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Patent Searching and Data


Title:
CAR BODY AND RAIL VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/134053
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to the car body (30) for a rail vehicle, comprising a galley (20), an air discharge unit (400) and an air exhaust duct system (10) associated with the air discharge unit. At least a partial area (21) of the galley (20) is coupled to the air exhaust duct system (10) in such a manner that a local heat dissipation of the at least one partial area (21) can be caused at least with the aid of the air exhaust duct system (10).

Inventors:
CINARCI, Turgay (Kurt-Weill-Str. 28, Rösrath, 51503, DE)
GÄRTNER, Ralph (An der Kreuzstraße 10a, Brüggen, 41379, DE)
KOHNEN, Heinrich (Huelser Str. 254 A, Kempen, 47906, DE)
WIEGNER, Rainer (Meisenweg 23, Spenge, 32139, DE)
Application Number:
EP2018/050172
Publication Date:
July 26, 2018
Filing Date:
January 04, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
B61D27/00; B61D37/00
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Claims:
Patentansprüche

1. Wagenkasten (30) für ein Schienenfahrzeug, umfassend eine Bordküche (20), eine Luftabführeinheit (400) und ein zur Luftabführeinheit (400) zugehöriges Abluftkanalsystem (10, 11), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teilbereich (21) der Bordküche (20) so an das Abluftkanalsystem (10, 11) gekoppelt ist, dass zumindest mithilfe des Abluftkanalsystems (10, 11) eine lokale Entwärmung des zumindest einen Teilbe- reiches (21) erwirkt werden kann.

2. Wagenkasten nach Anspruch 1, wobei das Abluftkanalsystem (10, 11) mithilfe eines flexiblen Schlauches (700) an das Abluftkanalsystem (10, 11) gekoppelt ist.

3. Wagenkasten nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Teilbereich (21) unter Zuhilfenahme eines Kanals (700), in dem ein Ele¬ ment (800) zur aktiven Entlüftung angeordnet ist, so an das Abluftkanalsystem (10, 11) gekoppelt ist, dass mithilfe des Abluftkanalsystems (10, 11) und des Elements (800) zur akti¬ ven Entlüftung eine aktive lokale Entwärmung des zumindest einen Teilbereichs (21) erwirkt werden kann.

4. Wagenkasten nach Anspruch 3, wobei das Element zur aktiven Entlüftung ein Lüfter (80) ist.

5. Wagenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Teilbereich (21) eine Nische für eine Küchenvorrichtung (500) in der Bordküche (20) ist, wobei die Küchenvorrichtung (500) im Betrieb Wärme entwickelt.

6. Wagenkasten nach Anspruch 5, weiterhin umfassend die Küchenvorrichtung (500), die so in der Nische der Bordküche (20) angeordnet ist, dass die entwickelte Wärme zumindest mithilfe des Abluftkanalsystems (10, 11) abgeführt werden kann .

7. Wagenkasten nach Anspruch 6, wobei die Küchenvorrichtung (500) an einer Seite, die dem Teilbereich (21) nicht zugewandt ist, mindestens eine Lufteintrittsöffnung und an einer anderen Seite, die dem Teilbereich (21) zugewandt ist, min- destens eine Luftaustrittsöffnung aufweist.

8. Wagenkasten nach Anspruch 7, wobei die Küchenvorrichtung (500) weiterhin eine Luftfördervorrichtung umfasst, die ausgebildet ist, Luft zur Kühlung der Küchenvorrichtung von der Lufteintrittsöffnung zu der Luftaustrittsöffnung zu fördern.

9. Wagenkasten nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die Küchenvorrichtung eine Mikrowelle (300) ist. 10. Schienenfahrzeug mit einem Wagenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche.

Description:
Beschreibung

Wagenkasten und Schienenfahrzeug Die Erfindung betrifft einen Wagenkasten und ein Schienenfahrzeug. Insbesondere betrifft die Erfindung einen Wagenkas ¬ ten mit einer Bordküche.

In Zügen mit erhöhtem Fahrkomfort werden häufig Schienenfahr- zeuge mit Bordküchen eingesetzt. Solche Bordküchen werden auch als Galley bezeichnet und umfassen auf schienenfahrzeug ¬ typisch beschränktem Raum wärmeentwickelnde Küchenvorrichtungen, wie beispielsweise einen Mikrowellenofen, einen Dampfgarer (Steamer) oder eine Kaffeemaschine.

Solche Küchenvorrichtungen haben oft eine Lufteintrittsöff ¬ nung und eine Luftaustrittsöffnung, sodass die Küchenvorrichtung von Luft durchströmt werden kann, die entwickelte Wärme abführt. Die Lufteintrittsöffnung ist beispielsweise auf ei- ner Vorderseite und die Luftaustrittsöffnung an einer Rückseite der Küchenvorrichtung.

