Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
CENTRIFUGAL PENDULUM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/179552
Kind Code:
A1
Abstract:
A centrifugal pendulum (10), in particular an annular centrifugal pendulum, which is able to be mounted so as to be rotatable about an axis of rotation (15), having a first disc element (20), a first coupling mass (25) and a second coupling mass (30), wherein the first disc element (20) comprises a ring portion (40) and a coupling web (45) arranged radially on the outside of the ring portion (40), wherein the coupling web (45) is connected to the ring portion (40), wherein the first coupling mass (25) is connected to the coupling web (45) in a pivotable manner by means of a first coupling device (80) and the second coupling mass (30) is connected to the coupling web (45) in a pivotable manner by means of a second coupling device (85), wherein the first coupling device (80) and the second coupling device (85) are arranged on the same coupling web (45).

Inventors:
DINGER, Christian (Michael-Erhard-Straße 11, Achern, 77855, DE)
KÜHNLE, Michael (Im Wasserbett 5, Bühl, 77815, DE)
Application Number:
DE2019/100056
Publication Date:
September 26, 2019
Filing Date:
January 21, 2019
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16F15/14
Domestic Patent References:
WO2017057681A12017-04-06
WO2015063430A12015-05-07
WO2015063430A12015-05-07
Foreign References:
DE102016211132A12017-12-28
GB2413614A2005-11-02
US20110180358A12011-07-28
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Fliehkraftpendel (10), insbesondere Ringfliehkraftpendel, das drehbar um eine

Drehachse (15) lagerbar ist,

- aufweisend ein erstes Scheibenelement (20), eine erste Koppelmasse (25) und eine zweite Koppelmasse (30),

- wobei das erste Scheibenelement (20) einen Ringabschnitt (40) und einen radial außen am Ringabschnitt (40) angeordneten Koppelsteg (45) umfasst,

- wobei der Koppelsteg (45) mit dem Ringabschnitt (40) verbunden ist,

- wobei die erste Koppelmasse (25) mittels einer ersten Koppeleinrichtung (80) verschwenkbar mit dem Koppelsteg (45) und die zweite Koppelmasse (30) verschwenkbar mittels einer zweiten Koppeleinrichtung (85) mit dem Koppelsteg (45) verbunden ist,

- wobei die erste Koppeleinrichtung (80) und die zweite Koppeleinrichtung (85) am gleichen Koppelsteg (45) angeordnet sind.

2. Fliehkraftpendel (10) nach Anspruch 1 ,

- aufweisend ein zweites Scheibenelement (35), eine erste Kulissenführung (115) und eine zweite Kulissenführung (120),

- wobei die erste Kulissenführung (115) in Umfangsrichtung versetzt zu der ersten Koppeleinrichtung (80) angeordnet ist und die erste Koppelmasse (25) mit dem zweiten Scheibenelement (35) verbindet, wobei die erste Kulis- senführung (115) ausgebildet ist, bei Einleitung einer Drehungleichförmig- keit in die erste Koppelmasse (25) die erste Koppelmasse (25) entlang einer ersten Pendelbahn (136) zu führen,

- wobei die zweite Kulissenführung (120) in Umfangsrichtung versetzt zu der zweiten Koppeleinrichtung (85) angeordnet ist und die zweite Koppelmasse (30) mit dem zweiten Scheibenelement (35) verbindet, wobei die zweite Ku- lissenführung (120) ausgebildet ist, bei Einleitung der Drehungleichförmig- keit in die zweite Koppelmasse (30) die zweite Koppelmasse (30) entlang einer zweiten Pendelbahn (155) zu führen,

- wobei der Koppelsteg (45) in Umfangsrichtung zwischen der ersten Kulis- senführung (115) und der zweiten Kulissenführung (120) angeordnet ist.

3. Fliehkraftpendel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

- wobei die erste Koppeleinrichtung (80) und die zweite Koppeleinrichtung (85) auf einer gemeinsamen Kreisbahn (105) um die Drehachse (15) ange- ordnet sind.

4. Fliehkraftpendel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

- wobei die erste Koppeleinrichtung (80) und die zweite Koppeleinrichtung (85) beabstandet zueinander in Umfangsrichtung am gleichen Koppelsteg (45) angeordnet sind.

5. Fliehkraftpendel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

- wobei der Koppelsteg (45) einen radial innen angeordneten ersten Abschnitt (160) aufweist, - wobei der erste Abschnitt (160) eine erste Seitenfläche (170) und eine in

Umfangsrichtung versetzt angeordnete zweite Seitenfläche (175) aufweist,

- wobei die erste Seitenfläche (170) parallel zu der zweiten Seitenfläche (175) angeordnet ist,

- wobei ein radial außen am ersten Abschnitt (160) angeordneter zweiter Ab- schnitt (165) sich radial nach außen hin verjüngt.

6. Fliehkraftpendel (10) nach Anspruch 5,

- wobei die erste Koppeleinrichtung (80) und die zweite Koppeleinrichtung (85) radial außen am ersten Abschnitt (160) oder radial innen oder radial in- nen am zweiten Abschnitt (165) oder radial mittig zum zweiten Abschnitt

(165) am zweiten Abschnitt (165) angeordnet sind.

