| JP07239169 | REFRIGERATOR |
| JP07243746 | LATERAL COOLING STORAGE BOX |
| JP01041794 | LAMINATION TYPE HEAT EXCHANGER |
BUCHSTAB, Martin (Bopfinger Straße 24, Bopfingen, 73441, DE)
IHLE, Hans (Frauenstraße 3, Giengen, 89537, DE)
BISCHOFBERGER, Thomas (Bachmühle 2, Kißlegg, 88353, DE)
BUCHSTAB, Martin (Bopfinger Straße 24, Bopfingen, 73441, DE)
IHLE, Hans (Frauenstraße 3, Giengen, 89537, DE)
| Patentansprüche 1. Kanalverschlussmittel (1 ) für einen Abtauwasserkanal (2) eines Kühlgerätes, insbesondere eines NoFrost Kühlgerätes, dadurch gekennzeichnet, dass das Kanalverschlussmittel (1 ) wasserlöslich ist. 2. Kanalverschlussmittel (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Kanalverschlussmittel (1 ) als Folie, insbesondere als Stärkefolie, ausgebildet ist. 3. Kanalverschlussmittel (1 ) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Substanz (4) umfasst, die biologisches Wachstum verhindert. 4. Abtauwasserkanal (2) eines Kühlgerätes, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Kanalverschlussmittel (1 ) zum Verschließen des Abtauwasserkanals (2) nach einem der vorherigen Ansprüche umfasst. 5. Abtauwasserkanal (2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kanalverschlussmittel (1 ) im Abtauwasserkanal (2) im wesentlichen quer zur Fließrichtung (F) des Abtauwassers angeordnet ist. 6. Abtauwasserkanal (2) nach einem der Ansprüche 4 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Siphon (5) umfasst, wobei das Kanalverschlussmittel (1 ) in Fließrichtung (F) des Abtauwassers hinter dem Siphon (5) angeordnet ist. 7. Abtauwasserkanal (2) nach einem der Ansprüche 4 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz (4) zur Verhinderung des biologischen Wachstums insbesondere zusätzlich in Fließrichtung (F) des Abtauwassers vor dem Siphon (5) angeordnet ist. 8. Kühlgerät, insbesondere NoFrost Kühlgerät, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlgerät einen Abtauwasserkanal (2) nach einem der Ansprüche 4 - 7 umfasst. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kanalverschlussmittel für einen Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes, insbesondere eines NoFrost Kühlgerätes, einen Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes sowie ein Kühlgerät, insbesondere ein NoFrost Kühlgerät.
Bei einem Kühlgerät der genannten Art wird die Luft mittels einem Umluftsystem im Kühlraum einem Verdampfer, der insbesondere außerhalb des eigentlichen Kühlraums angeordnet ist, zugeführt. An dem Verdampfer bildet sich Eis. Der Verdampfer taut regelmäßig ab, wobei das Abtauwasser über einen Abtauwasserkanal abgeführt wird. Um ein Einströmen von Umgebungsluft über den Abtauwasserkanal in den Kühlraum bzw. im Falle eines Nofrost-Geräts in den Verdampferraum zu verhindern, ist in den Abtauwasserkanal z.B. ein Siphon integriert. Nachteilig ist, dass insbesondere bereits vor Inbetriebnahme des Kühlgerätes, bzw. bis zu dem Zeitpunkt bis der Siphon mit Wasser gefüllt ist, Umgebungsluft und -Feuchtigkeit durch den Abtauwasserkanal in den Kühlraum bzw. zum Verdampfer strömen und den Verdampfer vereisen kann. Herkömmlich wird dies häufig durch eine Membran verhindert, die den Eintritt der Umgebungsluft und -Feuchtigkeit einseitig verhindert und andererseits das Abfließen des Abtauwassers ermöglicht. Nachteilig ist weiterhin, dass eine solche Membran häufig eine Struktur aufweist, die für ein biologisches Zuwachsen anfällig ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Zuströmen von Umgebungsluft durch einen Abtauwasserkanal zu einem Verdampfer eines Kühlgerätes, unter Vermeidung der Nachteile des Standes der Technik, zu verhindern, wobei das biologische Wachstum verringert oder sogar unterbunden wird, und zusätzlich das Anschließen eines Kühlgerätes einfach und kostengünstig zu ermöglichen.
