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Title:
CHIRAL CYCLOPLATINIZED COMPLEXES, METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF AND THEIR USE IN MEDICINE AND CATALYSTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/077462
Kind Code:
A2
Abstract:
The present invention relates to a method for producing cycloplatinized platinum (II) complexes, platinum (II) complexes produced by said method, and the use thereof for treating tumor diseases and/or hemoblastosis.

Inventors:
ENGLERT, Ullrich (Rather Heide, Herzogenrath, 52134, DE)
BRAUN, Anca, Beatrice (Boxengraben 74-76, Aachen, 52074, DE)
Application Number:
EP2008/067452
Publication Date:
June 25, 2009
Filing Date:
December 12, 2008
Export Citation:
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Assignee:
RHEINISCH-WESTFÄLISCHE TECHNISCHE HOCHSCHULE AACHEN (Templergraben 55, Aachen, 52056, DE)
ENGLERT, Ullrich (Rather Heide, Herzogenrath, 52134, DE)
BRAUN, Anca, Beatrice (Boxengraben 74-76, Aachen, 52074, DE)
International Classes:
C07F15/00; A61K31/28; A61K31/555; A61P35/00
Attorney, Agent or Firm:
GRÖSCHEL, Andreas (Michalski Hüttermann & Partner, Neuer Zollhof 2, Düsseldorf, 40221, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Verfahren zur Herstellung von cycloplatinierten Platin(II)-Komplexen, in dem in einem ersten Verfahrensschritt mindestens eine Halogen-Platin(II)-Verbindung und/oder Pseudohalogen-Platin(II)-Verbindung mit Iodwasserstoffsäure umgesetzt wird und in einem zweiten Verfahrensschritt das Produkt aus dem ersten Verfahrensschritt mit mindestens einem primären oder sekundären oder tertiären Amin zu einem cycloplatinierten Platin(II)aminiod-Komplex umgesetzt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Verfahrensschritt das Produkt aus dem ersten Verfahrensschritt mit mindestens einem primären oder sekundären Amin zu einem cycloplatinierten Platin(II)aminiod-Komplex umgesetzt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Verfahrensschritt das Produkt aus dem ersten Verfahrensschritt mit mindestens einem primären Amin zu einem cycloplatinierten Platin(II)aminiod-Komplex umgesetzt wird.

4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein primäres oder sekundäres oder tertiäres Amin eingesetzt wird, in dem die Amingruppe über mindestens ein Kohlenstoffatom mit einer aromatischen Gruppe verbunden ist, welche mindestens ein Wasserstoffatom in orλo-Stellung zu der über ein oder mehrere Kohlenstoffatome an der aromatischen Gruppe gebundenen Amingruppe aufweist.

5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein primäres oder sekundäres oder tertiäres Amin eingesetzt wird, in dem die Amingruppe über mindestens ein chirales Kohlenstoffatom mit einer aromatischen Gruppe verbunden ist, welche mindestens ein Wasserstoffatom in orλo-Stellung zu der über ein oder mehrere Kohlenstoffatome an der aromatischen Gruppe gebundenen Amingruppe aufweist.

Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Halogen- Platin(II)-Verbindung eine Tetrahalogenoplatin(II)-Verbindung, beispielsweise eine Platin(II)- dihalogen-Verbindung und/oder eine Alkalitetrahalogenoplatin(II)-Verbindung und/oder eine Ammoniumtetrahalogenoplatin(II)-Verbindung, insbesondere Platindichlorid, Platindibromid, Platindiiodid, Lithiumtetrachloroplatinat, Natriumtetrachloroplatinat, Kaliumtetra- chloroplatinat, Rubidiumtetrachloroplatinat, Cäsiumtetrachloroplatinat, Ammonium- tetrachloroplatinat, Lithiumtetrabromoplatinat, Natriumtetrabromoplatinat, Kaliumtetra- bromoplatinat, Rubidiumtetrabromoplatinat, Cäsiumtetrabromoplatinat, Ammonium- tetrabromoplatinat, Lithiumtetraiodoplatinat, Natriumtetraiodoplatinat, Kaliumtetraiodoplatinat, Rubidiumtetraiodoplatinat, Cäsiumtetraiodoplatinat, Ammoniumtetraiodoplatinat, vorzugsweise Lithiumtetrachloroplatinat, Natriumtetrachloroplatinat, Kaliumtetrachloroplatinat und/oder Ammoniumtetrachloroplatinat, und/oder als eine Pseudohalogen-Platin(II)- Verbindung Platindicyanid und/oder eine Tetracyanoplatin(II)-Verbmdung, beispielsweise eine Alkalitetracyanoplatin(II)-Verbindung und/oder eine Ammoniumtetracyanoplatin(II)- Verbindung, insbesondere Lithiumtetracyanoplatinat, Natriumtetracyanoplatinat, Kalium- tetracyanoplatinat, Rubidiumtetracyanoplatinat, Cäsiumtetracyanoplatinat und/oder Ammoniumtetracyanoplatinat, eingesetzt wird.

Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein primäres oder sekundäres oder tertiäres Amin der allgemeinen Formel:

(i) (ü) (iii)

eingesetzt wird, wobei

Ra', Rb', Ra", Rb", Ra'", Rb'" jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Nitrosogruppe oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen stehen,

Ri-R 6 , Rii-Rig, R 2 i -R 30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder

unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen stehen, und/oder

Ri oder R 2 und R 3 , oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri oder R 2 und R 3 , oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

Ri 4 für ein π-Elektron steht und Ri 3 und Ri 5 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri 3 und Ri 5 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π- Elektron steht und R 25 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

Ri 4 für ein π-Elektron steht und Ri 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei Ri 3 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder Ri 7 und Ri 8 oder

Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und R 7 , Ri 9 , R 31 für Wasserstoff stehen.

Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein primäres Amin der allgemeinen Formel:

(I) (II) (III) eingesetzt wird, wobei

Ri-R 6 , Rn-RiS, R 21 -R30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder

unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen stehen, und/oder

Ri oder R 2 und R 3 , oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri oder R 2 und R 3 , oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

Ri 4 für ein π-Elektron steht und Ri 3 und Ri 5 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri 3 und Ri 5 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π- Elektron steht und R 25 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

Ri 4 für ein π-Elektron steht und Ri 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei Ri 3 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder Ri 7 und Ri 8 oder

Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und R 7 , Ri 9 , R 31 für Wasserstoff stehen.

9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das molare Verhältnis von primärem Amin zu dem Produkt aus dem ersten Verfahrensschritt in einem B ereich von > 3 : 1 bis ≤ 5: 1 liegt.

10. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Verfahrensschritt das Produkt aus dem ersten Verfahrensschritt mit mindestens einem chiralen primären Amin zu einem chiralen ;ran,y-Bisammdiiod-Platm(II)-Komplex und/oder einem chiralen cycloplatinierten Platin(II)aminiod-Komplex umgesetzt wird.

11. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der trans- Bisamindiiod-Platin(II)-Komplex und/oder der cycloplatinierte Platin(II)aminiod-Komplex aus dem zweiten Verfahrensschritt in einem dritten Verfahrensschritt einer Ligandenaustauschreaktion unterworfen wird, bei der mindestens ein Amin-Ligand und/oder mindestens ein Iod-Ligand gegen einen weiteren Liganden ausgetauscht wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Amin-Ligand und/oder mindestens ein Iod-Ligand gegen ein Halogenatom, beispielsweise I, Cl, Br, F, oder ein Pseudohalogen, beispielsweise NC, SCN, NCS, OCN, NCO, N 3 , NCSe, oder einen CβFs-Liganden oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkenylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkinylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Arylalkylamin, beispielsweise ein Amin der allgemeinen Formel (i), (ii), (iii), insbesondere ein primäres Amin der allgemeinen Formel (I), (II) oder (III), oder ein Phosphan, beispielsweise P(Ph) 3 , P(C 6 Hn) 3 , P(Me) 3 , P(Et) 3 ,

P(nPr) 3 , P(iPr) 3 , P(nBu) 3 , P(tBu) 3 , PCl 3 , PF 3 , PI 3 , PBr 3 , oder einen N-Heterocyclus, beispielsweise Pyridin, oder einen S-Heterocyclus, beispielsweise Thiophen, ausgetauscht wird, und/oder ein Amin-Ligand und ein Iod-Ligand gegen einen Chelatliganden, beispielsweise ein Bis(dialkylphosphino)alkan, Bis(diphenylphosphino)alkan, Bis(dialkylphosphino)alken, Bis(diphenylphosphino)alken, ein Alkylendiamin, ein Oxalat, 2,2'-Bis(diphenylphosphino)- 1 , 1 '-binaphthyl (BINAP), Ethanolamin (2-Aminoethanol), Thioethanolamin (2-Aminothiol), 1 , 1 '-Bis(diphenyl)phosphinoferrocen, 2-Piperidylmethanol, Glycerin, Glykolsäure, 1,2- Diaminocyclohexan, Malonsäure, Tetramethylethylendiamin, Ethylendiaminetetraessigsäure, N,N'-Ribavirin (l-beta-D-ribofuranosyl-l,2,4-triazol-3-carboxamid), Acetylacetonat oder 2,2'- Bipyridin, ausgetauscht werden.

13. Chirale ;rafts-Bisamindiiod-Platin(II)-Komplexe oder chirale cycloplatinierte Platin(II)aminiod-Komplexe erhältliche durch das Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche.

14. Cycloplatinierte Platin(II)aminiod-Komplexe der allgemeinen Formel:

(iv)

(V)

(Vi) wobei:

Ra'-Rd', Ra"-Rd", Ra" '-Rd'" jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte

Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Nitrosogruppe oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen stehen,

Ri-R 6 , Rπ-Ri8, R 21 -R30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen stehen, und/oder

Ri oder R 2 und R3, oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri oder R 2 und R 3 , oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 4 3 und Ri 5 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri 3 und Ri 5 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π- Elektron steht und R 25 und R 2 7 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

Ri 4 für ein π-Elektron steht und Ri 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei Ri 3 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 3 o oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder Ri 7 und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und

R 7 , Ri 9 , R 3 i für Wasserstoff stehen, und

Ri ungleich R 2 ist.

15. Cycloplatinierte Platin(II)aminiod-Komplexe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass dieser der allgemeinen Formel:

(IV)

(V)

(VI)

entspricht, wobei:

Ri-R 6 , Rii-Rig, R 2 i -R 30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen stehen, und/oder

Ri oder R 2 und R 3 , oder R u oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri oder R 2 und R 3 , oder R u oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und Ri 3 und Ri 5 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri 3 und Ri 5 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π- Elektron steht und R 25 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres

unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 4 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei R 13 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 2 7 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri6 und/oder Ri 7 und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder R !5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und

R 7 , Ri 9 , R 3 i für Wasserstoff stehen, und

Ri ungleich R 2 ist.

16. Cycloplatinierte Platin(II)-Komplexe der allgemeinen Formel:

(x) (xi) (xii) wobei:

Ra', Rb', Ra", Rb", Ra'", Rb'" jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Nitrosogruppe oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen stehen,

Ri-R 6 , Rii-Rig, R 2 i -R 30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe

mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen stehen, und/oder

Ri oder R 2 und R3, oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri oder R 2 und R 3 , oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und Ri 3 und Ri 5 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri 3 und Ri 5 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π- Elektron steht und R 25 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und Ri 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei Ri 3 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 3 o oder R 28 und R 29 jeweils für ein

unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder R 15 und Ri 6 und/oder R 17 und Ri 8 oder R 16 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und

Ri ungleich R 2 ist, und

Li - L 6 jeweils unabhängig voneinander für ein Halogenatom, beispielsweise I, Cl, Br, F, oder ein Pseudohalogen, beispielsweise NC, SCN, NCS, OCN, NCO, N 3 , NCSe, oder einen C 6 F 5 -Liganden oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkenylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkinylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Arylalkylamin, beispielsweise ein Amin der allgemeinen Formel (i), (ii), (iii), insbesondere ein primäres Amin der allgemeinen Formel (I), (II) oder (III), oder ein Phosphan, beispielsweise P(Ph) 3 , P(C 6 Hn) 3 , P(Me) 3 , P(Et) 3 , P(nPr) 3 , P(IPr) 3 , P(nBu) 3 , P(IBu) 3 , PCl 3 , PF 3 , PI 3 , PBr 3 , oder einen N-Heterocyclus, beispielsweise Pyridin, oder einen S- Heterocyclus, beispielsweise Thiophen, stehen, oder jeweils Li und L 2 , oder L 3 und L 4 , oder L 5 und L 6 für ein Bis(dialkylphosphino)alkan, Bis(diphenylphosphino)alkan, Bis(dialkylphosphino)alken, Bis(diphenylphosphino)alken, ein Alkylendiamin, ein Oxalat, 2,2'-Bis(diphenylphosphino)-l,r-binaphthyl (BINAP), Ethanolamin (2- Aminoethanol), Thioethanolamin (2-Aminothiol), 1 , 1 '-Bis(diphenyl)phosphino- ferrocen, 2-Piperidylmethanol, Glycerin, Glykolsäure, 1 ,2-Diaminocyclohexan, Malonsäure, Tetramethylethylendiamin, Ethylendiaminetetraessigsäure, N,N'-Ribavirin (l-beta-D-ribofuranosyl-l,2,4-triazol-3-carboxamid),Acetylacetonat oder 2,2'- Bipyridin stehen.

