ersten Ausführungsform;
Figur 7 eine Kerze mit Magnethalterung und
Verlöschfunktion in einer zweiten Ausführungsform.
Bei den in der Zeichnung jeweils in Seitenansicht dargestellten Kerzen mit Magnethalterung ist der aus Wachs, Stearin, Paraffin oder dergleichen bestehende Kerzenkörper jeweils mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet. Der Kerzenkörper 1 weist eine Standfläche 2 und einen Brennteller 3 auf. In den Kerzenkörper ist jeweils ein Docht 4 eingebettet.
Weiterhin ist am der Standfläche zugeordneten Ende des Kerzenkörpers 1 in den Kerzenkörper ein parallel zur Standfläche 2 verlaufender Permanentmagnet 5 eingebettet, der die Form eines flachen Zylinderkörpers hat. Die Standfläche 2 des Kerzenkörpers 1 steht auf einer am Aufstellungsort befindlichen Aufstellfläche 6, die zum Beispiel als Platte aus ferromagnetischem Material, zum Beispiel aus Stahl ausgebildet ist. Der Permanentmagnet 5 wirkt mit der ferromag netischen Aufstellfläche 6 dahingehend zusammen, dass der auf der Aufstellfläche 6 stehende Kerzenkörper 1 in der jeweils eingenommenen Lage fixiert wird.
Figur 1 zeigt die Kerze mit Magnethalterung in einer ersten Ausführungsform, bei der die Längsachse des Kerzenkörpers 1 senkrecht zur Standfläche 2 bzw. zur Aufstellfläche 6 verläuft.
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2 verläuft die Längsachse des
5 Kerzenkörpers demgegenüber gegen die Flächenormale der Standfläche 2 bzw. der Aufstellfläche 6 geneigt. Dabei liegen, wie in Figur 2 erkennbar, der
Permanentmagnet 5 und der Brennteller 3 am oberen Ende des
Kerzenkörpers 1 parallel zueinander. Die so auf der Aufstellfläche 6 fixierte
Kerze steht ersichtlich schräg im Raum und würde umfallen, wenn sie nicht von lo dem Magneten 5 im Zusammenwirken mit der ferromagnetischen
Aufstellfläche 6 in dieser schrägen Position festgehalten würde. Hierdurch ergibt sich der oben erläuterte reizvolle optische Effekt.
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 3 verläuft die ferromagnetische Aufstellfläche 6 gegen die Horizontale geneigt. Auch hierdurch steht die Kerze i5 schräg im Raum und würde in Richtung der Neigung umfallen, wenn sie nicht von dem Permanentmagneten 5 im Zusammenwirken mit der ferromagnetischen Aufstellfläche 6 in dieser Position festgehalten würde. Auch bei dieser Position der Kerze richtet sich der Brennteller 3 automatisch in der Horizontalebene aus.
2o Bei der in Figur 4 dargestellten Ausführungsform ist der Kerzenkörper 1 als Kegelstumpf ausgebildet, in dessen Spitze der Permanentmagnet 5 eingebettet ist. Auch die so ausgebildete und aufgestellte Kerze wirkt in ihrer Aufstellung labil, ist es aber in Wirklichkeit nicht, weil der Permanentmagnet 5 im Zusammenwirken mit der ferromagnetischen Aufstellfläche 6 die Kerze in
25 Position hält.
Bei der in Figur 5 dargestellten Ausführungsform ist der Kerzenkörper abgewinkelt, hier in Form eines rechten Winkels, ausgebildet und weist eine seitliche „Standfläche" 2 auf, in deren Bereich der Permanentmagnet 5 in den Kerzenkörper 1 eingearbeitet ist. Dieser Permanentmagnet 5 wirkt mit einer 3o ferromagnetischen .Aufstellfläche" 6 zusammen, die hier senkrecht angeordnet ist.
Auch andere ähnlich ungewöhnlich ausgebildete Kerzenkörper können auf diese Art und Weise an Aufstellungsorten angeordnet werden, die bisher für die Aufstellung von Kerzen ungeeignet erschienen.
Figur 6 zeigt eine Kerze, die im Prinzip der Kerze gemäß Figur 1 entspricht, allerdings mit einer zusätzlichen Verlöschfunktion. Auch hier sind der Kerzenkörper mit dem Bezugszeichen 1 , die Standfläche mit dem Bezugszeichen 2, der Brennteller mit dem Bezugszeichen 3, der Docht mit dem Bezugszeichen 4, der Permanentmagnet mit dem Bezugszeichen 5 und die Aufstellfläche mit dem Bezugszeichen 6 bezeichnet.
Zusätzlich ist hier der Permanentmagnet 5 mit einem in den Kerzenkörper ragenden hohlen Verankerungskörper 7 versehen. Dieser Verankerungskörper 7 weist einen nach oben offenen Hohlraum 8 auf, der am Ende der Brenndauer der Kerze für die Aufnahme des Restes des Dochtes 4 dient.
Der Verankerungskörper 7, der beim Ausführungsbeispiel als Hohlzylinder ausgebildet ist und am unteren Ende mit dem Permanentmagneten 5 verbunden ist, ist von unten in eine zuvor in den Kerzenkörper - und zwar im Bereich des
Dochtes 4 - eingebrachte Bohrung 9 eingesteckt. Dabei ist die Bohrung 9 so ausgebildet, dass das untere Ende des Dochtes 4 und das ihn umgebende
Brennmaterial der Kerze von oben ein Stück weit in den oberen des Hohlraumes 8 hineinragt.
Wenn sich am Ende der Brenndauer der Kerze der Brennteller 3 dem oberen Ende des hohlen Verankerungskörpers 7 nähert, bleibt der Rest des Dochtes 4 zunächst mittig stehen, bis der Umgebungsbereich des Dochtes aufgeschmolzen wird und der Docht in den Hohlraum 8 des hohlen Verankerungskörpers 7 fällt und dort in Folge von Sauerstoffmangel sofort verlöscht. Zugleich fließt das zuvor geschmolzene Brennmaterial aus dem Brennteller 3 in den Hohlraum ab und bedeckt dort den erloschenen Docht.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 entspricht weitgehend dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6, so dass für die einander entsprechenden Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet werden. Hier verläuft - ähnlich wie
beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 - die Flächennormale der Standfläche 2 in einem Winkel zur Achse des Kerzenkörpers 1 , so dass diese Kerze gewissermaßen schräg im Raum steht.
- Patentansprüche -
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