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Patent Searching and Data


Title:
CIRCULAR KNITTING MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/215828
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a single- or double-needle circular knitting machine, comprising a cylinder (11) fitted with cylinder needles (22) and/or a dial (12) fitted with dial needles (19) for the production of single- or double-knitted webs, said dial having at least one thread selection device (13), wherein threads (17) can be supplied with the thread selection device (13) to any cylinder needle and/or dial needle (22, 19).

Inventors:
TRÄNKLE, Dietmar (Lauackerstraße 20, Balingen, 72336, DE)
Application Number:
EP2017/060492
Publication Date:
December 21, 2017
Filing Date:
May 03, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SIPRA PATENTENTWICKLUNGS- UND BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH (Emil-Mayer-Straße 10, Albstadt, 72461, DE)
International Classes:
D04B15/60; D04B1/12
Foreign References:
US6058742A2000-05-09
DE2309360A11973-09-13
DE1635817A11971-08-19
US3774412A1973-11-27
DE1069813B
DE1148348B1963-05-09
DE1148347B1963-05-09
Attorney, Agent or Firm:
KOHLER SCHMID MÖBUS PATENTANWÄLTE PARTG MBB (Kaiserstraße 85, Reutlingen, 72764, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e :

Ein- oder zweifonturige Rundstrickmaschine mit einem mit

Zylindemadeln (22) bestückten Zylinder (11) und/oder einer mit Rippnadeln (19) bestückten Rippscheibe (12) zur Hersteilung ein- oder doppelflächiger Gestrickbahnen, die mindestens eine

Fadenauswahleinrichtung (13) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Fadenauswahleinrichtung (13) jeder beliebigen

Zylinder- und/oder Rippnadel (22, 19) mindestens ein Faden (17) zuführbar ist.

Rundstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenauswahleinrichtung (13) mindestens eine

Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung (14) aufweist.

Rundstrickmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenkiemm- und Vorschubeinrichtung (14) eine

Fadentransporteinheit, insbesondere eine Fadentransportdüse (16) aufweist.

Rundstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenauswahleinrichtung (13) einen Saugtrichter (18) zur Aufnahme von Fadenanfängen aufweist.

Zweifonturige Rundstrickmaschine nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadentransporteinheiten (16) und der Saugtrichter (18) derart zueinander anordenbar sind, dass der von einer Fadentransporteinheit (16) zugeführte Faden (17), dessen freies Ende von dem Saugtrichter (18) aufgenommen ist, in einem radial außerhalb der Zylindernadeln (22) liegenden Einlegebereich (20) von einer Rippscheibennadel (19) erfassbar und in einen Strickbereich (21) ziehbar ist.

Rundstrickmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung (14) ein antreibbares Transportrollenpaar (15) aufweist, dessen Rollen auseinander bewegbar sind.

Rundstrickmaschine nach den Ansprüchen 2, 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenauswahleinrichtung (13) für jeden zuführbaren Faden (17) ein Transportrollenpaar (15) aufweist, mit dessen Hilfe und unter Mitwirkung der Fadentransporteinheit (16) ein Fadenanfang dem Saugtrichter (18) und/oder den Stricknadeln (19, 22) zuführbar ist.

Rundstrickmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung (14) während des Strickvorgangs deaktivierbar ist.

Rundstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenauswahleinrichtung (13) Schneideinheiten (23) für jeden zuführbaren Faden (17) aufweist.

Rundstrickmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass während des Schneidvorgangs durch die Schneideinheit (23) die Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung (14) für diesen Faden (17) zur Fadenklemmung aktivierbar ist.

11. Rundstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenauswahleinrichtung (13) eine pneumatische und/oder elektrische Steuerung aufweist.

5 12. Rundstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie keine Fadeneinstreifvorrichtung aufweist.

13. Rundstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, io dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Jaquardmaschine mit einer

Einzelnadelauswahleinrichtung für Zylinder- und

Rippscheibennadeln (22, 19) ist.

14. Rundstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, i5 dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Strickgeschwindigkeit von mehr als 0,6 m/s aufweist.

15. Rundstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Systemdichte von

2o mindestens 1,6 Systemen pro Zoll Maschinendurchmesser

aufweist.

16. Rundstrickmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem System eine Fadenauswahlvorrichtung (13)

25 anordenbar ist.

17. Rundstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (11) und/oder die Rippscheibe (12) nur in einer Umfangsrlchtung rotierend antreibbar sind.

Verfahren zur Herstellung eines doppelfiächigen Gestrickschiauchs mit Intarsia-Mustern auf einer zweifonturigen Rundstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Herstellung eines Intarsia-Musterfeldes benötigte Intarsia- Faden (17) mit der Fadenauswahleinrichtung (13) einer Nadel (19) derjenigen Fontur (12) - Zylinder (11) oder Rippscheibe (12)-, auf der die Rückseite des Gestrickschiauchs gefertigt wird, zugeführt wird und zur Einbindung des Anfangs des Intarsia-Fadens (17) mindestens mit dieser Nadel (19) auf der Fontur (12) eine Masche gebildet wird, bevor auf der anderen Fontur (11), auf der die Sichtseite des Gestrickschiauchs gefertigt wird, Maschen für das Intarsiafeld gestrickt werden, und anschließend auf der ersten Fontur (12) mindestens eine Masche mit dem Intarsia-Faden (17) gestrickt wird, bevor der Intarsia-Faden (17) abgeschnitten wird.

Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Intarsia-Faden (17) mit der Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung (14) der Fadenauswahleinrichtung (13) der Nadel (19) auf der rückseitigen Fontur (12) zugeführt und dann die Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung (14) deaktiviert wird.

Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass während des Abschneidens des Intarsia-Fadens (17) dieser mit der Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung (14) geklemmt wird.

Description:
Rundstrickmaschine

ß e s c h r e i u n g ;

Die Erfindung betrifft eine ein- oder zweifonturige Rundstrickmaschine mit einem mit Zylindernadeln bestückten Zylinder und/oder einer mit

Rippnadeln bestückten Rippscheibe zur Herstellung ein- oder

doppelflächiger Gestrickbahnen, die mindestens eine

Fadenauswahleinrichtung aufweist.

Mit solchen Maschinen sind ein- oder doppelflächige Gestrickbahnen mit unterschiedlichen Musterungen, insbesondere mit farbigen Mustern oder Mustern unter Verwendung von Effektgarnen herstellbar. Über die

Fadenauswahleinrichtungen können die für die Musterherstellung

benötigten Fäden den Nadeln der Strickmaschine zugeführt werden. Auf diese Weise können beispielsweise Gestricke mit Ringelmustern oder Matratzen überzugsstoffe mit dreidimensionalen Strukturmustern und/oder mit durch farbige Fäden oder Effektgarne erzeugten Musterungen hergestellt werden.

Die Effekt- oder Farbgarne werden gerade bei gemusterten

Matratzen überzugsstoffen nur selektiv an wenigen Stellen im Gestrick benötigt. Dies gilt umso mehr, wenn nur einzelne Logos oder Bildmotive eingestrickt werden sollen (Intarsia- Muster). Die dafür benötigten

Spezialfäden müssen an denjenigen Stellen, an denen sie auf der

Sichtseite des Gestricks nicht sichtbar sein sollen, auf der Rückseite des Gestricks geflottet und punktuell eingestrickt werden, was beispielsweise in der EP 1 975 294 AI beschrieben ist. Diese auf der Rückseite

gemotteten Fäden stellen jedoch einen unnötigen Materialverbrauch dar. Mit den bisher auf dem Markt befindlichen Maschinen der eingangs beschriebenen Art, die druckschriftlich beispielsweise in der US 6 058 742 offenbart sind, lässt sich dieser unnötige Materialverbrauch nur

eingeschränkt vermeiden. Mit den Fadenauswahleinrichtungen oder Ringelapparaten können Fäden nur umdrehungsweise und nur an

festgelegten Wechselstellen den Stricknadeln zugeführt und aus dem Strickprozess entnommen werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine

Rundstrickmaschine zur Herstellung gemusterter ein- oder doppelflächiger Gestricke so weiterzubilden, dass der Fadenmaterialverbrauch zur

Musterherstellung weiter minimiert werden kann.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine ein- oder zweifonturige

Rundstrickmaschine mit einem mit Zylindernadeln bestückten Zylinder und/oder einer mit Rippnadeln bestückten Rippscheibe zur Herstellung ein- oder doppelflächiger Gestrickbahnen, die mindestens eine

Fadenauswahleinrichtung aufweist und die dadurch gekennzeichnet ist, dass mit der Fadenauswahleinrichtung jeder beliebigen Zylinder- und/oder Rippnadel Fäden zuführbar sind.