7. Fliehkraftpendel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, - aufweisend dritte Koppelmasse (180) und eine vierte Koppelmasse (185),

- wobei das erste Scheibenelement (20) einen radial außen am Ringabschnitt (40) angeordneten weiteren Koppelsteg (190) umfasst,

- wobei der weitere Koppelsteg (190) mit dem Ringabschnitt (40) verbunden und in Umfangsrichtung, vorzugsweise um 120° oder 180°, versetzt zu dem Koppelsteg (45) angeordnet ist,

- wobei die dritte Koppelmasse (180) mittels einer dritten Koppeleinrichtung (195) verschwenkbar mit dem weiteren Koppelsteg (190) und die vierte Kop- pelmasse (185) mittels einer vierten Koppeleinrichtung (200) verschwenkbar dem weiteren Koppelsteg (190) verbunden sind.

8. Fliehkraftpendel (10) nach Anspruch 7,

- wobei der weitere Koppelsteg (190) und der Koppelsteg (45) identisch zuei- nander ausgebildet sind,

- wobei ein erster Koppelabstand (di) der ersten Koppeleinrichtung (80) zu der zweiten Koppeleinrichtung (85) einem zweiten Koppelabstand (d2) zwi- schen der dritten Koppeleinrichtung (195) und der vierten Koppeleinrichtung (200) entspricht.

9. Fliehkraftpendel (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

- wobei der Ringabschnitt (40) einen Befestigungsbereich (46) aufweist,

- wobei der Befestigungsbereich (46) mit einer Drehmomentübertragungsein- richtung drehfest verbindbar ist.

10. Fliehkraftpendel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

- wobei das zweite Scheibenelement (35) ringförmig ausgebildet ist und eine Schwungmasse ausgebildet.

Description:
Fliehkraftpendel

Die Erfindung betrifft ein Fliehkraftpendel gemäß Patentanspruch 1.

Aus der WO 2015/063430 A1 ist ein Drehschwingungsdämpfer bekannt.

Ferner ist ein Fliehkraftpendel mit einem Pendelflansch, einer Koppelmasse und einer Schwungmasse bekannt, wobei die Koppelmasse mit dem Pendelflansch gekoppelt ist. Die Koppelmasse ist mittels einer Kulissenführung mit der Schwungmasse verbun- den. Die Kulissenführung führt die Koppelmasse entlang einer Pendelbahn. Dabei ver- schwenkt die Koppelmasse gegenüber dem Pendelflansch. Der Pendelflansch und die Koppelmasse sind mittels eines Drehgelenks verbunden. Üblicherweise ist an dem Pendelflansch ein Koppelsteg vorgesehen, wobei pro Koppelsteg jeweils eine Koppel- masse an dem Koppelsteg angekoppelt ist. Diese Ausgestaltung hat den Nachteil, dass ein Rückstellmoment der Koppelmasse asymmetrisch ist. Ferner wird der Kop- pelsteg auf Biegung belastet.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Fliehkraftpendel bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird mittels eines Fliehkraftpendels gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Es wurde erkannt, dass ein verbessertes Fliehkraftpendel dadurch bereitgestellt wer- den kann, dass das Fliehkraftpendel insbesondere als Ringfliehkraftpendel ausgebil- det ist, das drehbar um eine Drehachse lagerbar ist. Das Fliehkraftpendel weist ein erstes Scheibenelement, eine erste Koppelmasse und eine zweite Koppelmasse auf. Das erste Scheibenelement weist einen Ringabschnitt und einen radial außen am Ringabschnitt angeordneten Koppelsteg auf. Der Koppelsteg ist mit dem Ringab- schnitt verbunden. Die erste Koppelmasse ist mittels einer ersten Koppeleinrichtung verschwenkbar mit dem Koppelsteg und die zweite Koppelmasse ist verschwenkbar mittels einer zweiten Koppeleinrichtung mit dem Koppelsteg verbunden. Die erste Koppeleinrichtung und die zweite Koppeleinrichtung sind am gleichen Koppelsteg an- geordnet.

Dadurch ist ein Rückstellmoment der ersten und zweiten Koppelmasse symmetrisch und drehrichtungsunabhängig. Ferner wird der Koppelsteg nicht auf Biegung belastet, sodass der Koppelsteg besonders einfach und kostengünstig ausgebildet sein kann.

In einer weiteren Ausführungsform weist das Fliehkraftpendel ein zweites Scheiben- element, eine erste Kulissenführung und eine zweite Kulissenführung auf.

Das Scheibenelement kann beispielsweise als Schwungmasse ausgebildet sein. Die erste Kulissenführung ist in Umfangsrichtung versetzt zu der ersten Koppeleinrichtung angeordnet und verbindet die erste Koppelmasse mit dem zweiten Scheibenelement. Die erste Kulissenführung ist ausgebildet, bei Einleitung einer Drehungleichförmigkeit in die erste Koppelmasse die erste Koppelmasse entlang einer ersten Pendelbahn zu führen. Die zweite Kulissenführung ist in Umfangsrichtung versetzt zu der zweiten Koppeleinrichtung angeordnet verbindet die zweite Koppelmasse mit dem zweiten Scheibenelement. Die zweite Kulissenführung ist ausgebildet, bei Einleitung der Dre- hungleichförmigkeit in die zweite Koppelmasse die zweite Koppelmasse entlang einer zweiten Pendelbahn zu führen. Der Koppelsteg ist in Umfangsrichtung zwischen der ersten Kulissenführung und der zweiten Kulissenführung angeordnet.

