SEBA, Christoph (Richard-Wagner-Strasse 22, Mannheim, 68165, DE)
STEPHANY, Fredi (Lorscher Strasse 9, Viernheim, 68519, DE)
UNGEHEUER, Michael (Staffelseeweg 16, Mannheim, 68219, DE)
SCHEULER, Susanne (Edith-Stein-Strasse 27, Brühl, 68782, DE)
SEBA, Christoph (Richard-Wagner-Strasse 22, Mannheim, 68165, DE)
STEPHANY, Fredi (Lorscher Strasse 9, Viernheim, 68519, DE)
UNGEHEUER, Michael (Staffelseeweg 16, Mannheim, 68219, DE)
Patentansprüche
1. Schaltungsanordnung für eine Druckmittelbetätigung einer Tür, mit einem Arbeitskreis des Druckmittels zur Betätigung der Tür, mit einem über zumindest einen Nothahn aktivierbaren
Notkreis für die Tür und mit einem Arbeitsventil zum
Umschalten zwischen dem Arbeitskreis und dem Notkreis, wobei dieses Arbeitsventil über eine Ventileinrichtung schaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventileinrichtung den Nothahn (36) und ein zwangsschaltbares Steuerventil (28) zum Schalten des
Arbeitsventils (18) über eine Druckleitung (24) aufweist, wobei das Steuerventil (28) zwischen einer Position zur
Aktivierung und einer Position zur Selbsthaltung der
Druckbeaufschlagung in der Druckleitung (24) schaltbar ist und wobei die Druckbeaufschlagung in der Druckleitung
(24) in der Position zur Selbsthaltung des Steuerventils
(28) über den Nothahn (36) ablassbar ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (28) eine externe Beaufschlagung zum Schalten gegen eine Rückstelleinrichtung (30) aus der Position zur Selbsthaltung in die Position zum Aktivieren der Druckbeaufschlagung in der Druckleitung (24) aufweist .
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Nothahn (36) über eine Stichleitung (38) mit dem Druckmittelkreis zur Selbsthaltung der Druckbeaufschlagung in der Druckleitung (24) und zum Schalten des Arbeitsventils (18) verbunden und gegen die Atmosphäre in einer Schaltposition offen ist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckmittelkreis zur Selbsthaltung der Druckbeaufschlagung der Druckleitungen (24) eine Drossel (40) aufweist.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (28) ein 3/2-Wegeventil ist.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (28) durch Bestromung und/oder eine Handschaltung gegen eine Rückstelleinrichtung (30) schaltbar ist.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsventil (18) ein durch die Druckleitung (24) gegen eine Rückstelleinrichtung (26) aus dem Notkreis in den Arbeitskreis schaltbares 5/2-Wegeventil ist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen an den Druckmittelkreis zur Selbsthaltung der Druckbeaufschlagung der Druckleitung (24) angeschlossenen Drucksensor (42).
9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in die Stichleitung (38) des Nothahns (36) ein Unterbrecherventil (48) angeordnet ist.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass über eine Stichleitung (45) eine pneumatische Schaltunterstützung aufweist.
11. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Nothahn (36) nicht in die Leitungen (20, 22) des Arbeitskreises und des Notkreises integriert sind.
12. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittelbetätigung eine pneumatische Betätigung ist. |
Schaltungsanordnung für eine Druckmittelbetätigung einer Tür
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für eine druckmittelbetätigte Tür mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
Insbesondere in Omnibussen finden solche druckmittelbetätigten Türen Einsatz, wobei sowohl die Tür als Ganzes als auch einzelne Türblätter oder Türflügel zum öffnen und Schließen der Tür verwendet werden können.
Für den Betrieb solcher Türen ist gesetzlich die Möglichkeit vorgeschrieben, die an sich druckmittelbetätigte Tür auch in einem Notbetrieb öffnen zu können.
