Seiverth, Ludwig (Hessenstr. 4, Altdorf, D-90518, DE)
Ullermann, Wolfgang (Dietersdorfer Str. 32, Schwabach, D-91126, DE)
Seiverth, Ludwig (Hessenstr. 4, Altdorf, D-90518, DE)
| 1. | Schutzschalter zur Absicherung der Stromkreise von Kraftfahrzeugen, mit einem zur raumsparenden Aneinanderreihung flachquaderähnlichen Isolier stoffgehäuse und dieses mit zwei zueinander im Wesentlichen parallelen Deckflä chen (6,7), wobei aus einer Gehäuseseitenwand mit ihrer Flachebene parallell zu den bei den Gehäusedeckflächen (6,7) ausgerichtete Flachstecker (2,3) für die Kontak tierung mit einem Flachsicherungshalter hinausstehen, wobei die von den Flachsteckern (2,3) durchsetzte Gehäuseseitenwand durch ein die Flachstecker (2,3) tragendes Sockelteil (1) gebildet ist, während die an deren Gehäusewände Teile einer auf das Sockelteil (1) aufgeschobenen, ins besondere mit diesem verschnappten, die Schalterfunktionsteile umgebenden Gehäusekappe (8) sind und wobei die Flachstecker (2,3) mit ihren gehäuseseitigen Enden nebeneinander stehend in den Gehäuseinnenraum hineinragen und durch eine am einem Flachstecker (2) fixierte, bei Überstrom die Kontaktierung öffnende Bimetall Sprungscheibe (12) miteinander verbunden sind. dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusekappe (8) an ihrem in Montagestellung dem Sockelteil (1) gegenüberliegenden Boden (30) eine Durchtrittsöffnung (36) für einen die Bi metallSprungscheibe (12) aus ihrer Kontaktierungsstellung aushebelnden Handauslöser (29) aufweist, dass die Durchtrittsöffnung eine quer zur Durchtrittsrichtung verlaufende, paral lel zur Erstreckungsebene der BimetallSprungscheibe (12) ausgerichtete und einstückig an die Gehäusekappe (8) angeformte Lagerachse (32) für den Handausiöser (29) enthält und dass der Handauslöser (29) derart von außen auf die Lagerachse (32) aufge schnappt ist, dass er in Aufschnappstellung nach Art eines zweiarmigen Hebels einerseits die BimetallSprungscheibe (12) mit einem in den Schalterinnenraum hineinragenden Aus ! ösearm (31) zu deren wahlweiser Beaufschlagung in Kon taktÖffnungsrichtung untergreift und andererseits mit einem Betätigungsen de (33) über die durch den Boden der Gehäusekappe (8) gebildete Gehäuse seitenwand (30) nach außen hinaussteht. |
| 2. | Schutzschalter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen im Gehäuseinnenraum angeordneten, bei Kontaktöffnung infolge Federdruk kes zwischen die Kontakte (16,17) hineinfahrenden und diese voneinander distan zierenden Trennschieber (18), der über ein neben der Gehäusedurchtrittsöff nung (36) für den Handauslöser (29) aus derselben Gehäuseseite (30) wie der Handauslöser (29) herausstehendes Druckende (24) aus seiner Trennstellung zwi schen den Kontakten (16,17) gegen den Federdruck zurückstoßbar ist. |
| 3. | Schutzschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Handauslöser (29) ein einstückiges, etwa Uförmig gestaltetes Isolierstoff teil ist, welches mit seinem beiden USchenkeln die Lagerachse (32) formund kraftschlüssig umfasst und dessen die BimetallSprungscheibe untergreifender U Schenkel den Auslösearm (31) bildet. |
| 4. | Schutzschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der nicht den Auslösearm (31) bildende, andere USchenkel des Handauslö sers (29) als Fixierschenkel (37) mit einer in Montagestellung die Lagerachse (32) hintergreifenden, in Richtung auf den Auslöseschenkel (31) vorstehenden Halena se (38) versehen ist. |
