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Title:
CIRCULAR FINAL TRIMMING SAW HAVING DIRECT DRIVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/033038
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a circular final trimming saw (1), comprising a contact surface (10) for receiving a workpiece (100), a circular saw unit having a circular saw blade clamping unit (31, 32) rotationally supported about a rotary axis (21) disposed below the contact surface (10), wherein a circular saw blade (20) can be clamped in a circular saw blade plane (23), and a drive unit coupled to the circular saw blade clamping unit (31, 32) so that a rotational motion of the drive unit can be transferred to the circular saw blade clamping unit (31, 32), a pivot bearing pivotally supporting the circular saw unit about a pivot axis perpendicular to the axis of rotation (21) and parallel to the circular saw blade plane (23), and an adjusting device adjusting the circular saw blade clamping unit between a first, lowered position and a second, raised position, in which the circular saw blade clamping unit (31, 32) is closer to the contact surface (10) than in the first, lowered position. According to the invention, the drive unit is a drive motor (40) having a rotary axis directly coupled to the circular saw blade clamping unit (31, 32). The invention further relates to a corresponding method for driving a circular saw blade (20) of a final trimming saw.

Inventors:
ALTENDORF, Wilfried (Brucknerstraße 26, Minden, 32429, DE)
Application Number:
EP2010/063644
Publication Date:
March 24, 2011
Filing Date:
September 16, 2010
Export Citation:
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Assignee:
WILHELM ALTENDORF GMBH & CO. KG (Wettiner Allee 43/45, Minden, 32429, DE)
ALTENDORF, Wilfried (Brucknerstraße 26, Minden, 32429, DE)
International Classes:
B23D45/06; B23D47/12
Foreign References:
US3356111A
FR2431901A1
EP1738850A1
US20060201296A1
US3670788A
EP0651690B1
EP0711638B1
EP1990119A1
DE102007021410B3
Attorney, Agent or Firm:
EISENFÜHR SPEISER & PARTNER (Johannes-Brahms-Platz 1, Hamburg, 20355, DE)
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Claims:
ANSPRÜCHE

1 . Formatkreissäge, umfassend,

Eine Auflagefläche (1 1 ) zur Aufnahme eines Werkstücks,

Ein Kreissägeaggregat, mit einer um eine unterhalb der Auflagefläche liegenden Drehachse (21 ) drehbar gelagerten Kreissägeblattspanneinheit (31 , 32), in welcher ein Kreissägeblatt (20) in einer Kreissägeblattebene (23) gespannt werden kann und einer Antriebseinheit, welche mit der Kreissägeblattspanneinheit so gekoppelt ist, dass eine Rotationsbewegung von der Antriebseinheit auf die Kreissägeblattspanneinheit übertragbar ist,

Eine Schwenklagerung (70, 71 ), welche das Kreissägeaggregat um eine Schwenkachse (73), die senkrecht zur Drehachse (21 ) und parallel zur Kreissägeblattebene (23) liegt, schwenkbar lagert.

Eine Versteileinrichtung (50), welche die Kreissägeblattspanneinheit zwischen einer ersten, abgesenkten Stellung und einer zweiten, angehobenen Stellung, in der die Kreissägeblattspanneinheit näher zur Auflagefläche liegt als in der zweiten, abgesenkten Stellung, verstellt. dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit ein Antriebsmotor (40, 140) mit einer Rotationsachse (45, 145) ist, der direkt mit der Kreissägeblattspanneinheit gekoppelt ist.

2. Formatkreissäge nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachse zumindest einen gemeinsamen Punkt mit der Drehachse hat.

3. Formatkreissäge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachse des Antriebsmotors koaxial oder abgewinkelt zur Drehachse der Kreissägeblattspanneinheit liegt.

4. Formatkreissäge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor drehmomentsteif direkt und getriebelos über einen Flansch mit der Kreissägeblattspanneinheit mechanisch gekoppelt ist

5. Formatkreissäge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor drehmomentsteif direkt über ein Winkelgetriebe mit der Kreissägeblattspanneinheit mechanisch gekoppelt ist

6. Formatkreissäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor ein Fluidmotor ist, insbesondere ein hydraulisch oder pneumatisch betriebener Fluidmotor.

7. Formatkreissäge nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sägeaggregat zur Verschwenkung mittels der Schwenklagerung oder Verstellung mittels der Versteileinrichtung in einem Schwingengestell schwenkbar gelagert ist und dass über Fluidkanäle, welche zumindest abschnittsweise als Kanäle innerhalb von Streben des Schwingengestells verlaufen, dem Fluidmotor Fluid zugeführt und/oder Fluid vom Fluidmotor abgeführt wird.

8. Formatkreissäge nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem Fluidmotor über drei oder mehr Fluidschläu- che Fluid zugeführt wird.

9. Formatkreissäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Sägeaggregat zur Verschwenkung mittels der Schwenklagerung oder Verstellung mittels der Versteileinrichtung in einem Schwingengestell schwenkbar gelagert ist und dem Fluidmotor über einen Fluidschlauch Fluid zugeführt wird, der zumindest abschnittsweise, vorzugsweise insgesamt koaxial zur Schwenkachse des Schwingengestells verläuft.

10. Formatkreissäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sägeaggregat zur Verschwenkung mittels der Schwenklagerung oder Verstellung mittels der Versteileinrichtung in einem Schwingengestell schwenkbar gelagert ist und dem Fluidmotor über einen Fluidschlauch Fluid zugeführt wird, der in einer Anschlussverschraubung schwenkbar gelagert ist, vorzugsweise um eine Verschraubungsschwenk- achse, die koaxial zur Schwenkachse des Schwingengestells liegt.

1 1 . Formatkreissäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidmotor eine Axialkolbenpumpe in Schrägachsenbauweise ist mit einem Gehäuse, welches einen ersten Gehäuse abschnitt und einen zweiten, gegenüber dem ersten abgewinkeltem Gehäuseabschnitt aufweist und sich der erste Gehäuseabschnitt in Richtung der Rotationsachse erstreckt und koaxial zur Drehachse liegt und der zweite Gehäusesabschnitt um eine parallel zur Schwenkachse liegende Achse gegenüber dem ersten Gehäuseabschnitt solcherart abgewinkelt ist, dass sein dem ersten Abschnitt entgegengesetztes Ende weiter von der Auflagefläche entfernt ist als sein zum ersten Gehäuseabschnitt weisendes Ende.

12. Formatkreissäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreissägeblattspanneinheit einen Flansch aufweist, an dem Luftleitelemente angeordnet sind, die ausgebildet sind, um eine für die Antriebseinheit wirksame Kühlluftbewegung auszubilden, wenn sich der Flansch um die Drehachse dreht.

13. Formatkreissäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor auf einer Seite der Kreissägeblattebene und ein zweiter Antriebsmotor auf der hierzu gegenüberliegenden Seite der Kreissägeblattebene bereitgestellt ist.

14. Verfahren zum Antreiben eines Kreissägeblatts einer Formatkreissäge, mit den Schritten:

Bereitstellen einer um eine Drehachse drehbar gelagerten Kreissägeblattspanneinheit, welche ausgebildet ist, um das Kreissägeblatt drehmomentsteif um die Drehachse zu spannen,

Übertragen eines Drehmoments von einer Antriebseinheit auf die Kreissägeblattspanneinheit, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehmoment direkt von der Antriebseinheit auf die Kreissägeblattspanneinheit übertragen wird, insbesondere indem die Antriebseinheit um eine Rotationsachse rotiert, welche koaxial zur Drehachse verläuft oder die Antriebseinheit mittels eines Winkelgetriebes mit der Kreissägeblattspanneinheit gekoppelt ist.

15. Verfahren nach Anspruch 14, : dadurch gekennzeichnet, dass das Drehmoment ohne Zwischenschaltung eines Zugmittelgetriebes, insbesondere getrieblos übertragen wird.

Description:
Formatkreissäge mit Direktantrieb

Die Erfindung betrifft eine Formatkreissäge, umfassend eine Auflagefläche zur Aufnahme eines Werkstücks, ein Kreissägeaggregat mit einer um eine unterhalb der Auflagefläche liegenden Drehachse drehbar gelagerten Kreissägeblattspanneinheit, in welcher ein Kreissägeblatt in einer Kreissägeblattebene gespannt werden kann und einer Antriebseinheit, welche mit der Kreissägeblattspanneinheit so gekoppelt ist, dass eine Rotationsbewegung von der Antriebseinheit auf die Kreissägeblattspanneinheit übertragbar ist, eine Schwenklagerung, welche das Kreissägeaggregat um eine Schwenkachse, die senkrecht zur Drehachse und parallel zur Kreissägeblattebene liegt, schwenkbar lagert, eine Versteileinrichtung, welche die Kreissägeblattspanneinheit zwischen einer ersten, abgesenkten Stellung und einer zweiten, angehobenen Stellung, in der die Kreissägeblattspanneinheit näher zur Auflagefläche liegt als in der zweiten, abgesenkten Stellung, verstellt. Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Antreiben eines Kreissägeblatts einer Formatkreissäge, mit den Schritten: Bereitstellen einer um eine Drehachse drehbar gelagerten Kreissägeblattspanneinheit, welche ausgebildet ist, um das Kreissägeblatt drehmomentsteif um die Drehachse zu spannen, Übertragen eines Drehmoments von einer Antriebseinheit auf die Kreissägeblattspanneinheit.

