| JP3445336 | SAW |
| JP08057808 | BENCH CIRCULAR SAWING MACHINE |
| JP11048029 | BENCH CUTTER |
WINKLER, Stefan (Kellerstrasse 8, Lahn, 48757, DE)
| Patentansprüche:
1. Kappsäge mit einem Träger (1), der eine Werkstückauflagefläche (2) bildet, einer am Träger (1) angebrachten Halterung (4) und einem an der Halterung (4) oberhalb des Trägers (1) angebrachten Sägeaggregat
(5), wobei an der Halterung (4) eine Neigungs Verstellung (15) angeordnet ist, mit der das Sägeaggregat (5) gegenüber dem Träger (1) um eine in Sägerichtung verlau- fende horizontale Neigungs-Schwenkachse (16) neigungsschwenkbar ist, wobei die Neigungsverstellung (15) ein mit dem Träger (1) verbundenes feststehendes Teil (24) und ein mit dem Sägeaggregat (5) verbundenes neigungsschwenkbares Teil (25) aufweist, wobei an einem der Teile (24, 25), vorzugsweise am feststehenden Teil (24), zumindest an einer Seite ein ortsfester Neigungsanschlag (29) angeordnet ist, der einem häufig genutzten Neigungswinkel des Sägeaggregates (5) entspricht, wobei am anderen der Teile (24, 25), vorzugsweise am neigungsschwenkbaren Teil (25), ein dem ortsfesten Neigungsanschlag (29) zugeordneter Gegenanschlag (30) angeordnet ist und wobei bei Anliegen des Gegenanschlags (30) am Neigungsanschlag (29) der Neigungsverstellung (15) das Sägeaggregat (5) im gewünschten Neigungswinkel zur Werkstückauflagefläche (2) steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungsanschlag (29) mindestens zwei geringfügig unterschiedlich po- sitionierte Anschlagflächen (29a,b) aufweist, deren Positionen geringfügig unterschiedliche Neigungswinkel des Sägeaggregates (5) definieren und daß ein Bauteil (32) des Neigungsanschlags (29) derart vorzugsweise stufenweise verstellbar angebracht ist, daß der Gegenanschlag (30) stets nur an genau einer der Anschlagflächen (29a,b) zur Anlage kommt.
2. Kappsäge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Anschlagflächen (29a,b) am verstellbaren Bauteil (32) des Neigungsanschlags (29) angeordnet sind.
3. Kappsäge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anschlagfläche (29a) am verstellbaren Bauteil (32) des Neigungsanschlags (29) angeordnet ist und die andere Anschlagfläche (29b) ortsfest am betroffenen Teil (24, 25), vorzugsweise am feststehenden Teil (24), angeordnet ist.
4. Kappsäge nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die beiden Anschlagflächen (29a,b) definierten Neigungswinkel sich um wenige Winkelgrade, vorzugsweise um 1° bis 5°, insbesondere um 2° bis 3°, unterscheiden.
5. Kappsäge nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagflächen (29a,b) Neigungswinkel des Sägeaggregates (5) von 45° und 47° definieren.
6. Kappsäge nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Anschlagfläche (29a) justierbar ist, insbesondere durch einen Gewindestift (31), der die Anschlagfläche (29a) bildet.
7. Kappsäge nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungsanschlag (29) als verstellbares Bauteil eine kompakte Drehscheibe (32) mit einem von der Drehscheibe (32) nach außen abragenden Handbetätigungsknauf (33) o.dgl. aufweist.
8. Kappsäge nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehscheibe (32) und vorzugsweise auch der Handbetätigungsknauf (33) aus Kunststoff besteht.
9. Kappsäge nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungsanschlag (29), insbesondere dessen verstellbares Bauteil (32), ein federndes Verrastungselement (34) aufweist, das in jeder Stufe in einem Gegenelement (35) am zugehörigen Teil (24) einrastet.
10. Kappsäge nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verrastungselement (34) ein am Bauteil (32) ausgeformter Federbügel ist.
11. Kappsäge nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine einrastende Fixierung mit Rastbolzen (26) und Gegenraste (28) für mindestens einen Neigungswinkel, vorzugsweise für ± 0°, vorgesehen ist.
12. Kappsäge nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Seiten je ein Neigungsanschlag (29) angeordnet ist, dem jeweils ein Gegenanschlag (30) zugeordnet ist.
