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Title:
CHOKE AND TEST ASSEMBLY FOR CARRYING OUT HIGH-VOLTAGE TESTING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/115191
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a choke (D) for carrying out high-voltage testing, having a housing (G), a coil (S) arranged inside the housing (G), at least one electrically conductive component (F1, F2) and a flux guiding device (FF) for guiding a magnetic flux that can be generated by the coil (S). The electrically conductive component (F1, F2) is arranged between the coil (S) and the housing (G). The flux guiding device (FF) comprises a ferromagnetic material and is arranged between the coil (S) and the at least one electrically conductive component (F1, F2) such that the magnetic flux that can be generated by the coil (S) is guided past or is substantially guided past the electrically conductive component (F1, F2).

Inventors:
BILINSKI, Enrico (Dippelsdorfer Straße 10, Dresden, 01129, DE)
ULLRICH, Clemens (Schongauer Straße 6, Dresden, 01259, DE)
SIEBERT, Günther (Rähnitzer Mühlweg 6, Dresden, 01108, DE)
Application Number:
EP2018/082110
Publication Date:
June 20, 2019
Filing Date:
November 21, 2018
Export Citation:
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Assignee:
MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH (Falkensteinstraße 8, Regensburg, 93059, DE)
International Classes:
H01F27/36; G01R31/14; G01R31/333; H01F37/00
Foreign References:
US1811466A1931-06-23
EP0012721A11980-06-25
DE1287203B1969-01-16
GB1005120A1965-09-22
DE102008011802A12009-09-03
Other References:
None
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Drossel zur Durchführung von Hochspannungsprüfungen umfassend

ein Gehäuse (G);

eine im Inneren des Gehäuses (G) angeordnete Spule (S);

wenigstens ein zwischen der Spule (S) und dem Gehäuse angeordnetes elektrisch leitfähiges Bauteil (F1 , F2); und

eine Flussführungsvorrichtung (FF) zur Führung eines mittels der Spule (S) erzeug baren magnetischen Flusses, wobei die Flussführungsvorrichtung (FF)

- ein ferromagnetisches Material enthält; und

- zwischen der Spule (S) und dem wenigstens einen elektrisch leitfähigen Bauteil (F1 , F2) derart angeordnet ist, dass der mittels der Spule (S) erzeugbare magnetische Fluss an dem elektrisch leitfähigen Bauteil (F1 , F2) vorbei geführt wird.

2. Drossel nach Anspruch 1 , wobei das Gehäuse (G) wenigstens zum Teil aus

elektrisch leitfähigem Material besteht und die Flussführungsvorrichtung (FF) derart angeordnet ist, dass sie das elektrisch leitfähige Material des Gehäuses (G) von ei nem mittels der Spule (S) erzeugbaren magnetischen Fluss abschirmt.

3. Drossel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Flussführungsvorrichtung (FF) eine zylindrische Komponente umfasst, welche die Spule (S) radial zumindest teilweise umschließt.

4. Drossel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Flussführungsvorrichtung (FF) wenigstens zwei Segmente umfasst, welche radial um die Spule (S) herum ver teilt angeordnet sind und sich entlang der Spule (S) erstrecken.

5. Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Flussführungsvorrichtung (FF) elektrisch und mechanisch mit der Spule (S) verbunden ist.

6. Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das wenigstens eine elektrische Bauteil eine Feldsteuerelektrode (F1 , F2) umfasst.

7. Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das elektrisch leitfähige Bauteil (F1 , F2) zwischen der Flussführungsvorrichtung (FF) und dem Gehäuse (G) angeord- net ist, insbesondere radial zwischen der Flussführungsvorrichtung (FF) und dem Ge häuse (G).

8. Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Spule (S) als Luftspule ausge bildet ist.

9. Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Drossel (D) eine Aufhängung (A) umfasst, welche die Spule (S) trägt und die Flussführungsvorrichtung (FF) eine innere Komponente umfasst, welche im Inneren der Aufhängung (A) angeordnet ist.

10. Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Flussführungsvorrichtung (FF) wenigstens eine stirnseitige Komponente umfasst, welche an einem stirnseitigen Ende der Spule (S) angeordnet ist und senkrecht zu einer Wickelachse der Spule (S) ausgerichtet ist.