| 5. | Schutzschalter nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen vom Fixierschenkel (37) nach außen abstehenden, die Einschublänge des Handauslösers (29) in das Gehäuse limitierenden Gehäuseanschlag (39). |
| 6. | Schutzschalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Querhaupt (40) der UForm das außenliegende Betätigungsende des Betätigungsarmes (33) des Handauslösers (29) bildet. |
| 7. | Schutzschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der den Auslösearm des Handauslösers (29) bildende USchenkel (31,37) etwa im Mittenbereich seiner Längserstreckung auf seiner Innenseite zur Bildung einer Lagerschale (41) für die Lagerachse (32) ausgemuldet ist. |
| 8. | Schutzschalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Handauslöser (29) mit seinen beiden USchenkeln (31,37) als integrierte Schnapper die Lagerachse (32) leicht federelastisch beaufschlagend umfasst. |
| 9. | Schutzschalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerachse (32) eine bei der Auslöseschwenkung (42) des Handauslö sers (29) deren USchenkel elastisch aufspreizende Querschnittsform aufweist der art, dass der durch die Aufspreizung gespeicherte elastische Federdruck als den Handauslöser (29) selbsttätig in seine AusgangsSchwenkstellung zurückschwen kender Rückste ! ! druck wirksam ist. |
| 10. | Schutzschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die die USchenkel (31,37) in Auslöseschwenkstellung (Fig. 3,6) beaufschla gende Querschnittsabmessung der Lagerachse (32) größer ist als die die U Schenkel (31,37) in Ruhestellung (Fig. 2,4,5,7,8) des Handauslösers (29) beauf schlagende Querschnittsabmessung. |
| 11. | Schutzschalter nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Handauslöser (29) ein einstückiges Kunststoffspritzteil ist. |
| 12. | Schutzschalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Handauslöser (29) an seiner Außenseite einen abstehenden Betätigungs sporn (46) trägt, der gegenüber der Lagerachse (32) außermittig etwa im Bereich des Aufeinandertreffens der Linksrichtungen des Auslösearms (31) bzw. des Betä tigungsarms (33) einerseits und des Querhauptes (40) andererseits positioniert ist. |
| 13. | Schutzschalter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungssporn (46) in den Längsrichtungen des Auslösearmes (31) bzw. des Betätigungsarmes (33) entgegengesetzter Richtung vom Querhaupt (40) absteht. |
| 14. | Schutzschalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine mit der Gehäusefarbe kontrastierende Farbgebung des Handauslösers (29) insbesondere analog den Sicherungsfarben nach DIN725813 entsprechend unter schiedlichen Stromstärken des jeweiligen abzusichernden Stromkreises. |
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Schutzschalter der eingangs ge- nannten Art in einfacherer Weise eine grundsätzlich bereits aus DE-A-1099624 be- kannte Möglichkeit zu schaffen, den durch den Selbstschalter abgesicherten Stromkreis auch wilikürlich ohne Überstromauslösung unterbrechen zu können. Für eine einfache manuelle Stromkreisunterbrechung besteht insbesondere bei dem Einsatzzweck zur Absicherung der Stromkreise von Kraftfahrzeugen ein Bedarf, wenn z. B. bei einer län- geren Nichtbenutzung des Fahrzeuges eine Entleerung der Batterie durch Kriechströ- me wirksam verhindert werden soll. Das ist beispielsweise nach einer Endprüfung des Fahrzeuges bis zur Auslieferung an den Kunden der Fall. Dazwischen liegen nämlich oftmals langzeitige Transport-oder Lagerzeiten. Diese Aufgabe wird durch Anspruch 1 gelöst.
