Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
CHARGING SYSTEM FOR AN ENERGY STORE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/013414
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a charging system comprising an energy store for storing electric energy and a charger to be connected in a three phase manner for charging the energy store from a three-phase supply network, wherein the charger has a power factor correction filter and the direct voltage output by the charger lies above the peak voltage of the supply network, and wherein the input voltage of the energy store lies in the range of the direct voltage output by the charger, wherein said charging system further comprises means for charging the energy store from a state of deep discharge to a state in which the charger can be used to carry out further charging.

Inventors:
KOMMA, Thomas (Dr. Otto-Bössner-Weg 7A, Ottobrunn, 85521, DE)
RUPP, Jürgen (In der Reuth 105, Erlangen, 91056, DE)
SCHLERETH, Armin (Buchenweg 31, Baiersdorf, 91083, DE)
VÖLKEL, Stefan (Böhmlach 19, Erlangen, 91058, DE)
Application Number:
EP2011/059887
Publication Date:
February 02, 2012
Filing Date:
June 15, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
KOMMA, Thomas (Dr. Otto-Bössner-Weg 7A, Ottobrunn, 85521, DE)
RUPP, Jürgen (In der Reuth 105, Erlangen, 91056, DE)
SCHLERETH, Armin (Buchenweg 31, Baiersdorf, 91083, DE)
VÖLKEL, Stefan (Böhmlach 19, Erlangen, 91058, DE)
International Classes:
H02J7/02
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Ladesystem, aufweisend:

- einen Energiespeicher (7) zur Speicherung elektrischer

Energie,

- ein dreiphasig anzuschließendes Ladegerät (6) zur Aufladung des Energiespeichers (7) aus einem dreiphasigen Versorgungsnetz, wobei das Ladegerät (6) einen Leistungsfaktorkorrekturfilter aufweist und die durch das Ladegerät (6) ausgegebene Gleichspannung über der Scheitelspannung des

Versorgungsnetzes liegt, und wobei die Eingangsspannung des Energiespeichers (7) im Bereich der vom Ladegerät (6) aus¬ gegebenen Gleichspannung liegt,

- mit Mitteln (10, 20...23, 30, 31, 40, 41) zur Aufladung des Energiespeichers (7) aus einem Zustand tiefer Entladung in einen Zustand, in dem das Ladegerät (6) verwendbar ist, ei¬ ne weitere Aufladung durchzuführen.

2. Ladesystem gemäß Anspruch 1, bei dem die Mittel (10, 20...23, 30, 31, 40, 41) zur Aufladung ausgestaltet sind, ei¬ ne Gleichspannung unterhalb der Scheitelspannung des Versorgungsnetzes an den Energiespeicher (7) zu liefern.

3. Ladesystem gemäß Anspruch 1 oder 2, bei dem die Mittel (10, 20...23, 30, 31, 40, 41) zur Aufladung als einphasig an das Versorgungsnetz angeschlossenes Hilfsladegerät (10) aus¬ gestaltet sind, wobei das Hilfsladegerät (10) ausgangsseitig mit den Eingangsanschlüssen (8, 9) des Energiespeichers (7) verbunden sind.

4. Ladesystem gemäß Anspruch 1 oder 2, das einen Zwischen- kreiskondensator (23) zwischen dem Energiespeicher (7) und dem Ladegerät (6) umfasst und bei dem die Mittel (10,

20...23, 30, 31, 40, 41) zur Aufladung einen Tiefsetzsteller (20) zwischen dem Energiespeicher (7) und dem Zwischenkreis- kondensator (23) umfassen sowie Schaltmittel (22) zur elekt¬ rischen Überbrückung des Tiefsetzstellers.

