| JP04209813 | HAT AND ITS PRODUCTION |
| JP2008095236 | GARMENT OR HAT |
| JP2007119987 | BANDAGE CAP CUTTING UV FOR FACE AND NECK |
Schneid, Ingrid (Freihofstrasse 12, Haigerloch-Gruol, 72401, DE)
| 1. | Mütze (10) zur Fixierung einer Atemhilfe (50) am Kopf (40) eines Früh oder Neugeborenen, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Riemen (12) aufweist, welcher zur Fixierung der Mütze (10) am Kopf (40) des Früh oder Neugeborenen unterhalb des Kinns (42) von einem Seitenteil (14) der Mütze (10) zum anderen Seitenteil (16) geführt und zumin¬ dest einseitig lösbar angebracht ist, und dass sie eine durch Verschlussmittel (22, 24) zumindest teilweise schließbare Öffnung (26) aufweist. |
| 2. | Mütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (26) in dem die Schädeldecke bedeckenden Teil der Mütze (10) vorgesehen ist. |
| 3. | Mütze (10) nach Anspruch 1, oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (26) einen von der Stirn ausgehenden Be¬ reich umfasst. |
| 4. | Mütze (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass die Öffnung (26) einen Bereich umfasst, der von der Stirn über die Schädeldecke zum oberen Hinter¬ kopf reicht. |
| 5. | Mütze (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass die Verschlussmittel (18, 22, 24) aus¬ gewählt sind aus der Gruppe umfassend Schnüre, Häkchen, Knöpfe, Klebestreifen, Klett oder Reißverschlüsse. |
| 6. | Mütze (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussmittel (22, 24) Schnüre sind, die auf beiden Seiten der Öffnung (26) einander gegenüberliegend ange¬ bracht sind. |
| 7. | Mütze (10) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass insgesamt vier Schnüre vorgesehen sind, wobei sich jeweils zwei an den Seiten der Öffnung gegenüberliegen. |
| 8. | Mütze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass sich zwischen den Seitenteilen (14, 16) der Mütze (10) ein Abstand befindet, der durch den Riemen (12) variabel einstellbar ist. |
| 9. | Mütze nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass für die Einstellung des Abstands Mittel vorgesehen sind, die ausgewählt sind aus der Gruppe umfassend Knöpfe, Schnüre, Häkchen, Klebestreifen, Reiß oder Klettverschlüsse. |
| 10. | Mütze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass der Riemen mit einem Seitenteil (14) unlös¬ bar verbunden ist und am anderen Seitenteil (16) bei Fi¬ xierung der Mütze (10) mit zumindest einem Mittel (18, 22, 24) befestigt ist, das ausgewählt ist aus der Gruppe um¬ fassend Knöpfe, Schnüre, Häkchen, Klebestreifen, Klett¬ oder Reißverschlüsse. |
| 11. | Mütze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass der Riemen (12) mit einem Seitenteil (14) unlösbar verbunden ist und am anderen Seitenteil (16) bei Fixierung der Mütze (10) über einen Knopf (18) und ent¬ sprechende Knopflöcher (20) im Riemen (12) befestigt ist. |
| 12. | Mütze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass zur Fixierung der Mütze (10) der Riemen (12) auf beiden Seitenteilen (14, 16) der Mütze (10) lös¬ bar angebracht ist. |
| 13. | Mütze (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mütze zumindest ein Material auf¬ weist, das elastische Eigenschaften besitzt. |
| 14. | Mütze (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in dem den Nackenbereich umgebenden Teil der Mütze (10) ein Gummiband (30) vorgese¬ hen ist. |
| 15. | Mütze nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass Befestigungsmittel (56, 58) an der Mütze (10) vorgesehen sind, über welche die Atemhilfe (50) an der Mütze (10) fixiert werden kann. |
| 16. | Verwendung einer Mütze (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 zur Fixierung von Atemhilfen (50) bei Früh oder Neuge¬ borenen. |
| 17. | Kit für die Fixierung von Atemhilfen am Kopf von Früh¬ oder Neugeborenen, welches eine Mütze (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, sowie Befestigungsmittel (56, 58) für die Atemhilfe (50) an der Mütze (10) aufweist. |
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Mütze zur Fixierung von Atemhilfen am Kopf von Früh- und Neugeborenen.
