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Patent Searching and Data


Title:
CANTILEVERED SEAT SUPPORT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/137906
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a seat support (1) for a vehicle, which seat support has a supporting element (5) having an upper side (16) and an lower side (22), wherein the upper side (16) is intended for the fixing of at least one seat. In addition, the seat support (1) comprises a flanged plate (7), which is joined to a fixing end (13) of the supporting element (5) and which is designed to fix the supporting element (5) only to a side wall (20) by means of fixing means (18), in such a way that the underside (22) of the supporting element (5) extends horizontally relative to the floor (30) of the vehicle.

Inventors:
ESCH, Christoph (Witzelstraße 15, Düsseldorf, 40225, DE)
NI, Viktor (Auf der Kempener Platte 18, Krefeld, 47804, DE)
RIEGER, Adrian (Hubertusstr. 225, Krefeld, 47798, DE)
SCHMÄCKE, Michael (Am Horsterhof 22, Stolberg, 52222, DE)
Application Number:
EP2018/050194
Publication Date:
August 02, 2018
Filing Date:
January 04, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
B60N2/24; B60N2/015; B60N2/68; B61D33/00; B64D11/06
Foreign References:
JPS5737633U1982-02-27
EP2965945A12016-01-13
JPH0834270A1996-02-06
FR2306659A11976-11-05
DE102009040779A12011-03-17
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Claims:
Patentansprüche

1. Ein Sitzträger (1) für ein Fahrzeug, umfassend:

- ein Tragelement (5) mit einer Oberseite (16) und einer Unterseite (22), wobei die Oberseite (16) zum Befesti¬ gen von mindestens einem Sitz (9) ausgebildet ist;

- eine Flanschplatte (7), die mit einem Befestigungsende (13) des Tragelements (5) gefügt ist, und dazu ausge¬ bildet ist, das Tragelement (5) am Befestigungsende (13) des Tragelements (5) ausschließlich mit einer

Seitenwand (20) des Fahrzeugs mittels Befestigungsmit¬ tel (18) derart zu befestigen, dass sich die Untersei¬ te (22) des Tragelements (5) horizontal zu einem Boden (30) des Fahrzeugs erstreckt.

2. Sitzträger (1) nach Anspruch 1, wobei sich die Unterseite (22) des Tragelements (5) horizontal zu einer Sitzfläche (35) des Sitzes (9) erstreckt. 3. Sitzträger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Unterseite (22) und die Oberseite (16) des Tragelements (5) parallel zueinander orientiert sind.

4. Sitzträger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Flanschplatte (7) derart ausgebildet ist, dass die

Flanschplatte (7) planparallel mit einer Seitenwand (20) des Fahrzeugs zu befestigen ist.

5. Sitzträger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei sich die Unterseite (22) des Tragelements (5) rechtwinklig zu der Flanschplatte (7) erstreckt.

6. Sitzträger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Flanschplatte (7) und das Tragelement (5) mittels Schwei- ßen gefügt sind.

7. Sitzträger (1) nach Anspruch 6, wobei die Lage der

Schweißposition auf der Flanschplatte (7) anpassbar ist.

8. Sitzträger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Tragelement (5) auf dessen Oberseite (16) parallel zu ei¬ ner Querrichtung (28) des Tragelements (5) ausgerichtete ers¬ te Schienenelemente (14) zur Befestigung von mindestens einem Sitz (9) aufweist. 9. Sitzträger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Tragelement (5) eine trapezförmige Querschnittsfläche (19) aufweist, wobei eine Oberseitenbreite (25) größer als eine Unterseitenbreite (26) des Tragelements (5) ist. 10. Sitzträger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Tragelement (5) derart ausgebildet ist, dass sich das Tragelement (5) in Richtung eines freien Endes (12) des Trag¬ elements (5) verjüngt. 11. Sitzträger (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Tragelement (5) ein in das Tragelement (5) eingebrachtes zweites Schienenelement (21) zur Befestigung von Zubehörtei¬ len aufweist, das parallel zum Tragelement (5) orientiert ist .

