| WO/2009/010851 | A PACK OF RIGID TYPE FOR TOBACCO PRODUCTS |
| WO/2004/028927 | RIGID SIDE-OPEN PACKAGE FOR TOBACCO ARTICLES |
| WO/2003/016166 | DISPENSING CONTAINER |
HEIN, Viktor (Bürgermeister-Hogrefe-Strasse 12, Luttum, 27308, DE)
| Patentansprüche 1. Packung aus (dünnem) Karton oder gleichartigem Verpackungsmaterial mit einer Innenpackung (12) für den Packungsinhalt, insbesondere für eine Zigarettengruppe (11) und mit einer Außenpackung (13), vorzugsweise in der Ausführung als Klappschachtel, wobei die den Packungsinhalt umhüllende Innenpackung (12) eine Verschlusslasche (39) im Bereich einer stirnseitigen Entnahmeöffnung (35) aufweist, die von einer mit (Dauer JKIeber versehenen Betätigungslasche (42) unter Bildung eines überstehenden Schließrandes bzw. Randstreifens (43) abgedeckt ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: a) die Innenpackung (12) besteht aus dünnem Karton oder ähnlichem Verpackungsmaterial oder aus aroma- bzw. feuchtigkeitsdichtem Material, insbesondere aus (dünnem) Karton mit Beschichtung aus dichtem Material, b) die Innenpackung (12) ist unmittelbar von der Außenpackung (13) umgeben, c) die Betätigungslasche (42) ist als gesonderter Zuschnitt (Tape) ausgebildet und im Bereich der Entnahmeöffnung (35) unmittelbar an der Innenpackung (12) angebracht. 2. Packung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Außenpackung (13) als Klappschachtel mit Schachtelteil (14) und Deckel (15), jedoch ohne Kragen ausgebildet ist. 3. Packung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zigarettengruppe (11 ) von einem Innenzuschnitt (innerliner) aus Stanniol oder Papier umgeben ist unter Bildung eines Zigarettenblocks, der in der Innenpackung (12) angeordnet ist. 4. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Entnahmeöffnung (35) im oberen Bereich der Innen- Vorderwand (36) der Innenpackung (12), über die volle Tiefe (Querabmessung) der Innen-Stimwand (37) und vorzugsweise mit einem weiteren Teilbereich in der Innen- Rückwand (38) erstreckt. 5. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Entnahmeöffnung (35) der Innenpackung (12) im Bereich der In- nen-Vorderwand (36) bis oberhalb des Schachtelteils (14) der Außenpackung (13) er- streckt, nämlich mit einem Abstand von einer oberen Kante (67) der Schachtel-Vorderwand (17), derart, dass ein Randstreifen (43) der Betätigungslasche (42) und der Grifflappen (45) unmittelbar oberhalb der Kante (67) angeordnet sind. 6. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Innen-Vorderwand (36) der Innenpackung (12) aus zwei insbesondere etwa gleichgroßen Teilwänden (46, 47) besteht, die zusammen die Innen-Vorderwand (36) bilden und die entlang einer quergerichteten Trennfuge (49) aneinander stoßen. 7. Packung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennfuge (49) zur Abgrenzung der Teilwände (46, 47) der Innenpackung (12) innerhalb der als Klappschachtel ausgebildeten Außenpackung (13) unterhalb einer von einer Schachtel-Vorderwand (17) gebildeten oberen Kante (67), nämlich Schießkante, angeordnet ist. 8. Packung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innen-Vorderwand (36) der Innenpackung (12), insbesondere die Teilwände (46, 47) mittels Klebung - Leimpunkte (66) - mit der Innenseite der Schachtel-Vorderwand (17) der Außenpackung (13) verbunden sind, wobei vorzugsweise Leimbereiche mit geringem Abstand oberhalb und unterhalb der Trennfuge (49) an den Teilwänden (46, 47) angebracht sind. 9. Packung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass äußere Seitenlappen von Innen-Seitenwänden (50) der Innenpackung (12) geteilt sind unter Bildung von Teil-Seitenlappen (52, 53), während innenliegende Seitenlappen, nämlich Rück-Seitenlappen (51) durchgehend, also einstückig ausgebildet sind. 10. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die als Tape ausgebildete Betätigungslasche (42) einen leimfreien Grifflappen (45) zum Erfassen der Betätigungslasche (42) aufweist, wobei der Grifflappen (45) vorzugsweise über die durch die Schachtel-Vorderwand (17) der Außenpackung (13) gebildete (Schließ-)Kante (67) hinweg ragt. 11. Verfahren zum Herstellen von Packungen nach einem oder mehreren der Ansprü- S che 1 bis 10 für Zigaretten (10), gekennzeichnet durch folgende Merkmale: a) die Innenpackung (12) wird durch eine erste Verpackungsmaschine (48) hergestellt und über eine Transferstrecke (60) einer zweiten Verpackungsmaschine (59) zugeführt, b) die zweite Verpackungsmaschine (59) dient zur Herstellung der Außenpackung0 (13) mit der Innenpackung (12) als Packungsinhalt, c) im Bereich der ersten Verpackungsmaschine (58) werden Zigarettengruppen (11 ) vorzugsweise ohne Außenumhüllung zur unmittelbaren Einführung in die teilweise gefaltete Innenpackung (12) dieser zugeführt. 5 12. Verfahren nach Anspruch 1 1 , gekennzeichnet durch folgende Merkmale: a) ein Zuschnitt für die Innenpackung (12) wird aus insbesondere aromadicht beschichtetem (dünnem) Karton durch Stanzen hergestellt, vorzugsweise unter gleichzeitiger Anbringung von Stanzlinien für die Entnahmeöffnung (25) bzw. die Verschlusslasche (39), b) nach Anbringung der Stanzlinien für die Verschlusslasche (39) wird die aus einem gesonderten Zuschnitt bestehende und einseitig mit Leim beschichtete Betätigungslasche (42) unter Überdeckung der Verschlusslasche (39) auf den Zuschnitt der Innenpackung (12) aufgebracht, c) der so vorbereitete Zuschnitt wird der ersten Verpackungsmaschine (58) zum Her- stellen der Innenpackung (12) zugeführt. 13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuschnitt für die Innenpackung (12) in einem ersten Faltschritt in eine im Längsschnitt L- förmige Zwischenfaltstellung gebracht wird, in der die Innen-Rückwand (38), die Innen- Stirnwand (37) und die Teilwand (46) mit an dieser angebrachten Teil-Seitenlappen (53) in horizontaler Ebene ausgerichtet, die Rück-Seitenlappen (51 ) sowie die Innen- Bodenwand (48) mit Teilwand (47) und Teil-Seitenlappen (52) aufgerichtet sind, wobei die Zigarettengruppe (11 ) in die so teilgefaltete Innenpackung (12) über die offene Seite im Bereich der Innen-Stirnwand (37) in die Innenpackung (12) eingeführt und diese danach fertiggefaltet wird. 14. Verfahren nach Anspruch 13 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einführen der Zigarettengruppe (11 ) in die teilsweise gefaltete Innenpackung (12) zunächst die Teilwand (47) gegen die Oberseite der Zigaret- tengruppe (11) und sodann die Innen-Stimwand aufgerichtet und die Teilwand (46) gegen die Oberseite der Zigarettengruppe (11 ) gefaltet wird. 15. Vorrichtung zum Herstellen von Packungen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10 und zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 1 bis 14, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: a) ein erster Faltrevolver (61 ) ist zur Fertigung der Innenpackung (12) mit einem Zigarettenblock oder einer unverpackten Zigarettengruppe als Packungsinhalt ausgebildet, b) die fertiggestellte Innenpackug (12) ist einem Trockenrevolver (64) zuführbar, der in einer Ebene quer zur Transportrichtung der Innenpackungen (12) angeordnet ist, c) die aus dem Trockenrevolver (64) austretenden Innenpackungen (12) sind einem weiteren, quergerichteten Trockenrevolver (65) oder einer Transferstrecke (60) zuführbar, die die Innenpackungen (12) einem zweiten Faltrevolver (62) zuführt, d) im Bereich des zweiten Faltrevolvers (62) ist die Innenpackung (12) als Packungsinhalt in einen Zuschnitt einer Klappschachtel einhüllbar, vorzugsweise ohne Kragen, e) die Außenpackung (13) mit Innenpackung (12) als Packungsinhalt ist einem (ersten) Trockenrevolver (64) und vorzugsweise einem (zweiten) Trockenrevolver (65) zuführbar. |
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Packung aus (dünnem) Karton oder gleichartigem Verpackungsmaterial, mit einer Innenpackung für den Packungsinhalt, insbesondere eine Zigarettengruppe und mit einer Außenpackung in der Ausführung vorzugsweise als Klappschachtel, wobei die den Packungsinhalt umhüllende Innenpackung eine Verschlussla- sehe im Bereich einer stirnseitigen Entnahmeöffnung aufweist, die von einer mit (Dauer-)Kleber versehenen Betätigungslasche unter Bildung eines überstehenden Schließrandes abgedeckt ist.