Viele Neugeborenen, insbesondere Frühgeborenen, benötigen zur vollständigen Entfaltung der Lunge eine Atemhilfe, um eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Sauerstoff zu gewähr¬ leisten. Bei Verwendung von Atemhilfen wird der Sauerstoff oder ein anderes Gas frei oder unter kontrolliertem Druck zugeführt. Der Einfachheit halber kommen hier insbesondere Vorrichtungen zum Einsatz, über welche die SauerstoffVersorgung nasal er¬ folgt. Beim CPAP (Continuous Positive Airway Pressure) werden die Neugeborenen, wenn sie selbst atmen können, durch einen kon¬ stanten leichten Überdruck in den Atemwegen unterstützt, so dass angefeuchtete und angewärmte Atemluft mit sanftem Druck in die Lungen gelangen kann.
Bei der nasalen Sauerstoffzufuhr im Rahmen von Atemhilfen kom¬ men insbesondere Schläuche, Kanülen und/oder sogenannte Nasen- Prongs zum Einsatz. Der Nasen-Prong selbst hat zwei kleine Ansätze, die nur ca. 1 cm in die Nase eingeführt werden. Im Gegensatz dazu wird bei Kindern, die beatmet werden, ein Beat¬ mungsschlauch (Tubus) durch die Nase in die Luftröhre gescho¬ ben. So wird die Lunge künstlich belüftet.
Die Vorrichtungen für die Atemhilfe müssen am Kopf der Patien¬ ten sicher befestigt werden. Denn insbesondere bei Säuglingen besteht die Gefahr, dass Schläuche etc. durch unkontrollierte Bewegungen abgerissen werden, wodurch keine kontinuierliche Sauerstoffzufuhr mehr erfolgen kann.
Im Stand der Technik sind verschiedene Lösungen beschrieben, um solche Nasen-Prongs oder Kanülen am Kopf zu befestigen. Aus der US 5,477,852 ist es bspw. bekannt, die Nasenkanülen bzw. Nasen- Prongs mittels eines Bandes oder eines Gurts zu befestigen, welches den Kopf umlaufend umgibt. Das Band ist dabei vorzugs¬ weise ein Gummiband und wird mittels eines Haken, eines Klett¬ verschlusses u.a. verschlossen. Solche Befestigungs- Vorrichtungen sind für Säuglinge nicht geeignet, da sie - für ein stabiles Anbringen der Atemhilfe - zu fest am Kopf befes¬ tigt werden müssen und dadurch die Gefahr besteht, dass die Schädel verformt werden. Im Stand der Technik werden ferner Mützen benutzt, um an diesen Atemhilfe-Vorrichtungen - bspw. solche für CPAP - zu befesti¬ gen. So ist bspw. in der US 2003/0047185 Al beschrieben, das darin offenbarte neuartige Kanülensystem über Sicherungs-Bänder und eine Mütze am Kopf von bspw. Kleinkindern zu befestigen. Die Mütze weist dabei insbesondere über der Stirn verstärkte Bereiche auf, die ein stabiles und sicheres Anbringen der Atem¬ kanülen ermöglichen sollen. Die in der US 2003/0047185 Al of¬ fenbarte Mütze ist dabei schlauchförmig ausgebildet und wird an dem vom Gesicht abgewandten Ende mittels eines Bandes zuge¬ schnürt. Das in dieser Druckschrift offenbarte CPAP-System wird auch als Infant-Flow-System bezeichnet, bei welchem eine Fixie¬ rung der Atemhilfe-Schläuche über die Oberseite des Schädels verlaufend erfolgt. Im Gegensatz hierzu werden bei anderen Systemen die Schläuche zur Versorgung mit Sauerstoff an den Schädelseiten fixiert.
Nachteilig an den Mützen des Standes der Technik ist jedoch, dass sie insbesondere am Anfang ihres Gebrauchs zu stramm sit¬ zen, was jedoch eine Voraussetzung für die stabile Sicherung der CPAP-Vorrichtung darstellt. Durch die engen Mützen besteht die Gefahr, dass die Schädel der Neugeborenen in kürzester Zeit verformt werden. Darüber hinaus weiten sich die Mützen aufgrund ihrer meist insgesamt elastischen Eigenschaften relativ schnell aus und bieten dadurch keinen geeigneten Halt mehr für die CPAP-Systeme, da sie zu verrutschen drohen.
Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Mütze bereitzustellen, durch welche die Schädel der Neugeborenen nicht verformt wird, und die bei dauerhafter Materialfestigkeit gleichzeitig eine stabile Fixierung für Atemhilfen liefert. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Mütze einen Riemen aufweist, der zur Fixierung der Mütze am Kopf des Früh- oder Neugeborenen unterhalb des Kinns von einem Seiten¬ teil der Mütze zum anderen Seitenteil geführt und zumindest einseitig lösbar angebracht ist, und dass die Mütze eine durch Verschlussmittel zumindest teilweise schließbare Öffnung auf¬ weist.
Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
Mit der erfindungsgemäßen Mütze können Atemhilfe-Vorrichtungen wie bspw. CPAP-Vorrichtungen stabil am Kopf von Früh- oder Neugeborenen befestigt werden, ohne dass dabei die Schädel der Kinder verformt werden. Der sichere Sitz der Mütze wird insbe¬ sondere durch den an der Mütze vorgesehenen Riemen gewährleis¬ tet. Der Riemen wird zur Fixierung der Mütze am Kopf des Früh¬ oder Neugeborenen unterhalb des Kinns von einer Seite zur ande¬ ren geführt, wobei er hierfür mit zumindest einem seiner beiden Enden einseitig an der Mütze lösbar angebracht werden kann.
Die Atemhilfe-Vorrichtungen können dann an der erfindungsgemä¬ ßen Mütze über Befestigungsmittel fixiert werden, die sich bspw. an den Seitenteilen der Mütze befinden bzw. angebracht werden. So können bspw. bei einem Einsatz eines Nasenprongs dessen Schläuche an den Seiten des Kopfes geführt und an den Seitenteilen der Mütze mit Befestigungsmitteln fixiert werden.
Gleichzeitig bietet die Mütze den weiteren technischen Vorteil, dass zur Durchführung von Untersuchungen des Schädels mittels Ultraschall, bspw. zur Untersuchung der Fontanellen, der Schä- del durch die schließbare Öffnung der Mütze einfach zugänglich ist. Um den Schädel für die Untersuchung zugänglich zu machen, sind daher keine aufwändigen Handgriffe notwendig, da die Mütze nicht abgenommen werden muss.
Durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Mütze für die Fixierung von Atemhilfen können letztere somit auch bei Untersuchungen des Schädels fixiert bleiben. Dadurch wird nicht zuletzt ver¬ mieden, dass die Früh- oder Neugeborenen durch Ab- und Aufset¬ zen der Mützen und durch erneutes Anbringen der Atemhilfen nach einer Untersuchung des Schädels gestört werden.
Durch die Verschlussmittel für die Öffnung, über welche die Öffnung zumindest teilweise wieder geschlossen werden kann, wird außerdem sichergestellt, dass der gesamte Schädel des Früh- oder Neugeborenen gleichzeitig vorteilhaft warm gehalten wird. Da der Schädel mit seiner im Vergleich zum übrigen Körper großen Oberfläche viel Wärme abgibt, ist es wichtig, diesen warm zu halten. Die Warmhaltung des Schädels spielt bei Früh¬ oder Neugeborenen eine große Rolle, da sie nur geringe Energie¬ speicher für den körpereigenen Wärmehaushalt zur Verfügung haben.
Vor diesem Hintergrund betrifft die Erfindung auch die Verwen¬ dung der Mütze zur Fixierung von Atemhilfen bei Früh- oder Neugeborenen, sowie außerdem einen Kit, umfassend eine erfin¬ dungsgemäße Mütze, sowie Befestigungsmittel für eine Atemhilfe an der Mütze. Unter „Mütze" wird hierbei jede Vorrichtung verstanden, mit welcher der Kopf - bspw. eines Früh- oder Neugeborenen - zumin¬ dest im Bereich der Seiten des Kopfs, des Hinterkopfs und der Schädeldecke bedeckt werden kann, also somit den Teil des Schä¬ dels, der vom Gesicht abgewandt liegt bedeckt.