13. Kappsäge nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenanschläge (30), vorzugsweise gemeinsam mit einer Gegenraste (28) eines Rastbolzens (26), in einer Anschlagplatte (36) zusammengefaßt sind. |
Kappsäge mit Neigungsverstellung
Die Erfindung betrifft eine Kappsäge mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
Kappsägen der in Rede stehenden Art sind seit Jahrzehnten bekannt (EP-A-I 557 231). Sie werden zur Bearbeitung aller Arten von Werkstoffen eingesetzt. Ein besonderes Anwendungsfeld finden Kappsägen bei der Holzbearbeitung. Sie sind aber auch für die Kunststoffbearbeitung und die Metallbearbeitung zu fin- den.
Eine typische Kappsäge hat ein um eine Querachse schwenkbar angebrachtes Sägeaggregat, dessen Sägeblatt aus einer angehobenen Ruhestellung in eine abgesenkte Sägestellung und umgekehrt schwenkbar ist. Mit dieser Bewegung des Sägeblattes kann ein auf einer Werkstückauflagefläche eines Trägers befindliches Werkstück abgeschnitten - gekappt - werden.
Kappsägen sind aber nicht nur mit um eine Querachse schwenkbar angebrachtem Sägeaggregat bekannt, sondern auch mit einem in Längsrichtung über die Werk- Stückauflagefläche ziehbaren Sägeaggregat als sog. Radialarmsägen.
Das Sägeaggregat einer Kappsäge ist normalerweise in Richtung der Ruhestellung vorgespannt. Das geschieht meist durch eine Federanordnung, bei älteren Konstruktionen auch noch durch ein Gegengewicht. Entgegen der Vorspannkraft wird das Sägeaggregat an einem Betätigungshandgriff angefaßt und zum Ausführen des Sägeschnittes nach unten geschwenkt bis das auf der Werkstückauflagefläche befindliche Werkstück vollständig durchtrennt ist. Dabei tritt ein kleines Teilstück des Sägeblattes des Sägeaggregates randseitig in einen Eintauchschlitz in der Werkstückauflagefläche ein.
Die bekannte Kappsäge, von der die Erfindung ausgeht (DE-U-203 13 885), ist eine Kapp-, Gehrungs- und Zugsäge, mit der Kappschnitte, Gehrungsschnitte und Schifterschnitte (Doppel-Gehrungs-Schnitte) ausgeführt werden können. Wegen der außerdem wie bei einer Radialarmsäge realisierten Zugfunktion kön-
nen die ausgeführten Schnitte länger sein als es der wirksame Schnitthalbmesser des Sägeblattes vorgibt.
Bei der bekannten Kappsäge ist das Sägeaggregat mittels einer Halterung am Träger angebracht. Bei der Kappfunktion wird das Sägeaggregat um eine Querachse aus der angehobenen Ruhestellung in die abgesenkte Sägestellung und umgekehrt geschwenkt.
An der Halterung, meist zwischen Halterung und Träger, ist hier im übrigen eine Neigungsverstellung vorgesehen. Die Neigungsverstellung dient dazu, das Sägeaggregat gegenüber dem Träger um eine in Sägerichtung verlaufende horizontale Schwenkachse schwenken zu können, um eben einen Gehrungsschnitt in gewünschtem Gehrungswinkel ausführen zu können. Dazu hat die Neigungsverstellung eine Neigungs- Schwenkachse.
Die Neigungsverstellung erlaubt es, das Sägeaggregat gegenüber der Werkstückauflagefläche seitlich zu neigen, so daß entsprechende Gehrungsschnitte mit einem durch die Neigungsverstellung vorgegebenen Gehrungswinkel ausgeführt werden können. Typische Gehrungswinkel wie 45° oder 30°, neben dem Winkel von ± 0° für die Normalstellung, sind durch Bolzen oder Hebel, die von Hand betätigt werden, einrastend fixierbar. Bekannt ist häufig aber auch nur eine stufenlose Verstellung und eine Fixierung mittels einer Spannschraube mit Spannknebel. So ist das auch bei der bekannten Kappsäge, von der die Erfindung ausgeht (DE-U-203 13 885).
Ist eine einrastende Fixierung bestimmter definierter Neigungspositionen vorgesehen, so ist es meist so, daß die einrastende Fixierung unter Federbelastung erfolgt, während sie durch eine manuelle Handhabung, insbesondere das Rückziehen eines federbelasteten Bolzens, lösbar ist.
Da sich die Neigungsverstellung hinten an der Werkstückauflagefläche bzw. dem Träger befindet, muß man als Bedienungsperson hier sehr aufmerksam sein. Normalerweise erfolgt die manuelle Handhabung zum Lösen der einrastenden Fixierung mit einer Hand hinten an der Halterung, während die andere Hand der Bedienungsperson das Sägeaggregat am Betätigungshandgriff festhält. Die manuelle Betätigung erfordert also den Einsatz beider Hände und mehrere aufein-
anderfolgende Handhabungsschritte. Da man nach hinten an das Sägeaggregat bzw. die Halterung greifen muß, besteht immer auch ein gewisses Verletzungsrisiko.