Mit dieser Maschine ist es möglich, zur Herstellung von Intarsia- oder anderen Mustern die dafür benötigten Intarsia-Fäden nur zu denjenigen Stellen am Umfang des Gestrickschlauchs, in denen die Intarsia-Muster gebildet werden sollen, zuzuführen, wobei die Intarsia-Muster an jeder beliebigen Umfangsstelle angeordnet sein können. Zwischen den einzelnen Intarsia-Abschnitten einer Strickreihe müssen die Intarsia-Fäden nicht flott auf der Rückseite geführt werden. Sie können vielmehr am Ende eines Intarsia-Abschnitts abgeschnitten und dem nächsten Intarsia- Abschnitt erneut zugeführt werden. Je nach Muster lassen sich dadurch zum Teil erhebliche Fadenmaterialeinsparungen erzielen. Außerdem wird die Querelastizität des Gestricks nicht durch flott liegende Fäden auf der Gestrickrückseite beeinträchtigt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der gesamte Gestrickschlauch genutzt werden kann und nicht wie auf bekannten Maschinen hergestellten Warenbahnen die Fadenwechselstellen aus dem Gestrickschlauch entfernt werden müssen. Falls für die

Musterherstellung erforderlich, kann dabei an jedem Stricksystem eine Fadenauswahleinrichtung vorgesehen werden. Auch das Einlegen von Schussfäden in Nadeln nur einer der Fonturen ist mit der Maschine möglich. Dadurch können beispielsweise Verstärkungen oder elektrisch leitfähige Bereiche in das Gestrick eingebracht werden.

Vorzugsweise kann die Fadenauswahleinrichtung mindestens eine

Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung aufweisen, mit der die Fäden den Stricknadeln zugeführt und wieder aus dem Strickprozess entnommen werden können.

Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die Fadenklemm- und

Vorschubeinrichtung eine Fadentransporteinheit, insbesondere eine

Fadentransportdüse aufweist. Wird der Faden mit einem Luftstrom transportiert, müssen keine mechanischen Teile zum Fadentransport bewegt werden. Die Fadeneinlage kann somit sehr schnell erfolgen. Es ist außerdem möglich, auf Fadeneinstreifer oder andere zusätzliche

Hilfsmittel zur Fadeneinlage zu verzichten. Selbstverständlich kann die Fadentransporteinheit aber auch eine mechanische Einrichtung sein.

Die Fadeneinlage kann auch zusätzlich dadurch verbessert werden, dass die Fadenauswahleinrichtung einen Saugtrichter zur Aufnahme von Fadenanfängen aufweist. Damit können die Fadenanfänge fixiert werden, bis die erste Masche mit dem Faden gebildet wurde.

Bei einer zweifonturigen Rundstrickmaschine ist dabei besonders

vorteilhaft, wenn die Fadentransporteinheiten und der Saugtrichter derart zueinander anordenbar sind, dass der von einer Fadentransporteinheit zugeführte Faden, dessen freies Ende von dem Saugtrichter

aufgenommen ist, in einem radial außerhalb der Zylindernadein liegenden Einlegebereich von einer Rippscheibennadel erfassbar und in einen

Strickbereich ziehbar ist. Dann kann mit einer Rippscheibennadel eine Masche oder ein Fanghenkel gebildet werden. Selbstverständlich lassen sich die Transporteinheiten und der Saugtrichter auch so anordnen, dass mit einer Zylindernadel eine Masche oder ein Fanghenkel gebildet werden kann.

Weiter ist es von Vorteil, wenn die Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung ein antreibbares Transportrollenpaar aufweist, dessen Rollen auseinander bewegbar sind. Mit dem Transportrollenpaar lassen sich ein

Fadenvorschub und eine Fadenklemmung erzielen. Werden die Rollen auseinanderbewegt, ist die Vorschub- und Klemmfunktion unterbrochen.

Die Fadenzuführung kann alleine mit dem Transportrollenpaar erfolgen. Vorteilhafterweise weist die Fadenauswahleinrichtung jedoch für jeden zuführbaren Faden ein Transportrollenpaar auf, mit dessen Hilfe und unter Mitwirkung der Fadentransporteinheit ein Fadenanfang dem Saugtrichter und/oder den Stricknadeln zuführbar ist.