In einer weiteren Ausführungsform sind die erste Koppeleinrichtung und die zweite Koppeleinrichtung sind auf einer gemeinsamen weiteren Kreisbahn im die Drehachse angeordnet.

In einer weiteren Ausführungsform sind die erste Koppeleinrichtung und die zweite Koppeleinrichtung beabstandet zueinander in Umfangsrichtung am Koppelsteg ange- ordnet.

In einer weiteren Ausführungsform weist der Koppelsteg einen radial innen angeord- neten ersten Abschnitt auf. Der erste Abschnitt weist eine erste Seitenfläche und eine in Umfangsrichtung versetzt angeordnete zweite Seitenfläche auf, wobei die erste Sei- tenfläche parallel zu der zweiten Seitenfläche angeordnet ist. Ein radial außen am ers- ten Abschnitt angeordneter zweiter Abschnitt verjüngt sich radial nach außen hin. Dadurch kann eine Masse des ersten Scheibenelements insgesamt gering gehalten werden.

In einer weiteren Ausführungsform sind erste Koppeleinrichtung und die zweite Kop- peleinrichtung radial außen am ersten Abschnitt oder radial innen am zweiten Ab- schnitt oder radial mittig zum zweiten Abschnitt am zweiten Abschnitt angeordnet.

In einer weiteren Ausführungsform weist das Fliehkraftpendel eine dritte Koppelmasse und eine vierte Koppelmasse auf. Das erste Scheibenelement weist einen radial au- ßen am Ringabschnitt angeordneten weiteren Koppelsteg auf. Der weitere Koppelsteg ist mit dem Ringabschnitt verbunden und in Umfangsrichtung, vorzugsweise um 120° oder 180°, versetzt zu dem Koppelsteg angeordnet. Die dritte Koppelmasse ist mittels einer dritten Koppeleinrichtung verschwenkbar mit dem weiteren Koppelsteg und die vierte Koppelmasse mittels einer vierten Koppeleinrichtung verschwenkbar dem weite- ren Koppelsteg verbunden.

In einer weiteren Ausführungsform sind der weitere Koppelsteg und der Koppelsteg identisch zueinander ausgebildet, wobei ein erster Abstand der ersten Koppeleinrich- tung zu der zweiten Koppeleinrichtung einem zweiten Abstand zwischen der dritten Koppeleinrichtung und der vierten Koppeleinrichtung entspricht.

In einer weiteren Ausführungsform weist der Ringabschnitt radial innen einen Befesti- gungsbereich auf, wobei der Befestigungsbereich mit einer Drehmomentübertra- gungseinrichtung drehfest verbindbar ist. Zusätzlich oder alternativ ist das zweite Scheibenelement ringförmig ausgebildet und bildet eine Schwungmasse des Flieh- kraftpendels aus.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1 eine Draufsicht auf ein Fliehkraftpendel; und

Figur 2 eine Draufsicht auf das in Figur 1 gezeigte Fliehkraftpendel mit

eingetragenen Kräften. Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf ein Fliehkraftpendel 10. Das Fliehkraftpendel 10 ist als Ringfliehkraftpendel ausgebildet. Das Fliehkraftpendel 10 ist drehbar um eine erste Drehachse 15 lagerbar. Das Fliehkraftpendel 10 weist ein erstes Scheibenelement 20, eine erste Koppelmasse 25 und eine zweite Koppelmasse 30 auf. Ferner weist das Fliehkraftpendel 10 ein zweites Scheibenelement 35 auf.

Das erste Scheibenelement 20 weist einen Ringabschnitt 40 auf, der auf einer ersten Kreisbahn um die erste Drehachse 15 verläuft. Der Ringabschnitt 40 ist in Umfangs- richtung als durchlaufender Ring mit konstanter radialer Breite ausgebildet. Selbstver- ständlich kann der Ringabschnitt 40 auch Unterbrechungen oder eine veränderte Breite aufweisen. Radial außenseitig zu dem Ringabschnitt 40 weist das erste Schei- benelement 20 einen ersten Koppelsteg 45 auf. Der erste Koppelsteg 45 ist radial au- ßenseitig an dem Ringabschnitt 40 angebunden. Vorzugsweise sind der erste Koppel- steg 45 und der Ringabschnitt 40 einstückig und materialeinheitlich ausgebildet.

Das zweite Scheibenelement 35 ist ringförmig um die erste Drehachse 15 verlaufend angeordnet. Das zweite Scheibenelement 35 weist eine konstante radiale Breite. Da- bei ist in der Ausführungsform beispielhaft das zweite Scheibenelement 35 radial au- ßenseitig zu dem Ringabschnitt 40 angeordnet.

Die erste Koppelmasse 25 ist axial benachbart zu dem zweiten Scheibenelement 35 angeordnet. In der Ausführungsform kann beispielsweise die erste Koppelmasse 25 zweiteilig ausgeführt sein, sodass in axialer Richtung die erste Koppelmasse 25 zwei Koppelmassenteile aufweist, die beidseitig des zweiten Scheibenelements 35 ange- ordnet sind. Dabei kann die erste Koppelmasse 25 nach Art eines außenliegenden Fliehkraftpendels ausgebildet sein. Selbstverständlich wäre auch denkbar, dass das zweite Scheibenelement 35 abschnittweise in axialer Richtung beabstandete Flansche aufweist, die miteinander verbunden sind, wobei in axialer Richtung zwischen den bei- den Flanschen die erste Koppelmasse 25 angeordnet ist.