17. Cycloplatinierte Platin(II)-Komplexe der allgemeinen Formel:

(X) (XI) (XII) wobei:

Ri-R 6 , Rii-Rig, R 2 i -R 30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen stehen, und/oder

Ri oder R 2 und R 3 , oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri oder R 2 und R 3 , oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt

oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 4 3 und Ri 5 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 1 3 und Ri 5 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π- Elektron steht und R 25 und R 2 7 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

Ri 4 für ein π-Elektron steht und Ri 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei R 13 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder Ri 7 und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 3 o oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und

Ri ungleich R 2 ist, und

Li - L 6 jeweils unabhängig voneinander für ein Halogenatom oder ein Pseudohalogen oder einen C 6 F 5 -Liganden oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder

verzweigtes Alkenylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkinylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Arylalkylamin oder ein Phosphan oder einen N-Heterocyclus oder einen S-Heterocyclus stehen, oder jeweils L 1 und L 2 , oder L 3 und L 4 , oder L 5 und L 6 für ein Bis(dialkylphosphino)alkan, Bis(diphenylphosphino)alkan, Bis(dialkylphosphino)alken, Bis(diphenylphosphino)- alken, ein Alkylendiamin, ein Oxalat, 2,2'-Bis(diphenylphosphino)- 1 , 1 '-binaphthyl (BINAP), Ethanolamin (2-Aminoethanol), Thioethanolamin (2-Aminothiol), 1,1'- Bis(diphenyl)phosphinoferrocen, 2-Piperidylmethanol, Glycerin, Glykolsäure, 1,2- Diaminocyclohexan, Malonsäure, Tetramethylethylendiamin, Ethylendiaminetetra- essigsäure, N,N'-Ribavirin (1 -beta-D-ribofuranosyl- 1 ,2,4-triazol-3-carboxamid), Acetylacetonat oder 2,2'-Bipyridin, stehen.

18. Platin-Komplexe nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass Ri ungleich R 2 , oder Rn ungleich Ri 2 und/oder Ri 3 ungleich Ri 4 , oder R 2 i ungleich R 22 und/oder R 23 ungleich R 24 und/oder R 25 ungleich R 26 ist.

19. Verwendung eines Platin- Komplexes nach einem der Ansprüche 13 bis 17 oder eines durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 12 erhältlichen Platin-Komplexes zur Behandlung von Tumorerkrankungen und/oder Hämoblastosen.

20. Verwendung eines Platin- Komplexes nach einem der Ansprüche 13 bis 17 oder eines durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 12 erhältlichen Platin-Komplexes zur Behandlung von Leukämie, insbesondere akuter myeloischer Leukämie und/oder multiplem Myelom.

21. Verwendung eines Platin- Komplexes nach einem der Ansprüche 13 bis 17 oder eines durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 12 erhältlichen Platin-Komplexes zur Herstellung eines Arzneimittels.

22. Verwendung eines Platin- Komplexes nach einem der Ansprüche 13 bis 17 oder eines durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 9 erhältlichen Platin-Komplexes als Katalysator oder zur Herstellung eines Katalysators.

Description:

Düsseldorf, 12. Dezember 2008

Unser Zeichen: UD 40118 / SAM

Rheinisch- Westfälische Technische Hochschule Aachen Templergraben 55, 52062 Aachen

Verfahren zur Herstellung von cycloplatinierten Platin-Komplexen, durch dieses Verfahren hergestellte Platin- Komplexe sowie deren Verwendung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von cycloplatinierten Platin- Komplexen, durch dieses Verfahren hergestellte Platin-Komplexe sowie deren Verwendung zur Behandlung von Tumorerkrankungen und/oder Hämoblastosen.

Cisplatin c^-[PtCl 2 (NH 3 ) 2 ] ist eines der meistverkauften Krebsmedikamente. Da Platin-basierte Cytostatika jedoch starke Nebenwirkungen aufweisen und daher gegen manche Arten von Krebs nicht eingesetzt werden können, wird ständig nach neuen Verbindungen geforscht, die diese Nachteile überwinden. Frühe Studien der Wechselwirkung zwischen Molekülstruktur und Antitumoraktivität deuteten darauf hin, dass zur Krebstherapie einsetzbare Komplexe αs-konfiguriert und ungeladen sein sowie eine leicht austauschbare Abgangsgruppe und mindestens ein an Stickstoff gebundenes Wasserstoffatom aufweisen müssen. Diese eng aufgestellten Regeln wurden jedoch durch neuere Studien aufgeweicht, die gezeigt haben, dass auch ^rαns-konfigurierte bzw. geladene Komplexe eine Antitumoraktivität aufweisen. Daher ist die aktuelle Krebsforschung nicht länger auf Verbindungen beschränkt, die den zuvor aufgestellten Regeln entsprechen, sondern zielt auf weite Teile der organometallischen Chemie, darunter auch Komplexe mit einer Platin-Kohlenstoff-Bindung, ab.

Eine Möglichkeit eine Platin-Kohlenstoff-Bindung in Platin-Komplexe einzuführen stellt die ortho- Metallierung dar. Obwohl die orλo-Metallierung von Aminen mit Palladium und Platin schon seit vielen Jahren untersucht wird und die ortλo-Metallierung von Aminen mit Palladium in hohen Ausbeuten und mit einer großen Zahl von Reaktionspartnern durchgeführt werden kann, stellt die orλo-Metallierung von Aminen mit Platin (Cycloplatinierung) immer noch ein Problem dar. Dies

UD 40118 / SAM

liegt darin begründet, dass Platin(II) eines der inertesten Metallzentren in der Koordinationschemie darstellt, was eine langsame Reaktionsgeschwindigkeit und niedrige Ausbeuten zur Folge hat.

Beispielsweise kann durch Umsetzung des üblicherweise als Ausgangsverbindung eingesetzten Kaliumtetrachloroplatinats mit N,N-Dimethylbenzylamin bestenfalls eine Ausbeute von 20 % erzielt werden (Cope, A. C; Friedrich, E. C; /. Am. Chem. Soc; 1968; 90; 909-913.).

Seit den neunziger Jahren fokussiert sich die Forschung auf die Umsetzung von c/s-PtCl 2 (dmso) 2 mit Aminen. Jedoch selbst mit dieser ansonsten vielversprechenden Ausgangsverbindung konnte zunächst nur eine Cycloplatinierung von tertären Aminen erzielt werden (Ryabov, A. D.; Kazankov, G. M.; Panyashkina, I. M.; Grozovsky, O. V.; Dyachenko, O. G.; Polyakov, V. A.; Kuz'mina, L. G.; /. Chem. Soc. Dalton Trans.; 1997; 4385-4391.).

In einer aktuellen Veröffentlichung (Capape, A.; Crespo, M.; Granell, J.; Font-Bardia, M.; Solans, X.; Dalton Trans.; 2007; 2030-2039.) wird eine Ausbeute von 10 % für die Umsetzung eines Benzylaminderivates offenbart und die Schwierigkeiten bei der systematischen Synthese dieser Substanzklasse hervorgehoben. So stellen die Autoren in dieser Veröffentlichung fest: „It is interesting to point out that in spite of initial difficulties well established methods have now been developed for the cyclopalladation of primary amines, however, the preparation of platinum analogues still remains uncommon."

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher ein Verfahren auf der Basis von primären, sekundären oder tertiären Aminen, insbesondere auf der Basis von primären Aminen, zur Herstellung von cycloplatinierten Platin-Komplexen zur Verfügung zu stellen, welches die bekannten Nachteile, wie niedrige Ausbeuten, langsame Reaktionszeiten, eingeschränkte Klassen von Reaktionspartner, hohe überschüsse an Reaktionspartnern und aufwendige Vorstufen, beispielsweise die Synthese von CTS-PtCl 2 (dmso) 2 , überwindet und dadurch eine Vielzahl neuer Verbindungen zu erschließen, die sowohl im Bereich der Pharmazie als auch der Katalyse von großem Interesse sind.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von trans-Bisamin- Platin(II)-Komplexen und/oder cycloplatinierten Platin(II) -Komplexen, in dem in einem ersten Verfahrensschritt mindestens eine Halogen-Platin(II)-Verbindung und/oder Pseudohalogen-Platin(II)-Verbindung mit Iodwasserstoffsäure umgesetzt wird und in einem zweiten Verfahrensschritt das Produkt aus dem ersten Verfahrensschritt mit mindestens einem primären oder sekundären oder tertiären Amin zu einem ;ran,y-Bisammdiiod-Platm(II)- Komplex und/oder einem cycloplatinierten Platin(II)aminiod- Komplex umgesetzt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, dass, insbesondere aufgrund der Eigenschaften der im ersten Verfahrensschritt hergestellten Vorstufe („Precursors"), unter milden Reaktionsbedingungen, in kurzen Reaktionszeiten und/oder mit keinem oder einem geringen überschuss an Reaktionspartnern ;ran,y-Bisammdiiod-Platm(II)-Komplexe und/oder cycloplatinierte Platin(II)aminiod-Komplexe, insbesondere cycloplatinierte Platin(II)aminiod-Komplexe, hergestellt werden können. Eine geringe Reaktionspartnermenge bietet zudem den Vorteil, dass auch teure Amine kosteneffektiv eingesetzt werden.

Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird in dem zweiten Verfahrensschritt das Produkt aus dem ersten Verfahrensschritt mit mindestens einem primären oder sekundären Amin zu einem ;ran,y-Bisammdiiod-Platm(II)-Komplex und/oder einem cycloplatinierten Platin(II)aminiod- Komplex umgesetzt.

Im Rahmen einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird in dem zweiten Verfahrensschritt das Produkt aus dem ersten Verfahrensschritt mit mindestens einem primären Amin zu einem ;rαfts-Bisamindiiod-Platm(II)-Komplex und/oder einem cycloplatinierten Platin(II)aminiod- Komplex umgesetzt.

Unter einem "cycloplatinierten Platin-Komplex" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein Platin-Komplex verstanden, in dem ein Platinatom, ein an das Platinatom gebundenes Kohlenstoffatom und ein an das Platinatom gebundenes Stickstoffatom einen Cyclus, insbesondere einen eine N-Pt- C- Struktur umfassenden Ring, bilden. Ein „cycloplatinierter Platin(II)aminiod-

- A -

Komplex" stellt davon einen Spezialfall dar. Unter einem „cycloplatinierten Platin(II)aminiod- Komplex" wird im Sinn der vorliegenden Erfindung ein Komplex des zweiwertigen Platins verstanden, der einen eine N-Pt-C- Struktur umfassenden Ring und zusätzlich einen am Platinatom gebundenen, insbesondere einzähnigen (monohapto-gebundenen), Amin-Liganden und einen am Platinatom gebundenen Iodliganden aufweist. Die am Platinatom gebundenen Stickstoff/Amin- Liganden können dabei beispielsweise zueinander ^rαns-ständig angeordnet sein.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann als Halogen-Platin(II)-Verbindung eine Tetrahalogenoplatin(II)-Verbmdung, beispielsweise eine Platin(II)dihalogen-Verbindung und/oder eine Alkalitetrahalogenoplatin(II)-Verbindung und/oder eine Ammoniumtetrahalogenoplatin(II)- Verbindung, insbesondere Platindichlorid, Platindibromid, Platindiiodid, Lithiumtetrachloroplatinat, Natriumtetrachloroplatinat, Kaliumtetrachloroplatinat, Rubidiumtetrachloroplatinat, Cäsium- tetrachloroplatinat, Ammoniumtetrachloroplatinat, Lithiumtetrabromoplatinat, Natriumtetrabromo- platinat, Kaliumtetrabromoplatinat, Rubidiumtetrabromoplatinat, Cäsiumtetrabromoplatinat, Ammoniumtetrabromoplatinat, Lithiumtetraiodoplatinat, Natriumtetraiodoplatinat, Kaliumtetra- iodoplatinat, Rubidiumtetraiodoplatinat, Cäsiumtetraiodoplatinat, Ammoniumtetraiodoplatinat, vorzugsweise Lithiumtetrachloroplatinat, Natriumtetrachloroplatinat, Kaliumtetrachloroplatinat und/oder Ammoniumtetrachloroplatinat, und/oder als eine Pseudohalogen-Platin(II)-Verbindung Platindicyanid und/oder eine Tetracyanoplatin(II)-Verbindung, beispielsweise eine Alkalitetracyanoplatin(II)-Verbmdung und/oder eine Ammoniumtetracyanoplatm(II)-Verbindung, insbesondere Lithiumtetracyanoplatinat, Natriumtetracyanoplatinat, Kaliumtetracyanoplatinat, Rubidiumtetracyanoplatinat, Cäsiumtetracyanoplatinat und/oder Ammoniumtetracyanoplatinat, eingesetzt werden.

Vorzugsweise wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein primäres oder sekundäres oder tertiäres Amin, insbesondere ein primäres Amin, eingesetzt, das mindestens eine aromatische Gruppe umfasst, welche mindestens ein Wasserstoffatom in orλo-Stellung zu der direkt oder indirekt an der aromatischen Gruppe gebundenen Amingruppe aufweist. Insbesondere kann erfindungsgemäß ein primäres oder sekundäres oder tertiäres Amin, insbesondere ein primäres Amin, eingesetzt werden, in dem die Amingruppe über mindestens ein Kohlenstoffatom mit einer aromatischen Gruppe verbunden

ist, welche mindestens ein Wasserstoffatom in orλo-Stellung zu der über ein oder mehrere Kohlenstoffatome an der aromatischen Gruppe gebundenen Amingruppe aufweist. Vorzugsweise wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein ein primäres oder sekundäres oder tertiäres Amin, insbesondere ein primäres Amin; eingesetzt, das mindestens ein chirales Kohlenstoffatom und mindestens eine aromatische Gruppe umfasst, wobei die aromatische Gruppe mindestens ein Wasserstoffatom in ortho- Stellung zu der direkt oder indirekt an der aromatischen Gruppe gebundenen Amingruppe aufweist. Besonders bevorzugt wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein primäres oder sekundäres oder tertiäres Amin, insbesondere ein primäres Amin; eingesetzt, in dem die Amingruppe über mindestens ein chirales Kohlenstoffatom mit einer aromatischen Gruppe verbunden ist, welche mindestens ein Wasserstoffatom in orλo-Stellung zu der über ein oder mehrere Kohlenstoffatome an der aromatischen Gruppe gebundenen Amingruppe aufweist.

Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird im zweiten Verfahrensschritt das Produkt aus dem ersten Verfahrensschritt mit mindestens einem primären oder sekundären oder tertiären Amin, insbesondere einem chiralen primären Amin, zu einem chiralen ϊrαπ^-Bisammdiiod- Platin(II)-Komplex und/oder einem chiralen cycloplatinierten Platin(II)aminiod-Komplex umgesetzt. Dabei wird im Sinn der vorliegenden Erfindung eine Verbindung, beispielsweise ein primäres sekundäres oder tertiäres Amin, ein frYOTs-Bisammdiiod-Platm(II)-Komplex bzw. ein cycloplatinierter Platin(II)aminiod-Komplex, als „chiral" bezeichnet, wenn die Verbindung mindestens ein chirales Kohlenstoffatom aufweist.

Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann ein primäres oder sekundäres oder tertiäres Amin der allgemeinen Formel:

eingesetzt werden, wobei

Ra', Rb', Ra", Rb", Ra'", Rb'" jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Nitrosogruppe oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 Hn, CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe,

C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, C0 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, C0 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, S0 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , NO, NHCH 2 Ph, OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

Ri-R 6 , Rii-Rig, R 21 -R 30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 H 11 , CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe, C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, C0 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, CO 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, SO 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , N(OH) 2 , NHMe, NHEt, NHnPr, NHiPr, NHnBu, NHtBu, N(Me) 2 , N(Et) 2 , NMeEt, N(nPr) 2 , N(nBu) 2 , N(tBu) 2 , OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 13 und R 15 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 13 und R 15 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 13 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 15 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei R 13 und R 15 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder R 15 und R 16 und/oder R 17 und R 18 oder R 16 und R 17 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 3 o oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder R 15 und R 16 und/oder R 17 und R 18 oder R 16 und R 17 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und

R 7 , R 19 , R 31 für Wasserstoff stehen.

Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann insbesondere ein primäres Amin der allgemeinen Formel:

eingesetzt werden, wobei

Ri-R 6 , Rii-Rig, R 21 -R 30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 H 11 , CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe,

C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, C0 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, C0 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, S0 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , N(OH) 2 , NHMe, NHEt, NHnPr, NHiPr, NHnBu, NHtBu, N(Me) 2 , N(Et) 2 , NMeEt, N(nPr) 2 , N(nBu) 2 , N(tBu) 2 , OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

Ri oder R 2 und R 3 , oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri oder R 2 und R 3 , oder Ri 3 oder R M und Ri 5 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

Ri 4 für ein π-Elektron steht und Ri 3 und Ri 5 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri 3 und Ri 5 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und Ri 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei Ri 3 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder R !5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 3 o oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder

substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und R 7 , R 19 , R 31 für Wasserstoff stehen.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bedeutet „unsubstituiert", dass das Kohlenstoffatom bzw. Stickstoffatom an ein Wasserstoffatom gebunden ist; „substituiert" bedeutet, dass das Kohlenstoffatom bzw. Stickstoffatom an einen beliebigen Rest, insbesondere eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 H 11 , CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe, C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, CO 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, CO 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, S0 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , N(OH) 2 , NHMe, NHEt, NHnPr, NHiPr, NHnBu, NHtBu, N(Me) 2 , N(Et) 2 , NMeEt, N(nPr) 2 , N(nBu) 2 , N(tBu) 2 , OSiMe 3 oder OSiEt 3 , gebunden ist.

Wie bereits erläutert, wird im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ein chirales, primäres oder sekundäres oder tertiäres Amin, insbesondere ein chirales primäres Amin, eingesetzt. Vorzugsweise weisen die Amine der allgemeinen Formel (i), (ii), (iii), insbesondere die primären Amine der allgemeinen Formel (I), (II) und (III) mindestens ein chirales Kohlenstoffatom auf. Beispielsweise kann dies dadurch gewährleistet werden, dass bei einem Amin der allgemeinen Formel (i), (ii) oder (iii), insbesondere bei einem primären Amin der allgemeinen Formel (I), (II) oder (III), Ri, ungleich R 2 , oder R u ungleich Ri 2 und/oder Ri 3 ungleich Ri 4 , oder R 2 i ungleich R 22 und/oder R 23 ungleich R 24 und/oder R 25 ungleich R 2 6 ist.

Beispiele für im Rahmen der vorliegenden Erfindung geeignete primäre Amine sind: 2-Fluorbenzyl- amin, 3-Fluorbenzylamin, 4-Fluorbenzylamin, 2-Chlorbenzylamin, 3-Chlorbenzylamin, 4-Chlor- benzylamin, 2-Brombenzylamin, 3-Brombenzylamin, 4-Brombenzylamin, 2-Iodbenzylamin, 3-Iod- benzylamin, 4-Iodbenzylamin, 2-Methylbenzylamin, 3-Methylbenzylamin, 4-Methylbenzylamin, 2- Ethylbenzylamin, 3-Ethylbenzylamin, 4-Ethylbenzylamin, 2-n-Propylbenzylamin, 3-n-Propylbenzyl- amin, 4-n-Propylbenzylamin, 2-i-Propylbenzylamin, 3-i-Propylbenzylamin, 4-i-Propylbenzylamin, 2- n-Butylbenzylamin, 3-n-Butylbenzylamin, 4-n-Butylbenzylamin, 2-tert-Butylbenzylamin, 3-tert-Bu- tylbenzylamin, 4-tert-Butylbenzylamin, 2-Hydroxybenzylamin, 3-Hydroxybenzylamin, 4-Hydroxy- benzylamin, 2-Methoxybenzylamin, 3-Methoxybenzylamin, 4-Methoxybenzylamin, 2-Ethoxybenzyl- amin, 3-Ethoxybenzylamin, 4-Ethoxybenzylamin, 2-n-Propoxybenzylamin, 3-n-Propoxybenzylamin, 4-n-Propoxybenzylamin, 2-i-Propoxybenzylamin, 3-i-Propoxybenzylamin, 4-i-Propoxybenzylamin, 2- n-Butoxybenzylamin, 3-n-Butoxybenzylamin, 4-n-Butoxybenzylamin, 2-tert-Butoxybenzylamin, 3- tert-Butoxybenzylamin, 4-tert-Butoxybenzylamin, (R)- 1 -(2-Fluorphenylethylamin), (S)- 1 -(2-Fluor- phenylethylamin), (R)- 1 -(2-Chlorphenylethylamin), (S)- 1 -(2-Chlorphenylethylamin), (R)- 1 -(2-Brom- phenylethylamin), (5)-l-(2-Bromphenylethylamin), (#)-l-(2-Iodphenylethylamin), (5)-l-(2-Iod- phenylethylamin), (#)-l-(2-Methylphenylethylamin), (5)-l-(2-Methylphenylethylamin), (R)-l-(2- Ethylphenylethylamin), (S)- 1 -(2-Ethylphenylethylamin), (R)- 1 -(2-n-Propylphenylethylamin), (S)- 1 -(2- n-Propylphenylethylamin), (R)- 1 -(2-i-Propylphenylethylamin), (S)- 1 -(2-i-Propylphenylethylamin), (R)- 1 -(2-n-Butylphenylethylamin), (S)- 1 -(2-n-Butylphenylethylamin), (R)- 1 -(2-tert-Butylphenylethyl- amin), (5)-l-(2-tert-Butylphenylethylamin), (R)- 1 -(2-Hydroxyphenylethylamin), (S)-l-(2-Hydroxy- phenylethylamin), (i?)-l-(2-Methoxyphenylethylamin), (5)-l-(2-Methoxyphenylethylamin), (R)-\-(2-

Ethoxyphenylethylamin), (S)- 1 -(2-Ethoxyphenylethylamin), (R)- 1 -(2-n-Propoxyphenylethylamin), (S)- 1 -(2-n-Propoxyphenylethylamin), (R)- 1 -(2-i-Propoxyphenylethylamin), (S)- 1 -(2-i-Propoxyphenyl- ethylamin), (R)-l-(2-n-Butoxyphenylethylamin), (S)-l-(2-n-Butoxyphenylethylamin), (R)- 1 -(2-tert- Butoxyphenylethylamin), (S)-l-(2-tert-Butoxyphenylethylamin), (R)-I -(3-Fluorphenylethylamin), (S)- 1 -(3-Fluorphenylethylamin), (R)- 1 -(3-Chlorphenylethylamin), (S)- 1 -(3-Chlorphenylethylamin), (R)- 1 - (3-Bromphenylethylamin), (S)- 1 -(3-Bromphenylethylamin), (R)- 1 -(3-Iodphenylethylamin), (S)- 1 -(3- Iodphenylethylamin), (R)- 1 -(3-Methylphenylethylamin), (S)- 1 -(3-Methylphenylethylamin), (R)- 1-(3- Ethylphenylethylamin), (S)- 1 -(3-Ethylphenylethylamin), (R)- 1 -(3-n-Propylphenylethylamin), (S)- 1-(3- n-Propylphenylethylamin), (R)- 1 -(3-i-Propylphenylethylamin), (S)- 1 -(3-i-Propylphenylethylamin), (R)- 1 -(3-n-Butylphenylethylamin), (S)- 1 -(3-n-Butylphenylethylamin), (R)- 1 -(3-tert-Butylphenylethyl- amin), (S)-l-(3-tert-Butylphenylethylamin), (R)-l-(3-Hydroxyphenylethylamin), (S)-l-(3-Hydroxy- phenylethylamin), (R)-l-(3-Methoxyphenylethylamin), (S)-l-(3-Methoxyphenylethylamin), (R)-I -(3- Ethoxyphenylethylamin), (S)- 1 -(3-Ethoxyphenylethylamin), (R)- 1 -(3-n-Propoxyphenylethylamin), (S)- 1 -(3-n-Propoxyphenylethylamin), (R)- 1 -(3-i-Propoxyphenylethylamin), (S)- 1 -(3-i-Propoxyphenyl- ethylamin), (R)-l-(3-n-Butoxyphenylethylamin), (S)-l-(3-n-Butoxyphenylethylamin), (R)-I -(3 -tert- Butoxyphenylethylamin), (S)-l-(3-tert-Butoxyphenylethylamin), (R)- 1 -(4-Fluorphenylethylamin), (S)- 1 -(4-Fluorphenylethylamin), (R)- 1 -(4-Chlorphenylethylamin), (S)- 1 -(4-Chlorphenylethylamin), (R)- 1 - (4-Bromphenylethylamin), (S)- 1 -(4-Bromphenylethylamin), (R)- 1 -(4-Iodphenylethylamin), (S)- 1 -(4- Iodphenylethylamin), (R)- 1 -(4-Methylphenylethylamin), (S)- 1 -(4-Methylphenylethylamin), (R)- 1 -(4- Ethylphenylethylamin), (S)- 1 -(4-Ethylphenylethylamin), (R)- 1 -(4-n-Propylphenylethylamin), (S)- 1 -(4- n-Propylphenylethylamin), (R)- 1 -(4-i-Propylphenylethylamin), (S)- 1 -(4-i-Propylphenylethylamin), (R)- 1 -(4-n-Butylphenylethylamin), (S)- 1 -(4-n-Butylphenylethylamin), (R)- 1 -(4-tert-Butylphenylethyl- amin), (5)-l-(4-tert-Butylphenylethylamin), (R)- 1 -(4-Hydroxyphenylethylamin), (5)-l-(4-Hydroxy- phenylethylamin), (R)-l-(4-Methoxyphenylethylamin), (5)-l-(4-Methoxyphenylethylamin), (R)- 1 -(4- Ethoxyphenylethylamin), (S)- 1 -(4-Ethoxyphenylethylamin), (R)- 1 -(4-n-Propoxyphenylethylamin), (S)- 1 -(4-n-Propoxyphenylethylamin), (R)- 1 -(4-i-Propoxyphenylethylamin), (S)- 1 -(4-i-Propoxyphenyl- ethylamin), (R)-l-(4-n-Butoxyphenylethylamin), (5)-l-(4-n-Butoxyphenylethylamin), (R)- 1 -(4-tert- Butoxyphenylethylamin), (5)-l-(4-tert-Butoxyphenylethylamin), 2-Phenylethylamin, Dopamin, Noradrenalin, D-Phenylalaninemethylester, L-Phenylalaninemethylester, L-DOPA, Tryptamin, DL-

Tryptophan, D-Tryptophan, L-Tryptophan, l-(l-Naphthyl)-ethylamin, 1 -Aminotetralin, 1- Aminoindan und Amphetamin.