Formatkreissägen dieser Bauart werden dazu verwendet, um groß- oder auch kleinformatige Werkstücke maßgetreu und präzise rechtwinklig oder winklig zuzuschneiden. Formatkreissägen weisen zu diesem Zweck typischerweise eine Auflagefläche auf, die horizontal ausgerichtet ist und auf der ein zuzuschneidendes Werkstück abgelegt werden kann. Durch diese Auflagefläche hindurch kann ein Kreissägeblatt von unten nach oben teilweise durch einen Kreissägeblattschlitz hindurchgeführt werden, um das Werkstück zu schneiden. Um einerseits die exakte Positionierung des Werkstücks vor dem Schnitt zu vereinfachen und um andererseits die Schnitttiefe einstellen zu können, kann das Kreissägeblatt in seiner Höhe, um die es über die Auflagefläche nach oben hinausragt, eingestellt werden, indem die Kreissägeblattspanneinheit, in der das Kreissägeblatt gespannt ist, in einer vertikalen Richtung bewegt werden kann. Formatkreissägen der vorgenannten Bauweise sind, mit spezifisch weiteren Fortbildungen, beispielsweise aus EP 0 651 690 B1 und EP 7 1 16 638 B1 bekannt. Eine weitere, als Plattensäge ausgeführte Formatkreissäge, ist aus EP 1 990 1 19 A1 und DE 102007021410 B3 bekannt.

Um mit Formatkreissägen der vorgenannten Bauweise auch Gehrungsschnitte in einer solchen Weise ausführen zu können, dass ein Sägeschnitt ausgeführt wird, dessen Schnittkante nicht senkrecht zur Werkstückauflagefläche liegt, ist die Kreissägeblattlagerung bzw. -spanneinheit bei Formatkreissägen typischerweise noch in solcher Weise schwenkbar gelagert, dass die Kreissägeblattebene in einen von 90° verschiedenen Winkel zur Werkstückauflagefläche geschwenkt werden kann. Hierbei ist es wünschenswert, dass die Verschwenkung um zumindest 45° möglich ist. Für spezifische Schnittanwendungen ist es aber vorteilhaft, wenn die Verschwenkung der Kreissägeblattebene um mehr als 45° aus der Lage mit horizontaler Drehachse des Kreissägeblatts möglich ist und/oder eine Verschwenkung um +45° oder mehr und um -45° oder weniger möglich ist, d.h. das Kreissägeblatt aus der Lage mit horizontal liegender Drehachse in beide Richtungen verschwenkt werden kann. Formatkreissägen benötigen, um eine ausreichende Schnittleistung bereitzustellen, leistungsstarke Antriebseinheiten für die Drehung des Kreissägeblatts. Die Antriebseinheit und das Kreissägeblatt werden über einen Keilrippenriemen mechanisch gekoppelt, welches eine Unter- oder Übersetzung der Drehgeschwindigkeit der Antriebseinheit bewirkt, um hierdurch eine gewünschte Schnittdrehzahl des Kreissägeblatts einzustellen. In spezifischen Ausführungsformen kann der Keilrippenriemen hierbei zwischen zwei oder mehr Übersetzungsstufen axial verschoben werden, um die Schnittgeschwindigkeit an unterschiedliche Kreissägeblattdurchmesser oder Werkstückmaterialien anpassen zu können. Aufgrund der hohen zu übertragenden Leistungen und der im Betrieb auftretenden Verschmutzung durch Sägespäne ist der Keilrippenriemen einem hohen Verschleiß ausgesetzt und muss bei intensiver Nutzung der Formatkreissäge in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Ein Reißen des Keilrippenriemens führt regelmäßig zu einem Unterbrechen des Schnitts, wodurch das in Bearbeitung befindliche Werkstück irreversibel geschädigt werden kann. Es ist daher ein erstes Ziel der Erfindung, eine Formatkreissäge bereitzustellen, welche diese Nachteile vermeidet.

Formatkreissägen unterliegen darüber hinaus als Investitionsgüter einem hohen Wettbewerbsdruck, der zu dem Erfordernis einer wirtschaftlichen Konstruktion und Fertigung im Hinblick auf eine kostengünstige Herstellung der Formatkreissäge resultiert. Es ist daher ein weiteres Ziel der Erfindung, eine konstruktiv und fertigungstechnisch, zugleich aber auch wartungstechnisch verbesserte Formatkreissäge bereitzustellen.

Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß gelöst, indem die Antriebseinheit ein Antriebsmotor mit einer Rotationsachse ist, der direkt mit der Kreissägeblattspanneinheit gekoppelt ist.

Unter einer direkten Kopplung zwischen Antriebsmotor und Kreissägeblattspanneinheit wird hierbei erfindungsgemäß eine Kopplung verstanden, die ohne einen Keilrippenriemen auskommt und auch kein anderes Zugmittelgetriebe zur Drehmomentübertragung nutzt. Die direkte Kopplung kann beispielsweise in einer direkten Flanschverbindung zwischen der Abtriebswelle des Motors und der Sägeblattspanneinheit bestehen. Hierbei liegen Rotationsachse des Antriebsmotors und Drehachse des Kreissägeblatts parallel zueinander, und können insbesondere in koaxialer Lage zueinander ausgeführt sein. Eine andere Art der direkten Kopplung kann beispielsweise über ein Winkelgetriebe realisiert sein, bei welchem Rotationsachse des Antriebsmotors und Drehachse des Kreissägeblatts in einem Winkel zueinander stehen, insbesondere senkrecht zueinander liegen können. Dies ermöglicht es beispielsweise, den Antriebsmotor ausgehend von der Drehachse des Sägeblatts nach unten erstreckt anzuordnen. Grundsätzlich kommen für einen Direktantrieb eine getriebelose Drehmomentübertragung zwischen Antriebsmotor und Kreissägeblattspanneinheit in Betracht, alternativ können Zahnradgetriebe zwischengeschaltet sein, wie beispielsweise Planetengetriebe, Kegelradgetriebe, achsparallele Getriebe wie Stirnradgetriebe oder dgl.