Eine Zigarettenpackung mit den vorstehenden Merkmalen ist bekannt durch EP 1 037 822. Die Zigarettengruppe ist bei dieser bekannten Packung von einer becherförmig gefalteten Innenumhüllung aus Stanniol umgeben, derart, dass die Zigaretten etwa hälftig aus dem Becher herausragen. Eine Innenpackung ist im Wesentlichen als Klappschachtel/Hinge Lid Pack ausgebildet mit einer durch Stanzlinien definierten Verschlusslasche für eine im stirnseitigen Bereich angeordnete Entnahmeöffnung. Die so ausgebil- dete Innenpackung ist allseitig von einer Folie aus dichtem Material umgeben. Faltlappen dieser Folie sind durch thermisches Siegeln miteinander verbunden. Eine als Teil dieser Dichtfolie gebildete Betätigungslasche ist durch Klebung mit der Verschlusslasche der Innenpackung verbunden. Beim Erfassen der Betätigungslasche wird diese zusammen mit der Verschlusslasche der Innenpackung in eine Öffnungsstellung bewegt. Die so aus- gebildete mehrteilige Packung ist in einer gesonderten Außenpackung angeordnet, die in klassischer Weise als Klappschachtel ausgebildet ist. Diese bekannte Packung ist materialintensiv, im Aufbau komplex und nicht mit leistungsfähigen Verpackungsmaschinen herstellbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine (Zigaretten-)Packung der eingangs genannten Ausführung dahingehend weiter zu entwickeln, dass die Dichtigkeit der Packung gegen Aroma- und Feuchtigkeitsverluste erhalten, der Materialaufwand aber reduziert und die Herstellung auf leistungsfähigen Verpackungsmaschinen möglich ist. Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Packung durch folgende Merkmale gekennzeichnet;
a) die Innenpackung besteht aus dünnem Karton oder ähnlichem Verpackungsmaterial oder aus feuchtigkeits- bzw. aromadichtem, steifem Material, insbesondere aus (dünnem) Karton mit dichter Beschichtung, b) die Innenpackung ist unmittelbar von der Außenpackung umgeben, c) die Betätigungslasche ist als gesonderter Zuschnitt ausgebildet und mit der Innenpackung bzw. dem Zuschnitt der Innenpackung im Bereich der Verschlussla- sehe vollflächig verklebt unter Bildung eines ringsherum laufenden Verbindungsrandes.
Die erfindungsgemäße Packung besteht demnach im Wesentlichen aus zwei Zuschnitten bzw. Teilpackungen, jeweils aus dünnem Karton. Die Dichtigkeit der Packung wird durch entsprechende Ausbildung des Material der Innenpackung gewährleistet. Diese umgibt die Zigarettengruppe vorzugsweise unmittelbar, also ohne weitere Innenumhüilung. Die Verschlusslasche der Innenpackung ist so ausgebildet und angeordnet, dass in Öffnungsstellung eine Entnahmeöffnung wie bei einem Kragen einer üblichen Klappschachtel entsteht. Die als Tape ausgebildete Betätigungslasche ist vollflächig mit einem Dauerkleber versehen und unter Überdeckung der Verschlusslasche mit der Innenpackung verbunden. Zweckmäßigerweise wird eine Einheit aus Zuschnitt der Innenpackung mit positionsgerecht abgebrachtem Tape als vorgefertigte Einheit der Verpackungsmaschine bzw. einem zweiten Packer zur Verfügung gestellt.