Hierzu ist es bekannt, einen Arbeitskreis zur regulären Betätigung der Tür sowie einen Notkreis für die Tür vorzusehen, wobei mittels eines ansteuerbaren Arbeitsventils ein Umschalten zwischen dem Arbeitskreis und dem Notkreis möglich ist. Arbeitskreis und Notkreis sind dabei in herkömmlicher Weise ausgebildet, um mit dem Arbeitskreis ein wiederholtes, druckmittelbetätigtes öffnen und Schließen und mit dem Notkreis entweder ein druckmittelbetätigtes, automatisches irreversibles öffnen oder ein Drucklossetzen der Tür für eine manuelle öffnung zu ermöglichen. Zum Umschalten von dem Arbeitskreis in den Notkreis sind
insbesondere bei Omnibussen von innen und außen betätigbare Nothähne vorgesehen, mit denen in einer Notsituation von dem Arbeitskreis auf den Notkreis geschaltet werden kann, um die Tür unabhängig von einer Aktivierung durch den Fahrer öffnen zu können.
Solche Schaltungsanordnungen mit Nothähnen sind beispielsweise aus den Druckschriften DE 41 20 837 Al, DE 34 20 631 Al und DE 31 30 699 Al bekannt.
Bei dem bekannten Stand der Technik wird bei Betätigung des Nothahns der Notbetrieb ausgelöst und durch einen Druckaufbau des Druckmittels eine Positivschaltung bewirkt, mit der die Ventilschaltung vom Arbeitskreis auf den Notkreis erfolgt. Für das Erzeugen des Notbetriebs ist somit ein in den Druckmittelkreis zum Betätigen der Tür integrierter Nothahn notwendig, der die entsprechenden Zu- und Ableitungen zu der Tür bzw. zu dem Türantrieb aufweist, wobei mehrere vorgesehene Nothähne entsprechend miteinander verknüpft sein müssen .
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Schaltungsanordnung so auszubilden, dass das Erzeugen und das Auslösen eines Notbetriebs entkoppelt sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Schaltungsanordnung eine Ausbildung mit den Merkmalen des Kennzeichens des Patentanspruchs 1 vorgeschlagen.
Die Ventileinrichtung zum Schalten des Arbeitsventils, mit dem zwischen dem Arbeitskreis und dem Notkreis gewechselt werden kann, besteht aus einem eigentlichen Steuerventil, das über eine Druckleitung das Arbeitsventil schaltet und einem Nothahn, bei dessen Betätigung die Druckbeaufschlagung des
Arbeitsventils über die Druckleitung abgelassen werden kann. Das Steuerventil ist zwischen einer Position zur Aktivierung der Druckbeaufschlagung des Arbeitsventils und einer Position zur Selbsthaltung dieser Druckbeaufschlagung zwangsschaltbar . Wobei unter zwangsschaltbar eine externe druckmittelunabhängige Schaltung zu verstehen ist. In der Position des Haltens der Druckbeaufschlagung des Steuerventils kann diese Druckbeaufschlagung durch Betätigung des Nothahns abgelassen werden, wodurch die Beaufschlagung des Arbeitsventils und die damit verbundene Schaltposition aufgehoben werden. Damit ist die Druckbeaufschlagung und Druckentlastung der Tür von der pneumatischen Anordnung des Nothahns entkoppelt, was auch zu einer schnellen Druckreduzierung in dem pneumatischen System der Tür führt, da ein nicht in der Nähe der Tür sondern an einem im Notfall gut erreichbaren Ort angeordneter Nothahn nicht in das pneumatische System der Tür direkt integriert ist. Entsprechend muss ein Nothahn auch nicht über Leitungen mit dem pneumatischen System der Tür verbunden sein, die zum Druckmitteltransport zum Betätigen der Tür geeignet sind, bzw. nicht in die Leitungen zum Betätigen der Tür integriert sein. Damit sind weniger und auch kürzere Leitungen mit einem geringeren Durchmesser ausreichend, wodurch auch Kosten eingespart werden können.