Erfindungsgemäß wird durch den Direktantrieb einerseits ein konstruktiv einfacherer Aufbau erreicht, was die Herstellungskosten der Formatkreissäge verringert. Zugleich wird durch den Direktantrieb erreicht, dass ein Keilrippenriemen nicht für die Drehmomentübertragung erforderlich ist und hierdurch verschleißbedingte Nachteile des Keilrippenriemens vermieden. Erfindungsgemäß wird dies jedoch nicht dadurch erreicht, dass der Keilrippenriemen durch ein anderes Zugmittelgetriebe ersetzt wird. Vielmehr wird von dem Konzept des Keilrippenriemens in grundsätzlicher Weise abgegangen und das Konzept eines Direktantriebs realisiert.

Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform hat die Rotationsachse zumindest einen gemeinsamen Punkt mit der Drehachse. Gemäß dieser Ausführungsform schneiden sich die Rotationsachse und die Drehachse oder liegen koaxial zueinander. Diese Ausführungsform kann beispielsweise mittels eines Winkelgetriebes realisiert werden, wodurch die Dreh- und Rotationsachse einen Schnittpunkt aufweisen. Dabei ist zu verstehen, dass in gleich wirkender Weise anstelle des Winkelgetriebes auch eine andere Getriebebauweisen, insbesondere Hypoid-, Schraub- oder Schneckengetriebe mit einander in einem Achsabstand kreuzender Rotations- und Drehachse verwendet werden können. Noch weiter ist es bevorzugt, wenn die Rotationsachse des Antriebsmotors koaxial oder abgewinkelt zur Drehachse der Kreissägeblattspanneinheit liegt. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine kompakte direkte Anflanschung der Antriebseinheit an die Kreissägeblattspanneinheit. .

Noch weiter ist es bevorzugt, wenn der Antriebsmotor drehmomentsteif direkt und getriebelos über einen Flansch mit der Kreissägeblattspanneinheit mechanisch gekoppelt ist. Durch diese Fortbildung wird eine wartungsfreie Ankopplung mit hoher Zuverlässigkeit verwirklicht. Insbesondere eignet sich diese Fortbildung für eine Verwendung eines Antriebsmotors, dessen Drehzahl in zumindest zwei Stufen, vorzugsweise mehreren Stufen oder stufenlos regelbar ist, um eine Anpassung der Schnittgeschwindigkeit in Abhängigkeit der verwendeten Kreissägeblattdurchmesser und der zu schneidenden Werkstückmaterialien vornehmen zu können.

Noch weiter ist es bevorzugt, wenn der Antriebsmotor drehmomentsteif direkt über ein Winkelgetriebe mit der Kreissägeblattspanneinheit mechanisch gekoppelt ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, den Antriebsmotor so anzuordnen, dass seine häufig in Rotationsrichtung lange Erstreckung nicht in horizontaler Lage zu liegen kommt, sondern in hierzu geneigter, insbesondere senkrechter Ausrichtung. Der Antriebsmotor kann dadurch beispielsweise mit senkrecht stehender Rotationsachse unterhalb der Auflagefläche angeordnet sein und sich hierbei von dem Punkt der Drehmomentübertragung in die Drehachse des Kreissägeblatts mittels des Winkelgetriebes nach unten erstrecken.

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Antriebsmotor ein Fluidmotor ist, insbesondere ein hydraulisch oder pneumatisch betriebener Fluidmotor. Mittels eines Fluidmotors kann die Bauform und Abmessung des Antriebsmotors in besonders günstiger Weise an die bestehenden Platzverhältnisse angepasst und reduziert werden. Zugleich ermöglicht ein Fluidmotor eine Drehzahlregulierung und eignet sich somit in besonderer Weise für eine direkte Kopplung. Bei dem Fluidmotor kann es sich beispielsweise um einen Axialkolbenmotor, einen Radialkolbenmotor, einen Zahnradmotor oder eine Turbine in axialer Bauart, radialer Bauart oder einer axial-radialen Bauart oder umgekehrt handeln.

Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn das Sägeaggregat zur Verschwenkung mittels der Schwenklagerung oder Verstellung mittels der Versteileinrichtung in einem Schwingengestell schwenkbar gelagert ist und dass über Fluidkanäle, welche zumindest abschnittsweise als Kanäle innerhalb von Streben des Schwingengestells verlaufen, dem Fluidmotor Fluid zugeführt und/oder Fluid vom Fluidmotor abgeführt wird. Diese Ausführungsform verwendet in vorteilhafter Weise eine wartungsfreie Schwinggestelllagerung, bei welcher das Sägeaggregat am Ende einer Schwinge befestigt ist, die an ihrem anderen Ende um eine Schwingachse verschwenkbar ist. Mittels eines solchen Schwingengestells kann einerseits die Verstellbewegung der Kreissägeblattspanneinheit realisiert werden, die für ein Absenken bzw. Anheben des Kreissägeaggregats erforderlich ist, d.h. das Schwingengestell ist Bestandteil der Versteileinrichtung. Andererseits kann mit einem Schwingengestell auch die Verschwenkung des Kreissägeaggregats um eine horizontale, senkrecht zur Rotationsachse liegende Schwenkachse realisiert werden, um hierdurch das Kreissägeblatt in eine für Gehrungsschnitte erforderliche verschwenkte Lage zu bringen, d.h. das Schwingengestell ist Bestandteil der Schwenklagerung. Insbesondere ist es möglich, sowohl die Versteileinrichtung als auch die Schwenklagerung mithilfe jeweils eines Schwingengestells zu realisieren, wobei bei einer solchen kombinierten Ausführung es insbesondere bevorzugt ist, wenn das Schwingengestell, welches Bestandteil der Versteileinrichtung ist, durch das Schwingengestell, welches Bestandteil der Schwenklagerung ist, mitverschwenkt wird, um sicherzustellen, dass die Auf- und Abwärtsbewegung des Kreissägeblatts durch die Versteileinrichtung stets parallel zur Sägeblattebene erfolgt. Die Ausführungsform zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass die Fluidkanäle, welche den Fluidmotor mit Fluid beaufschlagen und rückströmendes Fluid von dem Fluidmotor abführen, zumindest abschnittsweise in Kanälen geführt werden, die innerhalb der Streben des Schwingengestells verlaufen. Hierdurch wird die Problematik überwunden, dass Fluidmotoren mit hoher Leistung eine Fluidzufuhr und -abfuhr mit einem hohen Volumenstrom und hohem Druck erfordern, was im Betriebszustand zu einer hohen Steifigkeit von an sich elastischen Schlauchzuführungen und -abführungen führt und hierdurch die Verstellung oder Verschwenkung des Kreissägeaggregats einerseits behindern würde, andererseits Beschädigungen an den Schlauchanschlüssen oder an den Schläuchen selbst hervorrufen könnte. Dabei ist zu verstehen, dass vorzugsweise sich die Fluidkanäle über die gesamten Streben erstrecken und beispielsweise durch Hohlachsen des Schwingengestells das Fluid zu- bzw. abgeführt wird, um hierdurch die Problematik vollständig zu vermeiden.

Alternativ oder zusätzlich ist es bevorzugt, wenn dem Fluidmotor über drei oder mehr Fluidschläuche Fluid zugeführt wird. Grundsätzlich benötigt ein Fluidmotor zumindest einen Zuleitungsschlauch und zumindest einen Ableitungsschlauch sowie, falls ein flüssiges Medium als Antriebsfluid verwendet wird, einen Leckageschlauch, der durch Leckage ausgetretenes Medium vom Fluidmotor abführt. In der Regel sind, beispielsweise bei Axialkolbenfluidmotoren, zwei Zuführschläuche und zwei Abführschläuche erforderlich. Um einen ausreichenden Volumenstrom durch diese Anzahl von Schläuchen, die rein konstruktiv erforderlich sind, in ausreichender Menge sicherzustellen, müssen verhältnismäßig große Schlauchquerschnitte bereitgestellt werden, was zu sehr steifgehenden Schläuchen im Betriebszustand führt. Diesem Nachteil wird durch die bevorzugte Ausführungsform entgegengetreten, indem drei oder mehr Fluidschläuche mit entsprechend reduziertem Querschnitt zum Einsatz kommen. Diese größere Anzahl an Fluidschläuchen mit kleinerem Querschnitt bietet gegenüber den gewünschten Verschwenk- und Verstellbewegungen des Kreissägeaggregats weniger Widerstand und muss geringere Spannungen bei Verschwenkung bzw. Verstellung aufnehmen als einige wenige Schläuche mit großem Querschnitt.

Noch weiter ist es bevorzugt, wenn das Sägeaggregat zur Verschwenkung mittels der Schwenklagerung oder Verstellung mittels der Versteileinrichtung in einem Schwingengestell schwenkbar gelagert ist und dem Fluidmotor über einen Fluidschlauch Fluid zugeführt wird, der zumindest abschnittsweise, vorzugsweise insgesamt koaxial zur Schwenkachse des Schwingengestells verläuft. Mit dieser Fortbildung wird eine Verschwenkung bzw. Verstellung ermöglicht, welche weitestgehend oder vollständig ohne eine Biegung von Schläuchen auskommt, indem die Schläuche solcherart verlaufen, dass sie durch eine Torsionsbewegung im Schlauchanschluss die Schwenk- bzw. Verstellbewegung aufnehmen können.