Der Ringabschnitt 40 weist radial innenseitig einen Befestigungsbereich 46 auf. In dem Befestigungsbereich 46 können beispielsweise Bohrungen 47 vorgesehen sein, um den Ringabschnitt 40 mit einer Drehmomentübertragungseinrichtung, beispiels- weise einer Übersetzungseinrichtung oder einem Torsionsschwingungsdämpfer, dreh- momentschlüssig zu verbinden. Auch könnte der Befestigungsbereich 46 am zweiten Scheibenelement 35 angeordnet sein.

Die erste Koppelmasse 25 weist einen ersten Verbindungsabschnitt 55 und einen an den ersten Verbindungsabschnitt 55 anschließenden ersten Massenabschnitt 60 auf. Der erste Massenabschnitt 60 ist in radialer Richtung breiter ausgebildet als der erste Verbindungsabschnitt 55 der ersten Koppelmasse 25.

Der erste Verbindungsabschnitt 55 ist beispielhaft sichelförmig ausgebildet. Dabei ist der erste Verbindungsabschnitt 55 auf einer dem ersten Koppelsteg 45 zugewandten Seite angeordnet. Der erste Massenabschnitt 60 ist auf einer zum ersten Koppelsteg 45 abgewandten Seite der ersten Koppelmasse 25 angeordnet und ist im Wesentli- chen teilringförmig ausgebildet. In der Ausführungsform sind der erste Verbindungsab- schnitt 55 und der erste Massenabschnitt 60 einstückig und materialeinheitlich ausge- bildet.

Die zweite Koppelmasse 30 ist in der Ausführungsform beispielhaft spiegelsymmet- risch zu einer Symmetrieebene 65 angeordnet, wobei die Symmetrieebene 65 mittig durch den ersten Koppelsteg 45 verläuft und in der Symmetrieebene 65 ist ferner die erste Drehachse 15 verlaufend angeordnet ist.

Die zweite Koppelmasse 30 weist einen zweiten Verbindungsabschnitt 70 und einen zweiten Massenabschnitt 75 auf. Der zweite Massenabschnitt 75 ist in radialer Rich- tung breiter ausgebildet als der zweite Verbindungsabschnitt 70. Der zweite Verbin- dungsabschnitt 70 ist auf einer dem ersten Koppelsteg 45 zugewandten Seite in Um- fangsrichtung angeordnet. In Umfangsrichtung auf einer zum ersten Koppelsteg 45 abgewandten Seite der zweiten Koppelmasse 30 ist der zweite Massenabschnitt 75 angeordnet. Der zweite Verbindungsabschnitt 70 ist sichelförmig ausgebildet, während hingegen der zweite Massenabschnitt 75 im Wesentlichen teilringförmig ausgebildet ist. In der Ausführungsform sind der zweite Verbindungsabschnitt 70 und der zweite Massenabschnitt 75 einstückig und materialeinheitlich ausgebildet. Der erste Verbindungsabschnitt 55 ist mittels einer ersten Koppeleinrichtung 80 am ersten Koppelsteg 45 drehbar befestigt. Die erste Koppeleinrichtung 80 kann als Dreh- gelenkt ausgebildet sein und beispielsweise ein Wälzlager oder ein Gleitlager aufwei- sen. Vorzugsweise weist die erste Koppeleinrichtung 80 ein Nadellager auf.

Durch die erste Koppeleinrichtung 80 ist der erste Massenabschnitt 60 auf einer zwei- ten Kreisbahn 90 um die eine zweite Drehachse 95 verschwenkbar gelagert. Die zweite Drehachse 95 ist radial außenseitig zu der ersten Drehachse 15 angeordnet. Die zweite Drehachse 95 verläuft parallel zu der ersten Drehachse 15.

In Umfangsrichtung versetzt zu der ersten Koppeleinrichtung 80 ist der zweite Verbin- dungsabschnitt 70 mit einem dem ersten Koppelsteg 45 zugewandten Ende mittels ei- ner zweiten Koppeleinrichtung 85 mit dem ersten Koppelsteg 45 verbunden. Die zweite Koppeleinrichtung 85 ist in der Ausführungsform identisch zu der ersten Koppe- leinrichtung 80 ausgebildet. Um einen axialen Versatz der ersten Koppelmasse 25 zu der zweiten Koppelmasse 30 zu vermeiden, ist die erste Koppeleinrichtung 80 in Um- fangsrichtung versetzt zu der zweiten Koppeleinrichtung 85 angeordnet. Dadurch kann in axialer Richtung das Fliehkraftpendel 10 besonders schlank ausgebildet sein.

