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Title:
CHARGING STATION FOR PROVIDING ELECTRICAL ENERGY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/081250
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a charging station (100) for providing electrical energy for an electrically operable vehicle (101) of a user via a charging cable (103), said charging station comprising: a charging connector (105) in a housing (107), wherein the charging connector (105) can be electrically connected to the charging cable (103) in order to obtain electrical energy; a communication interface (109), at least part of which is located in the housing (107) and is designed to wirelessly read authorisation information of the user from an information carrier (111); a processor (113) which is designed to determine, on the basis of the read authorisation information, whether the user is authorised to obtain electrical energy; and a release device (115) which is designed to electrically release the charging station (100) upon determining that the user is authorised, allowing the authorised user to obtain electrical energy.

Inventors:
ROSE, Markus (Alte-Rothe-Strasse 7, Schlangen, 33189, DE)
SANDER, Christian (Am Loehlberg 5, Doerentrup, 32694, DE)
WASMUTH, Ulrich (Am Hilligenbusch 14, Paderborn, 33098, DE)
Application Number:
EP2018/078057
Publication Date:
May 02, 2019
Filing Date:
October 15, 2018
Export Citation:
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Assignee:
PHOENIX CONTACT E-MOBILITY GMBH (Hainbergstr. 2, Schieder-Schwalenberg, 32816, DE)
International Classes:
B60L53/16
Domestic Patent References:
WO2012095225A12012-07-19
WO2007141543A22007-12-13
Foreign References:
EP3203592A22017-08-09
US20090177580A12009-07-09
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PATENTSHIP PATENTANWALTSGESELLSCHAFT MBH (Elsenheimerstraße 65, München, 80687, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1 . Ladesäule (100) zur Bereitstellung elektrischer Energie für ein elektrisch betreibbares Fahrzeug (101 ) eines Benutzers über ein Ladekabel (103), mit: einem Ladeverbinder (105) in einem Gehäuse (107), wobei der Ladeverbinder (105) elektrisch mit dem Ladekabel (103) zum Bezug elektrischer Energie verbindbar ist; einer Kommunikationsschnittstelle (109), welche zumindest teilweise in dem Gehäuse (107) angeordnet und ausgebildet ist, eine Autorisierungsinformation des Benutzers aus einem Informationsträger (1 1 1 ) drahtlos auszulesen; einem Prozessor (1 13), welcher ausgebildet ist, die Autorisierung des Benutzers für den Bezug elektrischer Energie auf der Basis der ausgelesenen Autorisierungsinformation festzustellen; und einer Freigabeeinrichtung (1 15), welche ausgebildet ist, die Ladesäule (100) bei festgestellter Autorisierung des Benutzers für den Bezug elektrischer Energie durch den autorisierten Benutzer elektrisch freizugeben.

2. Ladesäule (100) nach Anspruch 1 , wobei die Freigabeeinrichtung (1 15) ausgebildet ist, den Ladeverbinder (105) bei festgestellter Autorisierung des Benutzers elektrisch mit einem Energieversorgungsnetz für den Bezug elektrischer Energie zu verbinden.

3. Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Gehäuse (107) eine Abdeckung (1 17), insbesondere eine verriegelbare und schwenkbare Klappe, zum Verschluss des Ladeverbinders (105) aufweist, wobei die Freigabeeinrichtung (1 15) ausgebildet ist, die Abdeckung (1 17) bei festgestellter Autorisierung des Benutzers zu entriegeln, um den Ladeverbinder (105) für die Verbindung mit dem Ladekabel (103) freizugeben.

4. Ladesäule (100) nach Anspruch 3, wobei die Freigabeeinrichtung (1 15) einen Verriegelungsaktuator (1 19) zur Verriegelung oder Entriegelung der Abdeckung (1 17) aufweist, und wobei der Verriegelungsaktuator (1 19) ausgebildet ist, die Abdeckung (1 17) zu entriegeln, um den Ladeverbinder (105) für die Verbindung mit dem Ladekabel (103) freizugeben.

5. Ladesäule (100) nach Anspruch 4, wobei die Freigabeeinrichtung (1 15) einen Verriegelungsbolzen (121 ) aufweist, welcher durch den Verriegelungsaktuator (1 19) zum Verriegeln oder zum Entriegeln der Abdeckung (1 17) bewegbar ist, wobei der Verriegelungsbolzen (121 ) zur Verriegelung der Abdeckung (1 17) in eine Verriegelungsaufnahme der Abdeckung (1 17) eingreift.

6. Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche 3 bis 5, wobei die Abdeckung (1 17) durch eine Feder federbelastet ist und bei Abzug des Ladekabels (103) aus dem Ladeverbinder (105) die Abdeckung (1 17) schließt.

7. Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche 3 bis 5, wobei die Abdeckung (1 17) einen elektrischen Kontakt aufweist, welcher bei geschlossener Abdeckung (1 17) einen anderen elektrischen Kontakt des Gehäuses (107) kontaktiert, und wobei die Freigabeeinrichtung (1 15) ausgebildet ist, die Abdeckung (1 17), insbesondere mittels eines Verriegelungsaktuators (1 19), zu verriegeln, falls der elektrische Kontakt den weiteren elektrischen Kontakt elektrisch kontaktiert.

8. Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kommunikationsschnittstelle (109) eine Kommunikationsantenne (123) aufweist, welche in dem Gehäuse (107), insbesondere in einer den Ladeverbinder (105) verschließbaren Abdeckung (1 17), angeordnet oder eingebettet ist.

9. Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kommunikationsschnittstelle (109) eine Nahfeld-Kommunikationsschnittstelle oder eine RFID- Kommunikationsschnittstelle ist, welche ausgebildet ist, die Autorisierungsinformation aktiv aus dem Informationsträger (1 1 1 ) über ein elektromagnetisches Feld auszulesen.

10. Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Informationsträger (1 1 1 ), insbesondere ein Smartphone, eine Kommunikationsschnittstelle (125) aufweist, wobei die Kommunikationsschnittstelle (109) der Ladesäule (100) ausgebildet ist, die Autorisierungsinformation des Benutzers über die Kommunikationsschnittstelle (125) des Informationsträgers (1 1 1 ) aus dem Informationsträger (1 1 1 ) auszulesen.

1 1 . Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kommunikationsschnittstelle (109) ausgebildet ist, ein elektromagnetisches Feld zum Aktivieren des Informationsträgers (1 1 1 ) für das Auslesen der Autorisierungsinformation, zu erzeugen.

12. Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Prozessor (1 13) ausgebildet ist, die Autorisierungsinformation oder eine aus der Autorisierungsinformation ableitbare Information, insbesondere einen Hash-Wert, mit einer Referenzinformation zu vergleichen, um den Benutzer zu autorisieren, und die Autorisierung des Benutzers bei einer Übereinstimmung der Autorisierungsinformation oder der aus der Autorisierungsinformation ableitbaren Information mit der Referenzinformation festzustellen.

13. Ladesäule (100) nach Anspruch 12, wobei die Referenzinformation eine in der Ladesäule (100) vorgespeicherte Referenzinformation ist, oder wobei die Ladesäule (100) ausgebildet ist, die Referenzinformation von einem entfernten Informationsserver abzurufen.

14. Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, welche ferner eine weitere Kommunikationsschnittstelle (201 ) aufweist, welche ausgebildet ist, die ausgelesene Autorisierungsinformation zur Autorisierung des Benutzers an einen entfernten Autorisierungsserver (205) über ein Kommunikationsnetzwerk (203), insbesondere über ein drahtloses oder drahtgebundenes Kommunikationsnetzwerk (203), auszusenden, und, ansprechend auf das Aussenden der Autorisierungsinformation, von dem entfernten Autorisierungsserver (205) eine Autorisierungsnachricht zu empfangen, und wobei der Prozessor (1 13) ausgebildet ist, den Benutzer zu autorisieren, falls die Autorisierungsnachricht die Autorisierung des Benutzers anzeigt.

15. Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Prozessor (1 13) ausgebildet ist, den Benutzer bei fehlgeschlagener Autorisierung nicht zu autorisieren, und/oder wobei die Freigabeeinrichtung (1 15) ausgebildet ist, die Ladesäule (100) bei fehlgeschlagener Autorisierung des Benutzers für den Bezug elektrischer Energie durch den autorisierten Benutzer elektrisch nicht freizugeben, insbesondere den Ladeverbinder (105) gesperrt zu belassen.

16. Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die ausgelesene Autorisierungsinformation zumindest ein Datum, insbesondere einen Namen oder eine Identifikationsangabe oder eine Identifikationsnummer oder einen Code aufweist, welches dem Benutzer zugeordnet ist.

17. Ladesäule (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Ladeverbinder (105) einen Ladestecker oder eine Ladebuchse aufweist.

Description:
Ladesäule zur Bereitstellung elektrischer Energie

Die Offenbarung betrifft eine Ladesäule zur Bereitstellung elektrischer Energie für ein elektrisch betreibbares Fahrzeug eines Benutzers über ein Ladekabel.

Typischerweise werden für das Aufladen eines elektrischen Energiespeichers in einem elektrisch betreibbaren Fahrzeug Ladesäulen verwendet, welche über ein Ladekabel steckbar mit dem elektrisch betreibbaren Fahrzeug verbindbar sind. Um einen Energiefluss von der Ladesäule zu dem elektrisch betreibbaren Fahrzeug zu realisieren, kann an der Ladesäule eine Autorisierung des Benutzers des elektrisch betreibbaren Fahrzeugs zum Bezug von elektrischer Energie durch Übertragen einer Autorisierungsinformation zu der Ladesäule durchgeführt werden.

Die Autorisierungsinformation kann auf einem tragbaren Informationsträger, insbesondere einer Chipkarte gespeichert sein und von einer Autorisierungsschnittstelle der Ladestation ausgelesen werden. Diese Autorisierungsschnittstelle ist typischerweise ein Bestandteil einer Benutzerschnittstelle, welche gegenüber einer Ladeschnittstelle, insbesondere gegenüber einer Ladebuchse oder einem Ladestecker der Ladesäule beabstandet angeordnet ist. Diese Anordnung weist jedoch den Nachteil auf, dass es für einen Bezug von elektrischer Energie von der Ladesäule notwendig sein kann, dass der Benutzer sowohl mit der Benutzerschnittstelle als auch mit der Ladeschnittstelle interagiert. Insbesondere kann zuerst eine Autorisierung an der Benutzerschnittstelle erfolgen, um eine Freigabe der Ladesäule zu bewirken, um anschließend eine elektrische Verbindung mit dem elektrisch antreibbaren Fahrzeug herzustellen.

Weiterhin kann eine separate Ausführung der Benutzerschnittstelle und der Ladeschnittstelle den Herstellungsaufwand der Ladesäule in nachteiliger weise erhöhen. Es kann erforderlich sein, dass der Benutzer die Autorisierung an der Benutzerschnittstelle und das Einstecken eines Ladesteckers in das elektrisch betreibbare Fahrzeug oder die Ladesäule durchführt. Diese zwei Aktionen weisen den Nachteil auf, dass sie räumlich getrennt durchzuführen sein können, sodass die Benutzung der Ladesäule einen erhöhten Handlungsbedarf des Benutzers erfordern kann.

Es ist die Aufgabe des Gegenstands der vorliegenden Offenbarung eine verbesserte Ladesäule zur effizienteren Bereitstellung elektrischer Energie für ein elektrisch betreibbares Fahrzeug bereitzustellen. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Offenbarung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung sowie der beigefügten Zeichnungen.

Die Offenbarung basiert auf der Erkenntnis, dass die obige Aufgabe durch eine Ladesäule gelöst werden kann, welche eine in einen Ladeverbinder, insbesondere in eine Ladebuchse integrierte Kommunikationsschnittstelle aufweist. Der Ladeverbinder kann von dem Benutzer mit dem elektrisch antreibbaren Fahrzeug über ein Ladekabel verbunden werden, wobei an dem Ladeverbinder eine Autorisierung des Benutzers über die Kommunikationsschnittstelle durchführbar ist.

Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die Offenbarung eine Ladesäule zur Bereitstellung elektrischer Energie für ein elektrisch betreibbares Fahrzeug eines Benutzers über ein Ladekabel. Die Ladesäule umfasst einen Ladeverbinder in einem Gehäuse, wobei der Ladeverbinder elektrisch mit dem Ladekabel zum Bezug elektrischer Energie verbindbar ist, und eine Kommunikationsschnittstelle, welche zumindest teilweise in dem Gehäuse angeordnet und ausgebildet ist, eine Autorisierungsinformation des Benutzers aus einem Informationsträger drahtlos auszulesen. Weiterhin umfasst die Ladesäule einen Prozessor, welcher ausgebildet ist, die Autorisierung des Benutzers für den Bezug elektrischer Energie auf der Basis der ausgelesenen Autorisierungsinformation festzustellen, und eine Freigabeeinrichtung, welche ausgebildet ist, die Ladesäule bei festgestellter Autorisierung des Benutzers für den Bezug elektrischer Energie durch den autorisierten Benutzer elektrisch freizugeben.