1 1 . Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Drossel (D) wenigstens eine weitere Spule (S2) umfasst, welche mit der Spule (S1 ) in Reihe geschaltet ist.

12. Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , wobei die Drossel (D) wenigstens einen Hochspannungsanschluss (DF1 ) zur elektrischen Kontaktierung der Spule (S) auf weist.

13. Drossel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Drossel (D) als Drossel mit fester Induktivität ausgebildet ist.

14. Prüfanordnung zur Durchführung von Hochspannungsprüfungen an einem Prüfling (P), wobei die Prüfanordnung eine oder mehrere in Reihe oder parallel geschaltete Drosseln aufweist, wobei wenigstens eine der Drosseln gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist.

15. Prüfanordnung nach Anspruch 14, wobei die Prüfanordnung eine Einspeisequelle (EQ) umfasst, welche mit der einen oder den mehreren Drosseln und dem Prüfling (P) zu einem Resonanzkreis verbindbar ist.

Description:
DROSSEL UND PRUFANORDNUNG ZUR DURCHFÜHRUNG VON

HOCHSPANNUNGSPRÜFUNGEN

Die Erfindung betrifft eine Drossel zur Durchführung von Hochspannungsprüfungen an ei nem Prüfling sowie eine Prüfanordnung mit wenigstens einer solchen Drossel.

Hochspannungsanlagen und Hochspannungskomponenten stellen kapazitive Prüfobjekte dar. Diese kapazitiven Prüfobjekte werden zur Hochspannungsprüfung mit einer oder mehreren Drosseln zu einem Resonanzkreis verbunden, welcher durch eine Einspeisung beispielsweise mit variabler Frequenz versorgt wird. Dabei werden beispielsweise Dros seln mit Luftspulen verwendet, welche in einem Metallgefäß angeordnet sind. In solchen Drosseln kommt es zu einer ungesteuerten Verteilung des magnetischen Flusses, was zu erhöhten Wirbelstromverlusten sowohl in dem Metallgefäß wie auch in elektrisch leitfähi gen Bauteilen der Drossel im Inneren des Metallgefäßes führt. Durch diese Wirbelstrom verluste wird die Güte des Resonanzkreises reduziert.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein verbessertes Konzept für Dros seln zur Durchführung von Hochspannungsprüfungen anzugeben, durch das Wirbelstrom verluste reduziert werden.

Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Weitere Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Das verbesserte Konzept beruht auf der Idee, im Inneren der Drossel ferromagnetisches Material als Flussführungsvorrichtung vorzusehen, durch welches der magnetische Fluss an elektrisch leitfähigen Bauteilen vorbei geführt wird, die andernfalls eine Quelle für er höhte Wirbelstromverluste sein können.

Gemäß dem verbesserten Konzept wird eine Drossel zur Durchführung von Hochspan nungsprüfungen angegeben, welche ein Gehäuse, eine im Inneren des Gehäuses ange ordnete Spule, wenigstens ein elektrisch leitfähiges Bauteil und eine Flussführungsvor richtung zur Führung eines mittels der Spule erzeugbaren magnetischen Flusses auf weist. Das elektrisch leitfähige Bauteil ist zwischen der Spule und dem Gehäuse angeord net. Die Flussführungsvorrichtung umfasst ein ferromagnetisches Material und ist zwi schen der Spule und dem wenigstens einen elektrisch leitfähigen Bauteil derart angeord net, dass der mittels der Spule erzeugbare magnetische Fluss an dem elektrisch leitfähi gen Bauteil vorbei geführt oder im Wesentlichen vorbei geführt wird. Vorbeiführen oder im Wesentlichen Vorbeiführen des magnetischen Flusses an dem elektrisch leitfähigen Bauteil ist dabei so zu verstehen, dass der magnetische Fluss durch das elektrisch leitfähige Bauteil eliminiert oder reduziert wird. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass die Flussführungsvorrichtung zwischen Spule und elektrisch leitfä higem Bauteil angeordnet ist. Dadurch werden Wirbelströme und entsprechende Wir belstromverluste in dem elektrisch leitfähigen Bauteil verhindert oder reduziert. Wenn die Drossel in einer Prüfanordnung als Bestandteil eines Resonanzkreises verwendet wird, führt dies letztlich zu einer verbesserten Güte des Resonanzkreises. Dadurch kann die der Prüfanordnung zur Verfügung zu stellende Leistung reduziert werden. Gleichzeitig wird durch den Einsatz des ferromagnetischen Materials die Induktivität der Drossel er höht, so dass die Baugröße der Drossel bei identischer Induktivität reduziert werden kann bzw. bei identischer Baugröße die Leistungsfähigkeit der Drossel erhöht wird.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst das ferromagnetische Material der Flussführungsvorrichtung oder einzelner Komponenten der Flussführungsvorrichtung ein Elektroblech oder einen Stapel aus Elektroblech oder ein Elektrobandmaterial oder ein amorphes ferromagnetisches Material.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform besteht das Gehäuse wenigstens zum Teil aus elektrisch leitfähigem Material, beispielsweise Metall. Die Flussführungsvorrichtung ist derart angeordnet, dass sie das elektrisch leitfähige Material des Gehäuses von einem mittels der Spule erzeugbaren magnetischen Fluss abschirmt.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform besteht das Gehäuse wenigstens zum Teil aus Stahl. Beispielsweise kann eine Gehäusewand des Gehäuses vollständig aus Stahl be stehen.

