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Title:
CIRCUIT ARRANGEMENT FOR MEASURING THE CURRENT CONSUMPTION OF A PULSE-WIDTH MODULATION-CONTROLLED DIRECT-CURRENT MOTOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/006727
Kind Code:
A3
Abstract:
The invention relates to a circuit arrangement for measuring the current consumption of a pulse-width modulation controlled direct-current motor (M) fed by a direct voltage supply system (14,16), in particular a drive motor for a cooling fan (10) of a motor vehicle. The claimed circuit arrangement is used to accurately detect running difficulties or a blockage of the cooling fan (10) early on and works with a semi-conductor switching device controlled by a microcontroller (28) and comprises a current-sense-FET (12) that is used as a switch element and a downstream operation amplifier (42) that is used to process the measuring signals of the sense-FET (12). The semi-conductor switching device comprising the sense-FET (12) is arranged in the flow path between the positive pole (14) of the direct voltage supply system (14,16) and the motor (M) (high-side-clocking ) and delivers the measuring signals for the motor flow (I) to an operational amplifier (42), its output being connected to the control input (32) of the control unit (28) by means of an integrated low-pass step (46,48,50).

Inventors:
KOCH, Stefan (Bernhardshoefstr.60c, Kappelrodeck, 77876, DE)
KAHLES, Patric (Kastanienbuehnweg 10, Buehl, 77815, DE)
Application Number:
EP2007/056638
Publication Date:
July 17, 2008
Filing Date:
July 02, 2007
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
KOCH, Stefan (Bernhardshoefstr.60c, Kappelrodeck, 77876, DE)
KAHLES, Patric (Kastanienbuehnweg 10, Buehl, 77815, DE)
International Classes:
H02P7/24; G05F1/56
Domestic Patent References:
WO2004086601A12004-10-07
Foreign References:
DE4329919A11995-03-09
JP2000080858A2000-03-21
JPH04172984A1992-06-19
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Schaltungsanordnung zur Messung der Stromaufnahme eines durch Pulsweitenmodulation gesteuerten, aus einem Gleichspannungsnetz (14,16 ) gespeisten Gleichstrommotors (M), insbesondere eines Antriebsmotors für das Kuhlgeblase

(10) eines Kraftfahrzeuges, mit einer in Reihe mit dem Motor (M) liegenden Halbleiterschalteinrichtung mit einem Current- Sense-FET (12) als Schaltelement, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinrichtung (12) im Strompfad zwischen dem Pluspol (14) des Gleichspannungsnetzes (14,16 ) und dem

Motor (M) (High-Side-Taktung) angeordnet ist, und dass die Sense-Elektroden (K 3 , I s ) des Sense-FET (12) über ein Filter (70) mit den Eingangen eines Operationsverstärkers (42) verbunden sind, dessen Ausgangssignal (U IS ) über eine Steuereinheit (28) und einen Spannungsumsetzer (60) ein

Steuersignal für die Gate-Elektrode (G) des Sense-FET (12) liefert .

2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messstrom-Elektrode (IS) des Sense- FET (12) mit dem invertierenden Eingang und die Kelvin- Elektrode (KS) des Sense-FET (12) mit dem nicht invertierenden Eingang des Operationsverstärkers (42) verbunden sind und der Ausgang des Operationsverstärkers (42) auf seinen invertierenden Eingang ruckgekoppelt ist.

3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet dass das Ausgangssignal (U IS ) des

Operationsverstärkers (42) tiefpassgefiltert an die Steuereinheit (28) geliefert wird.

4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangssignal (U IS ) des

Operationsverstärkers (42) einem A/D-Wandler-Eingang (32 ) der Steuereinheit (28) als integriertes Mittelwertsignal zugeführt wird.

5. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungsspannung des Operationsverstärkers (42) der Netzspannung (U) des Gleichspannungsnetzes (14,16) entspricht .

6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungsspannung des Operationsverstärkers (42) über einen Spannungsumsetzer (60) und eine Glattungseinrichtung (52) aus den Ansteuersignalen des Sense-FET (12) gewonnen wird.

7. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sense-FET (12) durch eine mit einer Verpolschutzeinrichtung (22) gekoppelte FreilaufSchaltung (26) für den Gleichstrommotor (M) geschützt ist.