Die Ladesäule kann ausgebildet sein, elektrische Energie von einem Versorgungsnetzanschluss zu einem Energiespeicher, vorzugsweise einem elektrischen Energiespeicher in dem elektrisch betreibbaren Fahrzeug zu transportieren. Konfigurationsparameter, insbesondere eine Stromstärke, Spannung und/oder Frequenz eines elektrischen Ladestroms, welcher von der Ladesäule zu dem elektrisch betreibbaren Fahrzeug fließt, können in der Autorisierungsinformation enthalten sein. Ferner kann in den Autorisierungsinformationen eine Ladestromkennlinie festlegt sein, welche über die Zeitdauer eines Ladevorgangs, bei welchem der elektrische Ladestrom von der Ladesäule zu dem elektrisch betreibbaren Fahrzeug fließt, die zuvor genannten Parameter des elektrischen Ladestroms oder deren zeitlichen Verlauf festlegen kann.

Die Kommunikationsschnittstelle kann beispielsweise eine Radiofrequenzidentifikations- (RFID)-Schnittstelle nach dem Standard ISO/IEC 14443 oder ISO/IEC 18000-3 sein. Weiterhin kann die Kommunikationsschnittstelle eine Nahfeldkommunikations-(NFC)-Schnittstelle nach dem Standard ISO/1 EC 14443 oder ISO/IEC 18092 sein. Andere drahtlose Kommunikationstechnologien, welche zur Kommunikation mit der Kommunikationsschnittstelle genutzt werden können, umfassen Bluetooth, ZigBee (IEEE 802.15.4), Wireless LAN (IEEE 802.1 1 ), WiMAX (IEEE 802.16), 5G, UMTS, Ultra-Wideband (UWB), DECT und IrDA. Die Kommunikationsschnittstelle kann eine direkte Verbindung mit dem Informationsträger aufbauen oder über ein Kommunikationsnetzwerk mit dem Informationsträger kommunizieren.

In einer Ausführungsform ist die Freigabeeinrichtung ausgebildet, den Ladeverbinder bei festgestellter Autorisierung des Benutzers elektrisch mit einem Energieversorgungsnetz für den Bezug elektrischer Energie zu verbinden.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass ein unbefugter Zugriff auf die Ladesäule und insbesondere ein unbefugter Energiebezug über den Ladeverbinder unterbunden werden kann. Solange der Ladeverbinder von dem Energieversorgungsnetz getrennt ist, kann keine elektrische Energie über den Ladeverbinder transportiert werden. Dies kann weiterhin den Ladeverbinder vor unbefugter Manipulation schützen, da über den Ladeverbinder eine Verbindung zu dem Energieversorgungsnetz nicht autorisierbar respektive herstellbar sein kann und die Verbindung zu dem Energieversorgungsnetz in der Ladesäule realisiert sein kann.

In einer Ausführungsform ist weist das Gehäuse eine Abdeckung, insbesondere eine verriegelbare und schwenkbare Klappe, zum Verschluss des Ladeverbinders auf, wobei die Freigabeeinrichtung ausgebildet ist, die Abdeckung bei festgestellter Autorisierung des Benutzers zu entriegeln, um den Ladeverbinder für die Verbindung mit dem Ladekabel freizugeben.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass der durch die Abdeckung verschlossene oder zumindest verdeckte Ladeverbinder vor unbefugtem Zugriff und/oder vor äußeren Einflüssen, insbesondere vor Verschmutzungen oder Feuchtigkeit geschützt sein kann. Eine schwenkbare Ausbildung der Abdeckung erreicht den Vorteil, dass die Abdeckung fest mit dem Ladeverbinder verbunden sein kann und ein Entfernen der Abdeckung unterbunden sein kann. Ferner kann durch den Schwenkmechanismus eine dauerhaft gleichbleibende Ausrichtung der Klappe zu dem Ladeverbinder realisiert sein, sodass eine manuelle Ausrichtung der Klappe zu dem Ladeverbinder nicht notwendig sein kann. Die Abdeckung kann einen Schutz nach einer der Schutzarten IP1 1 bis IP69K, einschließlich eines Schutzes vor Berührung, dem Eindringen von Wasser und/oder Staub realisieren und/oder eine Wärmeisolierung bilden. In einer Ausführungsform weist die Freigabeeinrichtung einen Verriegelungsaktuator zur Verriegelung oder Entriegelung der Abdeckung auf, und der Verriegelungsaktuator ist ausgebildet, die Abdeckung zu entriegeln, um den Ladeverbinder für die Verbindung mit dem Ladekabel freizugeben.

Der Verriegelungsaktuator zur Entriegelung oder Verriegelung der Abdeckung kann durch einen elektromechanischen Verschluss realisiert sein, wobei eine mechanische Verriegelung respektive Entriegelung durch ein elektromagnetisches Signal ausgelöst werden kann. Das Entriegeln der Abdeckung kann dem Benutzer signalisieren, dass die Ladesäule den Benutzer anhand der Autorisierungsinformation zum Bezug von elektrischer Energie über die Ladesäule autorisiert hat. Der Ladeverbinder kann eine Ladebuchse oder ein Ladestecker sein, welche von der Abdeckung verdeckt und/oder verriegelt werden kann, um ein Verbinden mit dem Ladekabel bei geöffneter und entriegelter Abdeckung zu realisieren. Der Verriegelungsaktuator kann ausgebildet sein bei einer Unterbrechung der Stromversorgung des Verriegelungsaktuator die Abdeckung zu entriegeln oder zu verriegeln, um beispielsweise bei einem Ausfall der Versorgungsenergie der Ladesäule ein Trennen der Verbindung des Ladekabels mit dem Ladeverbinder zu unterbinden.