Weiterhin kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass das Sägeaggregat zur Verschwenkung mittels der Schwenklagerung oder Verstellung mittels der Versteileinrichtung in einem Schwingengestell schwenkbar gelagert ist und dem Fluidmotor über einen Fluidschlauch Fluid zugeführt wird, der in einer Anschluss- verschraubung schwenkbar gelagert ist, vorzugsweise um eine Verschraubungs- schwenkachse, die koaxial zur Schwenkachse des Schwingengestells liegt. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, auch bei nicht koaxial zur Schwenkachse bzw. einer für die Verstellbewegung genutzten Schwenkachse verlaufenden Schläuchen eine Bewegung auszuführen, ohne hierbei gegen einen erhöhten Widerstand durch die Schläuche arbeiten zu müssen. Dabei ist insbesondere zu verstehen, dass diese Ausführungsform mit der zuvor genannten Ausführungsform kombiniert werden kann, um sowohl gegenüber einer Verschwenkbewe- gung als auch einer Verstellbewegung einen möglichst geringen Widerstand und eine geringe Belastung durch die Schläuche zu erzielen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Fluidmotor eine Axialkolbenpumpe in Schrägachsenbauweise ist mit einem Gehäuse, welches einen ersten Gehäuseabschnitt und einen zweiten, gegenüber dem ersten abgewinkeltem Gehäuseabschnitt aufweist und sich der erste Gehäuseabschnitt in Richtung der Rotationsachse erstreckt und koaxial zur Drehachse liegt und der zweite Gehäuseabschnitt um eine parallel zur Schwenkachse liegende Achse gegenüber dem ersten Gehäuseabschnitt solcherart abgewinkelt ist, dass sein dem ersten Abschnitt entgegengesetztes Ende weiter von der Auflagefläche entfernt ist als sein zum ersten Gehäuseabschnitt weisendes Ende. Eine Axialkolbenpumpe in dieser Bauweise kann mit einer abgewinkelten Gehäusebauform ausgeführt sein und in dieser Bauform in besonders günstiger Weise für die Einsatzzwecke und Platzverhältnisse innerhalb eines Kreissägeaggregats verbaut werden. So kann der zweite Gehäuseabschnitt um 30° oder mehr gegenüber dem ersten Gehäuseabschnitt abgewinkelt sein und tritt hier- durch, bei angehobener Stellung des Kreissägeaggregats und zugleich in einer für einen Gehrungsschnitt verschwenkten Stellung des Kreissägeaggregats wesentlich später mit der Unterseite der Auflagefläche in Kontakt als dies der Fall wäre, wenn der Fluidmotor mit einer rein horizontalen Erstreckung angeflanscht wäre.

Dabei ist zu verstehen, dass der Axialkolbenmotor als Schrägachsenmaschine mit feststehendem Schwenkwinkel zwischen Antriebs- und Pumpenachse oder verstellbarem Schwenkwinkel ausgeführt sein kann, um hierdurch auch eine Drehmoment- und Drehzahlanpassung durchführen zu können, die beispielsweise für unterschiedliche Kreissägeblattdurchmesser erforderlich wäre. Grundsätzlich kann die Axialkolbenmaschine aber ebenso auch als Schrägscheibenmaschine ausgeführt sein.

Weiterhin ist es bevorzugt, dass der Antriebsmotor auf einer Seite der Kreissägeblattebene und ein zweiter Antriebsmotor auf der hierzu gegenüberliegenden Seite der Kreissägeblattebene bereitgestellt ist Hierbei werden anstelle eines einzigen Antriebsmotors zwei einzelne Antriebsmotoren eingesetzt, die in Bezug auf die Kreissägeblattspanneinheit gegenüberliegend zueinander angeordnet sind. Aufgrund der Addition ihrer Leistungen können diese beiden Antriebsmotoren jeweils entsprechend kleiner dimensioniert werden als ein einzelner Antriebsmotor

Schließlich ist es noch weiter bevorzugt, dass die Kreissägeblattspanneinheit einen Flansch aufweist, an dem Luftleitelemente angeordnet sind, die ausgebildet sind, um eine für die Antriebseinheit wirksame Kühlluftbewegung auszubilden, wenn sich der Flansch um die Drehachse dreht. Durch diese Ausgestaltung wird eine sichere Wärmeabfuhr vom Antriebsmotor erreicht. Die Luftführung kann dabei an die jeweils vorhandene Lage und Ausrichtung des Antriebsmotors in Bezug auf die Kreissägeblattspanneinheit realisiert sein. So kann dann, wenn der Antriebsmotor unmittelbar in koaxialer Lage von Rotations- und Drehachse angeordnet ist, eine axiale Luftführung entlang des Antriebsmotors realisiert werden, wobei die Luftleitelemente als Radial-Axial-Leitschaufeln ähnlich zu Komp- ressorschaufeln ausgeführt sein können, um Luft in radialer Richtung anzusaugen und in axialer Richtung auf den Antriebsmotor strömen zu lassen.

