| JP2004130476 | SCREW FEEDING DEVICE AND ELECTRIC SCREWDRIVER HAVING IT |
| WO/1991/015338 | TORQUE WRENCH |
| JP3773432 | FASTENING DEVICE |
GAREIS, Marc (In den Ziegelwiesen 8, Leonberg, 71229, DE)
| Ansprüche 1. Schaltungsanordnung zum Betreiben eines hydraulischen Drehmoment- schraubers oder dergleichen mit einer Kolben-Zylinder-Einheit (18), die von einer Pumpe (1 1 ) mit einem vorgebbaren Druck ansteuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben-Zylinder-Einheit (18) von der Pumpe (1 1) über ein Proportionalventil (12) ansteuerbar ist, welches sowohl als Umsteuereinheit zwischen Vor- und Rücklauf als auch als Druckbegrenzungsventil wirkt. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Proportionalventil (12) von einer Steuereinrichtung (16) ansteuerbar ist, der Signale eines im Vor-/Rücklauf angeordneten Mengenerfassungsmittels (15) und/oder eines Druckmessmittels (22) zuführbar sind. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einstellung der Steuereinrichtung (16) durch eine Bedienungsperson mittels einer drahtgebundenen oder drahtlos mit der Steuereinrichtung (16) kommunizierenden Fernsteuereinheit (31) erfolgt. 4. Schaltungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerung des Proportionalventils (12) in Abhängigkeit von den Signalen des Mengenerfassungsmittels (15) und/oder des Druckmessmittels (22) erfolgt. |
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Betreiben eines Drehmomentschraubers oder dergleichen, welcher eine Kolben-Zylinder-Einheit aufweist, die von einer Pumpe mit einem vorgebbaren Druck ansteuerbar ist.
Derartige hydraulische Drehmomentschrauber sind mit oft langen, sehr oft mit bis zu 10 m langen Schläuchen mit einem Hydraulikaggregat, das die Pumpe umfasst, verbunden. Eine Bedienungsperson, die den hydraulischen Drehmomentschrauber bedient, ist auf diese Weise nicht mehr in Sichtweite des Hydraulikaggregats. Bei einer Sichtkontrolle, ob der eingestellte Druck tatsächlich erreicht wurde, ist jedoch ein Blick auf ein Manometer, das im Bereich des Hydraulikaggregats angeordnet ist, unerlässlich. Es besteht daher der Wunsch der Bedienungsperson, alle Funktionen des Hydraulikaggregats mittels einer Fernsteuerung einstellen und ablesen zu können, ohne den momentanen und vom Drehmomentschrauber beispielsweise entfernten Standort des Hydraulikaggregats aufsuchen zu müssen.
Zur Lösung dieses Problems wurden im Stand der Technik verschiedene Lösungsmöglichkeiten angeboten.
BESTÄTIGUNGSKOPIE Eine erste besteht in einer Druckvorwahl mittels eines Manometers. Dabei wird gewöhnlich der Solldruck mittels eines manuellen Druckreglers und eines Manometers eingestellt. Sobald der eingestellte Enddruck erreicht ist, spricht ein Überlaufventil an. Hierbei kann der eingestellte Enddruck gehalten werden.
Eine weitere Variante betrifft die Druckvorwahl mittels eines Druckschalters. Dabei wird der eingestellte Solldruck mit einem Druckschalter kontrolliert. Wird der Enddruck erreicht, unterbricht der Druckschalter die Zufuhr von Hydraulikfluid. Mit diesem Verfahren kann der eingestellte Enddruck nicht gehalten werden.
Der erstgenannte Vorschlag einer Druckvorwahl mittels Manometer weist den Nachteil auf, dass der Bediener jede Einstellung oder Korrektur des Drucks direkt am Hydraulikaggregat selbst vornehmen muss. Da sich jedoch die Bedienungsperson während des Arbeitens zusammen mit einer Bedieneinheit und dem Hydraulikschrauber von dem Hydraulikaggregat entfernt befindet, ist eine solche Einstellung nicht ohne Weiteres möglich. Auch die visuelle Kontrolle des Enddrucks am Manometer muss auf diese Weise über eine räumliche Entfernung erfolgen, wodurch Ungenauigkeiten bei der Ablesung entstehen können. Dadurch, dass der eingestellte Enddruck gehalten wird, kann jedoch ein Kriechen der Schraubverbindung, also eine Verringerung der Vorspannkraft durch plastisches Fließen, beherrscht werden und der Druck kann im Grunde beliebig lange anstehen.
Die zweitgenannte Variante„Druckvorwahl mittels Druckschalter" ermöglicht zwar eine Einstellung des Drucks losgelöst vom Hydraulikaggregat. Nachteilig hierbei ist jedoch, dass der Druck nicht gehalten werden kann, da der Schalter die Hydraulikzufuhr und damit gewissermaßen den„Fließdruck" unterbricht. Auf diese Weise kann ein Kriechen der Schraubverbindung nicht ausgeglichen werden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zur Verfügung zu stellen, welche es dem Bediener ermöglicht, den am Hydraulikaggregat angeschlossenen, beispielsweise Hydraulikschrauber komplett mittels eines Bedienteils in Form einer Fernsteuerung bedienen zu können und dabei auch ein kurzzeitiges Kriechen einer Schraubverbindung durch einen anstehenden Druck beherrschen zu können. Dies geschieht dadurch, dass der Druck auch in diesem Falle gehalten wird.
Diese Aufgabe wird durch eine Schaltungsanordnung der gattungsgemäßen Art dadurch gelöst, dass die Kolben-Zylinder-Einheit von der Pumpe über ein Proportionalventil ansteuerbar ist, welches sowohl als Umsteuereinheit zwischen Vor- und Rücklauf, als auch als Druckbegrenzungseinheit wirkt.