Description:

Bes chreibung

Titel

Schaltungsanordnung zur Messung der Stromaufnahme eines durch Pulsweitenmodulation gesteuerten Gleichstrommotors

Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von einer Schaltungsanordnung zur Messung der Stromaufnahme eines durch Pulsweitenmodulation gesteuerten, aus einem Gleichspannungsnetz gespeisten

Gleichstrommotors, insbesondere eines Antriebsmotors für das Kuhlgeblase eines Kraftfahrzeuges, nach der Gattung des Anspruchs 1. Eine derartige Schaltungsanordnung ist aus der WO 2004/030173 Al bekannt, wobei als Halbleiterschalteinrichtung ein Current-Sense-FET dient, welcher auf der Low-Side der Schaltungsanordnung zwischen dem Gleichstrommotor und dem Massepol des

Gleichspannungsnetzes angeordnet ist. Zur Auswertung der Sense-Signale des Sense-FET dient ein Komparator oder Operationsverstärker, dessen nicht invertierender Eingang an einer festen Bezugsspannung liegt und dessen Ausgangsimpulse als Maß für die Große des Motorstromes in einem nachgeschalteten MikroController gezahlt werden. Das Eingangssignal wird hierbei durch den motorstromproportionalen Spannungsabfall an einem sogenannten Sensewiderstand gebildet.

Offenbarung der Erfindung

Die erfindungsgemaße Schaltungsanordnung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs ist gegenüber dem vorgenannten Stand der Technik insofern vorteilhaft, als die mit zusatzlichen Kosten verbundene Erzeugung einer negativen Versorgungsspannung für Einrichtung zur Stromauswertung entfallt und der Motor im Stillstand spannungslos ist. Außerdem kann die Messgenauigkeit der Schaltungsanordnung gegenüber der Auswertung der Sense-Signale über einen Sense- Widerstand deutlich erhöht werden, wobei es zweckmäßig ist, wenn der Messstrom-Anschluss (IS) des Sense-FET mit dem invertierenden Eingang des Operationsverstärkers und der Kelvin-Anschluss (KS) mit dem nicht invertierenden Eingang des Operationsverstärkers über einen Filter verbunden sind und der Ausgang des Operationsverstärkers auf seinen invertierenden Eingang ruckgekoppelt ist.

Hinsichtlich der Auswertung des Ausgangssignals des Operationsverstärkers ist es vorteilhaft, wenn dieses tiefpassgefiltert als integriertes Mittelwertsignal einem Analog/Digital (A/D) -Eingang eines als Steuereinheit dienenden MikroControllers zugeführt wird. Für die Bereitstellung der Versorgungsspannung des Operationsverstärkers hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn diese über eine Ladungspumpe aus den Ansteuersignalen des Sense-FET gewonnen wird. Die Hohe dieser Signale liegt über der Versorgungsspannung der Schaltungsanordnung und kann daher nach einer Gleichrichtung und Glattung vorteilhaft für die Spannungsversorgung des

Operationsverstärkers genutzt werden. Stattdessen kann jedoch auch die Spannung des Gleichspannungsnetzes direkt oder auch eine getrennte Spannungsquelle benutzt werden,

welche die Versorgungsspannung für den Operationsverstärker aus der Netzspannung über eine Ladungspumpe liefert.

Für den Betrieb der Halbleiter-Schalteinrichtung ist es wichtig, diese vor Spannungsspitzen beim Abschalten des Motors zu schützen. Hierzu ist es vorteilhaft, eine FreilaufSchaltung für den Motor mit einer Verpolschutzeinrichtung zu kombinieren, so dass die Schaltungseinrichtung gleichzeitig und ohne nennenswerten Mehraufwand gegen eine Verpolung beim Anschluss des Gleichspannungsnetzes geschützt ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung naher erläutert .

Die Figur zeigt eine Schaltungsanordnung zur überwachung der Stromaufnahme eines aus dem Bordnetz eines Kraftfahrzeuges gespeisten Antriebsmotors für das Kuhlgeblase des Fahrzeuges .

Ausfuhrungsform der Erfindung

In der Figur ist mit 10 ein Kuhlgeblase eines Kraftfahrzeuges bezeichnet, welches als Antriebsmotor einen durch Pulsweitenmodulation gesteuerten Gleichstrommotor M besitzt, der über eine Halbleiterschalteinrichtung in Form eines Current-Sense-FET 12 an ein Gleichspannungsnetz mit der Spannung U zwischen einem Pluspol 14 und einem an Masse liegenden Minuspol 16 angeschlossen ist. Die Elektroden des Sense-FET sind mit G (Gate) , D (Drain) , S (Source) , KS (Kelvin Source) und IS (Messstrom-Source) bezeichnet.

Am Eingang der Schaltungsanordnung liegt die Reihenschaltung eines Elektrolytkondensator 18, einer Drossel 20 und eines invers betriebenen n-Kanal-MOS-FET mit einer integrierten Diode 24, welche eine Glattungseinrichtung für die Versorgungsspannung U und einen Verpolschutz gegen Vertauschung der Plus- und Minus- Anschlüsse des Gleichspannungsnetzes bilden. Die Drossel 20 und der MOS-FET 22 liegen gleichzeitig im Freilaufkreis des Motors M in Reihe mit einer Freilaufeinrichtung 26, welche zwischen dem Kondensator 18 und der Drossel 20 angeschlossen ist. Die integrierte Diode 24 des MOS-FET 22 liegt in Durchlassrichtung zwischen dem Pluspol 14 und dem Minuspol 16 des Gleichspannungsnetzes.