Alternativ oder zusätzlich hierzu kann auch eine Kühlung der Antriebsmotoren erfolgen, indem aus einem Absauganschluss, der zur Spanabsaugung dient, ein Luftanteil über einen Bypass abgezweigt wird und als Kühlluft dem Antriebsmotor zugeführt wird oder indem durch eine serielle Anordnung der Kühlluftführung um die Antriebsmotoren mit der Absaugeinrichtung eine Doppelnutzung dieser Luftförderung erfolgt. .

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren der eingangs genannten Art, welches sich dadurch auszeichnet, dass das Drehmoment direkt von der Antriebseinheit auf die Kreissägeblattspanneinheit übertragen wird, insbesondere indem die Antriebseinheit um eine Rotationsachse rotiert, welche koaxial zur Drehachse verläuft oder die Antriebseinheit mittels eines Winkelgetriebes mit der Kreissägeblattspanneinheit gekoppelt ist.

Das Verfahren kann weiter fortgebildet werden, indem das Drehmoment ohne Zwischenschaltung eines Zugmittelgetriebes, insbesondere getriebelos übertragen wird.

Das Verfahren eignet sich insbesondere dazu, um bei einer Formatkreissäge der zuvor beschriebenen Weise ausgeführt zu werden. Die Vorteile und spezifischen Ausgestaltungen, die im Zusammenhang mit der Direktübertragung des Drehmoments von der Antriebseinheit auf die Kreissägeblattspanneinheit auftreten bzw. realisiert werden können, können hierbei in Analogie zu den zuvor erläuterten Vorteilen und konstruktiven Ausgestaltungen der Formatkreissäge und deren Fortbildungen auch beim erfindungsgemäßen Verfahren verwirklicht werden.

Bevorzugte Ausführungsformen werden anhand der beiliegenden Figuren beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine teilweise längsgeschnittene Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 2 eine teilweise quergeschnittene Frontalansicht der Ausführungsform gemäß Fig. 1 ;

Fig. 3 eine Ansicht gemäß Fig. 2 in einer verschwenkten Stellung des Sägeaggregats, und

Fig. 4 eine zweite Ausführungsform der Erfindung in einer Ansicht gemäß Fig. 2.

Wie den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, umfasst eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Formatkreissäge 1 eine Auflagefläche 10, auf deren Oberseite 1 1 ein Werkstück 100 aufliegt und in einer Schnittrichtung 101 verschoben werden kann. Es ist zu verstehen, dass die in den Figuren vereinfacht dargestellte Auflagefläche funktionsgemäß fortgebildet werden kann, beispielsweise durch einen in Schnittrichtung linear gelagerten und verschieblichen Rollwagen und einen am Rollwagen verschieblich angeordneten Parallelogrammquertisch mit Anschlagschiene und Anschlagklappen.

In die Auflagefläche 10 ist ein Schlitz 12 in zentraler Lage eingebracht, durch den ein Kreissägeblatt 20 hindurchragen kann. Das Kreissägeblatt 20 ist um eine Drehachse 21 , die unterhalb der Oberseite 1 1 der Auflagefläche 10 verläuft, drehbar.

Das Kreissägeblatt 20 ist mittels einer Spanneinrichtung 31 , 32, welche das Kreissägeblatt 20 im Bereich der Drehachse 21 fest einspannt, eingespannt. Die Spanneinrichtung 31 , 32 ist um die Drehachse 21 drehbar gelagert und ermöglicht auf diese Weise die Rotation des Kreissägeblatts zur Erzeugung der Schnittgeschwindigkeit am Umfang des Kreissägeblatts.

Die innerhalb des antriebsseitigen Spannflansches 32 angeordnete Sägewelle ist mit einem Axialkolbenhydraulikmotor 40 verbunden und wird durch dessen Ab- triebswelle angetrieben. Der Axialkolbenhydraulikmotor 40 weist ein Gehäuse auf, das einen ersten, horizontal verlaufenden Gehäuseabschnitt 41 und einen zweiten, hierzu um 45° abgewinkelten Gehäuseabschnitt 42 aufweist. Der zweite, abgewinkelte Gehäuseabschnitt 42 ist nach unten hin geneigt und erstreckt sich somit von der Auflagefläche 10 weg.

Der Hydraulikmotor 40 ist mittels eines Hubgestänges 50 vertikal verstellbar gelagert und ermöglicht somit ein Absenken des Kreissägeblatts in eine tiefe Position, in welcher der obere Umfangsabschnitt des Kreissägeblatts unterhalb der Oberseite 1 1 der Auflagefläche 10 zu liegen kommt und ein Anheben des Kreissägeblatts 20 in eine angehobene Position, in welcher das Kreissägeblatt zur Durchführung eines Schnitts über die Oberseite 1 1 der Auflagefläche 10 hinausragt.