Konstruktive Ausgestaltungsvarianten der Lösung sind Gegenstand von Unteransprü- chen. Die Lösung ist besonders auf die durch die miniaturisierten Abmessungen des Schutzschalters vorgegebenen Verhältnisse abgestimmt. Insbesondere ist der Hand- auslöser als zweiarmiger Schwenkhebel ausgeführt, dessen Auslösearm in Ruhestel- lung auf der Kontaktseite der Bimetall-Sprungscheibe positioniert ist. In Kontaktstellung der Bimetall-Sprungscheibe berührt der Auslösearm das Bimetall nicht. Er ist vielmehr berührungslos in dieser Ausgangs-und Ruheposition gehalten. Das wird durch einen Federdruck bewirkt, der von der Lagerachse des Handauslösers auf dessen unteren Schenkel als Schwenkantrieb ausgeübt wird. Die Konstruktion ist speziell so gestaltet, dass der als zweiarmiger Schwenkhebel wirksame Handauslöser durch eine bewegli-
che Schnappverbindung auf die mit der Gehäusekappe einstückige Lagerachse aufge- schnappt ist. Das ist eine den beengten Raumverhältnissen angepasste, montage- technisch leicht zu bewerkstelligende Konstruktion, die auch kostengünstig realisierbar ist. Schließlich ist ein Schutzschalter der erfindungsgemäßen Art ein Massenartikel.
Außerdem ist der Handauslöser leicht und sicher, auch bei den notorisch beengten Umgebungsverhältnissen vieler in Reihe nebeneinander angeordneter Schutzschalter bedienbar. Ob seine Auslösebewegung die angestrebte Kontakttrennung bewirkt hat, ist bei der einen zusätzlichen Trennschieber nach Anspruch 2 aufweisenden Ausfüh- rungsform unverwechselbar daran zu erkennen, dass nach einer Handauslösung der Trennschieber mit seinem Druckende aus dem Schaltergehäuse hinaussteht. Der vom Gehäuse abstehende Betätigungsarm des Handauslösers behindert die Rückführbar- keit des Trennschiebers durch Druckbeaufschlagung seines Druckendes genausowenig wie die danach bei erkaltetem Bimetall mögliche selbsttätige Schnappkontaktierung bzw. Wiedereinschaltung des Schutzschalters. Daher faßt sich der Erfindungsgegen- stand einfach auch bei sonst unverändert bleibender Konstruktion des eingangs ge- nannten Standes der Technik verwirklichen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Figuren beispielsweise erläu- tert. Es zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Explosionsdarstellung der Einzelteile des Schutzschal- ters.
Fig. 2 einen Längsschnitt entsprechend der Linie ll-ll in Fig. 1 durch den montierten Schalter in Kontaktstellung des Bimetalls.
Fig. 3 eine Darstellung analog Fig. 2 bei in seine maximale Auslösestellung ausge- schwenktem Handauslöser und dementsprechend geöffnetem Schalter.
Fig. 4 den Schalter in Auslösestellung gemäß Fig. 3 bei losgelassenem Handaus- löser.
Fig. 5-7 vergrößerte Ausschnittdarstellungen der Kontakt-und Handauslösebereiche des Schalters nach Fig. 2-4.
Fig. 8 eine modifizierte Ausführungsform des Handauslösers 29.
Das Funktionsprinzip des Schutzschalters stimmt überein mit dem von EP 0 151 692 B1 und zwar in dessen verbesserter Version gemäß DE 35 26 785 C1.
Der vorliegende Patentgegenstand ergänzt diese Konstruktionen durch die Möglichkeit einer Handauslösung von außen, ohne dass dazu wesentliche konstruktive Änderun- gen am Schalter vorgenommen worden sind. Das ist hier besonders deswegen zu er- wähnen, weil im Fall etwaiger Unklarheiten in der folgenden Figurenbeschreibung der Offenbarungsgehalt dieser Druckschriften gelten soll bzw. kann.
Bei dem Überstromschutzschalter ist das aus Isolierwerkstoff bestehende Sockelteil 1 um die beiden zueinander parallel ausgerichteten Flachstecker 2,3 herumgespritzt. Da- durch wird die gehäusefeste Fixierung der Flachstecker 2,3 bewerkstelligt. Die Flach- stecker 2,3 stehen mit ihren Steckenden nach außen aus dem Sockelteil 1 hinaus. ihre gehäuseinneren Enden 4,5 stehen in den Gehäuseinnenraum des Schutzschalters hinein. Über ihre gesamte Längserstreckung verlaufen die Flachstecker 3,4 entspre- chend der Vorgabe der DIN-Norm 72581-3 betreffend bekannte, als Schmelzsicherun- gen wirksame Flachsicherungseinsätze. Die Flachstecker 3,4 verlaufen im Wesentli- chen parallelebig zu den Gehäusedeckflächen 6,7 der auf das Sockelteil 1 in Längsrich- tung 9 aufschiebbaren Gehäusekappe 8. In Aufschub-bzw. Montagestellung ist die Gehäusekappe 8 am Sockelteil 1 schnappfixiert. Dazu schnappt die Fixieröffnung 10 in der Gehäusedeckfläche 6 auf den Fixierzahn 11 des Sockelteils 1 auf.