Die Aufgabe wird gelöst mit einem Kanalverschlussmittel für einen Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes, insbesondere eines NoFrost-Kühlgerätes, wobei das Kanalverschlussmittel wasserlöslich ist. Ein Kühlgerät im Sinne der Erfindung ist insbesondere automatisch abtaubar und beispielsweise ein Kühlschrank, ein Gefrierschrank oder eine Kühl- Gefrierkombination oder eine Gefriertruhe. Ein NoFrost Kühlgerät im Sinne der Erfindung ist ein Kühlgerät bei welchem der Verdampfer außerhalb des Kühlfaches in einem Verdampferfach angeordnet, und die Kühlluft über Kühlluftkanäle anhand eines Ventilators zwischen Verdampferfach und Kühlfächern umgewälzt wird. Der Verdampfer eines solchen Kühlgeräts ist durch eine Abtauheizung abtaubar.
Um ein Einströmen von Umgebungsluft über den Abtauwasserkanal in den Kühlraum bzw. im Falle eines Nofrost-Geräts in den Verdampferraum zu verhindern, ist in den Abtauwasserkanal ein Syphon integriert.
Der Abtauwasserkanal des Kühlgerätes transportiert im Kühlgerät insbesondere am Verdampfer entstehendes Abtauwasser nach außerhalb des Kühlgerätes, so dass das Abtauwasser außerhalb des Kühlgerätes, insbesondere unter Ausnutzung der Abwärme eines Kompressors, verdampfen kann. Der Abtauwasserkanal ist beispielsweise ein Rohr, ein Schlauch oder eine Rinne.
Ein erfindungsgemäßes Kanalverschlussmittel löst sich durch den Kontakt mit Wasser auf, insbesondere durch den Kontakt mit Abtauwasser eines Kühlgerätes. Es dichtet den Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes daher zeitweise ab, so dass keine Umgebungsluft und -Feuchtigkeit den Abtauwasserkanal durchströmen kann, und zwar solange, bis es sich durch den Kontakt mit Wasser auflöst. Mit dem Kanalverschlussmittel ist der Abtauwasserkanal daher zumindest zeitweise verschließbar. Da sich das Kanalverschlussmittel durch Kontakt mit Wasser auflöst, besteht im Betrieb des Kühlgerätes gar nicht die Gefahr, dass es biologisch zuwächst.
Das Kanalverschlussmittel ist bevorzugt als Folie, insbesondere als Stärkefolie, ausgebildet. Eine solche Folie ist kostengünstig herstellbar. Stärkefolie ist zusätzlich umweltfreundlich abbaubar. Es eignen sich aber auch beliebig andere Kanalverschlussmittel, mit denen der Abtauwasserkanal zeitweise verschließbar ist. Beispielsweise eignen sich ein Pfropfen oder eine Platte, deren Geometrie an den Querschnitt des Abtauwasserkanals so angepasst ist, dass der Abtauwasserkanal mit ihnen verschließbar ist und die aus einem beliebigen wasserlöslichen Material gefertigt sind. Vorzugsweise umfasst das Kanalverschlussmittel eine Substanz, die biologisches Wachstum verhindert, beispielsweise ein Salz, Gel oder eine Flüssigkeit. Dadurch kann, insbesondere wenn das Kanalverschlussmittel nach dem Auflösen im Wasser ein biologisches Wachstum fördert, ein solches Wachstum durch die Substanz verringert oder sogar vermieden werden. Da das Kanalverschlussmittel die Substanz umfasst, wird die Substanz erst aktiviert, wenn das biologische Wachstum aufgrund des sich auflösenden Kanalverschlussmittels tatsächlich verhindert werden muss. Das Kanalverschlussmittel umfasst die Substanz beispielsweise in Tablettenform, wobei die Tabletten beispielsweise im Kanalverschlussmittel eingeschweißt sind, oder sie ist in jedweder anderen Form im Kanalverschlussmittel integriert. Die Substanz ist besonders bevorzugt wasserlöslich, so dass sie mit dem Wasser abführbar ist.
Das Kanalverschlussmittel kann auch einen Compositeaufbau aufweisen, wobei beispielsweise die Substanz einen Teil des Kanalverschlussmittels bildet.
Weiterhin bevorzugt ist die Substanz getrennt von der Folie im Abtauwasserkanal vorgesehen, beispielsweise in Fließrichtung des Abtauwassers vor und/oder hinter der Folie und/oder zusätzlich in die Folie integriert. Ebenso bevorzugt bildet die Substanz das Kanalverschlussmittel oder sie ist ein zusätzliches den Abtauwasserkanal zeitweise verschließendes Kanalverschlussmittel.