Als Steuereinheit 28 für den Current-Sense-FET 12 dient ein MikroController, welcher an einem Eingang 30 ein Steuersignal für die der Solldrehzahl n so n entsprechende Motorspannung und an einem Analog/Digital-Eingang 32 das aufbereitete Messsignal U IS des Sense-FET 12 erhalt. Ein

Ausgang 34 des MikroControllers steuert mittelbar über einen Spannungsumsetzer 60 mit einer Frequenz von cirka 18kHz den Sense-FET 12. Ein Ausgang 36 schaltet bei richtiger Polung der Anschlüsse 14,16 des Gleichspannungsnetzes den MOS- FET 22 dauerhaft ein. Die Gate-Elektrode G des Sense-FET 12 kann zusatzlich durch eine Schutzbeschaltung aus einem Widerstand 38 und einer Zehnerdiode 40 gegen überspannungen geschützt werden .

Die Aufbereitung des dem Motorstrom I entsprechenden Sense- Signals U IS erfolgt durch einen Operationsverstärker 42, dessen invertierender Eingang mit dem Messstrom-Anschluss IS und dessen nicht invertierender Eingang mit dem Kelvin- Anschluss KS des Current-Sense-FET 12 über einen Filter 70

verbunden sind. Der Ausgang des Operationsverstärkers 42 ist über einen Widerstand 44 auf seinen invertierenden Eingang ruckgekoppelt und liegt außerdem über einem Spannungsteiler aus zwei Widerstanden 46 und 48 am Masseanschluss 16 des Gleichspannungsnetzes. Dem Widerstand 48 ist ein Kondensator 50 parallel geschaltet, welcher mit dem Widerstand 46 zusammen einen Tiefpass bildet zum Abgriff eines integrierten Mittelwertsignals der Messspannung U IS , die dem Eingang 32 der Steuereinheit 28 als Analogsignal zugeführt wird. Die Spannungsversorgung des Operationsverstärkers 42 erfolgt entweder direkt aus dem Gleichspannungsnetz 14,16 oder über eine Gleichrichter- und Glattungseinrichtung 52, welche an den Signalausgang 34 der Steuereinheit 28 angeschlossen ist und über den Spannungsumsetzer 60 aus dieser Signalspannung die Speisespannung des

Operationsverstärkers 42 erzeugt. Wahlweise kann die positive Versorgungsspannung für den Operationsverstärker 42 auch über einen Spannungsumsetzer 54 aus der Netzspannung U erzeugt werden. Diese Varianten sind in der Zeichnung gestrichelt dargestellt. Der negative Versorgungsanschluss des Operationsverstärkers 42 ist mit der Masseleitung und dem Minuspol des Gleichspannungsnetzes verbunden.

Die Schaltungsanordnung arbeitet folgendermaßen:

Am Eingang 30 der Steuereinheit 28 wird ein Sollwert für die Motorspannung vorgegeben entsprechend einem Sollwertsignal n S oii für das Kuhlgeblase 10 zur Bereitstellung der benotigten Kuhlluftleistung, beziehungsweise der zur Erzeugung der Luftleistung benotigten Spannung des Motors M. Die Steuereinheit 28 liefert dementsprechend über ihren Ausgang 34 die Steuerimpulse für das Gate des Sense-FET 12.

Der Operationsverstärker 42 erhalt über das Filter 70 an seinem nicht invertierenden Eingang von der Kelvin-Source KS des Sense-FET 12 ein Spannungssignal entsprechend dem Source Potential des Sense-FET und an seiner invertierenden Elektrode ein Sense-Signal proportional zum Motorstrom I. Durch die Ruckkoppelung des Operationsverstärkers 42 über den Widerstand 44 liegt am Ausgang des Operationsverstärkers 42 das Messspannungssignal U IS = -Is Rs ? wobei I 3 den anteiligen Sensestrom des Motorstromes I und R s den Ruckkoppelungswiderstand 44 bezeichnet. Dieses

Messspannungssignal Ui 3 liegt anteilig entsprechend der Große der Widerstände 46 und 48 an dem Kondensator 50 an und wird als integriertes Mittelwertsignal dem A/D-Eingang der Steuereinheit 28 als Messgroße für den Motorstrom I zugeführt.

Die erfindungsgemaße Schaltungsanordnung liefert mit verhältnismäßig geringem Schaltungsaufwand ein präzises Messsignal und erlaubt eine sehr schnelle und sichere überwachung des Motorstromes I, insbesondere für den Fall einer Schwergangigkeit oder eines Blockierens des Kuhlgeblases 10.