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Title:
CHAIR HAVING A HEIGHT-ADJUSTMENT DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/136034
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a chair, in particular an office chair or a child or juvenile chair, comprising a seat body arrangement (11) providing a seating surface (14), which is supported by way of a column support arrangement (30) extending along a longitudinal axis (L) on a base frame (15) suitable for parking the chair (10) on a base (U), and a column support arrangement (30) having a height adjustment element (34) extending along the longitudinal axis (L). Said height adjustment element has a first column part (34a) supported by the base frame (15), and a second column part (34b) that is adjustable with respect to the first column part (34a) in the direction of the longitudinal axis (L) for adjusting the longitudinal distance of the seat (14) to the pedestal (15) with respect to the longitudinal axis (L) for adjusting a seat height (H) of the seating surface (14) above the base (U). According to the invention the base frame has a height adjustment device (24), by way of which the first column part (34a) can be releasably fastened to the base frame (15) in at least two mutually different longitudinal positions with respect to the longitudinal axis (L).

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JP2006325649LEGLESS CHAIR
Inventors:
LOOSER, Hans (Im Grund 53, Owen, 73277, DE)
Application Number:
EP2015/055164
Publication Date:
September 17, 2015
Filing Date:
March 12, 2015
Export Citation:
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Assignee:
MOLL FUNKTIONSMÖBEL GMBH (Rechbergstraße 7, Gruibingen, 73344, DE)
International Classes:
A47C3/30; A47C3/28; A47C7/40; A47D11/02
Foreign References:
US5462248A1995-10-31
GB2021940A1979-12-12
DE29904268U11999-08-05
DE202009005418U12010-08-05
DE202008016369U12009-07-02
EP2724643A12014-04-30
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE BREGENZER UND REULE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (Neckarstr. 47, Esslingen, 73728, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Stuhl, insbesondere Bürostuhl oder Kinder- und Jugendstuhl, mit einer eine Sitzfläche (14) bereitstellenden Sitzkörperanordnung (1 1 ), die über eine sich entlang einer Längsachse (L) erstreckende Stützsäulenanordnung (30) an einem zum Abstellen des Stuhls (10) auf einem Untergrund (U) geeigneten Fußgestell (15) abgestützt ist, und mit einer Stützsäulenanordnung (30) ein sich entlang der Längsachse (L) erstreckendes Höhenverstellelement (34) aufweist, das ein an dem Fußgestell (15) abgestütztes erstes Säulenteil (34a) und ein gegenüber dem ersten Säulenteil (34a) in Richtung der Längsachse (L) verstellbares zweites Säulenteil (34b) zur Einstellung eines Längsabstandes der Sitzfläche (14) zu dem Fußgestell (15) bezüglich der Längsachse (L) für eine Anpassung einer Sitzhöhe (H) der Sitzfläche (14) über dem Untergrund (U) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußgestell eine Höhenverstelleinrichtung (24) aufweist, mit welcher das erste Säulenteil (34a) in mindestens zwei voneinander verschiedenen Längspositionen bezüglich der Längsachse (L) an dem Fußgestell (15) lösbar befestigbar ist.

2. Stuhl nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das erste Säulenteil (34a) oder ein das erste Säulenteil (34a) tragendes Stützelement, insbesondere eine Stützsäule (31 ), in Bezug auf seine Längsposition entlang der Längsachse (L) ortsfest an dem Fußgestell (15) fixierbar ist.

3. Stuhl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Säulenteil (34a) bezüglich des Fußgestells (15) um die Längsachse (L) drehbar gela- gert ist und/oder dass das zweite Säulenteil (34b) bezüglich des ersten Säulenteils (34a) unverdrehbar, jedoch verschieblich ist.

4. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Säulenteil (34b) bezüglich des ersten Säulenteils (34a) federnd abgestützt ist, insbesondere das Höhenverstellelement (34) eine Gasdruckfeder umfasst.

5. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzkörperanordnung (1 1 ) einen Sitzflächenkörper (12) und einen Rückenlehnenkörper (13) aufweist, wobei der Rückenlehnenkörper (13) eine Rückenlehnenfläche (13a) bereitstellt, die winkelig zu der Sitzfläche (14) ist.

6. Stuhl nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzkörperanordnung (1 1 ) als Ganzes am oberen Längsendbereich des zweiten Säulenteils (34b) angeordnet ist, sodass der Sitzflächenkörper (12) und der Rückenlehnenkörper (13) bei einer Verstellung der Längsposition des zweiten Säulenteils (34b) gegenüber dem ersten Säulenteil (34a) unterschiedliche Abstände zum Untergrund (U) aufweisen.

7. Stuhl nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückenlehnenkörper (13) an dem ersten Säulenteil (34a) oder einem das erste Säulenteil (34a) tragenden Stützteil abgestützt ist und der Sitzflächen körper (12) anhand des zweiten Säulenteils (34b) gegenüber dem Rückenlehnenkörper (13) entlang der Längsachse (L) verstellbar ist.

8. Stuhl nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Rückenlehnenkörper (13) ein Ausschnitt (13b) vorgesehen ist, in welchen der Sitzflächenkörper (12) eingreift und/oder dass der Sitzflächenkörper (12) quer zu der Längsachse (L) zur Einstellung einer Sitztiefe (ST) verstellbar ist, sodass die Sitzfläche (14) mindestens zwei voneinander verschiedene Sitztiefen (ST1 , ST2) gegenüber der Rückenlehnenfläche (13a) bereitstellt.

9. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenverstelleinrichtung (24) eine Distanzkörperanordnung (70) mit mindestens einem Distanzkörper (71 ) umfasst, der bezüglich der Längsachse (L) zwischen dem Höhenverstellelement (34) und dem Fußgestell (15) zur Vergrößerung eines Abstands zwischen dem Fußgestell (15) und dem Höhenverstellelement (34) montierbar ist.

10. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenverstelleinrichtung (24) mindestens ein Teleskopelement, insbesondere eine das Höhenverstellelement (34) tragende Stützsäule (31 ) aufweist.

1 1 . Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenverstelleinrichtung (24) eine Klemmeinrichtung und/oder eine Verriegelungseinrichtung zum Verklemmen oder Verriegeln des Höhenverstellele- ments (34) oder eines das Höhenverstellelement (34) tragenden Stützelements, insbesondere einer Stützsäule (31 ), an dem Fußgestell (15) umfasst.

12. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenverstelleinrichtung (24) eine Klemmbackenanordnung (25) zum Verklemmen der Stützsäulenanordnung (30) mit dem Fußgestell (15) in mindestens zwei voneinander verschiedenen Längspositionen (LU, LO) bezüglich der Längsachse (L) aufweist, wobei die Klemmbackenanordnung (25) mindestens drei in einem Winkelabstand um die Längsachse (L) angeordnete Klemmbacken (26, 27) aufweist, die zwischen einer die Stützsäulenanordnung (30) mit dem Fußgestell (15) verklemmenden Klemmstellung und einer eine Längsverstellung der Stützsäulenanordnung (30) zu dem Fußgestell (15) entlang der Längsachse (L) ermöglichenden Lösestellung verstellbar sind.

13. Stuhl nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenverstelleinrichtung (24) eine insbesondere klemmfutterartige oder bohrfutterartige Aufnahme (28) zum Eingriff der Stützsäulenanordnung (30) umfasst und die Klemmbackenanordnung (25) an der Aufnahme (28) angeordnet ist.

14. Stuhl nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die

Klemmbacken (26, 27), insbesondere an den Klemmbacken (26, 27) angeordnete Klemmflächen (54, 55, 64), ringförmig um die Längsachse (L) angeordnet sind und/oder bezüglich der Längsachse (L) dieselbe Längsposition (LU, LO) haben und/oder ein Anteil von Klemmflächen (54, 55, 64) der Klemmbacken (26, 27) größer als ein Anteil von Aussparungen oder Abständen (65) zwischen den Klemmbacken (26, 27) in Bezug auf eine Umfangslänge um die Längsachse (L) ist.