Die Flachstecker 2,3 haben über ihre gesamte Länge die Querschnittsform eines fla- chen Rechteckes. Auf dem inneren Ende 4 des Flachsteckers 2 ist die Bimetall- Schnappscheibe 12 mit ihrem Fixierende 13 am Fixierpunkt 14 festgelegt, z. B. aufge- schweißt. Die Bimetall-Schnappscheibe 12 kragt mit ihrem Bewegungsende 15 als Kontaktende in eine Überdeckungsstellung mit dem inneren Ende 5 des anderen Flachsteckers 3 aus. Dieses innere Ende 5 trägt auf seiner Oberseite den ortsfesten Gegenkontakt 16 für den auf der Unterseite des Bewegungsendes 15 der Bimetall- Sprungscheibe 12 fixierten Bewegungskontakt 17.
In kaltem Zustand der Bimetall-Sprungscheibe 12 kontaktiert der an deren Bewegungs- ende 15 fixierte Bewegungskontakt 17 den Gegenkontakt 16 des Flachsteckers 3.
Damit ist der Stromweg zwischen den beiden Flachsteckern 2 und 3 geschlossen. Die- se Schließstellung ist in den Fig. 2 und 5 dargestellt. In dieser Schließstellung liegt ein Trennschieber 18 an der dem Sockelteil 1 zugewandten Flanke des Bewegungskontak- tes 17 an. Er wird durch die gespannte Druckfeder 19 in der Längsrichtung 9 entgegen- gesetzter Druckrichtung gegen diese Flanke des Bewegungskontaktes 17 gedrängt. Die Druckfeder 19 stützt sich dabei mit ihrem rückseitigen Ende 20 am Sockel 1 ab. Die Stützfläche 21 des Sockels trägt einen Zentrierdorn 22 zur Positionssicherung der als Schraubenfeder ausgebildeten Druckfeder 20 innerhalb des Schaltergehäuses.
Der Trennschieber 18 bildet den einen Schenkel eines in Draufsicht (Fig. 1) rechtwinkli- gen Gebildes, dessen anderer, entgegen der Längsrichtung 9 abstehender Schen- kel 23 das Druckende 24 des Trennschiebers 18 trägt, welches in Kontaktierungsstel- lung der Kontakte 16,17 (Fig. 2,5) und bei dementsprechend komprimierter Druckfe- der 19 innerhalb der Gehäusekappe 8 zwischen den inneren Enden 4,5 der Flachstek- ker 2,3 einliegt und dabei parallel zu den beidseitig positionierten inneren Enden 4,5 der Flachstecker 2,3 ausgerichtet ist.
Bei einer in Kontaktöffnungsrichtung erfolgenden Trennung der Kontakte 16,17 wird der Bewegungskontakt 17 nicht nur vom Gegenkontakt 16 abgehoben. Vielmehr wird auch die Anlage des Trennschiebers 18 an seiner dem Sockel 1 zugewandten Flanke aufge- hoben (Fig. 3,4 ; 6,7). Dadurch entspannt sich die Druckfeder 19. Sie schiebt den Trennschieber 18 in der Längsrichtung 9 entgegengesetzter Richtung in eine den Fest- bzw. Gegenkontakt 16 gegenüber dem mit dem Bimetall 12 verbundenen Bewegungs- kontakt 17 abschirmende Abdeckstellung. In dieser Abdeckstellung schlägt der Trenn- schieber 18 mit einem aus seiner Unterseite vorstehenden Anschlag 26 an die ihm zu- gewandte Flanke des Gegenkontaktes 16. Dieser Anschiag begrenzt die Trennschie- bebewegung des Trennschiebers 18 und positioniert den Trennschieber 18 in seiner Abschirmstellung gegenüber dem Gegenkontakt 16. Dabei übt die Druckfeder 19 im- mer noch einen permanenten Druck entgegen der Längsrichtung 9 auf den Trenn- schieber 18 aus. Bei der geschilderten, durch die expandierende Druckfeder 19 bewirk- ten Längsverschiebung wird der Trennschieber 18 wie auf einer Schiene auf der Ober- fläche des im Gehäuse freiliegenden inneren Endes 5 des Flachsteckers 3 geführt. Da-
zu ist an der Unterseite des Trennschiebers 18 eine nach Art einer Spurrille wirksame Führungsausnehmung 27 (Fig. 1) vorgesehen.