5. Ladesystem gemäß Anspruch 1 oder 2, derart ausgestaltet, dass zur Aufladung des Energiespeichers (7) aus einem Zustand tiefer Entladung für wenigstens einen der Eingänge des Lade¬ geräts (6) die Verbindung mit der entsprechenden Phase

(1...3) des Versorgungsnetzes auftrennbar und eine Verbindung mit dem Neutralleiter (4) des Versorgungsnetzes herstellbar ist .

6. Ladesystem gemäß Anspruch 5, bei dem für wenigstens einen der Eingänge des Ladegeräts (6) ein Strombegrenzungswiderstand (41), der insbesondere durch ein Schaltmittel (40) überbrückbar ist, vorgesehen ist.

7. Verfahren zur Ladung eines Energiespeichers (7) zur Spei- cherung elektrischer Energie aus einem Zustand tiefer Entladung, wobei die Eingangsspannung des Energiespeichers (7) durch den Zustand tiefer Entladung abgesenkt ist, bei dem

- eine an die reduzierte Eingangsspannung des Energiespei¬ chers (7) angepasste Gleichspannung an den Eingängen (8, 9) des Energiespeichers (7) angelegt wird, und der Energie¬ speicher (7) in der Folge dadurch geladen wird, bis seine Eingansspannung einen festlegbaren Schwellwert erreicht,

- eine weitere Ladung des Energiespeichers (7) durch ein dreiphasig anzuschließendes Ladegerät (6) zur Aufladung des Energiespeichers (7) aus einem dreiphasigen Versorgungsnetz vorgenommen wird, wobei ein Leistungsfaktorkorrekturfilter verwendet wird und durch das Ladegerät (6) eine Gleichspan¬ nung größer als die Scheitelspannung des Versorgungsnetzes ausgegeben wird und diese Gleichspannung an die Eingänge (8, 9) des Energiespeichers (7) angelegt wird.

8. Verfahren gemäß Anspruch 7, bei dem die angepasste Gleichspannung durch ein einphasig angeschlossenes Hilfsladegerät (10) erzeugt wird.

9. Verfahren gemäß Anspruch 7, bei dem ein Zwischenkreiskon- densator (23) zwischen dem Energiespeicher (7) und dem Ladegerät (6) verwendet wird und die angepasste Gleichspannung durch einen Tiefsetzsteller (20) zwischen dem Energiespeicher (7) und dem Zwischenkreiskondensator (23) erzeugt wird, wobei der Tiefsetzsteller (20) elektrisch überbrückt wird, wenn die Eingansspannung des Energiespeichers (7) den Schwellwert er- reicht.

10. Verfahren gemäß Anspruch 7, bei dem zur Aufladung des Energiespeichers (7) aus einem Zustand tiefer Entladung für wenigstens einen der Eingänge des Ladegeräts (6) die Verbin- dung mit der entsprechenden Phase (1...3) des Versorgungsnet¬ zes aufgetrennt wird und eine Verbindung mit dem Neutrallei¬ ter (4) des Versorgungsnetzes hergestellt wird.

Description:
Beschreibung

Ladesystem für einen Energiespeicher Die Erfindung betrifft ein Ladesystem für einen Energiespeicher zur Speicherung elektrischer Energie, insbesondere zur Verwendung in elektrisch betriebenen Fahrzeugen.

Für elektrisch betriebene Fahrzeuge mit Energiespeicher (= Akkumulator, Batterie) ist eine Vorrichtung zum Aufladen dieses Speichers nötig. Für zukünftige elektrisch betriebene Fahrzeuge werden die Energiespeicher sehr große Energiemengen aufnehmen können, um für die elektrisch betriebenen Fahrzeuge eine akzeptable Reichweite zur Verfügung zu stellen.