Bei der bekannten Kappsäge ist auch eine Staubabsaugung am Sägeaggregat vorgesehen. Dazu befindet sich an der Kappsäge ein Absaugstutzen. An diesem kann ein Absaugschlauch oder ein Staubfangsack einer Staubfangvorrichtung angeschlossen werden.
Aus der Praxis bekannt ist auch eine andere Konstruktion einer Neigungsverstellung bei einer Kappsäge derart, daß an einem feststehenden, vorzugsweise mit dem Träger verbundenen Teil zumindest an einer Seite ein ortsfester Neigungsanschlag angeordnet ist. Dieser ist so positioniert, daß er einem häufig genutzten Neigungswinkel des Sägeaggregates entspricht. Insbesondere liegt ein solcher Neigungsanschlag bei 45°. Dem Neigungsanschlag zugeordnet ist ein am gegenüberliegenden Teil angeordneter Gegenanschlag. Bei Anliegen des Gegenanschlags am Neigungsanschlag der Neigungsverstellung steht das Sägeaggregat im gewünschten Neigungswinkel zur Werkstückauflagefläche.
Um den gewünschten Neigungswinkel des Sägeaggregates, insbesondere also einen Winkel von 45°, der in der Praxis am häufigsten aufkommt, genau einzustellen, ist der Neigungsanschlag als ein in eine Gewindebohrung insbesondere im Träger eingeschraubter Gewindestift ausgeführt. Durch Ein- oder Ausschrauben des Gewindestifts läßt sich die Lage des Neigungsanschlags justieren, so daß ge- nau 45° als Neigungswinkel eingestellt werden kann.
Es gibt gelegentlich auch den Wunsch, den Gehrungswinkel ein wenig größer zu wählen als es dem geometrischen Winkel entspricht. Damit kann man Toleranzen insbesondere beim Innenausbau berücksichtigen. Beispielsweise ein Winkel von 47° als Gehrungswinkel statt eines Winkels von 45° erlaubt eine weniger toleranzempfindliche Arbeit am Bau. Die verbleibenden geringen Spalte kann man mit Verfugungsmaterial ausfüllen.
Bei einer Kappsäge mit der aus der Praxis bekannten Ausführung des ortsfesten Neigungsanschlages als Gewindestift läßt sich der etwas größere Neigungswin-
kel durch weiteres Einschrauben des Gewindestifts in die Gewindebohrung realisieren. Dabei geht aber die Justierung des exakten Neigungswinkels verloren.
Der Lehre liegt das Problem zugrunde, die bekannte Kappsäge mit der aus der Praxis bekannten Neigungsverstellung anwendungstechnisch zu optimieren.
Die zuvor aufgezeigte Problemstellung ist bei einer Kappsäge mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.
Kern der Erfindung ist die Ausgestaltung des Neigungsanschlages mit zwei unterschiedlich positionierten Anschlagflächen. Eine Anschlagfläche entspricht dem exakten Neigungswinkel des Sägeaggregates. Die zweite, geringfügig unterschiedlich positionierte Anschlagfiäche führt zu einem leicht unterschiedlichen, insbesondere etwas größeren Neigungswinkel des Sägeaggregates. Zwischen den beiden Anschlagflächen kann man den Neigungsanschlag umschalten. Sind mehrere Anschlagflächen vorgesehen, was im Grundsatz möglich wäre, so ist insgesamt von Anschlagfläche zu Anschlagfläche eine Verstellung möglich. Wichtig ist, daß der Gegenanschlag stets nur an genau einer der Anschlagflächen zur An- läge kommt, so daß der durch die betroffene Anschlagfläche definierte Neigungswinkel am Sägeaggregat realisiert ist.
Durch einfaches Umschalten eines verstellbaren Bauteils des Neigungsanschlags kann man, ohne daß irgendeine Justierung betroffen ist, zwischen den geringfü- gig unterschiedlichen Neigungswinkeln wählen. Das ist handhabungstechnisch praktisch und bedienungstechnisch einfach.
Bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Lehre sind Gegenstand der Unteransprüche.