Die zweite Koppeleinrichtung 85 lagert die zweite Koppelmasse 30 drehbar um eine dritte Drehachse 100. Die dritte Drehachse 100 ist in Umfangsrichtung zu der zweiten Drehachse 85 versetzt. Ferner sind die dritte Drehachse 100 und die zweite Dreh- achse 95 sind auf einer dritten Kreisbahn 105 um die erste Drehachse 15 angeordnet. Die zweite Koppeleinrichtung 85 kann identisch zu der ersten Koppeleinrichtung 80 beispielsweise als Drehgelenk ausgebildet sein und beispielsweise ein Gleitlager oder ein Wälzlager aufweisen. Auch andere Ausgestaltungen sind denkbar. Durch die zweite Koppeleinrichtung 85 ist der zweite Massenabschnitt 75 drehbar auf einer vier- ten Kreisbahn 110 um die dritte Drehachse 100 verschwenkbar.

In Umfangsrichtung versetzt zu der ersten Koppeleinrichtung 80 ist der zweite Verbin- dungsabschnitt 70 mit einem dem ersten Koppelsteg 45 zugewandten Ende mittels ei- ner zweiten Koppeleinrichtung 85 mit dem ersten Koppelsteg 45 verbunden. Dadurch kann in axialer Richtung das Fliehkraftpendel 10 besonders schlank ausgebildet sein. Die zweite Koppeleinrichtung 85 ist in der Ausführungsform identisch zu der ersten Koppeleinrichtung 80 ausgebildet.

Das Fliehkraftpendel 10 weist ferner eine erste Kulissenführung 115 und eine zweite Kulissenführung 120 auf. Die erste Kulissenführung 115 ist in Umfangsrichtung ver- setzt zu der ersten Koppeleinrichtung 80 angeordnet. Dies hat zur Folge, dass in Um- fangsrichtung der erste Koppelsteg 45 in Umfangsrichtung zwischen der ersten Kulis- senführung 115 und der zweiten Kulissenführung 120 angeordnet ist. Die erste Kulis- senführung 115 verbindet den ersten Masseabschnitt 60 mit dem zweiten Scheiben- element 35.

Eine Drehungleichförmigkeit wird über den Befestigungsabschnitt 46 in das erste Scheibenelement 20 eingeleitet und von dem ersten Scheibenelement 20 über den Ringabschnitt 40 an den ersten Koppelsteg 45 übertragen, wobei mittels der ersten und zweiten Koppeleinrichtung 80, 85 die Drehungleichförmigkeit in die erste und zweite Koppelmasse 25, 30 eingeleitet wird. Die Drehungleichförmigkeit kann bei- spielsweise von einem Verbrennungsmotor stammen und überlagert ein von dem Ver- brennungsmotor bereitgestelltes Moment zum Antrieb eines Fahrzeugs.

Die erste Kulissenführung 115 weist eine erste Aussparung 125, die in der ersten Kop- pelmasse 25 angeordnet ist, auf. Die erste Aussparung 125 ist nierenförmig mit einem Krümmungsmittelpunkt, der radial außenseitig zu der ersten Aussparung 125 ange- ordnet ist, ausgebildet. Die erste Aussparung 125 ist in dem ersten Massenabschnitt 60 angeordnet. In dem zweiten Scheibenelement 35 weist die erste Kulissenführung 115 eine zweite Aussparung 130 auf. Die zweite Aussparung 130 ist ebenso nierenför- mig ausgebildet und weist einen Krümmungsmittelpunkt auf, um den die zweite Aus- sparung 130 geführt ist, der radial innenseitig zu der zweiten Aussparung 130 ange- ordnet ist. Die zweite Aussparung 130 ist in Figur 1 strichliert dargestellt.

Des Weiteren umfasst die erste Kulissenführung 115 eine erste Führungsrolle 135.

Die erste Führungsrolle 135 durchgreift die erste Aussparung 125 und die zweite Aus- sparung 130. Ferner rollt die erste Führungsrolle 135 auf einer ersten Aussparungs- kontur der ersten Aussparung 125 und einer zweiten Aussparungskontur der zweiten Aussparung 130 ab und führt dabei die erste Koppelmasse 25 entlang einer ersten Pendelbahn 136. Ferner koppelt die erste Kulissenführung 115 das zweite Scheiben- element 35 mit der ersten Koppelmasse 25, sodass bei Einleitung einer Drehungleich- förmigkeit in das erste Scheibenelement 20 die erste Koppelmasse 25 aus einer ers- ten Ruhelage heraus entlang der ersten Pendelbahn 136 pendelt und dabei das zweite Scheibenelement 35 über die erste Kulissenführung 115 auf die erste Koppel- masse 25 wirkt. Das zweite Scheibenelement 35 wirkt dabei als Schwungmasse. Das zweite Scheibenelement 35 führt durch die Mitnahme durch die erste Koppelmasse 25 eine Pendelbewegung rein in Umfangsrichtung auf einer fünften Kreisbahn um die erste Drehachse 15 durch. Ferner wird bei der Pendelbewegung entlang der ersten Pendelbahn die erste Koppelmasse 25 um die zweite Drehachse 95 gegenüber dem ersten Koppelsteg 45 entlang der zweiten Kreisbahn 95 verschwenkt.