Die Aufgabe wird weiterhin gelöst mit einem Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes, wobei der Abtauwasserkanal ein erfindungsgemäßes Kanalverschlussmittel zum Verschließen des Abtauwasserkanals umfasst. Ein solcher Abtauwasserkanal ist mit dem Kanalverschlussmittel verschlossen, bis dieses mit Wasser in Kontakt gerät und sich dadurch auflöst. Sobald sich das Kanalverschlussmittel auflöst, kann der Abtauwasserkanal vom Abtauwasser durchflössen werden und nach außerhalb des Kühlgerätes abfließen.
Bevorzugt ist das Kanalverschlussmittel im Abtauwasserkanal im wesentlichen quer zur Fließrichtung des Abtauwassers angeordnet. Dabei ist die Außengeometrie des Kanalverschlussmittels im wesentlichen kongruent der Innengeometrie des Abtauwasserkanals, so dass das Kanalverschlussmittel den Abtauwasserkanal zuverlässig abdichtet, solange es sich nicht durch den Kontakt mit Wasser auflöst. Die Größe des benötigten Kanalverschlussmittels ist daher im Wesentlichen durch die Größe des Abtauwasserkanals bestimmt, so dass das Kanalverschlussmittel klein und kostengünstig gestaltbar ist. Es kommen beliebige Querschnitte für den Abtauwasserkanal in Betracht, bevorzugt sind jedoch ein runder, viereckiger oder ovaler Querschnitt.
Vorzugsweise umfasst der Abtauwasserkanal einen Siphon, wobei das Kanalverschlussmittel in Fließrichtung des Abtauwassers hinter dem Siphon angeordnet ist. Beim Enteisen des Verdampfers des Kühlgerätes wird daher zuerst der Siphon mit Abtauwasser gefüllt. Erst danach gerät das Kanalverschlussmittel in Kontakt mit dem Wasser und löst sich auf. Da der Siphon bereits mit Abtauwasser gefüllt ist, kann auch nach dem Auflösen des Kanalverschlussmittels keine Umgebungsluft mehr durch den Abtauwasserkanal zum Verdampfer fließen. Besonders bevorzugt ist das Kanalverschlussmittel so im Abtauwasserkanal angeordnet, dass es sich vollständig auflöst, beispielsweise indem es entlang seiner gesamten dem Wasser zugewandten Fläche mit dem Wasser in Kontakt gerät.
Weiterhin bevorzugt ist die Substanz zur Verhinderung des biologischen Wachstums insbesondere zusätzlich in Fließrichtung des Abtauwassers vor dem Siphon angeordnet. Die Substanz kann beispielsweise in Tablettenform oder in jedweder anderen Form im Abtauwasserkanal angeordnet sein, beispielsweise als Salz, Gel oder Flüssigkeit und beispielsweise in Form eines Päckchens. Alternativ oder zusätzlich kann das Kanalverschlussmittel ebenfalls die Substanz umfassen.
Die Aufgabe wird weiterhin gelöst mit einem Kühlgerät, insbesondere einem NoFrost Kühlgerät, wobei das Kühlgerät einen erfindungsgemäßen Abtauwasserkanal umfasst. Bei einem solchen Kühlgerät ist ein kritisches Abtauen des Verdampfers und des Abtauwasserkanals vor Inbetriebnahme des Kühlgerätes unnötig, da keine Umgebungsluft und auch keine Feuchtigkeit durch den Abtauwasserkanal zum Verdampfer strömen kann. Das Anschließen des Kühlgerätes ist daher einfach und kostengünstig.
Bei dem Kühlgerät besteht auch die Gefahr eines Zuwachsens einer einseitig luftundurchlässigen Membran gar nicht, da das Kanalverschlussmittel sich auflöst, sobald es in Kontakt mit Wasser gerät. Sofern das Kanalverschlussmittel selbst das biologische Wachstum fördert, wird dies verhindert, indem im Abtauwasserkanal und/oder im Kanalverschlussmittel selbst eine das biologische Wachstum verhindernde Substanz angeordnet wird bzw. umfasst ist. Die im Kanalverschlussmittel umfasste Substanz wird erst zu dem Zeitpunkt aktiviert, wenn sich das Kanalverschlussmittel auflöst. Eine Aktivierung während der Lagerung des Kühlgerätes oder seinem Transport wird daher sicher vermieden, so dass die das biologische Wachstum verhindernde Wirkung sicher bis zum Auflösezeitpunkt des Kanalverschlussmittels erhalten bleibt.