Um diese großen Energiemengen wiederum in einer akzeptablen Zeit in den Energiespeicher laden zu können, ist eine im Vergleich zu heutigen Leistungen in privaten Haushalten hohe Ladeleistung erforderlich. Dafür werden bevorzugt leistungsfä- hige, geregelte Gleichrichter mit Leistungsfaktorkorrekturfilter (Power Factor Control, PFC) verwendet. Dieses Verfah ¬ ren setzt bei üblicher Realisierung mit rückwärts nichtsper- renden Halbleitern voraus, dass die Spannung des Gleichspannungszwischenkreises höher als die Scheitelspannung des spei- senden Versorgungsnetzes ist. Für den Gesamtwirkungsgrad ist es dann wiederum vorteilhaft, eine Auslegung des Energiespei ¬ chers auf ein Spannungsniveau über der Scheitelspannung des Versorgungsnetzes vorzunehmen. Dadurch entfällt die Notwen ¬ digkeit zusätzlicher Elektronik zwischen dem Gleichrichter und dem Energiespeicher.

Nachteilig ist dabei, dass die Ladevorrichtung nicht genutzt werden kann, wenn die Batteriespannung z.B. bei einer Tiefentladung unter die Scheitelspannung fällt. Dann würden sehr hohe Ströme durch die antiparallelen Dioden fließen und diese ggf. zerstören. Eine in der beschriebenen Weise tief entladene Batterie kann beispielsweise mit einem externen Hilfs-Ladegerät wieder so ¬ weit geladen werden, bis die Spannung hoch genug ist. Dann kann die Aufladung mit dem geregelten Gleichrichter fortge- setzt werden. Das ist aber je nach Aufbau des Fahrzeugs auf ¬ wändig und für den Nutzer eines elektrischen Fahrzeugs nicht praktikabel .

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Ladesystem an- zugeben, das den genannten Nachteil vermeidet, also insbesondere eine Aufladung auch aus einem Zustand der Tiefentladung heraus ermöglicht. Dabei soll insbesondere der Wirkungsgrad bei der Ladung des Energiespeichers im normalen Zustand nicht verschlechtert werden. Weiterhin soll ein Ladeverfahren für eine Ladung des Energiespeichers aus einem Zustand der Tief ¬ entladung heraus angegeben werden.

Diese Aufgabe wird durch ein Ladesystem mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Eine weitere Lösung besteht in dem Verfah- ren mit den Merkmalen von Anspruch 10. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.

Das erfindungsgemäße Ladesystem zur Aufladung eines Energie ¬ speichers zur Speicherung elektrischer Energie weist ein dreiphasig anzuschließendes Ladegerät zur Aufladung des Ener ¬ giespeichers aus einem dreiphasigen Versorgungsnetz auf. Das Ladegerät weist einen Leistungsfaktorkorrekturfilter auf.

Die durch das Ladegerät ausgegebene Gleichspannung liegt über der Scheitelspannung des Versorgungsnetzes und die Eingangs ¬ spannung des Energiespeichers wiederum im Bereich der vom Ladegerät ausgegebenen Gleichspannung. Der Energiespeicher, beispielsweise also Akkumulator bei einem elektrisch betrie ¬ benen Fahrzeug, ist bevorzugt ohne Umwege über spannungsan- passende Elektronik an das Ladegerät angeschlossen.

Zusätzlich sind erfindungsgemäß Mittel vorgesehen, die zu ei ¬ ner Aufladung des Energiespeichers aus einem Zustand tiefer Entladung dienen und ausgestaltet sind. Der Energiespeicher wird durch die Mittel in einen Zustand aufgeladen, in dem das Ladegerät verwendbar ist, eine weitere Aufladung durchzuführen. Der Zustand tiefer Entladung ist dabei ein Zustand, in dem die Eingangsspannung des Energiespeichers derart verrin ¬ gert ist, dass eine Aufladung mit dem Ladegerät nicht mehr ohne eine Schädigung der Elektronik möglich ist.