Die zweite Kulissenführung 120 ist im Wesentlichen identisch zu der ersten Kulissen- führung 115 ausgebildet. Die zweite Kulissenführung 120 weist eine dritte Aussparung 140 und eine vierte Aussparung 145 (in Figur 1 strichliert dargestellt) auf. Die dritte Aussparung 140 ist nierenförmig ausgebildet und in dem zweiten Massenabschnitt 75 der zweiten Koppelmasse 30 angeordnet. Die dritte Aussparung 140 weist einen Krümmungsmittelpunkt auf, der radial außenseitig zu der dritten Aussparung 140 an- geordnet ist. Die vierte Aussparung 145 ist in dem zweiten Scheibenelement 35 ange- ordnet. Die vierte Aussparung 145 ist nierenförmig ausgebildet, wobei ein Krüm- mungsmittelpunkt der vierten Aussparung 145 radial innenseitig zu der vierten Aus- sparung 145 angeordnet ist. Die zweite Kulissenführung 120 weist ferner eine zweite Führungsrolle 150 auf, wobei die zweite Führungsrolle 150 die dritte Aussparung 140 und die vierte Aussparung 145 durchgreift. Dabei rollt die zweite Führungsrolle 150 auf einer dritten Aussparungskontur der dritten Aussparung 140 und einer vierten Aus- sparungskontur der vierten Aussparung 145 ab und führt die zweite Koppelmasse 30 bei Einleitung einer Drehungleichförmigkeit in die zweite Koppelmasse 25 entlang ei- ner zweiten Pendelbahn 155. Pendelt die zweite Koppelmasse 30 entlang der zweiten Pendelbahn 155, so führt sie bezogen auf die dritte Drehachse 100 und den ersten Koppelsteg 45 eine Bewegung entlang der vierten Kreisbahn 110 durch.

In der Ausführungsform sind die erste Koppelmasse 25 30 über die erste Koppelein- richtung 80 und die zweite Koppelmasse über die zweite Koppeleinrichtung 85 mit dem jeweils gleichen ersten Koppelsteg 45 verbunden. Dies hat zur Folge, dass in Umfangsrichtung der erste Koppelsteg 45 in Umfangsrichtung zwischen der ersten Kulissenführung 115 und der zweiten Kulissenführung 120 angeordnet ist.

In der Ausführungsform weist der erste Koppelsteg 45 einen radial innen angeordne- ten ersten Abschnitt 160 und einen radial außenseitig am ersten Abschnitt 160 ange- ordneten zweiten Abschnitt 165 auf. Der erste Abschnitt 160 weist eine erste Seiten- fläche 170 und eine in Umfangsrichtung zur ersten Seitenfläche 170 angeordnete zweite Seitenfläche 175 auf. Die erste Seitenfläche 170 und die zweite Seitenfläche 175 erstrecken sich in Umfangsrichtung parallel zueinander. Radial außen ist an dem ersten Abschnitt 160 der zweite Abschnitt 165 angeordnet. Der zweite Abschnitt 165 verjüngt sich radial nach außen hin. Von besonderem Vorteil ist, wenn die erste Kop- peleinrichtung 80 und die zweite Koppeleinrichtung 85 radial außen am ersten Ab- schnitt 160 oder radial innen am zweiten Abschnitt 165, vorzugsweise radial mittig am zweiten Abschnitt 165, angeordnet sind. Ferner kann durch den sich in radialer Rich- tung verjüngenden zweiten Abschnitt 165 eine Masse des ersten Scheibenelements 20, die nur eine geringe Tilgungswirkung bezüglich der Drehungleichförmigkeit auf- weist, gering gehalten werden.

In der Ausführungsform weist beispielhaft das Fliehkraftpendel 10 eine dritte Koppel- masse 180 und eine vierte Koppelmasse 185 auf. Ferner weist das erste Scheibenele- ment 20 einen zweiten Koppelsteg 190 auf. Der zweite Koppelsteg 190 ist in Um- fangsrichtung beispielhaft um 180° um die erste Drehachse 15 versetzt zum ersten Koppelsteg 45 angeordnet. Auch wäre denkbar, dass der zweite Koppelsteg 190 ei- nen anderen Winkel zu dem ersten Koppelsteg 45 einschließt. So wäre beispielsweise auch denkbar, dass der zweite Koppelsteg 190 um 120° versetzt zu dem ersten Kop- pelsteg 45 angeordnet ist. Radial innenseitig ist der zweite Koppelsteg 190 mit dem Ringabschnitt 40 verbunden. Vorzugsweise sind der Ringabschnitt 40, der erste Kop- pelsteg 45 und der zweite Koppelsteg 190 einstückig und materialeinheitlich ausgebil- det. Auch wäre denkbar, dass das erste Scheibenelement 20 mehrteilig ausgebildet ist, sodass in axialer Richtung beidseitig des zweiten Scheibenelements 35 jeweils ein erstes Scheibenelement 20 angeordnet ist.

Die dritte Koppelmasse 180 ist identisch zur zweiten Koppelmasse 30 und die vierte Koppelmasse 185 ist identisch zur ersten Koppelmasse 25 ausgebildet. Dabei ist die dritte Koppelmasse 180 mittels einer dritten Koppeleinrichtung 195 mit dem zweiten Koppelsteg 190 verbunden. Eine vierte Koppeleinrichtung 200 koppelt die vierte Kop- pelmasse 185 mit dem zweiten Koppelsteg 190. Die dritte und vierte Koppeleinrich- tung 195, 200 sind identisch zur ersten und zweiten Koppeleinrichtung 80, 85 ausge- bildet und auf der dritten Kreisbahn 105 um die erste Drehachse 15 verlaufend ange- ordnet.