Die Zuschnitte der Außenpackung einerseits und der Innenpackung andererseits sind so ausgebildet, dass beide Teilpackungen unter Anwendung des bei Klappschachteln üblichen Verfahrens hergestellt werden können. Insbesondere werden demnach zwei Verpackungsmaschinen in zusammenwirkender Weise eingesetzt, die in vereinfachter Ausführung einem Packer für Klappschachteln entsprechen. Ein erster Packer dient zum Her- stellen der Innenpackungen, einschließlich Packungsinhalt. Der zweite Packer dient zum Herstellen der Außenpackung als klassische Klappschachtel mit der Innenpackung als Inhalt.
Weitere Merkmale und Besonderheiten der Packung, des Herstellungsverfahrens und der Vorrichtung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt: Fig. 1 einen Zuschnitt für eine Außenpackung, Fig. 2 einen Zuschnitt für eine Innenpackung,
Fig. 3 eine Einzelheit der Innenpackung, nämlich eine Betätigungslasche bzw. ein Verschlusstape,
Fig. 4 einen Querschnitt durch Verpackungsmaterial in vergrößertem Maßstab, Fig. 5 eine fertige, verschlossene Innenpackung in perspektivischer Darstellung, Fig. 6 eine komplette Packung mit Innenpackung und Außenpackung, ebenfalls perspektivisch, Fig. 7 ein erster Schritt des Öffnungsvorgangs der Packung gemäß Fig. 6, nämlich die geöffnete Außenpackung,
Fig. 8 die offene Packung, also einschließlich geöffneter Innenpackung, Fig. 9 eine Zwischenfaltstellung eines Zuschnitts der Innenpackung während des
Einführens einer Zigarettengruppe in perspektivischer Darstellung, Fig. 10 ein perspektivisches Fließbild der Herstellung von Packungen gemäß Fig. 1 bis Fig. 8, Fig. 11 eine Anlage mit zwei Verpackungsmaschinen in schematischer Draufsicht.
Die vorliegende Packung dient zur Aufnahme von Zigaretten 10 als Packungsinhalt. Eine aus einer Mehrzahl von in Formation angeordneten Zigaretten 10 gebildete Zigarettengruppe 11 füllt den Innenraum einer Teilpackung aus, nämlich einer Innenpackung 12. Diese ist als Dichtpackung ausgebildet. Die Zigaretten 10 sind vorzugsweise ohne zusätzliche Innenumhüllung, also unmittelbar in der Innenpackung 12 angeordnet. Die quaderförmige Innenpackung 12 wiederum ist Inhalt einer Außenpackung 13, hier in der Ausführung einer klassischen Klappschachtel bzw. Hinge Lid Packung, hier jedoch ohne Kragen. Außenpackung 13 und Innenpackung 12 sind mit Verschlussmitteln versehen, die unabhängig voneinander betätigt werden können, um Zugang zum Packungsinhalt zu erhalten.
Die Außenpackung 13 in der Ausführung als Klappschachtel besteht bekanntermaßen aus einem (unteren) Schachtelteil 14 und einem Deckel 15. Dieser ist über ein quergerichtetes Liniengelenk 16 einstückig mit dem Schachtelteil 14 verbunden. Der Schachtelteil 14 besteht gemäß Zuschnitt der Fig. 1 aus Schachtel-Vorderwand 17, Bodenwand 18 und Schachtel-Rückwand 19. An beiden Seiten der Schachtel- Vorderwand 17 sind au- ßenliegende Seitenlappen 20 und an der Schachtel-Rückwand 19 innenliegende Seiten- läppen 21 angebracht. Diese bilden gemeinsam, nämlich aufgrund von Überdeckung und Verbindung miteinander, Schachtel-Seitenwände 22.