Für die Erfindung wurde erkannt, dass es vorteilhaft ist, dem Ladegerät, das zusammen mit dem Energiespeicher auf hohen

Wirkungsgrad bei hoher Leistung ausgelegt ist, das Mittel zur Hilfsaufladung zur Seite zu stellen. Dadurch wird erreicht, dass bei einer Tiefentladung des Energiespeichers dennoch ei ¬ ne Wiederaufladung ohne externe Hilfsmittel möglich ist. Bei einem Elektroauto beispielsweise ist auch bei tief entladenem Akku eine Wiederaufladung möglich, ohne dass dazu ein externes Hilfsladegerät bereit gestellt werden muss.

Die Mittel sind bevorzugt ausgestaltet, eine Gleichspannung unterhalb der Scheitelspannung des Versorgungsnetzes an den Energiespeicher zu liefern. Mit anderen Worten können die Mittel eine Spannung liefern, die niedriger ist als die Spannung, die das Ladegerät erzeugen kann. Die Spannung kann dadurch an die verringerte Eingangsspannung des Energiespei- chers angepasst werden. Hierdurch werden die bei der Aufla ¬ dung fließenden Ströme verringert und ein sicherer Ladebe ¬ trieb ermöglicht.

Bevorzugte, jedoch keinesfalls einschränkende Ausführungsbei spiele für die Erfindung werden nunmehr anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei sind die Merkmale schematisiert darge stellt und sich entsprechende Merkmale sind mit gleichen Be ¬ zugszeichen markiert. Dabei zeigen dabei im Einzelnen

Figur 1 ein Ladegerät mit einem einphasig angeschlossenen

Hilfsladegerät,

Figur 2 ein Ladegerät mit einem überbrückbaren Tiefsetzsteller als Hilfsladesystem, Figur 3 ein Ladegerät mit einer veränderbaren Anschluss an die Phasen des Versorgungsnetzes, und

Figur 4 ein Ladegerät mit einer veränderbaren Anschluss an die Phasen des Versorgungsnetzes mit zusätzlicher Strombegrenzung.

Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für ein Ladesys ¬ tem für einen Akkumulator 7. Figur 1 zeigt ein Niederspannungs-Versorgungsnetz, das drei Phasenleitungen 1, 2, 3 um- fasst. Weiterhin umfasst das Niederspannungs-Versorgungsnetz einen Neutralleiter 4 und den Schutzleiter 5.

Ein Ladegerät 6 ist an die drei Phasenleitungen 1, 2, 3 des Niederspannungs-Versorgungsnetzes angeschlossen. Das Ladege- rät 6 ist nur schematisiert dargestellt. Es weist einen Leis ¬ tungsfaktorkorrekturfilter auf. Es ist durch Anschlussleitungen 8, 9 direkt mit dem Akkumulator 7 verbunden.

Die durch das Ladegerät 6 ausgegebene Gleichspannung liegt über der Scheitelspannung des Versorgungsnetzes und die Ein ¬ gangsspannung des Akkumulators 7 wiederum im Bereich der vom Ladegerät 6 ausgegebenen Gleichspannung.

Zusätzlich ist im ersten Ausführungsbeispiel ein Hilfsladege- rät 10 vorgesehen. Dieses ist einphasig angeschlossen, also eingangsseitig mit der dritten Phasenleitung 3 und dem Neut ¬ ralleiter 4 verbunden. Ausgangsseitig ist das Hilfsladegerät 10 wie auch das Ladegerät mit den Anschlussleitungen 8, 9 verbunden. Das Hilfsladegerät 10 stellt im Bedarfsfall, d.h. bei tiefentladenem Akkumulator 7, eine Gleichspannung an den Anschlussleitungen 8, 9 zur Verfügung. Diese Gleichspannung ist geringer als die Gleichspannung, die vom Ladegerät 6 erzeugt werden kann. Das Ladegerät 6 weist eine in Figur 1 nicht gezeigte Steue ¬ rungseinrichtung auf, die beispielsweise die Schaltung der leistungselektronischen Schaltelemente im Gleichrichter des Ladegeräts steuert. Diese Steuerungseinrichtung steuert eben- falls das Hilfsladegerät 10. Die Steuerungseinrichtung kann beispielsweise Messeinrichtung zur Ermittlung der Spannung des Akkumulators 7 aufweisen. Fällt die Spannung des Akkumu ¬ lators 7 beispielsweise unter einen ersten festlegbaren