Grundidee der Erfindung ist es, ein Proportionalventil für sehr hohe Drücke in einer Schaltungsanordnung für ein Hydraulikaggregat in dem Vor-/Rücklauf der Kolben-Zylinder-Einheit einzusetzen. Das Proportionalventil ist dabei für Drücke von bis zu 800 bar ausgelegt. Das Proportionalventil ist elektrisch ansteuerbar, wobei abhängig von der Ansteuergröße, beispielsweise einer Ansteuerspannung, der Öffnungsquerschnitt des Ventils veränderbar ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der auf Anspruch 1 rückbezogenen Unteransprüche. So sieht eine vorteilhafte Weiterbildung vor, dass das Proportionalventil von einer Steuereinrichtung ansteuerbar ist. Dieser Steuereinrichtung sind Signale eines in der Vor- und/oder Rückleitung angeordneten Mengenerfassungsmittels und/oder eines Druckerfassungsmittels zuführbar.
Um eine Bedienung räumlich getrennt von dem Hydraulikaggregat zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass der Steuereinrichtung von einer Bedienungsperson mittels einer Fernsteuereinheit Daten zuführbar sind. Die Steuereinrichtung steuert den an der Kolben-Zylinder-Einheit anliegenden Druck über das Proportionalventil in Abhängigkeit von den Signalen des Mengenerfassungsmittels und/oder des Druckerfassungsmittels an. Hierdurch ist eine Druckregelung möglich, die ein Halten des Drucks erlaubt und so auch einen Ausgleich des vorstehend erwähnten kurzzeitigen Kriechens von Schraubenverbindungen erlaubt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden nachfolgend in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben, in der schematisch ein Schaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung dargestellt ist.
Ein hydraulischer Drehmomentschrauber weist eine Kolben-Zylinder-Einheit 18 auf, mit einem in einem Zylinder 26 angeordneten Kolben 19, mit einem auf Seiten einer Kolbenstange 21 angeordneten kolbenstangenseitigen Druckraum 20 und mit einem Zylinderraum 28.
Sowohl der kolbenstangenseitige Druckraum 20 als auch der Zylinderraum 28 sind jeweils über Hydraulikleitungen, einer Hydraulikleitung Rücklauf 13, die in den kolbenstangenseitigen Druckraum 20 mündet, und einer Hydraulikleitung Vorlauf 14, die in den Zylinderraum mündet, mit einem Tank 10 verbunden. In dem Tank 10 ist eine ein- oder mehrstufige Pumpe 11 angeordnet, die durch einen Motor M betrieben wird. Die Pumpe 11 selbst und deren Motor M kann in der Hydraulikflüssigkeit zu Kühlungszwecken angeordnet sein.
Zwischen der Kolbenzylindereinheit und dem Tank 10 ist ein Proportionalventil 12 geschaltet, welches über eine elektrische Steuerleitung 27 von einer Steuereinrichtung 16 ansteuerbar ist. Die Steuereinrichtung 16 wiederum ist über eine elektrische Leitung oder auch via Funk von einer Fernsteuereinheit 31 einstellbar, das heißt es findet ein Datenaustausch zwischen der Steuereinrichtung 16 und der Fernsteuereinheit 31 statt. In der Hydraulikleitung Rücklauf 13 ist ein Mengenerfassungsmittel 15 angeordnet. Die Hydraulikleitung Vorlauf 14 weist ein Druckmessmittel 22 auf. Sowohl die Ausgangssignale des Mengenerfassungsmittels 15 als auch die Ausgangssignale des Druckmessmittels 22 werden der Steuereinrichtung 16 über elektrische Leitungen 17 und 23 zugeführt.
Die Bedienung der Schaltungsanordnung erfolgt von einer (nicht gezeigten) Bedienungsperson, die sich im Bereich der beispielsweise herzustellenden Schraubverbindung befindet. Diese Bedienungsperson kann mittels der Fernsteuereinheit 31 gewünschte Daten vorgeben, beispielsweise das Anzugsmoment der Schraubverbindung, die der Steuereinheit 16 zugeführt werden. Die Steuereinheit 16 berechnet in Abhängigkeit von dem mittels des
Druckmessmittels 22 erfassten Drucks und gegebenenfalls auch in Abhängigkeit von der mittels des Mengenerfassungsmittels 15 erfassten Rücklaufmenge des Fluids ein Ansteuersignal für das Proportionalventil 12.
Abhängig von diesem elektrischen Ansteuersignal verändert sich der
Öffnungsquerschnitt und damit der Druck in der Hydrauiikleitung Vorlauf 14 und damit im Zylinderraum 28. Es ist an dieser Stelle zu bemerken, dass das Mengenerfassungsmittel 15 auch weggelassen werden kann. Für die Einstellung des Drucks genügt die Erfassung des Drucks mittels des Druckerfassungsmittels 22.
Das Proportionalventil 12 weist bei dieser Schaltungsanordnung zwei Funktionen auf. Zum einen übt es die Funktion einer Umsteuereinheit zwischen Vor- und Rücklauf aus, zum anderen dient es als Druckbegrenzungsmittel, um einen von einer Bedienungsperson mittels der Fernsteuereinheit 31 voreingestellten Druck einzustellen und zu halten. Hierdurch können auch Kriechvorgänge, die beim Herstellen von Schraubverbindungen, die mit einem sehr hohen Drehmoment beaufschlagt werden, kompensiert werden. Das Proportionalventil ist für sehr hohe Drücke ausgelegt, die bis zu 800 bar betragen können.