Unter „Riemen" wird vorliegend jede schnür-, band-, riemen- oder gurtartige Befestigungsvorrichtung verstanden, über welche die Mütze am Kopf des Früh- oder Neugeborenen durch eine Füh¬ rung unterhalb des Kinns fixiert werden kann.
Unter „Öffnung" wird vorliegend jede Aussparung oder Einrich¬ tung der Mütze verstanden, in deren Bereich zumindest ein Teil des Schädels nicht bedeckt ist, der üblicherweise von einer Mütze bedeckt wird, also im Bereich der Schädeldecke, des Hin¬ terkopfs und der Kopfseiten.
In einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mütze ist bevor¬ zugt, wenn die Öffnung in dem die Schädeldecke bedeckenden Teil der Mütze vorgesehen ist.
Dabei ist es bevorzugt, wenn die Öffnung einen von der Stirn ausgehenden Bereich umfasst, und insbesondere, wenn die Öffnung einen länglichen Bereich umfasst, der von der Stirn über die Schädeldecke zum oberen Hinterkopf reicht.
Diese Anordnung der Öffnung hat sich in der Praxis als vorteil¬ haft erwiesen, da dadurch die Schädeldecke und die zu untersu¬ chenden Teile des Schädels - bspw. durch Ultraschall - für den untersuchenden Arzt dadurch einfach zugänglich sind. So können Routineuntersuchungen wie bspw. die der Fontanellen schnell und ohne Aufwand durchgeführt werden. Des weiteren können Kanülen ohne großen Aufwand in Kopfvenen gelegt werden, was bei Früh- und Neugeborenen üblich ist. Vorteilhaft ist dabei, dass die verschließbare Öffnung mit einfachen Handgriffen geöffnet und verschlossen werden kann, ohne dass die Untersuchungen der Schädeldecke ein Abziehen der Mütze erfordern würden. Gleich¬ zeitig bleibt die CPAP-Vorrichtung am Schädel fixiert und be¬ hindert den untersuchenden Arzt bei der Durchführung des Ultra¬ schalls nicht.
Hierbei ist bevorzugt, wenn die Öffnung durch Verschlussmittel geschlossen wird, welche ausgewählt sind aus der Gruppe umfas¬ send Schnüre, Häkchen, Knöpfe, Klebestreifen, Klett- oder Rei߬ verschlüsse.
Diese Verschlussmittel haben den Vorteil, dass die Öffnung schnell und einfach zumindest teilweise verschlossen werden kann. So befinden sich bspw. Knöpfe und/oder Häkchen auf der einen Seite der Öffnung und die entsprechenden Knopflöcher und/oder Ösen auf der anderen Seite der Öffnung und können bei Bedarf geöffnet und geschlossen werden. Ähnliches gilt für die Verwendung von Klettverschlüssen.
Die Anzahl der Verschlussmittel hängt dabei von der Größe der Öffnung ab, eine größere Öffnung wird - je nach Wunsch - mehre¬ re Schnüre, Knöpfe oder anderes aufweisen als eine kleinere Öffnung. Die Verschlussmittel können außerdem verschiedene Materialien aufweisen; so kommen bspw. Wolle, Baumwolle, texti- Ie Kunststoffe u.a. bei einem Einsatz von Schnüren in Betracht, und Kunststoffe, Holz, Metalle und andere härtere Materialien bei Verwendung von Knöpfen, Häkchen u.a. Insbesondere ist bevorzugt, wenn die Verschlussmittel Schnüre sind, die auf beiden Seiten der Öffnung einander gegenüberlie¬ gend angebracht sind.