Schwellwert, so liegt eine Tiefentladung vor. In diesem Fall sorgt die Steuerung dafür, dass nicht das Ladegerät 6, son ¬ dern das Hilfsladegerät 10 eine Spannung auf die Anschluss ¬ leitungen 8, 9 aufprägt. Dadurch wird eine Aufladung des Akkumulators 7 vorgenommen. Erreicht die Spannung des Akkumula- tors 7 einen zweiten festlegbaren Schwellwert, der auch gleich dem ersten festlegbaren Schwellwert sein kann, schaltet die Steuerungseinrichtung das Hilfsladegerät 10 ab und das Ladegerät 6 ein. Die Aufladung wird dann durch das Lade ¬ gerät 6 mit erhöhter Leistung und besserem Wirkungsgrad als beim Hilfsladegerät 10 fortgesetzt.

Ein besonderer Vorteil ergibt sich bei der beschriebenen Ausführung, wenn gar kein dreiphasiger Netzanschluss zur Ladung zur Verfügung steht. In diesem Fall bewirkt die Steuerung, dass die Aufladung unabhängig vom Spannungsniveau des Akkumu ¬ lators 7 vom Hilfsladegerät 10 vorgenommen wird. Dieses ar ¬ beitet mit einem besseren Wirkungsgrad als das Ladegerät 6, wenn nur ein leistungsschwacher Netzanschluss zur Verfügung steht .

Eine weitere Möglichkeit der Implementierung zeigt ein zwei ¬ tes Ausführungsbeispiel, das in Figur 2 dargestellt ist. Im zweiten Ausführungsbeispiel sind die Komponenten des Nie ¬ derspannungs-Versorgungsnetzes, d.h. die Phasenleitungen 1...3, der Neutralleiter 4 und Schutzleiter 5 ebenfalls vorhanden. Daneben sind wieder das Ladegerät 6 und der Akkumula ¬ tor 7 vorhanden, die entsprechend dem ersten Ausführungsbei ¬ spiel angeschlossen sind. Das Hilfsladegerät 10 ist im zwei ¬ ten Ausführungsbeispiel nicht vorgesehen.

Im zweiten Ausführungsbeispiel ist parallel zum Akkumulator 7 ein Zwischenkreiskondensator 23 vorgesehen. In einer ersten der Verbindungsleitungen 8 zum Akkumulator 7 ist ein erster Schalter 22 vorgesehen zur Auftrennung dieser Verbindung. Weiterhin ist parallel zum ersten Schalter eine Reihenschal ¬ tung aus einem zweiten Schalter 21 und einem Tiefsetzsteller 20 angeordnet. Sowohl der erste Schalter 22 als auch die Rei- henschaltung sind dabei elektrisch zwischen dem Zwischen- kreiskondensator 23 und dem Akkumulator 7 angeordnet, d.h. die Verbindung des Akkumulator 7 und des Zwischenkreiskonden- sators 23 über die erste Verbindungsleitung 8 ist durch den ersten Schalter 22 auftrennbar.

Im zweiten Ausführungsbeispiel wird für eine Aufladung des Akkumulators 7 durch das Ladegerät, also in einem nicht tief ¬ entladenen Zustand, der erste Schalter 22 geschlossen und der zweite Schalter 21 geöffnet. Dadurch ist das Ladegerät 6 di- rekt mit dem Akkumulator 7 verbunden, wobei der Zwischen- kreiskondensator 23 parallel angeschlossen ist.