In Weiterbildung der Erfindung ist der Nothahn über eine Stichleitung mit dem Druckmittelkreis zur Selbsthaltung der Druckbeaufschlagung in der Druckleitung zum Schalten des Arbeitsventils verbunden und gegen die Atmosphäre offen. Bei Betätigung des Nothahns wird der Druck aus dem Druckmittelkreis abgelassen und die zum Schalten des Arbeitsventils notwendige Druckbeaufschlagung ist nicht mehr gegeben. Dabei ist es weiter sinnvoll, in dem Druckmittelkreis zur Selbsthaltung der Druckbeaufschlagung
eine Drossel vorzusehen, um bei einer Speisung dieses Druckmittelkreises aus dem Druckmittelvorrat ein Nachströmen des Druckmittels in Abhängigkeit von dem Drosselquerschnitt zu kontrollieren.
Mit Vorteil ist dabei das Steuerventil ein 3/2-Wegeventil, mit dem die das Arbeitsventil beaufschlagende Druckleitung wahlweise mit dem Kreis zur Aktivierung der Druckbeaufschlagung oder dem Kreis zur Selbsthaltung der Druckbeaufschlagung mit der Möglichkeit zum Ablassen des Druckes verbunden werden kann.
Das Steuerventil ist des Weiteren insbesondere durch Bestromung gegen eine Rückstelleinrichtung schaltbar, wobei das Steuerventil durch die Bestromung in die Position der Aktivierung der Druckbeaufschlagung schaltbar ist, da dies ein temporärer Vorgang ist, während das Steuerventil im Betrieb in der Position zur Selbsthaltung der Druckbeaufschlagung verbleiben kann. In dieser Selbsthaltung verbleibt das Steuerventil unbestromt und die Schaltungsanordnung arbeitet im Arbeitskreis zum öffnen und Schließen von Türen bis zu dem Zeitpunkt, in dem ein Nothahn betätigt wird. Das Steuerventil kann auch beispielsweise für Wartungsarbeiten ohne Bestromung von Hand geschaltet werden.
Weiter mit Vorteil ist das Arbeitsventil ein durch die Druckleitung gegen eine Rückstellwirkung aus dem Notkreis in den Arbeitskreis schaltbares 5/2-Wegeventil . Die Schaltungsanordnung befindet sich damit solange im Arbeitskreis, wie das Arbeitsventil über die Druckmittel beaufschlagt ist. Bei Wegfall dieser Druckmittelbeaufschlagung, insbesondere bei Druckablass durch Betätigung des Nothahns erfolgt durch die Rückstellwirkung automatisch ein Umschalten auf den Notkreis
Weitere Ventilanschlüsse des Ventils sind zum Entlüften der Arbeitszylinder zur Betätigung der Tür vorgesehen.
Der Druckmittelkreis zur Selbsthaltung der Druckbeaufschlagung in der Druckleitung weist einen Drucksensor auf, mit dem ein Druckabfall, insbesondere bei Betätigung eines Nothahns detektierbar ist. Mit der Anordnung des Drucksensors in dem Druckmittelkreis erfolgt diese Detektierung zentral und umfass alle sowohl innen als auch außen angeordneten Nothähne, deren jeweilige Betätigung zu einer Druckänderung in der von dem Drucksensor überwachten Leitung führt.
Um ein Schalten des Arbeitsventils auf den Notbetrieb durch unbefugtes Betätigen des Nothahns verhindern zu können, ist in Weiterbildung der Erfindung eine Deaktivierung des Nothahns mittels eines Unterbrecherventils in dessen Stichleitung vorgesehen. Damit kann der Nothahn deaktiviert werden, ohne Einfluss auf den Druckmittelkreis zur Selbsthaltung der Druckbeaufschlagung auf das Arbeitsventil zu nehmen.
Besonders vorteilhaft ist bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung eine pneumatische Druckmittelbetatigung .
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung können der nachstehenden Beschreibung zu den Ausführungsbeispielen sowie den einzelnen Patentansprüchen entnommen werden.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 die Schaltungsanordnung in der Position zur Aktivierung der Selbsthaltung des Systems,
Fig. 2 die Schaltungsanordnung in der Betriebsstellung in Selbsthaltung des Systems,
Fig. 3 die Schaltungsanordnung in der Notfunktion nach Auflösung der Selbsthaltung des Systems,
Fig. 4 die Schaltungsanordnung mit einer zusätzlichen Wegsperre .
