WOEHRLE, Siegbert (Am Hutschberg 28, Schiltach, 77761, DE)
Patentansprüche
1. Schaltungsanordnung zur Funktionsüberwachung einer Füllstand-Messvorrichtung, insbesondere eines Vibrations- Grenzschalters, mit
- einer ersten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtung (SP) als Sendeeinrichtung,
- einer zweiten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtung (EP) als einer Empfangseinrichtung, - einem Oszillatorkreis (O), dessen Eingang (PO) und Ausgang
(P4) im normalen Betrieb mit den Schwingungseinrichtungen (EP, SP) verbunden sind, deren zweite Anschlüsse auf einem gemeinsamen Massepotential liegen, und
- einer überwachungsschaltung zur Funktionsüberwachung, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass
- die überwachungsschaltung eine Schalteinrichtung (Sl - S3) aufweist zum zeitweiligen Parallel-Schalten der ersten und der zweiten Schwingungseinrichtung (SP, EP) und zum Schalten der parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen (SP, EP) in Reihe zu einer Kapazitäts-Messeinrichtung (Kl, R, K2, K3, SG, IW, P) während eines zeitweiligen überwachungsbetriebes, wobei ein Kapazitätswert (c) als Indikator für die Funktion der Schwingungseinrichtungen (SP, EP) und/oder von Leitungen zu den Schwingungseinrichtungen (SP, EP) durch die überwachungs- Schaltung bereitgestellt wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei der die Schalteinrichtung (Sl - S3) einen Schalter (S3) zum Schalten der Schwingungseinrichtungen (SP, EP) wahlweise auf Masse (0) oder auf einen Referenzkondensator (Kl) der Kapazitäts- Messeinrichtung aufweist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Schalteinrichtung (Sl - S3) zwei weitere Schalter (Sl, S2) aufweist zum Anlegen einer Schwingung mit definierter Frequenz (f) , insbesondere einer Resonanzfrequenz, des Oszillatorkreises (O) an einem ersten Anschluss (P4, Kl) der Kapazitäts- Messeinrichtung, insbesondere an dem Referenzkondensator (Kl) und gleichzeitig zum Anlegen der invertierten Schwingung des Oszillatorkreises (0) an einen Anschluss (Pl) der parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen (SP, EP) .
4. Schaltungsanordnung nach einem vorstehenden Anspruch mit einem Synchron-Gleichrichter (SG) zum Umsetzen einer Wechselspannung (rs) der Kapazitäts-Messeinrichtung, in eine Gleichspannung, deren Spannungswert von der Gesamtkapazität von den Schwingungseinrichtungen (SP, EP) und von deren Zuleitungen einerseits, und der Kapazität des Referenzkondensators andererseits, abhängt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, wobei der Spannungs- wert der Gleichspannung des Synchron-Gleichrichters (SG) unabhängig ist von einer momentanen Frequenz (f) des Oszillatorkreises (O) .
6. Schaltungsanordnung zur Funktionsüberwachung eines Vibrati- ons-Grenzschalters und/oder einer Füllstand-Messvorrichtung mit
- einer ersten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtung (SP) als Sendeeinrichtung,
- einer zweiten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtung (EP) als einer Empfangseinrichtung,
- einem Oszillatorkreis (O), dessen Eingang (PO) und Ausgang (P4) im normalen Betrieb mit den Schwingungseinrichtungen (EP, SP) verbunden sind, deren zweite Anschlüsse auf einem gemeinsamen Massepotential liegen, und - einer überwachungsschaltung zur Funktionsüberwachung, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass
- die überwachungsschaltung eine Schalteinrichtung (Sl - S3) aufweist zum zeitweiligen Parallel-Schalten der ersten und der zweiten Schwingungseinrichtung (SP, EP) und zum Schalten der parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen (SP, EP) in
Reihe zu einer Umladestrom-Messeinrichtung (Rx, R2, K2, IW) an der ein Umladestrom der Schwingungseinrichtungen (SP, EP) wäh- rend eines zeitweiligen überwachungsbetriebes abgreifbar ist, wobei ein Kapazitätswert (c) als Indikator für die Funktion der Schwingungseinrichtungen (SP, EP) und/oder von Leitungen zu den Schwingungseinrichtungen durch die überwachungsschal- tung bereitgestellt wird.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, bei der die Umladestrom-Messeinrichtung (Rx, R2, K2, IW) einen Tiefpassfilter (R2, K2) aufweist zum Glätten des von den Schwingungseinrich- tungen (SP, EP) abgegriffenen Umladestroms.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, bei der die überwachungsschaltung eine dritte Schalteinrichtung (S3) aufweist zum Schalten der Schwingungseinrichtungen (SP, EP) wahlweise auf Masse (0) oder auf einen Widerstand (Rx) der Umladestrom- Messeinrichtung.
9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei der die überwachungsschaltung eine Oszillatorkreis- Schalteinrichtung (Sl, S2) aufweist zum Anlegen einer Resonanz-Frequenz, insbesondere zum Anlegen einer invertierten Resonanz-Frequenz des Oszillatorkreises (O) an die während des überwachungsbetriebs zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen (SP, EP) .
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2 oder nach einem der Ansprüche 4 bis 8 mit einem Spannungsgenerator zum Erzeugen einer PrüfSpannung, welche während des überwachungsbetriebs anstelle einer Oszillatorkreisspannung des Oszillatorkreises (O) an die zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen (SP, EP) anlegbar ist.