In der Ausführungsform sind der erste Koppelsteg 45 und der zweite Koppelsteg 190 identisch ausgebildet. Selbstverständlich wäre auch denkbar, dass der zweite Koppel- steg 190 andersartig als der erste Koppelsteg 45 ausgebildet ist.

Ein erster Koppelabstand di der ersten Koppeleinrichtung 80 in Umfangsrichtung zu der zweiten Koppeleinrichtung 85 entspricht einem zweiten Koppelabstand d2 der drit- ten Koppeleinrichtung 195 zu der vierten Koppeleinrichtung 200.

Figur 2 zeigt die in Figur 1 gezeigte Draufsicht auf das in Figur 1 gezeigte Fliehkraft- pendel 10. In Figur 2 sind im Wesentlichen auf die im Betrieb des Fliehkraftpendels 10 wirkenden Kräfte eingetragen.

Im Betrieb rotiert das Fliehkraftpendel 10 um die erste Drehachse 15 mit einer Winkel- geschwindigkeit w-i . Auf die erste Koppelmasse 25 wirkt aufgrund der Rotation um die erste Drehachse 15 und einem ersten Masseabstands Ysi eines ersten Masseschwer- punkts 205 der ersten Koppelmasse 25 eine erste Fliehkraft Fzi.

Wird in das erste Scheibenelement 20 die Drehungleichförmigkeit, beispielsweise von einem Verbrennungsmotor stammend, eingeleitet, so verändert sich die erste Winkel- geschwindigkeit coi des ersten Scheibenelements 20 gegenüber der ersten Winkelge- schwindigkeit coi des zweiten Scheibenelement 35, das als Schwungmasse wirkt. Die Veränderung der ersten Winkelgeschwindigkeit coi des ersten Scheibenelements 20 gegenüber dem zweiten Scheibenelement 35 bewirkt, dass mittels der ersten Kulis- senführung 115 die erste Koppelmasse 25 um die zweite Drehachse 95 entlang der zweiten Kreisbahn 90 und der ersten Pendelbahn 136 verschwenkt wird. Durch das Verschwenken um die zweite Drehachse 95 wirkt eine zweite Fliehkraft Fz2 um die zweite Drehachse 95 auf die erste Koppelmasse 25. Das Verschwenken um die zweite Drehachse 95 erfolgt mit einer zweiten Winkelgeschwindigkeit 02. Gleich- zeitig wird die erste Koppelmasse 25 entlang der ersten Pendelbahn 136 bewegt und durch die Drehungleichförmigkeit aus einer Ruhelage heraus, die einer radial äußers- ten Position der ersten Koppelmasse 25 entspricht, nach innen hin ausgelenkt. Durch das Verschwenken nach innen hin entlang der ersten Pendelbahn 136 und der Kopp- lung der ersten Koppelmasse 20 mit dem zweiten Scheibenelement 35, wird ein ers- tes Gegenmoment MGI erzeugt. Das erste Gegenmoment MGI wirkt auf die erste Kop- pelmasse 25 und führt die erste Koppelmasse 25 von der ausgelenkten Position wie- der zu der Ruhelage.

Die zweite Fliehkraft Fz2 wirkt über einen ersten Abstand Rsi zwischen dem ersten Masseschwerpunkt 205 und der zweiten Drehachse 95 auf die erste Koppeleinrich- tung 80, wobei durch den ersten Abstand Rsi des ersten Masseschwerpunkts 205 zu der zweiten Drehachse 95 an der ersten Koppeleinrichtung 80 eine resultierende erste Kraft FZR2, 1 wirkt. Die erste resultierende Kraft FZR2, 1 wirkt senkrecht zu einer Ebene, in der die erste und zweite Drehachse 15, 95 angeordnet ist.

Durch einen zweiten Abstand RL2 der zweiten Drehachse 95 zu der ersten Drehachse 15 wirkt die erste resultierende Kraft FZR2, 1 als erstes Moment Mi auf den ersten Kop- pelsteg 45.

Die auf die zweite Koppelmasse 30 wirkenden Kräfte verlaufen spiegelsymmetrisch zur Symmetrieebene 65. Die erste Koppelmasse 25 und die zweite Koppelmasse 30 weisen durch die spiegelsymmetrische Ausgestaltung auch die gleiche Masse auf und eine spiegelsymmetrische Schwerpunktlage auf.

Im Betrieb des Fliehkraftpendels 10 wirkt auf die zweite Koppelmasse 30 eine dritte Fliehkraft Fz3. Die dritte Fliehkraft Fz3 radial nach außen hin von der ersten Drehachse 15 auf die zweite Koppelmasse 30. Die Veränderung der ersten Winkelgeschwindig- keit QI des ersten Scheibenelements 20 durch die Drehungleichförmigkeit gegenüber dem zweiten Scheibenelement 35 bewirkt ferner, dass mittels der zweiten Kulissen- führung 120 die zweite Koppelmasse 30 um die dritte Drehachse 100 entlang der zweiten Pendelbahn 155 verschwenkt wird.