Die in Figur 1 gezeigte Schaltungsanordnung betrifft den Ausschnitt einer pneumatischen Schaltung eines Busses, der zum Aktivieren der Notbetriebsschaltung zum Betätigen der Türen notwendig ist. Die hierzu notwendigen pneumatischen Kreisläufe korrespondieren mit übergeordneten Kreisläufen und sind in das Pneumatiksystem des Busses integriert. Der Kreislauf zum Betätigen der nur schematisch dargestellten Tür 10, wird über eine Leitung 12 aus einem Vorrat 14 des Buskreislaufes versorgt und ist gegenüber diesem Buskreislauf durch das Rückschlagventil 16 gesichert.
Die Tür 10 kann über das 5/2-Wegeventil 18 über die Leitung 20 in einem bekannten Arbeitsbetrieb oder über die Leitung 22 in einem gleichfalls bekannten Notbetrieb versorgt werden. In Bezug auf den Arbeits- beziehungsweise Notbetrieb sind die Zuleitungen nur schematisch dargestellt, da diese beiden Betriebsweisen in herkömmlicher Art erfolgen.
Durch Schalten des Ventils 18 kann das System von dem in Figur 1 gezeigten Arbeitsbetrieb auf den Notbetrieb über die dann ansteuerbare Leitung 22 umgeschaltet werden. Das Arbeitsventil 18 wird dabei pneumatisch über die Druckleitung 24 geschaltet. Hierzu weist das Arbeitsventil 18 als Rückstellwirkung eine Feder 26 auf, die bei fehlender
Druckbeaufschlagung in der Druckleitung 24 das Arbeitsventil 18 in die Stellung für den Notbetrieb schaltet.
Die Druckbeaufschlagung der Druckleitung 24 erfolgt über ein als 3/2-Wegeventil ausgebildete Steuerventil 28, das durch Bestromung gegen die Rückstellwirkung einer eine Rückstelleinrichtung bildenden Feder 30 in die in Figur 1 gezeigte Position geschaltet werden kann, in der das Steuerventil 28 die Druckleitung 24 mit einem Abzweig 32 von der Versorgungsleitung 12 verbindet.
Durch die Bestromung des Steuerventils 28 wird über die damit durckbeaufschlagte Druckleitung 24 das Arbeitsventil 18 in den in Figur 1 gezeigten Arbeitsbetrieb geschaltet. In dieser Schaltposition des Arbeitsventils 18 ist die Leitung 22 für den Notbetrieb der Tür 10 mit einer Entlüftungseinrichtung 33 verbunden .
Die Bestromung des Steuerventils 28 dient lediglich der Aktivierung der Selbsthaltung für die Schaltung in den Notbetrieb, die in Figur 2 dargestellt ist.
Mit Beenden der Bestromung des Steuerventils 28 wechselt die Schaltung in die Betriebsstellung in Selbsthaltung, wobei mit Ende der Bestromung das Arbeitsventil 28 durch die Feder 30 in seine zweite Position geschaltet wird, in der die Druckleitung 24 und das Steuerventil 28 mit dem Abzweig 34 von der im Arbeitsbetrieb versorgten Leitung 20 zur Selbsthaltung der Schaltung verbunden sind.
Die Schaltung zur Selbsthaltung ist über ein in der Leitung 34 angeordnetes Rückschlagventil gegen die Leitung 20 und damit gegen den Arbeitskreis zum Betätigen der Tür gesichert.
Nach der kurzzeitigen Bestromung des Steuerventils 28 zum Schalten des Arbeitsventils 18 in den Arbeitskreis, unterliegt das Arbeitsventil 18 nach Abschalten der Bestromung des Steuerventils 28 einer pneumatischen Selbsthaltung über die Leitungen 34 und 24.