15. Stuhl nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbackenanordnung (25) einen ersten Satz von in einem Winkelabstand um die Längsachse (L) angeordneten Klemmflächen (54, 55) und in einem

Längsabstand bezüglich der Längsachse (L) einen zweiten Satz von in einem Winkelabstand um die Längsachse (L) angeordneten Klemmflächen (64) umfasst, wobei mindestens ein Satz von Klemmflächen (54, 55, 64), vorzugsweise beide Sätze von Klemmflächen (54, 55, 64), mindestens drei in einem Winkelabstand um die Längsachse (L) angeordnete Klemmflächen (54, 55, 64) umfasst.

16. Stuhl nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Klemmbacke (26, 27) der Klemmbackenanordnung (25) eine erste Klemmfläche (54) und in einem Längsabstand bezüglich der Längsachse (L) eine zweite Klemmfläche (55) aufweist, wobei vorteilhaft die erste Klemmfläche (54) in Bezug auf eine erste Längsposition (LO) der Stützsäulenanordnung (30) bezüglich des Fußgestells (15) und die zweite Klemmfläche (55) in Bezug auf eine zweite Längsposition (LU) der Stützsäulenanordnung (30) bezüglich des Fußgestells (15) wirksam ist.

Description:
Stuhl mit einer Höhenverstelleinrichtung

Die Erfindung betrifft einen Stuhl, insbesondere Bürostuhl oder Kinder- und Jugendstuhl, mit einer eine Sitzfläche bereitstellenden Sitzkörperanordnung, die über eine sich entlang einer Längsachse erstreckende Stützsäulenanordnung an einem zum Abstellen des Stuhls auf einem Untergrund geeigneten Fußgestell abgestützt ist, und mit einer Stützsäulenanordnung ein sich entlang der Längsachse erstreckendes Höhenverstellelement aufweist, das ein an dem Fußgestell abgestütztes erstes Säulenteil und ein gegenüber dem ersten Säulenteil in Richtung der

Längsachse verstellbares zweites Säulenteil zur Einstellung eines Längsabstan- des der Sitzfläche zu dem Fußgestell bezüglich der Längsachse für eine Anpassung einer Sitzhöhe der Sitzfläche über dem Untergrund aufweist.

Es ist üblich, dass bei einem Stuhl, zum Beispiel einem Bürostuhl oder einem Kinderstuhl, eine Sitzhöhe über beispielsweise eine Gasdruckfeder einstellbar ist. Weiterhin sind insbesondere Kinderstühle bekannt, bei denen eine in mehreren Höhenpositionen vorgesehene lokale Festlegung, beispielsweise Verrastung oder Verklemmung, einer Sitzkörperanordnung möglich ist, um die Sitzfläche optimal an die jeweilige Körpergröße des Kindes anzupassen. Die Verrastung ist beispielsweise anhand einer Klemm-Manschette zu sichern.

Der Hub einer Gasdruckfeder ist eingeschränkt, wodurch die Möglichkeit, die Sitzhöhe einzustellen, ebenfalls nur begrenzt vorhanden ist. Insbesondere ist eine Anpassung der Sitzhöhe des Stuhles sowohl für ein Kind als auch für einen Erwachsenen nicht möglich. Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Höhenverstellung bei einem Stuhl der eingangs genannten Art zu verbessern.

Zur Lösung der Aufgabe ist bei einem Stuhl der eingangs genannten Art vorgesehen, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußgestell eine Höhenverstelleinrichtung aufweist, mit welcher das erste Säulenteil in mindestens zwei voneinander verschiedenen Längspositionen bezüglich der Längsachse an dem Fußgestell lösbar befestigbar ist.

Zweckmäßigerweise können auch weitere, insbesondere drei oder vier verschiedene Längspositionen vorgesehen sein, in denen das erste Säulenteil bezüglich der Längsachse an dem Fußgestell lösbar befestigbar ist. Es ist auch möglich, dass sozusagen mehrere, insbesondere stufenlos einstellbare Längspositionen vorgesehen sind, insbesondere bei einer Verklemmung des ersten Säulenteils an dem Fußgestell.

Es ist dabei ein Grundgedanke, dass das an sich bereits teleskopierbare Höhen- verstellelement, das ein erstes Säulenteil und mindestens ein zweites Säulenteil aufweist, z.B. eine Gasdruckfeder, als Ganzes bezüglich des Fußgestells höhenverstellbar ist, so dass beispielsweise diese Gasdruckfeder oder das Tele- skop-Höhenverstellelement unterschiedliche Grund-Höhenpositionen über dem Untergrund einnimmt. Das Höhenverstellelement als solches braucht nur einen relativ kleinen Verstellbereich aufzuweisen, so dass beispielsweise der Stuhl in einer unteren Position des Höhenverstellelements bezüglich des Fußgestells für Kinder und jüngere Jugendliche geeignet ist, während er sich optimal für Erwachsene eignet, wenn das Höhenverstellelement als Ganzes weiter oben beziehungsweise mit größerem Abstand zum Untergrund am Fußgestell montiert ist.

Die Höhenverstelleinrichtung bildet sozusagen eine Basis-Höhenverstell- einrichtung für das Höhenverstellelement.

Selbstverständlich ist es möglich, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Säulenteil mindestens ein drittes Säulenteil bezüglich der Längsachse schiebebeweglich oder verstellbar ist, so dass ein größerer Teleskop-Hub des Höhenver- stellelements möglich ist. Das dritte Säulenteil ist am zweiten Säulenteil schiebebeweglich gelagert, das zweite Säulenteil am ersten Säulenteil. Bevorzugt ist jedoch eine Anordnung mit nur zwei Säulenteilen, deren Hub bereits für eine ausreichende Höhenverstellung ausreicht.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das erste Säulenteil oder ein das erste Säulenteil tragendes Stützelement, beispielsweise eine rohrförmige Aufnahme oder Halterung für das Hohenverstellelement, eine

Stützsäule oder dergleichen, ortsfest bezüglich der Längsposition bezüglich der Längsachse am Fußgestell fixierbar ist, beispielsweise verklemmbar und/oder verriegelbar und/oder formschlüssig festlegbar.

Es ist vorteilhaft, wenn das erste Säulenteil bezüglich des Fußgestells um die Längsachse drehbar gelagert ist. Somit braucht also das Hohenverstellelement als solches keine Drehbarkeit aufweisen, wenn der Benutzer die Sitzkörperanordnung um die Längsachse drehen will.

Eine zweckmäßige Ausführungsform sieht vor, dass das zweite Säulenteil gegenüber dem ersten Säulenteil unverdrehbar ist oder drehfest festgelegt, jedoch schiebebeweglich ist. Somit kann zwar die Teleskop-Bewegung der Säulenteile stattfinden. Dennoch dreht sich das obere, zweite Säulenteil relativ zum ersten Säulenteil nicht.

Es ist vorteilhaft, wenn die Sitzkörperanordnung als Ganzes am oberen

Längsendbereich des zweiten Säulenteils angeordnet ist, sodass der Sitzflächenkörper und der Rückenlehnenkörper bei einer Verstellung der Längsposition des zweiten Säulenteils gegenüber dem ersten Säulenteil unterschiedliche Abstände zum Untergrund aufweist. Es wäre aber auch denkbar, dass Rückenlehnenteil beispielsweise oben an einem das untere, erste Säulenteil tragen den Stützkörper zum Beispiel einer Stützsäule, ortsfest anzuordnen.