Der Deckel 15 besteht aus an die Schachtel-Rückwand 19 anschließender Deckel-Rück- wand 23, oberer Stirnwand 24 und Deckel-Vorderwand 25. An Deckel-Rückwand 23 und Deckel-Vorderwand 25 sind seitlich Deckel-Seitenlappen 26 und 27 angeordnet zur Bildung von Deckel-Seitenwänden 28. An einen freien Rand der Deckel-Vorderwand 25 schließt ein Deckel-Innenlappen 29 an, der gegen die Innenseite der Deckel-Vorderwand 25 gefaltet und mit dieser verbunden wird (Leimpunkte 30). An den (inneren) Seitenlap- pen 21 und korrespondierend an den (inneren) Deckel-Seitenlappen 26 sind Ecklappen, nämlich Boden-Ecklappen 31 und Deckel-Ecklappen 32 angeordnet. Diese sind gegen die Innenseite von Bodenwand 18 und Stirnwand 24 faltbar. Der so ausgebildete Zuschnitt (Fig. 1 ) besteht aus (dünnem) Karton oder gleichartigem Verpackungsmaterial mit erhöhter Formstabilität.
Die Innenpackung 12 und deren Zuschnitt (Fig. 2) sind in besonderer Weise ausgebildet, sodass vorzugsweise eine weitgehend geschlossene, aroma- und feuchtigkeitsdichte Umhüllung entsteht. Der Zuschnitt (Fig. 2) besteht zu diesem Zweck aus (dünnem) Karton 33, jedoch hier mit einseitiger oder beidseitiger Beschichtung 34. Die Beschichtung 34 ist so ausgebildet, dass das Verpackungsmaterial insgesamt feuchtigkeits- bzw. aromadicht wird. Insbesondere besteht die Beschichtung aus Kunststoff und/oder einer Lackschicht und/oder einer Metall- bzw. metallisierten Schicht.
Die Innenpackung 12 bildet einen geschlossenen, quaderförmigen Behälter für die Ziga- rettengruppe 11. Für die Entnahme des Packungsinhalts ist eine Entnahmeöffnung 35 gebildet, die sich im Bereich einer Innen-Vorderwand 36 und mindestens im Bereich einer benachbarten Innen-Stimwand 37 erstreckt. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Entnahmeöffnung 35 in einem oberen Bereich der Innen-Vorderwand
36, über die volle Tiefe (Querabmessung) der Innen-Stirnwand 37 und mit einem Endbereich innerhalb einer angrenzenden Innen-Rückwand 38.
Die Entnahmeöffnung 35 ist vor dem erstmaligen öffnen der Innenpackung 12 sowie in
Schließstellung durch eine Verschlusslasche 39 verschlossen, die durch Stanzung als Teil des Zuschnitts der Innenpackung 12 gebildet ist, nämlich als Materialzunge, die über ein Liniengelenk 40 im Bereich der Innen-Rückwand 38 mit dem Zuschnitt verbunden ist. Die Verschlusslasche 39 ist im Übrigen durch eine U-förmige Stanzlinie 41 begrenzt, die zugleich die Kontur der Entnahmeöffnung 35 bestimmt.
Die Entnahmeöffnung 35 sowie die diese ausfüllende Verschlusslasche 39 sind durch ein mehrfach benutzbares Betätigungsorgan überdeckt, nämlich durch eine als Tape ausgebildete Betätigungslasche 42. Diese besteht aus einer Folie und ist auf der der Verschlusslasche 39 zugekehrten Seite vorzugsweise vollflächig mit einem (Dauer-)Kleber versehen. Die als Einzelzuschnitt (Fig. 3) ausgebildete Betätigungslasche 42 hat eine etwa rechteckige Kontur und ist so bemessen, dass die Verschlusslasche 39 und damit die Entnahmeöffnung 35 in Schließstellung vollständig überdeckt ist, und zwar unter Bildung eines vorzugsweise ringsherum verlaufenden Überstandes bzw. eines Verbindungsrandes 43, der in Schließstellung aufgrund der Wirkung des Klebers an einem die Entnahmeöffnung 35 umgebenden Bereich der Innenpackung 12 an liegt. Ein quergerichteter Endstreifen 44 ist dauerhaft, also auch während der öffnungs- und Schließbewegungen der Betätigungslasche 42, mit der Innenpackung 12 verbunden, nämlich mit der Innen- Rückwand 38. Gegenüberliegend, nämlich im Bereich der Innen-Vorderwand 36, ist die Betätigungslasche 42 mit einem erfassbaren, klebstofffreien Grifflappen 45 versehen.