Beispiele für im Rahmen der vorliegenden Erfindung geeignete sekundäre Amine sind N-Methyl- Derivate der Phenylethylamine, beispielsweise (R)-N-methyl-l-(2-Fluorphenylethylamin), (S)-N- methyl-l-(2-Fluorphenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(2- Chlorphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(2- Chlorphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(2-Bromphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(2-Bromphenyl- ethylamin), (R)-N-methyl-l-(2-Iodphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(2- Iodphenylethylamin), (R)-N- methyl- 1 -(2-Methylphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(2-Methylphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 - (2-Ethylphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(2-Ethylphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(2-n- Propyl- phenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(2-n-Propylphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(2-i- Propylphenyl- ethylamin), (S)-N-methyl-l-(2-i-Propylphenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(2-n- Butylphenylethyl- amin), (S)-N -methyl- 1 -(2-n-Butylphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(2-tert- Butylphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(2-tert-Butylphenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(2- Hydroxyphenylethylamin), (S)-N- methyl- 1 -(2-Hydroxyphenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(2- Methoxyphenylethylamin), (S)-N- methyl-l-(2-Methoxyphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(2- Ethoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(2-Ethoxyphenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(2-n- Propoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(2-n- Propoxyphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(2-i- Propoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(2-i-Pro- poxyphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(2-n- Butoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(2-n-Butoxy- phenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(2-tert- Butoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(2-tert-Butoxy- phenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(3- Fluorphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-Fluorphenylethyl- amin), (R)-N-methyl- 1 -(3 -Chlorphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-Chlorphenylethylamin), (R)-N- methyl-l-(3-Bromphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3- Bromphenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(3- Iodphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-Iodphenylethylamin), (R)- N-methyl-l-(3-Methylphenyl- ethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(3-Methylphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(3- Ethylphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-Ethylphenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(3-n- Propylphenylethylamin), (S)-N- methyl- 1 -(3-n-Propylphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(3-i- Propylphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(3-i-Propylphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(3-n- Butylphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(3-n- Butylphenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(3-tert- Butylphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-tert-Bu- tylphenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(3- Hydroxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-Hydroxy-

phenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(3- Methoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-Methoxy- phenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(3- Ethoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-Ethoxyphenyl- ethylamin), (R)-N-methyl-l-(3-n- Propoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-n-Propoxyphenyl- ethylamin), (R)-N-methyl-l-(3-i- Propoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-i-Propoxyphenyl- ethylamin), (R)-N-methyl-l-(3-n- Butoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-n-Butoxyphenylethyl- amin), (R)-N-methyl-l-(3-tert- Butoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(3-tert-Butoxyphenylethyl- amin), (R)-N-methyl-l-(4- Fluorphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(4-Fluorphenylethylamin), (R)-N- methyl- 1 -(4-Chlorphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(4-Chlorphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(4- Bromphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(4- Bromphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(4-Iodphenyl- ethylamin), (S)-N-methyl-l-(4-Iodphenylethylamin), (R)- N-methyl- 1 -(4-Methylphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(4-Methylphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(4- Ethylphenylethylamin), (S)-N- methyl- 1 -(4-Ethylphenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(4-n- Propylphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 - (4-n-Propylphenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(4-i- Propylphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(4-i- Propylphenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(4-n- Butylphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(4-n-Butyl- phenylethylamin), (R)-N-methyl-l-(4-tert- Butylphenylethylamin), (S)-N-methyl- 1 -(4-tert-Butyl- phenylethylamin), (R)-N-methyl- 1 -(4- Hydroxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(4-Hydroxyphenyl- ethylamin), (R)-N-methyl-l-(4- Methoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(4-Methoxyphenylethyl- amin), (R)-N-methyl- 1 -(4- Ethoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(4-Ethoxyphenylethylamin), (R)-N -methyl- 1 -(4-n- Propoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l -(4-n- Propoxyphenylethylamin), (R)- N-methyl- 1 -(4-i- Propoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(4-i-Propoxyphenylethylamin), (R)-N- methyl- 1 -(4-n- Butoxyphenylethylamin), (S)-N-methyl-l-(4-n-Butoxyphenylethylamin), (R)-N- methyl- 1 -(4-tert- Butoxyphenylethylamin) und/oder (S)-N -methyl- l-(4-tert- Butoxyphenylethylamin).

Beispiele für im Rahmen der vorliegenden Erfindung geeignete tertiäre Amine sind N,N-Dimethyl- Derivate, beispielsweise (R)-N,N-dimethyl-l-(2-Fluorphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl-l-(2- Fluorphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-Chlorphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(2- Chlorphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-Bromphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(2- Bromphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-Iodphenylethylamin), (S)-N ,N-dimethyl- 1 -(2-Iod- phenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-Methylphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(2-Methyl- phenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-Ethylphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(2-Ethyl-

phenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-n-Propylphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(2-n-Pro- pylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-i-Propylphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(2-i-Pro- pylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-n-Butylphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(2-n-Bu- tylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-tert-Butylphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(2-tert- Butylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-Hydroxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(2- Hydroxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-Methoxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 - (2-Methoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-Ethoxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 - (2-Ethoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-n-Propoxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(2-n-Propoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-i-Propoxyphenylethylamin), (S)-N 5 N- dimethyl- 1 -(2-i-Propoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-n-Butoxyphenylethylamin), (S)- N,N-dimethyl- 1 -(2-n-Butoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(2-tert-Butoxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(2-tert-Butoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-Fluorphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(3-Fluorphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-Chlorphenylethylamin), (S)- N,N-dimethyl- 1 -(3-Chlorphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-Bromphenylethylamin), (S)-N 5 N- dimethyl- 1 -(3-Bromphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-Iodphenylethylamin), (S)-N 5 N- dimethyl- 1 -(3-Iodphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-Methylphenylethylamin), (S)-N 5 N- dimethyl- 1 -(3-Methylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-Ethylphenylethylamin), (S)-N 5 N- dimethyl- 1 -(3-Ethylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-n-Propylphenylethylamin), (S)-N 5 N- dimethyl- 1 -(3-n-Propylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-i-Propylphenylethylamin), (S)-N 5 N- dimethyl-l-(3-i-Propylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl-l-(3-n-Butylphenylethylamin), (S)-N 5 N- dimethyl- 1 -(3-n-Butylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-tert-Butylphenylethylamin), (S)-N 5 N- dimethyl- 1 -(3-tert-Butylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-Hydroxyphenylethylamin), (S)- N,N-dimethyl- 1 -(3-Hydroxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-Methoxyphenylethylamin), (S)-N ,N-dimethyl- 1 -(3-Methoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-Ethoxyphenylethylamin), (S)-N ,N-dimethyl- 1 -(3-Ethoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-n-Propoxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(3-n-Propoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-i-Propoxyphenylethyl- amin), (S)-N ,N-dimethyl- 1 -(3-i-Propoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-n-Butoxyphenyl- ethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(3-n-Butoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(3-tert-Butoxy- phenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(3-tert-Butoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4- Fluorphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Fluorphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Chlor-

phenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Chlorphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Brom- phenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Bromphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Iodphenyl- ethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Iodphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Methylphenylethyl- amin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Methylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Ethylphenylethyl- amin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Ethylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4-n-Propylphenylethyl- amin), (S)-N ,N-dimethyl- 1 -(4-n-Propylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4-i-Propylphenyl- ethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-i-Propylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4-n-Butylphenyl- ethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-n-Butylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4-tert-Butyl- phenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-tert-Butylphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Hy- droxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Hydroxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4- Methoxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Methoxyphenylethylamin), (R)-N ,N-dimethyl- 1 - (4-Ethoxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-Ethoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4- n-Propoxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-n-Propoxyphenylethylamin), (R)-N,N-dimethyl- 1 -(4-i-Propoxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-i-Propoxyphenylethylamin), (R)-N 5 N- dimethyl- 1 -(4-n-Butoxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-n-Butoxyphenylethylamin), (R)- N,N-dimethyl- 1 -(4-tert-Butoxyphenylethylamin), (S)-N,N-dimethyl- 1 -(4-tert-Butoxyphenylethyl- amin).

Im Rahmen einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in einem ersten Verfahrensschritt mindestens eine Halogen-Platin(II)-Verbindung und/oder Pseudohalogen-Platin(II)- Verbindung in Wasser gelöst, zu der Lösung Iodwasserstoffsäure zugegeben und das Wasser anschließend entfernt, wobei ein Feststoff erhalten wird; und in einem zweiten Verfahrensschritt der Feststoff aus dem ersten Verfahrensschritt in mindestens einem Alkohol und/oder Wasser suspendiert/gelöst und mit einem primären, sekundären oder tertiären, insbesondere einem primären Amin, zu einem ;rafts-Bisamindiiod-Platm(II)-Komplex und/oder einem cycloplatinierten Platin(II)aminiod- Komplex umgesetzt.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es jedoch ebenso möglich auf das Entfernen von Wasser und anschließendes erneutes Dispergieren/Lösen zu verzichten, wobei es sich als zweckmäßig

herausgestellt hat in diesem Fall den pH-Wert, beispielsweise durch Zugabe einer Natriumhydroxidlösung, zu kontrollieren.

Die Iodwasserstoffsäure kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung als wässrige Iodwasserstoffsäurelösung mit einer Konzentration von > 45 Gew.-%, beispielsweise von > 55 Gew.- % oder > 67 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lösung, eingesetzt werden. Im Rahmen einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weist die wässrige Iodwasserstoffsäurelösung eine Konzentration von > 55 Gew.-% bis < 60 Gew.-%, beispielsweise von 57 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lösung, auf.

Vorzugsweise wird die Iodwasserstoffsäure in einem überschuss zugegeben. Das stöchiometrische Verhältnis von Halogen-Platin(II)-Verbindung und/oder Pseudohalogen-Platm(II)-Verbindung zu Iodwasserstoffsäure kann in einem Bereiche von > 1 :2 bis < 1 :6, beispielsweise von > 1 :3 bis < 1 :5, insbesondere von > 1 :3,5 bis < 1 :4,5, liegen. Beispielsweise kann das Verhältnis von Halogen- Platin(II)-Verbindung und/oder Pseudohalogen-Platin(II)-Verbindung zu Iodwasserstoffsäure 1 :4 betragen.

Zweckmäßigerweise wird das Reaktionsgemisch nach der Zugabe der Iodwasserstoffsäure für > 3 min bis < 4 h, beispielsweise > 5 min bis < 2 h, gerührt. Das Rühren kann dabei bei Raumtemperatur erfolgen.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung hat sich vorteilhafterweise herausgestellt, dass zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ein molares Verhältnis von primärem, sekundärem oder tertiärem Amin, insbesondere primärem Amin, zu dem Produkt aus dem ersten Verfahrensschritt von 3: 1 ausreichen kann. Zur Steigerung der Reaktionsgeschwindigkeit und Ausbeute kann es jedoch gegebenenfalls von Vorteil sein mit einem leichten bis starken Aminüberschuss zu arbeiten. Im Rahmen einer Ausführungsform der Erfindung liegt das molare Verhältnis von primärem, sekundärem oder tertiärem Amin, insbesondere primärem Amin, zu dem Produkt aus dem ersten Verfahrensschritt beispielsweise in einem Bereich von > 3:1 bis < 5: 1.

Der mindestens eine Alkohol kann im zweiten Verfahrensschritt beispielsweise ausgewählt werden aus der Gruppe umfassend Methanol, Ethanol und/oder Isopropanol. Vorzugsweise wird eine Alkohol-Wasser-Mischung, beispielsweise eine Mischung aus Methanol und/oder Ethanol und Wasser, insbesondere eine Methanol- Wasser-Mischung, im zweiten Verfahrensschritt eingesetzt. Das Volumenverhältnis von Alkohol zu Wasser kann beispielsweise in einem Bereich von > 1 : 1 bis < 5:1, insbesondere von > 1,5: 1 bis < 3: 1, liegen.

Vorzugsweise wird das Reaktionsgemisch im zweiten Verfahrensschritt im Rückfluss erhitzt. Dabei kann das Reaktionsgemisch im zweiten Verfahrensschritt für länger als > 5 min, beispielsweise für > 10 min bis < 16 h, vorzugsweise für > 15 min bis < 10 h, besonders bevorzugt für > 20 min bis < 5 h, im Rückfluss erhitzt werden.

Es hat sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung herausgestellt, dass sich bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zunächst ein ;ran,y-Bisammdiiod-Platm(II)-Komplex bildet, welcher mit der Zeit zu einem cycloplatinierten Platin(II)aminiod-Komplex weiterreagiert. Durch eine kurze Reaktionszeit lässt sich daher erfindungsgemäß der ;ran,y-Bisammdiiod-Platm(II)-Komplex und durch eine lange Reaktionszeit der cycloplatinierte Platin(II)aminiod-Komplex synthetisieren. Die „Kürze" bzw. „Länge" der Reaktionszeit hängt dabei von dem eingesetzten primären Amin ab. Wie in den Beispielen gezeigt, kann die Reaktionszeit zur Synthese eines ;ran,y-Bisammdiiod-Platm(II)- Komplexes in etwa ein Achtel der Reaktionszeit zur vollständigen Umsetzung zum entsprechenden cycloplatinierten Platinaminiod-Komplex betragen. Es hat sich gezeigt, dass der ^rαns-Bisamindüod- Platin(II)-Komplex durch Konzentration des Lösungsmittels und/oder durch Zugabe eines geeigneten Lösungsmittels, beispielsweise Wassers, isoliert werden kann.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der trans- Bisamindiiod-Platin(II)-Komplex und/oder der cycloplatinierte Platin(II)aminiod-Komplex, insbesondere der cycloplatinierte Platin(II)aminiod-Komplex, aus dem zweiten Verfahrensschritt in einem dritten Verfahrensschritt einer Ligandenaustauschreaktion unterworfen, bei der mindestens ein, insbesondere einzähniger, Amin-Ligand und/oder mindestens ein Iod-Ligand gegen einen weiteren Liganden ausgetauscht wird.