11. Schaltungsanordnung, insbesondere nach einem vorstehenden Anspruch, zur Funktionsüberwachung eines Vibrations- Grenzschalters und/oder einer Füllstand-Messvorrichtung mit
- einer ersten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtung (SP) als Sendeeinrichtung, - einer zweiten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtung (EP) als einer Empfangseinrichtung,
- einem Oszillatorkreis (O) , dessen Eingang (PO) und Ausgang (P4) im normalen Betrieb mit den in Reihe geschalteten Schwin- gungseinrichtungen (EP, SP) verbunden sind, deren zweite An ¬ schlüsse auf einem gemeinsamen Massepotential liegen, und
- einer überwachungsschaltung zur Funktionsüberwachung, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass
- die überwachungsschaltung eine Oszillatorkreis- Schalteinrichtung (Sl, I) zum zeitweiligen Verbinden von Eingang (PO) und Ausgang (P4) des Oszillatorkreises (O) für einen überwachungsbetrieb zur Funktionsüberwachung aufweist, so dass der Oszillatorkreis (O) in einer definierten Frequenz (f) schwingt, wobei die definierte Frequenz (f) als Indikator für die Funktion des Oszillatorkreises (0) bereitgestellt wird.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, wobei die definierte Frequenz (f) die momentane Resonanz-Frequenz des Oszillatorkreises (0) ist und wobei die definierte Frequenz (f) mittels einer Vergleichseinrichtung mit einem Referenzwert verglichen wird.
13. Verfahren zur Funktionsüberwachung einer Füllstand- Messvorrichtung, und insbesondere eines Vibrations- Grenzschalters, bei dem
- in einem normalen Betriebsmodus eine erste piezo-elektrische Schwingungseinrichtung (SP) als Sendeeinrichtung und eine zweite piezo-elektrische Schwingungseinrichtung (EP) als Emp- fangseinrichtung mit einem Eingang (PO) und einem Ausgang (P4) eines Oszillatorkreises (O) verbunden werden und
- zur Funktionsüberwachung in einem Uberwachungsbetrieb eine überwachungsschaltung aktiviert wird, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass - im überwachungsbetrieb die beiden Schwingungseinrichtungen (SP, EP) zueinander parallel geschaltet werden und die parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen in Reihe mit einer Kapazitäts-Messeinrichtung geschaltet werden zum Bereitstellen eines Kapazitätswerts (c) als Indikator für die Funktion der Schwingungseinrichtungen (SP, EP) ,
- wobei eine Schwingung einer Schwingungsquelle mit einer de- finierten Frequenz (f), insbesondere einer Resonanz-Frequenz des Oszillatorkreises (O) , in Reihe geschaltet wird mit den zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen (SP, EP) und einem Referenzkondensator (Kl) der Kapazitäts- Messeinrichtung.
14. Verfahren zur Funktionsüberwachung einer Füllstand- Messvorrichtung, und insbesondere eines Vibrations- Grenzschalters, bei dem
- in einem normalen Betrieb eine erste piezo-elektrische Schwingungseinrichtung (SP) als Sendeeinrichtung und eine zweite piezo-elektrische Schwingungseinrichtung (EP) als Empfangseinrichtung mit einem Eingang (PO) und einem Ausgang (P4) eines Oszillatorkreises (O) verbunden werden und
- zur Funktionsüberwachung in einem überwachungsbetrieb eine überwachungsschaltung aktiviert wird, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass
- im überwachungsbetrieb die beiden Schwingungseinrichtungen (SP, EP) zueinander parallel geschaltet werden und die parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen in Reihe mit einer Umladestrom-Messeinrichtung geschaltet werden zum Abgreifen eines Umladestroms zwischen den Schwingungseinrichtungen und Bereitstellen eines Kapazitätswertes (c) als Indikator für die Funktion der Schwingungseinrichtungen (SP, EP) ,
- wobei eine Schwingung einer Schwingungsquelle mit einer de- finierten Frequenz (f) , insbesondere einer Resonanz-Frequenz des Oszillatorkreises (O) , in Reihe geschaltet wird mit den zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen und einem Widerstand (Rx) der Umladestrom-Messeinrichtung.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, bei dem für den überwachungsbetrieb die zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen (SP, EP) mit einer Prüfspannung eines Span- nungsgenerators anstelle einer Oszillatorkreisspannung des Oszillatorkreises (O) beschaltet werden.
16. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, bei dem der Oszillator- kreis (O) einen verstimmbaren Filter (F) aufweist und mittels eines Prozessors (P) im überwachungsbetrieb, der Oszillatorkreis auf die mit den Schwingungseinrichtungen (SP, EP) verbundenen Schwinggabel durch Verstellen des Filters (F) abgestimmt wird. |
Schaltungsanordnung bzw. Verfahren zur Funktionsüberwachung eines Vibrations-Grenzschalters und/oder einer Füllstand-
MessVorrichtung
Schaltungsanordnung bzw. Verfahren zur Funktionsüberwachung eines Vibrations-Grenzschalters und/oder einer Füllstand- MessVorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Funktionsüberwachung eines Vibrations-Grenzschalters und/oder einer Füllstand-Messvorrichtung mit den Oberbegriffliehen Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. auf ein Verfahren für eine solche Füllstandsüberwachung.