Die Verwendung von Schnüren als Verschlussmittel hat den Vor¬ teil, dass sie bei häufigerem Einsatz haltbarer sind als bspw. Klettverschlüsse, sowie einfacher zu handhaben als ggf. Knöpfe. Abgesehen davon würden Verschlüsse, welche über einen zu star¬ ken Klettverschluss oder feste Druckknöpfe verschlossen werden, beim Öffnen und Schließen zu laute Geräusche verursachen, sowie beim Liegen ggf. Druckstellen am Schädel bilden, was das Neuge¬ borene stören bzw. schädigen würde. Die Öffnung kann bei einem Einsatz von Schnüren einfach dadurch geschlossen werden, dass die einander an der Öffnung gegenüber liegenden Schnüre zusam¬ mengeknotet werden. Durch unterschiedlich starke Verknotung kann auch der Grad der Schließung der Öffnung beeinflusst wer¬ den kann. Dabei ist es durchaus denkbar, dass die Öffnung nur so weit geschlossen ist, dass dennoch eine Ultraschalluntersu¬ chung stattfinden kann, da Teile der Schädeldecke durch die Öffnung zugänglich sind.
Insbesondere ist bevorzugt, wenn insgesamt vier Schnüre vorge¬ sehen sind, wobei sich jeweils zwei an den Seiten der Öffnung gegenüberliegen.
Diese Ausführungsform hat sich als einfach zu handhaben erwie¬ sen, da mit ihr die Öffnung einerseits ausreichend geschlossen und andererseits für Untersuchungen schnell wieder geöffnet werden kann, ohne das Früh- oder Neugeborene bspw. durch Geräu¬ sche oder Druckauslösung zu stören. In einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mütze ist bevor¬ zugt, wenn sich zwischen den Seitenteilen der Mütze ein Abstand befindet, der durch den Riemen variabel einstellbar ist, und insbesondere ist bevorzugt, wenn hierfür Mittel vorgesehen sind, die ausgewählt sind aus der Gruppe umfassend Knöpfe, Schnüre, Häkchen, Klett- oder Reißverschlüsse oder Klebestrei¬ fen, z.B. Pflasterstreifen.
Dadurch kann die Mütze je nach Kopfgröße des Früh- oder Neuge¬ borenen entsprechend fest und variabel unter dem Kinn mittels des Riemens fixiert werden, wodurch die einzelnen Mützen auch mit dem Schädel „mitwachsen" . Dabei können auch andere als die genannten Mittel vorgesehen sein, zumindest alle, die für eine Befestigung des Riemens an der Mütze geeignet sind. Die Mittel können außerdem verschiedene Materialien aufweisen, so kommen bspw. Wolle, Baumwolle, textile Kunststoffe u.a. bei einem Einsatz von Schnüren in Betracht, und Kunststoffe, Holz, Metal¬ le und andere härtere Materialien bei Verwendung von Knöpfen, Häkchen u.a.
Die Mütze kann ferner einen Saum aufweisen, der im Vergleich zum restlichen Teil der Mütze Stoff-verstärkt ist und das Ge¬ sicht zumindest teilweise umgibt.
In einer Ausführungsform ist dabei ein Ende des Riemens unlös¬ bar mit der Mütze verbunden und das andere Ende des Riemens lösbar an der Mütze mit Mitteln befestigt, die ausgewählt sind aus der Gruppe umfassend Knöpfe, Schnüre, Häkchen, Klebestrei¬ fen, Klett- oder Reißverschlüsse. Insbesondere ist bevorzugt, wenn der Riemen eine Reihe von Knopflöchern aufweist, die je nach gewünschtem Abstand, mit dem Knopf am anderen Seitenteil der Mütze entsprechend zugeknöpft werden können.
Die Fixierung des Riemens kann aber bspw. auch dadurch erfol¬ gen, dass sich das Knopfloch auf einem Seitenteil befindet und der Riemen mehrere Knöpfe aufweist, wodurch ebenfalls der Ab¬ stand eingestellt werden kann.
Es sind jedoch auch andere Mittel geeignet, wie bspw. ein auf dem Riemen angebrachter Klettverschluss, über welchen sich der Abstand ähnlich einstellen lässt wie über die Knöpfe. Dabei wird der Riemen unterhalb des Kinns geführt und am anderen Seitenteil über ein Gegenstück des Klettverschlusses an der Mütze fixiert.
In einer anderen Ausführungsform ist bevorzugt, wenn zur Fixie¬ rung der Mütze der Riemen auf beiden Seitenteilen der Mütze lösbar angebracht ist.
Auch mit dieser Ausführungsform kann der Abstand zwischen den Seitenteilen eingestellt werden, bspw. wenn auf beiden Seiten¬ teilen der Mütze Knöpfe oder Häkchen sind und der Riemen mehre¬ re - zumindest aber zwei - Knopflöcher oder Ösen aufweist.