Im Falle einer Tiefentladung des Akkumulators 7 wird jedoch der erste Schalter 22 geöffnet und der zweite Schalter 21 ge- schlössen. In diesem ist also der Akkumulator 7 über den

Tiefsetzsteller 20 angeschlossen und wird über diesen geladen. Das Ladegerät 6 lädt in diesem Fall nur den Zwischen- kreiskondensator 23. Der Tiefsetzsteller 20 wird so gesteuert, dass die am Akkumulator 7 anliegende Spannung so gegen- über der normalen Ladespannung verringert ist, dass eine si ¬ chere Ladung stattfinden kann.

Wiederum steuert die Steuerungseinrichtung das Ladegerät und den ersten und zweiten Schalter 22, 21 sowie den Tiefsetz- steller 20. Wie auch beim ersten Ausführungsbeispiel ist es zweckmäßig, wenn die Steuerungseinrichtung die Spannung des Akkumulators 7 ermitteln kann. Fällt die Spannung des Akkumu ¬ lators 7 beispielsweise unter einen ersten festlegbaren

Schwellwert, so liegt eine Tiefentladung vor. In diesem Fall schaltet die Steuerungseinrichtung den ersten und zweiten

Schalter 22 so, dass der Tiefsetzsteller 20 mit dem Akkumulator 7 verbunden ist und steuert den Tiefsetzsteller 20 entsprechend an. Erreicht die Spannung des Akkumulators 7 einen zweiten festlegbaren Schwellwert, der auch gleich dem ersten festlegbaren Schwellwert sein kann, schaltet die Steuerungs ¬ einrichtung den Tiefsetzsteller 20 ab. Die Aufladung wird dann ohne Umweg über den Tiefsetzsteller 20 bei dann typi- scherweise besserem Wirkungsgrad fortgesetzt.

Eine weitere, von den ersten Ausführungsbeispielen verschiedene Variante wird anhand von Figur 3 gezeigt. In der dritten Variante sind die Komponenten des Niederspannungs-Versor- gungsnetzes, d.h. die Phasenleitungen 1...3, der Neutrallei ¬ ter 4 und Schutzleiter 5 ebenfalls vorhanden. Daneben sind wieder das Ladegerät 6 und der Akkumulator 7 vorhanden, die entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel angeschlossen sind .

In der dritten Variante ist bei wenigstens einem der Eingänge des Ladegeräts 6 die Verbindung mit der entsprechenden Phasenleitung 1...3 des Versorgungsnetzes auftrennbar und eine Verbindung mit dem Neutralleiter 4 des Versorgungsnetzes her- stellbar. Hierfür ist im dritten Ausführungsbeispiel eine erste Schalteinrichtung 30 vorgesehen, mit der die Verbindung aller Phasenleitungen 1...3 zum Ladegerät 6 gemeinsam unterbrechbar ist. Weiterhin ist für eine der Phasenleitungen 1...3, in diesem Beispiel die dritte Phasenleitung 3 eine Überbrückung der ersten Schalteinrichtung 30 vorgesehen. Eine andere der Phasenleitungen 1...3, in diesem Beispiel die zweite Phasenleitung 2, ist zusätzlich mit dem Neutralleiter 4 verbunden. Die Verbindung mit dem Neutralleiter 4 und die Überbrückung sind gemeinsam über eine zweite Schalteinrich- tung 31 auftrennbar. Dabei kann wegen der geringeren Leistung, die über die zweite Schalteinrichtung 31 läuft, diese kleiner ausgeführt werden als die erste Schalteinrichtung 30.