In einer Ausführungsform weist die Freigabeeinrichtung einen Verriegelungsbolzen auf, welcher durch den Vernegelungsaktuator zum Verriegeln oder zum Entriegeln der Abdeckung bewegbar ist, wobei der Verriegelungsbolzen zur Verriegelung der Abdeckung in eine Verriegelungsaufnahme der Abdeckung eingreift.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Abdeckung mechanisch verriegelt und/oder entriegelt sein kann und in dem verriegelten respektive entriegelten Zustand ein elektromagnetisches Signal oder eine Krafteinwirkung des Verriegelungsaktuators nicht notwendig sein kann, um den verriegelten und/oder entriegelten Zustand aufrechtzuerhalten. Insbesondere kann ein Entriegeln und/oder Verriegeln durch eine Unterbrechung der Energieversorgung des Verriegelungsaktuators nicht ausgelöst werden. Der Verriegelungsaktuator kann in einem Gehäuse des Ladeverbinders oder angeordnet sein und über den Ladeverbinder respektive über eine Steuerleitung des Ladeverbinders mit elektrischer Energie versorgt werden. Weiterhin kann ein elektrisches Signal zur Verriegelung und/oder Entriegelung der Abdeckung über die Steuerleitung an den Verriegelungsaktuator gesendet werden. Der Verriegelungsbolzen kann insbesondere ausgebildet sein, eine Verriegelung des Ladeverbinders mit der Abdeckung unter mechanischer Krafteinwirkung aufrechtzuerhalten. Der Verriegelungsbolzen kann aus einem Metall und/oder aus einem Kunststoff, insbesondere aus dem gleichen Material der Abdeckung oder des Gehäuses des Ladeverbinders gefertigt sein.

Ferner kann der Verriegelungsbolzen in eine Aufnahme in der Abdeckung und/oder dem Gehäuse des Ladeverbinders eingreifen, um eine verriegelte Verbindung zwischen dem Gehäuse des Ladeverbinders und der Abdeckung zu realisieren. Diese verriegelte Verbindung kann insbesondere eine kraftschlüssige und/oder formschlüssige Verbindung sein.

Das Eingreifen des Verriegelungsbolzens in die Aufnahme kann durch ein Verschieben des Verriegelungsbolzens realisiert sein. Die zur Entriegelung und/oder Verriegelung notwendige Verschiebedistanz kann ausreichend groß sein, um ein Entriegeln und/oder ein Verriegeln durch Vibrationen oder andere zufällige Krafteinwirkungen zu unterbinden.

In einer Ausführungsform ist die Abdeckung durch eine Feder federbelastet und schließt bei Abzug des Ladekabels aus dem Ladeverbinder die Abdeckung.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass ein separates Schließen der Abdeckung nach Abzug des Ladekabels, insbesondere ein manuelles Schließen durch den Benutzer nicht notwendig sein kann. Dies kann die Effizienz und den Bedienkomfort des Anschlusses des Ladekabels an die Ladesäule erhöhen und die Wahrscheinlichkeit eines Bedienfehlers reduzieren, da das Verschließen des Ladeverbinders durch die Abdeckung keine Interaktion des Benutzers erfordern kann.

Die Feder kann eine mit einem zunehmenden Öffnungswinkel zwischen dem Ladeverbinder und der Abdeckung zunehmende, abnehmende oder gleichbleibende Rückstellkraft ausüben. Ist die Rückstell kraft maximal bei kleinen Öffnungswinkeln kann beispielsweise ein dichtender Abschluss zwischen dem Ladeverbinder und der Abdeckung realisiert sein und mit abnehmender Rückstellkraft bei größeren Öffnungswinkeln, die nach einem initialen Öffnen durch einen Benutzer aufzubringende Kraft vorteilhaft reduziert sein. Ist die Rückstellkraft maximal bei großen Öffnungswinkeln, kann die Beschleunigung der Schließbewegung der Abdeckung in Richtung des Ladeverbinders vorteilhaft erhöht sein, sodass die benötigte Zeit für den Schließvorgang reduziert sein kann. Ist die Rückstellkraft unabhängig von dem Öffnungswinkel kann die Abdeckung vorteilhaft mit einer Dämpfung kombiniert werden, um ein langsames und/oder gleichförmiges Schließen der Abdeckung zu realisieren. Dies kann insbesondere die Wahrscheinlichkeit eines Einklemmens von Gegenständen, insbesondere dem Ladekabel oder Fingern des Benutzers unterbinden.

Die Feder kann ein Schließen oder ein Öffnen der Abdeckung bewirken. Ist die Feder ausgebildet die Abdeckung zu öffnen, kann nach einem Entriegeln der Abdeckung durch den Verriegelungsaktuator die Abdeckung automatisch geöffnet werden und der Ladeverbinder zum Anschluss des Ladekabeins für den Benutzer freigegeben werden. Dadurch kann vorteilhafter Weise ein manuelles Öffnen der Abdeckung durch den Benutzer entfallen. Ein Schließen der Abdeckung durch den Benutzer kann der Ladesäule einen Abschluss des Energiebezugs durch den Benutzer signalisieren, sodass die Ladestation für einen neuen Ladeprozess, insbesondere mit einem weiteren Benutzer nutzbar ist.

In einer Ausführungsform weist die Abdeckung einen elektrischen Kontakt auf, welcher bei geschlossener Abdeckung einen anderen elektrischen Kontakt des Gehäuses kontaktiert, wobei die Freigabeeinrichtung ausgebildet ist, die Abdeckung, insbesondere mittels eines Verriegelungsaktuators, zu verriegeln, falls der elektrische Kontakt den weiteren elektrischen Kontakt elektrisch kontaktiert.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass eine abschließende Position der Abdeckung auf dem Ladeverbinder überwacht und/oder erkannt werden kann. Eine Verriegelung oder Entriegelung der Abdeckung kann beispielsweise in Abhängigkeit von dem Erkennen der Position der Abdeckung realisiert sein. Insbesondere kann ein Auslösen der Verriegelung oder Entriegelung durch den Verriegelungsaktuator unterbunden werden, falls die Abdeckung sich nicht in einer für die Verriegelung oder Entriegelung notwendigen Position befindet.