Beispielsweise kann im dritten, erfindungsgemäßen Verfahrensschritt mindestens ein, insbesondere einzähniger, Amin-Ligand und/oder mindestens ein Iod-Ligand gegen ein Halogenatom, beispielsweise I, Cl, Br, F, oder ein Pseudohalogen, beispielsweise NC, SCN, NCS, OCN, NCO, N 3 , NCSe, oder einen C 6 F 5 -Liganden oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkenylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkinylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Arylalkylamin, beispielsweise ein Amin der allgemeinen Formel (i), (ii), (iii), insbesondere ein primäres Amin der allgemeinen Formel (I), (II) oder (III), oder ein Phosphan, beispielsweise P(Ph) 3 , P(C 6 Hn) 3 , P(Me) 3 , P(Et) 3 , P(nPr) 3 , P(iPr) 3 , P(nBu) 3 , P(tBu) 3 , PCl 3 , PF 3 , PI 3 , PBr 3 , oder einen N-Heterocyclus, beispielsweise Pyridin, oder einen S-Heterocyclus, beispielsweise Thiophen, ausgetauscht werden, und/oder ein, insbesondere einzähniger, Amin-Ligand und ein Iod-Ligand gegen einen Chelatliganden, beispielsweise ein Bis(dialkylphosphino)alkan, Bis(diphenylphosphino)alkan, Bis(dialkylphosphino)alken, Bis(diphenylphosphino)alken, ein Alkylendiamin, ein Oxalat, 2,2'-Bis(diphenylphosphino)- 1 , 1 '-binaphthyl (BINAP), Ethanolamin (2- Aminoethanol), Thioethanolamin (2-Aminothiol), 1 , 1 '-Bis(diphenyl)phosphinoferrocen, 2-Piperidyl- methanol, Glycerin, Glykolsäure, 1 ,2-Diaminocyclohexan, Malonsäure, Tetramethylethylendiamin, Ethylendiaminetetraessigsäure, N,N'-Ribavirin (1 -beta-D-ribofuranosyl- 1 ,2,4-triazol-3-carboxamid), Acetylacetonat oder 2,2'-Bipyridin, ausgetauscht werden. Insbesondere können beide Iod-Liganden und/oder beide, insbesondere einzähnigen, Amin-Liganden des ;rafts-Bisamindiiod-Platm(II)- Komplexes gleichermaßen oder unabhängig voneinander gegen jeweils ein Halogenatom, beispielsweise Cl, Br, F, oder ein Pseudohalogen, beispielsweise NC, SCN, NCS, OCN, NCO, N 3 , NCSe, oder einen C 6 F 5 -Liganden oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkenylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkinylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Arylalkylamin, beispielsweise ein Amin der allgemeinen Formel (i), (ii), (iii), insbesondere ein primäres Amin der allgemeinen Formel (I), (II) oder (III), oder ein Phosphan, beispielsweise P(Ph) 3 , P(C 6 Hn) 3 , P(Me) 3 , P(Et) 3 , P(nPr) 3 , P(IPr) 3 , P(nBu) 3 , P(tBu) 3 , PCl 3 , PF 3 , PI 3 , PBr 3 , oder einen N-Heterocyclus, beispielsweise Pyridin, oder einen S-Heterocyclus, beispielsweise Thiophen, ausgetauscht werden. Vorzugsweise wird im Rahmen der vorliegenden

Erfindung der, insbesondere einzähnige, Amin-Ligand des cycloplatinierten Platin(II)aminiod- Komplexes gegen ein Halogenatom, beispielsweise I, Cl, Br, F, oder ein Pseudohalogen, beispielsweise NC, SCN, NCS, OCN, NCO, N 3 , NCSe, oder einen C 6 F 5 -Liganden oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkenylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkinylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Arylalkylamin, beispielsweise ein Amin der allgemeinen Formel (i), (ii), (iii), insbesondere ein primäres Amin der allgemeinen Formel (I), (II) oder (III), ein Phosphan, beispielsweise P(Ph) 3 , P(CeHn) 3 , P(Me) 3 , P(Et) 3 , P(nPr) 3 , P(IPr) 3 , P(nBu) 3 , P(tBu) 3 , PCl 3 , PF 3 , PI 3 , PBr 3 , oder einen N-Heterocyclus, beispielsweise Pyridin, oder einen S-Heterocyclus, beispielsweise Thiophen; und/oder der Iod-Ligand des cycloplatinierten Platin(II)aminiod-Komplexes gegen ein Halogenatom, beispielsweise Cl, Br, F, oder ein Pseudohalogen, beispielsweise NC, SCN, NCS, OCN, NCO, N 3 , NCSe, oder einen C 6 F 5 -Liganden oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkenylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkinylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Arylalkylamin, beispielsweise ein Amin der allgemeinen Formel (i), (ii), (iii), insbesondere ein primäres Amin der allgemeinen Formel (I), (II) oder (III), oder ein Phosphan, beispielsweise P(Ph) 3 , P(C 6 Hn) 3 , P(Me) 3 , P(Et) 3 , P(nPr) 3 , P(IPr) 3 , P(nBu) 3 , P(IBu) 3 , PCl 3 , PF 3 , PI 3 , PBr 3 , oder einen N- Heterocyclus, beispielsweise Pyridin, oder einen S-Heterocyclus, beispielsweise Thiophen, oder der, insbesondere einzähnige, Amin-Ligand und der Iod-Ligand des cycloplatinierten Platin(II)aminiod- Komplexes gegen einen Chelatliganden, beispielsweise ein Bis(dialkylphosphino)alkan, Bis(diphenylphosphino)alkan, Bis(dialkylphosphino)alken, Bis(diphenylphosphino)alken, ein Alkylendiamin, ein Oxalat, 2,2'-Bis(diphenylphosphino)- 1 , 1 '-binaphthyl (BINAP), Ethanolamin (2- Aminoethanol), Thioethanolamin (2-Aminothiol), 1 , 1 '-Bis(diphenyl)phosphinoferrocen, 2-Piperidyl- methanol, Glycerin, Glykolsäure, 1 ,2-Diaminocyclohexan, Malonsäure, Tetramethylethylendiamin, Ethylendiaminetetraessigsäure, N,N'-Ribavirin (1 -beta-D-ribofuranosyl- 1 ,2,4-triazol-3-carboxamid), Acetylacetonat oder 2,2'-Bipyridin, ausgetauscht. Beispielsweise kann der cycloplatinierte Platin(II)aminiod-Komplex im dritten Verfahrensschritt einer Ligandenaustauschreaktion unterworfen werden, in dem der Komplex mit Silberacetylacetonat oder einem Silbersalz eines schwach

koordinierenden Anions in Gegenwart eines chelatisierenden Liganden, wie 2,2'-Bipyridin, umgesetzt wird.

Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft durch das erfindungsgemäße Verfahren erhältliche chirale ;rαfts-Bisamindiiod-Platm(II)-Komplexe und chirale cycloplatinierte Platin(II)aminiod- Komplexe.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft cycloplatinierte Platin(II)aminiod- Komplexe der allgemeinen Formel:

(v)

wobei:

Ra' -Rd', Ra" -Rd", Ra" '-Rd'" jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Nitrosogruppe oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 H 11 , CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe, C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl,

COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, C0 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, C0 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, S0 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , NO, NHCH 2 Ph, OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

Ri-Pv6, Rπ-Ri8, R 21 -R30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 H 11 , CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe, C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, CO 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, CO 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, SO 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , N(OH) 2 , NHMe, NHEt, NHnPr, NHiPr, NHnBu, NHtBu, N(Me) 2 , N(Et) 2 , NMeEt, N(nPr) 2 , N(nBu) 2 , N(tBu) 2 , OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein

weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 4 3 und Ri 5 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 1 3 und Ri 5 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 und R 2 7 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

Ri 4 für ein π-Elektron steht und Ri 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei R 13 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder Ri 7 und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R30 oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und

R 7 , Ri 9 , R 31 für Wasserstoff stehen, und

Ri ungleich R 2 ist.

Insbesondere betrifft dieser weitere Gegenstand der vorliegenden Erfindung cycloplatinierte Platin(II)aminiod- Komplexe der allgemeinen Formel:

(V) wobei:

Ri-R 6 , Rii-Rig, R 21 -R 30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 H 11 , CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe, C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, CO 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, CO 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, SO 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , N(OH) 2 , NHMe, NHEt, NHnPr, NHiPr, NHnBu, NHtBu, N(Me) 2 , N(Et) 2 , NMeEt, N(nPr) 2 , N(nBu) 2 , N(tBu) 2 , OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 4 3 und Ri 5 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri 3 und Ri 5 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 und R 2 7 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

Ri 4 für ein π-Elektron steht und Ri 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei Ri 3 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder Ri 7 und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 3 o oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und

R 7 , Ri 9 , R 3 i für Wasserstoff stehen, und

Ri ungleich R 2 ist.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ;ran,y-Bisamm-Platm(II)-Komplexe, insbesondere ;rafts-Bisamindiiod-Platin(II)-Komplexe, der allgemeinen Formel:

(vii) (viii)

(ix)

wobei:

Ra', Rb', Ra", Rb", Ra'", Rb'" jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Nitrosogruppe oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 H 11 , CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe, C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, CO 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, CO 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, SO 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , NO, NHCH 2 Ph, OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

Ri-R 6 , Rii-Ris, R 21 -R30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder

Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 H 11 , CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe, C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, C0 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, CO 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, SO 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , N(OH) 2 , NHMe, NHEt, NHnPr, NHiPr, NHnBu, NHtBu, N(Me) 2 , N(Et) 2 , NMeEt, N(nPr) 2 , N(nBu) 2 , N(tBu) 2 , OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 13 und R 15 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 13 und R 15 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder

substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 4 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei R 13 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 2 6 für ein π-Elektron steht und R 2 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 2 7 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 2 5 und R 2 7 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 2 7 und R 2 8 und/oder R 2 9 und R30 oder R 2 8 und R 2 9 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder Ri 7 und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und

R 7 , R 19 , R 3 i für Wasserstoff stehen, und

Ri ungleich R 2 ist, und

Xi - X 6 jeweils unabhängig voneinander für ein Halogenatom, beispielsweise I, Cl, Br, F, oder ein Pseudohalogen, beispielsweise NC, SCN, NCS, OCN, NCO, N 3 , NCSe, oder einen C 6 F 5 - Liganden oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkenylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkinylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Arylalkylamin, beispielsweise ein Amin der allgemeinen Formel (i), (ii), (iii), insbesondere ein primäres Amin der allgemeinen Formel (I), (II) oder (III), oder ein Phosphan, beispielsweise P(Ph) 3 , P(C 6 Hn) 3 , P(Me) 3 , P(Et) 3 , P(nPr) 3 , P(IPr) 3 , P(nBu) 3 , P(IBu) 3 , PCl 3 , PF 3 , PI 3 , PBr 3 , oder einen N-Heterocyclus, beispielsweise Pyridin, oder einen S- Heterocyclus, beispielsweise Thiophen, stehen.

Insbesondere betrifft dieser weitere Gegenstand der vorliegenden Erfindung frYOTs-Bisamm-Platm(II)- Komplexe, insbesondere frYOTs-Bisammdiiod-Platm(II)-Komplexe, der allgemeinen Formel:

(VII) (VIII)

(IX)

wobei:

Ri-R 6 , Rii-Rig, R 21 -R 30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 H 11 , CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe, C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, CO 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, CO 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, SO 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , N(OH) 2 , NHMe, NHEt, NHnPr, NHiPr, NHnBu, NHtBu, N(Me) 2 , N(Et) 2 , NMeEt, N(nPr) 2 , N(nBu) 2 , N(tBu) 2 , OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 4 3 und Ri 5 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri 3 und Ri 5 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 und R 2 7 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

Ri 4 für ein π-Elektron steht und Ri 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei Ri 3 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder Ri 7 und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 3 o oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und

R 7 , Ri 9 , R 3 i für Wasserstoff stehen, und

Ri ungleich R 2 ist, und

Xi - X 6 jeweils unabhängig voneinander für ein Halogenatom, beispielsweise I, Cl, Br, F, oder ein Pseudohalogen, beispielsweise NC, SCN, NCS, OCN, NCO, N 3 , NCSe, oder einen C 6 F 5 - Liganden oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkenylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkinylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Arylalkylamin, beispielsweise ein primäres Amin der allgemeinen Formel (I), (II) oder (III), oder ein Phosphan, beispielsweise P(Ph) 3 , P(C 6 Hn) 3 , P(Me) 3 , P(Et) 3 ,

P(nPr) 3 , P(iPr) 3 , P(nBu) 3 , P(IBu) 3 , PCl 3 , PF 3 , PI 3 , PBr 3 , oder einen N-Heterocyclus, beispielsweise Pyridin, oder einen S-Heterocyclus, beispielsweise Thiophen, stehen.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft cycloplatinierte Platin(II)-Komplexe der allgemeinen Formel:

wobei:

Ra', Rb', Ra", Rb", Ra'", Rb'" jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder

verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Nitrosogruppe oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 Hn, CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe, C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, C0 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, CO 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, SO 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , NO, NHCH 2 Ph, OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

Ri-R 6 , R 11 -R 1 S, R 21 -R30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 H 11 , CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe, C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, C0 2 nPr, C0 2 iPr,

CO 2 nBu, C0 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, S0 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , N(OH) 2 , NHMe, NHEt, NHnPr, NHiPr, NHnBu, NHtBu, N(Me) 2 , N(Et) 2 , NMeEt, N(nPr) 2 , N(nBu) 2 , N(tBu) 2 , OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 13 und R 15 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 13 und R 15 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 13 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 15 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei R 13 und R 15 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder R 15 und R 16 und/oder R 17 und R 1S oder R 16 und R 17 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder R 15 und R 16 und/oder R 17 und R 18 oder R 16 und R 17 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und

R 1 ungleich R 2 ist, und

L 1 - L 6 jeweils unabhängig voneinander für ein Halogenatom, beispielsweise I, Cl, Br, F, oder ein Pseudohalogen, beispielsweise NC, SCN, NCS, OCN, NCO, N 3 , NCSe, oder einen C 6 F 5 - Liganden oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkenylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkinylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Arylalkylamin, beispielsweise ein Amin der allgemeinen Formel (i), (ii), (iii), insbesondere ein primäres Amin der allgemeinen Formel (I), (II) oder (III), oder ein Phosphan, beispielsweise P(Ph) 3 , P(C 6 Hn) 3 , P(Me) 3 , P(Et) 3 , P(nPr) 3 , P(IPr) 3 , P(nBu) 3 , P(IBu) 3 , PCl 3 , PF 3 , PI 3 , PBr 3 , oder einen N-Heterocyclus, beispielsweise Pyridin, oder einen S- Heterocyclus, beispielsweise Thiophen, stehen, oder jeweils Li und L 2 , oder L 3 und L 4 , oder L 5 und L 6 für einen Chelatliganden, beispielsweise ein Bis(dialkylphosphino)alkan, Bis(diphenyl- phosphino)alkan, Bis(dialkylphosphino)alken, Bis(diphenylphosphino)alken, ein Alkylendi- amin, ein Oxalat, 2,2'-Bis(diphenylphosphino)- 1 , 1 '-binaphthyl (BINAP), Ethanolamin (2- Aminoethanol), Thioethanolamin (2-Aminothiol), 1 , 1 '-Bis(diphenyl)phosphinoferrocen, 2- Piperidylmethanol, Glycerin, Glykolsäure, 1 ,2-Diaminocyclohexan, Malonsäure, Tetramethylethylendiamin, Ethylendiaminetetraessigsäure, N,N'-Ribavirin (1-beta-D- ribofuranosyl-l,2,4-triazol-3-carboxamid), Acetylacetonat oder 2,2' -Bipyridin, stehen.