In der Trennstellung der beiden Kontakte 16,17 (Fig. 3,4 ; 6,7) steht das Druckende 24 des Druckschenkels 23 des Trennschiebers 18 durch die Öffnung 28 der Gehäusekap- pe 8 nach außen und signalisiert dadurch die vollzogene Kontaktöffnung. Die Erkenn- barkeit dieser Signalisierung von außen kann durch eine sich von der Gehäusefarbe abhebende Signalfarbe des Druckendes 24 sichergestellt bzw. verbessert werden.
Soweit bisher die Funktionsweise des Überstromschutzschalters beschrieben ist, ist diese identisch mit der Funktionsweise des eingangs genannten Standes der Technik, bei welchem die Kontaktöffnung 16,17 durch eine Bimetallauslösung, d. h. durch Erhit- zung der Bimetall-Sprungscheibe 12 ausgelöst ist.
Erfindungsgemäß ist nun zusätzlich zur Bimetall-Sprungauslösung eine Handauslösung vorgesehen. Dazu ist ein wahlweise die Bimetall-Sprungscheibe 12 aus ihrer Kontaktie- rungsstellung (Fig. 2,5) aushebelnder Handauslöser 29 vorhanden. Dieser ist als zwei- armiger Hebel ausgebildet, welcher aus der den Flachsteckern 2,3 abgewandten Flachseite 30 der Gehäusekappe 8 mit sesinem Betätigungsende hinaussteht. Der Handauslöser 29 ist dabei neben dem Schenkel 23 bzw. dem Druckende 24 des Trennschiebers 18 auf der dem inneren Ende 5 des Flachsteckers 3 zugewandten Seite positioniert und verläuft mit seiner Längsrichtung 9 parallel zum Schenkel 23.
Der Handauslöser 29 beaufschlagt zur Kontaktöffnung das Kontaktende 15 der Bime- tall-Sprungscheibe 12 von deren den Bewegungskontakt 17 tragender Kontaktseite her in Kontaktöffnungsrichtung 25. Diese Beaufschlagung erfolgt durch den Auslösearm 31 des als zweiarmiger Schwenkhebel ausgebildeten Handauslösers 29, der dazu in Aus- löserichtung 25 um die mit der Gehäusekappe 8 einstückige Lagerachse 32 hochge- schwenkt wird.
Über die Lagerachse 32 nach außen hinaus steht der andere Arm, nämlich der Betäti- gungsarm 33 des Handauslösers 29. Der Betätigungsarm 33 liegt über seine gesamte
Länge außerhalb der Gehäusekappe 8. Dasselbe gilt im Wesentlichen für die La- gerachse 32. Diese ist zwischen den beiden von der Flachseite 30 nach außen abste- henden Haltewangen 34,35 positioniert, die dabei gleichzeitig die Längsführung bzw.- ausrichtung des Handauslösers 29 sicherstellen und integrierter, einstückiger Bestand- teil der Gehäusekappe 8 und der Lagerachse 32 sind. Die Lagerachse 32 ist außen vor der Gehäuseöffnung 36 positioniert, durch die der Handauslöser 29 in den Gehäusein- nenraum hineinsteht.