Vibrations-Grenzschalter dienen in der Regel als Grenzstand- Messvorrichtungen. Zur Erzeugung und zur Erfassung von Vibrationen bzw. Schwingungen werden piezo-elektrische Schwingungseinrichtungen eingesetzt. Allgemein besteht das Problem, dass im Fehlerfall einer solchen Vorrichtung kein falscher Schalt- zustand ausgegeben werden darf, weshalb eine Funktionsüberwachung solcher Anordnungen vorgesehen werden muss.
Um bei der Entwicklung von Füllstand-Messgeräten gemäß dem internationalen Standard IEC 61508 einen hohen Sicherheits- Integritäts-Level zu erreichen, werden an die entsprechenden Geräte erhöhte Anforderungen für den Fehlerfall gestellt. Defekte Geräte dürfen nicht zu einem gefährlichen Ausfall führen, weshalb im Fehlerfall das Gerät in den Stör-Meldezustand gehen muss, wobei die Ausgangsstufe in einen sicheren Zustand geht, bei dem nachfolgende Einrichtungen, beispielsweise Pumpen, in einen bestimmten Betriebszustand versetzt werden. Als Fehler sind insbesondere Unterbrechungen oder ein Kurzschluss von Leitungen zu dem Antriebselement, vorliegend den Schwingungseinrichtungen, ein defektes Antriebselement oder ein Bau- teile-Ausfall in einer Oszillator-Schaltung zu sehen.
Allgemein bekannt sind für Füllstand-Messgeräte oder Grenzstand-Messgeräte Schaltungen einer Füllstand-Messvorrichtung bzw. eines Vibrations-Grenzschalters . Eine solche Schaltung umfasst ein erstes piezo-elektrisches Schwingungseelement als eine Sendeeinrichtung, ein zweites piezo-elektrisches Schwingungselement als Empfangseinrichtung und einen Oszillatorkreis, dessen Ein- und Ausgang im normalen Betrieb mit den Schwingungseinrichtungen verbunden sind, deren zweite Anschlüsse auf einem gemeinsamen Massepotential liegen. Ein üb- licher Oszillatorkreis besteht dabei aus einem Verstärker, einem Filter und einem Komparator, welche in Reihe mit Piezo- Elementen als den Schwingungseinrichtungen geschaltet sind. über einen Abgriff wird eine Frequenz der momentanen Schwingung an eine Auswerteeinrichtung in Form beispielsweise eines Prozessors oder nachgeschalteten Computers ausgegeben.
DE 100 23 306 C2 beschreibt eine Schaltung zur Funktionsüberwachung, bei welcher mittels einer überwachungsschaltung die Piezo-Kapazität von einem einzigen Piezo-Element sowie dessen Zuleitungen überwacht werden. Anwendbar ist eine entsprechende Verfahrensweise jedoch nur bei einem Antrieb mit einem einzigen Piezo-Element, welches über eine Zweidraht-Leitung angetrieben wird.
Zur Leitungsbruch-überwachung für einen Zwei-Piezo-Antrieb mit getrennten Piezo-Elementen als Sendeeinrichtung und Empfangseinrichtung ist eine überwachung der Leitungen über eine Gleichstromschleife bekannt. Dabei wird ein Gleichstrom überwacht, der über ohmsche Widerstände fließt, die parallel zu Sende- und Empfangs-Piezo-Element geschaltet sind. In der Praxis ist eine Anbringung solcher überwachungselemente an einem piezo-elektrischen Antrieb aufgrund der üblicherweise beengten Platzverhältnisse und der geforderten hohen Temperaturen schwierig. Außerdem können Unterbrechungen nur bis zu den ü- berwachungselementen detektiert werden. Fehler, welche direkt am Antrieb auftreten, beispielsweise ein Abbrechen der Lei- tungs-Kontaktierung am Piezo-Element oder eine Beschädigung
des Piezo-Elements selber, können mit einer solchen Anordnung nicht detektiert werden.
DE 42 32 719 Al beschreibt eine Schaltung und Verfahrensweise zur überwachung eines Oszillatorkreises in einer Füllstand- Messvorrichtung. In regelmäßigen Abständen wird ein Referenzglied anstelle eines eigentlichen Piezo-Antriebs, das heißt anstelle einer Schwingungseinrichtung, an den Eingang des Oszillatorkreises geschaltet. Dadurch entsteht eine Schwingung, welche der Frequenz des Bedecktzustands einer mit dem Piezo- Element verbundenen Schwinggabel entspricht.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Schaltungsanordnung bzw. ein Verfahren vorzuschlagen, welche eine Funktions- überwachung einer Füllstand-Messvorrichtung, und insbesondere eines Vibrations-Grenzschalters, auf alternative Art und Weise ermöglichen. Insbesondere soll auch die Funktion der Schwingungseinrichtungen bei einer Anordnung mit getrennten Sende- und Empfangsschwingungseinrichtungen mitüberwacht werden kön- nen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schaltungsanordnung mit den Merkmalen der Patentansprüche 1, 6, 11 bzw. durch Verfahren mit den Merkmalen der Patentansprüche 13 bzw. 14.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die Schaltungsanordnungen bzw. Verfahren beruhen auf dem ge- meinsamen Grundprinzip, dass die beiden piezo-elektrischen
Schwingungseinrichtungen, welche als Sendeeinrichtung bzw. als Empfangseinrichtung eingesetzt werden, während eines jeweils zeitweiligen überwachungsbetriebs zueinander parallel geschaltet werden, wobei diese parallel geschaltete Anordnung in Rei- he mit einer entsprechenden Messeinrichtung geschaltet wird.