In besonderer Weise ist der Zuschnitt (Fig. 2) für die Innenpackung 12 ausgebildet. Die Innen-Rückwand 38 erstreckt sich durchgehend über die volle Abmessung bzw. Höhe der
Innenpackung 12. Die Innen-Vorderwand 36 ist - etwa mittig - geteilt. Eine erste, obere
Teilwand 46 ist mit der Innen-Stimwand 37 verbunden. Eine weitere (untere) Teilwand 47 schließt an eine Innen-Bodenwand 48 an. Bei der fertigen Innenpackung 12 stoßen die
Teilwände 46, 47 unter Bildung der Innen-Vorderwand 36 im Bereich einer quergerichte- ten Trennfuge 49 zusammen.
Zur Bildung von Innen-Seitenwänden 50 weist der Zuschnitt der Innenpackung 12 Seitenlappen auf, die einander überdecken und durch Klebung miteinander verbunden sind. Die Innen-Rückwand 38 ist mit über die volle Höhe durchgehenden, einstückigen Rück- Seitenlappen 51 versehen. Im Bereich der Innen-Seitenwände 50 außenliegende Seitenlappen der Innen-Vorderwand 36 sind ebenfalls geteilt, bilden demnach Teil-Seitenlappen 52, 53, die bei der gefalteten Innenpackung 12 unter Fortsetzung der Trennfuge 49 die Außenseite der Seitenwände 50 bilden. Die durchgehenden, innenliegenden Rück-Sei- tenlappen 51 gewährleisten die Stabilität der Innenpackung 12. An den Rück-Seitenlappen 51 sind Ecklappen angeordnet, nämlich Innen-Bodenecklap- pen 54 zur Anlage an der Innenseite der Innen-Bodenwand 48. In besonderer Weise sind Stirn-Ecklappen 55 ausgebildet, nämlich als schmale Materialstreifen. Die Stirn-Ecklappen 55 liegen an der Innenseite der Innen-Stimwand 37 an und sind im Bereich von Randste- gen 56 der Innen-Stimwand 37 neben der Entnahmeöffnung 35 verbunden, insbesondere durch Klebung, hier durch jeweils zwei Leimpunkte 57. Die Randstege 56 als Begrenzung der Entnahmeöffnung 35 sind dadurch verstärkt. Darüber hinaus wird in diesem Bereich die Dichtigkeit der Innenpackung 12 hergestellt.
Die Innenpackung 12 füllt die Außenpackung 13 vollständig aus. Die Entnahmeöffnung 35 ist so positioniert, dass bei geöffnetem Deckel 15 der Außenpackung 13 die Entnahmeöffnung 35 frei zugänglich ist (Fig. 8). Die Abmessungen sind so gewählt, dass auch die Betätigungslasche 42 vollständig frei liegt, wenn der Deckel 15 sich in Öffnungsstellung befindet (Fig. 7). Der Grifflappen 45 ist frontseitig erfassbar. Durch Anheben der Betäti- gungslasche 42 unter Lösen der Leimverbindung mit den Bereichen der Innenpackung 12 neben der Entnahmeöffnung 35 wird die Verschlusslasche 39 mit in die Öffnungsstellung gehoben. Durch umgekehrte Bewegung kann die Innenpackung 12 wieder geschlossen werden. Durch Schließen des Deckels 15 wird das äußere Erscheinungsbild einer typischen Klappschachtel geschaffen (Fig. 6). Die Außenpackung 13 ist als Klappschachtel ohne Kragen ausgebildet. Dadurch kann die Entnahmeöffnung 35 der Innenpackung 12 im Bereich der Frontseite so bemessen werden, das gegenüber einer oberen Begrenzung der Schachtel-Vorderwand 17, nämlich einer oberen (Rand-)Kante 67, nur ein verhältnismäßig schmaler Streifen der Innen-Vorderwand 36 frei bleibt für die Anlage der Betätigungslasche 42 mit Grifflappen 45. Dieser erstreckt sich unmittelbar oberhalb der Kante 67.