Der Handauslöser 29 ist ein einstückiges, etwa U-förmig gestaltetes Isolierstoffleil, wel- ches mit seinen beiden U-Schenkeln die Lagerachse 32 umfasst. Der eine, nämlich in den Figuren untere U-Schenkel wird durch den Betätigungsarm 33 und den in Verlän- gerung an ihn angesetzten, in den Gehäuseinnenraum hineinstehenden Auslösearm 31 gebildet. Die Lagerachse 32 des Handauslösers 29 ist etwa parallel zur Bimetall- Sprungscheibe 12 und zu den Gehäusedeckflächen 6,7 ausgerichtet. Sie verläuft lot- recht zu den Zeichnungsebenen von Fig. 2-7.
Der oberhalb der Lagerachse 32 positionierte U-Schenkel des Handauslösers 29 ist als Fixierschenkel 37 mit einer die Lagerachse 32 hintergreifenden, in Richtung auf den Auslöseschenkel 31 vorstehenden Haltenase 38 versehen.
Außerdem trägt der Fixierschenkel 37 auf seiner Oberseite einen abstehenden und da- durch die Einschublänge des Handauslösers 29 mit Bezug auf die Gehäuseöffnung 36 limitierenden Gehäuseanschlag 39, dessen Anschlagstellung an der Gehäusedeckflä- che 6 aus den Fig. 2,5 ersichtlich ist. Das Querhaupt 40 der U-Form des außenliegen- den Endes des Betätigungsarmes 33 des Handauslösers 29 bildet dessen außenlie- gendes Ende.
Der untere U-Schenkel, nämlich der Auslösearm 31 des Handauslösers 29 ist etwa im Mittelbereich seiner Längserstreckung zur Bildung der Lagerschale 41 an seiner Innen- flanke ausgemuldet.
Der Handauslöser 29 ist durch eine bewegliche Schnappverbindung auf die Lagerach- se 32 aufgeschnappt. Dazu umfasst er mit seinen beiden U-Schenkeln als integrierte Schnapper und/oder ais mit dem Schnapper zusammenwirkende Gegenflächen die Lagerachse 32 federelastisch. Die Lagerachse weist eine bei der Auslöseschwen- kung 42 des Handauslösers 29 dessen U-Schenkel elastisch aufspreizende Quer- schnittsform auf derart, dass der durch die Auspreizung gespeicherte elastische Feder- druck als den Handauslöser 29 selbsttätig in seine Ausgangs-Schwenkstellung entge- gen der Ausiöseschwenkung 42 zurückschwenkender Rückste ! ! druck wirksam ist. Die- se Querschnittsform ist durch eine gewisse Asymmetrie gekennzeichnet. Diese Asym- metrie besteht darin, dass die die U-Schenkel 31,37 in Auslöseschwenkstellung (Fig. 3,6) beaufschlagende Querschnittsabmessung der Lagerachse 32 größer ist als die die U-Schenkel 31,37 in Ruhestellung (Fig. 2,4,5,7,8) des Handauslösers beauf- schiagende Querschnittsabmessung. Diese Asymmetrie schafft auch eine Gegenan- schlagfläche für die Haltenase 38 und einen Schwenkanschlag 44 für den Betätigungs- arm 33 zur Begrenzung des Schwenkbereiches des Handauslösers 29.
Die U-Form und die federelastische Konsistenz des Handauslösers 29 haben in Ge- meinsamkeit mit der von einem Kreis abweichenden und mehr einer Ellipse angenäher- ten Querschnittsform der Lagerachse 32 eine Reihe von Vorteilen. Unabhängig von der Querschnittsform der Lagerachse 32 ist die einfache Schnappmontage des Handauslö- sers 29 auf der Lagerachse 32 in einer deren unverlierbare Halterung gewährleistenden Weise. Der Handauslöser 29 wird einfach von außen mit in der Gehäuseöffnung 36 einliegenden U-Schenkelenden aufgeschoben und dabei aufgeschnappt. Die Aufschu- bend-bzw.-ruhestellung ist in den Fig. 5,7 dargestellt. Dabei liegt der Auslösearm 31 des Handauslösers 29 unterhalb des Bimetalls 12. Wird der Handauslöser 29 im Uhr- zeigersinn um die Lagerachse 32 geschwenkt, so wird das Auslöseende 31 angeho- ben. Es untergreift die Bimetall-Sprungscheibe 12 und hebt sie in eine den Kontakt 17 vom Gegenkontakt 16 abhebende Position. Dadurch wird die Anlage des Trennschie- bers 18 am Bewegungskontakt 17 freigegeben und der Trennschieber fährt unter dem Druck der Druckfeder 19 in seine Abdeckstellung (Fig. 3,6), die eine Wiedereinschal- tung, nämlich eine Rückführung des Bimetalls 12 bzw. des mit ihm verbundenen Bewe- gungskontaktes 17 in seine Kontaktierungsstellung unmöglich macht. Wird der im Uhr-
zeigersinn von außen auf den Betätigungsarm 33 des Handauslösers ausgeübte Schwenkdruck P (Fig. 3,6) aufgehoben, der Handauslöser 29 also losgelassen, so schwenkt er aufgrund des aufgespeicherten, zwischen seinen beiden U-Schenkeln wirksamen und von der Lagerachse ausgeübten Spreizdruckes im Gegenuhrzeigersinn zurück in die in den Fig. 4 und 7 dargestellte Ausgangsstellung, in welcher der Auslö- searm 31 einen deutlichen Abstand sowohl vom Bimetall 12 als auch von dem inneren Ende 5 des Flachsteckers 3 einhält.