Die Hubeinrichtung 50 ist mittels eines abgewinkelten Gestells mit einer Halbkreisbogenschiene 60 verbunden und um die von dieser gebildeten Schwenkachse schwenkbar gelagert.

Mittels des Schwingengestells 60 kann die Hubeinrichtung 50 mitsamt des Fluidmotors 40 und des daran angeflanschten Kreissägeblatts 20 um eine Schwenkachse 73 verschwenkt werden, die entlang des Schlitzes 12 der Auflagefläche 10 horizontal verläuft. Auf diese Weise kann das Kreissägeblatt 20 aus der in Fig. 2 gezeigten Position für senkrechte Schnitte in die in Fig. 3 gezeigte Position für Gehrungsschnitte verschwenkt werden.

Der Hydraulikmotor 40 wird durch Zufuhrschläuche 43 und Abfuhrschläuche 44 mit Hydrauliköl unter hohem Druck versorgt. Die Zufuhrschläuche 43 und Abfuhrschläuche 44 sind elastisch und in einem Bogen ausgehend von der unteren Stirnseite des Hydraulikmotors 40 zu einem Anschluss 61 in dem Schwingengestell geführt. Ausgehend vom Anschluss 61 verläuft ein jeweiliger Druckkanal 63, 64 innerhalb des Schwingengestells zur Schwenklagerachse der Halbkreisbogenschienen 70, 71. Die Druckkanäle sind in diesem Bereich über entsprechende Langlochkanäle druckdicht mit Hydraulikschläuchen 81 , 82 verbunden, die ihrerseits mit einer Hydraulikpumpe 80 zur Erzeugung des vom Fluidmotor benötigten Drucks und Volumenstroms verbunden sind.

Wie man aus Fig. 3 erkennen kann, müssen die Schläuche 43, 44 lediglich der aus der Hubeinrichtung 50 ermöglichten Vertikalbewegung des Kreissägeblatts 20 folgen, werden jedoch nicht durch die Verschwenkbewegung des Kreissägeaggregats um die Schwenkachse der Halbkreisbogenschiene 70 verformt.

Die Drehachse 21 des Kreissägeblatts liegt koaxial zur Rotationsachse 45 des Hydraulikmotors 40. Der Hydraulikmotor 40 ist mit seiner Abtriebswelle direkt mit der Sägewelle des Kreissägeblatts 20 gekoppelt, die innerhalb der Spanneinrichtung 31 , 32 verläuft. Auf der Umfangsfläche des antriebsseitigen Spannflansches 32 sind mehrere Luftleitelemente angeordnet, die bei Rotation des Spannflansches 32 eine Luftströmung entlang der Außenseite des Fluidmotors 40 erzeugen und diesen auf diese Weise kühlen. Weiterhin ist zusätzlich eine über einen Strömungssensor gesteuerte Zwangslüftung über eine Absaugeinrichtung (nicht dargestellt) der Formatkreissäge bereitgestellt.

Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Formatkreissäge. Diese Ausführungsform ist hinsichtlich einer Hubeinrichtung 150, einem Schwingengestell 160, welches an einer halbkreisförmigen Schienenführung 170 um eine im Sägeschlitz 1 12 liegende Schwenkachse verschwenkbar gelagert ist, übereinstimmend zur zuvor erläuterten Ausführungsform gemäß Figuren 1 und 3 ausgeführt. Das Schwingengestell 160 kann mittels eines Aktuators 190 verschwenkt werden, wobei zu verstehen ist, dass ein ebensolcher Aktuator auch bei der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform vorgesehen sein kann.

In Abweichung zu der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform weist die zweite Ausführungsform einen elektrischen Antriebsmotor 140 auf, dessen Rotationsachse 145 senkrecht zur Drehachse 121 des Kreissägeblatts steht. Die Rotationsachse 145 und die Drehachse 121 schneiden sich in einem Punkt. Die Rotationsachse 145 des Elektromotors 140 liegt parallel zur Hubrichtung, welche die Hubvorrichtung 150 ausführt, um das Kreissägeblatt aus einer abgesenkten in eine angehobene Position und umgekehrt zu verstellen.

Die Abtriebswelle des Elektromotors 140 ist mit einem Winkelgetriebe 146 gekoppelt, welches die Drehbewegung der Abtriebswelle um 90° aus der in Fig. 4 gezeigten senkrechten Ausrichtung in eine horizontale Ausrichtung übersetzt und die Ausgangswelle des Winkelgetriebes 146 ist mit dem Spannflansch 131 , 132 für das Kreissägeblatt 120 gekoppelt. Wiederum ist der antriebsseitige Spannflansch 132 auf seinem Außenumfang mit Luftleitelementen versehen, welche bei Rotation des Spannflansches 132 Kühlluft entlang der Außenseite des Elektro- motors 140 strömen lassen.