Die Messeinrichtung dient zum Bestimmen der Kapazität der beiden parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen, wobei zwei
verschiedene Arten von Kapazitäts-Messeinrichtungen vorgeschlagen werden. Außerdem wird vorzugsweise der Oszillatorkreis als Schwingungsquelle derart in die Reihenschaltung eingebracht, dass der auf seiner Resonanz-Frequenz schwingende Oszillatorkreis die beiden zueinander parallel geschalteten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtungen während des überwachungsbetriebs anregt.
Die Erfindungsgemäße Schaltungsanordnung, vermeidet eine auf- wändige Anbringung von überwachungselementen am Antrieb bzw. an den Schwingungseinrichtungen und ist daher auch bei beengten Platzverhältnissen und zusätzlich auch bei geforderten hohen Temperaturen einsetzbar. Fehler, welche direkt am Antrieb auftreten, können detektiert werden, wie z.B. ein Abbrechen einer Kontaktierung einer Schwingungseinrichtung oder eine Beschädigung der Schwingungseinrichtung selber.
Bevorzugt wird gemäss erster Ausfϋhrungsform eine Schaltungsanordnung zur Funktionsüberwachung einer Füllstand-Messvor- richtung und insbesondere eines Vibrations-Grenzschalters mit einer ersten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtung als Sendeeinrichtung, einer zweiten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtung als einer Empfangseinrichtung, einem Oszillatorkreis, dessen Eingang und Ausgang im normalen Betrieb mit den Schwingungseinrichtungen verbunden sind, deren andere Anschlüsse auf einem gemeinsamen Massepotential liegen, und einer überwachungsschaltung zur Funktionsüberwachung, wobei die überwachungsschaltung eine Schalteinrichtung aufweist zum zeitweiligen Parallelschalten der ersten und der zweiten Schwingungseinrichtung und zum Schalten der parallelgeschalteten Schwingungseinrichtungen in Reihe zu einer Kapazitäts- Messeinrichtung während eines zeitweiligen überwachungsbetriebes, wobei ein Kapazitätswert als Indikator für die Funktion der Schwingungseinrichtungen und/oder von Leitungen zu den Schwingungseinrichtungen durch die überwachungsschaltung bereitgestellt wird.
Die überwachungsschaltung weist bevorzugt eine dritte Schalteinrichtung auf zum Schalten der Schwingungseinrichtungen wahlweise auf Masse oder auf einen Referenzkondensator der Kapazitäts-Messeinrichtung.
Die überwachungsschaltung weist vorteilhaft eine Oszillatorkreis-Schalteinrichtung auf zum Anlegen einer Schwingung mit definierter Frequenz, insbesondere einer Resonanzfrequenz des Oszillatorkreises an einem ersten Anschluss der Kapazitäts- Messeinrichtung, insbesondere an dem Referenzkondensator und gleichzeitig zum Anlegen der invertierten Schwingung des Oszillatorkreises an einen Anschluss der parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen, so dass eine im Kreis geschlossene Reihenschaltung vom Oszillatorkreis mit einem Inverter, den zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen und dem Referenzkondensator der Kapazitäts-Messeinrichtung entsteht.
Ein Synchrongleichrichter dient bevorzugt zum Umsetzen einer Wechselspannung der Kapazitäts-Messeinrichtung, in eine
Gleichspannung, deren Spannungswert von der Gesamtkapazität von den Schwingungseinrichtungen und von deren Zuleitungen einerseits, und der Kapazität des Referenzkondensators andererseits, abhängt. Die Ausgangs- Gleichspannung des Synchron- gleichrichters ist dabei unabhängig von der momentanen Frequenz des Oszillatorkreises.
Bevorzugt wird gemäss zweiter Ausführungsform eine Schaltungsanordnung zur Funktionsüberwachung eines Vibrations- Grenzschalters und/oder einer Füllstand-Messvorrichtung mit einer ersten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtung als Sendeeinrichtung, einer zweiten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtung als einer Empfangseinrichtung, einem Oszillatorkreis, dessen Eingang und Ausgang im normalen Betrieb mit den Schwingungseinrichtungen verbunden sind, deren zweite Anschlüsse auf einem gemeinsamen Massepotential liegen, und einer überwachungsschaltung zur Funktionsüberwachung, wobei die
überwachungsschaltung eine Schalteinrichtung aufweist zum zeitweiligen Parallel-Schalten der ersten und der zweiten Schwingungseinrichtung und zum Schalten der parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen in Reihe zu einer Umladestrom- Messeinrichtung zum Abgreifen eines Umladestroms der Schwingungseinrichtungen während eines zeitweiligen überwachungsbetriebes, wobei ein Kapazitätswert als Indikator für die Funktion der Schwingungseinrichtungen und/oder von Leitungen zu den Schwingungseinrichtungen durch die überwachungsschaltung bereitgestellt wird.
Die Umladestrom-Messeinrichtung weist bevorzugt ein Tiefpassfilter auf zum Glätten des von den Schwingungseinrichtungen abgegriffenen Umladestroms.
Die überwachungsschaltung weist vorteilhaft eine dritte Schalteinrichtung auf zum Schalten der Schwingungseinrichtungen wahlweise auf Masse oder auf einen Widerstand der Umlade- strom-Messeinrichtung.