Bei der erfindungsgemäßen Mütze ist es ferner bevorzugt, wenn zumindest ein Material verwendet wird, welches sich zum einen durch Hautverträglichkeit und zum anderen durch Wärmeisolierung auszeichnet. Wie weiter oben erwähnt, ist der Schädel von Früh¬ bzw. Neugeborenen besonders empfindlich gegenüber Druckbelas- tung, so dass ferner ein nicht zu stark elastisches Material verwendet werden sollte, welches Verformungen des Schädels hervorruft.
Geeignete Materialien sind bspw. Stoffe wie „Nicki"-Stoffe, Jersey-, Trikot-, Baumwoll- oder Fleece-Stoffe.
Hierbei ist nicht ausgeschlossen, dass die Mütze bspw. mehrere unterschiedliche Materialien aufweist, die auch elastische Eigenschaften besitzen können, um einen noch besseren Sitz der Mütze auf dem Kopf zu gewährleisten.
Ferner können sich bspw. unterschiedlich große Mützen durch verschiedene Farben ihrer Materialien unterschiedenen, so dass bspw. kleinere Mützen eine andere Farbe oder Kennzeichnung aufweisen als größere.
Es ist ferner bevorzugt, wenn die Mütze zumindest in dem den Nackenbereich umgebenden Teil der Mütze ein Gummiband aufweist.
Durch die Anbringung eines Gummibandes in diesem Teil der Mütze wird gewährleistet, dass die Mütze sicher und fest auf dem Kopf sitzt, wobei gleichzeitig ein Verformen des Kopfes des Früh¬ oder Neugeborenen vermieden wird.
In einer weiteren Ausführungsform ist bevorzugt, wenn die Mütze Befestigungsmittel aufweist, über welche die Atemhilfe an der Mütze fixiert werden kann. Dabei können die Befestigungsmittel zumindest teilweise unlösbar an der Mütze angebracht oder aber insgesamt lösbar ausgestaltet sein. Solche Befestigungsmittel können bspw. Sicherheitsnadeln, Klammern, Klemmen, verstellbare Bänder und Gummibänder sein. So können bspw. bei Verwendung eines Nasenprongs dessen Schläuche an den Seitenteilen der Mütze über die Befestigungsmittel fixiert werden, indem bspw. jeweils ein in sich geschlossenes Gummiband über einen Schlauch gelegt wird und der Schlauch dann über zwei Sicherheitsnadeln, die jeweils seitlich des Schlauches in die Enden des Gummiban¬ des und in den Stoff der Mütze greifen, an der Mütze fixiert wird.
Dabei können die Gummibänder bspw. an der Mütze zumindest ein¬ seitig fest angebracht sein, bspw. durch Annähen, so dass auf der anderen Seite des Gummibandes nur noch eine Sicherheitsna¬ del zur Befestigung des Schlauches notwendig ist. Das Gummiband weist dabei vorzugsweise eine Elastizität auf, über die der Schlauch hinreichend fest am Kopf fixiert wird.
Es können aber auch hier andere Befestigungsmittel vorgesehen sein, wie bspw. an der Mütze vorgesehene band- oder riemenarti¬ ge Klettverschlüsse, die zur Fixierung über die Schläuche ge¬ legt werden können.
Es versteht sich, dass die vorstehend beschriebenen und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombi¬ nationen oder auch in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Weitere Vorteile ergeben sich aus den Figuren und der Beschrei¬ bung. Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mütze ist in den Zeichnungen beispielhaft dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Mütze mit teilweise geschlossener Öffnung;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der vorliegenden Erfin¬ dung in Verwendung bei einem Neugeborenen von der Sei¬ te;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der vorliegenden Erfin¬ dung in Verwendung bei einem Neugeborenen von schräg oben.