Durch die Abschirmung des Gehäuses von dem Fluss werden Wirbelstromverluste in dem Gehäuse reduziert. Dies ermöglicht es, auf kostenintensive Materialen mit besonders ho her elektrischer Leitfähigkeit, wie zum Beispiel Aluminium, zu verzichten und stattdessen kostengünstige Materialien wie Stahl zu verwenden. Zudem kann die Wandstärke des Ge häusematerials verringert werden, ohne dass dadurch durch Wirbelstromverluste verur sachte thermische Auswirkungen ein technisch verträgliches Maß übersteigen.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die Flussführungsvorrichtung eine zy lindrische, insbesondere kreiszylindrische, Komponente, welche die Spule radial zumin dest teilweise umschließt. Radial umschließen bedeutet dabei in einer Ebene senkrecht zur Wickelachse der Spule umschließen. In axialer, also zur Wickelachse paralleler, Rich tung kann die Spule über die zylindrische Komponente hinausragen oder mit der zylindri schen Komponente abschließen. Alternativ kann die zylindrische Komponente axial über die Spule hinausragen.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umschließt die zylindrische Komponente die Spule radial vollständig.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform besteht die zylindrische Komponente wenigs tens zum Teil aus einem ferromagnetischen Material.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die Flussführungsvorrichtung wenigs tens zwei Segmente, die radial um die Spule herum verteilt, beispielsweise gleichverteilt, angeordnet sind und sich axial, beispielsweise vollständig oder im Wesentlichen vollstän dig, entlang der Spule erstrecken. Anzahl und Abmessungen der Segmente können dabei derart sein, dass die Segmente gemeinsam die Spule radial vollständig oder teilweise um schließen.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind die Segmente stabförmig oder quaderför mig oder als Abschnitte eines Hohlzylinders, insbesondere hohlen Kreiszylinders, ausge bildet.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform bestehen die Segmente jeweils wenigstens zum Teil aus einem ferromagnetischen Material.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die Flussführungsvorrichtung elektrisch und mechanisch mit der Spule verbunden. Dadurch liegen die Flussführungsvorrichtung und die Spule auf demselben elektrischen Potential.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist das Gehäuse von der Flussführungsvorrich tung und von der Spule elektrisch isoliert.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform werden die Flussführungsvorrichtung oder die zylindrische Komponente oder die Segmente von der Spule getragen und/oder liegen auf der Spule auf. Dadurch wird eine besonders kompakte Bauweise der Drossel erreicht.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die Flussführungsvorrichtung oder die zy lindrische Komponente oder sind die Segmente mittels Stellschrauben mit der Spule ver bunden. Insbesondere kann dadurch ein Spalt zwischen Flussführungsvorrichtung oder zylindrische Komponente oder Segmenten und Spule erzielt werden um fertigungsbe dingte Toleranzen auszugleichen.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst das wenigstens eine elektrische Bau teil wenigstens eine Feldsteuerelektrode.