Solche überwachungsschaltungen weisen bevorzugt eine Oszillatorkreis-Schalteinrichtung auf zum Anlegen einer Resonanzfrequenz, insbesondere zum Anlegen einer invertierten Resonanzfrequenz des Oszillatorkreises an die während des überwa- chungsbetriebs zueinander parallelgeschalteten Schwingungseinrichtungen.
Als weitere Ausführungsform kann eine Prüfspannung eines Spannungsgenerators während des überwachungsbetriebs anstelle ei- ner Oszillatorkreisspannung des Oszillatorkreises an die zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen angelegt werden.
Bevorzugt wird gemäss auch eigenständig vorteilhafter Ausfüh- rungsform eine Schaltungsanordnung zur Funktionsüberwachung einer Füllstand-Messvorrichtung mit einer ersten piezoelektrischen Schwingungseinrichtung als Sendeeinrichtung, ei-
ner zweiten piezo-elektrischen Schwingungseinrichtung als einer Empfangseinrichtung, einem Oszillatorkreis, dessen Eingang und Ausgang im normalen Betrieb mit den Schwingungseinrichtungen verbunden sind, deren zweite Anschlüsse auf einem gemein- samen Massepotential liegen, und einer überwachungsschaltung zur Funktionsüberwachung, wobei die überwachungsschaltung eine Oszillatorkreis-Schalteinrichtung zum zeitweiligen Verbinden von Eingang und Ausgang des Oszillatorkreises für einen überwachungsbetrieb zur Funktionsüberwachung aufweist, so dass der Oszillatorkreis auf einer definierten Frequenz schwingt, wobei die definierte Frequenz als Indikator für die Funktion des Oszillatorkreises bereitgestellt wird. Die definierte Frequenz ist vorteilhaft die momentane Resonanz-Frequenz des Oszillatorkreises, wobei die definierte Frequenz mittels einer Ver- gleichseinrichtung mit einem Referenzwert verglichen werden kann.
Bevorzugt wird gemäss erster Ausführungsform ein Verfahren zur Funktionsüberwachung einer Füllstand-Messvorrichtung, und ins- besondere eines Vibrations-Grenzschalters, bei dem in einem normalen Betrieb eine erste piezo-elektrische Schwingungseinrichtung als Sendeeinrichtung und eine zweite piezoelektrische Schwingungseinrichtung als Empfangseinrichtung mit einem Eingang und einem Ausgang eines Oszillatorkreises ver- bunden werden und zur Funktionsüberwachung in einem überwachungsbetrieb eine überwachungsschaltung aktiviert wird, wobei im überwachungsbetrieb die beiden Schwingungseinrichtungen zueinander parallel geschaltet werden und die parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen in Reihe mit einer Kapazitäts- Messeinrichtung geschaltet werden zum Bereitstellen eines Kapazitätswerts als Indikator für die Funktion der Schwingungseinrichtungen und wobei eine Schwingung einer Schwingungsquelle mit einer definierten Frequenz, insbesondere einer Resonanz-Frequenz des Oszillatorkreises, in Reihe geschaltet wird mit den zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen und einem Referenzkondensator der Kapazitäts- Messeinrichtung.
Bevorzugt wird gemäss zweiter Ausführungsform ein Verfahren zur Funktionsüberwachung einer Füllstand-Messvorrichtung, und insbesondere eines Vibrations-Grenzschalters, bei dem in einem normalen Betrieb eine erste piezo-elektrische Schwingungseinrichtung als Sendeeinrichtung und eine zweite piezoelektrische Schwingungseinrichtung als Empfangseinrichtung mit einem Eingang und einem Ausgang eines Oszillatorkreises verbunden werden und zur Funktionsüberwachung in einem überwa- chungsbetrieb eine überwachungsschaltung aktiviert wird, wobei im überwachungsbetrieb die beiden Schwingungseinrichtungen zueinander parallel geschaltet werden und die parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen in Reihe mit einer Umladestrom- Messeinrichtung geschaltet werden zum Abgreifen eines Umlade- Stroms der Schwingungseinrichtungen und Bereitstellen eines Kapazitätswertes als Indikator für die Funktion der Schwingungseinrichtungen und wobei eine Schwingung einer Schwingungsquelle mit einer definierten Frequenz, insbesondere einer Resonanz-Frequenz des Oszillatorkreises, in Reihe geschaltet wird mit den zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen und einem Widerstand der Umladestrom- Messeinrichtung.
Vorteilhaft sind solche Verfahren, wenn für den überwachungs- betrieb die zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen mit einer Prüfspannung eines Spannungsgenerators anstelle einer Oszillatorkreisspannung des Oszillatorkreises beschaltet werden.
Vorteilhaft sind solche Verfahren, wenn der Oszillatorkreis einen verstimmbaren Filter aufweist und mittels eines Prozessors im überwachungsbetrieb, der Oszillatorkreis auf die mit den Schwingungseinrichtungen verbundenen Schwinggabel durch Verstellen des Filters abgestimmt wird.