12. Ein Fahrzeug (50) mit einer Fahrgastzelle, die mindestens eine Seitenwand (20) und einen Boden (30) aufweist, umfas¬ send :

- mindestens einen Sitzträger (1) umfassend:

- ein Tragelement (5) mit einer Oberseite (16) und einer Unterseite (22), wobei auf der Ober¬ seite (16) mindestens ein Sitz (9) befestigt ist ;

- eine Flanschplatte (7), die mit einem Befesti¬ gungsende (13) des Tragelements (5) gefügt ist, wobei das Tragelement (5) am Befestigungsende (13) des Tragelements (5) ausschließlich mit der mindestens einen Seitenwand (20) des Fahr- zeugs (50) mittels Befestigungsmittel (18) der¬ art befestigt ist, dass sich die Unterseite (22) des Tragelements (5) horizontal zu einem Boden (30) des Fahrzeugs (50) erstreckt. 13. Fahrzeug (50) nach Anspruch 12, wobei der Sitzträger (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 11 ausgebildet ist.

Description:
Beschreibung

Freitragender Sitzträger Die Erfindung betrifft einen Sitzträger für ein Fahrzeug. Ferner betrifft die Erfindung ein Fahrzeug mit derartigen Sitzträgern .

Ausgeführte Sitzträger des Standes der Technik umfassen eine Anbindung an die Wagenstruktur und ein eigentliches Tragele ¬ ment (auch Sitzgestell oder Sitztraverse) , auf dem ein oder mehrere Sitze zum Sitzen befestigt werden können. Typischerweise besteht die Anbindung dabei aus einer Verschraubung an die Seitenwand sowie eine Abstützung bzw. Stütze des Trägers ebenfalls an die Seitenwand oder an den Fußboden. Entspre ¬ chend wird also der Sitz mit Tragelement an zwei Punkten mit dem Fahrzeug verbunden, die Sitztraverse an der Seitenwand des Fahrzeugs und der Sitzfuß entweder am Fußboden oder als eine Art Cantilever ebenfalls an der Seitenwand. Sitze und Tragelement sind dabei bei der Montage typischerweise als Einheit verbunden.

Sowohl mit der Lösung „Stütze im Fußboden" als auch bei der „Cantilever-Stütze" ist der Freiraum unter den Sitzen verän- dert und insbesondere nachteilig eingeschränkt. Zusätzlich bildet der Sitzträger viele Schnittstellen im Wagen aus

(z. B. Fußboden, Rohbauboden, Rohbauseitenwand, Rohbaulängs ¬ träger, Seitenwandverkleidung, Klimakanäle usw.). Ferner werden Beinfreiheit und Stauraum für das Handgepäck unter den Sitzen nachteilig begrenzt.

In der DE102009040779A1 ist ein Sitzträger mit einer ausschließlichen Anbindung an die Seitenwand und schräg verlau ¬ fender Unterseite beschrieben.

Die Aufgabe besteht darin, einen Sitzträger mit möglichst viel Beinfreiheit und Gepäckabstellraum zu konzipieren. Erfindungsgemäß wird ein Sitzträger zur Verfügung gestellt, welcher ein Tragelement mit einer Oberseite und einer Unter ¬ seite aufweist, wobei die Oberseite zum Befestigen von min ¬ destens einem Sitz ausgebildet ist. Ferner umfasst der Sitz- träger eine Flanschplatte, die mit einem Befestigungsende des Tragelements gefügt ist, und dazu ausgebildet ist, das Trag ¬ element ausschließlich mit einer Seitenwand mittels Befesti ¬ gungsmittel derart zu befestigen, dass sich die Unterseite des Tragelements horizontal zu einem Boden des Fahrzeugs er- streckt.

Ausschließlich bedeutet hierbei, dass keine Verbindung zum Bodenbereich vorgesehen ist. Das Tragelement wird somit un ¬ mittelbar an dessen Befestigungsende mit der Seitenwand be- festigt unter Verzicht einer Stütze. Der Sitzträger wird so ¬ mit alleinig von der Seitenwand getragen und kann in diesem Sinne als freitragend bezeichnet werden. Es sei ferner ange ¬ merkt, dass auch nicht-generische Fälle, in denen beispiels ¬ weise die Seitenwand nicht senkrecht zum Boden orientiert ist oder gekrümmt ist, insofern eingeschlossen sind, als dass dann auch in solchen Fällen die Unterseite des Tragelements sich horizontal bzgl. des Fahrzeugbodens erstreckt.