Der Rückenlehnenkörper ist zweckmäßigerweise am ersten Säulenteil abgestützt oder auch an einem das erste Säulenteil tragenden Stützteil, beispielsweise einem Säulenteil, das an dem Fußteil bezüglich der Längsachse verstellbar gelagert ist, während der Sitzflächen körper anhand des zweiten Säulenteils gegenüber dem Rückenlehnenkörper entlang der Längsachse verstellbar ist der Sitzflächen körper kann also eine Sitzhöhenverstellung mitmachen, während der Rückenlehnenkörper die Basisposition einnimmt, die die Höhenverstelleinrichtung sozusagen vorgibt.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das zweite Säulenteil an dem ersten Säulenteil verdrehsicher bezüglich der Längsachse gehalten ist. Das wurde bereits angesprochen. Somit stellt das Höhenverstellelement sozusagen sicher, dass sich das zweite Säulenteil und somit auch der Sitzflächenkörper relativ zum Rückenlehnenkörper nicht verdrehen.

Diese Maßnahme ist beispielsweise dadurch erzielbar, dass an dem Rückenlehnenkörper ein Ausschnitt vorgesehen ist, in welchen der Sitzflächenkörper eingreift. Ein derartiger Ausschnitt ermöglicht beispielsweise eine leichtere oder bessere Sitztiefenverstellung, das heißt bei geringer Sitztiefe kann der Sitzflächenkörper in den Ausschnitt des Rückenlehnenkörpers hinein vorstehen. Der Ausschnitt kann auch dazu dienen, sozusagen eine Verdrehsicherung für den Sitzflächenkörper darzustellen. Besonders bevorzugt ist es jedoch, wenn das Höhenverstellelement die Verdrehsicherung bereits bereitstellt, d.h. dass das zweite Säulenteil relativ zum ersten Säulenteil verdrehsicher ist, sodass sich von vornherein der Sitzflächenkörper relativ zum Rückenlehnenkörper nicht verdrehen kann.

Bevorzugt ist es, wenn der Sitzflächen körper quer zu der Längsachse zur Einstellung einer Sitztiefe verstellbar ist, sodass die Sitzfläche mindestens zwei voneinander verschiedene Sitztiefen gegenüber der Rückenlehnenfläche bereitstellen kann. Selbstverständlich ist es vorteilhaft, wenn mehrere, insbesondere stufenlos einstellbare, Sitztiefen möglich sind. Es ist aber auch möglich, dass der Sitzflächenkörper sozusagen vom oberen, zweiten Säulenteil lösbar befestigbar und in mindestens zwei Montagepositionen am oberen Säulenteil, dem zweiten Säulenteil montierbar oder befestigbar ist. Beispielsweise ist eine Montageposition so, dass eine Frontseite des Sitzflächenteils weiter vorn vor den Rückenlehnenkörper vorsteht, während die andere Position vorsieht, dass die Frontseite weiter hinten ist. Es ist aber auch denkbar, den Sitzflächenkörper umzudrehen, wobei seine Frontstirnseiten in einander entgegengesetzten Drehwinkelpositionen unterschiedlich weit vor die Rückenlehnenfläche vorstehen.

Die Höhenverstelleinrichtung kann in einer ersten Ausführungsform vorsehen, dass eine Distanzkörperanordnung mit einem oder mehreren Diskanzkörpern vorgesehen ist, der bezüglich der Längsachse zwischen dem Hohenverstellelement und dem Fußgestell zur Vergrößerung eines Abstands zwischen dem Fußgestell und dem Hohenverstellelement montierbar ist. Die Distanzkörper umfassen beispielsweise zylindrische Körper, insbesondere hohlzylindrische Körper oder Hülsen.

Bevorzugt ist es, wenn die Höhenverstelleinrichtung mindestens ein Teleskopelement, zum Beispiel eine das Hohenverstellelement tragende Stützsäule aufweist. Dieses Teleskopelement oder die Stützsäule kann in unterschiedlichen Höhenpositionen bzw. Positionen bezüglich der Längsachse lösbar mit dem Fußgestell montiert oder verbunden werden.

Bevorzugt umfasst die Höhenverstelleinrichtung eine Klemmeinrichtung und/oder eine Verriegelungseinrichtung zum Verklemmen des Höhenverstellelements oder zum Verriegeln des Höhenverstellelements oder eines das Verstellelement tragenden Stützelements, beispielsweise einer Stützsäule.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Höhenverstelleinrichtung die nachfolgend näher beschriebene Klemmbackenanordnung fast. Diese bildet beispielsweise eine Klemmeinrichtung zum Verklemmen des unteren Stützsäulenteils oder eines dieses tragenden Stützelements, insbesondere einer Stützsäule oder eines Rohrs, welches das Hohenverstellelement trägt.

Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, dass die Höhenverstelleinrichtung eine Klemmbackenanordnung zum Verklemmen der Stützsäulenanordnung mit dem Fußgestell in mindestens zwei voneinander verschiedenen Längspositionen bezüglich der Längsachse aufweist, wobei die Klemmbackenanordnung mindestens drei in einem Winkelabstand um die Längsachse angeordnete Klemmbacken aufweist, die zwischen einer die Stützsäulenanordnung mit dem Fußgestell verklemmenden Klemmstellung und einer eine Längsverstellung der Stützsäulenanordnung zu dem Fußgestell entlang der Längsachse ermöglichenden Lösestellung verstellbar sind.

Es ist dabei ein Grundgedanke, die Stützsäulenanordnung in unterschiedlichen Längspositionen bezüglich der Längsachse mit dem Fußgestell anhand der Klemmbackenanordnung optimal zu verklemmen, so dass ein fester Halt gegeben ist, gleichzeitig aber auch eine große Variabilität bei der Einstellung der Sitzhöhe bereitgestellt wird. Die mehreren Klemmbacken sorgen für einen festen Halt der Stützsäulenanordnung bezüglich des Fußgestells.

Die Stützsäulenanordnung umfasst beispielsweise eine starre oder feste

Stützsäule und/oder ein Höhenverstellelement. Bevorzugt umfasst die Stützsäulenanordnung einen Säulenkörper oder eine Stützsäule, die mit der Klemmbackenanordnung bezüglich des Fußgestells verklemmbar ist.

Die Klemmbackenanordnung wirkt beispielsweise zwischen einer Aufnahme und einem Halteabschnitt, der am einen Bauteil von Fußgestell oder Stützsäulenanordnung, insbesondere der Stützsäulenanordnung selbst, vorgesehen ist und in die mit dem jeweils anderen Bauteil von Fußgestell oder Stützsäulenanordnung verbundene Aufnahme eingreift. Beispielsweise ist am Fußgestell eine Aufnahme angeordnet, in die die Stützsäule oder Stützsäulenanordnung mit dem Halteabschnitt eingreift. Die Klemmbacken verklemmen beispielsweise einen Außenumfang der Stützsäulenanordnung mit einem Innenumfang der Aufnahme, die vom Fußgestell bereitgestellt wird oder am Fußgestell angeordnet ist. Es ist aber auch die umgekehrte Konfiguration möglich, dass nämlich die Stützsäulenanordnung mit einem Außenumfang auf beispielsweise einen einen Halteabschnitt bereitstellenden Steckvorsprung des Fußgestells aufgesteckt wird und somit der Innenumfang der Stützsäulenanordnung mit einem Außenumfang des Halteabschnitts, also beispielsweise des Steckvorsprungs, anhand der Klemmbackenanordnung verspannt oder verklemmt wird. Die Klennnnbackenanordnung verklennnnt vorzugsweise in der Art eines Bohrfutters die Stützsäulenanordnung mit dem Fußgestell. Beispielsweise hat das Fußgestell eine Art Klemmfutter, vergleichbar mit einem Bohrfutter, zur Aufnahme und Verklemmung der Stützsäulenanordnung.

Mindestens eine Klemmbacke ist vorzugsweise keilförmig ausgestaltet.