Das Verschwenken um die dritte Drehachse 100 erfolgt mit einer dritten Winkelge- schwindigkeit co3. Durch das Verschwenken um die dritte Drehachse 100 wirkt eine vierte Fliehkraft Fz4 bezogen auf die dritte Drehachse 100 auf die zweite Koppelmasse 30. Gleichzeitig wird die zweite Koppelmasse 30 entlang der zweiten Pendelbahn 155 bewegt und durch die Drehungleichförmigkeit aus der Ruhelage heraus, nach innen hin ausgelenkt. Durch das Verschwenken entlang der zweiten Pendelbahn 155 und der Kopplung der zweiten Koppelmasse 25 mit dem zweiten Scheibenelement 35, wird ein zweites Gegenmoment MG2 erzeugt. Das zweite Gegenmoment MG2 wirkt auf die zweite Koppelmasse 30 und führt die zweite Koppelmasse 30 von der ausgelenk- ten Position wieder zu der Ruhelage. Das erste und zweite Gegenmoment MGI , MG2 wirken in Umfangsrichtung um die erste Drehachse 15 in die gleiche Richtung.

Die vierte Fliehkraft Fz4 wirkt über einen dritten Abstand Rs2 zwischen dem zweiten Masseschwerpunkt 21 0 und der dritten Drehachse 1 00 auf die zweite Koppeleinrich- tung 85, wobei durch den dritten Abstand Rs2 an der zweiten Koppeleinrichtung 85 eine resultierende zweite Kraft FZR4, 2 auf die zweite Koppelmasse 30 wirkt. Die zweite resultierende Kraft FZR4, 2 wirkt senkrecht zu einer Ebene, in der die erste und dritte Drehachse 1 5, 1 00 angeordnet ist.

Durch einen vierten Abstand RL4 der dritten Drehachse 100 zu der ersten Drehachse 15 wirkt die zweite resultierende Kraft FZR4, 2 als zweites Moment M2 auf den ersten Koppelsteg 45.

Dadurch, dass die erste Koppelmasse 25 und die zweite Koppelmasse 30 am ersten Koppelsteg 45 in entgegengesetzter Richtung angeordnet sind, sind die erste resultie- rende Kraft FZR2, 1 und die zweite resultierende Kraft FZR4, 2 gegeneinander wirkend und heben sich dadurch auf. Ebenso heben sich das erste Moment Mi und das zweite Moment M2 auf. Dies bewirkt, dass das Rückstellmoment MG1 , MG2 der ersten und zweiten Koppelmasse 25, 30 in Umfangsrichtung drehrichtungsunabhängig ist. Dadurch wird eine richtungsabhängige Reduzierung des Rückstellmoments MGI , MG2 vermieden. Ferner wird ein gleichmäßiges Pendeln der Koppelmassen 25, 30 entlang der jeweiligen Pendelbahn 136, 155 unabhängig von der Drehrichtung der Drehun- gleichförmigkeit sichergestellt. Des Weiteren wird der erste Koppelsteg 45 nicht auf Biegung belastet, sodass der erste Koppelsteg 45 besonders leicht und kostengünstig ausgebildet sein kann. Des Weiteren ist das in Figur 1 und 2 gezeigte Fliehkraftpendel 10 in beide Umfangsrichtungen gleichmäßig wirkend.

Der beispielhaft für die erste und zweite Koppelmasse 25, 30 beschriebene Wirkung gilt auch für den zweiten Koppelsteg 190 und die daran angeordneten dritte und vierte Koppelmasse 180, 185.

Bezuqszeichenliste Fliehkraftpendel

erste Drehachse

erstes Scheibenelement

erste Koppelmasse

zweite Koppelmasse

zweites Scheibenelement

Ringabschnitt

erster Koppelsteg

Befestigungsbereich

Bohrung

äußere Umfangsfläche des Ringabschnitts erster Verbindungsabschnitt

erster Massenabschnitt

Symmetrieebene

zweiter Verbindungsabschnitt

zweiter Massenabschnitt

erste Koppeleinrichtung

zweite Koppeleinrichtung

zweite Kreisbahn

zweite Drehachse

dritte Drehachse

dritte Kreisbahn

vierte Kreisbahn

erste Kulissenführung

zweite Kulissenführung

erste Aussparung

zweite Aussparung

erste Führungsrolle

erste Pendelbahn

dritte Aussparung

vierte Aussparung 150 zweite Führungsrolle

155 zweite Pendelbahn

160 erster Abschnitt

165 zweiter Abschnitt

170 erste Seitenfläche

175 zweite Seitenfläche

180 dritte Koppelmasse

185 vierte Koppelmasse

190 zweiter Koppelsteg

195 dritte Koppeleinrichtung

200 vierte Koppeleinrichtung

205 erster Masseschwerpunkt (der ersten Koppelmasse) 210 zweiter Masseschwerpunkt (der zweiten Koppelmasse)

Fzi erste Fliehkraft

FZ2 zweite Fliehkraft

FZ3 dritte Fliehkraft

FZ4 vierte Fliehkraft

FZR2, 1 erste resultierende Kraft

FZR4, 2 zweite resultierende Kraft

coi erste Winkelgeschwindigkeit

Q2 zweite Winkelgeschwindigkeit

03 dritte Winkelgeschwindigkeit

Mi erstes Moment

M2 zweites Moment

Ru erster Abstand

Rsi zweiter Abstand

RL2 dritter Abstand

RS2 vierter Abstand

MRI erstes Moment

MR2 zweites Moment

di erster Koppelabstand

d2 zweiter Koppelabstand