Während eines zeitweiligen überwachungsbetriebs bzw. Testzyklus werden somit Ein- und Ausgang des Oszillatorkreises miteinander verbunden, wodurch der Oszillator auf seiner Resonanz-Frequenz schwingt. Diese Frequenz gibt Auskunft über die Funktion des Oszillatorkreises. Außerdem wird während des ü- berwachungsbetriebs eine Parallelschaltung von den beiden pie- zo-elektrischen Schwingungseinrichtungen für Sende- und Empfangsfunktion geschaltet und eine Messung der Gesamtkapazität durchgeführt. Unter der Gesamtkapazität ist dabei die Kapazi- tat der beiden piezo-elektrischen Schwingungseinrichtungen und der Leitungen zu diesen zu verstehen. Die Kapazität gibt Auskunft über die Funktion des durch die Schwingungseinrichtungen gebildeten Antriebs.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste beispielhafte Schaltungsanordnung eines Vibrations-Grenzschalters mit einer ersten überwa- chungsschaltung zur Funktionsüberwachung von zwei piezo-elektrischen Schwingungseinrichtungen mit drei Schaltern Sl, S2 und S3,
Fig. 2 die Schaltungsanordnung von Fig. 1 bei einem normalen Betrieb in vereinfachter Darstellung, wobei die
Schalter Sl, S2 und S3 in der in Fig. 1 gezeigten Stellung angenommen sind, und
Fig. 3 eine zweite beispielhafte Schaltungsanordnung zur Funktionsüberwachung mit einer zu Fig. 1 alternativen
überwachungsschaltung .
Fig.l zeigt eine beispielhafte Schaltungsanordnung zur Funktionsüberwachung eines Vibrations-Grenzschalters, wobei das Grundprinzip der anhand der Ausführungsformen beschriebenen überwachungsschaltungen auch auf eine Füllstand- Messvorrichtung übertragbar ist.
In für sich bekannter Art und Weise wird ein Oszillatorkreis O aus einem Verstärker V, einem Filter F und einem Komparator K gebildet, welche in Reihe geschaltet sind. Am Anfang bzw. Ende der Reihenschaltung wird entsprechend ein Eingang PO bzw. ein Ausgang P4 des Oszillatorkreises O ausgebildet. Eine erste und eine zweite Schwingungseinrichtung SP und EP werden als piezoelektrische Elemente an den Ausgang P4 und den Eingang PO des Oszillatorkreises O geschaltet, wie dies anhand von Fig. 2 für den normalen Messbetrieb dargestellt ist. Die anderen Anschlüsse der beiden Schwingungseinrichtungen SP, EP liegen auf einem gemeinsamen zweiten Punkte P2, welcher im normalen Betrieb an Masse 0 geschaltet ist.
Eine überwachungsschaltung gemäß Fig. 1 wird aus einer Vielzahl von Komponenten und Schalt- sowie überwachungsabläufen ausgebildet, welche während eines überwachungsbetriebs bzw. Testzyklus zeitweilig aktiviert werden. Die Schaltungsanordnung weist drei Schalter Sl, S2 und S3 auf, welche mittels ei- nes über eine Steuerleitung L anlegbaren Schaltsignals s vorzugsweise gemeinsam umgeschaltet werden, um die Anordnung entweder in den normalen Betrieb oder in den überwachungsbetrieb zu schalten. In Fig. 1 sind die Schalter Sl, S2 und S3 in ihrer im normalen Betrieb einnehmenden Stellung gezeigt. Fig. 2 zeigt das hierzu vereinfachte Schaltbild.
Zwischen dem Ausgang P4 und dem Eingang PO des Oszillatorkreises O sind ein Inverter I und der erste Schalter Sl als eine Oszillatorkreis-Schalteinrichtung geschaltet. Im Uberwachungs- betrieb werden mittels des ersten Schalters Sl und des Inver- ters I der Eingang PO und der Ausgang P4 des Oszillatorkreises O miteinander verbunden. über diese Rückkopplung wird erreicht, dass der durch den Oszillatorkreis O gebildete Oszillator auf seiner Resonanz-Frequenz als einer definierten Fre- quenz f schwingt.
Diese definierte Frequenz f wird z.B. am Ausgang P4 des Oszillatorkreises O erfasst und beispielsweise einem Prozessor P zugeführt. Ein Frequenzwert der Frequenz f wird als ein Indikator für die Funktion des Oszillatorkreises bereitgestellt. Der Prozessor P vergleicht diese Frequenz f mit einem abgespeicherten Referenzwert. Weicht die Frequenz f zu stark vom Referenzwert ab, liegt ein Fehler im Oszillatorkreis O vor, woraufhin der Prozessor P veranlasst, dass der Sensor bzw. Vibrations-Grenzschalter in einen Störzustand übergeht.
Der zweite Schalter S2 ist zwischen einerseits der piezoelektrischen Schwingungseinrichtung SP, und andererseits den Ausgang P4 des Oszillatorkreises O geschaltet. Im überwachungsbetrieb ist der zweite Schalter S2 umgeschaltet und bil- det eine Verbindung zwischen der Schwingungseinrichtungen SP, und einen ersten Punkt Pl, welcher zwischen den ersten Schalter Sl und den Inverter I geschaltet ist. Effektiv wird dadurch aus Sicht des zweiten Punkts P2 bzw. Abgriffs, welcher sich zwischen den beiden Schwingungseinrichtungen SP, EP be- findet, und des Ausgangs P4 des Oszillatorkreises O bzw. des Inverters I eine Parallelschaltung der beiden Schwingungseinrichtungen SP, EP ausgebildet. Letztendlich wird mittels des Schalters S2 im überwachungsbetrieb das Sende-Piezo parallel zum Empfangs-Piezo geschaltet.