Die Fadenauswahleinrichtung wird nur zum Einlegen eines Fadenanfangs und zur Entnahme eines Fadens aus dem Strickprozess benötigt. Vorzugsweise kann daher die Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung während des Strickvorgangs deaktivierbar sein.

Weitere Vorteile ergeben sich, wenn die Fadenauswahleinrichtung

Schneideinheiten für jeden zuführbaren Faden aufweist. Damit können die Muster- oder Intarsia-Fäden direkt nach dem entsprechenden

Musterabschnitt abgetrennt und das Gestrick mit einem Grundfaden weitergestrickt werden. Es können somit sehr kurze Fadenanfänge und Fadenenden erzeugt werden.

Dabei kann zweckmäßigerweise während des Schneidvorgangs durch die Schneideinheit die Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung für diesen Faden zur Fadenklemmung aktivierbar sein. Der geklemmte Faden steht somit zur erneuten Fadeneinlage durch die Fadenauswahleinrichtung bereit.

Die Fadenauswahleinrichtung kann eine pneumatische und/oder

elektrische Steuerung aufweisen. Insbesondere wenn eine pneumatische Transportdüse vorgesehen ist, bietet eine pneumatische Steuerung

Vorteile.

Besondere Vorteile weist die Erfindung auf, wenn die Rundstrickmaschine eine Jaquardmaschine mit einer Einzelnadelauswahleinrichtung für

Zylinder- und Rippscheibennadeln ist. Mit einer solchen Maschine lässt sich die größte Vielfalt an Gestricken und Musterungen herstellen.

Die Rundstrickmaschine kann außerdem für eine wirtschaftliche

Warenfertigung vorzugsweise eine Strickgeschwindigkeit von mehr als 0,6 m/s aufweisen. Die Systemdichte kann mindestens 1,6 Systeme pro Zoll Maschinendurchmesser betragen. Dabei kann an jedem System eine Fadenauswahlvorrichtung anordenbar sein.

Weiter ist die Rundstrickmaschine vorzugsweise eine Maschine, bei welcher der Zylinder und/oder die Rippscheibe nur in eine Richtung rotierend antreibbar sind.

Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Herstellung eines doppelflächigen Gestrickschlauchs mit Intarsia-Mustern auf einer

zweifonturigen Rundstrickmaschine nach der Erfindung, das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein zur Herstellung eines Intarsia-Musterfeldes benötigter Intarsia-Faden mit der Fadenauswahleinrichtung einer Nadel derjenigen Fontur - Zylinder oder Rippscheibe-, auf der die Rückseite des Gestrickschlauchs gefertigt wird, zugeführt wird und zur Einbindung des Anfangs des Intarsia-Fadens mindestens mit dieser Nadel auf der Fontur eine Masche gebildet wird, bevor auf der anderen Fontur, auf der die Sichtseite des Gestrickschlauchs gefertigt wird, Maschen für das

Intarsiafeld gestrickt werden, und anschließend auf der ersten Fontur mindestens eine Masche mit dem Intarsia-Faden gestrickt wird, bevor der Intarsia-Faden abgeschnitten wird.

Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Intarsia-Muster mit einer Vielzahl kurzer Fäden gebildet, wobei der Fadenanfang und das Fadenende der Intarsia-Fäden jeweils auf der Rückseite durch Einstricken im Gestrick fixiert werden. Es sind somit keine nachträglichen Näharbeiten zum

Sichern der Fadenenden am Gestrick notwendig. Je nach Garnqualität kann dabei ein Verstricken auch über mehrere Maschen auf der

Gestrickrückseite notwendig sein. Dabei kann am Beginn eines Intarsiafeldes der Intarsia-Faden mit der Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung der Fadenauswahleinrichtung der Nadel auf der rückseitigen Fontur zugeführt werden. Nach dem Bilden von Maschen für das Intarsiafeld bei deaktivierter Fadenklemm- und

Vorschubeinrichtung kann während des Abschneidens des Intarsia-Fadens dieser mit der Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung geklemmt werden. Der Faden steht damit zur erneuten Fadeneinlage in die Nadeln für das nächste Intarsiafeld bereit, während bis dorthin mit einem Grundfaden die Strickreihe weitergestrickt wird.