Die Klemmbackenanordnung umfasst zweckmäßigerweise mindestens eine Schrägfläche, die an einer oder mehreren Klemmbacken vorgesehen ist. Die Schrägfläche der Klemmbacke oder eines jeweiligen Klemmbackens kann beispielsweise am Halteabschnitt, insbesondere also der Stützsäulenanordnung, aber auch an der Aufnahme anliegen. Weiterhin ist es denkbar, dass die Schrägfläche zur Anlage an beispielsweise einem nachfolgend erläuterten Betätigungselement vorgesehen ist, sodass dieses über die Schrägfläche auf die Klemmbacke einwirkt. Mithin ist es aber auch möglich, dass an einander entgegengesetzten Seiten einer jeweiligen Klemmbacke Schrägflächen vorgesehen sind, sodass diese insgesamt eine keilförmige Gestalt hat.

Es ist aber auch möglich, dass beispielsweise Keile oder sonstige Schrägflächen an einem Betätigungselement oder Betätigungskörper vorgesehen sind, die eine jeweilige Klemmbacke in Richtung der Klemmstellung betätigen. Mithin muss also die oder eine Klemmbacke selbst nicht unbedingt eine Schrägfläche haben.

Bei dem Winkelabstand ist es vorteilhaft, wenn er im Wesentlichen gleich ist, d.h. dass die Klemmbacken oder Klemmflächen in gleichen Abständen um die Längsachse herum angeordnet sind. Es ist aber auch denkbar, dass beispielsweise der Winkelabstand zwischen einem ersten Paar von Klemmbacken oder Klemmflächen größer als der Winkelabstand zwischen einem zweiten Paar von Klemmbacken oder Klemmflächen ist.

Die Klemmbackenanordnung umfasst vorzugsweise mehrere Sätze von Klemmflächen, die in einem Längsabstand bezüglich der Längsachse zueinander angeordnet sind. Beispielsweise ist ein erster Satz von in einem Winkelabstand um die Längsachse angeordneten Klemmflächen und dazu in einem Längsabstand be- züglich der Längsachse ein zweiter Satz von in einem Winkelabstand um die Längsachse angeordneten Klemmflächen bei der Klemmbackenanordnung vorhanden. Die Sätze von Klemmflächen umfassen vorzugsweise jeweils mehrere Klemmflächen, die einen Winkelabstand bezüglich der Längsachse zueinander haben.

Bevorzugt ist es, wenn die Klemmbacken oder die daran angeordneten Klemmflächen bezüglich der Längsachse etwa dieselbe Längsposition haben.

Zweckmäßig ist beispielsweise eine ringförmige Konfiguration, d.h. dass die Klemmbacken oder Klemmflächen um die Längsachse ringförmig verlaufen.

Die Klemmbacken können beispielsweise in der Art eines Klemm-Kranzes oder Halte-Kranzes angeordnet sein.

Bevorzugt ist es, wenn zwei derartige ringförmige Konfigurationen vorgesehen sind, d.h. dass die Klemmbacken oder Klemmflächen der Klemmbacken in zwei bezüglich der Längsachse einen Abstand aufweisenden Ringen oder Kränzen angeordnet sind. Die Klemmbacken oder Klemmflächen eines Ringes haben bezüglich der Längsachse etwa dieselbe Längsposition. Somit ist also in einem Längsabstand bezüglich der Längsachse jeweils eine ringförmige Verklemmung zwischen einerseits der Stützsäulenanordnung und andererseits dem Fußgestell möglich.

Die Klemmbacken oder Klemmflächen der Klemmbacken nehmen in Bezug auf Umfangslänge einen großen Anteil ein. Mithin ist also zweckmäßig, wenn der Anteil von Klemmflächen der Klemmbacken größer als einen Anteil von Aussparungen zwischen den Klemmbacken ist. Somit klemmen also die Klemmbacken oder Klemmflächen das jeweilige Gegenstück, beispielsweise die Stützsäulenanordnung bzw. den vorgenannten Halteabschnitt, sehr dicht und nahe beieinander. Die Klemmbacken bilden also beispielsweise einen Kranz.

Es ist möglich, dass mindestens ein Paar von Klemmflächen, die einen Längsabstand bezüglich der Längsachse haben, von einer einzigen Klemmbacke bereitge- stellt werden. Es ist also möglich, dass eine Klemmbacke eine erste und eine zweite Klemmfläche aufweisen, die einen Längsabstand bezüglich der Längsachse zueinander haben.

Die beiden Klemmflächen dieser mindestens einen Klemmbacken (es können mehrere derartiger Klemmbacken vorgesehen sein) können in mehreren Längspositionen der Stützsäulenanordnung bezüglich des Fußgestells eine Klemmwirkung haben.

Es ist aber auch möglich, dass die Klemmflächen der mindestens einen Klemmbacke unterschiedlichen Längspositionen zugeordnet sind, d.h. dass beispielsweise die erste Klemmfläche in einer ersten Längsposition der Stützsäulenanordnung wirkt, die zweite Klemmfläche in einer zweiten Längsposition wirksam ist. Mithin sind also die Klemmflächen in diesem Fall unterschiedlichen Längspositionen der Stützsäulenanordnung zugeordnet.

Bevorzugt ist es aber, wenn der erste Satz von Klemmflächen an einem ersten Satz von Klemmbacken angeordnet ist, während der zweite Satz von Klemmflächen an einem zweiten Satz von Klemmbacken angeordnet ist. Auf diesem Wege ist es besonders leicht möglich, dass die Klemmbacken und somit auch die Klemmflächen individuell betätigbar sind, um somit eine optimale Klemmwirkung bereitzustellen.

Möglich wäre beispielsweise, dass mit einer Betätigungseinrichtung die Klemmbacken beider Sätze von Klemmbacken simultan zwischen der Lösestellung und der Klemmstellung verstellbar sind. Es wäre zum Beispiel möglich, dass eine Hülse auf beide Sätze von Klemmbacken wirkt und diese sozusagen simultan von der Lösestellung in die Klemmstellung oder umgekehrt betätigt.

Bevorzugt ist jedoch eine individuelle Verstellung, d.h. dass der erste Satz von Klemmbacken und der zweite Satz von Klemmbacken individuell zwischen der Klemmstellung und der Lösestellung verstellbar sind. Eine Möglichkeit zur Betätigung eines oder mehrerer Klemmbacken besteht beispielsweise darin, dass ein Betätigungselement zu deren Betätigung vorgesehen ist. Zweckmäßig ist es, wenn das Betätigungselement mehrere Klemmbacken gleichzeitig zwischen der Lösestellung und der Klemmstellung, also zum Beispiel von der Lösestellung in die Klemmstellung oder umgekehrt von der Klemmstellung in die Lösestellung betätigen kann.

Das Betätigungselement ist vorzugsweise ringförmig. Die Klemmbackenanordnung umfasst zweckmäßigerweise eine ringförmige Konfiguration mehrerer Klemmbacken, die dann durch das ringförmige Betätigungselement zwischen der Lösestellung und der Klemmstellung betätigbar sind.

Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass das Betätigungselement eine Durchtrittsöffnung zum Durchtritt oder zum Durchstecken der Stützsäulenanordnung aufweist.

Bevorzugt umfasst das Betätigungselement eine Mutter.

Zweckmäßigerweise bildet das Betätigungselement ein Verschlusselement oder einen Verschluss für eine Aufnahme des Fußgestells, die zur Aufnahme der Stützsäulenanordnung vorgesehen ist.

Die Stützsäulenanordnung umfasst oder bildet zweckmäßigerweise ein Betätigungselement zur Verstellung mindestens einer Klemmbacke von der Lösestellung in die Klemmstellung und/oder von der Klemmstellung in die Lösestellung.