In Fig. 1 ist mit 10 eine Mütze gezeigt, welchen einen Riemen 12 aufweist, der an dem einen Seitenteil 14 der Mütze 10 unlös¬ bar angebracht ist. Die Mütze 10 weist ferner an ihrem anderen Seitenteil 16 einen Knopf 18 auf, durch welchen der Riemen 12 über im Riemen 12 befindliche Knopflöcher 20 am Seitenteil- 16 befestigt werden kann. Eine Öffnung 26 befindet sich in dem Bereich der Mütze 10, der - auf dem Kopf aufgesetzt - die Schä¬ deldecke bedeckt. Schnüre 22a, 22b und 24a, 24b befinden sich auf beiden Seiten der Öffnung 26, welche bis zum Punkt 28 des Teils der Mütze 10 reicht, der den Hinterkopf bedeckt. Die Mütze 10 weist ferner ein Gummiband 30 auf, welches den unteren Rand der Mütze 10 fast umlaufend umgibt.
Die Mütze 10 weist in Fig. 1 einen Stoff-verstärkten Saum 32 auf, welcher das Gesicht zumindest teilweise umgibt und im Bereich der Schädeldecke durch die Öffnung 26 unterbrochen ist. Der Saum 32 kann dabei bspw. durch Umklappen und umseitiges Vernähen jeweils des Randbereichs der Seitenteile 14 und 16 gefertigt sein. Die Mütze 10 ist in Fig. 1 mit zwei Paar Schnüren 22a, 22b und 24a, 24b versehen, über welche die Öffnung 26 geschlossen wer¬ den kann. In Fig. 1 ist die Öffnung 26 in dem Bereich der Mütze 10, der an der Stirn eines Neugeborenen anliegt, unverschlos¬ sen, so dass die beiden Schnüre 22a und 22b unverknotet blei¬ ben. Die Öffnung reicht im vorliegenden Beispiel bis ins obere Drittel des Teils der Mütze, der den Hinterkopf bedeckt, genau¬ er bis zum Punkt 28.
Vorliegend wird zwar die Öffnung 26 nur durch zwei Schnurpaare 22a,b und 24a, b geschlossen, denkbar ist jedoch auch eine Ausführungsform, in der lediglich ein Schnurpaar - ggf. auch mit breiteren Schnüren oder Bändern - verwendet wird, bzw. mehr als zwei Schnurpaare, um eine noch dichtere Schließung der Öffnung 26 zu erreichen. Die Öffnung 26 kann auch kürzer als in Fig. 1 dargestellt vorgesehen sein und insbesondere nur im Bereich des Teils der Mütze 10 verlaufen, der die Schädeldecke bedeckt oder aber noch weiter in den den Hinterkopf bedeckenden Teil der Mütze 10 hineinreichen. Je nach Länge der Öffnung 26 können weitere Schnurpaare als Verschlussmechanismen zum Ver¬ schließen der Öffnung 26 vorgesehen sein.
Anstelle der Schnüre 22 und 24 können aber auch andere Ver¬ schlussmittel vorgesehen sein, wie bspw. bandartige Klettver¬ schlüsse, wobei jeweils ein Klettverschluss mit einem seiner Enden an der einen Seite der Öffnung 26 unlösbar angebracht ist und die Öffnung 26 durch Schließen des Klettverschlusses mit dem Gegenstück, welches auf der anderen Seite der Öffnung 26 fixiert ist, geschlossen wird. Alternativ kann der Klettver¬ schluss bspw. auch längs am Rand der Öffnung 26 verlaufen, so dass die Öffnung 26 durch Übereinanderlagern der beiden Seiten der Öffnung 26 und dadurch Schließen des Klettverschlusses verschlossen werden kann.
Als weitere Alternative können Knöpfe und Knopflöcher in den Seiten der Öffnung 26 vorgesehen sein, über welche die Öffnung 26 ebenfalls zumindest teilweise geschlossen werden kann.
Die Schnüre, Knöpfe, Klettverschlüsse oder ein anderes Ver¬ schlussmittel können bspw. durch Annähen an die Seiten der Öffnung 26 an der Mütze angebracht werden.
In den Fig. 2 und 3 ist die Verwendung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mütze 10 zur Fixierung einer Atemhilfe am Kopf 40 eines Früh- oder Neugeborenen gezeigt, wobei gleiche Merkmale mit gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 versehen sind.