Der dritte Schalter S3 ist zwischen den zweiten Punkt P2 bzw. Abgriff zwischen den beiden Schwingungseinrichtungen SP, EP einerseits und andererseits Masse 0 geschaltet. Im überwachungsbetrieb trennt der dritte Schalter S3 die beiden Schwin- gungseinrichtungen SP, EP von Masse 0 und legt die beiden Schwingungseinrichtungen SP, EP an eine Kapazitäts- Messeinrichtung an, welche zur überwachung der Funktionalität der Schwingungseinrichtungen SP, EP dient.
Die drei Schalter Sl - S3 bilden somit eine Schalteinrichtung aus, welche zwischen einem normalen Betrieb und einem überwachungsbetrieb schaltet. Die Schalter können in für sich be-
kannter Form als mechanische Schaltelemente oder als elektronische Schaltelemente, wie z. B. Transistoren ausgebildet sein.
Im überwachungsbetrieb schaltet der dritte Schalter S3 den Abgriff bzw. zweiten Punkt P2 zwischen den Schwingungseinrichtungen SP, EP an einen dritten Punkt P3. Zwischen den dritten Punkt P3 und den Ausgang P4 des Oszillatorkreises O ist ein Referenzkondensator Kl geschaltet. Im überwachungsbetrieb ist der dritte Punkt P3 und damit der Referenzkondensator Kl in Reihe zu den parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen SP, EP geschaltet. Diese Reihenschaltung wird gemäß der bevorzugtesten Ausführungsform mit dem Signal der Resonanzschwingung, das heißt der definierten Frequenz f des Oszillatorkrei- ses O, auf der einen Seite und mit dem invertierten Signal der Resonanzschwingung des Inverters I auf der anderen Seite angesteuert. Auf diese Art und Weise wird die Kapazität der Schwingungseinrichtungen SP, EP, das heißt des Antriebselementes des Vibrations-Grenzschalters, und der Leitungskapazität mit dem Referenzkondensator Kl verglichen. Am dritten Punkt P3 zwischen den parallel geschalteten Piezo-Elementen bzw. Schwingungseinrichtungen SP, EP und dem Referenzkondensator Kl entsteht eine Rechteckspannung rs, deren Amplitude abhängig ist vom Verhältnis von einerseits der Kapazität der Schwin- gungseinrichtungen und der Leitungen zu diesen und andererseits der Referenzkapazität des Referenzkondensators Kl.
Mit Hilfe eines Synchron-Gleichrichters SG wird aus dieser Rechteckspannung rs eine Gleichspannung gebildet, welche unab- hängig von der Frequenz f ist und bei einem konstanten Referenzkondensator nur von der Gesamtkapazität der Schwingungseinrichtungen SP, EP und der Zuleitungen abhängig ist. Diese Gleichspannung stellt somit einen Kapazitätswert c dar, welcher von dem Prozessor P als ein Indikator für die Funktion der Schwingungseinrichtungen SP, EP und von deren Zuleitungen auswertbar ist. Entsprechend wird die Gleichspannung des Synchron-Gleichrichters SG dem Prozessor P angelegt. Der Syn-
chron-Gleichrichter SG wird aus Sicht des dritten Punktes P3 ausgebildet durch eine Anordnung aus vorzugsweise einem Widerstand R, einem Kondensator K3, einem vierten Schalter S4, einem Impedanzwandler IW und einem weiteren Kondensator K2, wel- eher zwischen den vierten Schalter S4 und den positiven Eingang des Impedanzwandlers IW auf der einen Seite und Masse 0 auf der anderen Seite geschaltet ist. Der vierte Schalter S4 schaltet den in Reihe geschalteten Widerstand R und den Kondensator K3 abhängig von der momentanen Spannung am Ausgang P4 des Oszillatorkreises O zwischen dem Impedanzwandler IW und Masse 0.
Die Spannung der überwachungsschaltung bzw. der Kapazitätswert c wird an einem Ausgang für eine übergeordnete Einrichtung be- reitgestellt oder einem integrierten Prozessor, wie dem beispielhaft dargestellten Prozessor P angelegt. Der Prozessor P vergleicht den Kapazitätswert c mit einem Sollwert, um eine Aussage über den Zustand der Antriebseinrichtung bzw. Schwingungseinrichtungen SP, EP und/oder deren Zuleitungen zu ma- chen. Ist die Kapazität des Kapazitätswertes c kleiner als der Sollwert, liegt ein Leitungsbruch oder ein Defekt der Schwingungseinrichtungen vor. Eine Erhöhung der gemessenen Kapazität, das heißt ein gegenüber dem Sollwert erhöhter Kapazitätswert c, deutet auf einen Anstieg der Temperatur in der Umge- bung der Schwingungseinrichtungen, das heißt der Temperatur, welcher das piezo-elektrische Material ausgesetzt ist, hin. Eine starke Erhöhung bis zur Höhe der Versorgungsspannung deutet auf einen Kurschluss der piezo-elektrischen Schwingungseinrichtungen SP, EP hin.