In einer ersten Variante der Erfindung sind beide Anschlagflächen am verstellbaren, vorzugsweise stufenweise verstellbaren Bauteil des Neigungsanschlags angeordnet. Dann trifft ein und derselbe Gegenanschlag einmal auf die eine, im anderen Mal auf die andere Anschlagfläche. Das Verstellen des Bauteils des Nei- gungsanschlags führt zu einem Umschalten der Anschlagflächen.
Bei einer anderen Variante der Erfindung ist nur eine der Anschlagflächen am verstellbaren Bauteil des Neigungsanschlags angeordnet. Die andere der Anschlagflächen ist ortsfest an dem zugehörigen Teil der Neigungsverstellung, also vorzugsweise am feststehenden Teil, angeordnet. Dementsprechend ist auch der Gegenanschlag zweigeteilt. In einer Stellung des verstellbaren Bauteils des Neigungsanschlags trifft der eine Teil des Gegenanschlags auf die eine Anschlagfläche. In der anderen Stellung des verstellbaren Bauteils des Neigungsanschlags trifft der genannte Teil des Gegenanschlags nicht auf die zugehörige Anschlagfläche. Ein anderer Teil des Gegenanschlags trifft auf die andere, am vorzugs- weise feststehenden Teil der Neigungsverstellung ortsfest angeordnete Anschlagfläche.
Wie bei dem aus der Praxis bekannten System sind auch hier die Neigungswinkel nur um wenige Winkelgrade unterschiedlich, vorzugsweise um 1° bis 5°, ins- besondere um 2° bis 3°. Insbesondere gilt auch für die vorliegende Kappsäge, daß man eine solche Neigungsverstellung insbesondere für Neigungswinkel von 45° / 47° realisieren wird.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Konstruktion besteht darin, daß man eine Anschlagfläche justierbar ausgestalten kann. Insbesondere kann das auch hier durch einen Gewindestift erfolgen, der in eine Gewindebohrung eingeschraubt ist und die diesbezügliche Anschlagfläche bildet. Die Gewindebohrung muß nicht im zugehörigen Teil selbst ausgebildet sein, sie kann auch Teil einer eingelegten Mutter oder eines Gewindestutzens sein. Wesentlich ist, daß man die exakte Justierung des Neigungswinkels von beispielsweise 45° mittels des Gewindestifts realisieren kann und diese Justierung immer erhalten bleibt. Der Wechsel auf den etwas größeren Neigungswinkel von beispielsweise 47° geschieht ohne änderung der Lage des Gewindestifts und damit ohne änderung der Lage der entsprechenden Anschlagfläche. Vielmehr wird einfach das ver- stellbare Bauteil des Neigungsanschlags in die andere Position gebracht, so daß die andere Anschlagfläche wirkt.
Die erfindungsgemäße Konstruktion einer Kappsäge mit Neigungsanschlag läßt sich besonders einfach gemäß Anspruch 7 realisieren. Die dort angesprochene Drehscheibe läßt sich insbesondere aus Kunststoff herstellen, ebenso wie der Handbetätigungsknauf, der zum Drehen der Drehscheibe dient.
Führt man die Drehscheibe in Kunststoff aus, so läßt sich daran ein Verrastungs- element zum Einrasten in jeder Stufe besonders einfach als ausgeformter Federbügel realisieren.
Kappsägen der in Rede stehenden Art kennt man mit einseitiger und beidseitiger Neigungsverstellung. Entsprechend kann die Konstruktion auch hier gewählt werden.
Ist eine beidseitige Neigungsverstellung realisiert, hat man also zumindest zwei Gegenanschläge, so kann man die Gegenanschläge in einer Anschlagplatte zusammenfassen. In der Anschlagplatte kann auch eine Gegenraste für einen Rastbolzen einer einrastenden Fixierung integriert sein, die dann zweckmäßigerweise die Normalstellung ± 0° definiert.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausfiihrungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. Bei der Erläuterung der Zeichnung werden auch weitere Vorteile und Besonderheiten der Erfindung im Detail angesprochen und erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung ein Ausfuhrungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kappsäge,
Fig. 2 die Kappsäge aus Fig. 1 in einer Draufsicht,
Fig. 3 die Kappsäge aus Fig. 1 in einem Schnitt gemäß HI-III in Fig. 2,
Fig. 4 in einer Ansicht von hinten, nur eine Anschlagplatte mit Gegenanschlägen angedeutet, den Träger einer erfindungsgemäßen Kappsäge, die Halterung mit Sägeaggregat jedoch abgenommen,
Fig. 5 in einer Fig. 4 entsprechenden Darstellung ein weiteres, geringfügig modifiziertes Ausfuhrungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kappsäge,
Fig. 6 in einer zerlegten Darstellung einen Neigungsanschlag des dargestellten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Kappsäge.