Die Mütze 10 weist in Fig. 2 ebenfalls zwei Schnurpaare 22 und 24 auf, über welche die Öffnung 26 im Bereich der Schädeldecke eines Kindes geschlossen wurde. Unterhalb vom Kinn 42 des Kin¬ des verläuft der Knopflöcher 20 aufweisende Riemen 12, welcher über den Knopf 18 mit dem Seitenteil 16 der Mütze 10 verbunden wurde. Durch Fixieren des Riemens 12 und durch Schließen der Öffnung 26 sitzt die Mütze 10 eng am Kopf 40 des Kindes, ver¬ formt diesen jedoch nicht. Ein Gummizug 30 im Nackenbereich sichert den Sitz am Kopf 40 des Kindes zusätzlich.
In Fig. 2 ist ferner ein Nasen-Prong 50 teilweise dargestellt, dessen einer Schlauch 52 seitlich am Kopf 40 des Kindes über Sicherheitsnadeln 56, 57 und ein Gummiband 58 an der Mütze 10 befestigt wird. Zur Fixierung des Schlauchs 52 des Nasen-Prongs 50 wird der Schlauch 52 seitlich am Kopf 40 des Kindes geführt. Über den Schlauch 52 wird dann ein in sich geschlossenes Gummiband 58 gelegt, so dass die Schlaufen des Gummibandes 58 rechts und links neben dem Schlauch 52 zu liegen kommen. Durch diese zwei Schlaufen des Gummibandes 58 werden jeweils Sicherheitsnadeln 56, 57 geführt, die auch in den Stoff der Mütze 10 greifen, wodurch der Schlauch 52 an der Mütze 10 und damit am Kopf 40 des Kindes fixiert wird. Auf gleiche Weise wird mit dem anderen Schlauch 54 des Nase-Prongs 50 verfahren (siehe Fig. 3), so dass auch dieser an der Mütze 10 befestigt wird.
In Fig. 3 ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Mütze 10 aus perspektivischer Sicht von schräg oben dargestellt, wobei hier die Öffnung 26 zu sehen ist, die durch Verknotung der Schnüre 22 und 24 zumindest teilweise geschlossen ist. Auch hier fixie¬ ren jeweils Sicherheitsnadeln 56, 57 sowie ein Gummiband 58 den Schlauch 52 des Nasen-Prongs 50 seitlich an der Mütze 10, so dass der Nasen-Prong 50 mit seinen beiden Einführkanälen 60 sicher in die Nase des Säuglings reicht. Der andere Schlauch 54 des Nasen-Prongs 50 wird auf gleiche Weise befestigt.
Bei einer Untersuchung des Schädels des Kindes kann der behan¬ delnde Arzt die Schüre 22 und 24 einfach öffnen, wodurch dann unter der entstehenden Öffnung 26 ein Bereich der Schädeldecke des Kindes für Untersuchungen zugänglich gemacht wird. Dadurch kann der behandelnde Arzt mit schnellen Handgriffen und ohne großen Aufwand bspw. Ultraschalluntersuchungen vornehmen, ohne die Schläuche 52, 54 des Nasen-Prongs vorübergehend entfernen zu müssen. Es ist auch möglich, lediglich die Schnüre 24 zu öffnen, so dass bspw. nur der hintere Teil der Öffnung 26 frei- gelegt wird, je nach dem, welcher Bereich des Schädels unter¬ sucht werden soll. Durch die Fixierung mit dem Riemen 12 unter¬ halb des Kinns 42 wird sichergestellt, dass die Mütze 10 auch im geöffneten Zustand der Öffnung 26 am Kopf 40 des Kindes verbleibt.
Als Material für die Mützen haben sich in der Praxis insbeson¬ dere sogenannte „Nicki"-Stoffe als geeignet herausgestellt, da diese insgesamt belastbar und gleichzeitig wärmespendend sind. Dennoch können auch andere Materialien vorgesehen sein, sowie mehrere unterschiedliche Materialien für eine Mütze.
Wie weiter oben erwähnt kann die Mütze einen Stoff-verstärkten Saum aufweisen (siehe Fig. 1), der das Gesichtsfeld des Kindes umgibt. Durch den Saum wird in diesem Bereich eine gewisse Festigkeit des Stoffes erreicht, welcher dann eine noch bessere Pass- und Sitzform ermöglicht.