Insbesondere betrifft dieser weitere Gegenstand der vorliegenden Erfindung cycloplatinierte Platin(II)- Komplexe der allgemeinen Formel:

(X) (XI) (XII) wobei:

Ri-R 6 , Rii-Rig, R 21 -R 30 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Alkylgruppe oder Heteroalkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte, halogenierte oder nicht halogenierte Arylgruppe oder Heteroarylgruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Aralkylgruppe oder Alkarylgruppe oder Heteroaralkylgruppe oder Heteroalkarylgruppe mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Aryloxygruppe oder Heteroaryloxygruppe mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Formylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Acylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Carbonsäuregruppe oder eine Carbonsäureestergruppe mit 1 bis 10 oder ein Halogenatom oder eine substituierte oder unsubstituierte Sulfonylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte oder cyclische Amidgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Silylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, beispielsweise für H, Me, Et, nPr, iPr, nBu, t-Bu, CMeEt, C 6 H 11 , CF 3 , C 2 F 5 , Ph, CH 2 OH, CH 2 OMe, CH 2 OEt, CH 2 OiPr, CH 2 OnPr, CH 2 OnBu, CH 2 OtBu, CH 2 OPh, C 2 H 5 OH, C 2 H 5 OMe, C 2 H 5 OEt, C 2 H 5 OiPr, C 2 H 5 OnPr, C 2 H 5 OnBu, C 2 H 5 OtBu, C 2 H 5 OPh, OH, OMe, OEt, OnPr, OiPr, OnBu, OtBu, OPh, CHO, COMe, COEt, COnPr, COiPr, COnBu, COtBu, COPh, COCl, COBr, COI, COF, COCF 3 , COC 2 F 5 , COC 3 F 7 , CO 2 H, CO 2 Me, CO 2 Et, CO 2 nPr, C0 2 iPr, C0 2 nBu, CO 2 tBu, F, Cl, Br, I, SO 2 Me, SO 2 Et, SO 2 iPr, S0 2 nPr, S0 2 nBu, SO 2 Bu, NH 2 , N(OH) 2 , NHMe, NHEt, NHnPr, NHiPr, NHnBu, NHtBu, N(Me) 2 , N(Et) 2 , NMeEt, N(nPr) 2 , N(nBu) 2 , N(tBu) 2 , OSiMe 3 oder OSiEt 3 , stehen, und/oder

R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 1 oder R 2 und R 3 , oder R 13 oder R 14 und R 15 , oder R 25 oder R 26 und R 27 derart direkt oder über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp3 -hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein Fünfring oder Sechsring ausgebildet wird, und/oder

R 14 für ein π-Elektron steht und R 4 3 und Ri 5 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei Ri 3 und Ri 5 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 und R 2 7 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 25 und R 27 derart über ein weiteres unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring ausgebildet wird, und/oder

Ri 4 für ein π-Elektron steht und Ri 3 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom und Ri 5 für ein unsubstituiertes oder substituiertes Stickstoffatom steht, wobei Ri 3 und Ri 5 , derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, oder R 26 für ein π-Elektron steht und R 25 für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2- hybridisiertes Kohlenstoffatom und R 27 für ein Stickstoffatom steht, wobei R 25 und R 27 derart miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Fünfring ausgebildet wird, und/oder

R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder Ri 7 und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 30 oder R 28 und R 29 jeweils für ein unsubstituiertes oder substituiertes sp2-hybridisiertes Kohlenstoffatom stehen, wobei R 3 und R 4 und/oder R 5 und R 6 oder R 4 und R 5 , oder Ri 5 und Ri 6 und/oder R n und Ri 8 oder Ri 6 und Ri 7 , oder R 27 und R 28 und/oder R 29 und R 3 o oder R 28 und R 29 jeweils derart über zwei weitere unsubstituierte oder substituierte sp2-hybridisierte Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, dass ein aromatischer Sechsring oder zwei aromatische Sechsringe ausgebildet werden, und

Ri ungleich R 2 ist, und

Li - L 6 jeweils unabhängig voneinander für ein Halogenatom, beispielsweise I, Cl, Br, F, oder ein Pseudohalogen, beispielsweise NC, SCN, NCS, OCN, NCO, N 3 , NCSe, oder einen C 6 F 5 - Liganden oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Alkenylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkinylamin oder ein unsubstituiertes oder substituiertes, lineares oder verzweigtes Arylalkylamin, beispielsweise ein primäres Amin der allgemeinen Formel (I), (II) oder (III), oder ein Phosphan, beispielsweise P(Ph) 3 , P(C 6 Hn) 3 , P(Me) 3 , P(Et) 3 , P(nPr) 3 , P(iPr) 3 , P(nBu) 3 , P(IBu) 3 , PCl 3 , PF 3 , PI 3 , PBr 3 , oder einen N-Heterocyclus,

beispielsweise Pyridin, oder einen S-Heterocyclus, beispielsweise Thiophen, stehen, oder jeweils L 1 und L 2 , oder L 3 und L 4 , oder L 5 und L 6 für einen Chelatliganden, beispielsweise ein Bis(dialkylphosphino)alkan, Bis(diphenylphosphino)alkan, Bis(dialkylphosphino)alken, Bis(diphenylphosphino)alken, ein Alkylendiamin, ein Oxalat, 2,2'-Bis(diphenylphosphino)- 1 , 1 '-binaphthyl (BINAP), Ethanolamin (2-Aminoethanol), Thioethanolamin (2-Aminothiol), 1 , 1 '-Bis(diphenyl)phosphinoferrocen, 2-Piperidylmethanol, Glycerin, Glykolsäure, 1,2- Diaminocyclohexan, Malonsäure, Tetramethylethylendiamin, Ethylendiaminetetraessigsäure, N,N'-Ribavirin (l-beta-D-ribofuranosyl-l,2,4-triazol-3-carboxamid), Acetylacetonat oder 2,2'- Bipyridin, stehen.

Vorzugsweise weisen im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellte Verbindungen, beispielsweise der allgemeinen Formel iv bis xii und/oder IV bis XII, mindestens ein chirales Kohlenstoffatom auf. Beispielsweise weisen im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellte Verbindungen, beispielsweise der allgemeinen Formel iv bis xii und/oder IV bis XII, eine Amingruppe auf, die über mindestens ein chirales Kohlenstoffatom mit einer aromatischen Gruppe verbunden ist. Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist daher Ri ungleich R 2 , oder Rn ungleich Ri 2 und/oder Ri 3 ungleich Ri 4 , oder R 2 i ungleich R 22 und/oder R 23 ungleich R 24 und/oder R 25 ungleich R 26 .

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft die Verwendung eines erfindungsgemäßen Platin-Komplexes der allgemeinen Formel iv bis xii und/oder IV bis XII oder eines durch das erfindungsgemäße Verfahren erhältlichen Platin-Komplexes zur Behandlung von Tumorerkrankungen und/oder Hämoblastosen, beispielsweise zur Behandlung von Leukämie, insbesondere akuter myeloischer Leukämie und/oder multiplem Myelom.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft die Verwendung eines erfindungsgemäßen Platin-Komplexes der allgemeinen Formel iv bis xii und/oder IV bis XII oder

eines durch das erfindungsgemäße Verfahren erhältlichen Platin-Komplexes zur Herstellung eines Arzneimittels.

Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Platin-Komplexe beruht darin, dass sich die erfindungsgemäßen Platin-Komplexe durch ihre einfache, breite Abwandelbarkeit sterisch und elektronisch sehr gut abstimmen lassen.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft die Verwendung eines erfindungsgemäßen Platin-Komplexes der allgemeinen Formel iv bis xii und/oder IV bis XII oder eines durch das erfindungsgemäße Verfahren erhältlichen Platin-Komplexes als Katalysator oder zur Herstellung eines Katalysators.

Beispiele, die der Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung dienen, sind nachstehend angegeben.

Beispiele

1. Erster Verfahrensschritt: Synthese des Platiniod-Precursors

415 mg (1 mmol) Kaliumtetrachloroplatinat wurden in 5 ml Wasser gelöst. Zu dieser Lösung wurden 0,528 ml (4 mmol) 57 %-iger Iodwasserstoffsäure hinzugefügt. Anschließend wurde die Lösung 2 Stunden lang bei Raumtemperatur gerührt. Nach Verdampfen des Wassers konnte der Platiniod- Precursor in quantitativer Ausbeute erhalten werden.

Der Platiniod-Precursor wurde mittels Röntgenpulverdiffraktometrie untersucht. Das Pulverdiffraktogramm enthielt neben einigen Linien, welche Kaliumtetraiodoplatinat zugeordnet werden konnten, weitere Linien. Einige dieser Linien stimmten mit einem Pulverdiffraktogramm überein, welches aus der von Thiele et al. (Thiele, G.; Mrozek, C; Wittmann, K.; Wirkner, H. Naturwissenschaften 1978, 65, 206) bestimmten Einkristallstruktur von K 2 PtI 5 berechnet wurde. Der Platiniod-Precursor umfasst daher eine Mischung aus mindestens zwei kristallinen Substanzen.

2.1. Zweiter Verfahrensschritt: Synthese von (S,S)-PtI(4-R-C 6 H 3 CHMeNH 2 )- (H 2 NCHMeC 6 H 4 -4-R)

R = H, Ia R = H, 2a R = Me, Ib R = Me, 2b R = F, Ic R = F, 2c

Die im Folgenden detailliert beschriebenen Reaktionen zeigen, dass die Reaktion durch einen elektronenschiebenden Substituenten (2b) am Benzylring beschleunigt und durch einen elektronenziehenden Substituenten (2c) am Benzylring verlangsamt wird, wobei die Ausbeute nicht nachteilig beeinflusst wird. Dies zeigt, dass das erfindungsgemäße Verfahren mit deutlich unterschiedlichen Substituenten am Benzylring erfolgreich durchgeführt werden kann.

2.1.1 Synthese von (5,S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 5 ) (2a)

Zur Synthese von (5,S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 5 ) (2a) wurde 1 mmol des im ersten Verfahrensschritt erhaltenen Platiniod-Precursors in 30 ml einer MeOH/H 2 O-Mischung (2: 1 v/v) suspendiert. Anschließend wurden 4 mmol des Liganden 1 a hinzugefügt und die Reaktionsmischung vier Stunden lang im Rückfluss erhitzt. Die Farbe der Reaktionsmischung wechselte dabei von braun über gelb bis hin zu einem weißen Feststoff. Nach dem Abkühlen der Reaktionsmischung wurde der Feststoff abfiltriert und mit einer kalten MeOH/H 2 O-Mischung (2:1 v/v) gewaschen. Der abfiltrierte Feststoff entsprach einer Ausbeute von 86 %. Durch Aufbereitung des Filtrats konnte die Ausbeute auf 95 % gesteigert werden.

NMR: 1 H-NMR (400 MHz, C 6 D 6 ): δ = 0,93 (d, 3H, J = 6,56 Hz, CHMe cycloplatiniertes Amin); 1,58 (d, 3H, J = 6,80 Hz, CHMe nicht-cycloplatiniertes Amin); 3,09, 3,44 (br, 2H, NH 2 , nicht- cycloplatiniertes Amin); 3,26, 5,23 (br, 2H, NH 2 , cycloplatiniertes Amin); (3,74 (m, IH, CH, cycloplatiniertes Amin); 4,13 (m, IH, CH, nicht-cycloplatiniertes Amin); 6,63, 6,74 (m, 2H, H4, H5); 6,64, 6,66 (m, 2H, H2, H3); 6,86 (m, IH, HlO); 7.02 (m, 2H, H8, H12); 7,03 (m, 2H, H9, HI l) ppm. 13 C-NMR (100,6 MHz, C 6 D 6 ): δ = 23.00 (s, IC, CH 3 , nicht-cycloplatiniertes Amin); 24,06 (s, IC, CH 3 , cycloplatiniertes Amin); 58,39 (s, IC, CH, nicht-cycloplatiniertes Amin); 62,96 (s, IC, CH, cycloplatiniertes Amin); 121,22, 128,19 (s, 2C, C4, C5); 123,64, 125,22 (s, 2C, C2, C3); 126,36 (s, IC, ClO); 127,92 (s, 2C, C8, C12); 128,46 (s, 2C, C9, CI l); 139,81 (s, IC, C6); 143,18 (s, IC, C7); 155,20 (s, IC, Cl) ppm. 195 Pt-NMR (107,4 MHz, C 6 D 6 ): δ = -3302,81 ppm. Elementaranalyse: H: 3,76, C: 34,11, N: 4,97 (berechnet), H: 4,50, C: 34,22, N: 4,81 (gemessen).

Darüber hinaus wurde die Molekülstruktur von (5,S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 5 ) (2a) mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmt (siehe Abb. 1). Aus Gründen der übersichtlichkeit wird in Abbildung 1 nur das an dem Chiralitätszentrum gebundene Wasserstoffatom gezeigt. In (5,S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 5 ) (2a) ist die Platin-Stickstoffbindungslänge des cycloplatinierten Amin-Liganden kürzer als die Platin-Stickstoffbindungslänge des einzähnig bindenden Amin-Liganden.

Abbildung 1: Mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmte Molekülstruktur von (S 5 S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 5 ) (2a)

Ausgewählte Bindungslängen und -winkel von (5,S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 5 ) (2a): Pt- C3 2,028(15), Pt-Nl 2,050(13), Pt-N2 2,077(13), Pt-I 2,7087(12) ä, C3-PM 175,0(4), Nl-Pt-N2 176,3(5) °.