Fig. 1 zeigt eine Kappsäge, genauer gesagt eine Kapp-, Gehrungssäge- und Zugsäge.
Die in Fig. 1 dargestellte Kappsäge weist zunächst einen Träger 1 auf, der eine Werkstückauflagefläche 2 bildet. Das rückwärtige Ende der Werkstückauflagefläche 2 bildet hier eine Anschlagschiene 3, an der ein Werkstück, beispielsweise eine Holzleiste, angelegt werden kann. Am Träger 1 ist eine Halterung 4 angebracht, die rückwärtig hinter der Werkstückauflagefläche 2 liegt.
An der Halterung 4 oberhalb des Trägers 1 angebracht ist ein Sägeaggregat 5. Dieses ist im dargestellten und bevorzugten Ausfuhrungsbeispiel um eine Querachse 6 schwenkbar und befindet sich oberhalb der Werkstückauflagefläche 2.
Bei einer Radialarmsäge entfiele die Querachse. Das Sägeaggregat würde hier an Zugstangen gezogen, die auslegerartig über die Werkstückauflage fläche ragen.
Bei der dargestellten Kappsäge wird das Sägeaggregat 5 um die Querachse 6 aus einer angehobenen Ruhestellung, die in Fig. 1 zu erkennen ist, in eine abgesenkte Sägestellung, die hier nicht dargestellt ist, und umgekehrt geschwenkt. Das Sä- geaggregat 5 ist dabei in Richtung der Ruhestellung, also nach oben hin vorgespannt, insbesondere durch eine Feder. Dadurch kehrt das Sägeaggregat 5, wenn man es losläßt, von selbst wieder in die angehobene Ruhestellung zurück.
Das Sägeaggregat 5 weist auf, - einen Betätigungshandgriff 7,
- einen Antriebsmotor 8
- ein vom Antriebsmotor 8 angetriebenes, auf einer Welle 9 gelagertes Sägeblatt 10,
- eine das Sägeblatt 10 von oben her etwa über die Hälfte abdeckende festste- hende Schutzhaube 11,
- eine Pendelschutzhaube 12, die in der in Fig. 1 dargestellten Ruhestellung den unteren Teil des Zahnkranzes des Sägeblattes 10 abdeckt,
- einen Absaugstutzen 13 einer Staubfangvorrichtung und
- eine im Bereich zwischen der Halterung 4 und der Welle 9 unterhalb der feststehenden Schutzhaube 1 1 angeordnete bewegliche Staubfanghaube 14.
Letzteres ist eine besondere Ausstattung der Kappsäge, die nicht immer verwirklicht sein muß, aber in besonders zweckmäßiger Weise hier verwirklicht ist.
Die dargestellte Kappsäge hat neben der zuvor bereits beschriebenen Kapprunk- tion eine Gehrungsfunktion. Es handelt sich also zunächst bereits um eine Kapp- und Gehrungssäge.
Dazu weist die Kappsäge an der Halterung 4 ihrerseits eine Neigungsverstellung 15 auf. Mit der Neigungsverstellung 15 läßt sich das Sägeaggregat 5 gegenüber dem Träger 1 um eine in Sägerichtung verlaufende, horizontale Neigungs- Schwenkachse 16 schwenken. Fig. 3 zeigt die Neigungs-Schwenkachse 16 körperlich vorhanden. Grundsätzlich ist auch eine kulissenartige Gestaltung möglich, bei der die Neigungs-Schwenkachse 16 nur geometrisch vorhanden ist und die Schwenkbewegung um diese virtuelle Schwenkachse über andere Konstruk- tionsmittel verwirklicht wird.
An der Neigungsverstellung 15 erkennt man in Fig. 1 eine Winkelskala 17, an der man den eingestellten Neigungswinkel ablesen kann. Durch die Neigung um die Neigungs-Schwenkachse 16 läßt sich der Gehrungswinkel des auszuführen- den Sägeschnittes einstellen und an der Winkelskala 17 ablesen.
Die dargestellte und bevorzugte Kappsäge hat jedoch nicht nur eine Kappfunktion und eine Gehrungsfunktion, sie hat auch eine Zugfunktion. Das Sägeaggregat 5 ist an der Halterung 4 nicht nur mittels der Querachse 6 schwenkbar gelagert, sondern zusätzlich auch noch mittels einer in Sägerichtung verlaufenden Zugfüh- rung 18 aus zwei parallel zueinander verlaufenden Zugstangen 18a,b verschiebbar gelagert. Mit dieser Zugfunktion läßt sich der vom Sägeaggregat 5 ausführbare Sägeschnitt verlängern.