Im dritten Ausführungsbeispiel wird eine normale Aufladung des Akkumulators 7 vorgenommen, indem die erste Schalteinrichtung 30 die Verbindung des Ladegeräts 6 mit dem Versorgungsnetzwerk herstellt und die zweite Schalteinrichtung 31 ihre respektiven Verbindungen auftrennt. Im Fall der Tiefent- ladung des Akkumulators 7 wird der Schaltzustand der beiden Schalteinrichtungen 30, 31 umgedreht. In diesem Fall ist also der dreiphasige Anschluss des Ladegeräts 6 aufgehoben. Statt ¬ dessen ist ein einphasiger Anschluss des Ladegeräts 6 reali- siert. Durch die entsprechend erniedrigte Eingangsspannung kann auch auf den Anschlussleitungen 8, 9 eine um den Faktor 1,7 verringerte Spannung erzeugt werden. Hierdurch ist also eine Aufladung der Batterie ermöglicht, sofern die um den Faktor 1,7 verringerte Spannung als Ladespannung zulässig ist.

Die beschriebene Ausführung geht dabei davon aus, dass die einzelnen Kontakte der ersten Schalteinrichtung 30 nur zusammen geschaltet werden können. Sind die Kontakte dagegen ein- zeln schaltbar, kann einer der Kontakte an der Stelle der

Überbrückung verwendet werden. In diesem Fall kann die zweite Schalteinrichtung 31 ein- anstatt zweipolig ausgeführt wer ¬ den . Ein viertes Ausführungsbeispiel gibt eine Verbesserung des dritten Ausführungsbeispiels an. Das vierte Ausführungsbei ¬ spiel ist in Figur 4 dargestellt und umfasst die Komponenten des dritten Ausführungsbeispiels. Dabei wird wieder davon ausgegangen, dass die einzelnen Kontakte der ersten Schalt- einrichtung 30 nur zusammen geschaltet werden können.

Zusätzlich ist in der Überbrückung ein Strombegrenzungswiderstand 41 vorgesehen. Dieser ermöglicht eine Aufladung, auch wenn der Akkumulator 7 sehr tief entladen ist und daher seine Spannung auch deutlich unter die um den Faktor 1,7 verringerte Spannung gesunken ist. Zusätzlich ist in diesem Ausführungsbeispiel parallel zum Schaltkontakt der zweiten Schalt ¬ einrichtung 31 und dem Strombegrenzungswiderstand 41 eine dritte Schalteinrichtung 40 vorgesehen. Mithilfe der dritten Schalteinrichtung 40 ist wiederum der Strombegrenzungswiderstand 41 überbrückbar. Die Steuerungseinrichtung wird also im vierten Ausführungsbeispiel die Spannung des Akkumulators 7 ermitteln. Ist diese unter einem ersten Lade-Schwellwert, der zweckmäßig im Be ¬ reich der normalen Spannung des Akkumulators 7 geteilt durch 1,7 liegt, so wird eine Ladung vorgenommen, wobei die Kontak ¬ te der ersten und dritten Schalteinrichtung 30, 40 getrennt und die der zweiten Schalteinrichtung 31 verbunden sind. Es wird also eine Aufladung mit einphasigem des Ladegeräts 6 vorgenommen, wobei der maximal fließende Strom wird durch den Strombegrenzungswiderstand 41 soweit verringert wird, dass eine Beschädigung der elektronischen Komponenten vermieden wird. Steigt die Spannung des Akkumulators 7 über den ersten Lade-Schwellwert, so werden die Kontakte der dritten Schalt ¬ einrichtung 40 verbunden. Hierdurch ist eine Funktion wie im dritten Ausführungsbeispiel gegeben. Es wird also weiterhin eine Aufladung mit einphasigem des Ladegeräts 6 vorgenommen, wobei eine Strombegrenzung nicht mehr vorgesehen ist.

Übersteigt die Spannung des Akkumulators einen zweiten Lade- Schwellwert, so wird auf den normalen Lademodus umgeschaltet. Es werden also die Kontakte der ersten Schalteinrichtung 30 verbunden und die der zweiten und dritten Schalteinrichtung 31, 40 getrennt. In der Folge ist das Ladegerät also dreipha ¬ sig angeschlossen und kann mit vorgesehener Leistung und Wir- kungsgrad arbeiten.