2.1.2 Synthese von (S,S)-PtI(4-Me-C 6 H 3 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 4 -4-Me) (2b)

Zur Synthese von (S,S)-PtI(4-Me-C 6 H 3 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 4 -4-Me) (2b) wurde 1 mmol des im ersten Verfahrensschritt erhaltenen Platiniod-Precursors in 30 ml einer MeOH/H 2 O-Mischung (2: 1 v/v) suspendiert. Anschließend wurden 4 mmol des Liganden Ib hinzugefügt und die Reaktionsmischung weniger als drei Stunden lang im Rückfluss erhitzt. Die Farbe der Reaktionsmischung wechselte dabei von braun über gelb bis hin zu einem weißen Feststoff. Nach dem

Abkühlen der Reaktionsmischung wurde der Feststoff abfiltriert und mit einer kalten MeOH/H 2 O- Mischung (2: 1 v/v) gewaschen. Der abfiltrierte Feststoff entsprach einer Ausbeute von 87,5 %. Durch Aufbereitung des Filtrats konnte die Ausbeute auf 95 % gesteigert werden.

NMR: 1 H-NMR (400 MHz, C 6 D 6 ): δ = 0,99 (d, 3H, J = 6,60 Hz, CHMe cycloplatiniertes Amin); 1,60 (d, 3H, J = 6,76 Hz, CHMe nicht-cycloplatiniertes Amin); 1,87 (s, 3H, 4-Me(Ph) cycloplatiniertes Amin); 2,09 (s, 3H, 4-Me(Ph) nicht-cycloplatiniertes Amin); 2,61 (br, IH, NH, nicht-cycloplatiniertes Amin); 3,35 (br, 2H, NH nicht-cycloplatiniertes und NH cycloplatiniertes Amin); 4,00 (m, 2H, CH, nicht-cycloplatiniertes und cycloplatiniertes Amin); 6,06 (br, IH, NH, cycloplatiniertes Amin); 6,39 (s, IH, H5); 6,42 (d, IH, J = 7,60 Hz, H3); 6,61 (d, IH, J = 7,56 Hz, H2); 6,69 (d, 2H, J = 8,00 Hz, H8, H12); 6,87 (d, 2H, J = 7,80 Hz, H9, Hl 1) ppm. 13 CNMR (100,6 MHz, C 6 D 6 ): δ = 21,08 (s, 2C, 4- CH 3 (Ph), nicht-cycloplatiniertes und cycloplatiniertes Amin); 23,45 (s, IC, CH 3 , nicht- cycloplatiniertes Amin); 24,65 (s, IC, CH 3 , cycloplatiniertes Amin) 58,53 (s, IC, CH, nicht- cycloplatiniertes Amin); 62,57 (s, IC, CH, cycloplatiniertes Amin); 120,63, (s, IC, C2); 124,34 (s, IC, C3); 126,15 (s, 2C, C8, C12); 129,54 (s, IC, C5); 129,68 (s, 2C, C9, CI l); 133,91 (s, IC, C4); 137,70 (s, IC, ClO); 140,00 (s, IC, C6); 141,00 (s, IC, C7); 153,11 (s, IC, Cl) ppm. 195 Pt-NMR (107,4 MHz, C 6 D 6 ): δ = -3297,59 ppm. Elementaranalyse: H: 4,26, C: 36,56, N: 4,74 (berechnet), H: 4,30, C: 35,77, N: 4, 65 (gemessen).

2.1.3 Synthese von (S,S)-PtI(4-F-C 6 H 3 CHMeNH 2 χH 2 NCHMeC 6 H 4 -4-F) (2c)

Zur Synthese von (5,5)-PtI(4-F-C 6 H 3 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 4 -4-F) (2c) wurde 1 mmol des im ersten Verfahrensschritt erhaltenen Platiniod-Precursors in 30 ml einer MeOH/H 2 O-Mischung (2: 1 v/v) suspendiert. Anschließend wurden 4 mmol des Liganden Ic hinzugefügt und die Reaktionsmischung über Nacht im Rückfluss erhitzt. Die Farbe der Reaktionsmischung wechselte dabei von braun über gelb bis hin zu einem weißen Feststoff. Nach dem Abkühlen der Reaktionsmischung wurde der Feststoff ab filtriert und mit einer kalten MeOH/H 2 O-Mischung (2: 1 v/v) gewaschen. Der abfiltrierte Feststoff entsprach einer Ausbeute von 94 %. Durch Aufbereitung des Filtrats konnte die Ausbeute auf 95 % gesteigert werden.

NMR: 1 H-NMR (400 MHz, CD 2 Cl 2 ): δ = 1,46 (d, 3H, J = 6,60 Hz, CHMe cycloplatiniertes Amin); 1,60 (d, 3H, J = 6,59 Hz, CHMe nicht-cycloplatiniertes Amin); 3,64 (br, 2H, NH nicht- cycloplatiniertes und NH cycloplatiniertes Amin); 3,79 (br, 2H, NH, Amin, nicht-cycloplatiniertes Amin); 4,24 (m, IH, CH, cycloplatiniertes Amin); 4,46 (m, IH, CH, nicht-cycloplatiniertes Amin); 4,64 (br, IH, NH, Amine, cycloplatiniertes Amin); 6,36 (s, IH, H5); 6,66 (m, IH, H3); 6,91 (m, IH, H2); 7,09 (m, 2H, H8, H12); 7,38 (m, 2H, H9, Hl 1) ppm. HC-NMR (100,6 MHz, CD 2 Cl 2 ): δ = 22,91 (s, IC, CH 3, nicht-cycloplatiniertes Amin); 24,25 (s, IC, CH 3 , cycloplatiniertes Amin) 57,98 (s, IC, CH, nicht-cycloplatiniertes Amin); 62,89 (s, IC, CH, cycloplatiniertes Amin); 110,22, (d, IC, JC-F = 21,40 Hz, C3); 114,79 (d, IC, JC-F = 18,72 Hz, C5); 116,27 (d, 2C, JC-F = 20,06 Hz, C8, C12);

122.83 (d, IC, JC-F = 8,03 Hz, C2); 128,78 (d, 2C, JC-F = 7,46 Hz, C9, CI l); 138,66 (s, IC, C7);

141.84 (s, IC, C6); 149,82 (s, IC, Cl); 160,20 (d, IC, JC-F = 246,53 Hz, C4); 163,04 (d, IC, JC-F = 246,53, ClO) ppm. 19 F-NMR (376,3 MHz, CD 2 Cl 2 ): -114,07 (m, IF, nicht-cycloplatiniertes Amin); - 116,70 (m, IF, cycloplatiniertes Amin). 195 Pt-NMR (107,4 MHz, CD 2 Cl 2 ): δ = -3315,87 ppm. Elementaranalyse: H: 3,20, C: 32,07, N: 4,67 (berechnet), H: 3,30, C: 31,99, N: 4,61 (gemessen).

Ferner wurde die Molekülstruktur von (S,S)-PtI(4-F-C 6 H 3 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 4 -4-F) (2c) mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmt (siehe Abb. 2). Aus Gründen der übersichtlichkeit wird auch in Abbildung 2 nur das an dem Chiralitätszentrum gebundene Wasserstoffatom gezeigt. Obwohl die Cycloplatinierungsreaktion wie bereits erläutert bei elektronenziehenden Substituenten am Benzylrest langsamer verläuft, und die Kristallstrukturen von (5,5)-PtI(4-F-C 6 H 3 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 4 -4-F) (2c) und (S, S)-

PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 5 ) (2a) nicht isomorph sind, ähneln sich die Molekülstrukturen der beiden Verbindungen.

Abbildung 2: Mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmte Molekülstruktur von (S,S)-PtI(4-F-C 6 H 3 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 4 -4-F) (2c)

Ausgewählte Bindungslängen und -winkel von PtI(4-F-C 6 H 3 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 4 -4-F) (2c): Pt-C3 1,986(9), Pt-Nl 2,035(8), Pt-N2 2,056(8), Pt-I 2,6878(10) ä, C3-PM 173,8(3), Nl-Pt-N2 179,4(3) °.

2.2. Zweiter Verfahrensschritt: Synthese von (S,S)-*ra«s-PtI 2 (H 2 NCHMeC 6 H 4 -R) 2

R = H, Ia R = H, 3a R = H, 2a

2.2.1 Synthese von (S,SHraßs-PtI 2 (H 2 NCHMeC 6 H 5 ) 2 (3a)

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung hat sich herausgestellt, dass das trans-άiamin- diiodsubstituierte Zwischenprodukt 3a der unter Punkt 2.1 erläuterten Reaktion quantitativ erhalten werden kann, indem die Reaktion nach einer - verglichen mit der Reaktionszeit von 2a von 4 Stunden - kurzen Reaktionszeit von etwa 30 Minuten unterbrochen wird. Beispielsweise durch Aufkonzentrieren der Reaktionsmischung kann das gewünschte Zwischenprodukt 3 a als hellgelber mikrokristalliner Feststoff erhalten werden.

NMR: 1 H-NMR (400 MHz, CD 2 Cl 2 ): δ = 1,71 (d, 6H, J = 6,92 Hz, CHMe); 3,50 - 3,90 (br, 4H, NH 2 ); 4,50 (m, 2H, CHMe); 7,29 - 7,40 (m, 10H, H2 - H6) ppm. 13 C-NMR (100,6 MHz, CD 2 Cl 2 ): δ = 21,60 (s, 2C, CH 3 ); 57,79 (s, 2C, CH); 127,71, 128,27 (s, IOC, C2- C6), 141,32 (s, 2C, Cl) ppm. 195 Pt-NMR (107,4 MHz, CD 2 Cl 2 ): δ = -3354,21 ppm. Elementaranalyse: H: 3,18, C: 27,77, N: 4,05 (berechnet), H: 3,19, C: 27,79, N: 4,02 (gemessen).

Auch die Molekülstruktur des Zwischenprodukts (5,5)-;rani-PtI 2 (H 2 NCHMeC 6 H 5 ) 2 (3a) konnte im Rahmen der vorliegenden Erfindung mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmt werden (siehe Abb. 3). Aus Gründen der übersichtlichkeit wird auch in Abbildung 3 nur das an dem Chiralitätszentrum gebundene Wasserstoffatom gezeigt. Die Kristallstruktur von (S,S)-trαns- PtI 2 (H 2 NCHMeC 6 H 5 ) 2 (3 a) umfasst sechs symmetrisch unabhängige quadratisch-planare Platinkomplex-Moleküle, welche sich hauptsächlich in ihrer Konformation unterscheiden. Die Platin- Iod-Bindungslängen bzw. die Platin- Stickstoffbindungslängen liegen dabei in einem Bereich von 2,6009(10) bis 2,6199(8) ä bzw. von 2,054(7) bis 2,088(7) ä.

Abbildung 3: Mittels Einkristall- Röntgenstrukturanalyse bestimmte Molekülstruktur eines von sechs kristallographisch unabhängigen Molekülen von (S,S)-trans- PtI 2 (H 2 NCHMeC 6 Hs) 2 (3a)

2.3. Zweiter Verfahrensschritt: Synthese von (5,5,A A ^)-PtI(C 6 H 4 CHMeNHMe)- (MeHNCHMeC 6 H 5 ) (2d)

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung stellte sich erfreulicherweise heraus, dass mit dem erfindungsgemäß hergestellten Platiniod-Precursors neben primären Aminen, welche sterisch relativ anspruchslosen sind, auch sterisch anspruchsvollere Amine, wie sekundäre Amine, zu cycloplatinierten Platin(II)aminiod- Komplexen umgesetzt werden können.

Zur Synthese von (5,5,i? λ ,,i? λ ,)-PtI(C 6 H 4 CHMeNHMe)-(MeHNCHMeC 6 H 5 ) (2d) wurde 1 mmol des im ersten Verfahrensschritt erhaltenen Platiniod-Precursors in 30 ml einer Methanol/Aceton-Mischung (1 : 1 v/v) suspendiert. Anschließend wurden 4 mmol (S)-CeH 4 CHMeNHMe hinzugefügt und die Reaktionsmischung zwei Tagen lang im Rückfluss erhitzt. Das Filtrat enthielt auch metallisches Platin und wurde über Celeite abfiltriert und anschließend bis zur Trockene eingedampft. Der Feststoff wurde in Methanol gelöst. Unter Zugabe von Wasser bildete sich ein hellgelber Niederschlag. Reines (S,S,R N ,RN)-PtI(C6H 4 CHMeNHMe)-(MeHNCHMeC 6 H5) wurde durch Umkristallisieren aus Methanol/Wasser erhalten. Eine Einkristall-Röntgenstrukturanalyse zeigte, dass es sich bei den hellgelben Kristallen um das 5,5,i? λ ',R λ '-Diastereoisomer handelte. Aus Gründen der übersichtlichkeit

werden in Abbildung 4 nur die an den Chiralitätszentren gebundenen Wasserstoffatome und die an den Stickstoffatomen gebundenen Wasserstoffatome gezeigt.

Abbildung 4: Mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmte Molekülstruktur von (S^i V A)-PtI(C 6 H 4 CHMeNHMe)-(MeHNCHMeC 6 H 5 ) (2d)

Ausgewählte Bindungslängen [ä] und Bindungswinkel [°] von (5,5,i? λ ,,i? λ ,)-PtI(C 6 H 4 CHMeNHMe)- (MeHNCHMeC 6 H 5 ) (2d): Pt-Nl 2,056(3), Pt-N2 2,071(3), Pt-Il 2,7055(3), Pt-C 109 1,987(3), N2-Pt- Nl 173,79(11), C109-Pt-Il 170,30(10), C109-Pt-Nl 81,11(13), C109-Pt-N2 93,38(13), Nl-Pt-Il 89,86(8), N2-PM1 95,80(8); Elementaranalyse: H: 4,26, C: 36,56, N: 4,74 (berechnet), H: 4,20, C: 36,55, N: 4,75 (gemessen).

3. Dritter Verfahrensschritt: Ligandenaustauschreaktion

3.1 Synthese von (S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )P(C 6 Hs) 3 (4a)

R = H, 2a R = H, 4a

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung hat sich herausgestellt, das der einzähnig bindende Amin- Ligand auf einfache Weise durch eine Ligandenaustauschreaktion variiert werden kann, wodurch die ohnehin schon große Zahl an erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen weiterhin gesteigert werden kann.