Das dargestellte und bevorzugte Ausfuhrungsbeispiel zeigt am Träger 1 einen eingelassenen Drehteller 19 mit einem nach vorne vorspringenden Auslegerarm 20 und mit einem Eintauchschlitz 21 , in den in Sägestellung der Rand des Sägeblattes 10 eintritt. Die Länge des Eintauchschlitzes 21 ist wesentlich größer als es für den Durchmesser des Sägeblattes 10 erforderlich ist. Das liegt an der zuvor erläuterten Zugfuhrung 18, die eben auch ein Ziehen des Sägeblattes 10 durch das Werkstück über einen bestimmten Weg erlaubt.
Fig. 2 zeigt in der Draufsicht hier zwei parallel zueinander liegende Zugstangen 18a, b, die die Zugfuhrung 18 bilden und rückwärtig mittels eines Abstandshalters 22 fest miteinander verbunden sind. Die Zugstangen 18a,b sind mit dem Sägeaggregat 5 fest verbunden und laufen an der Halterung 4 in in Fig. 3 erkennba- ren Führungen 23.
Bei einer Radialarmsäge, die also keine Kappfunktion, nur eine Zugfunktion und ggf. eine Gehrungsfunktion hat, ist auch eine kinematisch umgekehrte Anordnung mit feststehenden Zugstangen und daran mittels Führungen verschiebbar geführtem Sägeaggregat möglich.
Die voranstehenden Ausführungen betreffen die dargestellte Kapp-, Gehrungsund Zugsäge im allgemeinen. Die in der vorliegenden Anmeldung betroffene Erfindung wird nachfolgend beschrieben.
Im dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel ist eine ganz besondere Neigungsverstellung 15 um eine Neigungs-Schwenkachse 16 verwirklicht. Diese wird anhand der Zeichnung, Fig. 4 bis 6, näher erläutert. Fig. 4 und Fig. 5 sind rechts und links gekürzt, um den Maßstab vergrößern zu können.
Die Neigungsverstellung 15 weist ein mit dem Träger 1 verbundenes feststehendes Teils 24 und ein mit dem Sägeaggregat 5, genauer gesagt mit der Halterung 4 des Sägeaggregates 5, verbundenes neigungsschwenkbares Teil 25 auf (Fig. 3). Letzteres ist in Fig. 4 und 5 nicht zu sehen, weil die Halterung 4 abgenommen ist.
An einem der Teile, im dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel am feststehenden Teil 24, ist zumindest an einer Seite ein ortsfester Neigungsanschlag 29 angeordnet, der einem häufig genutzten Neigungswinkel des Sägeag- gregates 5 entspricht.
Fig. 4 zeigt die Rückseite des Trägers 1 mit dem feststehenden Teil 24 in einer Ansicht, wobei die Halterung 4 mit dem Sägeaggregat 5 abgenommen ist. Im einzelnen wird das weiter unten noch erläutert.
In Fig. 4 erkennt man zunächst einen großen Spannhebel 24' zur kraftschlüssigen Verbindung des neigungsschwenkbaren Teils 25 mit dem feststehenden Teil 24, hier und nach bevorzugter Lehre über eine Klemmung der Neigungs- Schwenkachse 16. Das ist ein Bauteil der hier auch verwirklichten stufenlosen Neigungsverstellung.
Ferner ist in Fig. 4 zu erkennen, daß hier auch eine einrastende Fixierung einer bestimmten Neigung des Sägeaggregates 5 vorgesehen ist. Die Normalstellung mit Neigungswinkel ± 0° wird hier nämlich durch einen Rastbolzen 26 einra- stend fixiert, der mittels eines Rastbetätigungshebels 27 manuell betätigbar ist. Im dargestellten Ausfuhrungsbeispiel ist dieser Rastbolzen 26 in eine Gegenraste 28 eingerastet, die, das wird später noch erläutert, dem neigungsschwenkbaren Teil 25 zugeordnet ist.
Um die Zusammenhänge bei der erfindungsgemäßen Konstruktion besser zu verstehen, ist das Teil 36, das an sich am neigungsschwenkbaren Teil 25 angeordnet, aber für die erfindungsgemäße Neigungsverstellung 15 konstruktiv von Bedeutung ist, in Fig. 4 eingezeichnet.