In einer Ausführungsform weist die Kommunikationsschnittstelle eine Kommunikationsantenne auf, welche in dem Gehäuse, insbesondere in einer den Ladeverbinder verschließbaren Abdeckung, angeordnet oder eingebettet ist.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass eine Kommunikationsverbindung über die Kommunikationsschnittstelle effizienter hergestellt werden kann. Die Kommunikationsantenne kann insbesondere ausgebildet sein, den Signal-Rausch-Abstand einer Kommunikationsverbindung zwischen der Kommunikationsschnittstelle und einem Informationsträger, welcher Autorisierungsdaten vorhält, vorteilhaft verringern. Ferner erreicht die Anordnung der Kommunikationsantenne in der Abdeckung eine vorteilhafte Ausrichtung der Kommunikationsantenne zu einer weiteren Kommunikationsschnittstelle, insbesondere einer Kommunikationsschnittstelle des Informationsträgers. Das Zustandekommen der Kommunikationsverbindung kann abhängig von einem Abstand zwischen der Kommunikationsantenne und dem Informationsträger sein, wobei dieser Abstand durch die Anordnung der Kommunikationsantenne in der Abdeckung vorteilhaft verringert sein kann. Die Abdeckung kann für den Benutzer zugänglich angeordnet sein, sodass der Benutzer den Informationsträger insbesondere ohne zusätzlichen Aufwand und/oder ohne zusätzliche Handlungsschritte in einem ausreichend geringen Abstand in der Nähe der Kommunikationsantenne respektive der Abdeckung platzieren kann, um eine Kommunikationsverbindung zwischen der Kommunikationsschnittstelle und dem Informationsträger zu realisieren.

In einer Ausführungsform ist die Kommunikationsschnittstelle eine Nahfeld- Kommunikationsschnittstelle oder eine RFID-Kommunikationsschnittstelle, welche ausgebildet ist, die Autorisierungsinformation aktiv aus dem Informationsträger über ein elektromagnetisches Feld auszulesen.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Reichweite der Kommunikationsschnittstelle begrenzt sein kann, sodass ein Zugriff auf die Ladesäule nur im näheren Umfeld, welches insbesondere überwacht und/oder zugangsbeschränkt sein kann, ermöglicht werden kann. Weiterhin kann durch das aktive Auslesen der Autorisierungsinformation aus dem Informationsträger eine Energieversorgung, insbesondere eine externe Energieversorgung oder eine in den Informationsträger integrierte Energieversorgung, entfallen. Das Auslesen über ein elektromagnetisches Feld kann insbesondere kontaktlos erfolgen, sodass weder ein Berührungskontakt noch ein leitungsgebundener elektrischer Kontakt zwischen dem Informationsträger und der Ladesäule bestehen kann.

In einer Ausführungsform weist der Informationsträger, insbesondere ein Smartphone, eine Kommunikationsschnittstelle auf, wobei die Kommunikationsschnittstelle der Ladesäule ausgebildet ist, die Autorisierungsinformation des Benutzers über die Kommunikationsschnittstelle des Informationsträgers aus dem Informationsträger auszulesen.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass eine Kommunikationsverbindung mittels der Kommunikationsschnittstelle der Ladesäule und der Kommunikationsschnittstelle des Informationsträgers hergestellt werden kann, um die Autorisierungsinformation des Benutzers der Ladesäule bereitzustellen. Vorteilhafterweise ist der Informationsträger ein Smartphone oder eine Chipkarte mit einer NFC-Schnittstelle, wobei das Smartphone eine zusätzliche Chipkarte ersetzen kann. In einer Ausführungsform ist die Kommunikationsschnittstelle ausgebildet, ein elektromagnetisches Feld zum Aktivieren des Informationsträgers für das Auslesen der Autonsierungsinformation, zu erzeugen.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass der Informationsträger einen aktiven und einen inaktiven Betriebszustand aufweisen kann. Der aktive Betriebszustand des Informationsträgers kann durch eine Energieversorgung des Informationsträgers über eine bestehende Kommunikationsverbindung oder eine in den Informationsträger integrierte Energiequelle und die Möglichkeit eines Auslesens der Autorisierungsinformationen aus dem Informationsträger gekennzeichnet sein. In dem passiven Betriebszustand des Informationsträgers ist die Autonsierungsinformation erhalten und kann durch einen Wechsel in den aktiven Betriebszustand aus dem Informationsträger ausgelesen werden. Der passive Betriebszustand kann sich von dem aktiven Betriebszustand durch einen geringeren Verbrauch von elektrischer Energie unterscheiden, insbesondere verbraucht der Informationsträger in dem passiven Betriebszustand keine elektrische Energie. Ebenso kann die Kommunikationsschnittstelle der Ladestation einen aktiven Betriebszustand und einen passiven Betriebszustand mit einem im Vergleich zu aktiven Betriebszustand geringeren Verbrauch an elektrischer Energie aufweisen.

Eine Aktivierung des Informationsträgers über das elektromagnetische Feld kann eine berührungslose Aktivierung des Informationsträgers realisieren, wobei das elektromagnetische Feld den Informationsträger zumindest teilweise durchsetzen kann.

In einer Ausführungsform ist der Prozessor ausgebildet, die Autonsierungsinformation oder eine aus der Autonsierungsinformation ableitbare Information, insbesondere einen Hash-Wert, mit einer Referenzinformation zu vergleichen, um den Benutzer zu autorisieren, und die Autorisierung des Benutzers bei einer Übereinstimmung der Autonsierungsinformation oder der aus der Autonsierungsinformation ableitbaren Information mit der Referenzinformation festzustellen.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Autonsierungsinformation durch den Prozessor überprüft und/oder abgeglichen werden kann, um eine Freigabe für den Bezug von elektrischer Energie zu ermöglichen. Die Möglichkeit einer Autorisierung über einen der Ladesäule vorliegenden Hash-Wert kann vorteilhafterweise eine Pseudonymisierung und/oder Anonymisierung des Benutzers der Ladesäule realisieren, sodass der Ladesäule insbesondere ohne personengebundenen Daten über den Benutzer der Ladesäule eine Freigabe realisieren kann.

Der Informationsträger kann der Ladesäule eine aus der Autorisierungsinformation ableitbare Information bereitstellen, welche der Prozessor mit einer Referenzinformation vergleichen kann. Dadurch kann bereits bei der Übertragung der Autorisierungsinformationen von dem Informationsträger zu der Ladesäule eine Übertragung von nicht pseudonymisierten oder anonymisierten Daten unterbunden sein.