Gehäuse und Flussführungsvorrichtung liegen währen einer Hochspannungsprüfung auf unterschiedlichen elektrischen Potentialen. Die Feldsteuerelektrode stellt dementspre chend einen Schirmkörper dar, der dazu dient, das Auftreten von Höchstfeldstärken an Ecken, Kanten oder Oberflächen mit geringem Krümmungsradius zu verhindern und da mit erforderliche Schlagweiten im Inneren der Drossel, insbesondere erforderliche Ab stände zwischen Spule und Gehäuse oder Flussführungsvorrichtung und Gehäuse, zu re duzieren.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist das elektrisch leitfähige Bauteil oder die Feldsteuerelektrode zwischen der Flussführungsvorrichtung und dem Gehäuse angeord net, insbesondere radial zwischen der Flussführungsvorrichtung und dem Gehäuse.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die Feldsteuerelektrode an einem stirnseiti gen Ende der zylindrischen Komponente oder der Segmente angeordnet.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst das wenigstens eine elektrische Bau teil eine oder mehrere weitere Feldsteuerelektroden.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist eine der weiteren Feldsteuerelektrode an ei nem weiteren stirnseitigen Ende der zylindrischen Komponente oder der Segmente ange ordnet.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Feldsteuerelektrode eine ringförmige Struktur auf und ist koaxial zur Wickelachse der Spule ausgerichtet.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform besteht die Feldsteuerelektrode teilweise oder vollständig aus Metall. Insbesondere weist die Feldsteuerelektrode einen Metallkörper auf. Insbesondere ist die Feldsteuerelektrode nicht aus einem elektrisch isolierenden Körper mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung gefertigt.

Durch das Vorbeiführen des magnetischen Flusses an der Feldsteuerelektrode mittels der Flussführungsvorrichtung und die dadurch reduzierten Wirbelströme in der Feldsteuer elektrode kann die Konstruktion mit Metallkörper verwendet werden. Dies hat gegenüber der Verwendung von Kunststoff körpern mit leitfähiger Beschichtung, beispielsweise einer Beschichtung aus Halbleitermaterial, einerseits einen Kostenvorteil. Des Weiteren kann die Feldsteuerelektrode mit Metallkörper eine Oberfläche mit geringerer Rauigkeit besit zen, beispielsweise eine polierte Oberfläche, und damit zu geringeren Höchstfeldstärken führen. Daher werden die erforderlichen Schlagweiten im Inneren der Drossel reduziert und damit eine kompaktere Bauform ermöglicht.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die Drossel eine Aufhängung, insbe sondere eine zentrale Aufhängung, welche die Spule trägt.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform besteht die Aufhängung aus elektrisch nicht leitfähigem Material.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die Aufhängung koaxial zur Wickelachse der Spule ausgerichtet.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die Aufhängung einen oder mehrere mechanisch miteinander verbundene Träger. Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die Flussführungsvorrichtung eine in nere Komponente, welche im Inneren der Aufhängung angeordnet ist. Insbesondere be steht die innere Komponente zumindest zum Teil aus ferromagnetischem Material.

Dadurch wird die Induktivität der Drossel weiter erhöht.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die Flussführungsvorrichtung wenigs- tens eine stirnseitige Komponente, welche an einem stirnseitigen Ende der Spule ange ordnet ist und senkrecht zu der Wickelachse der Spule ausgerichtet ist. Insbesondere be steht die stirnseitige Komponente zumindest zum Teil aus ferromagnetischem Material. Dadurch werden stirnseitig von der Spule liegende Teile des Gehäuses oder entspre chend angeordnete elektrisch leitfähige Bauteile der Drossel von dem magnetischen Fluss abgeschirmt.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die stirnseitige Komponente mit der zylindri schen Komponente oder mit wenigstens einem der Segmente verbunden.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die Drossel wenigstens eine weitere Spule, welche mit der Spule in Reihe geschaltet ist. Gemäß zumindest einer Ausführungsform haben die Spule und die wenigstens eine wei tere Spule dieselbe Wickelachse und sind axial nebeneinander oder radial übereinander angeordnet, insbesondere auf der Aufhängung.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die Spule als Luftspule, also als Spule ohne ferromagnetischen Kern, ausgebildet. Umfasst die Drossel eine weitere Spule axial neben der Spule, so ist auch diese als Luftspule ausgebildet. Der Begriff Luftspule schließt dabei nicht aus, dass statt oder neben Luft andere, nicht ferromagnetische Materialen, insbe sondere Isoliermedien, im Gehäuse und im Inneren der Spule vorhanden sind.