Erfindungsgemäß geht es weder um die stufenlose, klemmende Neigungsverstellung noch um die einrastende Fixierung bestimmter Neigungswinkel. Das dargestellte und bevorzugte Ausführungsbeispiel zeigt vielmehr eine Definition eines bestimmten Neigungswinkels durch den ortsfesten Neigungsanschlag 29. Ortsfest in diesem Sinne bedeutet, daß der Neigungsanschlag 29 als solcher am Trä- ger 1 in fester Relativlage zum Träger 1 angeordnet ist. Demgegenüber ist ein Gegenanschlag 30 mit dem neigungsschwenkbaren Teil 25 gemeinsam gegenüber dem feststehenden Teil 24 des Trägers 1 und damit gegenüber dem Neigungsanschlag 29 um die Neigungs-Schwenkachse 16 schwenkbar.
Die Lage des Neigungsanschlags 29 entspricht einem häufig genutzten Neigungswinkel. Im dargestellten Ausfuhrungsbeispiel ist das der Neigungswinkel von 45°.
Wie bereits erwähnt, ist am anderen der Teile 24, 25, hier also am neigungs- schwenkbaren Teil 25, der Gegenanschlag 30 fest angeordnet. Bei Anliegen des
Gegenanschlags 30 am Neigungsanschlag 29 der Neigungsverstellung 15 steht
das Sägeaggregat 5 im gewünschten Neigungswinkel, hier also im Neigungswinkel von 45° zur Werkstückauflagefläche 2.
Für die Erfindung wesentlich ist nun, daß der Neigungsanschlag 29 mindestens zwei geringfügig unterschiedlich positionierte Anschlagflächen 29a,b aufweist, deren Positionen geringfügig unterschiedliche Neigungswinkel des Sägeaggregates 5 definieren.
Um die jeweils interessierende Anschlagfläche 29a, 29b zu aktivieren ist vorge- sehen, daß der Neigungsanschlag 29 ein Bauteil 32 aufweist, das derart verstellbar, vorzugsweise stufenweise verstellbar angebracht ist, daß der Gegenanschlag 30 stets nur an genau einer der Anschlagflächen 29a,b zur Anlage kommt.
Das in Fig. 4 dargestellte Ausfuhrungsbeispiel zeigt dazu eine Konstruktion, bei der beide Anschlagflächen 29a,b an dem vorzugsweise stufenweise verstellbaren Bauteil 32 des Neigungsanschlags angeordnet sind. Der Gegenanschlag wirkt in der einen Stellung des Bauteils 32 mit der einen Anschlagfläche 29a zusammen, in Fig. 4 links dargestellt. In der anderen Stellung des Bauteils 32 wirkt der Gegenanschlag 30 mit der anderen Anschlagfläche 29b zusammen, in Fig. 4 rechts dargestellt.
Der in Fig. 4 links dargestellte Neigungsanschlag 29 definiert die Position 45° der Anschlagfläche 29a. Der in Fig. 4 rechts dargestellte Neigungsanschlag 29 hat eine davon unterschiedliche Position, bei der das Sägeaggregat 5 in einem Winkel von 47° steht, wenn der Gegenanschlag 30 auf der Anschlagfläche 29b zur Anlage kommt.
Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine Konstruktion, bei der an beiden Seiten je ein Neigungsanschlag 29 angeordnet ist, dem jeweils ein Ge- genanschlag 30 zugeordnet ist. Es handelt sich also um eine beidseitige Neigungsverstellung 15.
Das dargestellte und bevorzugte Ausführungsbeispiel zeigt ferner, daß die beiden
Gegenanschläge 30 hier gemeinsam mit der Gegenraste 28 des Rastbolzens 26 für ± 0° in einer Metall-Anschlagplatte 36 zusammengefaßt sind, die am nei-
gungsschwenkbaren Teil 25 angebracht, insbesondere angeschraubt ist. Man sieht sie in Fig. 4 nur um das Verständnis zu erleichtern.
Das dargestellte Ausfuhrungsbeispiel zeigt, daß die durch die beiden Anschlag- flächen 29a,b definierten Neigungswinkel sich um wenige Winkelgrade, vorzugsweise um 1° bis 5°, insbesondere um 2° bis 3°, unterscheiden. Im einzelnen gilt hier, daß die Anschlagflächen 29a,b Neigungswinkel des Sägeaggregates 5 von 45° und 47° definieren.