Der Vorteil des Sitzträgers besteht darin, dass durch die ge- rade Unterseite die Beinfreiheit nicht unnötig eingeschränkt wird. Insbesondere ist die Beinfreiheit nicht vom Abstand zur Flanschplatte bzw. zur Seitenwand abhängig. Beispielsweise bedeutet das, dass ein Benutzer des Sitzträgers für sein lin ¬ kes Bein gleichviel Platz hat wie für sein rechtes Bein. Im Falle von mehreren Sitzen bedeutet das konsequenterweise, dass die Wertigkeit des Sitzplatzes in puncto Kniefreiheit und Stellraum nicht von der Wahl des Sitzes abhängt. Zudem wird das Reinigen von Bodenflächen unter den Sitzträgern erleichtert .

Aufgrund des Wegfalls einer zusätzlichen Stütze im Bodenbe ¬ reich, der Seitenwand oder im Längsträger ist ferner weiterer Abstellplatz für das Gepäck vorgesehen und Schnittstellen sind reduziert, wodurch weitere Schnittstellen (z. B. Fußbo ¬ den, Rohbauboden, Rohbauseitenwand, Rohbaulängsträger, Seitenwandverkleidung, Klimakanäle usw.) einfacher und ohne Rücksicht auf eine Stütze konstruiert werden können. Es ent ¬ fällt entsprechend ein zusätzlicher Befestigungspunkt und zu ¬ dem ist die Verkleidung einer Stütze nicht mehr nötig. Bei der Montage gibt es zudem vorteilhaft nur noch eine Baugrup ¬ pe, die fest miteinander verbunden ist und keine beweglichen Teile wie eine auszurichtende Stütze.

Mittels der Flanschplatte wird dabei eine Flanschanbindung realisiert, die den einwirkenden Belastungen standhält und zudem den Rohbau nicht gefährdet. Die Funktionsweise besteht darin, dass eingeleitete Kräfte, insbesondere Normalkräfte, die auf das Tragelement einwirken, über die Flanschplatte aufgenommen und auf die Seitenwand übertragen werden.

Die Unterseite des Tragelements kann sich auch parallel zu einer Sitzfläche des Sitzes erstrecken.

Die Unterseite und die Oberseite sind bevorzugt parallel ori ¬ entiert .

Die Flanschplatte ist bevorzugt derart ausgebildet, dass die Flanschplatte planparallel mit einer Seitenwand des Fahrzeugs zu befestigen ist.

Die Unterseite des Tragelements erstreckt sich bevorzugt rechtwinklig zu der Flanschplatte.

Die Flanschplatte und das Tragelement sind bevorzugt mittels Schweißen gefügt.

Die Lage der Schweißpositionen auf der Flanschplatte ist an ¬ passbar. Beispielsweise werden häufig für verschiedenartige Sitze unterschiedliche Höhen des Tragelements benötigt. Durch flexible Wahl der Schweißpositionen auf der Flanschplatte ergibt sich somit ein Spielraum für individuelle Ausgestal ¬ tungsformen .

Das Tragelement weist bevorzugt auf dessen Oberseite parallel zu einer Querrichtung zum Tragelement ausgerichtete erste Schienenelemente zur Befestigung von mindestens einem Sitz auf. Hierbei wird vorteilhaft eine variable Sitzpositionie ¬ rung ermöglicht.

Das Tragelement weist bevorzugt eine trapezförmige Quer ¬ schnittsfläche auf, wobei eine Oberseitenbreite größer als eine Unterseitenbreite des Tragelements ist. Durch diese Geo ¬ metrie kann weitere Beinfreiheit bzw. Stauraum erzeugt wer ¬ den .

Das Tragelement ist bevorzugt derart ausgebildet, dass sich das Tragelement in Richtung eines freien Endes des Tragele ¬ ments verjüngt. Somit kann das Tragelement in puncto Leicht ¬ bau optimiert werden.