Als eine mögliche Aktivierung des Notbetriebs weist die Schaltung einen als Nottaster ausgebildeten Nothahn 36 auf, der über eine Stichleitung 38 mit der Leitung 34 der Selbsthaltung verbunden ist. Der Nothahn 36 ist dabei als 2/2-Wegeventil ausgebildet und öffnet bei Betätigung die Stichleitung 38 sowie die mit dieser verbundene Leitung 34 der Selbsthaltung gegen die Atmosphäre. Durch Betätigung des Nothahns 36 entweicht das Druckmittel aus der Stichleitung 38 und über die Schaltung des Steuerventils 28 auch aus der Druckleitung 24, wodurch die Druckbeaufschlagung und die daraus resultierende Schaltung des Arbeitsventils 18 aufgehoben ist. Ein Nachstromen von Druckmitteln über die Leitung 34 zur Selbsthaltung ist über eine in dieser Leitung angeordnete Drossel 40 begrenzt.
Der in Figur 2 gezeigte Nothahn 36 steht exemplarisch für weitere, nicht dargestellte Nothahne, die jeweils über separate Stichleitungen an die Leitung 34 angeschlossen sind und entweder im Inneren des Busses oder von außen betätigt werden können.
In gleicher Weise konnten die Stichleitungen der Nothahne auch an die Druckleitung 24 angeschlossen sein. Eine Verbindung der verschiedenen Nothahne untereinander ist durch die Anbindung über Stichleitungen nicht notwendig.
Eine Kontrolle der Betätigung des Nothahns 36 erfolgt über einen Drucksensor 42, der über eine Stichleitung 44 parallel
zu der Stichleitung 38 des Nothahns 36 an der Selbsthaltung angeschlossen ist. Bei vorsehen mehrere Nothähne erfolgt die Detektierung einer Betätigung eines Nothahns durch den einen in das pneumatische System integrierten Drucksensor 42. Mit dieser Schaltung ist beispielsweise eine elektrische überwachung der Nothähne nicht notwendig.
Das Ablassen des Druckmittels aus der Druckleitung 24 über den Nothahn 36 führt zu einem Wegfall der Beaufschlagung des Arbeitsventils 18 und damit - durch die Feder 26 als Rückstelleinrichtung - zu einem automatischen Schalten in seine zweite, dem Notbetrieb entsprechende, in Figur 3 dargestellte Position.
Aus dem Vorrat 14 wird über die Leitung 12 und das Arbeitsventil 18 in dieser Schaltposition die Leitung 22 des Notbetriebs der Tür 10 versorgt, in dem diese entweder automatisch geöffnet wird oder manuell geöffnet werden kann. In dieser Position des Arbeitsventils 18 wird der Arbeitszylinder der Tür 10 über die Entlüftungstür 46 entlüftet .
Der über den Vorrat 14 gespeiste Abzweig 32 ist an dem Steuerventil 28 mit Beendigung von dessen Bestromung gesperrt .
Die Betriebsstellung mit Ansprechen des Arbeitskreises kann aus der Schaltung Notbetrieb durch die Bestromung des Steuerventils 28 gemäß der zu Figur 1 beschriebenen Schaltung wieder aktiviert werden. Für Wartungsarbeiten und für die überprüfung der pneumatischen Vorgänge kann für das Ventil 28 auch eine Handschaltung vorgesehen sein, mit der das Ventil unabhängig von dem Stromnetz geschaltet werden kann.
In bestimmten Situationen kann eine Deaktivierung der Notfunktion sinnvoll sein. So kann beispielsweise ab einer bestimmten Geschwindigkeit das Arbeitsventil 28 in der in Figur 2 gezeigten Betriebsstellung bestromt werden, so dass die das Arbeitsventil 18 beaufschlagende Druckleitung 24 dauerhaft über den Abzweig 32 von dem Vorrat 14 versorgt ist und eine Betätigung des Nothahns 36 ohne Wirkung bleibt, da in dieser Schaltposition des Steuerventils 28 keine Verbindung zu der Druckleitung 24 besteht und ein übermäßiger Druckmittelabfluss aus dem Arbeitskreis über die Drossel 40 verhindert ist.