Das in Fig. 5 dargestellte Ausfuhrungsbeispiel, die Darstellung entspricht wei- testgehend Fig. 4, zeigt anders als bei Fig. 4 eine Anschlagfläche 29a am verstellbaren Bauteil 32 des Neigungsanschlags 29, die andere Anschlagfläche 29b jedoch ortsfest am feststehenden Teil 24. Hier hat der Gegenanschlag 30 noch ein zweites Teil, nämlich das Teil 30'. Das Teil 30' wirkt mit der zweiten An- schlagfläche 29b zusammen. Befindet sich das vorzugsweise stufenweise verstellbare Bauteil 32 des Neigungsanschlags 29 in der in Fig. 5 rechts dargestellten Stellung, so trifft das Teil 30' des Gegenanschlags 30 auf die ortsfeste Anschlagfläche 29b. Das andere Teil des Gegenanschlags 30 berührt hingegen das Bauteil 32 nicht. Demgegenüber trifft in der anderen Stellung des Bauteils 32 der Gegenanschlag 30 wie im Ausfuhrungsbeispiel nach Fig. 4 auf die Anschlagfläche 29a, so wie in Fig. 5 links dargestellt. Hier sind dann die Anschlagfläche 29b und das Teil 30' des Gegenanschlags 30 wirkungslos.
Das dargestellte und bevorzugte Ausfuhrungsbeispiel zeigt ferner, daß minde- stens eine Anschlagfläche 29a justierbar ist, insbesondere durch einen Gewindestift 31, der die Anschlagfläche 29a bildet. Man erkennt diese Konstruktion besser in der Darstellung in Fig. 6. Der Gewindestift 31 ist in die Gewindebohrung einer zugeordneten, in eine Halterung am Neigungsanschlag 29 eingelegten Gewindemutter 37 eingeschraubt. Durch Verstellen des Gewindestifts 31 läßt sich die Lage der Anschlagfläche 29a justieren. Dadurch läßt sich der hauptsächliche, präzise Neigungswinkel von 45° des dargestellten Ausführungsbeispiels exakt justieren. Diese Justierung geht nicht verloren, weil der Gewindestift 31 nicht mehr verstellt werden muß. Den gewünschten etwas unterschiedlichen Neigungswinkel von hier 47° erreicht man nämlich erfindungsgemäß dadurch, daß das Bauteil 32 insgesamt in die andere Stufe verstellt werden kann.
Das in den Zeichnungen dargestellte Ausfuhrungsbeispiel zeigt eine Konstruktion, bei der vorgesehen ist, daß der Neigungsanschlag 29 als verstellbares Bauteil eine kompakte Drehscheibe 32 mit einem von der Drehscheibe 32 nach außen abragenden Handbetätigungsknauf 33 o.dgl. aufweist. Der Begriff "kompakt" bedeutet in diesem Zusammenhang, daß die Drehscheibe 32 nicht schlank, flach und filigran ausgeführt ist, sondern ein mechanisch belastbares Bauteil bildet.
Fig. 6 zeigt die Drehscheibe 32 vorzugsweise hergestellt aus spritzgießfähigem Kunststoff. Direkt angespritzt ist der Handbetätigungsknauf 33, der radial nach außen abragt. An der Drehscheibe 32 befindet sich im dargestellten Ausführungsbeispiel ein federndes Verrastungselement 34. Dieses rastet in jeder Stufe in einem Gegenelement 35 am zugehörigen feststehenden Teil 24 ein.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel mit einer Kunststoff-Drehscheibe 32 handelt es sich beim Verrastungselement 34 um einen an der Drehscheibe 32 ausgeformten Federbügel.
Man erkennt in Fig. 6 die Gewindemutter 37, die in ein Aufhahmefach in der Drehscheibe 32 eingeschoben wird. Von oben wird der Gewindestift 31 einge- schraubt und genau auf die gewünschte Neigungsstellung des Sägeaggregates 5 eingestellt. Dieses Bauteil 32 ist, wie man in Fig. 4 und 5 sieht, in eine Halterung 38 eingesetzt, die am meist als Metall-Druckgußteil ausgeführten feststehenden Teil 24 am Träger 1 ausgebildet ist. An der Halterung 38 sind die Gegenelemente 35 für das Einrasten des federnden Verrastungselementes 34 zu sehen. Das Ver- rastungselement 34 des in Fig. 4 und 5 links dargestellten Bauteils 32 ist im unteren Gegenelement 35 eingerastet (eingestellter Winkel 45°, justiert). Der in Fig. 4 rechts dargestellte Neigungsanschlag 29 zeigt das Bauteil 32 mit dem Verrastungselement 34 im oberen Gegenelement 35 der Halterung 38 eingerastet (eingestellter Neigungswinkel 47°, nicht justiert). In Fig. 5 wirkt rechts demgegen- über das Teil 30' mit der Anschlagfläche 29b am feststehenden Teil 24 zusammen, um den Neigungswinkel 47°, nicht justiert zu definieren.