In einer Ausführungsform ist die Referenzinformation eine in der Ladesäule vorgespeicherte Referenzinformation, oder die Ladesäule ist ausgebildet, die Referenzinformation von einem entfernten Informationsserver abzurufen.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass der Ladesäule die Referenzinformation bereitgestellt werden kann, auf dessen Basis eine Autorisierung des Benutzers realisiert sein kann. Ein lokales Vorhalten der Referenzinformation in der Ladesäule realisiert den Vorteil, dass die Autorisierung schnell erfolgen kann und insbesondere nur von der Verarbeitungszeit des Prozessors zeitlich abhängig sein kann. Für den Benutzer der Ladesäule kann eine Autorisierung daher als zeitgleich mit dem Heranführen des Informationsträgers wahrgenommen werden. Die Referenzinformation kann in einem Speicher der Ladesäule gespeichert sein und dem Prozessor zum Abgleich der Autorisierungsinformation bereitgestellt sein. Vorteilhafterweise kann eine Kommunikation mit einer externen Datenbank, beispielsweise einem entfernten Informationsserver zum Abgleich der lokal gespeicherten Referenzinformationen erfolgen. Eine Autorisierung auf Basis der lokal gespeicherten Referenzinformationen kann ohne eine Kommunikationsverbindung zu einer externen Datenbank realisiert sein.

Ein Abrufen der Referenzinformation von einem entfernten Informationsserver kann ferner den Vorteil realisieren, dass die Referenzinformation nicht lokal in der Ladesäule gespeichert wird und entsprechend kein Speicher für die Referenzinformation vorgesehen sein kann, sodass der Herstellungsaufwand für die Ladesäule vorteilhaft reduziert sein kann. Weiterhin kann ein Abrufen der Referenzinformationen bei jedem Autorisierungsvorgang den Vorteil erreichen, dass stets aktuelle Referenzinformationen zur Autorisierung des Benutzers vorliegen. Insbesondere Änderungen der Referenzinformationen können dadurch effizient und unabhängig von Aktualisierungsintervallen der Ladesäule bereitgestellt sein. In einer Ausführungsform weist die Ladesäule ferner eine weitere Kommunikationsschnittstelle auf, welche ausgebildet ist, die ausgelesene Autorisierungsinformation zur Autorisierung des Benutzers an einen entfernten Autonsierungsserver über ein Kommunikationsnetzwerk, insbesondere über ein drahtloses oder drahtgebundenes Kommunikationsnetzwerk, auszusenden, und, ansprechend auf das Aussenden der Autorisierungsinformation, von dem entfernten Autonsierungsserver eine Autorisierungsnachricht zu empfangen, und wobei der Prozessor ausgebildet ist, den Benutzer zu autorisieren, falls die Autorisierungsnachricht die Autorisierung des Benutzers anzeigt.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass eine Kommunikationsverbindung zwischen dem entfernten Autonsierungsserver und der weiteren Kommunikationsschnittstelle der Ladesäule nur während einer aktiven Autorisierung eines Benutzers an der Ladesäule besteht, sodass außerhalb des Zeitintervalls der aktiven Autorisierung eine Kommunikationsverbindung nicht bestehen kann, um den Energiebedarf der Ladesäule und das Volumen an Kommunikationsverbindungen respektive Kommunikationsnachrichten zu dem entfernten Autonsierungsserver vorteilhaft zu reduzieren. Das Kommunikationsnetzwerk kann beispielsweise ein Wireless-LAN-, WiMAX-, 5G-, UMTS- oder Ethernet-Netzwerk sein.

In einer Ausführungsform ist der Prozessor ausgebildet, den Benutzer bei fehlgeschlagener Autorisierung nicht zu autorisieren, und/oder die Freigabeeinrichtung ist ausgebildet, die Ladesäule bei fehlgeschlagener Autorisierung des Benutzers für den Bezug elektrischer Energie durch den autorisierten Benutzer elektrisch nicht freizugeben, insbesondere den Ladeverbinder gesperrt zu belassen.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass ein unbefugter Zugriff auf die Ladesäule unterbunden werden kann. Eine Autorisierung kann aufgrund von ungültigen oder nicht lesbaren Autorisierungsinformationen fehlschlagen. Elektrische Energie kann über die Ladesäule ausschließlich bei erfolgreicher Autorisierung des Benutzers bezogen werden.

Um die Freigabeeinrichtung vor Missbrauch zu schützen, kann eine vorbestimmte Anzahl von fehlgeschlagenen Autorisierungen zulässig sein. Bei Erreichen der vorbestimmten Anzahl, kann die Freigabeeinrichtung weitere Autorisierungsversuche unterbinden. Beispielsweise kann die Kommunikationsschnittstelle für ein vorbestimmtes Zeitintervall abgeschaltet werden.

Die Freigabeeinrichtung kann einen Notfallbetriebsmodus aufweisen, welcher eine Abgabe von elektrischer Energie auch nach einer fehlgeschlagenen Autorisierung ermöglicht. In dem Notfallbetriebsmodus kann die abgegebene Energiemenge beschränkt sein und/oder ein Zahlungsmittel kann über die Kommunikationsschnittstelle erfasst werden, um den Energiebezug dem Benutzer in Rechnung zu stellen.

In einer Ausführungsform weist die ausgelesene Autorisierungsinformation zumindest ein Datum, insbesondere einen Namen oder eine Identifikationsangabe oder eine Identifikationsnummer oder einen Code auf, welches dem Benutzer zugeordnet ist.

Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass der Benutzer der Ladesäule anhand des Datums identifiziert werden kann, um eine Freigabe für den Bezug von elektrischer Energie zu ermöglichen und/oder dem Benutzer die Benutzung respektive den Bezug von elektrischer Energie in Rechnung zu stellen.

Die Verwendung einer Identifikationsangabe oder einer Identifikationsnummer oder eines Codes kann genutzt werden, um den Benutzer gegenüber der Ladesäule oder dem Ladesäulenbetreiber zu pseudonymisieren oder zu anonymisieren. Eine Verknüpfung des Datums mit personenbezogenen Daten kann beispielsweise in dem Autonsierungsserver und/oder dem Informationsserver realisiert sein, um eine personenbezogene Abrechnung des Energiebezugs zu realisieren.

In einer Ausführungsform weist der Ladeverbinder einen Ladestecker oder eine Ladebuchse auf.

Mit dem Ladestecker des Ladeverbinders kann ein Ladekabel verbunden werden, welches eine Ladebuchse aufweist und mit der Ladebuchse des Ladeverbinders kann ein Ladekabel verbunden werden, welches einen Ladestecker aufweist. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass ein Ladekabel, welches einen Ladestecker und eine Ladebuchse aufweist richtungsgebunden mit der Ladesäule verbunden sein kann.