Innenpackung 12 und Außenpackung (13) sind so aufeinander abgestimmt, dass sich die Trennfuge 49 der Innenpackung 12 deutlich im Bereich der Schachtel-Vorderwand 17 der Außenpackung 13 befindet (Fig. 6). Mindestens in diesem Bereich sind die Teilwände 46, 47 mit der Innenseite der Schachtel-Vorderwand 17 verbunden, und zwar durch Klebung. Leimstellen bzw. Leimpunkte 66 sind so angeordnet, dass die Bereiche benachbart zur Trennfuge 49 unter Schaffung einer gewissen Dichtigkeit mit der Außenpackung 13 verbunden sind. Die Leimbereiche sind so angeordnet, dass die Trennfuge 49 frei von Leim bleibt. Die Betätigungslasche 42 kann so angeordnet und/oder ausgebildet sein, dass der Grifflappen 45 im Bereich der oberen Kante 67 (Schließkante) der Schachtel-Vorderwand 17 liegt und diese unter Anlage an der Außenseite der Schachtel-Vorderwand 17 überdeckt. Dadurch kann der Grifflappen 45 leicht erfasst werden.
Die Packung besteht demnach insgesamt aus zwei Zuschnitten (Fig. 1, Fig. 2) und dem separaten Zuschnitt der Betätigungslasche 42. Alternativ kann ein weiterer Zuschnitt verwendet werden, nämlich ein Innenzuschnitt aus Papier oder Stanniol zur (vollständigen) Umhüllung der Zigarettengruppe 11.
Die Ausbildung der Zuschnitte gemäß Fig. 1 und Fig. 2 ermöglicht die Fertigung der kompletten Packung unter Anwendung FaIt- und Füllschritten, die bei standardmäßigen Klappschachteln üblich sind. Die Innenpackung 12 und die Außenpackung 13 werden durch separate Packer hergestellt. Gemäß Fig. 10, Fig. 11 dient eine erste Verpackungs- maschine 58 zum Herstellen der Innenpackung 12 und eine zweite Verpackungsmaschine 59 zum Herstellen der kompletter Packung durch Einführen der Innenpackung 12 in jeweils eine Außenpackung 13. Die Maschinen 58, 59 sind in paralleler Ausrichtung nebeneinander angeordnet und über eine Transferstrecke 60 miteinander verbunden. Die durch die Verpackungsmaschine 58 gefertigten (kompletten) Innenpackungen 12 werden über die quergerichtete Transferstrecke 60 zur Eingangsseite der Verpackungsmaschine 59 transportiert und als Packungsinhalt für die Außenpackung 13 verarbeitet.
Beide Packer 58, 59 sind mit einem Faltrevolver 61, 62 ausgerüstet, der weitgehend einem bei einer Verpackungsmaschine für Klappschachteln üblichen Faltrevolver entspricht, nämlich um eine vertikale Achse drehbar ist und radial gerichtete Taschen 63 aufweist zur Aufnahme jeweils eines Zuschnitts für die Innenpackung 12 oder Außenpackung 13. Die Zuschnitte werden bei der Einführung in eine Tasche 63 in eine winkelförmige Zwischen- faltstellung gefaltet (Fig. 9). Diese ist bei dem Zuschnitt der Innenpackung 12 so gewählt, dass die Innen-Rückwand 38 in einer horizontalen Ebene ausgerichtet ist, ebenso die Innenstirnwand 37 mit anschließender Teilwand 46 und Teil-Seitenlappen 53. Die Rück- Seitenlappen 51 , also die an der Innen-Rückwand 38 angeordneten innenliegenden Seitenlappen, sind in die aufrechte Stellung gefaltet. Die Innen-Bodenwand 48 mit Teilwand 47 und Teil-Seitenlappen 52 bildet einen aufrechten Faltschenkel. Die Innen-Bodeneck- lappen 54 werden bei diesem ersten Faltschritt ebenfalls aufgerichtet und gegen die In- nenseite der Innen-Bodenwand 48 gefaltet. Der Packungsinhalt, nämlich eine formierte Zigarettengruppe 11, kann nun über die offene Seite, also über den Bereich der Innen-Stirnwand 37, in die teilweise gefaltete Innenpackung 12 eingeschoben werden. Bei weiterer Drehung des Faltrevolvers 61 wird zunächst der Bereich der bodenseitigen Teilwand 47 gegen die Oberseite der Zigarettengruppe 11 gefaltet. Danach wird die Innen-Stirnwand 37 aufgerichtet und die Teilwand 46 ebenfalls gegen die Zigarettengruppe 11 gefaltet. Schließlich werden die Seitenlappen 52, 53 in eine aufrechte Stellung gefaltet.