Die Spule und die weitere Spulen können beispielsweise derart gewickelt sein, dass axial benachbarte Spulen an deren radialer Innenseite jeweils unterschiedliche Potentiale, ins besondere Hochspannungspotentiale, aufweisen. Daher weisen diese Spulen entspre chende Abstände axiale voneinander auf, um die erforderliche elektrische Durchschlags festigkeit sicherzustellen. Durch die Ausbildung als Luftspulen wird sichergestellt, dass diese Abstände nicht überbrückt werden.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Drossel einen Hochspannungsan schluss zur elektrischen Kontaktierung der Spule, insbesondere eines ersten Kontakts der Spule, auf. Der Hochspannungsanschluss kann dabei zum Beispiel zum Anschluss des Prüflings dienen.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst der Hochspannungsanschluss eine Hochspannungsdurchführung.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Drossel einen weiteren Spannungs anschluss, insbesondere weiteren Hochspannungsanschluss auf, der eine Durchführung, insbesondere weitere Hochspannungsdurchführung, umfasst.

In wenigstens einer Ausführung, in der die Drossel nur eine Spule aufweist, dient der wei tere Spannungsanschluss zum elektrischen Anschluss eines zweiten Kontakts der Spule.

In wenigstens einer Ausführung, in der die Drossel die Spule und eine weitere Spule auf weist, dient der weitere Spannungsanschluss zum elektrischen Anschluss der weiteren Spule.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die Aufhängung an der Hochspannungs durchführung und/oder der weiteren Durchführung befestigt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind die Hochspannungsdurchführung und die weitere Durchführung an gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses angeordnet.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die Drossel als Drossel mit fester, insbeson dere nicht veränderbarer, Induktivität ausgebildet.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist der Innenraum des Gehäuses mit einem Iso liermedium, insbesondere einem nicht leitfähigem Fluid, beispielsweise einer Isolierflüs sigkeit oder einem Isoliergas gefüllt.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform steht das Isoliermedium unter einem gegen über dem Umgebungsdruck erhöhtem Druck. Dadurch können erforderliche elektrische Schlagweiten reduziert werden, was zu einer kompakteren Bauform beiträgt.

Gemäß dem verbesserten Konzept wird auch eine Prüfanordnung zur Durchführung von Hochspannungsprüfungen an einem Prüfling angegeben. Die Prüfanordnung weist eine Drossel gemäß dem verbesserten Konzept auf.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist das Gehäuse der Drossel geerdet.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die Prüfanordnung eine Einspeise quelle, welche mit der Drossel und dem Prüfling zu einem Resonanzkreis verbindbar oder verbunden ist. Dabei ist die Drossel zwischen Einspeisequelle und Prüfling angeordnet. Insbesondere ist der Hochspannungsanschluss mit dem Prüfling verbindbar oder verbun den und der weitere Spannungsanschluss ist mit der Einspeisequelle verbindbar oder ver bunden.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die Einspeisequelle ist als Spannungsquelle mit variabler Frequenz ausgebildet.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Prüfanordnung eine oder mehrere weitere Drosseln auf, die mit der Drossel in Reihe oder parallel geschaltet sind. In solchen Ausführungsformen ist der weitere Spannungsanschluss der Drossel direkt oder über die weiteren Drosseln mit der Einspeisequelle verbindbar oder verbunden. Die weiteren Dros seln oder einzelne der weiteren Drosseln können gemäß dem verbesserten Konzept aus gebildet sein.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die Prüfanordnung den Prüfling.

Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist der Resonanzkreis ein Serienresonanzkreis oder ein Parallelresonanzkreis.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand beispielhafter Ausführungsformen unter Bezug auf die Zeichnungen im Detail erklärt. Komponenten, die funktionell identisch sind oder ei nen identischen Effekt haben, können mit identischen Bezugszeichen versehen sein. Identische Komponenten oder Komponenten mit identischer Funktion sind unter Umstän den nur bezüglich der Figur erklärt, in der sie zuerst erscheinen. Die Erklärung wird nicht notwendigerweise in den darauffolgenden Figuren wiederholt.

Es zeigen

Figur 1 ein Blockschaltbild einer beispielhaften Ausführungsform einer

Prüfanordnung mit einer Drossel gemäß dem verbesserten Kon zept;

Figur 2 eine Schnittdarstellung einer beispielhaften Ausführungsform einer

Drossel gemäß dem verbesserten Konzept; und

Figur 3 eine Schnittdarstellung einer weiteren beispielhaften Ausführungs form einer Drossel gemäß dem verbesserten Konzept.

Figur 1 zeigt ein Blockschaltbild einer beispielhaften Ausführungsform einer Prüfanord nung mit einer Drossel gemäß dem verbesserten Konzept, insbesondere eines Serienre sonanzkreises.

Die Prüfanordnung umfasst eine Einspeisequelle EQ, die als Wechselspannungsquelle ausgebildet ist, eine Drossel D gemäß dem verbesserten Konzept, sowie einen mit der Drossel D in Reihe geschalteten Prüfling P mit einer Prüflingskapazität. Optional können in dem Resonanzkreis eine oder mehrere weitere Prüfdrosseln mit der Drossel D in Reihe und/oder parallel geschaltet sein, die beispielsweise ausgeführt sind wie die Drossel D. Des Weiteren kann der Resonanzkreis weitere nicht gezeigte Komponenten umfassen.

Die Einspeisequelle EQ ist beispielsweise mit einer Spule der Drossel D verbunden. Im Betrieb wird eine Erregerspannung, insbesondere eine Wechselspannung, von der Ein speisequelle EQ bereitgestellt, die über Drossel D und Prüfling P abfällt. Im Resonanzfall fällt über dem Prüfling P eine Prüfspannung ab, deren Betrag größer ist als der der Erre gerspannung, so dass es zu einer Spannungsüberhöhung kommt. Die Güte des Reso nanzkreises, also das Verhältnis von Prüfblindleistung zu Verlustleistung des Resonanz kreises, entspricht dem Verhältnis der Prüfspannung zur Erregerspannung. Verschiedene Ausführungsformen der Drossel D werden nun bezüglich der Figuren 2 und 3 genauer beschrieben.

Figur 2 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform einer Drossel gemäß dem verbesserten Konzept.

Die Drossel hat ein Gehäuse G, das zumindest zum Teil aus Metall besteht, beispiels weise aus Stahl. In einem Resonanzkreis ist das Gehäuse beispielsweise geerdet. Die Drossel weist eine zentrale Aufhängung A auf, um die herum eine Spule S angeordnet ist. Die Drossel weist außerdem erste und eine zweite Durchführung DF1 , DF2 auf, wobei wenigstens die erste Durchführung DF1 als Hochspannungsdurchführung ausgebildet ist. Die erste Durchführung DF1 dient beispielsweise zum Anschluss des Prüflings P in einer Anordnung wie in Figur 1 gezeigt. Die zweite Durchführung DF2 dient beispielsweise zum Anschluss der Einspeisequelle EQ in einer Anordnung wie in Figur 1 gezeigt oder zum Anschluss einer weiteren Drossel (nicht gezeigt). Die Aufhängung ist beispielsweise an dem Gehäuse G und/oder an einer oder beiden Aufhängungen DF1 , DF2 befestigt.

Die Drossel weist eine Flussführungsvorrichtung FF zur Führung eines mittels der Spule S erzeugbaren magnetischen Flusses. Die Flussführungsvorrichtung FF enthält oder be steht aus ferromagnetischem Material. Im abgebildeten Beispiel besteht die Flussfüh rungsvorrichtung FF aus einer zylindrischen Komponente, welche die Spule S in radialer Richtung vollständig umgibt oder aus mehreren, beispielsweise vier, Segmenten, welche die Spule S in radialer Richtung teilweise oder vollständig umgeben.