Das Ladekabel kann beispielsweise unidirektional ausgebildet sein, sodass ein Energiefluss durch das Ladekabel in einer vorbestimmten Richtung vorgesehen ist. Durch eine entsprechende asymmetrische Ausbildung des Kabels, kann eine Verwechslung der Kabelenden durch den Benutzer unterbunden werden.

Weitere Ausführungsbeispiele der Offenbarung werden Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: eine Ladesäule in einer Ausführungsform; und Fig. 2 eine Freigabeeinrichtung in einer Ausführungsform.

Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung der Ladesäule 100 zur Bereitstellung elektrischer Energie für ein elektrisch betreibbares Fahrzeug 101 eines Benutzers über ein Ladekabel 103. Die Ladesäule 100 umfasst einen Ladeverbinder 105 in einem Gehäuse 107, wobei der Ladeverbinder 105 elektrisch mit dem Ladekabel 103 zum Bezug elektrischer Energie verbindbar ist und eine Kommunikationsschnittstelle 109, welche zumindest teilweise in dem Gehäuse 107 angeordnet und ausgebildet ist, eine Autorisierungsinformation des Benutzers aus einem Informationsträger 1 1 1 drahtlos auszulesen. Weiterhin umfasst die Ladestation 100 einen Prozessor 1 13, welcher ausgebildet ist, die Autorisierung des Benutzers für den Bezug elektrischer Energie auf der Basis der ausgelesenen Autorisierungsinformation festzustellen und eine Freigabeeinrichtung 1 15, welche ausgebildet ist, die Ladesäule 100 bei festgestellter Autorisierung des Benutzers für den Bezug elektrischer Energie durch den autorisierten Benutzer elektrisch freizugeben.

Der Ladeverbinder 105 ist in dem Gehäuse 107 angeordnet und der Ladeverbinder 105 und das Gehäuse 107 bilden einen Verbund, welcher eine Abdeckung 1 17, einen Verriegelungsaktuator 1 19, eine Ladeschnittstelle 127, eine Verbindungsplatte 129 und eine Halterungsplatte 131 umfassen, welche in einer explosionsartigen Detailansicht in Fig. 1 gezeigt sind. Die Abdeckung 1 17 bedeckt den Ladeverbinder 105, insbesondere die Ladeschnittstelle 127. Die Verbindungsplatte 129 ist zur Aufnahme der Ladeschnittstelle 127 und der Abdeckung 1 17 ausgebildet und realisiert die Verbindung zwischen der Ladeschnittstelle 127 und der Halterungsplatte 131 . Mit der Halterungsplatte 131 ist der Ladeverbinder 105 in der Ladesäule 100 befestigbar. Der Verriegelungsaktuator 1 19 ist hinter der Halterungsplatte 131 angeordnet und die Ladeschnittstelle 127 durchsetzt die Halterungsplatte 131 , sodass elektrische Kontakte der Ladeschnittstelle 127 und elektrische Kontakte des Verriegelungsaktuators 1 19 innerhalb der Ladesäule 100 angeordnet sind und so insbesondere vor manuellem Zugriff und äußeren Einflüssen geschützt sind.

Der Verriegelungsbolzen 121 ist gemäß der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform ein Kipphebel, welcher durch den Verriegelungsaktuator 1 19 rotierbar ist. Durch eine Bewegung, insbesondere eine Rotationsbewegung kann der Verriegelungsbolzen 121 in eine die Abdeckung 1 17 verriegelnde Position und/oder in eine die Abdeckung 1 17 entriegelnde Position bewegt werden. Das elektrisch betreibbare Fahrzeug 101 kann einen Energiespeicher aufweisen, welcher über eine elektrische Verbindung mit der Ladesäule 100 mittels des Ladekabels 103 geladen werden kann. Das Ladekabel 103 kann über einen weiteren Ladeverbinder, welcher an dem elektrisch betreibbaren Fahrzeug 101 angeordnet ist, mit dem elektrisch betreibbaren Fahrzeug 101 verbunden werden.

Die Freigabeeinrichtung 1 15 ist ausgebildet, den Ladeverbinder 105 bei festgestellter Autorisierung des Benutzers elektrisch mit einem Energieversorgungsnetz für den Bezug elektrischer Energie zu verbinden. Die Ladesäule 100 kann einen Energieversorgungsnetzanschluss aufweisen, um elektrische Energie über das Ladekabel 103 zu dem elektrisch betreibbaren Fahrzeug 101 zu transportieren.

Die Abdeckung 1 17 ist eine verriegelbare und schwenkbare Klappe zum Verschluss des Ladeverbinders 105 und die Freigabeeinrichtung 1 15 ist ausgebildet, die Abdeckung 1 17 bei festgestellter Autorisierung des Benutzers zu entriegeln, um den Ladeverbinder 105 für die Verbindung mit dem Ladekabel 103 freizugeben. Die Freigabeeinrichtung 1 15 weist einen Verriegelungsbolzen 121 auf, welcher durch den Verriegelungsaktuator 1 19 zum Verriegeln oder zum Entriegeln der Abdeckung 1 17 bewegbar ist und zur Verriegelung der Abdeckung 1 17 in eine Verriegelungsaufnahme der Abdeckung 1 17 eingreift.

Die Abdeckung 1 17 ist durch eine Feder federbelastet, sodass bei Abzug des Ladekabels 103 aus dem Ladeverbinder 105 die Abdeckung 1 17 schließt. Die Feder kann in einer Lagerung der Abdeckung 1 17 angeordnet sein, wobei die Lagerung die Abdeckung 1 17 schwenkbar mit dem Gehäuse 107 verbindet.