Bevorzugt ist es, wenn mindestens eine Klemmbacken, vorzugsweise eine ringförmige Anordnung mehrerer Klemmbacken, durch eine Belastung durch die Stützsäulenanordnung von der Lösestellung in Richtung der Klemmstellung betätigbar ist. Die Stützsäulenanordnung sorgt sozusagen für eine

Selbst-Verklemmung. Wenn also die Stützsäule belastet wird, insbesondere durch einen Nutzer des Stuhles, ist die Verklemmung besonders effektiv. Vorteilhaft ist es, wenn mindestens eine Klemmbacken der Klemmbackenanordnung, insbesondere durch eine ringförmige Anordnung mehrerer Klemmbacken, einen Stützvorsprung oder eine Stützaufnahme zum Abstützen der Stützsäulenanordnung am Fußgestell aufweist. Beispielsweise greift die Stützsäulenanordnung in die Stützaufnahme ein. Es ist auch möglich, dass der Stützvorsprung so weit in Richtung der Aufnahme oder einer Aufnahme, in welche die Stützsäulenanordnung eingreift, vorsteht, dass die Stützsäulenanordnung bezüglich der Längsachse abgestützt ist.

Bevorzugt ist es, die Klemmbacken oder Klemmbackenanordnung zwischen einer Stützstellung, in welcher sich die Stützsäulenanordnung bezüglich der Längsachse am Stützvorsprung oder der Stützaufnahme abstützt und einer Inaktivstellung verstellbar ist, in welcher diese Abstützung nicht gegeben ist. In der Freigabestellung ist aber gleichwohl die Klemmstellung möglich, d.h. dass die jeweilige Klemmbacke oder die Anordnung der Klemmbacken in der Freigabestellung dennoch die Klemmstellung einnehmen können und somit die Stützsäulenanordnung bezüglich des Fußgestells verklemmen können.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Stützvorsprung oder die Stützaufnahme in einer ersten Längsposition der Stützsäulenanordnung bezüglich des Fußgestells im Sinne einer Abstützung der Stützsäulenanordnung am Fußgestell wirksam ist, beispielsweise also eine Stützstellung einnimmt. Dann untergreift oder hintergreift der Stützvorsprung beispielsweise die Stützsäulenanordnung. In einer zweiten Längsposition der Stützsäulenanordnung bezüglich des Fußgestells ist jedoch der Stützvorsprung oder die Stützaufnahme nicht wirksam, jedenfalls nicht im direkten Eingriff mit der Stützsäulenanordnung. In dieser zweiten Längsposition ist die den Stützvorsprung oder die Stützaufnahme aufweisende Klemmbacke dennoch in die Klemmstellung bringbar, in welcher das Fußgestell mit der Stützsäulenanordnung oder umgekehrt verklemmt ist.

Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass der Stützvorsprung oder die Stützaufnahme zwischen Klemmflächen angeordnet sind, beispielsweise den vorgenannten, einen Längsabstand bezüglich der Längsachse aufweisenden Klemmflächen. Eine der beiden Klemmflächen ist der Stützstellung zugeordnet, wirkt also zusätzlich zu der Abstützung in der Stützstellung im Sinne eines Ver- klemmens. Die andere Klemmfläche ist der Inaktivstellung zugeordnet, verklemmt also die Stützsäulenanordnung mit dem Fußgestell auch dann, wenn der Stützvorsprung oder die Stützaufnahme nicht wirken.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass mindestens eine Klemmbacke der Klemmbackenanordnung in Richtung der Lösestellung anhand eines Federelements belastet ist. Somit ist also beispielsweise durch die Belastung anhand der Stützsäulenanordnung oder des vorgenannten Betätigungselements oder beiden die Verstellung in Richtung der Klemmstellung vorgesehen, während in Richtung der Lösestellung das Federelement oder die Federanordnung wirkt.

Eine bevorzugte Ausführungsform sieht dabei vor, dass die Federanordnung oder das Federelement ringförmig ist. Das Federelement belastet zweckmäßigerweise mindestens drei ringförmig um die Längsachse angeordnete Klemmbacken in Richtung der Lösestellung nach radial innen oder nach radial außen, je nachdem in welche Richtung die Verklemmung vorgesehen ist.

Bevorzugt ist eine sozusagen teleskopierbare Anordnung, das heißt dass die Stützsäulenanordnung eine bezüglich der Längsachse verstellbare Hohenverstellelement, beispielsweise eine Gasdruckfeder, einen Teleskopstab, insbesondere einen federbelasteten Teleskopstab oder dergleichen, aufweist, welcher in oder an einem Rohrelement zum Halten des Höhenverstellelements angeordnet ist. Anhand der Klemmbackenanordnung ist das Hohenverstellelement, Beispielseite die Gasdruckfeder, oder wie in der Zeichnung dargestellt das Rohrelement mit dem Fußgestell verklemmbar. Somit ist also eine Verstellung der Sitzhöhe anhand einer Verstellung des Rohrelements oder der Höhenverstellelements bezüglich der Längsachse am Fußgestell und sozusagen ein weiterer Hub bzw. eine weitere Verstellung anhand des Höhenverstellelements, z.B. der Gasdruckfeder möglich. Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine teilweise geschnittene Frontalansicht eines Stuhls in einer oberen Längsposition,

Figur 2 einen unteren Teil des Stuhls gemäß Figur 1 in einer unteren

Längsposition,

Figur 3 einen Ausschnitt D1 aus Figur 1 ,

Figur 4 einen Ausschnitt D2 aus Figur 2,

Figur 5 eine Explosionsdarstellung eines unteren Teils des Stuhls gemäß der vorstehenden Figuren

Figur 6 eine Detailvergrößerung der Ansicht gemäß Figur 5,

Figur 7 eine perspektivische Schrägansicht einer Variante des Stuhls gemäß

Figur 1 ,

Figur 8 eine Frontalansicht des Stuhls gemäß Figur 7,

Figur 9 eine Seitenansicht einer Variante des Stuhls gemäß Figuren 7, 8 mit einer Distanzelemente aufweisenden Höhenverstelleinrichtung, und

Figur 10 eine Variante des Stuhls gemäß der vorstehenden Figuren, jedoch mit einer bezüglich des Fußgestells teleskopierbaren Stützsäule.

Ein Stuhl 10 gemäß Figur 1 weist eine Sitzkörperanordnung 1 1 mit einem Sitzflächenkörper 12 sowie einem Rückenlehnenkörper 13 auf. Der Rückenlehnenkörper 13 stellt eine Rückenlehne bereit. An der Oberseite des Sitzflächenkörpers 12 befindet sich eine Sitzfläche 14. Deren Abstand über einem Untergrund U kann an- hand einer Höhenverstelleinrichtung 24 eingestellt werden, die zwischen der Sitzkörperanordnung 1 1 und einem Fußgestell 15 angeordnet ist.

Das Fußgestell 15 weist Arme 16 auf, an deren freien Endbereichen Rollen 17, Stützfüße oder dergleichen angeordnet sind. Mithin kann also das Fußgestell 15 mit seinen Armen 16 auf dem Untergrund U in an sich bekannter Weise abgestellt werden. Die Arme 16 stehen von einem Haltekörper 18, der rohrförmig ist, ab.

An einer Oberseite des Haltekörpers 18 ist eine Aufnahmeöffnung 19 zum Einstecken einer Stützsäulenanordnung 30 in eine Aufnahme 28 des Fußgestells 15, also des Haltekörpers 18, vorgesehen. Die Stützsäulenanordnung 30 greift mit einem Halteabschnitt 38 in die Aufnahme 28 ein.

Die Stützsäulenanordnung 30 dient zum Tragen und Abstützen der Sitzkörperanordnung 1 1 . Beispielsweise ist der Sitzflächenkörper 12 an der Oberseite oder am freien Endbereich eines Höhenverstellelements 34 der Stützsäulenanordnung 30 angeordnet.

Die Stützsäulenanordnung 30 umfasst eine Stützsäule 31 , die das Hohenverstellelement 34 trägt. Das Hohenverstellelement 34 ist oder umfasst beispielsweise eine Gasdruckfeder, ein Teleskopstab, der insbesondere angefedert ist oder dergleichen. Die Stützsäule 31 umfasst ein Rohrelement 36, in welchem das Hohenverstellelement 34 angeordnet ist. Beispielsweise ist das Hohenverstellelement 34 an einem Boden 32 des Rohrelements 36 abgestützt und befindet sich zumindest teilweise in einem von einer Umfangswand 35 des Rohrelements 36 begrenzten Innenraum der Stützsäule 31 bzw. des Rohrelements 36.