Wie in Figur 4 gezeigt, kann zur Realisierung einer Parksperre, mit der eine öffnung der Türen über die Betätigung eines der außen angebrachten Nothahne verhindert werden soll, in der Stichleitung eines Nothahns ein gepulst schaltbares 2/2-Wegeventil 48 als Unterbrecherventil angeordnet werden, mit dem bei entsprechender Schaltung ein Druckablass aus der Druckleitung 24 zur Aktivierung des Notbetriebs verhindert werden kann. Das Schalten des Ventils 48 weist in dem Ausfuhrungsbeispiel eine pneumatische Schaltunterstutzung auf und ist hierzu über eine Stichleitung 45 an die Leitung 32 angeschlossen, wobei der Anschluss mit gleicher Wirkung auch an die Leitung 12 erfolgen kann.
Bei der Aufhebung der Parksperre wird zur Vermeidung eines ungewollten Druckabfalls und einem resultierenden Schalten in den Notbetrieb das Steuerventil 28 analog der Schaltung gemäß Figur 1 kurzfristig bestromt, um die Zwangsschaltung an dem Arbeitsventil 18 sicherzustellen. Mit einer minimalen Zeitverzogerung wird dann das Ventil 48 gepulst, um über die zweite Schaltposition des Ventils 48 die Verbindung zu dem Nothahn 36 und die Selbsthaltung der Notbetatigung nach Beenden des Bestromens des Steuerventils wieder herzustellen.
Für eine so genannte Betriebsöffnung der Tür des Busses kann ein Außennothahn in Form eines Schlüsselschalters hinter der Vorbauklappe des Busses angeordnet sein, um mit Hilfe eines Schlüssels die Schaltungsanordnung in einen Notbetrieb umschalten zu können.
Der mit dem Bezugszeichen 5 zusammengefasste Abschnitt der Schaltungsanordnung, bestehend aus der Zuleitung 12 vom Vorrat 14, den Leitungen 20 und 22 zur Versorgung des Arbeitskreises und des Notkreises zur Betätigung der Tür und den Leitungen 32 und 34, die mit dem Steuerventil 28 jeweils einen Kreis zur Aktivierung der Selbsthaltung und der Selbsthaltung des Arbeitsventils 18 bilden, kann platz- und materialsparend in der Nähe der Tür bzw. des Türantriebs angeordnet werden. Die an diesen Abschnitt angebunden Nothähne 36 können jeweils über einfache, niedervolumige Stichleitungen angeschlossen werden, ebenso ein Drucksensor, der aber auch direkt an die Leitung angeschlossen werden kann .
Mit der vorliegenden Erfindung ist es somit möglich, die Arbeits- und Notleitungen (20, 22) von den Steuerleitungen der Nothähne zu trennen und damit das Erzeugen beziehungsweise Auslösen des Notbetriebs zu entkoppeln. Das Auslösen des Notbetriebs kann bei der beanspruchten Schaltungsanordnung durch eine reine Negativschaltung mit Druckablass erfolgen, so dass keine Leitungen für einen Druckaufbau oder eine Kopplung der Nothähne untereinander notwendig sind. Die verteilt angeordneten Nothähne (36) zum Auslösen des Notbetriebs sind nicht direkt in diese Leitungen integriert, sondern bewirken durch einen gezielten Druckablass in der Druckleitung (24) das Schalten des Arbeitsventils (18) in den Notbetrieb.
Des Weiteren kann die Be- und Entlüftung der Leitungen für den Arbeits- und Notbetrieb auch zeitoptimiert erfolgen, da die im Innenraum oder an der Außenseite des Fahrzeugs zur Personenbeförderung verteilt angeordneten Nothähne nicht in die Leitungen zur Betätigung der Tür direkt integriert sind und damit das für die Be- und Entlüftung zu durchfließende Leitungssystem mit den Steuervorrichtungen kompakt in der Nähe der Tür bzw. des Türantriebs angeordnet sein kann. Mit den kürzeren Wegen wird auch der Strömungswiderstand in den Leitungen und damit die auftretenden Druckverluste gering gehalten .