Die Kommunikationsschnittstelle 109 weist eine Kommunikationsantenne 123 auf, welche in dem Gehäuse 107, insbesondere in der den Ladeverbinder 105 verschließenden Abdeckung 1 17 angeordnet ist. Die Kommunikationsantenne 123 kann in die Abdeckung 1 17 eingelassen sein, um vor äußeren Kraft- und/oder Witterungseinwirkungen geschützt zu sein. Die Kommunikationsschnittstelle 109 ist eine Nahfeld-Kommunikationsschnittstelle, insbesondere nach dem NFC-Standard, welche ausgebildet ist, die Autonsierungsinformation aktiv aus dem Informationsträger 1 1 1 über ein elektromagnetisches Feld auszulesen. Der Informationsträger 1 1 1 , insbesondere ein Smartphone, weist eine Kommunikationsschnittstelle 125 auf, wobei die Kommunikationsschnittstelle 109 der Ladesäule 100 ausgebildet ist, die Autonsierungsinformation des Benutzers über die Kommunikationsschnittstelle 125 des Informationsträgers 1 1 1 aus dem Informationsträger 1 1 1 auszulesen. Die Kommunikationsschnittstelle 109 ist ausgebildet, ein elektromagnetisches Feld zum Aktivieren des Informationsträgers 1 1 1 für das Auslesen der Autorisierungsinformation, zu erzeugen.

Der Informationsträger 1 1 1 umfasst einen Informationsspeicher 133, in welchem die Autorisierungsinformationen speicherbar sind. Der Informationsspeicher ist über die Kommunikationsschnittstelle 125 des Informationsträgers 1 1 1 auslesbar.

Der Prozessor 1 13 ist ausgebildet, die Autorisierungsinformation oder eine aus der Autorisierungsinformation ableitbare Information, insbesondere einen Hash-Wert, mit einer Referenzinformation zu vergleichen, um den Benutzer zu autorisieren, und die Autorisierung des Benutzers bei einer Übereinstimmung der Autorisierungsinformation oder der aus der Autorisierungsinformation ableitbaren Information mit der Referenzinformation festzustellen.

Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung der Ladesäule 100 zur Bereitstellung elektrischer Energie für ein elektrisch betreibbares Fahrzeug 101 eines Benutzers über ein Ladekabel 103. Die Ladesäule 100 umfasst einen Ladeverbinder 105 in einem Gehäuse 107, wobei der Ladeverbinder 105 elektrisch mit dem Ladekabel 103 zum Bezug elektrischer Energie verbindbar ist und eine Kommunikationsschnittstelle 109, welche zumindest teilweise in dem Gehäuse 107 angeordnet und ausgebildet ist, eine Autorisierungsinformation des Benutzers aus einem Informationsträger 1 1 1 drahtlos auszulesen. Weiterhin umfasst die Ladestation 100 einen Prozessor 1 13, welcher ausgebildet ist, die Autorisierung des Benutzers für den Bezug elektrischer Energie auf der Basis der ausgelesenen Autorisierungsinformation festzustellen und eine Freigabeeinrichtung 1 15, welche ausgebildet ist, die Ladesäule 100 bei festgestellter Autorisierung des Benutzers für den Bezug elektrischer Energie durch den autorisierten Benutzer elektrisch freizugeben.

Zusätzlich weist die Ladesäule 100 eine weitere Kommunikationsschnittstelle 201 auf, welche ausgebildet ist, die ausgelesene Autorisierungsinformation zur Autorisierung des Benutzers an einen entfernten Autorisierungsserver 205 über ein Kommunikationsnetzwerk 203, insbesondere über ein drahtloses oder drahtgebundenes Kommunikationsnetzwerk, auszusenden, und, ansprechend auf das Aussenden der Autorisierungsinformation, von dem entfernten Autorisierungsserver 205 eine Autorisierungsnachricht zu empfangen. Der Prozessor 1 13 ist ausgebildet, den Benutzer zu autorisieren, falls die Autorisierungsnachricht die Autorisierung des Benutzers anzeigt.

Der Ladeverbinder 105 ist mit dem Verriegelungsaktuator 1 19, der Kommunikationsschnittstelle 109 und dem Verriegelungsbolzen 1 13 in einer Detailvergrößerung der Fig. 2 gezeigt. Der Ladeverbinder 105 umfasst 7 Kontakte, welche in zwei Gruppen unterteilt sind. Eine erste Gruppe von 5 Kontakten mit einem im Vergleich zu den Kontakten der weiteren Gruppe größeren Leitungsquerschnitt können zur Energieübertragung genutzt werden. Die weitere Gruppe bestehend aus zwei Kontakten kann zur Steuerung des Ladevorgangs mittels einer Übertragung von Steuersignalen genutzt werden.

Ferner ist der Prozessor 1 13 ausgebildet, den Benutzer bei fehlgeschlagener Autorisierung nicht zu autorisieren und/oder die Freigabeeinrichtung 1 15 ist ausgebildet, die Ladesäule 100 bei fehlgeschlagener Autorisierung des Benutzers für den Bezug elektrischer Energie durch den autorisierten Benutzer elektrisch nicht freizugeben, insbesondere den Ladeverbinder 105 gesperrt zu belassen. Die Freigabeeinrichtung 1 15 kann auch bei erfolgreicher Autorisierung des Benutzers eine Freigabe der Ladesäule 100 unterbinden. Dies ist insbesondere vorteilhaft, falls andere Parameter einen Bezug von elektrischer Energie durch den Benutzer trotz erfolgreicher Autorisierung unterbinden. Dies kann beispielsweise eine Unterbrechung der Energieversorgung der Ladesäule 100, ein abgelaufenes Ladeguthaben oder Zahlungsmittel des Benutzers, eine behördliche Sperre des Benutzers oder eine Abweichung von dem regulären Betriebszustand der Ladesäule 100 sein.

Die ausgelesene Autorisierungsinformation weist zumindest ein Datum, insbesondere einen Namen oder eine Identifikationsangabe oder eine Identifikationsnummer oder einen Code auf, welches dem Benutzer zugeordnet ist. Die Freigabe der Abdeckung 1 17 kann dem Benutzer als Bestätigung einer erfolgreichen Autorisierung anhand der Autorisierungsinformation dienen, sodass keine weitere Bestätigung der Autorisierung notwendig sein kann. Der Ladeverbinder 105 weist eine Ladebuchse auf, in welche ein Ladekabel 103 mit einem Ladestecker einsteckbar ist.

Bezugszeichenliste

Ladesäule

Elektrisch betreibbares Fahrzeug

Ladekabel

Ladeverbinder

Gehäuse

Kommunikationsschnittstelle

Informationsträger

Prozessor

Freigabeeinrichtung

Abdeckung

Verriegelungsaktuator

Verriegelungsbolzen

Kommunikationsantenne

Kommunikationsschnittstelle

Ladeschnittstelle

Verbindungsplatte

Halterungsplatte

Informationsspeicher

Kommunikationsschnittstelle

Kommunikationsnetzwerk

Autorisierungsserver