Die so gefertigte Innenpackung 12 wird einem ersten formgebenden Trockenrevolver 64 und danach einem zweiten Trockenrevolver 65 zugeführt. Die fertigen und formstabilen Innenpackungen 12 gelangen sodann über die Transferstrecke 60 zur Eingangsseite der Verpackungsmaschine 59.
Die Verpackungsmaschine 59 ist zweckmäßigerweise wie eine standardmäßige Verpackungsmaschine für Klappschachteln ausgebildet, mit dem Unterschied, dass die Innenpackung 12 an die Stelle eines Zigarettenblocks mit Kragen tritt.
Eine weitere Vereinfachung des Herstellungsprozesses kann darin bestehen, dass fertige Zuschnitte gemäß Fig. 2 mit positionsgerecht angebrachter Betätigungslasche 42 der Verpackungsmaschine 58 zugeführt werden, wobei gegebenenfalls im Bereich einer Zuschnittbahn zur Zuführung der Zuschnitte zum Faltrevolver ein Aggregat zum Aufbringen der Betätigungslaschen 42 auf die ungefalteten Zuschnitte der Innenpackung 12 angebracht sein kann. Die Außenpackung 13 ist innenseitig mit Leim versehen, hier mit Leim- punkten 66 zur Fixierung der Innenpackung 12 in der Außenpackung 13 bzw. im Schachtelteil 14 derselben. Bezugszeichenliste
10 Zigarette 40 Liniengelenk
11 Zigarettengruppe 41 Stanzlinie
12 Innenpackung 42 Betätigungslasche
13 Außenpackung 43 (Verbindungs-)Randstreifen
14 Schachtelteil 44 Endstreifen
15 Deckel 45 Grifflappen
16 Liniengelenk 46 Teilwand
17 Schachtel-Vorderwand 47 Teilwand
18 Bodenwand 48 Innen-Bodenwand
19 Schachtel-Rückwand 49 Trennfuge 0 Seitenlappen (außen) 50 Innen-Seitenwand 1 Seitenlappen (innen) 51 Rück-Seitenlappen 2 Schachtel-Seitenwand 52 Teil-Seitenlappen 3 Deckel-Rückwand 53 Teil-Seitenlappen 4 Stirnwand 54 I nnen-Bodenecklappen 5 Deckel-Vorderwand 55 Stirn-Ecklappen 6 Deckel-Seitenlappen 56 Randsteg 7 Deckel-Seitenlappen 57 Leimpunkt 8 Deckel-Seitenwand 58 Verpackungsmaschine 9 Deckel-Innenlappen 59 Verpackungsmaschine 0 Leimpunkt 60 Transferstrecke 1 Boden-Ecklappen 61 Faltrevolver 2 Deckel-Ecklappen 62 Faltrevolver 3 Karton 63 Tasche 4 Beschichtung 64 Trockenrevolver 5 Entnahmeöffnung 65 Trockenrevolver 6 Innen-Vorderwand 66 Leimpunkt 7 Innen-Stirnwand 67 Kante 8 Innen-Rückwand 9 Verschlusslasche