Zur Synthese von (S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )P(C 6 Hs) 3 (4a) werden der erfindungsgemäße cycloplatinierte Platinaminiod-Komplex 2a und Triphenylphosphan (PPh 3 ) in einem 1 : 1 -Verhältnis in CH 2 Cl 2 eine Stunde lang bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurde Hexan hinzugegeben, woraufhin (S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )P(C 6 Hs) 3 (4a) ausfiel, abfiltriert und aus einer Isopropanol/CH 2 C1 2 - Mischung umkristallisiert wurde.

NMR: 1 H-NMR (400 MHz, CD 2 Cl 2 ): δ = 1,59 (d, 3H, J = 6,84 Hz, CHMe); 4,38 (q, IH, J = 5,12 Hz, CH); 5,29 (br, IH, NH); 6,04 (br, IH, NH); 6,24 (m, IH, Ph); 6,38 (dd, IH, J = 2,80 Hz, J = 7,74 Hz, Ph); 6,77 (m, IH, Ph); 6,94 (m, IH, Ph); 7,39-7,45 (m, 9H, PPh 3 ); 7,63-7,70 (m, 6H, PPh3) ppm. 13 C- NMR (100,6 MHz, CD 2 Cl 2 ): δ = 25,14 (s, IC, CH3); 62,67 (s, IC, CH); 121,10, (s, IC, Ph); 122,66 (s, IC, Ph); 124,33 (s, 2C, Ph); 127,71 (d, 6C, JC-P = 10,06 Hz, meta-C, PPh3); 130,39 (s, 3C, para-C, PPh 3 ); 134,64 (d, 6C, JC-P = 10,06 Hz, ortho-C, PPh 3 ); 132,02 (d, 3C, JC-P = 57,35 Hz, ipso-C, PPh 3 ); 142,48 (s, IC, C6); 155,65 (s, IC, Cl) ppm. 31 P-NMR (121,5 MHz, CD 2 Cl 2 ): δ = 21,17 (t, IP, JP-Pt = 4259,13 Hz, PPh 3 ). 195 Pt-NMR (107,4 MHz, CD 2 Cl 2 ): δ = -4246,79 (d, IPt, JP-Pt = 4247,00)

ppm. Elementaranalyse: H: 3,58, C: 44,33, N: 1,99 (berechnet), H: 3,68, C: 44,54, N: 2,00 (gemessen).

Die Molekülstruktur von (S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )P(C 6 Hs) 3 (4a) konnte im Rahmen der vorliegenden Erfindung ebenfalls mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmt werden (siehe Abb. 4). Aus Gründen der übersichtlichkeit wird auch in Abbildung 5 nur das an dem Chiralitätszentrum gebundene Wasserstoffatom gezeigt.

Abbildung 5: Mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmte Molekülstruktur von (S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )P(C 6 Hs) 3 (4a)

Ausgewählte Bindungslängen und -winkel von (S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )P(C 6 Hs) 3 (4a): Pt-C21 2,041(5), Pt-Nl 2,108(5), Pt-P 2,2337(15), Pt-I 2,7008(7) ä, C21-PM 165,54(15), Nl-Pt-P 172,43(15) °.

3.2 Synthese von rac-, (S)- oder (R)- PtI(4-R-C 6 H 3 CHMeNH 2 )-(4-CH3-C5H 5 N) (R = H (5a), Me (5b) oder F (5c)

R = H, donor ligand = 4-picoline, 5a

R = H, 2a R = CH3, donor ligand = 4-picoline, 5b R = Me, 2b R = F, donor ligand = 4-picoline, 5c R = F, 2c

Zur Synthese von PtI(4-R-C 6 H 3 CHMeNH 2 )-(4-CH 3 -C 5 H 4 N) (R = H (5a), Me (5b) oder F (5c)) wurden jeweils einer der erfindungsgemäßen cycloplatinierten Platinaminiod- Komplexe 2a, 2b beziehungsweise 2c und 4-Picolin (4-Methyl-pyridin) in einem 1 : 1 -Verhältnis in CH 2 Cl 2 zwei Tagen lang zum Ruckfluss erhitzt und gerührt. Es bildete sich ein weißer Niederschlag, welcher abfiltriert wurde. Ausbeute: 88% bei R = H (5a), 79 % bei R = Me (5b) und 82 % bei R = F (5c).

Die Produkte wurden mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse, Kernresonanzspektroskopie (NMR) und Elementaranalyse analysiert. Die Einkristall-Röntgenstrukturanalysen zeigten, dass die Produkte isomorph in der tetragonalen Raumgruppe /4i mit zwei kristallographisch unabhängigen Molekülen in der asymmetrischen Einheit kristallisieren. Aus Gründen der übersichtlichkeit werden in den folgenden Abbildung 6 bis 8 jeweils nur eins der beiden kristallographisch unabhängigen Moleküle und nur das an dem Chiralitätszentrum gebundene Wasserstoffatom gezeigt.

3.2.1 (ä)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )-(4-Me-C 5 H 4 N) (5a)

Abbildung 6: Mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmte Molekülstruktur von (ä)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )-(4-Me-C 5 H 4 N) (5a)

(R)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 H^Me-C 5 H 4 N) (5a): Ausgewählte Bindungslängen [ä] und Bindungswinkel [°], Werte des zweiten Moleküls in eckigen Klammern: PtI-Nl 2,056(13), [2,005(13)], PtI -N2 2,011(12), [2,024(12)], PtI-Il 2,6814(15), [2,6912(14)], Ptl-C8 2,010(15), [1,954(15)], N2-Pü-N1 175,3(5), [176,1(5)], C8-Ptl-Il 174,2(4), [174,7(4)], Nl-PtI-Il 93,3(4), [93,2(4)], N2-Pü-I1 91,2(4), [90,6(4)], C8-Pü-N1 80,9(5), [81,5(6)], N2-Pü-C8 94,6(6), [94,7(6)]; Diederwinkel [°] zwischen der Koordinationsebene und dem Pyridinring: 73,0(5) [82,7(5)]; NMR: 1 H-NMR (400MHz, C 6 D 6 ): δ = 0,82 (d, 3H, / = 6,60 Hz, CHMe cycloplatiniertes Amin), 1,40 (s, IH, 4-Me(Py)); 3,40- 3,60 (b, 2H, NH 2 ); 4,19 (m, 1η, CH); 6,00-8,76 (m, 7η, Ph, Py) ppm, 195 Pt-NMR (107,4 MHz, C 6 D 6 ): -3306,29 (s, IPt) ppm; Elementaranalyse: H: 3,20, C: 31,41, N: 5,23 (berechnet), H: 3,29, C: 32,31, N: 5,35 (gemessen); Schmelzpunkt 241 0 C (mit Zersetzung).

3.2.2 (S)-PtI(4-Me-C 6 H 3 CHMeNH 2 )-(4-Me-C 5 H 4 N) (5b)

Abbildung 7: Mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmte Molekülstruktur von (S)-PtI(4-Me-C 6 H 3 CHMeNH 2 )-(4-Me-C 5 H 4 N) (5b)

(5)-PtI(4-Me-C 6 H 3 CHMeNH 2 )-(4-Me-C 5 H 4 N) (5b): Ausgewählte Bindungslängen [ä] und Bindungswinkel [°], Werte des zweiten Moleküls in eckigen Klammern: PtI-Nl 2,04(2), [2,01(2)], PtI -N2 1,99(2), [2,09(2)], PtI-Il 2,708(3), [2,695(3)], Ptl-C8 2,02(3), [1,95(3)], N2-Ptl-Nl 173,8(10), [176,7(8)], C8-Ptl-Il 173,2(7), [174,6(8)], Nl-PtI-Il 92,9(7), [91,6(8)], N2-Ptl -Il 93,3(7), [89,8(6)], C8-Ptl-Nl 80,5(10), [83,9(10)], N2-Ptl-C8 93,3(10), [94,8(10)]; Diederwinkel [°] zwischen der Koordinationsebene und dem Pyridinring: 71,5(10) [72,7(10)]; NMR: 1 H-NMR (400MHz, C 6 D 6 ): δ = 0,88 (d, 3H, / = 6,60 Hz, CHMe cycloplatiniertes Amin), 1,53 (s, IH, CHMe), 2,09 (s, IH, 4- Me(Py)); 3,05, 3,59 (m, 2H, NH 2 ); 4,08 (m, 1η, CH); 6,02-8,38 (m, 7η, Ph, Py) ppm, 195 Pt-NMR (107,4 MHz, C 6 D 6 ): -3188,05 (s, IPt) ppm; Elementaranalyse: H: 3,49, C: 32,80, N: 5,10 (berechnet), H: 3,61, C: 32,77, N: 4,99 (gemessen); Schmelzpunk: 218 0 C (mit Zersetzung). 3.2.3 (S)-PtI(4-F-C 6 H 3 CHMeNH 2 )-(4-Me-C5H4N) (5c)

Abbildung 8: Mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmte Molekülstruktur von (S)-PtI(4-F-C 6 H 3 CHMeNH 2 )-(4-Me-C 5 H 4 N) (5c)

(5)-PtI(4-F-C 6 H 3 CHMeNH 2 )-(4-Me-C 5 H 4 N) (5c): Ausgewählte Bindungslängen [ä] und Bindungswinkel [°], Werte des zweiten Moleküls in eckigen Klammern: PtI-Nl 2,050(8), [2,038(8)], PtI -N2 2,035(8) [2,044(8)] PtI-Il 2,6981(11) [2,7075(1 I)], PtI -C8 1,997(9)[1,996(9)], N2-Pü-N1 174,5(4) [177,2(4)], C8-PU-I1 174,1(3) [173,9(3)], Nl-PtI-Il 93,4(3) [92,5(3)], N2-Ptl-Il 91,6(3) [90,2(3)], C8-Pü-N1 80,6(4) [81,7(4)], C8-Ptl-N2 94,3(5) [95,6(5)], Diederwinkel [°] zwischen der Koordinationsebene und dem Pyridinring: 70,1(5) [79,2(5)]; NMR: 1 H-NMR (400MHz, C 6 D 6 ): δ = 1,32, 1,34 (s, 2H, CHMe, 4-Me(Py)); 2,63, 2,97 (m, 2H, NH 2 ); 4,28 (m, 1η, CH); 6,59-6,69 (m, 7η, Ph, Py) ppm, 19 F-NMR (188,15 Mhz, C 6 D 6 ): -113,32 (m, IF, F) ppm, 195 Pt-NMR (107,4 MHz, C 6 D 6 ): -3376,38 (s, IPt) ppm; Elementaranalyse: H: 2,91, C: 30,39, N: 5,06 (berechnet), H: 3,01, C: 30,10, N: 4,98 (gemessen).

3.3 Synthese von Synthese von rac-, (S)- or (R)- [Pt(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(C 10 H 8 N 2 )] (NO 3 ) (6)

2a

Sowohl der Halogenligand als auch das h^Amin können, beispielsweise durch Reaktion mit dem Silbersalz von Acetylacetonat oder eines schwach koordinierenden Anions in der Gegenwart eines chelatisierenden Liganden, wie 2,2'Bipyridin, durch einen chelatisirenden Liganden ausgetauscht werden.

Zur Synthese von (R)- [Pt(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(Ci 0 H 8 N 2 )] (NO 3 ) (6) wurden der erfindungsgemäße cycloplatinierte Platinaminiod-Komplexe 2a in Aceton gelöst und eine äquimolare Menge einer wässrigen Silbernitratlösung hinzugegeben. Anschließend wurde ein äquivalent 2,2'-Bipyridin zu der Reaktionsmischung hinzugegeben und die Reaktionsmischung über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wurde bis zur Trockene entfernt und Methanol hinzugegeben. Anschließend wurde das Silberiodid über Celite abfiltriert. Das hellgelbe Filtrat wurde bis zur Trockene eingeengt. Anschließend wurde Dichlormethan hinzugegeben. Unter Zugabe von Hexan kristallisiert (R)- [Pt(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(2,2'-bipyridin)] (NO 3 ) -2H 2 O (6 (-2H 2 O)).

Das Produkt wurde mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse untersucht. Die Einkristall- Röntgenstrukturanalyse zeigte, dass die Kristallstruktur pro Komplexmolekül zwei Wassermoleküle aufwies. Die Wassermoleküle sind in der folgenden Abbildung 9 nicht dargestellt. Aus Gründen der übersichtlichkeit wurde weitehin in Abbildung 9 nur das an dem Chiralitätszentrum gebundene Wasserstoffatom gezeigt.

Abbildung 9: Mittels Einkristall-Röntgenstrukturanalyse bestimmte Molekülstruktur von Pt(C6H 4 CHMeNH 2 )(2,2'-bipyridin)](NO 3 )-2H 2 O (6 (-2H 2 O))

Pt(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(2,2'-bipyridm)](NO 3 )-2H 2 O (6 (-2H 2 O)): Ausgewählte Bindungslängen [ä] und Bindungswinkel [°]: Pt-Nl 2,031(6), Pt-N2 2,031(6), Pt-N3 2,050(5), Pt-C8 2,010(6), N2-Pt-Nl 98,4(2), C8-Pt-N3 103,1(2), C8-Pt-Nl 80,1(2), C8-Pt-N2 174,8(2), Nl-Pt-N3 173,4(2), N2-Pt-N3 78,9(2).

4. Antitumoraktivität

(5,S)-PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 5 ) (2a) und das enantiomere (R,R)- PtI(C 6 H 4 CHMeNH 2 )(H 2 NCHMeC 6 H 5 ) wurden an Zelllinien des Typs KGIa (akute myeloische Leukämie), LPl (multiples Myelom) und U266 (multiples Myelom) getestet. Sie zeigten IC50-Werte zwischen 1 und 2 μM, also in einem klinisch realisierbaren Konzentrationsbereich.