Es ist möglich, ein freies Ende 37 des Höhenverstellelements 34, an welchem die Sitzkörperanordnung 1 1 angeordnet ist, in Bezug auf einen unteren Bereich des Höhenverstellelements 34 oder jedenfalls des Bodens 32 des Rohrelements 36 entlang einer Längsachse L zu verstellen, um so eine Sitzhöhe H der Sitzfläche 14 über dem Untergrund U zu verändern. Diese Verstellbarkeit ermöglicht beispielsweise, die Sitzhöhe H des Stuhls 10 in einem Bereich zur Nutzung durch einen großgewachsenen oder kleingewachsenen Erwachsenen anzupassen. Für eine Anpassung des Stuhls H zur Nutzung durch ein Kind oder Jugendlichen mag jedoch diese Verstellbarkeit nicht ausreichen. Weiterhin kann eine Ausführungsform vorsehen, dass die Stützsäulenanordnung 30 kein in der Höhe verstellbares Element in der Art des Höhenverstel- lelements 34 oder der Gasdruckfeder umfassen, das heißt dass eine Längslänge der Stützsäulenanordnung 30 in Bezug auf die Längsachse L fest oder fix ist, also nicht veränderbar. Auch in dieser Situation würde die nachfolgend erläuterte Verbesserung greifen, wobei jedoch bei den Ausführungsbeispielen vorgesehen ist, dass anhand einer Höhenverstelleinrichtung sozusagen eine Basishöhe oder Grundhöhe des Höhenverstellelements 34 bezüglich des Fußgestells 15 einstellbar ist:

Die Stützsäulenanordnung 30 kann als Ganzes in Bezug auf die Längsachse L in unterschiedlichen Höhenpositionen, vorliegend beispielsweise einer unteren Höhenposition oder Längsposition LU und einer oberen Höhenposition oder Längsposition LO an dem Fußgestell 15 anhand der Höhenverstelleinrichtung 24 festgelegt werden. Selbstverständlich ist dies nur exemplarisch zu verstehen, das heißt es ist prinzipiell auch möglich, dass weitere Längspositionen der Stützsäulenanordnung 30 bezüglich der Längsachse L bzw. der Sitzhöhe H an dem Fußgestell 15 möglich sind, insbesondere auch sozusagen stufenlos einstellbare Längspositionen oder Sitzhöhenpositionen.

Die Höhenverstelleinrichtung 24 umfasst eine Klemmbackenanordnung 25 mit einem 1 . Satz von Klemmbacken 26 sowie einem 2. Satz von Klemmbacken 27. Die Klemmbackenanordnung 25 klemmt die Stützsäule 31 in unterschiedlichen Höhenpositionen bzw. in Bezug auf die Längsachse L in einem Längsabstand. Die Klemmbacken 27 sind nämlich beispielsweise oben im Bereich der Aufnahmeöffnung 19 angeordnet, während die Klemmbacken 26 unten an dem Haltekörper 18, nämlich einer unteren Aufnahmeöffnung 22, die Stützsäulenanordnung 30 an dem Fußgestell 15 verklemmen. Die Stützsäule 31 ist also an den jeweiligen Endbereichen der Aufnahme 28 mit ihrem Halteabschnitt 38 abgestützt. Somit ist die Stützsäulenanordnung 30 in Bezug auf die Längsachse L an weit voneinander entfernten Bereichen abgestützt, was einen besonders stabilen und festen Halt am Fußgestell 15 ermöglicht.

Die Klemmbacken 26 sind Bestandteile eines Klemmbacken-Ringes 50, der sozusagen von unten in die Aufnahme 28, nämlich in die Aufnahmeöffnung 22, eingeführt ist. Die Klemmbacken 26 haben an ihrer Unterseite eine Betätigungsfläche 51 , auf die ein Betätigungselement 40 einwirkt. Das Betätigungselement 40 umfasst beispielsweise eine Mutter. Ein Gewindeabschnitt 42 des Betätigungselements 40 ist auf ein Gewinde 23 des Haltekörpers 18 des Fußgestells 15 aufschraubbar. Ein Bediener kann das Betätigungselement 40 beispielsweise an einem Handgriffabschnitt 43, der vorzugsweise eine Riffelung aufweist, ergreifen und sozusagen auf das Gewinde 23 aufschrauben.

Das Betätigungselement 40 weist einen Stützkörper 44 auf, der mit seiner Stirnfläche 45 auf die Betätigungsflächen 51 der Klemmbacken 26 wirkt.

Die Stützsäulenanordnung 30 kann in eine Aufnahme 46 des Betätigungselements 40, vorliegend eine Durchtrittsöffnung, eingreifen und das Betätigungselement 40 durchdringen. Dann steht es wie in Figur 2 oder 4 dargestellt nach unten vor das Betätigungselement 40 vor, das heißt die Stützsäule 31 durchdringt die Aufnahme 28 und steht nach unten vor den Haltekörper 18 des Fußgestells 15 vor.

Ein Anschlag oder Flansch 47 des Betätigungselements 40 dient gegebenenfalls zum Anschlagen an die Unterseite oder Stirnseite des Haltekörpers 18.

Wenn das Betätigungselement 40 auf das Gewinde 23 aufgeschraubt wird, bewegt sich die Stirnfläche 45, also eine Betätigungsfläche, in Richtung des Haltekörpers 18 und wirkt auf die Betätigungsflächen 51 der Klemmbacken 26 ein, um diese in Richtung ihrer Klemmstellung zu verstellen.

Die Klemmbacken 26 weisen an ihrer dem Innenumfang der Aufnahme 28 zugewandten Rückseite Rippen 52 auf, die mit Schrägflächen 53 am Innenumfang der Aufnahmeöffnung 22, jedenfalls am Innenumfang der Aufnahme 28, anliegen. Auch neben den Rippen 52 befinden sich Schrägflächen, die die nachfolgend erläuterte Keilwirkung entfalten können. In diesem Fall können die Rippen 52 beispielsweise ausschließlich die Funktion von Führungsrippen haben. Die Rippen 52 können aber auch dann Führungsrippen bilden, wenn sie mit ihren Schrägflächen 53 wirken.

Wenn die Stirnfläche 45 die Betätigungsflächen 51 der Klemmbacken 26 betätigt, gleiten die Klemmbacken 26 mit den Schrägflächen 53 am Innenumfang der Aufnahme 28 entlang und werden aufgrund der Schrägneigung bzw. Keilform der Schrägflächen 53 nach radial innen verdrängt. Somit werden Klemmflächen 54, 55 in Richtung der Stützsäulenanordnung 30 nach radial innen gedrückt, um die Stützsäulenanordnung 30 zu verklemmen. Dann nehmen die Klemmbacken 26 eine Klemmstellung ein.

Die Klemmbacken 26 sind ringförmig um die Stützsäule 31 oder ringförmig am Innenumfang der Aufnahme 28 angeordnet. Es sind vorliegend fünf Stützbacken oder Klemmbacken 26 vorgesehen, die einen Winkelabstand zueinander haben, zweckmäßigerweise einen etwa gleichen Winkelabstand.

Es ist vorteilhaft, dass mehrere ringförmig klemmende Klemmbacken 26 vorgesehen sind, die die Stützsäulenanordnung 30 sozusagen gleichmäßig an ihrem radialen Außenumfang an mehreren Stellen klemmen.

Die Klemmbacken 26 werden von einem spangenartigen oder ringförmigen Federelement 59 nach radial außen, also entgegengesetzt zur vorgenannten

Klemmstellung, in Richtung einer Lösestellung beaufschlagt.