Gemäß eigenständig vorteilhafter Ausgestaltung kann die Rückkopplung durch Schließen des ersten Schalters Sl dazu verwendet werden, die Oszillatorschaltung bzw. den Oszillatorkreis O auf eine Schwinggabel abzugleichen, welche zur Schwingungs- übertragung mit den piezo-elektrischen Schwingungseinrichtungen SP, EP verbunden ist. Für eine solche Anwendung wird als Filter F ein verstimmbares Filter im Oszillatorkreis O einge-
setzt, so dass sich die Resonanz-Frequenz des Oszillatorkreises O so einstellen lässt, wie dies für die entsprechende Gabelfrequenz der Gabel erforderlich ist. Wird ein solcher Zusammenhang mittels einer Funktion beschrieben und im Prozessor P abgelegt oder dem Prozessor verfügbar gemacht, so lässt sich durch eine entsprechend automatisierte Einstellung des Filters F ein solcher Abgleichvorgang mittels des Prozessors P automatisieren.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform mit einer modifizierten überwachungsschaltung, wobei die Uberwachungsschaltung eine Umladestrom-Messeinrichtung zum Abgreifen eines Umladestroms der Schwingungseinrichtungen SP, EP aufweist. Soweit in Fig. 3 dargestellte Komponenten und deren Funktionalität an- hand Fig. 1 beschrieben sind, wird zur Vereinfachung auf die entsprechende Beschreibung von Fig. 1 verwiesen. Dies betrifft insbesondere den identischen Aufbau des Oszillatorkreises O mit dem Verstärker V, dem Filter F und dem Komparator K, welche zwischen einen Eingang PO und einen Ausgang P4 geschaltet sind. In gleicher Art und Weise wie bei Fig. 1 sind ein Inver- ter I und ein erster Schalter Sl zwischen Eingang PO und Ausgang P4 des Oszillatorkreises O geschaltet. Außerdem sind in gleicher Art und Weise an den Eingang PO des Oszillatorkreises O und dessen Ausgang P4 zwei Schwingungseinrichtungen EP, SP und ein zweiter Schalter S2 geschaltet. Ebenso ist ein dritter Schalter S3 am anderen Anschluss der beiden Schwingungseinrichtungen SP, EP einerseits und andererseits wahlweise entweder Masse 0 oder die überwachungsschaltung in Form der Umladestrom-Messeinrichtung geschaltet. Zum bevorzugten gleichzeiti- gen Schalten der drei Schalter Sl - S3 dient wiederum ein
Schaltsignal s, welches vom Prozessor P bereitgestellt wird. Dem Prozessor P werden wie bei der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 eine definierte Frequenz f in Form der Resonanz- Frequenz des Oszillatorkreises O im Fall des überwachungsbe- triebs und ein Kapazitätswert c der überwachungsschaltung angelegt .
Die Umladestrom-Messeinrichtung besteht ausgehend von einem dritten Punkt P3, welcher im überwachungsbetrieb vom dritten Schalter S3 beschaltet ist, in Reihe aus einem Widerstand R2 und einem Impedanzwandler IW wie im Fall der Anordnung gemäß Fig. 1. Zwischen den Widerstand R2 und den Impedanzwandler IW einerseits und Masse 0 andererseits ist ein Kondensator K2 geschaltet, wobei der Widerstand R2 und der Kondensator K2 einen Tiefpass ausbilden.
Außerdem ist zwischen den dritten Punkt P3 und den Widerstand R2 einerseits und andererseits Masse 0 ein weiterer Widerstand Rx geschaltet, wobei der dritte Punkt P3 zwischen diesem weiteren Widerstand Rx und den beiden Schwingungseinrichtungen SP, EP eine ümladespannung gegenüber Masse 0 bereitstellt. Die an dem mit den zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen SP, EP in Reihe geschalteten weiteren Widerstand Rx abgreifbare Umladespannung ist proportional zum Umladestrom. Die Umladespannung wird über den Tiefpass geglättet und dem Impedanzwandler IW zur Bereitstellung des Kapazitätswertes c angelegt.
Der mittels einer solcher Schaltung bereitgestellte Kapazitätswert c entspricht einem Spannungswert, der allerdings nicht nur von der Kapazität der piezo-elektrischen Schwin- gungseinrichtungen abhängig ist sondern auch von der Messfrequenz, welche der Resonanz-Frequenz des rückgekoppelten Oszillatorkreises O entspricht. Aufgrund des gegenüber Fig. 1 eingeschränkten Anwendungsbereiches wird daher die Ausführungsform gemäß Fig. 1 besonders bevorzugt.
Die beiden Ausführungsformen gemäß Fig. 1 und Fig. 3 können weiter modifiziert werden, indem anstelle des Anlegens der Resonanz-Frequenz bzw. definierten Frequenz f des Oszillatorkreises O eine separate Spannung und/oder Schwingung zur Kapa- zitätsmessung an den zueinander parallel geschalteten Schwingungseinrichtungen SP, EP angelegt wird. In diesem Fall würde
eine solche Spannung oder Schwingung von einem separaten Generator oder direkt von dem Prozessor P eingespeist. Dies würde den Schaltungsaufwand zwar erhöhen, wäre aber trotzdem vorteilhaft umsetzbar. Zum Ankoppeln der separaten Spannung bzw. elektrischen Schwingung würde vorzugsweise ein weiterer Schalter bereitgestellt, welcher den ersten Punkt Pl und/oder den Ausgang P4 des Oszillatorkreises O von den beiden Schwingungseinrichtungen für den überwachungsbetrieb abkoppelt und die beiden Schwingungseinrichtungen im überwachungsbetrieb an die separate Spannung ankoppelt.