Das Tragelement kann ferner ein in das Tragelement einge ¬ brachtes zweites Schienenelement zur Befestigung von Zubehör ¬ teilen aufweisen, das parallel zum Tragelement orientiert ist. Zubehörteile können beispielsweise Abfallbehälter oder Fußstützen sein.

Erfindungsgemäß wird zudem ein Fahrzeug mit einer Fahrgast ¬ zelle, die mindestens eine Seitenwand und einen Boden auf ¬ weist. Ferner umfasst das Fahrzeug mindestens einen Sitzträ- ger, der ein Tragelement mit einer Oberseite und einer Unter ¬ seite umfasst, wobei auf der Oberseite mindestens ein Sitz befestigt ist. Ferner weist das Fahrzeug eine Flanschplatte auf, die mit einem Befestigungsende des Tragelements gefügt ist, wobei das Tragelement am Befestigungsende des Tragele- ments ausschließlich mit der mindestens einen Seitenwand des Fahrzeugs mittels Befestigungsmittel derart befestigt ist, dass sich die Unterseite des Tragelements horizontal zu einem Boden des Fahrzeugs erstreckt. Das Fahrzeug ist bevorzugt ein motorbetriebenes Fahrzeug, be ¬ sonders bevorzugt ein Schienenfahrzeug. Insbesondere bei Schienenfahrzeugen können entsprechende Sitzträger vorgesehen sein. Das Fahrzeug umfasst auch andere Verkehrsmittel, wie zum Beispiel Busse, Schiffe und Flugzeuge. Auch dort können Sitzträger nach obigen technischen Merkmalen Verwendung finden . Ferner wird ein Fahrzeug mit den obigen Ausführungen der Sitzträger vorgeschlagen.

Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen: Figur 1 einen erfindungsgemäßen Sitzträger nach einer beispielhaften Ausführungsform,

Figur 2 eine erfindungsgemäße Sitzvorrichtung, und Figur 3 ein erfindungsgemäßes Fahrzeug.

Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Sitzträger 1 für ein Fahrzeug. Der Sitzträger 1 umfasst dabei ein Tragelement 5. Das Tragelement 5 ist dazu ausgebildet, mindestens einen Sitz auf dessen Oberseite 16 zu befestigen. Ferner weist das Trag ¬ element 5 ein freies Ende 12 sowie ein Befestigungsende 13 auf, wobei das freie Ende 12 dem Befestigungsende 13 gegen ¬ überliegt . Am Befestigungsende 13 des Tragelements 5 ist das Tragelement 5 mit der Flanschplatte 7 gefügt. Mittels der Flanschplatte 7 ist das Tragelement 5 mit einer Seitenwand 20 (hier nur ange ¬ deutet als gestrichelte Linien) von einem Fahrzeug befestigt. Als Seitenwand 20 ist dabei insbesondere die Rohbauseitenwand eines Fahrzeugs aufzufassen. Generisch ist die Seitenwand 20 orthogonal zu einem Boden 30 des Fahrzeugs ausgebildet, wobei die Erfindung nicht streng darauf beschränkt ist.

Die Unterseite 22 des Tragelements 5 erstreckt sich jedoch stets horizontal zum Boden 30 des Fahrzeugs. Dadurch wird vorteilhaft die Beinfreiheit unter dem Sitzträger 1 sowie der Platz für Gepäck vergrößert. Insbesondere ist die Beinfrei- heit nicht vom Abstand zur Flanschplatte 7 bzw. zur Seiten ¬ wand 20 abhängig. Beispielsweise bedeutet das, dass ein Be ¬ nutzer des Sitzträgers 1 für sein linkes Bein gleichviel Platz hat wie für sein rechtes Bein. Im Falle von mehreren Sitzen bedeutet das konsequenterweise, dass die Wertigkeit des Sitzplatzes in puncto Fußfreiheit und Stellraum nicht von der Wahl des Sitzes abhängt. Zudem wird das Reinigen von Bo ¬ denflächen unter dem Sitzträger 1 erleichtert. Mittels der Flanschverbindung können sowohl Rohbauseitenwand als auch Tragelement 5 den Belastungen, insbesondere durch auf das Tragelement 5 einwirkende Normalkräfte, standhalten.