Das Federelement 59 hat zudem noch in vorteilhafter Weise die Funktion, die Klemmbacken 26 an Ort und Stelle zu halten. Das Federelement 59 greift nämlich in eine Aufnahme 56, die sich zwischen den Klemmflächen 54, 55 befindet, der Klemmbacken 26 ein und ist dort festgeklemmt. Am Innenumfang der Aufnahme 28 können für die Rippen 52 Führungen oder Führungsaufnahmen vorgesehen sein, sodass jedenfalls die Klemmbacken 26 ihre jeweilige Drehwinkelposition zuverlässig einhalten.

Die Klemmbacken 26 können jedoch die Stützsäulenanordnung 30 nicht nur klemmen, sondern auch direkt abstützen. In der unteren Längsposition LU wirken die Klemmflächen 55 auf den Außenumfang der Stützsäule 31 , also die Um- fangswand 35 ein. In diesem Fall ist nur eine Klemmwirkung vorhanden.

In der oberen Längsposition LU hingegen ist der Boden 32 der Stützsäule 31 an einer als Stufe zwischen den Stützflächen 54, 55 ausgestalteten Stützaufnahme 57 abgestützt. Die Stützfläche 55 steht nämlich nach radial innen vor die Stützflächen 54 vor, sodass dadurch die vorgenannte Stufe gebildet ist.

In der Stützposition, in welcher die Klemmbacken 26 so weit nach radial innen durch das Betätigungselement 40 verdrängt sind, dass sich die Stützsäule 31 an der Stützaufnahme 57 direkt abstützen kann, bilden die Klemmbacken 26 sozusagen Stützbacken.

Aber auch in der Stützposition, in welcher die Stützsäule 31 an der Stützaufnahme 57 abgestützt ist, ist zweckmäßigerweise noch eine Klemmwirkung vorhanden. Dann klemmen nämlich die Klemmflächen 54 die Stützsäule 31 .

Das Betätigungselement 40 kann aufgrund der geringen Steigung des Gewindes 21 mit geringer Kraft betätigt werden, um die vorgenannte Klemmwirkung sowohl bei der Abstützung der Stützsäule 31 an den Stützaufnahmen 57, als auch bei der sozusagen reinen Verklemmung anhand der Stützflächen 55 zu erzielen.

Für eine besonders feste Klemmwirkung der sozusagen oberen, nämlich im Bereich der Aufnahmeöffnung 22 angeordneten Klemmbacken 27 hingegen sorgt in der unteren Längsposition LU die Stützsäulenanordnung 30 sozusagen selbst. Sie wirkt als ein Betätigungselement zur Betätigung der Klemmbacken 27. Die Klennnnbacken 27 sind an einem Klemmkörper 60 angeordnet. Der Klemmkörper 60 umfasst einen Ringkörper 62, von dem die Klemmbacken 27 in der Art von Zähnen abstehen. Zwischen den jeweiligen Klemmbacken 27 ist jeweils ein Abstand 65 vorgesehen. Weiterhin befindet sich an einem jeweiligen Fußbereich eines Klemmbackens 27, mit welchem er mit dem Ringkörper 62 verbunden ist, ein Schlitz oder eine Nut 66, vorliegend radial außen, sodass sich die Klemmbacken 27 relativ zum Ringkörper 62 nach radial außen oder radial innen relativ leicht individuell bewegen lassen.

An der der Stützsäule 31 bzw. der Stützsäulenanordnung 30 zugewandten Innenseite haben die Klemmbacken 27 eine Klemmfläche 64, während radial außen, zur Anlage an einer Stützfläche 20 der Aufnahmeöffnung 19, eine Schrägfläche 63 vorgesehen ist. Mithin sind also die Klemmbacken 27 im Querschnitt sozusagen keilförmig, sodass bei einer Beaufschlagung des Klemmkörpers 60 in Richtung der Aufnahmeöffnung 19 hinein die Schrägflächen 63 an der Stützfläche 20 entlang gleiten und dabei die Klemmbacken 27 nach radial innen im Sinne eines Verengens einer Durchtrittsöffnung 67 des Klemmkörpers 60 und somit in Richtung einer Klemmstellung zum Verklemmen der Stützsäulenanordnung 30 in der Aufnahme 28 beaufschlagen. Die Stützfläche 20 ist trichterförmig oder konisch nach radial innen geneigt, sodass die Klemmwirkung oder Keilwirkung der Schrägflächen 63 dadurch noch verstärkt ist.

Die Klemmflächen 64 liegen in der Klemmstellung im Klemmsitz am Außenumfang bzw. an der Umfangswand 35 der Stützsäule 31 an.

Der Klemmkörper 60 ist anhand eines Betätigungselements 80 betätigbar das Betätigungselement 80 umfasst eine Mutter 81 , die mit einem Gewindeabschnitt 82 auf ein Gewinde 21 des Haltekörpers 18 des Fußgestells 15 aufschraubbar ist. Eine Gewindeabschnitt 82 kämmt dann mit dem Gewinde 21 . Anhand eines Handgriffabschnitts 83 ist das Betätigungselement 80 leicht betätigbar. Der Handgriffabschnitt 83 weist aus optischen Gründen beispielsweise keine Riffelung oder sonstige Strukturierung auf, ist also glatt und fügt sich in das Gesamtbild des Fußgestells 15 harmonisch ein. Dennoch reicht die Klemmwirkung in der oberen Längsposition LU ohne weiteres aus, wenn nämlich ein Stützflansch 84, der nach radial innen zu einer Durchtrittsöffnung 86 des Betätigungselements 80 vorsteht, auf eine Betätigungsfläche 61 des Klemm körpers 60, die am Ringkörper 62 vorgesehen ist, einwirkt. Dadurch wird jedenfalls der Klemmkörper 60 in Richtung in die Aufnahmeöffnung 19 hinein beaufschlagt, wodurch die Klemmbacken 27 nach radial innen betätigt werden und somit deren Klemmflächen 64 die Stützsäule 31 an ihrem Außenumfang klemmen. Die Funktion der Klemmbacken 27 ist in der oberen Längsposition LU (Figur 3) im Prinzip darauf beschränkt, ein Verkippen der Stützsäule 31 quer zur Längsachse L zu verhindern bzw. die Stützsäule 31 in Bezug auf die Längsachse L stabil und kippsicher am Fußgestell 15 zu halten.

In der unteren Längsposition LU (Figur 4) hingegen ist eine größere Klemmwirkung der Klemmbacken 27 gewünscht. Dann wirkt die Stützsäulenanordnung 30 sozusagen selbst als ein Betätigungselement für die Klemmbacken 27. Ein Stützvorsprung 33, beispielsweise eine Art Flansch oder dergleichen, drückt dann auf die Betätigungsfläche 61 des Klemmkörpers 60, sodass dieser mit großer Kraft, nämlich aufgrund der Gewichtskraft zumindest der Sitzkörperanordnung 1 1 , in der Regel aber auch der Gewichtskraft, die durch den Nutzer des Stuhles 10 vorhanden ist, betätigt wird und die Klemmbacken 27 mit großer Kraft in die Klemmstellung betätigt werden. Der Stützvorsprung 33 bildet also beispielsweise einen Betätigungsvorsprung.

Auch dann, wenn der Stützvorsprung 33 sozusagen das Betätigungselement für die Klemmbacken 27 bildet, kann das Betätigungselement 80 als Verschluss der oberen Aufnahmeöffnung 19 genutzt werden. Die Durchtrittsöffnung 86 ist nämlich so bemessen, dass der Stützvorsprung oder Betätigungsvorsprung 33 durch die Durchtrittsöffnung 86 hindurchpasst und von oben her auf die Betätigungsfläche 61 einwirken kann.

Die Klemmflächen 54, 55 bilden jeweils einen 1 . Satz von Klemmflächen, die Klemmflächen 64 jeweils einen 2. Satz von Klemmflächen. Die Klemmflächen 54, 55 haben einen Längsabstand bezüglich der Längsachse L den 2. Klemmflächen 64.