Fig. 8 zeigt eine modifizierte Ausführungsform des Handauslösers 29. Die Modifizierung betrifft die Anordnung eines über die Kopffläche 45 des Querhauptes 40 des Handaus- 16sers 29 nach außen hinausstehenden Betätigungssporns 46. Der Betätigungs- sporn 46 steht in der Längserstreckung des Auslösearmes 31 entgegengesetzter Richtung nach außen ab und ist etwa dort positioniert, wo sich die Längsrichtungen von Querhaupt 40 und Auslösearm 31 bzw. Betätigungsarm 33 schneiden. Wesentlich ist dabei die zur Lagerachse 32 sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen be- züglich Fig. 8 außermittig versetzte Anordnung derart, dass nahezu jede auf den Betä- tigungssporn ausgeübte Druckeinwirkung unabhängig von der Druckrichtung eine Kraftkomponente erzeugt, die in eine den Schutzschalter auslösende Schwenkbewe- gung des Handauslösers 29 umgesetzt wird. Die Schwenkrichtung 47 bzw. das aus ihr resultierende Drehmoment ist durch den Richtungspfeil 47 kenntlich gemacht. Die in gleicher Weise zu einer solchen Drehmomentwirkung führenden Beaufschlagungsrich- tungen 48,49 sind ebenfalls durch Richtungspfeile verdeutlicht.
Darüber hinaus ist der Handauslöser 29 in einer analog den Sicherungsfarben nach DIN 72581-3 ausgewähiten, zur Gehäusefarbe deutlich kontrastierenden Farbe gehal- ten, welche auch in Reihenanordnung eine sichere Auswahl und Handbetätigung er- leichtert.
Bezugszeichenliste 1 Sockelteil 26 Anschlag 2 Flachstecker 27 Führungsausnehmung 3 Flachstecker 28 Offnung 4 inneres Ende 29 Handauslöser 5 inneres Ende 30 Flachseite, Boden 6 Gehäusedeckfläche 31 Auslösearm 7 Gehäusedeckfläche 32 Lagerachse 8 Gehäusekappe 33 Betätigungsarm 9 Längsrichtung 34 Haltewange 10 Fixieröffnung 35 Haltewange 11 Fixierzahn 36 Gehäusedurchtrittsöffnung 12 Bimetall-Sprungscheibe 37 Fixierschenkel 13 Fixierende 38 Haltenase 14 Fixierpunkt 39 Gehäuseanschlag 15 Bewegungsende 40 Querhaupt 16 Gegenkontakt 41 Lagerschale 17 Bewegungskontakt 42 Auslöseschwenkung 18 Trennschieber 43 Gegenanschlagfläche 19 Druckfeder 44 Schwenkanschlag 20 Ende 45 Kopffläche 21 Stützfläche 46 Betätigungssporn 22 Zentrierdorn 47 Drehrichtung 23 Schenkel 48 Krafteinwirkung 24 Druckende 49 Krafteinwirkung 25 Kontaktöffnungsricht.
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