Die Flanschplatte 7 ist hierbei planparallel zu der anliegen ¬ den Seitenwand 20 ausgerichtet. Auch von der Erfindung einge ¬ schlossen ist eine Flanschplatte 7, die beispielsweise derart geometrisch ausgebildet ist, dass diese eine schräge oder ge ¬ krümmte Seitenwand ausgleicht. Auch kann die Flanschplatte 7 zu einer schrägen Seitenwand 20 planparallel anliegen, jedoch weist dann das Tragelement 5 einen entsprechenden

Korrigierwinkel mit der Flanschplatte 7 auf, sodass die Be- dingung, dass die Unterseite 22 des Tragelements weiterhin horizontal zum Boden 30 verläuft, weiterhin erfüllt ist.

Das Tragelement 5 selbst erstreckt sich in Richtung einer Normalen 10, die in dieser Ausführungsform mit der Flansch- platte 7 und der Seitenwand 20 einen rechten Winkel bildet. Insbesondere erstreckt sich dabei die Oberseite 16 parallel zu der Unterseite 22 des Tragelements 5. Die Flanschplatte 7 umfasst ferner Befestigungsmittel 18, die geeignet sind, die Flanschplatte (und somit das Tragelement 5) mit der Seitenwand 20 (Rohbauseitenwand) zu verbinden. In dieser beispielhaften Ausführung sind dabei vier Befesti- gungspunkte für Schraubverbindungen beschrieben, die durch entsprechende vier Schraubköpfe dargestellt sind. Neben Ver- schraubungen oder Bolzen sind aber auch andere Arten der Befestigung von der Erfindung eingeschlossen. Entsprechende Aufnahmemittel sind in der aufnehmenden Seitenwand 20 vorge- sehen, um eine robuste Verbindung mit der Seitenwand 20 zu schließen .

Die Flanschplatte 7 ist dabei rechteckig ausgebildet und de ¬ finiert eine Flanschplattenfläche 24, die größer ist als eine Querschnittsfläche 19 des Tragelements 5. Dabei bildet die Flanschplatte 7 bezogen auf die Querschnittsfläche 19 des Tragelements 5 einen Sockel 15 aus, wobei dabei die Flansch ¬ plattenfläche 24 größer ist als die Querschnittsfläche 19 des Tragelements 5 am Befestigungsende 13. Beispielsweise kann das Verhältnis 1.5, 2, 3, 4 betragen, wobei die Erfindung nicht auf diese Verhältnisse beschränkt ist.

Die Flanschplatte 7 ist mit dem Tragelement 5 mittels einer Schweißverbindung gefügt. Je nach verwendetem Werk- stück/Material können aber auch andere dem Fachmann bekannten Fügeverfahren Anwendung finden.

Die Flanschplatte 7 und das Tragelement 5 können auch integ ¬ ral ausgebildet sein, das heißt aus einem einzigen Werkstück (einstückig) erstellt worden sein. Auch kann die Flanschplatte 7 und das Tragelement 5 aus mindestens zwei Bauteilen be ¬ stehen, was insbesondere komplexe Anordnungen zur Gewichtsre ¬ duktion ermöglicht. Insbesondere liegt ein Spielraum für die Lage der Schweißpo ¬ sitionen vor, sodass die Höhe der Schweißposition und somit die Höhe des Tragelements 5 flexibel anpassbar ist. Bei ¬ spielsweise kann Bedarf für verschiedenartige Sitze bestehen, für die jeweils eine voneinander unterschiedliche Höhenein ¬ stellung erforderlich ist. Durch Wahl der passenden Höhe der Schweißposition kann einer solchen individuellen Nachfrage Rechnung getragen werden.

Die Flanschplatte 7 bildet beispielhaft ferner ein C-förmiges Querschnittsprofil 17 in Richtung der Seitenwand 20 aus zur Befestigung an einer an der Seitenwand 20 montierten er ¬ schiene. Hierbei sind jedoch auch flache oder andere gleich- wirkende Profile von der Erfindung eingeschlossen.