Bei dem in Figur 1 schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Stuhls 10 ist es beispielsweise möglich, dass der Rückenlehnenkörper 13 und der Sitzflächen körper 12 separate, in Höhenrichtung H zueinander beabstandete oder beispielsweise über ein Gelenk miteinander verbundene Körper sind. Es ist auch möglich, dass bei einem erfindungsgemäßen Stuhl der Sitzflächenkörper sozusagen integral den Rückenlehnenkörper umfasst oder trägt.

Eine Konfiguration eines erfindungsgemäßen Stuhls sieht jedoch vor, dass ein eine Rückenlehnenfläche 13a bereitstellende Rückenlehnenkörper 13 sozusagen einen vorstehenden Schenkel 14a aufweist. Der Schenkel 14a stellt eine Option dar, ist also nicht notwendig. Zweckmäßigerweise durchdringt das Höhenverstel- lelement 34 eine Öffnung 29 des Schenkels 14a.

An dem Rückenlehnenkörper 13 ist vorzugsweise ein Ausschnitt 13b vorgesehen, beispielsweise eine Durchtrittsöffnung, in welchen das Sitzflächenteil 14 eingreift.

Ein unteres Säulenteil 34a ist in dem Rohrelement 36, jedenfalls der Stützsäule 31 , aufgenommen und dort am Boden abgestützt. Ein oberes Säulenteil 34b, das den Sitzflächenkörper 12 trägt, ermöglicht eine Einstellung der Sitzhöhe, indem es nämlich gegenüber dem unteren Säulenteil 34a bezüglich der Längsachse L längsverstellbar bzw. höhenverstellbar ist.

Eine Höhe des Ausschnitts 13b ist so getroffen, dass die Sitzhöhe der Sitzfläche 14 in einem vorbestimmten Bereich, beispielsweise geeignet für Kinder und Jugendliche oder kleine Erwachsene und Erwachsene, jeweils höhenverstellbar ist. Das Höhenverstellelement 34 kann jedoch als Ganzes bezüglich der Höhe zum Untergrund U am Fußgestell 15 in unterschiedlichen Längspositionen bezüglich der Längsachse L befestigt werden, indem nämlich die Stützsäule 31 oder das Rohrelement 36 in den entsprechenden unterschiedlichen Abständen Untergrund U am Fußgestell 15 befestigt werden. Das ist beispielsweise anhand der bereits erläuterten Klemmbackenanordnung 25 möglich. Schematisch ist die Klemmbackenanordnung 25 in Figur 8 angedeutet.

Es sind aber auch noch andere Möglichkeiten gegeben, die„Grundhöhe" des Hö- henverstellelements 34 bezüglich des Untergrunds U einzustellen. Beispielsweise ist eine Distanzkörperanordnung 70 (Figur 9) möglich, die am Haltekörper 18 montiert werden kann und das untere, erste Säulenteil 34a trägt. Die Distanzkörperanordnung 70 umfasst beispielsweise einen oder mehrere Distanzkörper 71 , beispielsweise Hülsen, Ringe oder dergleichen, die beispielsweise anhand eines Schraubgewindes, einer Verrastung, einer Bajonettverbindung oder dergleichen am Fußgestell 15 befestigbar sind. Das Säulenteil 34a kann beispielsweise anhand der erläuterten Klemmbackenanordnung 25 mit einem oder mehreren der Distanzkörper der Distanzkörperanordnung 70 verklemmt werden. Es ist aber auch möglich, dass das Säulenteil 34a mit einem jeweiligen Distanzkörper 71 , beispielsweise dem obersten Distanzkörper 71 , verschraubbar oder verriegelbar oder beides ist.

Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 9 ist weiterhin beispielhaft auch für andere erfindungsgemäße Stühle dargestellt, dass der Sitzflächenkörper 12 bezüglich des Rückenlehnenkörpers 13 quer zur Längsachse L verstellbar ist, beispielsweise zur Einstellung einer Sitztiefe ST1 oder einer Sitztiefe ST2.

Jedenfalls in der Sitztiefe ST2 taucht dabei der Sitzflächen körper 12 in den Ausschnitt 13b ein. Dabei stellt es seine vorteilhafte Maßnahme dar, dass das obere Säulenteil 34b gegenüber dem unteren Säulenteil 34a unverdrehbar ist, sodass jedenfalls der Sitzflächenkörper 12 nicht quer an den Innenseiten des Ausschnitts oder der Aussparung 13b anschlägt bzw. dort hin und her pendelt. Eine weitere vorteilhafte Maßnahme stellt es dar, dass das Höhenverstellelement 34, beispielsweise eine Gasdruckfeder oder dergleichen, in dem Rohrkörper oder Rohrelement 36, jedenfalls an der Stützsäule 31 , verdrehbar um die Längsachse L gelagert ist. Somit dreht also der Rückenlehnenkörper 13 zusammen mit dem Sitzflächenkörper 12 um die Längsachse L. Aber auch eine teleskopartige Anordnung ist möglich, was anhand von Figur 10 noch deutlich wird. Beispielsweise ist ein Stützsäulenelement oder eine Stützsäule 171 bezüglich des Haltekörpers 18 des Fußgestells 15 entlang der Längsachse längsverstellbar.

Beispielsweise ist am Haltekörper 18 eine Höhenverstelleinrichtung 24 in Gestalt einer Schraubaufnahme vorgesehen, in welche das Stützsäulenelement oder die Stützsäule 171 einschraubbar ist, um auf diese Weise ihre Längsposition entlang der Längsachse L bezüglich des Fußgestells 15 zu verändern. Es kann auch ein Schraubgewinde zwischen der Stützsäule 171 und dem Fußgestell 15, beispielsweise am Innenumfang des Haltekörpers 18, vorgesehen sein.

Es ist auch möglich, die Stützsäule 171 anhand der Klemmbackenanordnung 25 in zwei oder weiteren Positionen bezüglich der Längsachse L relativ zum Fußgestell 15 lösbar zu befestigen.

Am weitesten von dem Fußgestell 15 entfernten Endbereich der Stützsäule 171 , in Gebrauchslage also beispielsweise oben, ist beispielsweise das untere, erste Säulenteil 34a der Stützsäulenanordnung 30 abgestützt und befestigt.

Bei dem Stuhl 1 10 gemäß Figur 10 ist eine Sitzkörperanordnung 1 1 1 vorgesehen, bei der im Unterschied zu den vorherigen Beispielen ein Rückenlehnenkörper 1 13 relativ zu dem Schenkel 14a schwenkbar ist, um eine Neigung der Rückenlehnenfläche 13a zu verstellen. Dazu ist beispielsweise ein Schwenkgelenk 1 19 zwischen dem Schenkel 14a und dem Rückenlehnenkörper 1 13 vorgesehen.

Es ist ohne weiteres möglich, dass die Stützsäulenanordnung und/oder das erste Säulenteil bezüglich des Fußgestells auch in weiteren Längspositionen bezüglich der Längsachse L an dem Fußgestell 15 lösbar befestigbar ist, beispielsweise wie in Figur 3 angedeutet. Eine Stützsäulenanordnung 30b, die an sich der Stützsäulenanordnung 30 gleicht, hat eine Stützsäule 31 b mit einer Umfangswand 35b, an der eine Halteaufnahme 39 vorgesehen ist. Die Halteaufnahme 39 ist beispielsweise als Umfangsnut, beispielsweise in der Gestalt eines sogenannten Freistiches, ausgestaltet. Jedenfalls können auch mehrere umfangsseitige Halteauf- nahmen 35 oder Eingriffe vorgesehen sein, in welche die Klemmbacken 26 eingreifen können.

Die Klemmbackenanordnung 35 kann in die Halteaufnahme 39 eingreifen und somit die Stützsäulenanordnung 30b zwischen den bereits erläuterten Längsposi- tionen LO oder LU in einer mittleren Längsposition LM bezüglich der Längsachse L bezüglich des Fußgestells 15 abstützen. Weitere derartige Halteaufnahmen 39 (nicht dargestellt) sind ohne weiteres möglich.