Zudem weist die Drossel beispielsweise zwei Feldsteuerelektroden F1 , F2 auf, die jeweils an einem stirnseitigen Ende der zylindrischen Komponente zwischen Flussführungsvor richtung FF und Gehäuse G angeordnet sind. Die Feldsteuerelektroden F1 , F2 sind bei spielsweise ringförmig ausgebildet und umgeben die zylindrische Komponente radial. Die Feldsteuerelektroden F1 , F2 dienen zur Abschirmung beziehungsweise Vermeidung von Höchstfeldstärken zwischen Flussführungsvorrichtung FF und Gehäuse G. Ohne Feld steuerelektroden müssten die Abstände zwischen Gehäuse G und Flussführungsvorrich tung FF erhöht werden um elektrische Entladungen sicher zu verhindern.

Die zylindrische Komponente oder die Segmente der Flussführungsvorrichtung FF sind zwischen der Spule S und den Feldsteuerelektroden F1 , F2 angeordnet. Demzufolge wer den durch die Flussführungsvorrichtung FF magnetische Streuflüsse durch das Gehäuse G wie auch durch die Feldsteuerelektroden F1 , F2 reduziert oder verhindert. Durch den so gesteuerten magnetischen Fluss werden Wirbelströme im Gehäuse G und den Feldsteue relektroden F1 , F2 reduziert. Durch diese Konstruktion wird es möglich, kompakte Dros seln beispielsweise mit einem Stahlgehäuse auszustatten. Auch die Feldsteuerelektroden F1 , F2 können aus ganz oder teilweise aus Metall gefertigt sein, eine aufwändige Herstel lung aus leitfähig beschichteten Kunststoffen ist nicht erforderlich.

Figur 3 zeigt eine weitere beispielhafte Ausführungsform einer Drossel gemäß dem ver besserten Konzept. Die Ausführungsform der Figur 3 beruht auf der Ausführungsform der Figur 2.

Im Unterschied zu der Ausführungsform aus Figur 2 weist die Drossel aus Figur 3 anstelle der Spule S zwei in Serie geschaltete Spulen S1 und S2 auf, die axial nebeneinander auf der Aufhängung A angeordnet sind. Anders ausgedrückt wird eine Spule mit zwei in Serie geschalteten Teilwicklungen S1 , S2 verwendet. In alternativen Ausführungsformen kön nen die beiden Spulen S1 , S2 radial übereinander angeordnet sein.

Optional sind weitere Feldsteuerelektroden FW vorgesehen, die zwischen den einander zugewandten Enden der Spulen S1 , S2 angeordnet sind um die elektrische Höchstfeld stärke zwischen beiden Spulen S1 , S2 zu reduzieren und damit deren Abstand zueinan der reduzieren zu können, was zu einer kompakten Bauform beiträgt. Die weitere Feld steuerelektroden FW sind beispielsweise ringförmig ausgebildet und umgeben die Auf hängung A radial.

Durch eine Drossel nach dem verbesserten Konzept werden Wirbelstromverluste im Dros selgehäuse wie auch in elektrisch leitfähigen Bauteilen der Drossel reduziert. Insbeson dere können für Gehäuse oder die elektrisch leitfähigen Bauteile kostengünstige Materia lien eingesetzt und eine besonders kompakte Bauform der Drossel erreicht werden, da wegen der reduzierten Wirbelstromverluste eine höherer elektrische Widerstand des Ge häuses oder der elektrisch leitfähigen Bauteile weniger stark ins Gewicht fällt. Entspre chend können gleicher Baugröße leistungsstärkere Drosseln gebaut werden. Durch gerin gere Wirbelstromverluste wird die Güte eines Resonanzkreises, in dem die Drossel einge setzt wird, erhöht. Der Leistungsbedarf der Einspeisung ist dadurch reduziert. Durch die Reduzierung der Leistung der Einspeisung können andere in der Prüfanordnung inte grierte Komponenten bezüglich ihrer Leistung und Baugröße verkleinert werden. BEZUGSZEICHEN

D Drossel

P Prüfling

EQ Einspeisequelle

G Gehäuse

A Aufhängung

FF Flussführungsvorrichtung

S, S1 , S2 Spulen

F1 , F2, FW Feldsteuerelektroden

DF1 , DF2 Durchführungen