Die zugehörigen Schienenfahrzeuge umfassen einen Wagenkasten, der seinerseits eine Bordküche, eine Luftabführeinheit und ein zur Luftabführeinheit zugehöriges Abluftkanalsystem um- fasst .

Über das Abluftkanalsystem wird beispielsweise in einem Deckenbereich der Bordküche Rauminnenluft aus dem Wagenkasten mithilfe der Luftabführeinheit abgesaugt. So kann die Bordkü ¬ che belüftet und gleichzeitig durch nachströmende Frischluft entwärmt beziehungsweise gekühlt werden.

Da die erwähnten Küchenvorrichtungen lokal sehr viel Wärme erzeugen, ist die Kühlung dabei ungleichmäßig. In der Nähe der Küchenvorrichtungen, den sogenannten „not spots", ist die Innenraumtemperatur lokal deutlich höher als im restlichen Schienenfahrzeug . Die von der vorliegenden Erfindung gelöste Aufgabe besteht darin, die Entwärmung von Bordküchen so zu verbessern, dass auftretende Temperaturen in allen Bereichen der Bordküche normkonform und tolerierbar sind.

Erfindungsgemäß wird zur Lösung dieser Aufgabe ein Wagenkas ¬ ten gemäß Anspruch 1 für ein Schienenfahrzeugs zur Verfügung gestellt, welcher eine Bordküche, eine Luftabführeinheit und ein zur Luftabführeinheit zugehöriges Abluftkanalsystem um- fasst. Der Wagenkasten ist dadurch gekennzeichnet, dass zu ¬ mindest ein Teilbereich der Bordküche so an das

Abluftkanalsystem gekoppelt ist, dass zumindest mithilfe des Abluftkanalsystems eine lokale Entwärmung des zumindest einen Teilbereichs erwirkt werden kann.

Dies hat den Vorteil, dass in dem Teilbereich auftretende Temperaturen auch normkonform und tolerierbar gehalten werden können, wenn angrenzend an den Teilbereich eine Küchenvor- richtung, beispielsweise ein Mikrowellenofen oder eine Kaffeemaschine, angeordnet ist, die im Betrieb Wärme entwickelt.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Teilbereich unter Zuhilfenahme eines flexiblen Schlauches an das

Abluftkanalsystem gekoppelt.

Dies hat den Vorteil, dass der Teilbereich, der an das

Abluftkanalsystem gekoppelt ist, leicht veränderbar ist. Der Teilbereich kann unter Zuhilfenahme eines Kanals, in dem ein Element zur aktiven Entlüftung angeordnet sein kann, so an das Abluftkanalsystem gekoppelt sein, dass mithilfe des Abluftkanalsystems und des Elements zur aktiven Entlüftung eine aktive lokale Entwärmung des zumindest einen Teilbe- reichs erwirkt werden kann.

Damit kann eine noch bessere Entwärmung erzielt werden. Das Element zur aktiven Entlüftung kann ein Lüfter sein.

Mit einem Lüfter kann gut aktiv entlüftet werden.

Der Teilbereich kann eine Nische in der Bordküche für eine Küchenvorrichtung sein, wobei die Küchenvorrichtung im Betrieb Wärme entwickelt.

Der Wagenkasten kann weiterhin die Küchenvorrichtung umfassen, wobei die Küchenvorrichtung so angrenzend an den Teilb reich der Bordküche angeordnet sein kann, dass die Abwärme zumindest mithilfe des Abluftkanalsystems abgeführt werden kann .

Damit ist die Küchenvorrichtung ohne die volle Belastung de Wagenkastens der im Betrieb entwickelten Wärme nutzbar.

Die Küchenvorrichtung kann an einer Seite, die dem Teilbe- reich nicht zugewandt ist, mindestens eine Lufteintrittsöff nung und an einer anderen Seite, die dem Teilbereich zuge- wandt ist, mindestens eine Luftaustrittsöffnung aufweisen.

Von der Küchenvorrichtung entwickelte Wärme ist so besonder leicht abführbar.

Die Küchenvorrichtung kann weiterhin eine Luftfördervorrich tung umfassen, die ausgebildet sein kann, Luft zur Kühlung der Küchenvorrichtung von der Lufteintrittsöffnung zu der Lufteintrittsöffnung zu fordern .

Von der Küchenvorrichtung entwickelte Wärme ist so noch leichter abführbar.

Die Küchenvorrichtung kann eine Mikrowelle

Erfindungsgemäß wird zur Lösung besagter Aufgabe weiterhin ein Schienenfahrzeug gemäß Anspruch 10 zur Verfügung ge- stellt. Das Scheinfahrzeug umfasst einen erfindungsgemäßen Wagenkasten .

Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:

Figur 1 eine Bordküche nach Stand der Technik;

Figur 2 das Innere eines Wagenkastens gemäß einem Ausfüh ¬ rungsbeispiel der Erfindung und

Figur 3 das Innere eines Wagenkastens gemäß einem weiteren

Ausführungsbeispiel der Erfindung.

In der Figur 1 ist ein Abluftkanalsystem 10 für eine Bordkü- che (Galley) 20 nach Stand der Technik gezeigt. Das

Abluftkanalsystem 10 umfasst einen Hauptabluftkanal 100, ei ¬ nen Nebenabluftkanal 200 und eine Luftabführeinheit 400, bei ¬ spielsweise ein Abluftventilator oder ein Klimagerät. Der Nebenabluftkanal 200 mündet in den Hauptabluftkanal 100. Der Hauptabluftkanal 100 endet an der Luftabführeinheit 400. Die Luftabführeinheit 400 saugt über den Hauptluftkanal 100 und den Nebenabluftkanal 200 warme Luft aus der Galley.

Über den Hauptabluftkanal 100 kann Warmluft von der Decke des Wagenkastens 30 aus absaugt werden. Der Nebenabluftkanal 200 führt zu einem Einbaubereich für einen Dampfgarer 500. Darüber sind Lufteintrittsöffnungen angeordnet. Über die Lufteintrittsöffnungen kann Luft in den Nebenabluftkanal 200 eintre ¬ ten .

Neben dem Einbaubereich des Streamers ist im Beispiel ein Mikrowellenofen 300 angeordnet. Über und unter dem Mikrowellenofen 300 sind Einbauschränke 40 angeordnet. Der Mikrowel- lenofen 300 befindet sich also in einer Nische in der Bordkü ¬ che .

Von der Mikrowelle 300 entwickelte Warmluft 600 wird über den Nebenabluftkanal 200 teilweise mit abgesaugt. Ein verbleiben ¬ der Teil 650 der Warmluft staut sich jedoch unter den Einbau ¬ schränken. Im Bereich des Mikrowellenofens entsteht ein hot spot . Die tolerierbare und/oder normgerechte Temperierung dieses Bereichs ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung.

In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches in Figur 2 gezeigt ist, ist ein Teilbereich 21 der Bordküche 20 so an das Abluftkanalsystem 11 gekoppelt, dass zumindest mithilfe des Abluftkanalsystems 11 eine lokale Entwärmung des besagten Bereichs 21 erwirkt werden kann.

Dies ist im Beispiel dadurch erreicht, dass in den

Nebenabluftkanal 200 ein Zweigkanal 700 mündet. Der Zweigka ¬ nal 700 führt unterhalb des Einbaubereichs für den Dampfgarer 500 hin zu dem Bereich 21, in dem der Mikrowellenofen 300 angeordnet ist. Der Zweigkanal 700 endet im Beispiel seitlich neben dem Mikrowellenofen.

Der Zweigkanal 700 kann beispielsweise mithilfe eines flexib ¬ len Schlauches (Flexschlauch) realisiert sein.

Von der Mikrowelle 300 entwickelte Warmluft wird im Ausfüh- rungsbeispiel der Erfindung über den Nebenabluftkanal 200 teilweise passiv mit abgesaugt. Der verbleibende Teil der Warmluft wird über den Zweigkanal 700 passiv abgesaugt. Es entsteht daher ein geringerer Warmluftstau unter den Einbau ¬ schränken und so allenfalls ein tolerierbarer und normgerech- ter hot spot.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches in Figur 3 gezeigt ist, umfasst der Nebenabluftkanal 200 ei- nen Zweigkanal 700, in dem eine Luftfördervorrichtung 800 angeordnet ist. Mithilfe des Abluftkanalsystems und der Luft ¬ fördervorrichtung 800 kann lokale Entwärmung des Bereichs des Mikrowellenofens erwirkt werden.

Die Luftfördervorrichtung 800 im Beispiel ist ein Lüfter.

Von der Mikrowelle 300 entwickelte Warmluft wird im weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung über den Nebenabluftkanal 200 teilweise mit abgesaugt. Der verbleibende Teil der Warm ¬ luft wird über den Zweigkanal 700 aktiv weggefördert. Es ent ¬ steht daher kein Warmluftstau unter den Einbauschränken 40 und daher kein hot spot. In einer anderen beispielhaften Ausführungsform umfasst der

Mikrowellenofen mindestens eine Luftaustrittsöffnung an einer Seite des Mikrowellenofens, beispielsweise der Rückseite. Der Zweigkanal endet direkt vor der Luftaustrittsöffnung. In noch einer anderen beispielhaften Ausführungsform ist der Zweigka- nal luftdicht um die Luftaustrittsöffnung an die Seite der Mikrowelle angedockt, so dass die gesamte entwickelte Warm ¬ luft direkt abgesaugt werden kann.

Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungs- beispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.