Die Querschnittsfläche 19 des Tragelements 5 am freien Ende 12 ist dabei (gleichschenklig) trapezförmig ausgebildet. Dabei ist die Oberseitenbreite 25 der Oberseite 16 des Tragele- ments 5 größer als die Unterseitenbreite 26 des gleichschenk ¬ ligen Trapezes. In dieser beispielhaften Ausführungsform der Figur 1 geht die Querschnittsfläche 19 kontinuierlich in eine rechteckige Querschnittsfläche 19 hinzu dem Befestigungsende 12 über. Dadurch verjüngt sich das Tragelement 5 in Richtung des freien Endes 12, wodurch das Tragelement 5 leichtbauopti- miert ist. Auch weitere Verjüngungen bzw. Verkleinerungen der Querschnittsfläche 19 in Richtung des freien Endes 12, wie beispielsweise die Verringerung von Oberseitenbreite 25 und Unterseitenbreite 26, sind von der Erfindung

miteingeschlossen. Die Querschnittsfläche 19 kann jedoch auch trapezförmig über das gesamte Tragelement 5 hinweg ausgebil ¬ det sein. Durch die Verjüngung hinzu der Unterseite des Trag ¬ elements 5 wird eine Abkantung erzeugt, die weiterhin die Beinfreiheit erhöht. Auch im Zusammenhang mit zwei korrespon- dierenden Sitzträgern 1, z. B. einem zweiten Sitzträger 1, der sich beispielsweise hinter einem ersten Sitzträger 1 befindet, kann durch den trapezförmigen Querschnitt des ersten Sitzträgers 1 für Benutzer des zweiten Sitzträgers 1 mehr Beinfreiheit, insbesondere in Höhe des Kniebereichs, erzeugt werden. Die spezielle Form ist jedoch variabel und kann ins ¬ besondere an besondere statische Anforderungen angepasst sein . Auf der Oberseite 16 des Tragelements 5 sind entsprechende erste Schienenelemente 14 vorgesehen, die als Schienen paral ¬ lel zu einer Querrichtung 28 ausgeführt und zur positionsva ¬ riablen Fixierung mindestens eines Sitzes 9 geeignet sind. Innerhalb des Tragelements 5 ist ferner ein zweites Schienen ¬ element 21 eingebracht, das sich entlang des Tragelements 5 erstreckt und zur Befestigung von Zubehörteilen geeignet ist. Als Zubehörteile können beispielsweise Abfallbehälter oder Fußstützen als Anbringung dienen.

Die konkrete Ausführung des Sitzträgers 1 in Figur 1 erlaubt dabei die Montage bzw. Befestigung von zwei Sitzen. In anderen Ausführungsformen können auch Sitzträger 1 für Einfachsitze oder Mehrfachsitze gebildet werden.

Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße Sitzvorrichtung 8. Die Sitzvorrichtung 8 umfasst dabei rein beispielhaft zwei Sitze 9, die auf der Oberseite 16 mittels der in Figur 1 beschrie ¬ benen ersten Schienenelemente 14 des Tragelements 5 des Sitz- trägers 1 befestigt sind. Der Sitzträger 1 ist dabei analog zu dem in Figur 1 ausgeführt. Die Sitze 9 bilden dabei eine Sitzfläche 35 aus. Das Tragelement 5 erstreckt sich hierbei horizontal zu der Sitzfläche 35 der Sitze 9. Alternativ sind auch Einzelsitze oder Mehrfachsitze möglich und von der Er- findung miteingeschlossen.

Figur 3 zeigt ein erfindungsgemäßes Fahrzeug 50. Insbesondere ist das Fahrzeug 50 als Schienenfahrzeug ausgeführt. Aber auch andere Fahrzeuge 50 wie Boote, Flugzeuge oder Busse wer- den von der Erfindung eingeschlossen. Das Fahrzeug 50 umfasst dabei mindestens einen erfindungsgemäßen Sitzträger 1 oder eine erfindungsgemäße Sitzvorrichtung 8 nach den Figuren 1 bzw. 2 auf, wobei diese an der jeweiligen Seitenwand 20 des Fahrzeugs befestigt sind.

Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungs ¬ beispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.