Im Folgenden werden ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer

Fadenauswahleinrichtung, einer erfindungsgemäßen Strickmaschine und ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens mit Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben.

Es zeigen :

Fig. 1 Eine Teilansicht einer Rundstrickmaschine mit einer

Fadenauswahleinrichtung;

Fig. 2 eine Detaildarstellung der Fadenklemm- und

Vorschubeinrichtung beim Fadeneinlegen;

Fig. 3 eine Detaildarstellung der Fadenklemm- und

Vorschubeinrichtung vor einem Faden Wechsel.

In Fig. 1 ist ein Ausschnitt einer Rundstrickmaschine 10 mit einem

Nadelzylinder 11 und einer Rippscheibe 12 dargestellt. Weiter weist die Strickmaschine 10 eine Fadenauswahleinrichtung 13 auf, mit der drei verschiedene Fäden zugeführt werden können. Dazu weist die Fadenauswahleinrichtung 13 für jeden Faden eine Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung 14 auf. Jede Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung

14 ist mit einem Transportrollenpaar 15 sowie einer Fadentransportdüse 16 versehen. Das Transportrollenpaar 15 und die Fadentransportdüse 16 bewegen den Anfang eines Fadens 17 zu einem Saugtrichter 18. In dieser Position kann der Faden 17 von einer Rippscheibennadel 19 aus einem Fadeneinlegebereich 20 in einen Strickbereich 21 bewegt werden, wie Fig. 2 illustriert. Mit den Rippscheibennadeln 19 und dem Faden 17 werden auf der Rückseite des zu bildenden Gestricks einige Maschen gebildet, um den Fadenanfang in das Gestrick einzubinden.

Fig. 3 zeigt den Zustand der Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung 14 nach der Fadeneinlage in die Rippscheibennadeln 19. Die Transportrollen

15 sind auseinandergefahren. Der Faden 17 wird frei durch die Rollen 15 und die nun ebenfalls inaktive Transportdüse 16 hindurchgezogen, solange mit dem Faden 17 Maschen gebildet werden. Dies geschieht zunächst auf einigen Rippscheibennadeln 19 und anschließend

entsprechend dem herzustellenden Muster auf der Sichtseite des Gestricks mit Zylindernadeln 22 (Fig. 2). Ist der Musterbereich auf der Sichtseite fertiggestellt, werden erneut mit einigen Rippscheibennadeln 19 Maschen gebildet, um auch das Fadenende auf der Gestrickrückseite einzubinden, bevor der Faden 17 von den Transportrollen 15 geklemmt und mit einer Schneideinrichtung 23 geschnitten wird. Das freie Ende des im Gestrick verankerten Fadens 17 kann dabei von einer Fadenbremse (nicht dargestellt) erfasst werden, um die notwendige Fadenspannung aufrecht zu erhalten. Der Faden 17, der von den Transportrollen 15 geklemmt gehalten wird, steht danach wieder für eine erneute Fadeneinlage gemäß Fig. 2 an einem anderen Umfangsabschnitt des Gestricks zur Verfügung. Nach dem Stricken mit dem Faden 17 wird die Strickreihe mit einem Grundfaden (hier nicht dargestellt) weitergestrickt. Dieser kann auf der Rückseite geflottet werden, wenn auf der Sichtseite mit dem Faden 17 ein Intarsiafeld gestrickt wird. Sind die Intarsiafelder jedoch sehr groß und/oder sind über den Umfang des Gestricks sehr viele Intarsiafelder vorgesehen, so kann auch der Grundfaden in gleicher Weise wie der Intarsia-Faden 17 von Fadenauswahlvorrichtungen 13 den Nadeln 19, 22 zugeführt und während des Strickens von Intarsiafeldern aus dem

Strickprozess entnommen werden.

Die Ausbildung der Fadenklemm- und Vorschubeinrichtung 14 mit einer Fadentransportdüse 16 und einem Transportrollenpaar 15 ist nur eine mögliche Ausgestaltung, die sich jedoch dadurch auszeichnet, dass nur wenige mechanische Teile bewegt werden müssen, wodurch sehr hohe Strickgeschwindigkeiten erreicht werden können. Der Luftstrom der Düse 16 sorgt außerdem dafür, dass auf Einstreifer zur Fadeneinlage verzichtet werden kann.