Im folgenden wird die Erfindung durch Figuren beschrieben. Die Figuren sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einem Abtauwasserkanal eines
Kühlgerätes,
Fig. 2 zeigt schematisch eine weitere Ausführungsform eines Abtauwasserkanals eines Kühlgerätes sowie einen an den Abtauwasserkanal angeschlossenen Verdampfer.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einem Abtauwasserkanal 2 eines Kühlgerätes. In einem insbesondere separaten Rohrteil 3 des Abwasserkanals 2 ist ein Kanalverschlussmittel 1 angeordnet, dass den Abtauwasserkanal 2 gegen Eindringen von Umgebungsluft und -Feuchtigkeit verschließt, bis es in Kontakt mit Wasser gerät und sich auflöst. Das Kanalverschlussmittel 1 umfasst eine das biologische Wachstum verhindernde Substanz 4, hier in Tablettenform, die in das Kanalverschlussmittel 1 so integriert ist, dass die Tablette erst in Kontakt mit Wasser gerät, wenn sich das Kanalverschlussmittel 1 auflöst. Daher tritt die Wirkung der Tablette erst ein, wenn sich das Kanalverschlussmittel 1 auflöst und wenn, sofern das Auflösen des Kanalverschlussmittels 1 ein biologisches Wachstum fördert, die Wirkung der Substanz 4 auch benötigt wird. Die Pfeile zeigen schematisch die Fließrichtung F des Abtauwassers. Der Abtauwasserkanal 2 weist einen im wesentlichen ovalen Querschnitt auf, so dass auch das Kanalverschlussmittel 1 einen ovalen Querschnitt aufweist und der Außenumfang des Kanalverschlussmittels 1 entspricht dem Innenumfang des Abtauwasserkanals 2. Daher dichtet das Kanalverschlussmittel 1 den Abtauwasserkanal 2 vor gegen die Fließrichtung F in den Abtauwasserkanal einströmende Umgebungsluft und -Feuchtigkeit ab, so dass keine Umgebungsluft oder -Feuchtigkeit durch den Abtauwasserkanal 2 gegen die Fließrichtung F zum Verdampfer 6 (s. Fig. 2) strömen und diesen vereisen kann.
Fig. 2 zeigt schematisch eine weitere Ausführungsform eines Abtauwasserkanals 2 eines Kühlgerätes sowie einen Verdampfer 6, an den der Abtauwasserkanal 2 angeschlossen ist. Ein solcher Verdampfer 6 ist beispielsweise an der innenraumseitigen Rückwand eines Kühlgerätes, beispielsweise eines Kühl- oder Gefrierschranks oder einer Kühltruhe, angeordnet oder beispielsweise unterhalb der Fächer oder Schubladen eines Kühl- oder Gefrierschranks. Oder die Rückwand oder das Fach bilden den Verdampfer 6. Im Betrieb des Kühlgerätes vereist die am Verdampfer 6 kondensierte Feuchtigkeit aus dem Kühlgerätinnenraum. Durch zeitweiliges Aufwärmen des Verdampfers 6 taut die Feuchtigkeit ab und fließt als Abtauwasser durch den Abtauwasserkanal 2 in Fließrichtung F nach außerhalb des Kühlgerätes. Der Abtauwasserkanal 2 weist einen U-förmigen Siphon 5 auf. In Fließrichtung F des Abtauwassers hinter dem Siphon 5 ist das Kanalverschlussmittel 1 angeordnet, so dass es erst nach Auffüllen des Siphons 5 mit dem Abtauwasser in Kontakt gerät und sich auflöst. Daher kann zu keiner Zeit Umgebungsluft oder -Feuchtigkeit durch den Abtauwasserkanal 2 gegen die Fließrichtung F zum Verdampfer 6 strömen und diesen vereisen. Außerdem ist im Siphon eine Tablette mit einer das biologische Wachstum verhindernden Substanz 4 angeordnet.
Bezugszeichenliste
1 Kanalverschlussmittel
2 Abtauwasserkanal
3 Rohrteil des Abtauwasserkanals
4 Substanz zur Verhinderung des biologischen Wachstums
5 Siphon
6 Verdampfer
F Fließrichtung des Abtauwassers
